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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.

**** --Jllustrirtes Sonntagsblatt.

ÄÄM-ÄÄÄ&ÄS Marburg SSSffaBg 34. Jahrg. asa.^'L>«>|S£M®ÄK Donnerstag. 27. April 1899.

Erstes Blatt.

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für die Monate Mai und Juni auf die

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nebst deren Gratisbeilage«

,Rr e i4 b I a 11" für die Kreise Marburg uni Kirchhain,Illustriertes Sonntags blatt" undVerloodungsliste der Kgl. preußischen Klassenlotterie" »erden von allen Poftanstalten, Landbrief­trägern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen

Staatsbürger zweiter Klasse.

Ein ganz nichtsnutziges Schlagwort ist es, das 6»n demokratischer Seite mit Vorliebe angewendet wird, um der Wahrung der staatlichen Autorität ein Schnippchen zu schlagen: Staatsbürger zweiter Klasse sollen danach alle diejenigen Männer sein, die auf 8mt und Würde, auf Berufspflicht und Diensteid auch int privaten Leben Rücksicht zu nehmen ange­halten werden. Nach demokratische» Maximen genügt e8 im Staatsleben durchaus, wenn der Beamte in seinem Bureau, der Professor auf seinem Katheder ja selbst der Soldat in Reih und Glied und der Geistliche auf der Kanzel sich nichts zu schulden kommen lassen. Volle unbeschränkteFreiheit" aber sollfür alles, waS Menschenantlitz trägt", im außer­dienstlichen Leben walten.

Neben dieses unsinnige Schlagwort hat man ein anderes gleichwerthigeS vomWähler zweiter Klasse" gestellt. Danach soll eS keinem Erfahrenen mehr freistehen, die Unerfahrenen über die Wahlen aufzu- klären, keine Behörde soll mehr ihre Beamten er­mahne» dürfen, sich von der Wahl socialdemokratischer Kandidaten zu enthalten. Kein Unternehmer soll mehr auf seine Arbeiter gegen Verhetzungen und Irreführungen einwirken dürfen. Derjenige Wähler, der solchen Er­mahnungen, solchen Aufklärungen und Einwirkungen Folge leistet, erhält von der Demokratie die Censur: zweite Klasse l

Nun ist aber nicht unbekannt, daß gerade die­jenigen Herrschaften, die sich hier ungerufen als Cen-

soren aufwerfe», nichts Besseres wünschten, als in demokratischem Sinne alle Staatsbürger bezw. Wähler in diezweite Klaffe" zu versetzen Von keiner Seite erschallt der Ruf nach Maßregelung der Beamten, sofern diese einmal einer von der Demokratie günstig aufgenommenen Regierungsvorlage nicht zuzustimmen vermögen, lauter als aus demokratischen Blättern. Von keiner Seite wird ein stärkerer Druck auf die Wähler ausgeübt, als von demokratischen Kommunal­behörden und von demokratischen Arbeitgebern, die sogar ihrejungen Leute" zur parteigenösfischen Wahlagitation kommandiren. Abgesehen von der Nichtsnutzigkeit des Schlagwortes steht also dessen Anwendung keinem weniger zu, als gerade derDemokratie.

Wie alle Schlagwörter, so soll auch das von denStaatsbürgern zweiter Klasse" das Denken er­spare». DerZeitungs - Philister" soll, wen» er dieses Wort hört, schon nm des verächtlichen Klanges willen genöthigt werden, bedenklich mit dem Kopfe zu wackeln und wieder einmal einLoch" in der von der Reaktion so schmählich bedrohtenbürger­lichen Freiheit" zu wittern. Dabei überlegt sich dieser Philister der aufseine" Zeitung schwört nicht, daß das nichtsnutzige Schlagwort gerade den besten Theil des Volkes, ja ihn selbst mit, be. leidigt.

