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Ä?rta?s-Abonmments-Ptti?b?°d» ÄS'« Mk ®B?aSai ^$TrtVßltr(T Anzeigen nehnien entgegen: die Erpedinon dieses Blattes, die Annoncen-

Sonntag 12,. Ä 1899. 34. Jahrg.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain Jllustrirtes Sonntagsblatt. s"i"aB* 11

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Unb ehe noch Hansen eine Frage thun, eine Be-

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zog fr an ihre Brust, ihre Lipp n unb

Nation! Kleine

wieder gleich um vierzig Procent schlechter

Gottfried Hansens Frau!

augenblicklich! Unb nun nenne mich einmal einen

Weib,

Wie bai wohl gekommen war, wie bie Beiden

,- **** umw» wtiv. *i>4c ou» woyt gciommei

ueus ex machina, denn ich bringe Dir bie einander wohl gefunden hatten!

23. Capitel.

Sie seine Frau

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e8 nun g-ht!"

Daß sondern leuchtete

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user.

iing, Verwahrung ein, da diese Aenderung be8 Straf- Gtsetzbuches mit der Vereinsfreiheit im Widerspruch stehe. Natürlich kann es sich für ihn nur um die Handhabe zu weiterer parlamentarischer Agitation handeln, da an dem Beschluß des Reichstages nichts mehr zu ändern ist.

Bewerkenswerth ist, daß in der w it links stehenden schwedischen ZeitungAstonbladet" bie jetzigen Maß regeln zwar beklagt werden, die Schuld daran aber bem socialbemokratischen Uebermuthe zugeschrieben wirb. Man vergltiche bamit bie Haltung unserer links liberalen Presse, bre vor der von den social­bemokratischen Wühlern brohenden Gefahr planmäßig bie Augen verschließt unb, wenn einmal bagegen efn= aeschritlen weiben soll, gegen bieReaktion" auf bie Schanzen ruft.

Unb da begab sich etwas Seltsames.

Erni, auf den Fußspitzen räher kommend, trat an das Bett heran, ganz dicht.

Da hob die junge Frau ihr blasses Gesichtchen, ein wenig zögernd, ein wenig furchtsam, um sich diese Fremde, die ihr da so urplötzlich ins Haus geschneit kam, vor der es ihr in aller Stille ein klein wenig bange war, trotzdemEr" sie ihr brachte, näher anzufthen.

Ein einziger Blick in das schöne, etwas befangen lächelnde Gesicht bann breitete die kranke Frau die Arme aus, es ging wie eine Verklärung über ihr Gesicht, unb ihre weiche, zitternde Stimme rief halb lachend, halb schluchzend:

»Erni meine Du meine Erni! Hab ich Dich endlich, endlich wieder! Erkennst Du mich nicht? Hab ich mich so ganz verändert?"

wse.

S I [rod Sürste

*tl chchen der Buchhändler hat also richtig

-r gehalten l ..... °>»

Es blieb Erni vollauf Zeit, darüber ihre eigenen Vermuthurgen an »stell n,ihre Phantasie auf die

Nach den l tzten Erörterungen im Abgeordneten- hause darf es nunmehr als sicher angesehen werden, daß auch in Preußen in naher Zeil weibliche Hülf Skräfle im Gewer beanfsichts- bienft thätig sein weiben. Sozialbemokratische Z reif l werden hieran nichts äi de n. Wenn das Centralorgan der Umsturzprrtei weiter eine Parallele

konnte einen jammern um den Mann. Nun war e8 ein wenig besser mit der Kranken gewesen, ein leiser Hoffnungsschimmer, der seiner elastischen Natur schon

(Nachdruck verboten.)

Schute des Levens.

Roman von Marie Bernhard. (SocisHnuz?

