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3h Wirklichkeit freilich nimmt sich das Bild ganz

Mauders aus. Zunächst ist schon die Zahl von 21 Mark an Militär-Kosten pro Kopf zu hoch gegriffen.

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der Herr ist, Mephistopheles hat die Macht mehr

das ist der Weisheit letzter Schluß: Nur der der-

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Bei diesem Unternehmen steht ihm

DieN. A. Zig.' schreibt: Die Nachricht, daß die verbündeten Regierungen einem Kompromiß zu­stimmen, wonach in Abänderung des Art. 5 des Bankgesetz -Entwurfs die Privat-Noten- banken nur bei Aufforderung droheudcn G o l d - abflusses an den Dircontsatz der Reichsbank, und stets nur an deren sogenannten o f f i c i e l l e n Satz, gebunden sein sollen, ist nicht begründet. Aehnliche Vorschläge find zwar von einzelnen Noten-

Aus den schon erwähnten Erörterungen in der vorwöchigen Berliner Versammlung der Steuer- und WirthschaftSreformer möchten wir noch auf die sehr wichtige und von reichem zuverlässigen Material erfüllte Rede deS Herrn Grafen v. Mir­bach zur Reichsbankfrage aufmerksam machen. Herr Graf von Mirbach vertrat den Standpunkt zu welchem sich durch einstimmige Annahme der vor- geschlagenen Resolution auch die Versammlung be­kannte, daß die Reichsbank im Interesse der Steuerzahler verstaatlicht werden müsse. Der Redner ging dabei hauptsächlich von finanziellen Gründen aus und führte in sorgfältiger Berechnung an, daß die Reichsbank- Antheilseigner in den sieben Jahren von 1891 bis 1897 an Dividenden fast 59 Millionen erhalten haben und nach Ablauf des Bankprivilegs (1900) :«nd 85 Millionen Mark an der Reich8- bauk verdient haben werden. Diesen Gewinn möchte mit Recht Herr Graf von Mirbach der R e i ch s k a s s e zuwenden und er rief den Frei sinnigen zu, fie sollten doch nun einmal hier ihre Sparsamkeit bethätigen. Auf der "einen Seite stehe aber überwiegend das Großkapital und auf der anderen Seite die Steuerzahler auch die kleinsten; da wird es wohl nicht fraglich sein, auf welche Seite sich der Freisinn schlagen wird. Der ausgezeichneten Rede des Herrn Grafen von Mirbach ist die weiteste Verbreitung zu wünschen.

Berlin empfing heute Civilcabinets,

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Deutsches Reich.

21. Febr. Se. Majestät der Kaiser um 10 Uhr Vormittags den Chef des Wirklichen Geheimen Rath Dr. von

für militärische Zwecke. Deutschland ist nämlich in der günstigen Lage, rund 40 Prozent seiner Staats- Ausgaben durch Neito-Einnahmen aus Staats Betrieben und der Betheiligung an Privat-Betrieben, aus dem Staate gehörigen Kapitalien und aus kleineren Ver- waltungs-Einnabmen zu decken; nur etwa 60 Proz. müssen durch öffentliche Abgaben aufgebracht werden Nur diese 60 Proz. also stellen die wirkliche Be­lastung des deutschen Volkes dar, und so ergiebt sich ein Kosten-Aufwand von nur 10,59 Mark pro Kopf für sogenannte unproductive Zwecke. Damit wären wir glücklich bei der Hälfte desjenigen Betrages an- gelangt, mit welchem die linksstehende Presse vor der Militär-Vorlage gruselig zu machen sucht.

Endlich ist auch die Behauptung, daß die in- directen Steuern ausschließlich oder auch nur vor­wiegend von dem Prol tariat getragen würden, eine durchaus willkürliche. Vielmehr wächst unstreitig mit der Wohlhabenheit auch der Antheil an dem Ver­brauche der Gegenstände des Konsums. Kurzum die Darstellung, nach welcher die starke Belastung der minder wohlhabenden Klassen der Bevölkerung den neue» Militärfoiderungen hindernd im Wege steht, findet in den Thatsachen nach keiner Seite hin eine Stütze.

