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— Durch Cabinetko.dre vom 7. d. Mts. ist 1) her Admiral ». Knorr in Genehmigung seine» Abschiedsgesuche» »on der Stellung al» kommaudireuder Admiral entbunden und mit der gesetzliche» Pension zur Disposition gest llt; derselbe ist ferner ä la suite de» Seeoffizierkorps in den Liste» der Marine zu führen; 2) der Kapitän zur See Geißler, Jnspecteur der MarinearMerie, zum Contte-Admiral befördert; 3) dem Kapitän zur See d. Schuck- manu, Kommandant in Helgoland, der Tharacter al» Contte-Admiral verlieht».

— Am Donnerstag, dem 9. d. M., al» am Sterbetage Kaiser Wilhelm» de» Großen, läuten, wie alljährlich, um 8 Uhr Morgen? (Sterbe­stunde) die drei großen Glocke» der Kaiser Wilhelm- Gedächtniß-Kirche. Am Abmd findet um 6 Uhr eine musikalische Gedenkfeier in d:r Kirche statt, an welcher Ihre Majestätm der Kaiser und die Kaiserin theil- nehmen werden.

— Der französische Botschafter am Berliner Hofe, Marqui» de Nsailles hat dem Minister deS Aeußern D e l c a s s e die Mittheiluog qemacht, daß Se. Majestät der D e u t s ch e K a i s e r dm CH f deS Marinekabinet? beauftragt habe, ihn (den Boi- schaster) zu bitten der französischen Regierung die Antheilnahme Seiner Majestät an der Katastrophe in Toulon auszudrücken.

— Die Beisetzung der sterblichen Ueberreste deS Fürste» Bismarck ist »eueren Nachrichten aus Friedrichsruh zufolge endgilttg auf den 1. April, de» Geburtstag des verstorbenen Fürsten, festgesetzt worden. DaS Mausoleum ist jetzt im Rohbau voll­ständig fertig und von den Gerüste» befreit.

Berneastel, 7. März. Bei der heutigen Ersatz­wahl zum Abgeordnetenhaus- im Wahlbezirk 2. Trier wurde Jäger- Trier (Centrum) mit 207 von 222 abgegebenen Stimmen gewählt.

^a7iamentarisches.

«etchttag.

Berlin, 7. März (60. Sitzung.) Der Reichstag berieth heute in erster Linie bin Gesetzentwurf über Theil- schuldverschreibuuge», der vom Staatssekretär des Reichs- justizamts Dr. Nieberding begründet und von allen Rednern aus dem Hause mit Ausnahme de« Abgeordneten » Strombeck ((Str.), der aber nur In seinem Namen sprach, sympathisch besprochen wurde.

Demnächst trat der Reichstag in die erste Lesung der Hypothekenbankenordnung tin. Der Staats­sekretär Dr. Nieberding begründet den Entwurf in sachlicher Weise. Namens der deutschkoaservativen Partei stimmte der Abg. Rettich den Gruudzügen der Vorlage im wesent­lichen zu. Für die Nation«lltderaleu sprach «bg. Büsing mit bewährter Sachkenutniß, für da» Centrum Abg. Spahn, von den Freisinnigen Abg Munckel. Eine Reihe von Bedenken wurde von dem Abg Gamp geltend gemacht; der Redner gab aber gleichzeitig der Hoffnung Ausdruck, daß man in der KommissionSberathung (das Gesetz wird ebenso, wie da« heute zuvor berathene an die VI. Kommission verwiesen werden) zu einer allseitigen Ver­ständigung kommen dürft«. Abg. Dr. Diedrich Hahn be­rührt« sich in w«s«ntlichen 'Punkten mit d-m Vorredn«r. Daß der nachfolgend« Sprecher, der sozialdemokratisch« Abg. Cal» er, den Abg. Hahn, bet aus Anlaß einer militärischen Dienstleistung in Uniform erschienen war, als Leutnant titulirte, würbe vom Präsidenten zwar als harm­los, gleichwohl ab«r als unpaffend bezeichnet.