Gottfried Hansen nicht bloß verzagt that, t8 thaisächlich im höchsten Maße war, selbst dem aufgebrachten Arzt ein. E8

Dem unerwarteten Widerfinden war von feiten Nanons eia Weinkrawpf gefolgt, darauf eine starre Mattigkeit und eine schlaflose Nacht. Der behandelnde Arzt zeigte sich äußerst besorgt unb unzufrieben: bei einer so schwerkranken Fran müßten bera te dramatische Scene» vermieden werben wie tönte man ihr in aller Heimlichk.it e ne neue Gesellschafterin aufbauen wollen, wie bem Kinbe den Weihnachtsbaum? Diesmal habe sich bie fürsorgliche Liebe des Herrn Gemahls total vergriffen; es sei sehr leicht, ein ohnehin so reizbares, überzarteS Nervensystem dir in seine Grundfesten durch eine einzige gewaltige Auf­regung zu erschüttern dann möchten aber auch bie bdieffenben Attentäter es wieder Herstellen er, der Arzt, sei leider kein Zauberer unb fühle sich da außer Stande.Anstatt der tranLn Frau hübsch vernünftig Bescheid zu geben: so und so ich habe da unb da eine junge Dame kennen gelernt, die mir passend erscheint sie heißt E lla Lentz und so weiter, und so weiter .... fällt man ihr, baff! gleich mit der Thür in das Haus und thul dann hinterher auch noch verwundert und verzagt, wenn

wirklichen lassen. Und ganz sicher ist es, daß die Erkämpfung der deutschen Einheit und bie Errichtung eines lebenskräftigen Deutschen Reiches unmöglich gewesen wäre, wenn bie Empörer am 18. März gesiegt unb wenn die Kämpfe mit einer völligen Niederlage der Monarchie geendet hätten. D-nn bie Monarchie ist bineing-wachsen in bas B-wußisem bes preußischen Volkes, sie ist verwachsen mit feiner an Kämpfen, Leiden unb Siegen reichen Geschichte. Die Erhaltung bes in ihr verkörperten zielbewussten persönlich n Willens war eine absolut ersorberliche Lebensbebingung bes pr< lißischen Staates, wenn sich l tzierer, umg ben von krieggewohnten Nachbarn unb von fremdem Volksthum, emporringen sollte zu machtvoller Stellung im Rathe der Völker. Darum also kann bie Verherrlichung bes 18. März 1848 und derjenigen, bie an diesem Tage gegen bie Monarchie in ben Kampf zogen, von den Ver tretern b.r monarchischen Staatsgewalt in Preußen nicht gutgeheißen werben. Herr Munckel aber hat selbst gesagt, daß er mit seiner 5Lbe ben 18. März habe verherrlichen wollen. Eine solche mit bem preußischen Staatsgedanken unvereinbare Verherr­lichung ber Revolution ist, wenn sie unter Einhaltung der parlamentarischen Form geschi ht, in ber Volks Vertretung nicht zu verhinbein. Die Berliner Polizei- Verwaltung aber erfüllt nur ihre Pflicht, wenn sie ber monumentalen Verewigung revolutionärer Ereig­nisse hindernd in ben Weg tritt. Sicherlich nicht Alle, bie ber geplanten monumentalen Ausge altung des Portals zum Friedhof der Märzgefallenen zuge­stimmt haben, hegten die Ar ficht einer revolutionären Demonstration. Daß aber ber Plan als in biefern Sinne gebucht von der Bevölkerung aufgefaßt werden mußte dafür hat die zu Gunsten dieses Planes entfaltete demokratische Agitation hinreich nd gesorgt. Bedauerlich ist jedenfalls ihr aus den Reihen des F:e sinns muerdings erfolgte parlamen- ta ische Vorstoß zu Gunsten der Verherrlichung einer renolutionärtn Erhebung. Mit um so größerer Be­friedigung kann die Thatsache festgestellt werden, baß dieser freisinnige Vorstoß auf Seiten aller anderen Parteien deS Landtages energischem Widerspruche oder ab! hnendem Schweigen begegnet unb eb n barum völlig mißglückt ist.

Schutz der Arbeitswilligen im Auslande.

! Als der Gesetz-Entwurf zum Schutze b.r arbeits- Mgen Arbeiter vor btm Terrorismus Streikender ekündigt wurde, da erhoben die freisinnigen und socnldemokratischen Zeitungen ein großes Geschrei, ob etwas Ungeheuerliches geplant werde. D m

beiter sollte das Koalitionsrecht genommen, er solle echtet werden; Deutschland marschiere an der itze ber Reaciion. Solche unb ähnliche Redens­en konnte man jeden Tag I sen, ehe bie Vorlage, en Inhalt ja auch heute noch nicht bekannt ist, Haupt ausgearbeitet war. Da dürfte es von

treffe fein, sistzust-llen, daß in anderen Ländern äs strenge Gesetze zum Schutze der arbeitswilligen beiter besteh n.

