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Marburg
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedtnon dieses Blattes, die Annoncen-
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34. Jahrg.
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Unter den Mitteln zur Hebung und Förderung
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Gute Löhne bedeuten — so schreibt die „Sächsische
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Arbeiterzeitung
auch Hebung der Industrie,
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alle dem geht wohl hervor, daß die Lehr:
ft dir ^ten tatsächlich berufen find, eine wichtige für den Handwerker-Stand zu erfüllen. ES (löi^dsher auch dringend zu wünschen, daß denselben
tifai berufenen Organen rege Sympathie und
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e Unterstützung zugewandt werde.
Umschau
universelle“,
eine Bezeichnung, die wieder einmal
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Universal - Universität“ folgendermaßen geschildert:
eigenen Zuge speisen wird. Kurz nach 1 Uhr verließ
demokratische „vekenntniß“ gefordert, demokratische Gründung nennt sich
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Aeußerungen wirklich Sachverständiger, die an der Ausübung der dort bestehenden Prügelstrafe beteiligt sind, ganz anders; dort wird die wohl- thätige Wirkung der Stockprügel mit Ziffern nachgewiesen.
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*1 gleichzeitig Kaufmann f-in, und deßhalb fieht Programm der Lehrwerkstätten als dritten Zweck
H mehr gethan. Der Handwerker muß, um sich 8 gesteigerten Wettbewerbe gegenüber behaupten zu
die „Bescheidenheit“ der „Genoffen“ gebührend kennzeichnet, die aber ebensowenig sich wird halte» können, wie die auf bescheidenerer Grundlage in Deutschland gemachten Versuche, „Arbeiteruniversitäten“ zu gründen. In der Preffe wird das Wirken der Brüffeler
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Die ganze Lehrmethode dieser Professoren bezweckte'der Kaiser mit seinem Gefolge, Graf Waldersee, ausschließlich die Untergrabung der monarchistischen Hahnke u. s. w., daS Schloß; ihn begleiteten die
IMÜT nothwendigerweise einseitig gestalten. Endlich
ll50i n ^"le Lehrlinge auch den Unterricht eines
In der Presse ist die Ansicht vertret, n worden, daß die anderweite Organisation der oberen Marine- behörden dem Marineetat widerspräche. Es ist laut „N. A. Z.“ nicht zutreffend; es handelt fich lediglich darum, daß einige Kredite, die der Etat enthält, nicht ausgenutzt werden können, weil die Voraussetzungen weggefallen find. Allerdings bedarf der zur Berathung stehende Etat für daS Rechnungsjahr 1899 ein'ger Aenderungen, namentlich rebact'oneßei Art. Bei dem vorgerückten Stadium aber, in dem sich die Etatsberathung befindet, dürfte eS sich empfehlen, den Etat so zu lass n, wie er ist. um so mehr, da, wie wir aus sicherer Quelle löten, ein Nachtragsetat vorbereitet wird. In letzterem wild es sich namentlich um eine andere Gruppirung einzelner Ausgabe posten handeln. Etwaige Mehrausgaben werden sich in sehr geringen Grenze» halte» »nd den Betrag, um welchen der Etat für das Rechnungsjahr 1899 hinter d m zulässigen limitirten Etat zurückbleibt, auch nicht annähernd erreichen. Bis der Nachtragsetat die Genehmigung des Reichstages gefunden hat, werden nur solche Ausgaben geleistet werden könne», für die int Etat 1899 die Geldmittel nach Höhe und Zweckbestimmung vorhanden sind.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. QuartalS-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr: die ge- taalten« Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen; die Zeile 26 Pfg.
I» Belgien fühlen fich die Srcicldemokraten stark genug, eine eigene Universität zu errichte». DaS Beispiel der katholische» Universität zu Loeweo, die trotz ihrer ausschließlich katholisch-klerikalen Grund läge staatlichen Eharakter besitzt, hat bei de» „Genösse»“ de» Wunsch gezeitigt, auch ihrerseits eine „Hochschule“ zu besitzen. Wie die Loewener Universität von ihre» Hörern ei» katholisches Taufzeugniß als Aufnahmebedingung fordert, so verlangt auch die zu Brüssel seit etwa 2 Jahre» bestehende ^Arbeiter- Universität“ ei» „UrsprungSzeuguiß“ von ihre» Schüler». So wie »ämlich alle Lehrstühle mit Professore» von anSgesprocheu socialdemokratischer Tendenz besetzt find, wird auch von den Hörern, die zur Zeit über zweihundert betragen solle», da» social-
Gebrüder Bismarck, Graf Rantzau, Schweninger und Chtykander zum Zuge. Der Abschied war kurz, während beim Besuche des Kaisers nach dem Tode des Fürsten beiderseitige Ergriffenheit besonders stark fich ausgeprägt hatte. Während der Kaiser bis der Zug sich in Bewegung setzte auf der Plattform verweilte, stand Fü st BiSmarck mit militärischem Gruß vor ihm. Entsprechend dem Sinne der Feier wurden bei der Abreise des Kaisers keine Hochrufe gehört. — Viel erörtert wird, daß das Datum der heutigen Beisetzung Bismarcks nicht bloß mit demjenigen der Beisetzung Kaiser Wilhelms I., sondern auch mit der vor neun Jahren erfolgten Entlassung des Fürsten zusammenfällt.