Nachdem als letzter Redner Abg. Schrader gesprochen halt«, wurde die Diskussion geschlossen und mit Rücksicht darauf, daß die Budgetkommission morgen ihre Arberten erheblich fördern möchte, di« nächste Sitzung auf Donners­tag mit der Tagesordnung lex Heinze anberaumt.

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Berlin, 7. März. (36. Sitzung.) In der h«ute fortgrsetztengBerhandlung der Abgeordnetenhaus«» üb«r den Etat der Ministeriums für Hand«! und Gewerbr kam btt »«rathung b«8 Titels .UnterstaatSfikretär" Abg. Dr. Ar«nbt auf die Diskontpolitik d«r Reichsbank zurück, worauf ihn der Minister für Handel und Ge­werbe daran erinnerte, daß die Sach« Angelegenbkit d«s Reiches s«i, daß dieser bereits eine Evquet« über di« Währung veranstaltet habe, daß «S aber zweifelhaft sei, ob daffelbe geneigt sein werde, eine so uferlose Enquete, wi« die über di« Ursachen der Höh« deS Diskontsatzes und btt Abhilfemittel zu veranlassen. Die Aufrechterhaltung bei Privatbank in Frankfurt am Main entspreche bringenden Wünschen bet dortigen Handelskammer, wenigstens so lange die süddeutschen Zettelbanken bestehen, von denen andernfalls eine bedenkliche Konkurrenz für das Frank- futter Geldgeschäft drohe.

Die Alkoholfrage bei den Negern Südafrikas.

Von Ph. H.

(Fortsetzung.)

Inwiefern nun ist dieser christliche Negerkönig Khama der lebende Beweis eines sichtbaren großen Erfolges der evangelische» Missionsarbeit? Ein einziger Zug schon dient al» genügender Beweis: Khama bekämpft in einer solch energischen Weise die Branntveinpest, daß er alle» christliche» Regenten Europas zum nachahmuugswerthen und mustergülttgen Vorbild dienen kann. Gleich bet seiner Thronbe- steignng vor nunmehr 25 Jahren sprach er eS aus, er wolle sein Möglichstes thun, um nicht über eilt Volk von Trunkenbolden herrschen zu müssen. Zu diesem Zwecke erließ er ein Gesetz, wvrin er die Ein- führung geistiger Getränke in sein Land streng ver­bot, und das er mit unerschütterlicher Festigkeit auf­recht erhielt, ttotz des Zornes, den es bei den Brannt­weinbrenner» der Capkolonie erregte. Unter dem Vorwande persönlichen Verbrauchs oder der Noth- wendigkeit der Spirttuosen als Heilmittel, umgingen gewisie Kaufleute das Gesetz des Königs und trieben allerlei Mißbrauch. Khama warnte sie, sei er im Stillen, sei e» öffentlich, als er aber einsah, daß dies Alles nichts half, entbot er alle Europäer zu sich und erinnerte sie in einer edel gehaltenen, festen Rede daran, daß es sein ernster Wille sei, sich dem Verkauf deS Branntwein» in seinem Lande zu widersetzen, strafte ihre Gelage unerbittlich und verurtheilte die hartnäckigsten Trinker, die Stadt binnen 24 Stunden