Dievornehme" BarthscheNation" macht sich dieser Beleidigung in hohem Maße schuldig, indem sie, an denFall Arons" anknüpfend, schreibt,es handle sich darum, daß ein Dozent außerhalb der Universität nicht jenes Maß politischer Freiheit ge­nießen solle, über das jeder andere Staatsbürger verfüge; der Lehrer an der Universität sei also ein Bürger zweiter Klasse". Es streift schon an Unfug, wenn dieNation" behauptet, dem Universi­tätslehrer wie den Beamten überhaupt solle das allen Staatsbürgern zustehende Maß politischer Freiheit vorenthalten werden. Diepolitische Frei­heit" ist in keiner Weise in Frage gestellt. Die Beschränkung, die den Beamte» sowohl wie auch den Universitätslehrern im besonderen auferlegt ist, ist eine solche, die jeder Staatsbürger von königs« und staatstreuer und überhaupt anständiger Gesinnung s i ch selbst auferlegt. Wer den Diensteid für König und Vaterland leistet, «er ein Amt aus den Händen des Staates übernimmt, von dem muß ver­langt werden, daß er als Ehrenmann nichts unter­nehme, begünstige oder fördere, waS dazu dient, Monarchie und Staatsordnung zu untergraben.

Wer sich uneingeschränktepolitische Freiheit" wahren will, der muß nicht nur nicht von der An­nahme von Beamtenstellen oder sonstigen Anstellungen Abstand nehmen, sondern er muß sich von aller Ordnung, Sitte und Tradition emanzipieren; dabei aber werden seinerFreiheit" immer noch durch die bestehenden Gesetze Schranken gesetzt sein. Ein

Staatsbürger zweiter Klasse" bliebe er also trotz alledem. AlsStaatsbürger erster Klasse" sind so­mit uur diejenigen zu erachten, die alle derartige Schranken negieren, die alsSonueubrüder" eine Freiheit genießen, wie sie als letztes demokratisches Ideal angesehen werden muß. Staatsbürger erster Klasse sind also vor allem diejenigen Herrschaften, die derVorwärts" einst mit dem NamenBallonmützenproletarier" be­legt hat. -

Umschau.

Als im vorigen Jahre die Flotten-Vorlage berathen wurde, da wußten die Gegner nicht genug von den angeblich hohen Ausgaben zu reden, die für unsere Flotte bis zum Jahre 1904 gemacht werden sollen. Konnten schon damals die Einwände nicht als stichhaltig angesehen werden, so ist dies heute noch weniger der Fall. Die Verhältnisse find seitdem dadurch wesentlich anders geworden, daß alle für uns in Betracht kommenden Staaten ihre Rüstungen zur See beschleunigt haben. In seinen Ausgaben für die Flotte steht Deutschland im Vergleich zu den andere» Ländern auf einer sehr bescheidenen Stelle. Es sollen hier nur die Ausgaben für Neubauten und Neubewaffnung in Betracht gezogen werden. Im Jahre 1898 haben dafür aufgewendet: England 380 Millionen Mark, die Bereinigten Staaten von Nordamerika 220, Japan 150, Frankreich und Ruß­land je 121, Deutschland 51 und Italien 44 Mill. Mark. Für 1899 rückt Deutschland sogar en die letzte Stelle, da es in diesem Jahre 55 Millionen Mark für Neubauten ausgiebt, während Italien trotz seiner wenig günstigen Finanzen zu diesem Zwecke 80 Millionen vorgesehen hat. Den letzten Platz be­hauptet Deutschland auch in den nächsten Jahren, da überall jetzt schonFlottenpläne" festgelegt sind, welche eine bedeutend stärkere Anspannung aufweisen als bei uns. In England war im vorigen Jahre das Flotten-Progromm schon vom Parlament genehmigt, als bekannt wurde, daß Rußland 300 Millionen Mark, die sich auf 34 Jahre »ertheilen sollten, neben dem schon festgestellten E-at in Aussicht ge­nommen hatte. Sofort legte die englische Admiralität eine erweiterte Marine-Vorlage (auch 300 Millionen Mark umfassend) vor, welche das Parlament an­standslos bewilligte. Mau sieht hieraus, daß sich die praktischen Engländer, sowohl Regierung wie Volksvertreter, nicht an foimale Bedenken kehren, wenn nationale Interessen auf dem Spiele stehen. Im Jahre 1900 find in Deutschland für Neubauten von Kriegsschiffen 60 Mill, verfügbar, in England 400, in Nordamerika 200, in Rußland 180, in Frankreich 150, in Italien 80 und in Japan 70 Millionen Mark. Nur Oesterreich mit 27 Millionen

