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Marktberichte.

daß er Wohl Luft schnappen würde.

Aber er ging

z« Berlin begeben

Ich verstehe Sie nicht ... Ich bin nicht ver-

' Krachet.

und alt Seligkeiten der Welt,

kommt immer zur rechte» Zeit, daß er uni endlich de» Friede»

ihn dem Anblick der hatte wohl acht Mi-

wieder nach nute». Die Spannung der Umgebung wuchs. Man erwartete, ihn endlich auftauchen zu sehen, hatte er doch in der Probe 43/« Minuten ausgehalten, und diesmal wollte er etwas ganz Be­sonderes leisten! Doch e» verging die fünfte, die sechste Minute t» unheimlichem Schweigen. Mit Slangen fing man nun an, auf dem Boden zu fühlen. Da faßte einer der Starg-nführer au seinem Haken etwas Schweres, zogS heran, ein Arm, ein menschlicher Rumpf wurde sichtbar schnell wurde zugcfaßt und ein lebloser Körper an die Oberfläche

ber Der heutigen Stummer liegt bei Kreisblatt Nr. 25.

Das Glück danken wir Gott, gab*

»Den Frieden

Gabriele . . . Dein für immer, für alle, «le Zeit, Du süßeS, einziges Lieb*

Und die Osterglocken läuteten ihr eherne» Amen!

Marvurg's erstes Blumengeschäft

Specialität: Arrangements für Freud «. Leid.

H. Berguer, Großherzogl. Hessischer Hoflieferant.

Bahnhofstr. Ecke Elisabethstr., Barsußerftr.

gezogen. Rasch entfernte man Zuschauer menge. Das Ganze nuten gedauert.

In die Tollwuthstation

Marburger Förstertabak, kein Cigarrenabfall, sondern forg faltig herge­stellte wohlschmeckende Mischung.

2 Beutel ä 5 Pfd. --- 10 Pfd. für Mk. 8.- . franko unter Nachnahme.

Rudolf Straub, Marburg a. L.,

Cigarren- u. Tabak-Spezial- & Versandt-Gcschäft.

Dr. med. Theinhardt'S Hygiana Wie der Pendel an orr Uhr durch Verlängerung oder Verkürzung den Gang der Uhr beschleunigt oder verlangsamt, so be­herrscht die mehr oder minder gioße Menge Eiweiß in der Nahrung di« aus sich selbst, den Kohlehydraten und Fett entwickelte Menge au verfügbarer Kraft im menschlichen Organismus. Aber auch diese verschiedenen Klassen von Nährstoffen genügen allein nicht zur Ernährung, sie müssen auch von Nährsalzen begleiut sein, um einen wohilhätigen Reiz auf die Nerven aurzuüi en, auch angenehm ichmecken, um daurrnd genommen werden zu können. Alle di.se Vor­züge besitzt Dr. med. Theinhardt'S Hyziana. Bei großem Woh'geschmack (Cocao und Malzmilch ähr lichi und überaus k'djttt Verdaulichkeit hat das Hygianagenän einen hoch- gestefi,eitm Nährwerth. Für Kinder und Erwachsene, namentlich für Schulkinder, GeschäfiSleute und geistig stark Ärbeitend« giebt es kein besseres Frühstück Es bewirkt ein stunderlang anhaltendes Cätligungegesühl und macht hier­durch. ohne Erschlaffung anfkommen zu lassen, ein zweiter Frühstück entbehrlich.

