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ihren Zw ckbestimmungen überall die gleiche» find und nur unwesentliche, durch die Eigenart des be- treffende« Bundesstaates bedingte Verschiedenheiten zeigen.

Mehr als 20 000 deutsche Kriegervereine sehen es als ihre vornehmste Aufgabe au, die Liebe und Treue für Kaiser und Reich, LaudeSfürst und Vater­land zu stärken. Das schließt die Anhänger der Socialdemokratie von vornherein aus. Der Eintritt in unsere Vereine ist ein freiwilliger. Niemand ist gezwungen, ihnen beizutreten. Wer aber einem Kriegerverein beitritt, der verpflichtet sich ans die Satzungen und ihre Zweckbestimmungen. Wer also Anhänger der Socialdemokratie ist und, dies ver­heimlichend, Mitglied eines KriegervereinS wird, oder wer später zur Socialdemokratie übertritt, oder wer deren Bestrebungen unterstützt und dennoch im Krieger­verein bleibt, der muß es sich gefallen laffen, daß man ihn als einen Heuchler, als einen Mann ohne Ehre ansieht, und daß man ihn ausschließt, wenn man ihn seiner socialdemokratischen Gesinnung über­führe» kann. Das ist ein unanfechtbarer, durch ge­richtliche Erkenntnisse anerkannter Rechtsboden.

Bis hierher handelt es sich um die Socialdemo­kratie. Wir verstehen die Gegnerschaft der social­demokratischen Partei und ihren Haß gegen die Kriegervereine vollkommen. Wir werden uns auch alle Mühe geben, diese Gegnerschaft und diesen Haß immer mehr zu verdienen. Des weiteren handelt es sich aber auch nur um die Socialdemokratie. Das deutsche Kriegervereinswesen kennt nur diesen einen Gegner. Wenn wir von denjenigen Preußen absehen, welche nach der Wiederherstellung des Königreichs Polen, des Königreichs Hannover oder der dänischen Herrschaft streben und dafür wirken, so find die An­gehörigen aller bürgerlichen Paiteien, die auf dem Boden der Treue zu Kaiser und Reich stehen und die staatsrechtlichen Verhältnisse ihres engeren Bundes­staates anerkennen, gleichmäßig zum Eintritt in die Kriegervereine berechtigt. Wir haben diesen Grundsatz oft genug betont; er ist in der bekannten Rede unseres Bundesvorsitzenden Generals v. Spitz im vorigen Jahre zu Weißenfels scharf hervorgehoben und nochmals in der Parole 1898 Nr. 36 und 44 eingehend erörtert worden. Wohl mögen in ver­einzelten Fällen allzneifrige Politiker unter unseren Freunden diesen Grundsatz nicht beachtet haben. Ueberall aber, wo Fälle dieser Art zu unserer Kenntniß kamen, sind wir stets und mit aller Ent­schiedenheit eingeschritten; handelte es sich um falsche Schritte unserer Organe, so haben wir selbst für Abhilfe gesorgt und dem Betteffenden sein gutes Recht verschafft; handelte es sich um ein falsches Vorgehen einer Behörde, so haben wir an der maß­gebenden Stelle Vorstellungen erhoben, und es ist «ns regelmäßig Recht gegeben worden. Man wird auch nicht einen einzigen Fall uns nachweisen können, wo die berufene und allein maßgebende Berttetung unseres Bundes, der Abgeordnetentag und der Bundes­vorstand, es gebilligt hätte, wenn die Anhänger irgend einer der bürgerlichen Parteien politisch beinflußt worden wären. Die Feindschaft der freifinnigen Volkspartei gegenüber dem Kriegervereinswesen, die nicht bloß in der erwähnten Reichstagssitzung hervor- getrete» ist, sondern die man fast täglich in der freisinnigen Presse beobachten kann, ist daher ganz unverständlich. Unser Vorsitzender hatte durch seine Rede auf dem Abgcordnetentage in Weißenfels nur das Hausrecht des Deutschen Kriegerbundes gegenüber der Socialdemokratie gewahrt. Das ist Recht und Pflicht jedes Deutschen, der auf die Ehre seines Hauses hält. Von der socialdemokratischen Presse wurde das sehr mißbilligend ausgenommen. Die Sprache derselben war aber eine verhältnißmäßig ruhige gegen­über d?n Auslassungen der freisinnigen Presse. Dort wurde diese Rede in entstellender und in der allergc- hässigsten Weise besprochen. Das erregte bei uns

Marburger Spaziergänge.

