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Expedition: Markt 21. — Telephon 55.
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Die Sffaire Picquart wurde in Paris gestern vor dem Cassationshof verhandelt. Der Staatsanwalt Man au führt ironisch aus, der Cassationshof habe die Gewohnheit, nur nach reiflichem Studium juristische Fragen zu lösen und der ehren- weithe Bertheidiger Picquart'S, Anwalt Mirnerel, habe die schlechten Gewohnheiten des CaffationshofS nachgeahmt. Nachdem Manau auch den Präsidenten Loew sowie den Berichterstatter Athalin gegen die Angriffe der Preffe vertheidigt hat, plaidirt er im Anschluß an den gestrigen Bericht Athalin's ebenfalls für die Connexität des civilen und des militärischen Verfahrens gegen Picquart und in Folge dessen für die Verweisung vor die einheitliche Justiz. Die militärische Gerichtsbarkeit, sagt Manau, in eine Aus
zeit von mindestens 10 Stunden und innerhalb der Arbeitszeit eine angemessene Mittagspause gewährt werden müssen. Wird die Mittagsmahlzeit außerhalb des Gebäudes der Verkaufsstelle eingenommen, so soll die Festsetzung der Dauer der Pause durch die Gemeindebehörde erfolgen, sie muß indessen stets mindestens eine Stunde betragen. Dem Gedanken des obligatorischen Ladenschlusses trägt der Entwurf Insoweit Rechnung, als er auf den Antrag von mindestens zwei Dritteln der betheiligten Geschäftsinhaber die höhere Verwaltungsbehörde ermächtigt, nach Anhörung der Gemeindebehörde für alle oder einzelne Geschäftszweige anzuordnen, daß die offenen Verkaufsstellen während einer näher zu bestimmenden Zeit zwischen 8 Uhr Abends und 6 Uhr Morgens geschlossen sei» müffen. Wird der Ladenschluß um 9 Uhr oder später angeordnet, so kann derselbe bis 7 Uhr Mo'gens erstreckt werden. Die etwa erforderlichen Ausnahme» werde» Bei der Anordnung zu berücksichtigen sei». Zur Vermeidung einer unbilligen Konkurrenz soll auch der Gewerbebetrieb im Umherzichen entsprechend beschränkt werden. In dem neuen Handelsgesetzbuch ist für die Geschäftsinhaber die Verpflichtung begründet worden, die Geschäftsräume und die für den Geschäftsbetrieb bestimmten Geräth- schäften so einzurichten und zu unterhalte», daß der Handlungsgehülfe gegen eine Gefährdung seiner Gesundheit, soweit es die Natur des Betriebes gestattet, geschützt ist. Die Befolgung dieser Grundsätze, welche gegenwärtig dem Belieben deS Verpflichteten überlassen ist, soll durch Aufnahme besonderer gewerbepolizeilicher Vorschriften in die Gewerbeordnung gesichert werden. Im Jntereffe einer b.sseren Lehrlingsausbildung wird in Aussicht genomm.n, dem Lehrherrn ausdrücklich die Verpflichtung aufzuerlegen, den Lehrling zum Besuch der Fortbildungs- und Fachschule anzuhalten und den Schulbesuch zu überwachen.'