Folgendes entnehmen: Der a»8 London kommende E. S. Ba»me, der sich Prof. »Monte Christo* nannte, sollte am 25. d M. Abend» im Zirkus Corty Althoff zum erste« Male seinen Todtensprung von dem etwa 18 Meter hohen Spitzengebälk des ZirkuS herunter in einen ca. 3 bis 4 Meter tiefen Wassergraben ausführe». In Loudon und bei seinem sonstigen Auftreten hatte er diesen Sprung sogar von angeblich noch größerer Höhe herab ost ausgeführt. Ein Brett am Deckengebälk diente al» AbsprungSort. Schon früh in der Probe war von Baume dieser Sprung gemacht wordeu. Er hatte vom Sprung ab, der selbst etwa 1 Sekunde dauerte, 4 Minuten 45 Sekunde» unter Wasser verbracht, sich seiner Kleider entledigt und war dann ohne irgend sichtbare Anstrengung dem «affen Element entstiegen. Es sollte nun nach dieser Prob« Abends vor dem Publi­kum dasselbe wiederholt werden. Mit Kleidern in einen Sack gesteckt, wollte er sich unter Waffer dieser entledigen, um im Tricot wieder an der Obeifläche zu erscheinen, nur wollte er diesmal nach seinem eigenen Ausdrucketwas ganz Besonderes* leiste». Am Abend erschien d-r Tauchkünstler im einfachen Tricotkostüm. Er zog sich weite Kleider über, während sich einer seiner Kollegen am Seil einstweilen Hoch­ziehen ließ, um ihm oben beim Ueberstülpen des Sackes behülflich zu sei». Nachdem das Seil wieder «iedergelaffen worden war, wurde der nunmehr an- gekleidete Künstler ebenfalls hochgezogen und stülpte sich den Sack von unten über, der dann über dem Kopf geschlossen wurde. Vorsichtig rückte er an den Rand des Sprungbrettes vor. Da löste sich der lebende Sack vom Brette «nd die dunkle Gestalt sauste kerzengerade in da» Wasser der Tiefe, es kam erst der Sack, dann die Kleidung an der Oberfläche zum Vorschein, die sofort herausgefischt wurden. Mil Schweigen wartete die Umgebung. Da es mochten wohl zwei Minuten vergangen sein tauchte der Körper mit dem Kopf nach oben bi» dicht oberhalb der Nasenlöcher heraus, und man erwartete,

Recht auf dem Trottoir zu gehen, wie Ihr; wir zahlen ebenso unsere Steuern*, und hiernach folgte ein Wortschwall, der uns auf jene Entgegnung ver zichten ließ. Wir mußten ausweichen, sonst hätten wir das alte, schöne Wort hier z« Schanden gemacht Der Klügere giebt nach.* Klug war nämlich die Frau mit ihrer obigen Bemerkung nicht. Denn, wen» sie nicht eine verkleidete Reichere war, dann war ihre Bemerkung völlig unrichtig. Sie ge­hörte entschieden zur Klasse der Steuerfreien, mindestens zu denen, die herzlich geringe Steuer zahlen. Das ist kein Fehler, noch ein Vorwurf uud berechtigt sie zum Glück, das nächste Mal höflicher zu sein und sich der alten Verkehrsregel zu entfinue», daß man, wenn man so große Gegenstände trägt, auf dem Straßeudamme geht, aber nicht die anderen Leute uöthigt, damit sie nicht etwa mit ihrem Kopf womög­lich in solchen Korb ein Loch stoßen, vom Trottoir zu gehen!

Die Höflichkeit zwingt zwar nicht, aber gebietet gegenteilig allerdings auch zuweilen, auf de» Sttaßen- damm hinab auszuweichen. Einem älteren Ehepaare, ältere» Damen, wie einem Bekannten mit seiner Frau, wenn sie da» Trottoir einoehme«, weicht der Gebildete stet» aus. Die liebe Jugend hat e», wie dies hier leider recht oft vorkommt, auch nicht nöthig, sich in dieser Hinsicht al» noch »icht vollgebildet zu betrachte» und sich auf dem Trottoir bei Erwachsenen »ichtausweichend durchzudräugeln. Die Herren Lehrer könne» ihre Schüler gar »icht oft genug hierauf Hinweisen. So etwas schickt fich nicht, und Er­wachsene thu« in diesem Falle nur recht, wenn sie solche Durchdräugler, wie wir die» jüngst beobachteten, etwas drastisch hierüber belehren.

Zum Kapitel Höflichkeit haben wir daun gleich auf unserem letzten Spaziergänge weitere Studien gemacht, und zwar über .das Grüßen. Kommt da am Steinweg vor uns ein Jüngliug, begegnet einem Herrn und nimmt ttn Glaube», recht höflich