Das sonderbare Bild, mit welchem die Aula der hiesige» Universität verunziert werden soll, will nicht zur Ruhe kommen. Den Reigen der Be­trachtungen über dasselbe eröffnete in dieser Zeitung ein humoristisch - satyrischer Artikel, dessen Verfasser seine Schilderung allem Anscheine »ach aus dem Ge- dächtniß vornahm, nachdem er nach Marburger Sitte die betreffende Nummer derKunst für Alle" nur in seinem Lesezirkel gesehen hatte. So erklärt sich, daß er in seiner Bildbeschreibung nur zwei Wäscherinnen auf der Gallerie zuschauen liefe, daß er der einen der beide» Kammerfrauen einen falschen Platz anwies und auf die auS Laien und Geistlichen bestehende Korona der Gesunden vergaß, die zu den auf der rechten Bildseite befindlichen Kranken daS Pendant bildet und gleichfalls interessitt der Mensur zwischen dem unhistorischen Knotenstricke Konrads und dem Rückenende der hl. Elisabeth zuschaut. Der Gesammt- eindruck der fraglichen Schilderung blieb aller­dings doch ein richtiger. Diesem ersten Attikel folgte eine leider unberücksichtigt gebliebene Auf­forderung an unsere Kunsthändler, daS betreffende Bild in ihren Schauläden auszustellen, dann die Mittheilung, daß die von den hiesigen Profefforen gewählte Kommission für den künstlerischen Ausschmuck unserer Universität an dem Schreckensbilde unschuldig, überhaupt niemals um ihre Ansicht befragt worden ist, endlich die weitere Mittheilnng, daß der Senat der hiesige» Universität gegen die Anbringung des Bildes einstimmig Einspruch erhoben, und dadurch bei den höheren Behörden die Verlegenheitsfrage erzeugt hat, was nun mit dem bereits angekaufteu sonder­baren Bilde werden soll. Der Vorschlag, eS mit der Bildseite nach der Wand anzuhängen, erwies sich als undurchführbar. Der au zwetter Stelle ge­machte Vorschlag, es hinter einem grünen Vorhang

das größte Beftemden. Warum diese Feindschaft? Wer löst dieses Räthsel?

Unseren Freunden und Kameraden, die für uns im Reichstage eingetreten sind, inbefondere dem Herr» Staatssekretär des Inner», sagen wir unsere» ver­bindlichsten Dank. Nur in einem Punkte möchten wir nicht ganz ihrer Meinung sein. Verschiedene Redner haben gemeint, eS würde sich ein Sturm der Entrüstung unter den Kriegervereiuen über die ihnen augethane Beleidigung erheben. Wir möchten meinen, daß die Enttüstung über diese Beleidigung, die an unS nicht heranreicht, gänzlich zurücktreten sollte gegen­über dem befriedigenden und stolzen Gefühl der An­erkennung, die in dem Angriff auf unS liegt. Einen Gegner, beit man nicht fürchtet, bekämpft man nicht so leidenschaftlich, wie es geschehen ist. Wir wollen alle unsere Kraft einsetzen, daß das deutsche Krieger­vereinswesen immer mehr au innerer und äußerer Kraft gewinnt, wir wollen, der Mahnung des aller­höchsten Protektors des preußischen Landes Kriegerver­bandes eingedenk, immer mehr dafür sorge», daß alle ehemaligen Soldaten in den Kriegervereinen versammelt und in tauet Gesinnung zu Kaiser und Reich gestäctt und erhalten werden, damit das Kriegervereinswesen immer mehr das wird, waS es sein soll, ein starker Wall gegenüber der Socialdemokratie.