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Gewerbeordnung genehmigungspflichtigen Anlagen sollen dahin ergänzt werden, daß unter Wahrung der Einheitlichkeit dieses Verfahrens dem Unternehmer auf feine Gefahr und unbeschadet des Rekursverfahrens die unverzügliche Ausführung der baulichen Anlagen gestattet werden kann. Zur Beseitigung der über die Mißstände im Gewerbe der Gesindevermiether und Stellenvermittler laut gewordenen Klagen sollen diese Gewerbetreibenden fortan der Concessionspflicht unterworfen und die LandeScmtralbehörden ermächtigt werden, über den Umfang der Befugnisse und Verpflichtungen, sowie über den Geschäftsbetrieb dieser Personen Vorschriften zu erlassen. Solche Vorschriften sollen fortan anch bezüglich der Auktionatoren erlasien werden könne». Außerdem sollen die Gefindevermittler verpflichtet werden, das Verzeichniß ihrer Taxen der Ortspolizeibehörde einzureichen und anzuschlagen. Die Bücherrevisoren werden den im § 36 der Gewerbeordnung bezeichneten Gewerbktreibenden gleichgestellt. Ferner bringt der Entwurf Bestimmungen über die Einführung von Lohnbücher» und Arbeitszetteln, sowie über die Mitgabe von Arbeit nach Hause an Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter. Mit einigen, zum Theil nicht unwesentlichen Abändernngen wiederholen dieselben die Vorschläge int Artikel I des in der Session 1895,97 unerledigt gebliebenen Entwurfs. Die vorgeschlagenen Abänderungen beseitigen eine Reihe von Bedenken, welche sowohl innerhalb wie außerhalb des Reichstages gegen die damalige Fassung vorgebracht worden sind. In erster Linie auf die Konfektionsindustrie berechnet, ermögliche» die neuen Vorschläge gleichzeitig eine Anwendung auf andere Gewerbszweige, für welche etwa ähnliche Mißstände festgestellt werden. Die Einführung von Lohnbüchern ober Arbeitszetteln sowie das Verbot der Mitgabe von Arbeit nach Hause soll auf diejenigen Gewerbe beschenkt werden, in denen die Unklarheit der Arbeisbedingungen ober die Länge bet Arbeitszeit zu Mißstänben geführt hat. Der Vorschlag bes früheren Entwurfs, wonach bie Mitgabe von Arbeit nach Hause in denjenigen Fällen sollte untersagt werden können, in denen Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter mindestens sechs Stunden in der Fabrik beschäftigt waren, ist nicht wieder ausgenommen, die Fassung vielmehr so gewählt worden, daß dabei dem Arbeitgeber die Möglichkeit bleibt, die Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter die gesetzlich zulässige Arbeitszeit hindurch in der Fabrik und zu Hause zu beschäftige». Endlich enthält der Euiwurf eine Reihe von Bestimmungen über die Beschäftigung von Gehülfen, Lehrlingen und Arbeitern in den offenen Verkaufs- fielen. Hiernach soll diesen Personen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhe-
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worden, um mich bei mildesten Ausdrucks zu bedienen!" PrätoriuS sprach tröstend, aber doch mit einer gewissen gezwungenen Steifheit. «Unsere einzige Sorge mnß sei», diese so überaus peinvolle und — ich kann Ihnen dar Wort nicht ersparen — kompromittierende Affäre bestmöglichst zu cachiere», kein Wort davon in die Oeffentlichkeit dringen zu lassen. Ehe es nicht feststeht, daß uns die» durchaus gelungen ist, muß ich meinen Herzenswünsche», die, wie Sie wiffen, baldigster Verwirklichung entgegenreisten, Schweigen gebiete» . . . es darf nicht der leiseste Makel, nicht der Schatten einer Verdachter auf Diejenige fallen, denen ich meine» Name», meine Stellung, meine ganze Carriöre anvertraue» möchte!*
Aufs neue verhüllte die Geheimeäthi» ihr Antlitz. «Meine Kinder, meine unglücklichen, atmen Kinder!" stöhnte sie.
Gottfried Hanse» sah mit einem Gemisch von Geringschätzung und Mitleid auf die zerschmetterte Mutter.
„Darf ich Sie fragen, gnädigste Frau, ob Sie der so schwer augeschuldigten jungen Dame kein Wort der Vertheidigung gönnen, ihr vielleicht gestalten wollen, uns einigermaßen die Verhältnisse, die sie in eine so gefährliche Lage, zu einer so krasse» Verurthettung brachten, klar zu legen, damit —*
Die zufammengesunkeoe Gestalt der Geheime- räthin richtete sich auf, sie schnellte förmlich empor. „Nicht eine Silbe, nicht ein Wort —* sie streckte beide Hände wett von sich, als mfiffe sie sich auch körperUch gegen eine so unerhörte Zumuthung wehren — «soll mtt das Zeugniß meiner verehrten Freundes etwa nicht genügen? Soll es mich »er» verlange», aoS dem Munde dieser Rreatnr, die sich so raffinirt listig in mein Hans eingeschlichen hat, ein dreist gesponnenes Lügengewerbe zu vernehmen, das —'
ausstellung von der Hand eines Malers, der wegen seiner gewagten Bilder «ehr berüchtigt als berühmt ist, als Psyche verewigt worden — eine Psyche, bie nichts an Jugenb unb Schönheit, desto mehr indeffcn an Bekleidung zu wünschen —"
„Nein!" fstl Erni leidenschaftlich ein — «nein — das ist nicht wahr! Er hat mein Gesicht haben wollen, meinen Kopf — ich hab' es Ihnen erzählt, Sie müssen sich erinnern —" ihr ganzer Körper zitterte, die zornige» Thräne» schossen ihr auS den Augen.