In Engl <rnd beispielsweise, bessert freiheitliche, rüerfreundliche Gesetzgebung bie demokratischen ätter uns immer als Muster hinstellen, bestimmt pw das aus bem Anfang ber siebziger Jahre

Umschau.

Tas Organ der preußischen Regierung, dieBerl. Corresp.", schreibt: Die letzte Dienstagssitzung des Abgeordnetenhauses wurde zum wesentlichen Theil von einer gänzlich bepla cirten demo­kratischen Demonstration ausgefüllt, die von dem volksparteilich - freisinnigen Abgeordneten Munckel in Scen: gesetzt wurde. Di ser Parla­mentarier hielt es für angez-igt, bie Angelegenheit des Friedhofs der Märzgefallenen in der Perathunz des Etats des Ministeriums ber öffent­lichen Arbeiten in einer Weise zur Spracke zu bringen, bie der Herr Minister m t Recht als eineVer­herrlichung der Revolution oder ber Empörung von 1848" bezeichn- n konnte. Der Herr Minister be­schränkte sich bes Weiteren darauf, die Ausführungen des Herrn Munck l namens dec Staatsregierung auf ba8 Entschiedenste zmückzuweisen, und verweigerte im UTrigen jedes Eingehen auf bie gar nicht in die Beraihung über sein Spesialressort getörenbe Frage. Der freisinnige Rebner hat feine Worte wohl nament I'ch WM Fenster hinaus gispcochen; es ist aber boch mindestens fraglich, ob die draußen Stehenden, auf bie seine bemonstrativcn Aeußerungen wi ken sollten, den Vorstoß bes Herrn Munckel in einem ihm ge­nehmen Sinne beeilen werden. Ein Streit darüber, ob eine gegebene historische Entwickelung so oder anders ausgefallen wäre, wenn einzelne Zwischen- »lieber in derselben gefehlt hätten, kann als besonders fluchtbar kaum bezeichnet werden. Auch wer die ganze sogenannteBewegung" von 1848 als eine bedeutungsvolle Paase in ber neueren Geschichte

j imaenbe Rechtsschutz Gesetz für die englischen Ge- i tdüereine, daß jeder mit Geldstrafe bis zu 400 U tert ober mit Gefängniß, verstärkt burch Stangs- Arbeit (also ungefähr entsprechend 8 ismn Zuchthaus !), bestraft werden kann, ber unter leiffen Bibingungen den Lohnvertrag bricht ober in

nsolgung ber Ziele ber Gewerkschaft gegen Personen eroabii Mstthat, Bedrohung, Einschüchterung ober Be- Sigung verübt. Auch bas Streik-Postenstehen wirb iraft. Daß so etwas in ben englischen Gesetzen ^edn- hj, pflegt man von unfern humanen Socialpolitikern >cht zu hören, wenn es sich um bie Beurtheiluvg Jfttbe. r Frage des Terrorismus von Arbeitern gegen ihre ' knoffen ober gegen die Arbeitgeber handele.

----- Bor einigen Tagen hat sich auch Schweden kg Orothigt gesehen, d.n arbeitswilligen Arbeitern eir.cn * Märkten gesetzlich n Sckutz zu verschaffen. Es handelt 6 nm einen Zusatz zu dem bestehenden Strasges tz.

; k Neuerung geht dahin, daß bis zu zwei fieren Zuchthaus (Strafarbeit") schon auf

1b Versuch gesetzt wird, jemand zur Theilnahme an vn Streik zu zwingen ober an der Wiederaufnahme . t Arbeit zu hindern. Mit ben bisherigen Bestirn- Oflto, wonach nur ber bestraft würbe, ber einen Arbeiter ® Str ikerr gezwungen ober an ber Wieberaufnahme - t Arbeit gehindert, seine Absicht also ausge- Dhr i hatte, war ber Terrorismus nicht zu ver- getoefen. Der neue, schon ben Versuch be- afenbe Antrag wurde Ende Februar in beiden fern des schwedischen Reichstages angenommen: btr elften Kammer ohne förmliche Abstimmung, "r zweiten mit 108 gegen 93 Stimmen.