Wir bemerken schließlich noch, daß wir zwar nicht im Namen unserer Bruderverbände von Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden und Hessen zu sprechen berechtigt sind, daß wir aber, ohne mit ihnen in Ver­bindung getreten zu fein, ihrer vollkommenen Zu­stimmung zu Vorstehendem sicher sind.

Der Vorstand

der Deutschen Kriegerbundes.

Deutsches Reich.

Berlin, 4. April. Se. Majestät der Kaiser empfing am ersten und zweiten Osterfeiertage Nach­mittags den Unter-Staatssekretär im Auswärtigen Amt Freiherrn von Richthofen und gestern Abend den Staatssekretär des Auswärtigen Amts von Bülow zum Vorttag. Heute Vormittag hörte Se. Majestät dir Vorträge des Chefs des Militärkabinets, Generals von Hahnke, des den General - Inspekteur des Ingenieur- und Pionier-Corps und der Festungen verttetenden Generalleutnants Freiherrn von der Goltz, sowie des Chefs des Admiralstabes der Marine, Kontre-Admttals Bevdemann.

Auf das HuldigungS- und Danksagungs- Telegramm, das die Festversammlung im Grund- steinkeller des Raihhauses in Hamburg an Se. Majestät den Kaiser gerichtet hatte, traf, wie der Hamb. Corr." meldet, folgende telegraphische Ant­wort an den Präsidenten der Handelskammer, Herrn Woerman», ein:

Die Grüße der ans Anlaß der glücklichen Heim­kehr derBnlgaria" vereinigten Festversammlung, sowie daS Gelübde unverbrüchlicher Treue und Er­gebenheit haben Meinem Herzen wohlgetha». Ich habe Mich gefreut, die Auszeichnungen deutschen See­leuten verleihen zu können, die durch ihr wackeres Aushalte» der gesammten Welt ein Beispiel treuester Pflichterfüllung gegeben haben.

Wilhelm, I. R."

Stiller denn je ist in diesem Jahre das Osterfest in der Kaiserlichen Familie ver­laufen. Seit Charfteitag war der Kaiser von einem, glücklicherweise nur leichten Unwohlsein befallen; ein sogenannter H e x e n s ch n ß zwang ihn, während der Feiertage daS Zimmer, zeitweise auch das Bett z» hüten. Demzufolge mußte sich der Monarch auch, entgegen seinen Gepflogenheiten, ver­sagen, die regelmäßigen Gottesdienste zu besuchen. An den beide» Ostertagen wohnten die drei ältesten Prinzen dem Gottesdienst in der Dom-

zu verbergen und als Kuriosität für Geld zu zeige», hat zwar innerhalb des Vereins für Hebung des Fremdenverkehrs Anklang gefunden, der sich eine solche absonderliche, neue Sehenswürdigkeit Marburgs nicht gern entgehen lassen möchte; aber es erscheint ebenso wenig angezeigt, die Universitätsanla als einen Aufbewahrungsort für malerische Monstra einzu­richten, als eine besondere Schaubude aufzustellen. Der gleichfalls geäußerte Gedanke, daS von den Marburgern abgelehnte Bild den Berlinern für ihre Nationalgallerie zu überlassen, war an und für sich auch so übel nicht: Die Berliner haben sich bereits so sehr daran gewöhnt, ihre zurückgelegten Kunstgegenstände und sonstigen Ladenhüter in die Provinzen abzuschieben, daß es nichts schaden könnte, es einmal auch mit dem um­gekehrten Verfahren zu versuchen. Aber damit ginge unS der Besitz eines CuriosumS verloren. Man hat endlich auch daran gedacht, das Bild, das ein halbes Dutzend mit den greulichsten Fratzen ver­sehenen Kranken aufweist, zu diagnostischen oder auch zu psychiatrischen Studien über die geistigen Jrrgänge des Künstlers in einer unserer Kliniken unterzubringen, deren Lehrkräfte de» in Wereschagin'sche oder Würtz'scher Sensatioysmanier gemalten Krankengesichtern eint gewisse Abhärtung entgegenbrächten: aber bann wäre wieber zu besorgen, daß die Kranken sich weigerten, in so abschreckend dekorierte Heilanstalten einzutteten.