— Der Bundesrath nahm in seiner heutige» Sitzung von den Uebersichten über die auf den deutschen Münzstädten im Jahre 1898 erfolgten Ausprägungen von Reichs - Gold- und Silbermünzen rc. Kenntniß. Die Vorlagen betreffend die Einziehung der silberne» Zwanzigpfennigstücke und die Ausprägung von Zehnpfennigstücken wurden den zuständigen Ausschüsse» überwiese». Dem Ausschußantrage über die Berechnung der nach dem Reichshaushaltsetat für 1899 aufzubringenden Matrikularbeiträge wurde die Zustimmung eriheilt.
— Nach einer Entscheidung des Kulturministers können Städte, die zur Lehrerberufung berechtigt sind, nicht daran verhindert werden, sich durch ihre Beamten über die Thäiigkeit einer Lehrperson, welche die Berufung in eine bestimmte Stadt erwünscht, unmittelbar zu unterrichten. Hierfür sind zwei Wege gegeben. Es kann die Lehrperson zu einer Lebt probe in die Stadt ein berufen werden, in welcher die Anstellung angestrebt wird, ober es kann bie unterrichtliche Thäiigkeit des Lehrers in der Schule beobachtet to.rben, bei welcher er zur Zeit angestellt ist. Nach ber Ansicht beS Kultusministers ist bie Einberufung be8 Lehrers zur Lehrprobe für den Unteriichtsbetrieb störender als der Besuch des Schulaufsichtsbeamten ober Schulvecer« nenten der fraglichen Stadt an dem Orte der bisherigen Thäiigkeit des Lehrers. Es soll deßhalb solchen Besuchen kein Hinderniß in btn Weg gestellt weiden. Unbebingte Voraussetzung soll aber sein, baß die Erkundigung Seitens des Schulaufsichtsbeamten oder Schuldccernevten der Stadt erfolgt; andere Personen sind auszuschließen.
ungen durchaus zurückgeblieben ist, und noch ia Bt trieben, die hinsichtlich der Art ihrer Aus ng und Einrichtung dem Schüler einen gänzlich «reichenden Lehr- und Anschauungsstoff darbieten. ist es denn kein Wunder, daß sich in der Bildung Handwerker-Nachwuchses Lücken und Mängel er- , zu bereit Beseitigung selbst der gewerbliche b ldnngs Unterricht nicht aus reicht.
Hier nun sollen die Lehrwerkstätten helfend und ud einsetzen. Ihre Aufgabe ist im wesentlichen dreifache. Zunächst sind dieselben bestimmt, die uksmäßig-techuische Ausbildung der Zöglinge aavollkommen. Es soll insbesondere dadurch, daß Lehrlingen Gelegenheit gegeben wird, sich mit Gebrauche möglichst zahlreicher Werkzeuge und eller Hilfsmittel vertraut zu machen, auf tine e Vielseitigkeit in den Fertigkeiten des Berufs beitet werden. Da aber das Handwerk, wenn $ es sich int Konkurrenz Kampfe mit dem Fabrik- tbe lebenskräftig behaupten will, in fast ollen Zweigen auch kunstgewerbliche Leistungen auf«
Die social- „Universit6
betreffend die Fri rde n S p rSsenzst ärke de« deutschen Heeier und betreffendAenderungen de» Reichs- Militärgesetz e S. Die Abgg. Dr. Lieber (Crntr.) und Genossen beantragen:
„Die in der zweiten Lesung abgelehnten Bestimmungm über di« FriedenSpräsenzstärke und über di« Zahl d«r Fo matiomn nach den Beschlüssen d«r Kommission wieder- herzusttllen und «ine Präsenzstärke von 495500 (statt 602 50t) Mann zu bewilligen; ferner bezü lich der Formationen zu bestimmen, daß in den 482 EkkadronS für di« Kavaü«rie diejenigen Formationen inbegriffen sein sollen, die zur Erhaltung und Weiterbildung der Spezial» truppe der Jäger zu Pferd« (Metd«r«iter) erforderlich find.
