von 24 Professoren der Medizin geprüft und empfohlen haben sich die Apotheker Richard Brandt'- Schweizerpillen, welche in den Apotheken die Schachtel L 1 Mk. erhältlich, wegen ihrer unübertroffenen, zuoerläsffgen, angenehmen, dabei vollständig un- chädlichen Wirkung gegen Leibes-fersfopfiiDg
Hartleibigkeit), ungenügenden Stuhlgang und deren unangenehme Folgezuftände, wie Kopfschmerzen, Herzklopfen, Llu'andeang, Schwindel, Unbehagen, Appetitlosigkeit 2C. einen Weltruf erworben. Nur 5 Pfg. kostet dir tägliche Anwendung und sind bi« Apotheker Richard Lrandt'schen Schweizerpillen lei den Frauen heute da» beliebteste Mettel. Ti« Bestandtheile der ächte» Apotheker Richard Brandt'schen Schweizerpillen find Extrakte von: Stixe 1,5 Gr., MoschuSgarbc, Aloe, Absynth je 1 <8r„ Bitterklee, Gentian je 0,5 Gr , dazu Gentian- und Bitterkleepulver in gleichen Theilen und im Quantum, um daraus 50 Pillen im Gewicht von 0,12 herzu stellen.
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
3oh «ug. Koch, U«iv«rsttätS-Buchdruckerei in Marburg. dfH Verantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann tu Rarburz
«V-ditton- Marit 21. - Lelephon 55. VVUUlUyVVlUVh Redaktion: Markt 21. - Telephon 55.
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Eonn- und Feiertagen. QuartalS-AbomrementS-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsaebühr: die ae- stmlten« Zeile oder denn Raum 10 Pfg., Reklamen: die Zelle 25 Pfg.
Marburg
Mittwoch, 12. April 1899.
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition diese» Blatte», die Annoncen-
Bureaux von Haasenstcin & Vogler, Frankfurt a. M., Gaffel, Magde- o * cy
bürg, Wien; Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 04. xSUlJlQ.
t. L. Daube & Co., Frankfurt -. R., B«rttu, Hannover, Vari» r.
Zweites Blatt.
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„Äre ifiblatt" für die Kreise Marburg ur Kirchhain, „Illustriertes Sonntags blatt" und „V e r l o o u n g s l i st e der Kgl. preußischen K lassenlo'terie" werden von allen Posianstalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen.
lieber Haltung und Fütterung des Rindviehs.
Vortrag, gehalten in d«r General-Versammlung bet Herdbuch - Gesellschaft b«» Kreise» Marburg für das Vogelsberger Vieh, von Landwirthschastslkhrer Kuhnert-Marburg.
!F» ts«,»ns.
Dan« müssen wir auch noch mehr als bisher an die Düngung der Wiesen denken. Es giebt Wiesen im Kreise, die nicht durch Rieselwasser gedüngt werden können, und auf die trotzdem seit Menschengedenken noch nie Dünger gekommen ist. In einigen Gegenden habe ich zwar gesehen, daß man den Winter hindurch Stallmist auf den Wiesen auSbreitet, diesen auslaugen läßt und ihn dann im Frühjahr wieder abrccht. An diesem Verfahren wäre nur das eine auszusetzen, daß eS zu theuer ist. Die physikalische Wirkung des Stalldüngers geht bet diesem Verfahren vollständig verloren, aber Stallmist ist ein viel zu theures Produkt, als daß man auf diese Wirkung verzichten dürfte, ebenso ist eine Düngung der Wiesen mit Stickstoff zumeist auch unnöthig, und doch macht gerade der Stickstoff einen Hauptwerthsbestandtheil des Stalldüngers aus. Der beste Wiesendünger ist Lainit und Thomasmehl, und gelangen diese beiden Düngemittel noch zur Wirkung, wenn sie auch erst jetzt ausgestreut werden. Hierbei möchte ich noch gelegentlich erwähnen, daß man bei Einkauf von Thomasmehl doch sich ja den Gehalt an citronen- säurelöSlicher Phosphorsäure garantiren lassen möge; denn trotz aller Bemühungen der landwiithschaftlicheu Versuchsstation.», der Wanderlehrer und der Dünger- fabrikanten selbst, den Thomasmehlhandel in reelle Bahne» zu leiten und die minderwerthigen Düngemittel auszuschließeu, ist dennoch die Gleichgültigkeit der Kleinkonsumenten in weiten Kreisen eine so überaus große geblieben, daß es nach wie vor ein Leichtes ist, geringwerthige Maare an den Mann zu bringen und sie drei bis viermal so hoch bezahl-» zu lassen, alS ihrem thatsächlichen Werth entspricht.