zu handel», den Hut mit der rechten Hand ab, während der Herr rechts an ihm vorbeigeht. Er hätte den Herrn beinahe mit seinem Hute gestoßen. Die gute Sttte beim Grüßen erfordert, daß man den Hut nach der Seite zieht, auf welcher der zu Grüßende nicht an Einem vorbeigeht. Dann kommt eine junge, soeben dem Backfischthum entwachsene Dame, geht an einem alten, feinen Herrn vorüber und macht, al» sie vorüber ist, ein Gesicht wie drei Krüge Essig, so sauer und verdrossen; über die Lippen entschlüpf,n ihr in entsetzlicher Entrüstung gesprochen die Worte:Der grüßt nicht einmal!* Das ist un­berechtigt, mein Fräulein, wenn Sie es für den Herrn gesagt vorn Spaziergänger wiffeu wollen: es fällt Ihne« nicht nur keine Perle au» der hübschen Broche, sondern e» schickt sich sogar für Ihr Alter, daß Sie den alten Henn zuerst grüße»! Und wenn Sie, und die vielen hübschen Marburger­innen erst wüßten, wie fich eine junge Tarne schadet und entstellt, wenn sie ein verdrossenes Gesicht macht, Sie thätens ans der Sttaße wenigstens nie wieder, uud überhaupt vielleicht später erst wieder einmal, wenn der junge Gemahl nach der Flitterwocheuzeit erstmalig Nachts zu spät au» demClub* kommt. Dazu find Sie in diesem Falle be­rechtigt aber ein Gewöhn heitsrecht sich für a l l' solche späteren Fälle zum Schmollgefichtet- machen zu viudiciren, das lassen wir nicht gelten, und das ist in der Ehe auch unklug! Klug ist's, auf der Sttaße ungefähr als junge Dame das Gesichtchen aufzufetzcn, daS man auch ohne die Bitte des Photographen macht, um e» auf seiner Photo­graphie wieoerzufinden! Auf Ihrem Bilde wünschen Sie Ihre Eigenliebe nicht gekränft zu finden. Diese Ihre Bilder sehen aber um Wenige! Glauben Sie, Sie kränken deßhalb Ihre Eigenliebe unbewußt viel mehr, wenn Sie auf der Straße vor allen Leuten ein Gesicht machen, über da» Sie fich auf Ihrer Photographie entsetzen würden. _t-

Neueste Teleara««»

Wolffs Büreau.

Berlin, 1. April. Nachdem die christenfeind­lichen Unruhen in Südschantung neuerdings einen Character angenommen haben, der das Leben der dort thätigen deutschen Missionare und Ingenieure ernstlich bedroht erscheinen läßt, wurde zrm Schutze dieser Reichsangehörigen die Entsendung einer rnilttärischen Expedition in die Aufruhrgegend von der Kaiserlichen Regierung engeoibnet. Die Expedition ist der Besatzung Tsintan'S entnommen uud von dort an Bord derGefion* am 29. März abgegangen.

Berlin, 31. März. Ei» am 29. März «US Tsintau eingegangeneS Telegramm meldete, Pro Vikar Frimademetz wurde in der Nähe von Tfimo» gefangen genommen und geschlagen. DaS Deutsche Detachement in Lizun sei zu seiner Befreiung auSgesandt. Nach einer heutigen Meldung ist die Befreiung deS leicht verletzten Provikars gelungen und die Bestrafung der Schuldigen eingeleitet.

Paris, 1. April. Gestern Nachmittag erschoß ein gewisser Ozons, 38 Jahre alt, im Bois de Boulogne den sünfuudsechszigjährigen Rentner Tomret. Ozons, welcher geistesgestört sein soll, glaubte den Präsidenten L » u b e t getüdtet zu haben, der mit dem erschossenen Tonnet große A e h »l i ch k e i t besitzt.

Paris, 1. April Dupuy ordnete den Blättern zufolge eine Untersuchung an, um z» ermitteln, wie derFigaro* in Besitz der heute von ihm ver­öffentlichten UntersuchungSacten der Dreyfus- Angelegenheit gelangte.

Loudon, 1. April. Der Southamptoner Ver­gnügungsdampferStella* mit 185 Reisenden und 35 Man» Bemannung ging Donnerstag Nachmittag zehn Minuten, nachdem er auf dem Casquetsfelsen nördlich der Kanalinsel Guernsley im Nebel auf ge­fahren war, unter. Etwa hundert Personen, darunter sämmtliche Frauen und Kinder, sind durch Boote gerettet; man befürchtet, daß alle Uebrige» ertrunken sind. Nach der offiziellen Liste wurden von den Reisenden 94, von der Mannschaft 19 gerettet. Die meiste» Bereiteten verbrachten die Nacht in den Boote» u»d wurde» am Freitag früh von einem anderen Dampfer ausgenommen. 89 Personen werden vermißt, darunter der Kapitän und fast fämmtlidje Offiziere.