Wir möchten uns daher einen letzten Vorschlag hier gestatten: nämlich den, daS sonderbare Bild in einen geeigneten Raum der hiesigen Archivschnle oder des historischen Seminars unterzubringen. Wo ließe sich zum Nutzen der jüngeren Studierenden ein be­redteres Beispiel dafür auftreiben, zu welch erschreckenden Folgen ein ungenügendes Studium der Geschichte führt ? Und zu welcher Fülle von Doktordissertattonen böte das Bild Gelegenheit! So erweckt er das Jntereffe für die Frage, toarum Konrad von Marburg

JnterimSkirche bei, während die Kaiserin im Palais verblieb. Der ErkältungSzustand hinderte de» Kaiser jedoch nicht an der Entgegennahme der üblichen Vorträge.

Nach telegraphischen Mittheilungen an den Abmiralstab der Marine ist S. M. S.Geier", Kommandat: Korvetten-Kapitän Jacobsen, am 1. April in Calla» angekommen und beabsichtigt, am 10. April »ach Panama in See zu kommen; S. M. S. Loreley", Kommandant: Kapüänlentnant von Levetzow, ist am 2. April in Jaffa eingetroffen und wollte von dort heute nach Pott-Said in See gehen; S. M. S.Deutschland", Kommandant: Kapitän zur See Müller, ist am 3. April in Kiautschou angekommen.

DerReichsanz." veröffentlich die Ernennung des bisherigen Finanzdirektors bei dem Gouverne­ment von Deutsch Ostaftika v. Bennigsen zum Gouverneur von Deutsch-Neuguinea.

Am 31. März verschied zu Charlottenburg der Geheime Regierungsrath, frühere Telegraphen- Jngenieur im Reichspostamt, Dr. Philipp Wilhelm Brix, im 82. Lebensjahre.

Hamburg, 4. April. Der Senat gab heute Abend ein Festmahl im Kaisersaal des Rath­hauses, woran die Vettreter des Kaisers beim Empfang derBulgaria", Admiral Köster und Graf Wolff-Metternich, sowie Kapitän Schmidt und die Offiziere und Maschinisten derBulgatta" theil- nahrnen.

Ausland.

Oest-rreich-Nugar«.

Wien, 4. April. Erzherzog Ernst von Oesterreich ist, nachdem sich fein Befinden gestern rasch verschlimmert hatte, in der Nacht zu heute in Arco gestorben. Der Verstorbene, zweiter Sohn des Erzherzogs Rainer und dessen Gemahlin Elisabeth, Prinzessin von Savoyen-Carignan, hat ein Alter von 74 Jahren erreicht. Er war K. u. K. General der Kavallerie und auch Ritter des Schwarzen Adler- Ordens. Ec residirte auf Schloß Hrabin und war unvermählt. Sein älterer Bruder, Erzherzog Leopold, ist ihm am 24. Mai v. I. voraufge^angen; der jüngste, Erzherzog Rainer, Kurator der kaiserlichen Akademie in Wien, ist durch seine wissenschaftlichen Bestrebungen bekannt.

Prag, 1. April. Heute Abend fand in der hiesigen deutschen evangelischen Kirche eine von dem Hilssverein deutscher Reichsangehöriger an­läßlich des Geburtstages des Fürsten Bismarck veranstaltete Gedächtnißfeier statt. In der schwarz drapirten Kirche stand vor dem Altar die Büste des Verewigten. Der Feier wohnten der deutsche Konsul Freiherr von Seckendorff sowie zahl­reiche Vertreter der reichsdeutschen Kolonie bei. Die Gedächtnißrede hielt der evangelische Pfarrer Grethen. Mit GesangSvorttägen schloß die Feier.

Italien.