So schreibt z. B. ganz vor Kurzem Professor Wagner in Darmstadt: Seit einigen Monaten herrschen ganz unglaubliche Zustande im Thomas- mehlhandel. Im Odenwald, an der Bergstraße, im Nassauischen find aus dritter und vierter Hand Thomasmehl mit einem Gehalt von nur 6—7 Procent Phorphorsäure an kleine Landwi the ve.kauft und zum Preise einer 14- bis 16ptoc<ntigen Maare bezahlt worden. Es ist unglaublich, mit welcher Leichtigkeit und in welchem Umfang solcher Handel sich vollzieht. Thomasschlacke, die so geriugwerthig ist, daß die vereinigten ThomaSwerke sie garnicht zur Vermahlung bringen, findet durch Seitengaffen ihren Weg zum Kleinhandel. Sie gelaugt aus d.r betreffenden Mühle zu verhälmißmäßig niedrigem Centaerpreis und ohne Gehnllsangabe an den Händler. Voa diesem wird sie in die Hand eines zweiten Händlers gegeben, dem man eventuell die Angabe macht, daß eine 14procentige , Sternmarkenwaare* augenblicklich nicht zu haben fei, daher ein Thomasmehl zu etwa 10 -12 Procent und zu entsp echend geringerem Preis geliefert werde. Von hier wandert die Maare dann oft noch in die vierte Hand und wird von dieser aus den Kleinkonsumenten offerirt. Fragt der Konsument nach dem Gehalt, so giebt man eine anSw.ichendr Antwort. Drängt er auf Angabe von Proeeuten, so giebt man entweder zur Antwort, daß man
von de» „Procenten" nichts wisse, die Maare aber „flut" sei, oder man giebt an, daß das Thomasmehl auf der Versuchsstation ein gutes Resultat ergeben habe, 16—17 Procent Phospsorsäure ermitttelt worden seien. Dies beruhigt den Käufer. Nur vereinzelt kommt es vor, daß er sich dennoch zur Einsendung einer Probe entschließt und wenn sich dann zeigt, daß das Thomasmehl nicht 16—17 Procent, auch nicht 10—12 Procent, sondern nur 7 ober 5 mitunter kaum 4 Procent Phosphorsäure enthält, so versichert der Händler zunächst nochmals, daß die Maare gut sei, im gegebenen Falle ein Analhsenfehler ober eine unrichtige Probenahme vorliegen müsse, und erst wenn der Käufer düs nicht glaubt, bezw. in Ausficht stellt, sich nochmals an die Versuchsstation wenden zu wollen, erklärt der Händler flch bereit, den Mindergehalt zu vergüten, eventuell auch auf jede Zahlung zu verzichten gegen das Versprechen, daß man über den Vorfall schweigen wolle!
Man bezahlt das Thomasmehl mit 2 Mark pro Centn», auch wenn es nur 1,50 Mark werth ist. Ma» streut das geringwerthige Thomasmehl auf de» Acker, der nach einer Düngung mit reichhaltiger Maare einen erheblichen Mehrertrag ergeben haben würde; die Ertragssteigerung aber bleibt alsdann au8; man hat nochmals einen Schaden zu tragen und zwar einen Schaden, der erheblich größer ist als der schon beim Ankauf des Thomasmehls erlittne".
Es ist nun höchst wahrscheinlich, daß nicht bloß im Großherzogthurn Hessen und in Nassau, sondern auch in unserem Bezirk solche geringwerthige Thomasmehle verkauft werden; es ist deßhalb die höchste Zeit, daß auch die Kleinkonsumenten endlich einmal energisch Front gegen diesen sie schwer schädigenden Handel machen und nicht mehr Thomasmehl schlechthin, sondern nur citronensäueilösliche Phosphorsäure kaufen und deßhalb sich nur an solche Firmen wenden, welche den Gehalt unter Conlrolle der Versuchsstation auch garantiren.
(Fortsetzung folgt.)
(Nachdruck verboten.)
Glück auf!
Roman aus dem Harze von O. Elster.
(Fortsetzung.)
Die Stube war gemüthlich durchwärmt. Tante Lore saß mit ihrer Handarbeit neben dem Ost», während der Major, feine Pfeife rauchend, an dem Sophatisch die Abendzeitung las. Der Tisch war sauber gedeckt. In der Theemaschine kochte und brodelte das Wasser, während die Tannenscheite in dem mächtigen Kachelofen knisterten und prasselten.