Tstniau, 1. April. Der deutsche Offizier Hannemann, der Dragoman Mootz und der Ingenieur Vorschutte wurden auf dem Wege nach Jtschansu uv weit dieser Stadt von der eingeborenen Bevölkerung angegriffen. Es folgte ein Kampf, worin mehrere Chiresen getöbtet oder verwundet wurden. Hanne- manu und seine Begleiter sind wohlbehalten in Tsintau wieder eingetroffen.

Peking, 31. Marz. Li Hang Tschang ist hier wieder eingetroffen.

Vergmigungsanzeiger>

Königliches Theater zu Cassel.

Sonntag, 2. April:Faust I. TheU*.

Montag, 3. April:Die Meistersinger von Nürnberg.'

Dienstag, 4. April:1812*.

Mittwoch, 6. April:Der Obersteiger*.

Donnerstag, 6. April:Hamlet*. ' V -

Freitag, 7. April:Fidetto*.

Sonnabend, 8. Apiil:Ein SouuueruachtSt aum*. ?

Sonntag 9. April:Tam Häuser*.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

s Ans dem Ed»erthale, 3 l. März. Viel Mkrochen wird gegenwärtig wieder der Bau einer Efabahn durch unseren so fern vom Verkehr liegenden M deßhalb so vernachlässigten zukünftige» Jndufttie- Erf wenn man die Gegend südlich von Battenberg M de» Abhänge» der Wi»terfette des Horst und de» Mlenbergs, sowie diejenige in der Nähe de» Mbtchens Hatzfeld, im Hinblick auf die in der Erde 2e»ben Erze, so nennen darf. Für die wirth- Mstliche und iudustrielle Entwickelung dieser Gegenden Ißt »an eine Bahn von Münchhausen abgehend EÜel dem Edderlanfe und am anderen Ende in lit Creuzthaler Bahn eir mündend, für sehr zweck- jMia. Andererseits schlägt mm wieder als eiliger ygt Linie MünchhausenAllmdorf, Hallenberg tzWerberg vor, da von entgegengesetzter Seite aus H Strecke Nuttlar-Winterberg gebaut wird und bann ijgt durchgehende Verbindung herge stellt sei. Durch ie letztere Bahn würde ein fast birecter unb bedeutend fcetet Weg als seither von Marburg aus mitten £ westfälische Kohlen- unb Industriegebiet ge­lassen werden.

[ Caffel, 1. April. Dem Lehrer an der ge­werblichen Zeichen- Kunstgewerbeschule in Caffel, ^nstmaler Brünner ist da» PrädikatProfessor* * Cgeltgt worden.

| Lauterbach, Oberhessen, 29. März. I» diesen tagen fand, lautFranks. Zig.*, die Abrechnung cm 25., 26. unb 27. Juni v. Js. hier ftatt schabten 25. Turnfeste» des Gaues Hessin statt und kga6 dieselbe ein Deficit von 225,53 Mark. Ver­macht wm de dasselbe durch die ungünstige Witterung Cg Festsonntag und das Fehlen einer größeren prrHalle. Die Garanriefondzeichner wurden mit MProcertt der gezeichneten Summe zur Deckung tel Fehlbetrags herangezogen. Die Zukunft des wantm Electricitäte Werks scheint vunm hr gesichert fein. Angem ldet sind circa 1800 Flammen, irtfle die für die Straßenbeleuchtung und andere Mische vothwendigen Lampen.

Stockhausen (Kreis Lauterbach), 29. März. Bente Mittag gegen 11 Uhr brach in der Hofraite M Bäckers Kimpel Feuer aus, welches infolge artet Windes sehr rasch um fich griff. Die herbei- Kdlten hiesigen und benachbarten Feuerwehren waren mchi imstande, das Feuer auf seinen Herd zu be schränken, bis Nachmittags gegen 7 Uhr konnte um menmale etwas Halt geboten weiden. Der ent« tanbene Schaden läßt sich bis jetzt, Wo unser Berichterstatter dies sch eibt, noch nicht feststellen. W sollen, oberflächlich gerechnet, 22 Hofraiten M 50 bis 55 Gebäuden abgebrannt M. lieber die Ursache der Entstehung de« Feuers N >i8 jetzt noch nichts bekannt geworden. Die meisten abgebrannte» sind versichert.

haben sich die beiden erwachsenen Töchter des Gast- wirths Karpinski aus M lchsttich. Die beiden Mädchen waren kurz vor Weihnachten mit ihrer 21 Jahre alten Schwester von einem Hunde gebissen wo.dm, der zwar sofort getöbtet, aber nach thier- ärzilichem Befunde nicht von der Tollwuth befallen war. Jetzt, »ach Verlaus eines Vierteljahres, ist nun die Schwester, während sie bei Bekannten in Dresden zu Besuch malte, plötzlich unter tollwuth« verkächligen Erscheinungen gestorben. Der unglück­liche Vater Will daher an feinen beiden Töchtern zur Vorsicht die Schutzimp^u-g vornehmen lassen.