Die Kommission hat ferner folgende Resolmiooru vorgeschlagen:
I. Die verbündeten Regierungen zu ersucheu, eine Nachweisung der von der Militärverwaltung für Zweck« der Eivilveiwaltung abgegebenen Wachtmannschafien dem Reichstag zugehen zu lassen. II. Die verbündeten Regierungen um «ine Mittheilung darüber zu ersuchen, 1) in welchem Umfange gegenwärtig Mannschaften de» aktiven Heere» zu Aufgaben, welche die militärisch« Ausbildung beschränken, verwendet werdeu müßten; 2) welch« Ausgaben für di« Beschaffung der etwa erforderlich«» Ersotzmiltrl aufgebracht werden müßten. III. Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, derseld« woll« in den Etat Mittel «intzellen, um solchen Infanterie-Mannschaften, di« freiwillig daS dritte Jahr oder die Hälft« desselben im aktiven Dienst verbleiben, ein« Prämie beziehuugSweist eine höhere Löhnung gewähren zu können.“
Abg. vr. Lieber (Eentr.) beantragt: der ResolutionIII folgend» Fassung zu geben:
„III Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, derselb« wolle in den Etat Mittel einstrllen, um 1) statt der Mannschaften d«S aktiven Heere«, die zur Zeit bei de» B«kl«idungräm<ein gegen Prämien beschäftigt werden, bürgerliche Handwerker gegen Lohn zu beschäftigen; 2) solchen Infanterie Mannschaft«», die freiwillig daS drill« I hr oder die Hälft« desselben im aktiven Dienste verbleiben, «in« Pi ämie beziehungsweise eine höhere Löhnung gewähren zu können;'
ferner folgend« Resolution IV anzunehmen:
„IV. Die Bereitwilligkeit aukzusprechen, wenn fich bei Ausführung de» gegenwärtigen Gesetzes tie nachweislich« Unmöglichkeit «rgeb«n sollte, mit der Frieden? Präsenzstärke von 495 500 Gemeinen, Gefreiten und Obergefrettrn die zweijährige Dienstzeit bet den Fußtruppen aufrecht zu erhalten, alsdann nöthigenfallr auch noch im Laufe der
8 Handwerker-SlanbeS steht ohne Frage eine er- Bttrte unb vertiefte Bildung feiner Mitglieder oben» t Man sagt in der That nicht zn viel, wenn man chailptet, daß die Handwerker-Frage zum guten Theile st Bildungsfrage ist. Es läßt sich leider nicht trfennen, daß bie Bildung zahlreicher Handwerker
deren kapitalistische Vertreter heute bei schmutzigen Negern und Chinesen um Kundschaft für einige arm selige Artikel betteln, während in Deutschland 40 Millionen Menschen ba sind, deren Kauf- und Consnm- krafl um bie Summe ber gesparten Ausfuhr von 40 Milliarbe» Mark gehoben werden könnte, wenn man im Durchschnitt für jede Person das Einkommen um 10 0 Mark pro Jahr erhöhen würde.“ Größerer Unsinn ist kaum jemals geschrieben worben. Nimmt eS sich schon von einem Proletarierblatt, dem „jede Kreatur, bieMenschen- anilitz trägt“, gleich fein muß, seltsam aus, baß es von schmutzigen N gern unb Chinesen spricht, so ist bas Verlangen, für jebe Person in Deutschlanb bas Einkommen um 100 Mark zu erhöhen — um auf 40 Milliarbe» zu komme», mären aber 1000 Mark »Zulage“ nöthig I — gerabezu toll. Abgesehen ba- von, baß eS recht fraglich wäre, ob etwas und wieviel von dem erhöhten Einkommen ber Jnbustrie zufiele ober nicht vielmehr auf „verbesserte Lebenshaltung“ in Gasthäusern aufginge, genügt ein einfaches Rechen exempel, um darzuthu», welche Utopie von dem srciol- bemokratische» Blatte ben Arbeitern vorg führt wird. Dabei rede» bie Socialbemokraten taboa, baß sie sich hüten wollen, ben Arbeitern verlockende Zukunftsbilder vorzngaukeln. Welche» Zweck hat aber bann die ntvpistische Schilderung der „Sächsischen Arbeirer- zeitung“, wen» nicht, de» Leser» weißzumache», bet gutem Wille» der „herrschenden Klassen“ würde — ohne dabei ber Jnbustrie Opfer zuzumuthe» — eine Zulage von 100 Mark pro Person (für bie berühmte fünfköpfige Arbeiterfamilie also 500 Mark) zu bewillige», eine Kleinigkeit fein.