«Gewiß, ich erinnere mich!" Sie hatte zu Hansen gesprochen, er antwortete ihr mit gedämpfter Stimme «Armes Kind, ich kann mir denken . . . es wird zuweilen dieser schändliche Mißbrauch mit der Kunst getrieben —*
«So scheint es!" sagte der RegierungSrath mit eigener Betonung. «Das Gemälde hat lange Zett die Ausstellung geziert und ein nicht unberechtigte» Aufsehen erregt; mein Freund hatte es selbst gesehen und erkannte daS Original augenblicklich. Er ist viel gereist und hat »ach einiger Zett die Psyche aus Brüffel in Paris wiedergesehen, wo sie die Braut eines holländischen alten Ronör gewesen ist, der sich eine» bösen RufeS erfreute und in der guten Gesellschaft trotz seines Geldes überhaupt keinen Zuttitt mehr hatte."
«ES ist genug — genug!" stöhnte, die Geheime- räihin, die bie Hände vor da» Gesicht geschlagen hatte. „Ich bitte Sie, hören Sie auf! Gott ist mein Zeuge, ich bin ohne die leiseste Ahnung gewesen . . . . wa», nm Gott, wo» müssen Sie von mir denken?" Sie ließ die Hände herabfinken unb starrte bann ben RegierungSrath au» verstörten Augen an.
«Sie find das beklagenswerthe Opfer einer trotz ihrer Jugend ungewöhnlich geschickten Intrigantin ge>
Umschau.
Die in der Thronrede bei der Eröffnung des Reichstags in Aussicht gestellte Novelle zur Gewerbeordnung hat die Zustimmung der BundeSraths gefunden und wird »unmehr unverzüglich dem Reichstage zugehen. Von einzelnen minder wichtigen Bestimmungen abgesehen, enthält der Entwurf, wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, im Wesentliche» Folgendes: Die Vorschriften über das Verfahre» bei der Errichtung der nach § 16 der
Das Jubiläum der Berliner Missions-Gesellschaft.
s Die älteste der Berliner Mission» - Gesellschaften am 28 Februar ihr 75jähriges Jubiläum ge- krt. Wie wenig Verständniß die Arbeit der Mission )ten erste» 50 Jahren gefunden Hai, da» wisse» i kelteren sich noch aus den Angriffen gegen bie Be in Presse und Parlament zn entsinnen. ES pen in der Regel die für die Mission ausge- psbten Summen mit bet Zahl der Bekehrten ver. ^en unb barauS auf bie Fruchtlosigkeit bet Arbeit Müsse gezogen. Heute, wo ba» Reich angefangen 8 auch eine koloniale Macht zu toerben, weiß jeder Mete, waS bie Mission nicht nur für daS Reich W>. sondern auch für die christliche Kultur unb ) nationale Macht im AuSlanbe bedeutet. Berliner pfunare haben mit großer Treue und wahrhaft Mern Fleiße oft jahrelang gearbeitet, ohne Erfolg tsthw, lediglich um den Grund für spätere Erfolge i legen. In den ersten 25 Jahren wurden über- apt 600 Christen gesammelt, jetzt werde» durch- Amtlich jährlich 3000 Heide» getauft. AuS 33 Wons-Stationen sind in den letzten 20 Jahren F geworden. Das älteste Misstonsgebiet in Süd- oka ist in folgende sechs wohlorganistite Superin- identurkreise eingekeilt: Kap - Kolonie, Bittisch- iffnland, Oranje-Freistaat, Süd- und Nord-Transvaal ib Natal.