Verurthkilt. Nach zweitägiger Verhandlung verurtheilte das Hamburger Schwurgericht den Weber Fischer wegen Ermordung und Beraubung der Wittwe Kiehne zu Alt.ngamrne zum Tode, zehn Jahren Zuchthaus unb Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte.

- Briefkasten der R-daktisu« 4

Ev 8.Hier Dies«»In den Aprilschicken*der Leser, wie eS heute noch manch« EenfationSblätter unb Blittch« betreiben, ist ein herzlich abgeschmackter unb fader Scherz. Sie brauchen sich nicht zu wundern, trenn unser Blatt solche Sachen unterläßt.

Einsender, hier. Die hochwillkommen« Mittheilung, betteffenb ben Janffen'sch«» Bilber-Cyclu», wird am 4. April veröffentlicht Ergebensten Dank!

Landwirthschastliches.

Graditzer Anction. Bei ber am 25. v. Mts. | dem Königlich:» Hauptgestüt Grabitz abgehalteuen «Hon würben 41 Pferde für inSgesammt 54050 Mk. ckmft; es wurden also durchschnittlich für ein Pferd 18,30 Mk. erzielt.

Marburger Spaziergänge.

Glückliche Cfterfeiertoge! Das ist für Alle, die diese Spaziergänge zu lese» pflegen, »icht nur ans Höflichkeit, sonder» auch aufrichtig heute der erste Wunsch ihre» Verfasser». Als solcher braucht man beim Spazierengehen garntcht zuviel zu denken, der Stoff, diese Spaziergänge zu schreiben, kommt auf ihnen von selbst. So haben wir heute gleich Eingang» daS Wort Höflichkeit erwähnt und es fiel uns ein, als un» gestern auf nicht zu breitem Trottoir hier eine Frau mit einem mächtige» Korbe begegnete und der Spaziergänger ihr einfach durch Herabtreten auf ben Sttaßendamm «u»weiche« mußte. Die Frau sagte nämlich, als ihr bedeutet wurde, sie müsie mit solchem Riesenkorbe auf dem Straßendamme gehe», i» sehr grobem Ton:Wir habe» ebensogut das

ö Ockershaufeu, 1. April. Vorgestern fiel selbst ein etwa 6 jähriger Junge von einer Letter . tzrach ein Bein. DaS Kind wurde sofort in die gnyifdje Klinik nach Marburg überführt.

Vermischtes.

liebet einen Unglückssall im ZirkuS Corty- lihoff in Chemnitz geht bimChemn. Hedi.* ein ausführlicher Bericht zu, dem wir

Auszug aus de« Gtaudesdüchcrn des Äo . Preutz. Staudesamtsbezirks Marburg.

Vi.m 25. März bis 1. Ap tl 189a.

Verehelich: e.

1. Lohgerber Emil Heinrich Lehn-, wohnhaft hier, mit Köchin Katharine Vomfchloß von Neuß ast.

Geboren«.

1. Ungenannt, T. des Kellners Johann Friedrich Funk.

2 Wilhelm Heinrich, S. de« prak isch.n Arzres Dr. med Hoffmann. 3. Ungenannt, T. des HaupimnnnS unb Com­pagnie-Chefs im Hess Jäger-Bataillon Nr. 11 Rudolf von Buttlar. 4 K tharine Elisabeth, T d » Anstreichers Johann Heinrich Becker zu Ockshausen

Gestorbene

1. Wittwe Sop.ie Louise Bechni-, ged. B ck r, 71 I. alt 2. Taglöhner Johannes Marien zu Ock.rshausen, 65 I. alt.

Marburg, 1. April war mittelmäßig besucht. Butter kostete p. Pfd. 90 bi» 106 Pfg.