Bei dem Kapit«! „Praktisches UaterrichtSwesen" er- tlärte so bann btt Minister auf Anttgung btt Ab- gtotbntttn Ktawinktl und F t l i s ch, baß bi« St­eurung auf Grund tiner Sa&inetSorbre von 1834 berechtigt fei, btt Errichtung von gewerblichen und anbeten Schulin an die staatlich« Genehmigung zu knüpfen nab nicht ge­eignet« Schulrn zu des itigen. Eine spezialisirt« gesetzlich« Regelung sei allerbtug» erwünscht; bi« Voraussetzung einer solchen bilbe aber eine ausreichende Entwicklung ber staat­lichen Baugewerkschulen. Dies Ziel fei noch nicht erreicht. Die Einführung beS Befähigungsnachweise« für bas Bau­gewerbe halt« er grundsätzlich für richtig, aber nicht für absolut dringlich Seiner Zusage entsprechend, habe er neue Ermittelungen über bas Bebürfniß oe-anlaßt unb sich mit ber ReichSregierung in Verbindung gesetzt, welche aber zunächst die Gutachten ber zu errichtenden Havbwerker- kammern abwarten wolle lieber bie bessere Einrichtung ber Baugewerkschulen haben Konferenzen aller Direktoren berartiger Schulen fiattgefnnbro, ans welchen ein voll­ständiges Reformprograwm erwachsen ist.

Bei dem Titel „Fortbildungsschulen" entspann sich eine überaus lange Debatte über bie Fortbilbungtschulen im Allgemeinen unb bereu Fö berung durch den Staat wobei vielfach auf die 1897 zu dem Antrag« von Schenkeuboiff gefaßte Resolution zurückgegriffen wurde.

In bet Debatte an ber sich bie Abgg E nst, Gamp, v. Siebenten-, Glattfelter, Kopscb, Langerbans u. A be= theiligten, erklärte der Mtni .er, daß die Regie.nng j ne Resolution soweit sie nicht Bedenken bageg n erhoben, al8 Richtschnur für Art unb Maß staatlicher Förderung ber Fortbildungsschulen ansehe Die Förde-un« ber Haus­haltungsschulen sei nicht Sache be8 Ministers für Handel unb Gewerbe, er fördere di« Sache aber durch Errichtung von HanshaltungSschulen bei den gewerblichen Mädchen­schulen.

Fortsitzung ber Vethanblung heute Ab nb.

Ausland.

Belgier».

Brüssel, 7. März. Die Agonie der Königin dauert fort. Die Patientin sprang gestern anS dem Bett und versuchte sich zum Fenster hinauszustürzen, woran sie jedoch rechtzeitig gehindert wurde. Die Aerzte würden ihre Rettung nur als ein Wunder betrachten. Der König weilt fort­während an ihrem Bett. — In Anbetracht der ge­fahrdrohenden Krankheit der belgischen Königin unter­brach deren Tochter Kronprinzessin Stefanie von Oesterreich ihre Reise nach Aegypten und reiste nach Brüffel. Die zweite Tochter, die Prinzessin Luise von K o b u r g , darf die Heilanstalt, wo sie sich be­findet, gegenwärtig nicht verlassen; jedoch ist bereits bestimmt, daß die Prinzessin in absehbarer Zeit nach Brüssel unter Obhut ihres Vaters, des Königs Leopold gebracht wird.

Englanv.

London, 7. März. Der „Times"' wird unter dem 6. d. M. auS Shanghai telegraphirt: Der deutsche, der großbritannische und der amerikanische Konsul lehnten es ab, mit dem Taotai von Shanghai über die Ausdehnung der Fremdenniederlassung w iter zu verhandel», da derselbe seit einiger Zeil« eine aus weichende und direkt widerstrebende Taktik beobachtete. Es würden nunmehr Schritte gethan werden, um den Vize-König zu bewegen, daß er alsbald einen Spezialkommissar zur Regelung der Angelegenheit ernenne; ferner sollen die Gesandten der drei Mächte veranlaßt werden, beim Tsung-li-Aamen darauf zu dringen, daß es in der Angelegenheit definitive In­struktionen ertheile.

Aus Marburg und Umgegend.