Son dem Norden Transvaal» aus haben die »liner Missionare den Limpopo überschritten und wr kühnen Vorstoß in daS Maschonaland unter» »men. 1892 und 1894 wurden dort bei den Otlingen Gut» und Tfibi Stationen angelegt, die
Wi; er strebte unausgesetzt darnach, in diese
Zutritt zu erlange», jedes Mittel dünkte ihm ^bazu. Servil unb unterwürfig nach oben hin, Während und unzugänglich gegen Untergebene, Notierte n in allem ben echten Typus be» ^chtslosen Streber», bet empor will um jeben hätte noch einiges z» sagen," ertoiberte er, ? bie Worte kamen langsam und hämisch übet ^ Lippen, gleich vergifteten Pfeilen, «znm Beispiel ‘ Tatsache zu erwähnen, daß ich diese — diese 'lange — Dame —" wieder die ominöse Pause . *-nr Wort — «in bet zweideutigsten Gesellschaft Hl in Monte Carlo gesehen habe, umgeben von ft ^chkn Spieler», und zwar Spieler» »iebtigstet Sorte JtoeifeUjaften, vielmehr — Sie verzeihe», werthe ^b« — unzweifelhaften weiblichen Wesen bet
Machdruck verboten.)
SchuLe des Lebens.
Roman von Marie Bernhard.
sForisatzmrs?
-Ich wünschte, eine Porttätstudie von dem Vize» Fräulein zu machen, wie sie mir die Ihnen ^icht dem Namen nach bekannten Damen unserer M» Aristokratie, bie Fürstin F., die Reichs- 8t., bie Comtesse W. gern unb freudig zu Rttt gestatteten. Aber dies nebenbei. Ich bitte £ mich vollständig aus dem Spiel zn lassen Sache zu kommen. Was hätten Sie noch
1 sagen?"
weißlichen Lippen des RegierungSrath» feint Nasenflügel blähten sich. Mit ben
9>tn der höheren Aristokratie, die ihm vielleicht Namen nach bekannt sein dürften", hatte ?sku, bet die Worte hn allerleichtesten Ton hi». JMen, feine, des Raths, verwundbarste Stelle
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dringend um Missionare gebeten hatten. Noch laufens "s diesem nördlichsten Vorposten keine Frucht zu -i, bie Bevölkerung ist bis j tzt unempfänglich, ...... Klima ungefunb, so ist es bisher eine opftt- OaselW thränenreiche Saat auf Hoffnung.
Wett erfreulicher entwickelt sich die Arbeit in lisch-Ostaftika, wo im schönen Kondelande am
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©«Wl *Wee seit 1891 von der Berliner Mission ein» wurde. Der erfahrene Misfions-Superindentent
sie wollten lieber, wenn kein Geld vorhanden wäre, auf ihr Gehalt verzichten. Es arbeiten gegen- »artig in Deutsch Ostafrika 13 Missionare, 5 Handwerker unb 8 MissionSfrauen.
Nicht nur in Afrika sondern auch in dem fernen Ostafien ist die Berliner Mission am Werke. Seit 1882 arbeitet sie im Süden Chinas, in bet Provinz Kanton, wo sich besonders in der weiter nördlich landeinwärts gelegenen Station Syu-yin eine erfreuliche Bewegung zum Christenthum hin entwickelt hat. Seit dem vorigen Jahre ist in dem älter» chinesischen Arbeitsgebiete noch ein neuer in Kiautschou hinzugefügt worden. Der schon länger in Süd-China tätige Missionar Kunze ist »ach der deutsch-chinesischen Küstenstadt übergestedelt unb hat Predigt unb Schul- thätigkeit bereits erfolgreich begonnen. Zu ihm find die Misstonatr Bolkskamp nnb Lutschewitz in letzter Zeit hinzugekommen.
Die Zahl der Heidenchtiste», die auf den ver fdbiebenen Missions - Gebieten burch Berlin I gesammelt find, beträgt 36 000; allein im letzten Jahre wurden 3051 getauft. An Gaben liefen im letzten Iahte ein: 417 507 Mark. 308 Hilfsveteine unter- stützen als kräftige Mithelfer bas Werk, bavon befinden sich 5 in Afrika, nämlich in Amalienstein, Anhalt-Schmidt, Bethel, Chtistianenbutg, Ladysmith. 658 Nähvrttine bringen jährlich etwa 33 000 Mk. aus Das bisherige Missionshaus genügte dem mächtig wachsenden Betriebe schon längst nicht mehr; gegenwärtig ist man dabei, einen großen Erweiterungsbau aufzufühten, wozu bie feierliche Grundsteinlegung am 29. August v. I. stattfand. Der Neubau soll Raum schaffe», daß 48 Zöglinge ausgenommen werden können; bie Baukosten werden als besondere Liebes gäbe von der Missions - Gemeinde erwartet unb erbeten.