Hühnereier 1 St. 6 Pf. Enteneier 1 St. 6-7 Pfg. Gänseeier p. St. 1214 Pf. Käse per Stück 1012 Pfg. KäSchen 6 Stück 20 Pfg.

Kochkäse per Pfd. 40 Pfg. Käsematte per Stück 5 Pfg. Honig per Pfund 90 bis Ito Pfg.

Zwetschen- unb Birnenmur 1 Maastopf 180200 Pf.

Aepfel 4 6 Stück 10 Pfg. per Korb 3 4 Mk.

Birnen 4-6 Stück 10 Pfg.

Erbsen 2 Liter 25 Pfg. Linsen 2 Liter 50 Pfg. Weißkraut p. Kopf 1012 Pf.

Der heutige Wochenmertt

Rothkraut p. Kopf 30 50 Pf.

Nüßchen 1 Ltr. 1015 Pfg.

Unterkohlrabi p. St. 8 -12 Pf.

Blumenkohl per Kopf 30 bis 50 Pfg.

Meerettig per Pack 10 Pfg.

Salat 1 Kopf 1018 Pfg.

Rupfsalat 1 Ltr. 10-15 Pf.

Endivien p. St. 510 Pfg.

Radieschen p. Pack 7 8 Pf.

Rettig per Stück 10 Pfg.

Hafergrütze p. Ltr. 35 Pf.

Zwiebeln p. Pfd. 10 Pli,.

Knoblauch prr Knolle 5 P».

Wolle per Pfd. 1,00 bi» 1,20 Mk.

Enten p. St. 1,501,80 M'.

Hühner p. St. 93120 Pft, Hähne v. St. 100-150 Pfg.

Ein glühende», so echt mädchenhaft scheues krröthe» flog über ihr vorhin noch bleiches Gesicht.

Er ist ja bereits Dein Eigenthnm, Du hast ihn gestern durch die Klänge Deiner Schalmei dem sicheren Tode entussen.*

Ja,* stimmte fie zu, noch unter dem gestrigen Eindruck erschauernd,ich sah von meinem Platze ans, den ich an jedem Osterheiligabend besuche, daS Kind seinem Verderbe» entgegenlaufen. Da, in meiner furchtbaren Angst suchte ich feine Aufmerk­samkeit durch die Töne der Schalmei auf mich zn lenken, ohne zu ahnen, daß ich dadurch mein eigenes Glück rettete!"

O, über all die verlorenen Jahre* wollte er klage«--

Sie aber legte ihm die weiße Hand auf die Lippen.

Jetzt schien e» wirklich, als packe ihn ein H Schwindel, als sei die Erde unter ihnen ein wogendes Eeer. Einem Impulse folgend, zog er feine Brief- *?che hervor, der er ein Schreiben entnahm. Stumm ^te er es Gabriele hin.

Sie la», bann schloß fie wie in halber Ohnmacht J äugen. Ein qualvoller Seufzer entrang fich ihrer

Unb Sie konnten das glauben?!* fragte sie I ^hmüthig, ihm das Blatt zurückgebend,Könnern Hai st damals um mich beworben, unb als er erkannte, gt ich für ihn unerreichbar sei, verzag er »ach ber Wikdeuz, Er ist längst verheirathet*

Und unser Glück da» Opfer eine» Bubenstreich» «sarden*

Klagen Sie nicht Andere an, Friedrich,* ber« i B't» sie sanft,Sie mußte« mich kenne«. Sie |tittn mit eine solche Gewissenlosfigkeit nicht zn- ®wi! . . . Doch nun wolle« wir scheide», wie zwei Kte Freunde*

Scheide», scheiden, Gabriele? Du hast mich ja ] Drusen mit Deiner Schalmei, und «u» willst Du wieder zurückweiseu? E» ist Oster«, Gabriele,

*2 Fest der Auferstehung. Möge auch unser Glück 1 ^erstehe« im festen Glaube« und inniger Treue 1 un« Beide in Deine Hut, mich und meinen jWgen! Sei ihm ei« liebe» Mütterchen er hat

, Stinenb senkte sie die Stirn auf seine Schulter, 7° diese linden Thränen löschten all' da» Leid 7*' das Jahr au» Jahr ein in de» schönen Augen ^draunt hatte.

. »Er ist zuviel de» Glücke» auf einmal,* flüsterte A-der Hebe, Hebe Junge, glaubst Du, daß e» rntt Feufitn wird, ihm die Mutter zu ersetzen?*