Genua, 4. April. Die Kaiserin Friedrich ist hier eingeti offen und wird morgen nach Deutsch­land abreisen.

Frankreich.

Paris, 4. April. Fabre erließ eine Ver­fügung, wonach JuleS Gueri», Präsident der Anti- femitenliga, vor das Zuchtpolizeigericht gestellt wird.

Ms Marburg und Umgegend.

Marburg, 5. April. Heute und morgen findet in unserer Stadt eine Tagung des Ober­rheinischen GeologischenVereinS statt. Einige 40 auswärtige Geologe», meist auS Süd­deutschland, kommen dazu nach Marburg. Heute

von unserem Künstler für einen Dominikaner, von anderen für einen Franziskaner, und von der Mehr­zahl für einen Weltpriester angesehen wird. Ferner für die Frage nach der wirklichen Körperbeschaffenheit Konrads. Bei unserem Künstler ist er dick, weil bei ihm Konrad ein Mönch ist, nach einer deutschen Maler­tradition aber alle Mönche dick sind, ttotzdem man in katholischen Ländern nicht selten Klosterbrüdern begegnet, die es an Magerkeit selbst mit der durch ihre phänomenale Klapperigkeit weltberühmte Sarah Bern­hard aufnehmen können. Hätte Janssen gewußt, daß Konrad Inquisitor für Hessen war, so hätte er ihn gewiß lang und dürr gemalt. Denn nach einer anderen deutschen Malertradition sind alle Inquisi­toren dürr und lang, haben sie Fuchsgefichter und tragen sie Jesuitenhüte, von der Att, wie sie der Kladderadatsch" eigens für die Jesntten erfunden hat. Das sonderbare Bild erweckt die weitere Frage, welches waren die wirkliche Gestalt und die wirk­lichen Züge der heilige« Elisabeth, die bei den Künstlern in jedem Jahrhundert anders gebildet erscheint? Eine weitere Frage ist, ob Konrad die Heilige jemals selbst geschlagen hat: der Graf von Montalembert in seinem auf sorgfältigem Quellen­studium beruhenden Prachtwerk über die heilige Elisabeth weiß nur von Stockschlägen zu berichten, die ohne geladene Korona nicht von ihm, sondern von anderen her Heiligen verabreicht wurde«. Allem Anscheine find diese Schläge erst in einer Zeit erfolgt, wo die auf dem Bilde gemalten Kammerfrauen nicht mehr um Elisabeth, sondern durch zwei Mar­burgerinnen, einen alten und tauben Zankdrachen und eine junge schauerlich häßliche Vogelscheuche, ersetzt waren, die die Heilige anhenschten, wenn sie ihnen nicht recht­zeitig das Essen gekocht und das Bett zurecht ge­macht hatte. Es hätten dann ans dem Bilde histottsch und unter unzweifelhaft gelungener Gesammt- wirkung diese beiden bezauberndenStützen"

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Steinmetz vor 10 Jahren das Amt des Cur der Universität Marburg angetreten Hai, demstl die medicinische Doctorwürde honoris causa verli Als Nachfolger des von hier scheidenden Dire des hygienischen Instituts, Herrn Professor Wervi wurde Herr Professor B o n h o f s aus Berlin hier berufen.

+ Versetzungen. Die Herren Lehrer JR0[i von Schmalkalden und Wickenhöfer von find an die hiesige Knabenbürgerschule Fräulein Siebert von hier wurde zur arbeitslehrerin ernannt. Die Einführung der n Lehrer und die Entlassung des in den Ruhe tretenden Lehrers Muth erfolgt am nächsten Mo

4- Generalversammlung. Im Restaurant B Hierselbst tagte gestern Morgen unter recht zahle Betheilignng der Landwirthe die Generalversamm der H e r d b n ch g e s e l l s ch a f t für das Vog berger Rind. Herr Landwitthschaftslehrer Kuhn welcher gegen 10 Uhr die Sitzung eröffnete, hielt nächst einen interessanten Vortrag über Fütterung Halten des Rindviehes. Diesen Vortrag werden demnächst für unsere landwirthschaftlichen Leser v ständig veröffentlichen. Herr Landrath von Regel welcher mittlerweile erschienen, übernahm nunm

