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.Sprich mir von Station, Stelling — wenn Dich'» nicht zu sehr auftegt, heißt das !* bat Frau Magdalene
oder weiblichen Geschlechts nicht die aus Erziehung jetvorgehende Reife besitzt, um Gut und Böse immer charf unterscheiden und die Gefahren durchschauen zu Annen, die ihm in der Welt von allen Seiten drohen.
Die allgemeine Erkenntniß dieser Umrisse hat die Gesetzgeber dazu geführt, die Strafmündigkeit erst vom vollendeten 18. Lebensjahre ab ar zuei kennen; sieraus muß aber auch die Schlußfolgerung gezogen werden, daß die jungen Leute bis zu dieser Zeit in der Erziehung verbleiben muffen, unter der Obhut der Eltern, unter dem Einflüsse der Seelsorger, in täglicher Berührung mit ihren früheren Lehrern, unter der fortdauernden Kontrolle der ganzen Gemeinde, in welcher sie ihre Kindheit verlebt haben.
Wenn der Gedanke, daß die Kinder bis zu ihrer, ganz richtig auf das 18. Lebensjahr festgesetzten Strafmündigk.it in der Erziehung verbleiben solle», gesetzlich stritt wird, so geschieht das zum Segen der Kinder und Eltern sowie des ganzen Volkes. Die Gesammiheit darf mit Recht dagegen protestiren, daß junge Leuse, die noch nicht erzogen und noch nicht strafmündig sind, auf sie gewissermaßen „losgelassen* werden, und dadurch die Zahl jugendlicher Verbrecher von Jahr zu Jahr in erschreckender Weise vermehrt wird.
Wir meinen, daß Eltern, Regierurg, Volksvertreter und die Kirche aller Konfessionen das größte Interesse haben sollten, diese Anschauung sich anzueignen und zum Gesetze zu machen, da man den Sticbeigang der Volks moral nicht mehr in Abrede stellen kann und durch das längere Verbleiben der Jugend in der Erziehung wenigstens eine der vielen Quellen verstopft würde, aus denen die „schmutzigen Gewässer* fließen, welche unsere Volksmoral zu ersticken drohen.
Unsere Zeit ist ja reich an Humanitären Erfindungen, an palastähnlichen Gefängnissen, Wohl- thätigkeitsbazaren, an Wärme- und Kaffe, hallen für die dem platten Lande entflohenen, unbeschäftigten Arbeiter, kurz, wir haben es im Humanitätsdusel schon herrlich weit gebracht, aber Zucht und Sitte, Treue und Ehrbarkeit gehen in reißendem Tempo
niederwärts, und einen großen Theil der Schuld trägt die aller Vernunft Hohn sprechende sogenannte freiheitliche Entwickelung, daß wir junge Leute in die Welt hinauszichen lassen, ehe sie noch die volle Verantwortung für ihre Handlungen tragen, ehe sie noch durch Erziehung der innerlichen, sittlichen Freiheit nahe gebracht sind.
Wenn man die hierin für die jungen Leute und für da^Volksganze liegende Gefahr voll würdigen will, muß man sich noch vergegenwärtigen, daß gerade in die Zeit vom 14. bis 18. Lebensjahre die Periode der geschlechtlichen Entwickelung fällt, welche garz besonders strenge Aufsicht und Leitung nothwendig macht und durch die erwachenden wilden Leidenschaften zur Nichtachtung aller göttlichen und menschlichen
Baden sowie dem Erbgroßherzog und der Erbgroß- herzogin von Bade», von dem Großherzog von Mecklenburg - Sttelitz, dem Grobherzog von Sachsen, dem Großherzog von Oldenburg, dem Herzog- Regenten von Mecklenburg - Schwerin, dem Herzog von Sachsen - Coburg und Gotha, dem Fürsten zu Schwarzburg - Sondershausen, dem Fürsten Heinrich Reuß älterer Linie, dem Fürsten von Hohenzollern, von den Senaten von Bremen und Hambmg nnd von verschiedenen anderen Mitgliedern der deutschen Fürstenhäuser. Außerdem trafen Telegramme ein von dem Kaiser und König Franz Joseph, dem König von Rumänien, der Kronprinzessin von Schweden und Norwegen und dem Fürsten von Bulgarien. Ferner gingen zahlreiche Glückwünsche von Staatsmännern und Kirchenfürste» ein, u. A. von dem
„Ja 1* antwortete Erni kurz.