Als Ella wie ein Wirbelwind in das Zimmer fuhr und die Schlittschuhe klirrend zur Erde warf, blickte Papa Major erstaunt auf und Tante Lore ließ ihre Arbeit erschreckt in den Schooß fallen.
„Na, was ist denn geschehen?" fragte der Major. „DaS sieht ja au8, als ob Ihr Euch gezankt hättet."
Fredda küßte den Onkel auf die Wangen und sprach lächelnd: „91t in, lieber Onkel, ich wenigstens habe mich nicht gezankt. Es war sehr schön auf dem Eisfest und ich habe mich herrlich unterhalten."
„Das glaub' ich," lachte Ella auf. „Den ganzen Abend ist Herr Prado nicht von Deiner Seite gekommen."
„Jetzt ist's aber genug Kinder!" rief Tante Lore. „Wollt Ihr Euch gar eines jungen Herrn wegen zanken? Zu meiner Zeit war die Welt eine Andere! Da kümmerten wir uns nicht um die Männer . ..'
„Deßhalb bist Du auch sitzen geblieben," entgegnete trotzig Ella. P pa Major lachte laut auf. Aber er verwies doch feinem vorlauten Töchterchen diesen Scherz. „Und nun setzt Euch hierher," sprach er dann, und trinkt Euren Thee. Durchgefroren seid Ihr wahrscheinlich ordentlich. Da, Fredda, ist auch ein Bries für Dich von Deinem Papa."
„Eia Brief?"
Rasch öffnete Fredda das Couvert, doch schon, nachdem sie einige Zeilen gelesen, ließ sie den Bries sinken und schluchzte laut auf.
„WaS ist geschehen, Fredda," fragte Ella, in deren Heizen die Gutmüthigkelt wieder die Oberhand gewann.
„Da — lieS —" entgegnete Fredda, „ich muß soso.t abreisen. Mama ist plötzlich erkrankt und wünscht, daß ich ihre Pflege übernehme."
In Ellas Köpfchen blitzte ein Gedanke auf. Das war ein glücklicher Zufall l Wenn Fredda fort war, bann würde sie wieder die gefeierte, vielumwoibene Königin der Gesellschaft fein.
„Ja, bestes Herz," sprach sie in scheinbar mit- leidigem Tone, „da heißt es allerdings gehorchen. „Aber, Fredda, im nächsten Sommer sehen wir uns wieder . . . ."
Der alte Major erkundigte sich theilnehmend nach den Leiden seiner Schwägerin. Tante Lore schüttelte den grauen Kops unb (murmelte: „Ja, ja, heute roth morgen tobt. Aber es wird, so .schlimm nicht fein, Fredda. Mama hat gewiß ihren, alten Husten wieder." —
Mit dem ersten Zuge am anderen Tage reifte Fredda ab. Ihr war so schwer nms Herz, daß sie die Thränen nicht zurückhalten konnte. Gestern Abend noch so fröhlich, so selig, so hoffnungsvoll, unb heute? — Vielleicht weilte sie in einigen Stunden an dem Sterbebette ihrer Mutter, denn sie wußte, daß die Mama sie nicht plötzlich zurückgerufen hätte, wenn nicht eine ernstliche Gefahr vorlag. Das Herz drohte ihr zu brechen. Noch einmal umarmte sie Ella, dann stieg sie rasch ein, der Schaffner warf die Thüre zu und aufschluchzend verbarg sie ihr Antlitz in den Händen. Ein schriller Pfiff ertönte, keuchend setzte sich der Zug in Bewegung unb nach wenigen Minuten verkchwanb er i» bem tief verschneiten Wald.
Ella winkte, so lang sie den Zug sehen konnte, mit dem Taschentuch; bann trocknete sie sich rasch die Thränen, welche der Abschied ihrem Auge entpreßt hatte, und wandte sich, ein Liedchen trällernd, der Stadt wieder zu. Der Schmerz des Abschiedes war bald überwunden, sie war wieder allein, aber sie konnte auch ihre Pläne aufs neue verfolgen. Der Zufall
streckte sie ihm plötzlich wie bittend beide Hände ent» gegen, welche er ergriff unb tief bewegt an die Lippen preßte. Ihm war so seltsam ums Herz, so schwer und doch so hoffnungsselig. War dies noch dieselbe lustige, spöttische, lebhafte Ella, die er sonst gekannt? Oder stand nicht eine scheue, befangene Jungfrau vor ihm, in deren dunklen Augen ein seliges süßes Ge- helmniß zu schlummern schien?