Nimmt aber an einem ehrlich strebenden Menschen die Liebe von oben Theil", so ist der Teufel der Betrogene. Das etwa ist der Grundgedanke, der sich durch den Goethe'schen Faust hindurchzieht und im zweiten Theil immer deutlicher hcrvortritt. Noch am Abend seines Lebens ist Faust ebensowenig wie ein

haben beschlossen, gegen diese Verfügung die Klage beim Bezirksausschuß zu erheben, und werden nicht verfehlen, der Ver­sammlung von dem Ausgange des Rechtsstreits seiner Zeit Mittheilung zu macken. Berlin, den 18. Febr. 1899. Ob der Magistrat in Berlin sich zum Ent'chlusse zu klagen durch Rücksichten auf die Mehr­heit der Berliner Stadtverordneten-Vkrsammlung und die dort stark vertretene socialdemokratische und radikale Richtung bestimmen ließ, mag dahingestellt sein. Wäre zu dieser Annahme Anlaß, so würde damit das Verhältniß zwischen Staatsaufsicht und Kommunalverwaltung jedenfalls nicht gebessert.

In der französischen Deputirtevkammer brachte gestern der Ministerpräsident Dupuy für das Be- gräbniß des Präsidenten Faure auf Staatskosten eine Kreditvorlage von 160000 Frcs. ein, von denc« 80 000 Frcs. für die Trauerfeier im Ausland dienen sollen. Die Dringlichkeit und sofortige Berathung werden von der Kammer notirt. D e j e a n t e (Soz.) verlangt, daß beim Begräbniß die Geistlichkeit völlig ausgeschlossen werde und vertheidigt seinen Unter­antrag unter lebhaftem Einspruch der Rechten und des Zentrums, welche sogar drohen, daß sie den Saal verlassen werden. Der Präsident D e s ch a n e l unter­bricht den Redner mehere Male und ersucht ihn, auf die trauernde Familie Rücksicht zu nehmen. Der Unterantrag Deieante wurde schließlich mit 444 gegen 68 Stimmen abgelehnt und die Kreditvorlage mit 463 gegen 42 angenommen. Peytral ver­langt die Bewilligung deS provisorischen Zwölftels für den Monat März. Der Gesetzentwurf wird angenommen. Die Kammer beschließt sodann einstimmig, sich am Donnerstag ins ElysLe zu begeben, um bei der Ueber- führung der Leiche Favres auf den Leichenwagen zu­gegen zu sein, obgleich der officielle Zug sich erst in der Notredamekirche bildet. Im Hinblick auf den von dem Präsidenten Casimir-Perier bei dem Leichen- bcgängniß Carnots geschaffenen Präcedenzfall soll L o u b e t beabsichtigen, an der Leichenfeier für den Präsident n Faure Theil zu nchmen. Das ärztliche Protokoll über das Ableben Favres stellt fest, daß der Tod in Folge Gehirnhämorrhagie, verbunden mit Lähmung des Gesichts und der linken Gliedmaßen, eintrat. D.r Minister deS Innern ist entschlossen, in Paris jede Manifestation zu unterdrücken, welche geeignet ist, die Ruhe zu stören; er erließ dies­bezügliche bestimmteste Anordnungen.

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ue im vorigen Jahre von der Regierung veröffent- We Uebersicht über die Ausgaben für Flotte und

Lucanus zum Vortrage und te von 11 Uhr an die Vorträge des Staatssekretärs des Reichs-Marine-

aufgangs-Scene. Wundervoll veranschaulicht Göthe diese Beruhigung, die doch wirklich nur aus der eigenen gesunden Kraft von Faust's Seele hervor- gehen kann, durch den berückenden Zauber eines Elfenchors, der ihn erst sanft einwiegt, dann mit tiefster Ruhe beglückt, ihm das Vorgefühl neuer Ge­sundheit schenkt und ihn endlich mit neuen Wünschen uud frischem edlen Muth erwachen läßt.

Es ist Abend, eine Orchester-Einleitung in weichen milden Klangfarben breitet eine friedendolle, feierliche Stimmung aus. Ariel mahnt die Elfen an ihre schöne Pflicht in einem wundervollen, ruhigen Tenor- Solo. Das Tempo steigert sich, leicht schwebend kommen die Elfen herzu, erst in Gruppen von je dreien, die sich bald vereinigen; zwei scheiden wieder aus und eine Gruppe von vier einzelnen tritt dem Thor gegenüber, welcher mit den Worten:Nacht st schon hereingesunken' auftritt. Während dieses Elfenchores vollzieht sich der Uebergaug vorn Abend um Morgen. Er füllt dievier Pausen nächtiger Weile" in seinen herrlichen.vier Strophen aus, die Göthe in der Handschrift überschrieben hat: Serr- nadf, Notturno, Matutino, IJeveille. So leise, so unmerklich sich dieser schöne Üebergang bei dem Dichter vollzieht, wie hier eine Empfindung sanft die andere anslöst, so ist es auch bei Schumann. Wie wundervoll ist der Eintritt des lebhaften Tempos bei

banken und süddeutschen Handelskammern gemacht fie genügen aber nicht dem Bedürfniß, eine einheit­liche Discontpolitik zu sichern.