steht noch hinter Deutschland zurück. Dafür hat Oesterreich aber auch nur wenig Küstenland, und seine überseeischen Handels - Interessen lassen sich mft den deutschen gar nicht vergleichen. Demnach wird Rußland allein im kommenden Jahre mehr für Flottenzwecke ausgeben, als der gesammte Dreibund. Im Bau begriffen waren im Jahre 1898 nach dem englischen Parlamentsbericht in England 12 Schlachtschiffe, in Frankreich 8, in Rußland 6, in Amerika 8, in Deutschland 5, in Italien 2. Vorhanden waren in derselben Zeit in England 52 Schlachtschiffe, in Frankreich 27, in Nordamerika 8, in Rußland 12, in Italien 15, in Deutschland 9. Gepanzerte Kreuzer, einschließlich der im Bau begriffenen, hat England 145, Frank­reich 59, Nordamerika 20, Japan 23, Rußland 18, Italien 23, D eutschland 20; hiervon sind aber 10 noch nicht fertig. Bei Rußland kommen dann noch die Kreuzer der freiwilligen Flotte hinzu. Wie sehr England auf den schnellen Ausbau seiner Kriegs­flotte bedacht ist, zeigt die Thatsache, daß das in den nächsten drei Jahren fertigzustellende englische Flottenmaterial eine größere Schiffsmacht umfaßt, als die gesammte deutsche Marine einschließlich der bis zum Jahre 1904 zu bauende» Schiffe. Allein die englische» Neubauten für die Kriegsmarine, die im Etatsjahr 1899/1900 vollendet, weitergebaut oder begonnen werden sollen, betragen im Ganzen genau 100 Schiffe. Darunter befinden sich nicht weniger als 18 Schlachtschiffe und 14 Panzerkreuzer. Bei dieser Lage der Dinge wird man sich auch in Deutschland der Nothwendigkeit nicht verschließen können, eifriger an unserer Rüstung zur See zu arbeiten, als im Flottengesetze vorgesehen ist. Wir werden nur dem Beispiel der anderen Staaten folge». Es gebietet dies die Pflicht der Selbsterhaltung. (Siehe überdies de» heute gleichzeitig von uns in der Beilage gegebenen Artikel über unsere Handels­flotte. D. Red.)

Eine derartige gesellschaftliche Boykottirung, tote sie der neue mexikanische Gesandte in Washington, Herr Aspiroz, erlebt, dürste kaum irgendwo einem Diplomaten widerfahren sein. Es war eine unglückliche Idee der mexikanischen Re­gierung, in ihr diplomatisches Corps eine Persönlichkeit einzureihen, die bei der Tragödie von Queretaro 1867 eine verhänguißvölle Rolle gespielt hat. Herr Aspiroz hat nämlich seiner Zeit int Prozesse gegen den Kaiser Maximilian als Staatsanwalt fmigirt. Er hat sich in der Behandlung dieser Angelegenheit als unerbittlich erwiesen, und man schreibt es hauptsächlich seinem Einflüsse zu, daß alle Bemühungen zur Rettung des unglücklichen Monarchen gescheitert find. Daß die diplomatischen Vertreter Oesterreich - Ungarns und Belgiens mit dem neuen mexikanischen Gesandten in

Nachdruck verboten.)