Staatsordnung, wie überhaupt ber gegenwärtigen Gesellschaftsordnung. Man gab ben Hö ein einfach bie Anleitung zu der Art und Weise, wie man Revolutionen macht. Die Hörer dieser soeialdemo- kratischen Hochschule refruthten sich ausschließlich aus den revolutionäre» Elemente» der russische» und rumänischen Studentenschaft, aus Nihilisten, Anarchisten u. s. w. Da in Belgien vollständige Lehrfreiheit besteht, so lag eS nicht in ber Macht ber Regierung, bie revolutionäre Hochschule in ber Rue bes Minimes zu schließen, und barauS schöpften bie Socialdcmo- kraten ben Muth, für ihre Universiiät bas O ffentlichkeitsiecht, d. h. bie völlige Gleichstellung mit ben b.Igifdjen Staaisuniv rsiläten zu forbern. Die socialbemokratische Universität sollte berechtigt sein, Diplome ausznstellen, acabemische Würben und Titel zu verleihen. Diese Forderung schlug die Regierung natürlich ab unb der Senat stimmte dieser Entscheidung zu. Damit dürfte die „Universitö universelle“ von ihrer „Zugkraft“ wohl vieles eingebüßt haben; denn für ocademische Würde» unb Titel ist auch ber zieloewußte „Genosse“ empfänglich. Daß bamit aber ber Hochschule für internationale Revolution, wie Optimisten annehmen, ber Todesstoß versetzt sei, wagen wir nicht zu hoffen.
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Nt tiei »gesteigerten Stnforberungen ber Zeit nicht entspricht, 12 6 zwar gilt bies auch von ber jünger» Generation,
zzirnM ® der doch die Zukunft des gesummten Standes Klasse»
Dung ijt Die Gründe für diese Erscheinung find mehrfacher ein, d« t Biele Lehrlinge genieße» ihre Ausbildung in Zch'jjl«, stieben, in welchen nur bestimmte Special-Artikel einjs» gefertigt werden. Andre wieder werde», obwohl für bi 1 Betrieb fdber mannigfache Maaren erzeugt, doch Pedella s fortbauernb zu einer gewissen Theilarbeit verwandt.
i beiden Fällen muß sich die Ausbildung des Lehr-
Parlamentansches.
Reichstag.
Berlin, 16. März. (66 Sitzung). D«r Erledigung
Deutsches Reich.
Berti», 16. März. Zur Beisetzung des Fürsten und ter Fürstin Bismarck traf Se. Majestät ber Kaiser heute Vormittag 11 ’/2 Uhr in Fr iebr ich Sruh ein. Im Gefolge Sr. Majestät befanben sich Oberhosmarschall Graf zu Eulenburg, ber Commandant bes Hauptquartiers Generalabjutant Generalleutnant v. Plessen, General ä la suite Generalmajor v. Scholl, Flügela jutant Major von Böhm, ber Chef des Militärcabmets Generalabjutant General ber Infanterie v. Hahnke, ber Chef bes Civilcadinets Wtikl. Geh. Rath Dr. v. Lucanus, ber stellvertretende Chef deS Marine- cabinetS Fregatienc pitän v. d. Gröben und ber Leidarzt Oberstabsarzt Dr. Jlberg. Der Kaiser trug, wie beim Besuche zum 80. Geburtstage Bismarcks, Cürasst - Uniform. Am Bahnhofe begrüßte ihn Graf Herbert, der unter grauem Mantel seine Uniform als Generalmajor trug. Schon zehn Minuten später verkündeten vom Schloßhof ans die Klänge des Trauermarsches, daß der Trauerzug sich in Bewegung setzt. Zum Mausoleum führt eine große Serpentine bergaufwärts, längs deren mit brennenden Fackeln die Hamburger Herren Spalier bildeten. Den Anfang des Zuges machten ein MuflkcorpS und eine Compagnie des zweiten hanseatischen Infanterie-Regiments, alle
Burraux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«-
1 Q 1 Qnn bürg, Wien; Rudolf Moss«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln;
S^OHttQI)CttD, lo. lo99. 6. L. Daube & (So., Frankfurt a. M„ Berlin, Hannover, Pari-
Lehrwerkstätten.
Aon dem hannoverschen Provinzial-Landtage ist t kurzem beschlossen worden, für bie Errichtung unb Mallung sogenannter Lehrwerkstätten alljährlich it bestimmte Summe aufznwenben. Anbern Lanb-
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w®’ Männifche Ausbildung, besonders in ber Buch- ür M» sang, vor.