Das Ergebniß ber Abstimmung in ber zweiten mtr ist bezeichnen b; hier verfügte die Demokratie

M ieTf7«v1 s. ?aif uc Mann noch Kanon Latour, chre Jugendgefährtin, ihre Kinbheits- »j1,* ,Tt ? ~ l-he, wrr erinnern freunbin, ihr liebster ffamereb . . . Gottfried Hansens

'Mein Liebster! So früh schon zurück? Wie iedec freue! sagte eine leise, klare Stimme.

*®ttii trat unwillkürlich einen Schritt näher heran, .eott Dir bas erklärt werden, Libellchen! Einst- Klli.aber 'ist hab' Dir etwas mitebracht!

Dame gleich mit. Zu «mmenhang ber Dinge Er­klärungen, wann, wo und warum, Alles später, jetzt äunä4ft einmal anschauen. Ich bitte also!" i Reise zu schick-n," wie bie Großmutter das immer Mit lächelnder Freundlichkeit winkte er Erni heran früher genannt hatte denn zunächst erfuhr sie und richtete, seinen linken Arm unter bie Kissen' kein Wort über diese sie so ganz beschäftigende schiebend, bie Kranke noch höher auf, bamit sie besser Thatsache seh n könne.

8 toi6, gern! Wir haben uns eben grab noch [Mel schön gemacht und bie Fenster ansgethan, s draußen so wundermilde Luft ist!"

«r nickte Beifall und trat rasch ein, Erni folgte zögernd. Die Tapetenthür war hinter dem Stopf: 6t§ Bettes; Erni sah zunächst nur hochgelhürmte ."fetzte Kiffeu von schneeig r Weiße unb drüber 7« freitet schönes, offenes Blondhaar. Heber dies \;.c ^udhaar neigte sich ihr neugewonnener Freund, 7« mit beiden Händen vorsichtig das kleine Gesicht J1 m Kissen unb küßte es sanft auf Stirn unb StH.

1^68 Blonbhaar auf bem Kiffen bewegte sich ein

la« ^lue Mehrheit; indes in diesem Preußens und! Deutschlands gelten läßt, braucht

oalle hat sich auch einem Theile ber Demokraten darum noch nicht zuzugeben, daß bie deutsche Einheit bie Nothwenbigkert energischer Maßregeln zum Schutze ohne biefe Bewegung überhaupt nicht sich hätte ver- ber Arbeitswilligen aufgedrängt.ZfGegen ben Beschluß -----

legte bann sofort ber einzige Socialdemokrat bes Hauses, ber in Stockholm gewählte Rebacteur Brun-

n-ry r* . . . . . WMV eine tfTugC lyUV, ttllt Vt-

lle. iultri. c ! ^"inte er freundlich.Nicht roegung machen konnte, lag Erni auf ben Kuieeu meÜ k Schwester Ephremahat mir Berichts vor bem Bett, faßte ungestüm die durchsichtigen

(! r*tfne!' ®tln?er war, ich also nicht,Händchen, zog ft: an ihre Brus bk? mnn Lämmchen allzu sehr aufzuregen, sagte unter stürzenden Thlänen: «Jen nur setzt schon bie große Neuigkeit hören, j Nanon Latour!" lun bie französischen Bücher ba auf Deinem 23. Capitel.

-fer.

zwischen ber Anstellung dieser westlichen Hülfskräfte und einer von ihm gewünschten Heranziehung von Arbeitern zur Bergwerksausstcht zu ziehen sucht, so M vergißt es ganz, daß ber Staat alle Veranlassung H hat, ber Sozialdemokratie nicht noch weitere Stätten zum Unterschlupf zu gewähren, als sie schon in den Krankenkassen, Gewerbegerichten u. s. w. vorhanden sind, und baß er beßhstb völlig berechtigt war, die ihm angefonnene Versorgung sozialdemokratischer Agi­tatoren in ber Bergwerksaufsicht von sich zu weisen. Das wirb auch künftig auf allen in Betracht kommenden Gebieten der Fall fein. Im Ucbiigen darf boch baran erinnert werben, daß bie Reichs­verwaltung schon vor Jahren Erkunbigungen über bie Erfahrungen, welche im Auslanbe mit ben weib­lichen Gewerbeaufsichtsbeamten gemacht worden waren, eingezogen hatte. Die Berichte aus Eni lanb lauteten burchaus günstig, biqenigen aus Amerika inbeffen anbers, jedoch wurde der letztere Umstand darauf zurückgeführt, daß wegen des Wechs ls der P äsident- schaft die weiblichen Angestellten sich nicht in ihr Amt genügend einarbeiten könnten. Tie Reichsverwaltung hat natürlich, ba bie Gewerbeaufsicht in bie Competenz der Einzelstaaten fällt, davon Abstand genommen, auf diesem Gebiete vorzugehen, j doch darf wohl an­genommen w rden, daß die damaligen Erkundigungen mit zur positiven Lösung der Frage in verschiedenen Eiczelstaaten beigetragen haben.