„Du hast über ihn immer wenig geschrieben, und Du mußtest doch wissen, daß mich NanovS Mann und außerdem ein so vielgenannter, berühmter Künstler, den alle Welt als Genie bewundert, außerordentlich interessieren würde.*
„Was hätte ich Dir über ihn schreiben solle»?* fragte Erni befangen.
.Eben Alle», mein Herz, so wie D» es über Nanon thatest, über Deine kleine Lollo, über Felix Merck und Alle, die Dir irgend nahe standen, mir ist zum Beispiel gleich nicht ganz klar geworden, wie Herr Hansen eS augefaugen hat, Dich von Deinem Vater frei zu machen (Fortsetzung folgt).
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für daS zweite Quartal auf die
Gesetze führt, wo durch sociale Ungebuudenheit, durch Entfernung au» Heimath und Elternhaus der Maßstab der Sittlichkeit verloren und alle „Bande heiliger Scheu* zerrissen sind.
Der neueste Antrag Gamp und Genossen, bis zum 18. Jahre der Kinder die elterliche Gewalt da- >urch zu stärken, daß die Kinder nur mit der ausdrücklichen Einwilligung ihrer Eltern die Heimath verlassen dürfen, scheint weniger geeignet, die vor- tehend gerügten Uebelstäude zu beseitigen, als vielmehr Unfriede und Zwietracht in die Familien zu tragen: Wo in de» Familie» »och Vater und Mutter geehrt werden, da bedarf es keiner Stärkung der väterlichen Gewalt, wo aber das vierte Gebot nicht mehr in Achtung steht und die Grundlage des Familienlebens bildet, da werden e» die noch unerzogenen Kinder durch Unbotmäßigkeit und fortgesetztes Dränge», namentlich der Mütter, dahin bringen, daß die unglücklichen Väter der eigenen Ruhe wegen und zur Wiederherstellung deS Hausfriedens schließlich die zuerst verwei«erte Einwilligung aussprechen. Wird aber daS Verlassen der Heimath vor dem vollendeten 18. L benSjahre einfach verboten, bann werben sich die junge» Leute» eben stillschweigend fügen.
Dieses Verbot wird sich selbsttedeud nicht zu erstrecken haben auf diejenigen Kinder, welche zu ihrer Ausbildung auf Schulen gebracht werde» oder als Lehrlinge irgend eines Gewerbes zu einem Meister gehen, welcher hinsichtlich der Erziehung an die Stelle deS Vaters tritt.
Zum Kapitel der Freizügigkeit.
Unter den vielgestaltigen Mitteln, die man zur Beseitigung der Arbeiternoth empfi hlt, nimmt auch ,tzie Beschränkung der Freizügigkeit einen Platz ein. Regierung und Parteien behandeln aber die Frei- Migkeit wie ein Pflänzchen „Rühr' mich nicht an*, »ohl aus Scheu, durch einen Angriff aus diese „neu» zeitliche Errungenschaft" bei der öffentlichen Meinung jezw. bei den Wählern an Beliebtheit einzuküßen. Diese Scheu ist aber dem größten Theile unseres Lölkes, insbesondere auch dem städtischen Mittelstände gegenüber, durchaus nicht begründet, man hält im Lmde die Freizügigkeit keineswegs für etwas Unantastbares. Immerhin dürfte jetzt ein Kampf für Einschränkung der Freizügigkeit nicht als ein schnell »irkendes Mittel zur Beseitigung der ländlichen Arbeiternoth erscheinen, da er nicht in kurzer Zeit siegreich durchgekämpft sein würde. Wohl aber dürfte es nicht so schwer sein, die Zustimmung der Parla- Imente dafür zu finden, dem gesetzlichen Begriffe der Freizügigkeit die Definition zu geben, daß sie nur für Erwachsene gilt. Auch jetzt haben wir ja in der iHgemeinen Schulpflicht schon eine Beschränkung der Freizügigkeit, aber nur so lange, bis die Kinder sich das Mindestmaß von Schulkenntnissen avgeeignet
Wie sie bei dem wohlbekannten Hause Vorfahren, aus dem das Kind Erni vor nun bald sieben Jahren mit so bitteren Thränen fortgegangen war, so ganz erfüllt von der Absicht, „recht, recht unausstehlich mit Fleiß* zu sein, damit eS bald wieder zurückgeschickt würde, — da faßte das impulsive Geschöpf den alten Freund mit beide» Arme» um de» Hals und preßte ih» so heftig an sich, daß ihm fast der Äthern ausging . . . bann wie ein Blitz aus dem Wagen heraus, die Treppe empor, an Pauline vorüber, die »mfoust versuchte, wenigstens eine Hand von Fräulein Ernichen zum Kuß für eine Sekunde einzufangen, ins Wohnzimmer — und dort zu Großmutters Füße», den Kopf auf ihren Knien — und jetzt nichts mehr, nichts mehr von der ganze» Welt!