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
»rfintbBalaa: Joh. Lug. Koch, Univrrfitäis-Buchdruckerer in Marburg. Verantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartmann m Marburg.
«V>edition- Mar« 21. - Telephon 55. VVUUlUyPVWH* Redaktion: Markt 21. - Telephon 55.
in grauen Mänteln, in ihrer Mitte bie zerfetzte der Beamtengehälter- und Znlagenfrag« folgte beut« im Regiments fahre. Der Sarg ber Fürstin unb ber Reichstage di- d r i tt« Ber a t h ung de» Gesetzentwurfs, babinter folgenbe des Füisten, beide mit wenigen, aber s-hr reichen Blumenkränzen geschmückt, würben getragen von Mitgliedern des Hamburger Anschar- Beerdigur gsvereins Den Sarg des Fürsten um
gaben in weißer Uniform bie Halberstadter Cürassire. Gleich dahinter schritt zur Seite deS Fürsten Herbert mit sehr ernster Miene ber Kaiser. Es folgten BiSmarckS Schwester Fra» v. Arnim mit Graf Wilhelm, bann Gräfin Rantzau mit ben Kindern. Der Trauerzug machte mit seinen Kränzen unb ber Musik, umflort vom leichten Rauch ber Fackeln, einen äußerst weihe- unb stimmungsvollen Eindruck. JnS Mausoleum hatte» bloß diejenige», die dem Sarge gefolgt waren, Zuttitt, während bie Ehrencompagnie davor, bie Fackelträger an ber anderen Seite Aufstellung nahmen. Kurz vor 12*/« Uhr verkündeten drei Salven das Ende der Trauerfeier. Der Kaiser blieb aber noch einige Minuten im Gespräch mit den Leidtragende», namentlich mit Bismarcks Schwester, im Mausoleum. Den Rückweg in'S Schloß »ahme» ber Kaiser unb bie Leidtragenden nicht auf ber erwähnten Serpentinenstraße, sonbern bmch den daS Mausoleum »en ber bekannten Hirschgruppe trennenben Hohlweg. Dort hatte fich mit ihren weißen Schülermützen eine Gruppe Gymnasiasten ans Ratzeburg aufgestellt. Man sah ben Kaiser in lebhaftem Gespräch mit btm Fürsten Herbert zum Schlosse hinschreite». Die ganze Feier, bie bloß einen sehr kleinen Kreis von Menschen umfaßte, trug trotz ber Anwesenheit beS Kaisers einen durchaus privaten, durchaus keinen öffentlichen Charakter. Nur bie An Wesenheit beS Militärs veranschaulichte, baß eS nicht bloß ein einfacher Privatmann gewesen, ber hier beigesetzt worden. Der Kaiser nahm im BiSmarck'schen Hanse bloß eine Erfrischung ein, während er im
muß, so tritt als zweite Aufgabe der Lehr- «wJ! ^tten die zeichnerische und kunsthandwerkliche ■, Zwi, ^bildung hinzu. Durch küvstlerische Vorlagen unb lei UÄ ®*8cn in ihrer Nachbildung wird seitens ber (826? toertftätten versucht, Formenfinn wie Kunst- tgt»- t^°bmf$ wachzurufen und zu pflegen. Mit ber "ischen Ausbildung allein aber, selbst wenn dieselbe gewerbliche Höhe erreicht, ist eS heutzutage auch
I« aber liegen bereits Anträge vor, bie das gleiche t e! verfolgen. Da dürfte es wohl angebracht fein, ein. L Sedurfniß zu derartigen Einrichtungen wie ihre wie und Aufgaben einmal etwas näher ins Auge
z«ek^ Dem Reichstage liegt bekanntlich eine Petition Bünde (Westfalen) nm Einführung der ® 6 e l ft t a f e bei R o h h ei t S v e r brech en . - i 'Abschreckungsmittel vor. Die „Freis. Ztg.“ be- j dazu kurz unb büabig: „Die Erfahrungen 5 a ^verständiger aber beweise», baß gerabe die Elstra fe verroht ben, ber sie erleiben, wie ben, j J* vollziehe» muß“. WaS mögen das für Sach- J ’W’bige fein? Vermuthlich freifinnige „Philan- bie hinter ber Flasche „Moselblümchen“ . °ct «ölen Menscheunatur träumen. Wir wüßten ny$2 ^wer in biefer Frage sonst als sachv rständig ^'vne der „Freifinnigen Zeitung“ anzusehen 81^£nn iveder im Prügeln noch im Geprügelt-
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