In dem gestern Nachmittag erschienenenReichs- Anzeiger" wird eine Anzahl amtlicher Berichte über die Vorgänge auf der Insel Samoa ver­öffentlicht. Ein Bericht des Kaiserlichen General­konsuls Rose schildert in eingehender Weise die Un­ruhen in Apia, sowie sie zur Zeit bereits bekannt geworden sind. Mit allem Nachdruck erklärt Herr Rose, daß die vom Oberrichter Chambers ausgestellte Behauptung, er sei zu Pferde an der Spitze einer Truppe vo i mehreren Hundert Mataafaleuten ge­wesen, bem wirklichen Sachverhalte nickt entspricht. Wir entnehmen dem Bericht bes Generalkonsuls Rose noch folgende Stelle aus ber in Apia erscheinenden englischen Z itung :Dr. Raffel verwandte sich dafür, von der Mataafopartei für bie Best-gten menschliche Bedingungen zu erwirken. Bei dieser Geleg nheit und sonst waren Dr. Ruffels «gute Dienste höchst werthvoll, unb er oerbient das höchste Lob für feine humanen und versöhnlichen Bemühungen cis Ver­mittler." Wie ber Generalconsul hinzusüat, lauten ähn­lich auch bie Dankesäußerungen beS englischen Konsuls und des englischen Kapitäns. Da die vvrläufige Regierung Mataafas allseitig anerkannt war, hätte sich also alles in voller Ruhe vollziehen können ohne bie Einmischung bes Oberrichtirs Chambers, bie in einem zweiten Bericht des bentschen GeneralconsulS geschildert wirb, ber bie Vorgänge vom 4. bis 9.

wie ein Gnadengeschenk dünkte schon hob seine ewig schaffende Künstleiphantaste bie Schwingen, ein Arbeitseiftr, eine Freubigkeit ohne gleichen schwellte seine Brust er konnte es nicht erwarten, an die Staffelei zu kommen, um Alles, was ihn bedrängte unb beglückte, auf feine übervolle Seele einstürmte, in Farben auszusprechen . . .

Unb nun kam von neuem das kaum verscheuchte Gelpenst der grauen Sorge geschlichen, wand ihm den Pinsel a»8 der Hand unb duckte sich auf seiner Schwelle nieber, um all' bie fröhlichen Geister ber Hoffnung, ber Arbeit, bes Genusses, die schon so lange sehnsüchtig hineinverlangt hatten in des Künstlers H irn, unbarmherzig toi bet fort« zumeist».

Gottfrieb Hansen saß im verdunkelten Zimmer neben bem Bett seiner schwer leidenden Frau unb machte sich enblofe Vorwürfe, die sich durchaus nicht m l:Hätte ich wissen können l" und:Ich hatte es ja so gut gemeint 1" wollten beschwichtigen lasse». Er war wieder in seinen alten Fehler verfallen I er, ber kerngesunde Mann, hatte es nicht verstanden, sich in bk Situation einer schwerkranken Fran zu ver­sitze». Er hatte nicht wissen können, daß seine wohl­gemeinte Ueberraschung dies ergreifende Wiederfinden im Gefolge hab n würbe S. . gleichviel. Für eine fo leidende Fra», die mehrmals dicht am Rand des Graces gencesin, taugte überhaupt keine Ueberraschung, u..d dies hätte er wissen müsse», er, der so oft be­hauptete, daS meiste Urglück im Leben stamme daher, daß nie ober selten ein Mensch sich bie Mühe nehme, sich in bie Lage des andern hinein zu versetzen. Und das verlangte er von Fremden, was er ber eigenen geliebten Frau gegenüber nicht fertig brachte. An sich selbst und feine Freude hatte « gedacht, nicht