Marburg, 8. März. Auf Einladung des hiesigen Kolonial-Vereins hatte sich gestern Abend im Physiologischen Institut ein zahlreiches Publikum eingefunden, um sich einmal so genau, wie es hier nur möglich ist, über unsere neueste und schon so viel besprochene chinesische Kolonie zu informiren. Während Herr Archivar Dr. Theuner einen er läuternden Text^über die Erwerbung und die jetzigen Verhältnisse von Kiautschou gab, wurden hierzu etwa 40 Nebelbilder nach photographischen Original-Auf­nahmen vorgeführt. Man sah hier Landschaften, Städte, Sttaßen, Bauten und sehr interessante Typen aus dem Lebe» und den Berhältniflen unserer neue» chinesischen Landsleute. Nachdem noch mitgetheilt worden, daß die nächste Sitzung der Kolonial-

zu verlasse», andere zu starke» Bußen. „Ja, ich bin schwarz", sagte der König, der nicht ohne Grund den Ungehorsam gegen seine Gebote der Verachtung zu- schtieb, welche die Weißen für seine Nationalttät und seine Farbe hatten; „ja, ich bin schwarz; das hindert aber nicht, daß ich hier im Augenblick König bin; Wenn die Weißen im Lande herrschen werden, bann könnt ihr machen, was ihr wollt! Heute bin ich Herrscher und werde die Gesetze handhaben, die ihr verletzt. Ihr verachtet und verhöhnt mich, weil ich ein Schwarzer bin, und das in meiner eigenen Stadt! Wenn dem also ist, was habt ihr in dem Lande zu thun, das Gott u»8 gegeben? Kehret heim, nehmt mit Alles, waS ihr besitzet, bis zu den eisernen Dächern eurer Häuser; lasset zurück das Holz deS Lande» und den Mörtel, mit dem ihr eure Ziegeln machet. Nehmt euer Eigenthum und gehet foif! Schämen solltet ihr euch! Ich suche mein Volk nach jenem GotteSwort zu letten, daß wir von euch empfangen, und ihr gebet ihm daS unverantwortliche Beispiel, dieses Wort zu verachten. Eure Lehrer (Missionare) selbst haben mich daS Gotteswort ge­lehrt : „Saufet euch nicht voll Weines, daraus ein unordentliches Wesen folgt". Ihr wiffet, daß mehrere meiner Brützer den Branntwein zu lieben angefangen haben, daß eS mein Wunsch ist, sie sollen keinen Tropfen mehr davon sehen und dieser verderblichen Gewohnheit entsagen, und nicht allein bietet ihr ihnen davon an, ihr waget es sogar, mich selbst damit zu versuchen! Heute will ich damit ein Ende machen I Wohlan, nehmt eure Herde» und verlaßt meine Stadt ans Nimmerwiedersehen I"

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X Caldern, 8. März. Als gestern

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umfiel und arg beschädigt wurde.

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Delegirtentag des Kreis-Krieger-^"

Verbandes Marburg.

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Dem Verband stad seit dem letzten Delegirte« Stiegetbereine neu beigetreten unb zwar:

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hiesigen Station entstand gestern Nachmittag zwis von Marburg ankommenden Musterungsburschen < Schlägerei, wobei es blutige Köpfe setzte.

Die Verhandlung leitete an Stelle des Landtagsabgeordneter in Berlin weilenden sitzenden des Verbandes Herrn Landrath v. Rege der Kamerad Blencke. Er begrüßte bie erschien Sameraben, dankte ihnen für ihr, für Manche

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Kreis - K leger - Verbandes 1899 statt.

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Ter Verein zu Niederweimar besteht schon mehreren Jahren, die übrigen 3 sind auf Am

*t* Niederweimar, 7. März. Auf

Mitglieder unb 1229 Betttag zahlende Mitglieder.

Die Anwesenden waren über dies günstige gebniß sichtbar erfreut.