Glück auf!

Roman aus dem Harze von O. Elster.

(Fortsetzung.)

Ella", rief er erschreckt aus,was sprichst Dus dal?"

Ella zuckte mit den Schultern und trat an den Blumentisch, sich über eine eben aufgeblühte Monats­rose beugend.

In diesem Augenblick erklang die Glocke in dem Nebenzimmer und Tante Lore öffnete die Flügelthüre. Strahlend im Glanze der Lichter stand der Weih­nachtsbaum da, ein frischer Tannendust erfüllte das Zimmer, in dessen Mitte ein großer Tisch bedeckt mit den Geschenken für Ella, Frederigo und Tante Lore sich befand.

Der Unmuth, welcher sich in Ella's Herz ge­schlichen hatte, machte einer weichen Stimmung Platz, welche noch durch die ernsten Klänge der Glocken, welche von der nahen Kirche herübertönten, verstärkt wurde. Sie trat auf Frederigo zu, schlang ihren Arm um seine Schultern und zog ihn in das weih­nachtlich geschmückte Gemach. Auch Frederigos Miß- wuth verschwand, als er sah, mit welchem kindlichen Jubel Ella ihre Geschenke bewunderte nnd mit welcher Dankbarkeft sie den Vater und die Tante Lore küßte. Er hatte ihr Unrecht gethan. Sie war ja noch so jung, sollte sie nm seinetwillen auf jede Lebensfreude derzichten? Er war zu ernst geworden in den letzt« Monaten, er konnte nicht verlangen, daß auch sie das Leben so ernst nehmen sollte.

Jetzt führte Ella ihren Bräutigam an den Tisch «d zeigte ihm die Geschenke, welche für ihn bestimmt waren.

Sieh nur, mein lieber Schatz', sprach sie fröh­lich lachend,diesen Teppich habe ich für Deine» Schreibtisch bestimmt. Ja, ja, steh' ihn Dir nur ordentlich an, jeden Stich habe ich gemacht, da kannst Du sehen, wie fleißig ich gewesen bin".

Frederigo war gerührt. Wie mußte sich Ella, sein kleines ungeduldiges Vögelchen bei dieser Arbeit abgemüht haben!

Taute Lore lächelte still, doch verrieth sie nicht, daß sie die Hauptarbeit gethan hatte.

Ich schäme mich eigentlich", sagte Frederigo in­dem er Ellas Hand zärtlich küßte,daß ich Dir mft keinem größere» Geschenk begegnen kann. Sieh' hier diese Ohrringe habe ich für Dich bestimmt".

Er reichte ihr eix zierliches Etuis, vou dessen blauem Sammetkiffen sich ein paar Perlenohrriuge prächtig abhob. Erstaunt blickte er jedoch auf, als Ella in ein lauter Gelächter ausbrach, das den spöttischen Klang nicht verleugnen konnte.

Ohrringe!" rief sie lachend.Aber, mein Gott, ich trage ja keine Ohrringe. Wußtest Dn denn das nicht einmal? Steh' her, ich habe ja nicht einmal Löcher in den Ohrläppchen".

Sie hielt ihm spöttisch lächelnd ihr rosiges, kleines Ohr entgegen und Frederigo bemerkte jetzt allerdings zum ersten Male, daß das Ohrläppchen gar nicht durchbohrt war.

Daran habe ich nicht gedacht", stammelte er verlegen,ich glaubte, alle Damen tragen Ohrringe. I» meiner Heimath wenigstens ihn» sie es. Aber könntest Du Dir nicht jetzt noch ..."

Die Ohrläppchen durchbohren lasse»?! Nein, mein lieber Schatz, daraus wird nichts. Ich liebe überhaupt die Ohrringe nicht".