Still, ganz still war es im Zimmer, indessen Pauline im Corridor sich die Augen wischte und bet Justizrath, neben ihr stehend dasselbe that — nur da» weiße, altersschwache Hündchen kam, so eilig eS konnte, aus einer entfernten Zimmerecke-herbeigettabt, daß sein Glöckchen läutete, »ud dicht neben den Beiden hielt e» inne, beschnoberte bann bie fnieenbe Gestalt, deren Gesicht im Schoß der alten Frau verborgen war, und stieß ein leise», feines Winseln aus.--
ES war um ein paar Stunden später.
Conrad Werder war durch kein Bitten zu bewegen gewesen, den heutigen Abend bet seinen „beiden besten Freundinnen* zu verbringen.
„Ich weiß, Ihr habt mich lieb und wollt mich gern da behalten!* hatte er gesagt. „86er ich ihn' es nicht, ihn eS durchaus nicht. Erni hat Vertrauen zu mir, ja wohl, und darf eS haben! Aber Dinge Siebt eS, die nun mal nur die Fran der Fra» sagt oder andeutet, denn da» weibliche Geschlecht ist fein-
Erni küßte sie in daS dichte weiße Haar.
„Nein, mein Großchenl Nanons Sterben, daS
«ebv deren Gratisbeilagen
„KreiSblatt" für die Kreise Marburg uni Kirchhain, „Illustriertes Sonntags blatt" und „Verloosungsliste der Kgl. preußischen Klassenlotterie" »erden von allen Postanstalten, Landbries- trägem, in der Expedition (Markt 21), sowie nn unferm Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen.
willig niederlegt, mit allerhöchstem Interesse unb äußerster Theilnahme entgegennehmen. Dixi, liebe Frau Magdalene 1*
Sie hatten ihm den Willen lassen müssen, und jetzt saßen sie, eng an einander geschmiegt, die Hände, die einander nicht loslassen wollten, fest verschlungen, Ang' in Auge, wie daS zärtlichste Liebespaar da und sprachen wenig und leise, wie in Angst, Jemand zu wecken. Wie immer »ach langer Trennung, wie immer beim endliche» Wiederfinden, stoffen auS lauter lieber» fülle die Mittheilungen zunächst außerordentlich spärlich und nur tropfenweise.
Minz, daS Hündchen, lag als weißes ©eiben» kuäuel zusammengeringelt in Erni» Schoß im Halbschlaf, leise im ttefste» Behagen. Der kleine Kanarienvogel war zur geöffneten Thür seines Bauers herausspaziert, stieg zwischen den Blumentöpfen umher, schwirrte auch wohl bnrch baS Zimmer unb setzte sich auf ErniS Schulter, kleine, lieblich flötende Fragelaute auSstoßenb, als wollte er wissen: „Bist Du eS denn wirklich?* Der warme Schimmer der rosig überhangenen Lampe lag auf ErniS Antlitz — wie schön war eS nur, wie jugendschön! Die Großmutter konnte sich nicht satt schauen daran!
haben, welches für die Kulturentwickelung des Volkes für nothwendig gehalten wird. Aus de» trüben Erfahrungen der letzte» Jahrzehnte habe» aber sehr diele Männer, selbst in den sogenannten liberalen Parteien, die Ueberzeugung geschöpft, daß für die gesunde Entwickelung eines Kulturvolkes das Mindest- «atz einer gefestigten Erziehung noch viel wichtiger ist, als die besten Leistungen im Schreiben, Lese» and Rechnen. Darüber wird aber Niemand im Zweifel fein, daß ein 14jähriger Mensch männlichen
Machdruck verboten.)