Nochmals küßte er ihre Hände, bann eilte er davon, Herz unb Kopf voller verworrener (Bebauten unb Gefühle.
Ella athmete erleichtert auf; sie war mit sich zufrieden.
(Fortsetzung folgt).
Vermischtes.
Im Jähzorn. AlS der Landwirth Waurig in N e u d ö r f e l bei Kamenz am Ostersonnabend spät nach Hause kam, machte ihm seine Fran Vorwürfe. Wüthend darüber, ergriff er die Petr oleum- lampe unb warf sie seiner bavoneilenben Frau nach. Die Lampe explodirte unb im Nu brannte e8 im ganzen Hause. DaS Feuer griff schnell um sich unb vernichtete die ganze Wirthschaft dis auf die Grundmauern. Das gleiche Schicksal erlitten noch sechs andere Gehöfte, die durch Flugfeuer augezündet wurden. Versichert war keiner der sieben Besitzer. Waurig, der das Unglück verursacht hat, wurde verhaftet.
daß Ihre Fräulein Cousine abgereift ist?"
„Ja, Herr Prado, Fredda ist fort. Ihre Mama ist plötzl-ch erkrankt. Wir werden sie wohl sobald nicht
Marktberichte.
Frankfurt, 10. April. (Getreidemarkt). Am
Käufer für taufenden Bedarf etwa» mehr als zuletzt avlegeu. Umsätze dadurch einigermatzen beschränkt Ausländische Brod- früchte eher etwas matter bei wenig befriedigerder Bedarfssrage. Gerste umsatzlos Hafer normales Geschäft zu behaupteten Preisen Mai» gut gefragt zu etwas nachgebenden Forderungen. Es nottren je nach Qualität: Weizen, hiesiger nut Wetterauer 16,20—16,35, kurheffischrr Mk 16,30 16 50, norddeutscher 00,00- 00,00, russischer Mk 16,75—17,75, Redwinter Mk. 17,00-17,40, Laplata Mk. 16,40—16,75, Kansas Mk. 16,50—16,80, Roggen, hiesiger Mk. 15,00 -15,25,
war ihr günstig. Als sie in die enge Straße einbog, in welcher sich das Hans ihres Vaters befand, begegnete ihr Frederigo Prado.
„Ah, mein gnädiges Fräulein," rief der Peruaner l heutigen Wochenmarkt zeigten sich die Inhaber von rheini- mit leicht zitternder Stimme. Ist eS wirklich wahr, ’ sch.n Brodfürchttn etwas mehr zurückhaltend und muhten
Wiedersehen."
Frederigo erbleichte. Schmerzlich beiührte ihn die Nachricht. Er hatte soeben bei dem Major einen Besuch gemacht, um sich nach dem Befinden der Damen zu erkundigen. Die Tante Lore hatte ihm von der Abreise Freddas erzählt, er eilte fort, um Fredda vielleicht noch auf dem Bahnhof zu treffen. Er war zu spät gekommen.
„O, wie bebaute ich", flüsterte er, daß ich noch nicht einmal Abschied von Fräulein Fredda nehmen konnte I"
Er schwieg und blickte finster zu Boden. Ella ärgerte sich über das augenscheinliche Interesse Prados für Fredda, aber sie unterdrückte ihren Unmnth unb sprach mitleidigen Tones:
„Ja mein thenrer Herr Prado, das muß ertragen werden. Aber hier meine Hand. Vergessen Sie Ihren guten Kameraden nicht. Glück auf, Herr Prado. Unb ben Muth nicht verloren!"
„O ich bin Ihnen so bantbar, Fräulein Ella", sprach er. „Mit Ihnen kann ich doch über Fräulein Fredda plaudern. Nicht wahr?"
„Gewiß, Herr Prado. Doch wollen Sie nicht einen Augenblick mit eintreten. Hier sind wir zu Haus. Ich möchte Ihnen gern ein neues Lied zeigen, welches ich gestern erhalten habe. Es ist das Winterlieb von Henning v. Koß. DaS Lieblingslieb der Königin Victoria von England."
„Gewiß! Es würde mich infertffiten, das Lied kennen zu lernen,“ entgegnete Prado und folgte Ella in daS Haus.