Sie schob das Etuis verächtlich bei Sette nnd beschäftigte sich mft de« neuen Kleide, welche» ihr

Papa vou Gerson auS Berlin hatte kommen lassen. Sie war Frederigo ernstlich böse. Sie fand es un­erhört, daß er so wenig von ihre» Gewohnheiten wußte und noch uiemals gesehen hatte, daß sie keine Ohrringe trug. John Lee wäre sicherlich aufmerk­samer gewesen, hatte er doch erst heute ihre kleinen rosigen Ohrmuscheln bewundert und gemeint, diese rosige» Öhrchen seien viel zu hübsch, um durch Ohr­ringe verunstaltet zu werden. Sie hatte über die Schmeichelei herzlich lachen müssen und durchaus keine» Werth auf die Worte gelegt, jetzt aber er­schienen sie ihr vou größerer Bedeutung, denn sie bewiesen, tote genau John Lee sie kannte und be­obachtete. Dar schmeichelte ihrer Eitelkeit, während das Versehen Frederigo's sie tief kränkte.

Ich werde die Ohrringe morgen umtauschen," sagte Frederigo kleinlaut.Bitte, sag' mir was Du Dir wünschest."

O bitte," entgegnete Ella schnippisch,gib Dir keine Mühe, ich bi» ja so reich beschenkt und vermisse durchaus nichts."

Die weihevolle Stimmung des Weihnachtsabends war zerstört und wollte sich auch nicht wieder ein» stellen, als man sich zum Essen niedersetzte und Taute Lore den duftenden Gänsebraten auf den Tisch stellte. Ella blieb verstimmt und schweigsam, Taute Lore seufzte still in sich hinein und nur bei Major fand bei dem vortrefflichen Braten und dem guten Roth- toein seine fröhliche Laune wieder. Frühzeitig trennte man sich. Ella behauptete, Kopfschmerzen zu haben. Der Major schlummerte gelangweilt in einer Ecke de» Sophas ein, so daß Frederigo bald anfftanb und sich verabschiedete.

IX.

Langsam schritt Frederigo dem Hotel der Krone zu, iu dem er Wohnung genommen hatte. Er war

Lustigsten zu fein.

(Kortschimg felgt.)

mißgestimmt und mit sich selbst unzufrieden. Er schalt sich egoistisch, weil er Ella das Vergnügen in der Harmonie nicht gönnen wollte, und fand es jetzt in der That unaufmerksam und rücksichtslos, nicht darauf geachtet zu haben, daß Ella keine Ohrringe trug. Seine Braut hatte recht, sich über diese seine Unaufmerksamkeit zu ärgern, alle Anderen an seiner Stelle hätten sicherlich ein passenderes Geschenk aus­gesucht. Aber sogleich morgen früh wollte er nach dem Juwelier gehe», um die Ohrringe umzutauschen. Er wollte etwas recht Schönes und Sinniges aus­suchen, dann würde ja auch wohl Ella's Liebens­würdigkeit zmückkehre». Den Verdacht, der sich ihm unwillkürlich aufdrängte, daß Ella ihre Gesinnung ihm gegenüber geändert habe, wies er, auf sich selbst er­zürnt, zurück, denn er wollte und konnte sich nicht denken, daß er sich so in Ella's Charakter getäuscht haben sollte!

Ruhiger geworden erreichte et das Hotel, aus dessen Gastzimmer ihm laute Stimmen und fröhliches Gelächter entgegenschallten. Wer mochte heute am heiligen Abend, wo ein jeder entweder in seiner eigenen oder in einer beftenndeten Familie wellte, hier im Gasthaus ein fröhliches Zechgelage halten ? Frederigo öffnete die Thüre und erblickte einige seiner früheren Kornilitonen, welche bei einem Glase Punsch Weih­nachten feierten, da ihr Elternhaus zu weit entfernt war, um es für die kurze Zeit der Weihnachtsferien aufsuchen zu können. Meistens waren eS Ausländer, welche sich »m den mit kleinen Geschenken aufgeputzteu Weihnachtsbaum geschaart hatten. Auch John lee saß an dem Tisch und schien einer der