Schute des Lebens.
Roman von Marie Bernhard.
tFo tsetzun».)
Wer in der Bahnhofshalle über etwas Zeit zu krfüge» hatte, um de» Beobachter spielen zu könne» ~ freilich waren dies nicht viele — der mochte hmkeu: „Der Tausend, ist da» ein beneidenswerther Pater, dieser alte, weißhaarige Herr mit dem frischen Gesicht, dem dar schöne Mädchen so zärtlich M Arm liegt!*
Die tiefe Trauerkleidnng hob bie rosige Maienfrische des süße» Gesichts noch leuchtender hdrvor, bie fammetweich blickenden Aurikelaugen schimmerte» in tränen. . e» war an tiefem trübseligen Herbsttag ri» vilb, ba» gar zu holdselig an Frühling und Puferstehe» erinnerte.
Ter Justizrath sagte gar nichts, er fühlte, das kante er nicht. Aber er weinte, und e» half ihm willig, daß er sich im Stillen einen altersschwachen Ereis nannte und sich fragte, was man denn nun von Fr« Magdalene, der „regelrechten Großmutter', er- Watte» solle, wen» er, ein Mau», so wenig im Stande sei, sich zu beherrschen?
Auch Erni sagte nichts, lehnte nur ihr Gesichtchen still gegen Onkel Conrads Brust und athmete tief, ii»f, tote ein Mensch, der eine Bergeslast abwälzt h«l seiner Seele.
. Sie standen schließlich den übrige» Reisenden lihr ü» Wege, diese engverschluugenen Beide», und wußte» e» endlich gewahr »erde», e» dürste wohl «eit fei», sich nm Gepäck und Wagen zu be- 5®mern — daheim saß ja eine, bie jetzt schon die [ Ailrulen zählte!
Umschau.
In Baden-Baben feierte bei Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe am 31. v. M. seinen 80. Geburtstag, umgeben von seinen Kinbern unb Enkeln, in voller Rüstigkeit und Frische.. Es gingen aus dem Inland und dem Ausland überaus zahlreiche Beglückwünschungen ein. Der Kaiser sandte nachstehendes Telegramm:
„Ich freue Mich. Eurer Durchlaucht zur heutigen Vollendung Ihres achtzigsten Lebensjahres Meine wärmsten Glückwünsche anssprechen zu können. Gott der Herr hat Sie in Ihrem Leben und in Ihrer Arbe l bisher sichtbar gesegnet. Er wolle Ihnen auch se ner G.smrdhett und Straft verleihen, damit Ihre ausgezeichaeten Dienste Mir und dem Vaterlande noch lange erhalten bleiben mögen. Ich weiß Mich eins mit Meinen hohen Verbündeten und dem ganzen deutschen Volke,- wenn Ich Ihren auch an Ihrem heutigen Ehrentage die Gefühle tiefempfundenen DankeS zum Ausdruck bringe für die cufopfernbe Treue, mit welcher Sie als ein leuchtendes Vorbild Ihre» so verantwortungsvollen Amtes walten.
Ihr wohlgeneigter
SBIIbeim, I. R.