Den Kaffenbericht erstattete Kamerad Döring, demselben ergtebt sich, daß die Einnahme 621

Marburg, 5. März. Im Saale des Hm K

Als man ihm bemerkte, daß das Landesbier in wifler Beziehung eine Nahrung fei, sagte er: , man läßt auch dies glauben, eS find aber nur DaS Bier schadet unter uns ebensoviel wie Branntwein bei de» Weiße». Alle liebel, Wandel, die in unserem Lande Vorkommen, e meistens ans dem Genuß des Bieres. Wir täa »ns hierin nicht". Unb damit hatte Khama aus Recht; alle Kenner unb Augenzeugen afrikanischer Sitten bezeugen ihm baffelbe. Als lanb im Jahre 1885 begann, seine Schutzherr! über ba8 Lanb auszubehnen, bie eS durch tn«X

König, „baS Gott in Antwort auf unser Bitten ge­währt, ein Getränk, daS nur Unheil unter uns stifte» kann'. Der Kampf war hart, aber er würbe schließlich mit Erfolg gekrönt. So würbe bie Be­völkerung ztr einer Gesellschaft der Enthaltsamkeit erzogen, »nb Jebermann befanb sich wohl babei. „ES gab eine Zett', sagte Khama zu einem Missionar, „wo ich mich beständig mit dem Tode bedroht sah; allein ich ließ meine Gegner verstehen, daß sie mich »ntbtingen könnten, aber nie zum Nachgeben bewegen".

Das ttefste Schweigen folgte diesen Worten. Die Weißen waren bestürzt und schamerfüllt. Eine solche Festigkeit hatte» sie nicht erwartet und blieben stumm. Um de» König zu besänftigen, sagte darauf Einer: er wohne seit seiner Kindheit in diesem Lande; im Namen dieser alten Freundschaft werde doch der König Mitleid haben. „Freundschaft"! rief der König; „wagst Du eS, Dich meinen Freund zu nennen? Du bist der Anführer derer, die meinem Gebote trotzen. Wenn Du schon so lange in meinem Lande bist, so weißt Du bester, als irgend Jemand, wie sehr ich daS Getränk haste." Lange noch sprach,ber König in gleichem Sinne, unb von biefem Tage an wurde die Stadt von dem Branntweinhandel befreit. Seitdem duldet er nicht, daß auch nur eine Flasche Branntwein in sein Land eingeführt werde. Allein Khama blieb nicht dabei stehen. Er verbot auch den Verkauf des einheimischen Bieres. Den jungen Leuten wurde ausdrücklich verboten, davon zu trinken.

wonnenen Eindrücke», da» Institut.

* Dat Kontert de» Herrn Sandor Schreyer war gestern im Museum sehr spärlich, von etwa 60 bis 70 Personen, besucht. Woran die» lag, wiffen wir nicht, vermuthlich an dem zu theuren Sntree. Solch' eigenartig nationale Spielweise, in der eS Herr Schreyer als ungarischer Geigenkünstler allerdings zu bewunderns weither und auch viel applaudirter Virtuosität gebracht hat, genügt gegen­über den mannigfachen Darbietungen sonstiger Con- certe, in denen noch Sänger, Pianisten zc. neben dem Concertgeber auftteten, augenscheinlich nicht. Herr Schreyer hat in feiner nationalen Weise gestern sehr gut, am Besten von den Programm - Nummern jedoch wohl den „Carneval von Venedig" gespiell.

* Kontert. Die bekannte Künstlerin Frau Rosa Sucher wird demnächst in einer Reihe von Städten concerttten. Die Leitung der geschäftlichen Angelegenheiten führt der bekannte Jwpresaria Eigar Kramer-Bangert. Wie wir hören, findet auch hier ein Concert der vielbewunderten Sängerin statt und hat das Arrangement desselben die Firma Chr. Lorch Musikalienhändler, bereits übernommen, wo schon j tzl Vormerkungen zu Eintrittskarten statifinden.