Im Mufikzimmer legte Ella rasch den Mantel ab, setzte sich an den Flügel und in leisem Vorspiel glitten ihre schlanke Finget über die Tasten. Dann sang sie mit voller, weicher Stimme das tiefergreifenbe
Pfälzer 00,00—00,00, Westernroggen 00,00- 00,00, russische: 15,00 bi» 15,56, amerikanischer Mk. 00,00 - 00,00, Gerste hiesig« 00,00- 06,00 Mk., Pfälzer 00,00-00,00 Mark, fränkisch. Mk. 00,00- 00,00, Riedgeist« Mk. 00,00 bi» 00,00, ungarisch« Mk. 00,00— 00,00, Hafer, hiesiger Mk. 15,00-15,50, bayrrischer Mk. 15,CO -15,75, russischer Mk. 15,00-15,50, amerik Mk. 00,00 - 00,00. Mais, wueä M.'. 10,10- 10,30, Donaumais Mi 00,00-00,00, Laplata Mk 10,25-10,50. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. Mehl fest. ES notirt nach Qual.: Weizenmehl, hi«s Nr. 0 Mk. 25,50 bis 26,00, feiner» Marken 18,50 bi» 29,00 Nr. 1 24,50-25,00, feinere Marken 25,50 bi» 16,00, Nr. 2 Mk. 23,50-24,00, feiner, Marken Mk 24,50 bi» 25,00 Nr. 3 21,50-22,00, feiner« Marken 22,50 6U 23 00, Str. 4 19,00 - 19,50, feiner« Markm 20,00-20.60, Roggenmehl hiesiger Nr. 0 Mk. 23,75-24,50, Nr. 1 Ml 11,00-22,00, Nr. r Mk. 15,50- 16,00. Alles p«r 100 Kitt incl. Sack loco hier. F u t t«r a r t i k e l knapp u. fest. E» nottren: Weiz«nschalen Mk. 4,50 - 4,60. Weizenttei« Mk, 4,50 4,60, Roggenlltit 5,00—5,25, Futtermehl 6,00 bi» 7,00, Biertreber, getrocknet, Mk. 4,90- 5,00 j, nach Qualität. Aller per 50 Kilo netto effektiv loco hier.
Frankfurt a. M., 10. April. (Vi»hmarkt.) Der heuttg« Viehmartt war mit 490 Ochsen, 45 Bullen, 643 Kühe», Rindern und Stterrn, 161 Kälbern, 200 Schafen u. Hämmeln, 1474 Schweinen befahren. Die Preis« stellt«» sich mit folgt: Ochsen 1. Qual. 65- 66 Mk., 2. Qual. 70 bi» 62 Mk., Bullen 1. Qual. 52 54 Mk., 2. Qual., 46 bi» 48 Mk., Kühe, Rinder und Stter« 1. Qual. 62-64 Mk., 2. Qualität 56-58 Mk. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qualität 76-80 Pfg., 2. Qual. 73 di»
76 Pfg. Hammel 1. Qual. 60-62 Pfg., 2. Qual. 53 bi»
66 Pfg. Schweine 1. Qual. 55-00 Pfg., 2. Qual. 53 bi»
54 Pfg. Alles per 71 Kilo Schlachtgewicht. Au» Oester
reich standen 95 Ochsen und lo Kühe und Rinder zum Verkauf. Geschäft mittelmäßig Ueberstai.d ziemlich.
Lied:
Komm aus der engen Stadt damit die Felder blüh n, Blick auf den Dornenstrauch, damit die Ros n glühen, Tritt in den weihen Schnee, damit die Knospen springen, Schau diese Bäume an, damit di« Vögel singen Blick auf das starre Eis, laß Leben werd im Bache, Falte die Hände fromm, daß di« Natur «rwache, O hauche sanft sie an, dah blüht und grünt die Erde, «rett deine Arme aus, bannt es F:ühling werde."
Nachdem sie geendigt, herrschte feierliche Stille in dem Zimmer. Tante Lote und der Major waren leise ti-getr ten »ud standen schweigend da, tief ergriffen von dem wahrhaft künstlerischen Vortrage des Liedes. Auch Fr.derigo fand keine Worte; noch niemals hatte er Ella mit solchem tiefen Gefühl und rührendem Ausdruck fingen hören. Ihre Auge» hatte» sich mit Thränen gefüllt, und als sie sich jetzt von dem Fluge! cryob, stand sie ba mit glühenden Wange» und scheu-m Blick, als habe sie ihm ein süßes Gehcimniß ihres Herzens verrathen. Dan»