Die Feiet bes 75jährigen Jubiläums fanb unter großer Betheilignng statt. Die theologische Fakultät bet Universität Berlin ernannte ben Mi'sionS-Suver- intenbenten Meten Sky unb Senats Präsibenten Rathmann zu Ehren-Doctoren der Theologie. Der gegen- toärtige Leiter bet Mission, Missionsbirector Jensechen, erhielt ben Ktonenorben 3. Classe.
hie», haben bie Ditection bringenb gebeten, ja jjeine bet vier Stationen wieder einzuziehen, ja,
Halbwelt. Die ganze Gesellschaft trug so offenbar ben Stempel des Abenteuerlichen, daß ein Anschluß an anständige Leute absolut ausgeschloffen wat, au» naheliegende» Gründen wahrscheinlich auch gar nicht angesttebt wurde. Selbst unter so gemischten Elemente», wie man sie in Monte Carlo antrifft, fanden sich wenige Personen, die sich diese» — diesen Leuten anschlossen; Sie erlassen es mit wohl, anzudeuten, wer diese wenige waten unb welche Zwecke sie verfolgte»."
Ein verächtliche» Lächeln träufelte vorübetgehenb EtniS Oberlippe, bei dem Gedanken, wie es nur eine» AugenwinkeS von ihr bedurft hätte, um ben sittlich entlüfteten Herren da vor ihr ohne Weiteres in diese» Kreis zu bannen unb an ihre» Trium pfwagen zu fessel».
«Es ist unsere» junge» Damen leidet nicht immer vergönnt, sich ihre Umgebung auSzusucheu," nahm Gottftied Hanse» mtt finster gefurchter Ctir» ba» Wort; ,e» können zwingende Verhältnisse existieren, bie sie in einen Ärei» hiueinstoßen, bet vielleicht allen ihren Anlage» und Neigungen auf da» schärfste widerstrettet —"
«Ich hätte ferner zu sagen, —' PrätoriuS' scharfe Stimme schnttt wie ein Resser die Einwände de» Maler» entzwei — „daß mir auf mein Beftageu einer meiner dortige» Bekannten, ein unbedingt glaubwürdiger unb zuverlässiger Ehrenmann, Nähere» über diese hier anwesende junge Person —"
«Dame!" fiel Hansen dem Redner so heta»»- ferbernb in ba» Wort, baß e» fast wie ein Schlag wirkte. —
»Dame als», wenn Sie die» für augezeigt erachte» —" eine konische tiefe Verbeugung gegen de» Künstlet — «Nähere» berichtete. Danach ist biefclbe vor einige« Iahten in Brüssel auf einer öffentlichen Kunst
öchenlliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
g^ckaadVerlag: Joh. Ang. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei in Marburg. Jlluftrirtes Sonntagsblatt. Berantwortlich für die Redaktion: Redakteur M. Hartman« ht Marburg
Ers^nt täglich außer an Werktagen »ach Sonn- und Feiertagen. Tßllt*Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition diese» Blatte», die Annoncen-
QuartalS-AbomleMentS-Prei» bei der Expedition 2 Mk., bei allen gWUiVUrU Bureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M Cassel Maad» o i
Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- ~ K bura, 2Bien: Shbolf W, §ranfart« SOtaita Äin SöhT 34. JühM.
dEen. Zelle odtt dmn Raum 10 Pfg., Reklamen: dL Zeil. 25 Pfg. S0NNtÜg, 5. MüIZ 1899. L. L. DauL« & Co, FrÄtt a M/Bnti^ÄnEr ^
ae»sky leitete bie erste Mission dahin; heute sind i bereits 10 Stationen, die in rascher Folge vom udelande auS, durch daS Kingaland hindurch, hinein 2J h Uhehe angelegt wurde». Die vi r jüngsten —- kionen, die im Sommer und Herbst 1898 kurz
4 einander in dem 5000 Fuß hohen Hochlande . • Uhehe angelegt wurden, heißen: Kilabugi, lUJ HE, Uhafiwa und Mnhanga. Die Missionare, blli l die Weisung hatten, zwei neue Stationen zu