+ Strafkammer. (Schluß.) Der wegen Körperverletzung angeklagte Dietrich von Hermann­stein bekundete ferner, daß er in f- irrer Noth hinaus­gelaufen sei und dort eine Sense ergriffen h>be, um sich gegen bie ans ihn einbrlngenben Burschen zur Wehre fitzen zu könne». Ob er Jemanb verletzt, wisse er nicht, er sei i» Nothwehr gewesen. Später hätte er sich in ber Wirthsstube nur seinen Hut ge­holt. Im Laufe ber Zeugenvernehmung entrollte sich jedoch e'n anderes Bild. Burschen aus dem benach­barten Altenstein waren mit denjenigen von Hermann- stei» in Streit geraihcn und muß es ziemlich laut hergegangen fein, denn der Angeklagte hatte sich in hervorragender Weise betheiligt unb gewissermaßen ben Anführer gemacht, als man mit einer Wagen­deichsel eine WirthShauSthüre eiustoßen wollte, um ins HauS zu gelangen. Der Spruch bk» Gericht» lautete beßhalb auch auf Verwerfung ber Berufung. Die Untersuchungshaft wurde in Anrechnung ge­bracht, doch würbe bei Verurtheilte in Haft behalten. — Auch bei bem folgenden Falle handelte eS sich um eine Anklage wegen Körperve-l tzung gegen bett 1862 geborenen Land wirth Georg H inrich Wieder- holb' unb besten Schwager, ben 1876 geborenen Schneidergesellen JohS. Reybt, beide von Wincherode. Sie befanden sich fiith.r in Untersuchungshaft, weil sie in der Sylvesternacht auf dem Wege von Neu­kirchen nach Wincherode mitten im Walde ben Förster I. b.leibigt unb mit dem V-rdrechen bes Tobtschlagcs debroht, sowie ihn schließlich mißhandelt hatten. Der Förster hatte sich an bcm fraglichen Tage in Neukirchen sein Geld geholt und mit seinen Kollegen zusammen einige GlaS Bier getrunken. Abends traf er mit ben beiden Angeklagten unb einem anderen Manne Namens Pfalzgraf zusammen unb so,, traten sie gemeinsam ben Heimweg an. Im Laufe der Unterhaltung machte nun Reybt bem Fölster allerlei Vorwürfe barüber, baß der Vorgänger desselben nicht so streng gegen die Leute gewesen sei und wurde schließlich immer zudringlicher gegen den Beamten, so daß diesem, der nicht die geringste Waffe bei sich hatte, plötzlich klar wurde, daß er seine Schläge haben sollte. Der Schneider entwickelte nämlich nach und nach Ansichten, die dem Förster Schrecken einflößten und erwähnte schließlich auch die Kaiserin von Oesterreich, die ermordet worden wäre. Nun wollte der Förster nicht mehr weiter, sondern entwich hinter Büsche und Bäume. Reydt eilte ihm nach und zwang ihn mitzugehen. Schließlich schlug er ihn in einer Schonung nieder, wobei auch Wieder­hold sich an der Mißhandlung beteiligte. Pfalzgraf, der etwa» vorangegangen war, eilte nun zurück, konnte aber den besinnungslos daliegenden Förster nicht finden. Als Letzterer wieder zu sich kam, ging er nach Hause, versah sich mit Waffen und wollte die beiden Genannten verhaften, weßhalb er bei

ihren

-8s

37

Ha e ( reu' tttofre

91 dz

kämpfen. Ich fürchte den Trank der Weißen als die Speere der Matebelen, die ben Leib ti Branntwein aber zerstört Seele und Leib für i seine Wunde» heile» nie".