Abend findet die Vorversammlung statt, morgen mittag im physiologischen Institut die einzige tzttz Um 1 Uhr vereinigen sich die Herrn zu einem meinfamen Mittagsmahl imHotel zum Der Nachmittag ist der Besichtigung des geshgit' und mineralogischen Instituts sowie der S Würdigkeiten von Marburg gewidmet. Freitag j begiebt sich die ganze Gesellschaft mit der Eisen

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de» Vorsitz und stattete Herrn Kuhnert Namens Versammelten seinen Dank ab für den Vortrag. Ra^rnei schritt nunmehr zur Erledigung der übrigen Taget s ordunng. Der Stand der Gesellschaft ist gegentoärq ^ten i

Fakultät hat am 1. April d. 38., an welch^ Tage Herr Geheimer Ober - Regiernngs -

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nach Gladenbach, um von dort au8 wäh dreier Tage unter Führung des Herrn Prof. 9a^ W19 Excnrsionen in dem hochinteressanten

von Herborn, Dillenburg und Haiger auSzusühren .e * Ehreu-Doktor. Die hiesige medicinis^,

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Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vw A

sitzender: Landrath von Negelein; 2. Vorsitzenden

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Landwitthschaftslehrer Kuhnert; Beisitzer: Stoe (£

Wetter, Raßmann-Amönau, Krieg-Münchhausen, Theit Mge Bürgeln, Peil HeSkem, Ruth-Leidenhofen, Bodenbenmi "27) Schröck. Aus der Berathung der Vereinssatzung«^ ist zu berichte», daß der Beitrag pro Jahr 1 M« beträgt, doch ist für später eine Abstufung nach 8»

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Existenz man aber doch wenigstens au8 bett ZeitM anzeigen Kenntniß erhält, so kann man der

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Elisabeth nicht verargen, wenn sie ihre Kleider fdi* yUUl nähte und ihr dies nicht immer in hervorragend Bitte u Maße gelang, ja wenn sie sogar nicht davor zurücksch^ rHtzcit Stücke verschiedener Farbe ihren Gewändern heften. Warum hat sich der Maler nur bien Zug der Heiligen in seinem Bilde entgehen laff8 j Und welchen Nutzen hätten. die heutige Marbach ; Schneiderinnen auS einer gemalten Elisudo mit geflickten Gewändern, ihren anspruchsvoll^ auf Sitz und Farbenharmonie ungebührlich Halles^ Kundinnen gegenüber ziehen können!^en ey

Kurz, das sonderbare Gemälde "bildet eine 9® iesch^

Fundgrube für anregende Betrachtungen und für * ®ormitt lösende historische Doctorfragen, und darum sollte gegen , unbedingt in einem hiesigen Raume tv

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der hl. Elisabeth angebracht werden muffen, auf W a^ Gefahr hin, daß unsere gegenwärtigen Hausgehilfin^ lylj sich daran gewöhnten, sich ihren Herrschaften gegenüfc Upfieh^ auf das nachahmenswerthe Vorbild dieser ihrer gängcrinnen und die nicht minder nachahmenswert"- Demuth und Dienstwilligkeit der Heiligen zu beruf«- Ul die sogar eine Fürstin, also viel mehr als unss 41 gnädigen" Frauen war. Da ferner zur Zett nz Heiligen dieperfekten" Schneiderinnen ebensowcN-!

erfunden waren, wie dieperfekten" Köchinnen, s man auch heute zwar auch nie zu sehen bekommt, von der« - - - «"iglich

kaum eine Schwierigkeit. Der hiesige historische s besitzt, wie sein Erfolg bei unserem Rathhaus bc®» ^et( das Ohr der maßgebenden Behörden: möge er ? ftt^r;, nun auch der Universität und des Bildes in * Mtigun angeregten Sinne annehmen! Der Erfolg wird sicher auch in diesem Falle nicht ausbleiben. fau sch. r. 2