Außer dem Glückwunsch Sr. Majestät kamen noch Telegramme von Ihrer Majestät der Kaiserin, dem Prinz - Regenten von Bayern, den Königen von Sachsen und von Württemberg, dem Großherzog von
österreichisch » ungarischen Minister des Auswärtigen Grafen GoluchowSki, dem italienischen Minister der AnSwättigen Canevaro, dem rumänischen Minister» Präfibenten Sturdza, dem Kardinal-Füist-Erzbischof von Prag-Schönbor», bem Kardinal-Fürstbischof von Breslau Kopp, bem Erzbischof von Posen von StablewSki, von den in Berlin accreditirten Botschaftern unb Gesandten, ben Ministern bet Bundesstaaten, von de» preußische» CabinetS - Chefs, de» gesetzgebenden Körperschaften deS Reichs und von Preußen, ferner von vielen Vertretungen deutscher Städte, von Vereinen unb Corporationen; besonders zahlreiche Glückwünsche gingen aus Elsaß Lothringen ein. Kaiser Wilhelm schenfte überdies seinem Kanzler eine prachtvolle Vase. Das preußische Staats- Ministerium übersandte eine kunstreich ausgestattete Adresse. Der Wirkliche Geheime Ober - Regierungs- Rath Freiherr von Wilmowski überbrachte die Glückwünsche der Beamten der Reichskanzlei; der Bezirks» amtmann, Geheime Regierungs-Rath Haape gratulierte im Name» der badischen Regierung, und eine städtische Deputation unter Führung des Ober-Bürgermeisters Gönner überreichte NamenS btt Stabt Baben-Baden einen Lorbeerkranz.
Aus Apia, vom 18. März ist nun auch folgende amtliche Meldung eingetroffen: Am 13. März ist die provisorische Regierung von ihrem Sitz auf der Halbinsel Mulinuu bei Apia vertrieben worden. Mulinuu unb bet Strand von Apia wurden durch Engländer, Amerikaner unb bie Stieget bet Tanupartei besitzt. Am 15. eröffneten bas amerikanische unb bie britischen Kriegsschiffe bas Bombardement auf bie Umgebung von Apia. Eine zweimalige Beschießung unb zahlreiche Gefechte brr Landungs- abtheilung verliefen ohne besonderes Ergebniß und ohne erhebliche Verluste, welche zudem meist durch das eigene Feuer der Landungsabtheilungen verursacht wurden. Beim Bombardement schlug ein Schuß in das deutsche Konsulat, ein anderer Schuß in da» Wohnhaus deS Verwalters der deutsche» Pflanzung
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für bie Kreise Marbnrg nnd Kirchhain. __
Berka«: Zoh. «ug. Koch. UniverMtS-Buchdruckerei in Marburg. Sonntagsblatt. &t ntto 4 ffi Markt 21. - Telephon 55.
Expedition: Markt 21. — Telephon 55. " _____________
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ikf» 17Q QuartalS-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2 JJit, oet autn <3 U - am*-. Moste Frankfurt a M Berlin, München, Köln; Ott. xjUtJly.
79 LmÄL^nLumM,'Äf£ Mittwoch, 5. April 1899. k ö. Daube & Em,Fr8rt a. M. Bulin, Hannover, Paris k.
höriger unb zartfühlender auf manchen Gebieten als
wir Herren der Schöpfung es uni nachrühmen , . . , . . -
dürfe» ... unb ob zehnmal Onkel und Herzens- mit gebämpfter Stimme, freund — ich bin und bleibe ’ne Mannsperson unb Erni küßte sie in das dichte weiße Haar,
bin bei solch' intimsten Mittheilungen vom Nebel. „Nein, mein Großchenl Nanons Sterben, daS
Leidet eS nut ruh'g, daß ich nach meinem „Deutschen war so schön und so friedlich da kann ich ohne HauS* zurückgehe. ich lauf' Euch nicht fort. Morgen Auftegung mich zurückbesinnen. Zwar hat sie wohl ist auch noch ein Tag, da lab ich mich zum Mittag'noch schwer gelttten, unb um bte Mitte deS Sept-mber ein, bitte um ein Fläschchen Margeaux, unb werbe hemm war eine neue Operation nothwentig; ich Alles und Jedes, was Erni in mein Onkelherz frei- weiß nicht, die wievielte da» schon war! Und bie
- ----- - ' Aerzte meinten, diesmal könnte es leicht kommen,
daß sie dabei bliebe, weil sie so außerordentlich schwach wat untr fast nichts mehr zu sich »ahm. Aber zart wie sie war, fie hatte eine merkwürdig starke Natur, und fie überstand auch diese Operation. Wie geduldig sie war und wie engelSgnt — eS läßt sich nicht schildern; wie eine Heilige ist fie mit oft erschienen. Denn ich wußte, daß sie kotz all' ihrer Schmerzen ftühet unendlich am Leben hing und gern noch auf Erden geblieben wäre —*
„Sie liebte ihrenMan» überAlles, nicht wahr, Kind?*