(Fortsetzung foltf

1. Ebsdorf mit 35 Mitglieder»

2. Mellnau „20 „

3. Niederweimar „30 „

4. Wollmar „30 „

mittag um 2 Uhr ber Zug hier abfuhr, Z e r £ bas Pferd eines bie Straße entlang kommend, Hen Marburger Metzgerwagens, welcher in Folge dch Bet81

, tober

Der Zuwachs bes letzten Jahres beträgt einge

✓ Kernbach, 7. März. Durch starkes treten ber Masern unter bett Schul hiesiger Schule ist btefelbe bis Ostern geschlossZxhrlick ine

162 Mitglieder. ».Land

Unter der Gesammtzahl befinden sich 14 EP

In einer großen Versammlung der Landesbewohner wurde beschlossen, die Herstellung desselben zu »et» Ihr bereitet aus dem Getränk", sagte der

Abtheilung Marburg am 25. April stattfände, vet-i Wiederhold die Hausthüre einbrach, aber zz z li ßen die Anwesende», hochbefriedigt von den ge- wieder »ach Hause ging. sra;.k..«..xk -

großen Umständen verbundenes Erscheinen unb fotdo auf zu einem Hoch auf Se. Majestät ben Kaiser a ^jgh König, unseren Kriegsherrn und Patron, welches 1 großer Begeisterung ausgenommen würbe. n

Zunächst »erlas bann Kamerad Voß bas Piotoc Bm Über bie Verhandlungen des Delegirtenlages in Sßd ^en

Verträge bis Mai 1891 endgültig regelte, - - Khama unter Zustimmung seines Volkes auch ' zur Bedingung, daß die Einfuhr von Branntwein , fein Land verboten sei. An den englische» Bei - rnächtigte» schrieb er bei dieser Gelegenheit f»W Worte: „Es wäre besser für mich, mein Lam

des Kreisverbandes ne» gegründet worden. ,

Der Verband besteht nunmehr an» 32 Seren*

mit 1313 Mitgliedern gegen 1151 Mitglieder i

am 17. Juli v. I. Einwendungen dagegen toi nicht erhobm. Meide

Darauf erstattete der Genannte Bericht über s । h Stand des Verbandes im Allgemeinen.

wieder nach Hause ging. Wiederhold stellte i seinerseits auch Strafantrag gegen den Förster, L

welche» jedoch kein Verfahren eingeleitet wurde, er gewissermaßen die Betreffende» wegen VergL gegen, da» Forstgesetz hätte verhaften dürfen.^ Asien beide» Angeklagte» bestritten ganz entschiede»' Ktrks ihnen zur Last gelegten Strafthaten unb gaben, C bei Föistet fii total bettunke» gewesen unb nicht mehr allein stehen könne». Nach Vernehm, f mehrerer Zeuge» beantragte ber Staatsanwalt ^«ftii Reydt 2 Jahre unb 4 Monate unb gegen Wicdech der vi 1 Jahr unb 8 Monate Sefängniß. Der §$rgf des Gericht» lautete gegen Reydt auf 9 Monate, «:iaft gegen Wiederhold auf 4'/z Monate Sefängniß. j "

AüvLlv. ff vv v wukv iFvjjv* i -

verlieren, als daß es mit Branntwein überp wüi'or. Ich fürchte den Matebelen - HäB änfan Lobengulu weniger, als ich den Branntwein D «ng8 Ich habe mit Lobengulu gefochten unb habe tuen, zurückgeworfen, unb er ist nicht wiebergekoB Sott, der mir half, würbe mit wieder helfen t ihn. Lobengulu hat mtt nicht ben Schlaf ' tJ$t einzigen Nacht geraubt; aber gegen Bransv <—_ kämpfe», heißt nicht gegen Menschen, sondern TäS^UNg ab;

gegen gestern um 4 mm gefallen. Windrichtung; Sonnen-Aufgang 6 31 Mond-Aufgang 6,8

Sonn«n-Unt«rgang e.60 Mond-Umergang l,zz

/ Marbach, 7. März. Das Matthäi','

Gut hierselbst wurde, wir man bestimmt hött, einen Herrn aus Holzhausen (Kr. Kirchhain) vnk

* Witterung. Diese Nacht waren 3,75 @rthi Mnl Wärme. Heute Mittag hatte die Lust eine Temp«^ Jr von 6,25 Grad ('. Wärme. Barometerstand 743™