Ein uncontrollirbares Geiücht meldet dasReuter- sche Bureau" aus Peking vom Sonntag. Danach soll bei Talienwan zwischen Ruffen und Chinesen ein Zusammenstoß stattgefunden haben, wobei 100 Chinesen getödtet worden wären. Man glaube, daß der Zusammenstoß auf die Steuerftage zurückzuführen sei. Einzelheiten fehlen.

Umschau.

In bei Angelegenheit des Friedhofs der März­gefallenen hat der Polizeipräsident v. Wind­heim dem Magistrat in Berlin nachstehende Entscheidung zukommen lassen:Berlin, den 15. Februar 1899. Auf das durch den Stadtbau- rath Hoffmann am 24. Mai v. Js. eingercichte Gesuch um Ertheilung der Bauerlaubniß für den Entwurf zum Eingang zum Friedhöfe der März­gefallenen" erwidere ich der städtischen Baudeputation, daß die beantragte Bauerlaubniß versagt werden muß. Wie aus den diesem Anträge vorhergegangenen Verhandlungen der städtischen Körperschaften und aus der Art, in welcher die Ausführung geplant ist, hervorgeht, bezweckt das Bauwerk eine Ehrung der dort begrabenenMärzgefallenen', mithin eine politische Demonstration zur Ver­herrlichung der Revolution, die ans allgemeinen ordnungspolizeilich n Gründen nicht ge­stattet werden kann." Der Magistrat hat daraufhin der Stadtoerordneten-Versammlung die folgende Vor­lage zugehen lassen : Im Anschluß an unsere Vorlage vom 25. Januar v. Js. geben wir der Stadtv.-r- ordneten-Versammlung davon Kenntniß, daß durch Verfügung des Herrn Polizeipräsidenten von Berlin vom 15. d. M. die nachgcsuchte Bauerlaubniß für den Entwurf zum Eingang des Friedhofes der März­gefallenen im Friedrichshain versagt worden ist. Wir

Aber die Qual des Vorwurfs, der ungeheuere Schmerz, dem eine schwächere Natur wohl erliegen würde, muß in der im Grunde doch edlen und kräftigen Natur des Faust endlich ausklingen. Er wird geläutert. Gretchens Liebe und das Furchtbare, das er erlrbte, haben ihn von der Lust gemeiner Sinnlichkeit befreit. Fortan wendet er sich dem Edlen, Hohen zu. Aber noch hat er die Ruhe nicht wieder gefunden.

seine Beruhigung und sein Erwachen zu neuem Thaiendrang ist der Inhalt, der Ariel- oder Sonnen-

Asznleih . -----------------

liniMi- Nob. Schumanns Scenen aus

Goethe's Faust.

8» ersten Aufführung in Marburg am L 3. Fcbruar 1 899.

II.

den Worten:Thäler grünen" vorbereitet, wie J werden wir hier Schritt^ für Schritt weiter geführt zu frischeren, lebhafteren Empfindungen! Die Sonne geht auf. Ungeheueres Getöse verkündet ihr Nahen. So ist es auch schon bei Homer und in der Mythologie der alten Germanen. Vor ihr verschwindet der nächtliche Elsen-Spuk, die zarten Wesen ertragen sie nicht. Sieschlüpfen zu den Blumenkronen, tiefer, tiefer still zu wohnen, in die Felsen unter's Laub", und Faust erwacht neu gestärkt. Die Composttion des nun folgenden Monologs gehört zu den schönsten Stellen der Faust-Musik. Der Glanzpunkt ist der Aufgang der Sonne in seiner ' grandiosen Erhabenheit. Geblendet und ergriffen . toenbet Faust sich ab.

Es folgt die Mitternacht-Scene; sie hat mit der vorhergehenden keinen bireden Zusammenhang. ES liegt zwischen ihr unb ber vorhergehenden Scene fast der ganze zweite Theil des Goethe'schen Faust-Gedichts. Faust ist ein alter Mann geworben, bem Tobe nahe. Sein Leben liegt hinter ihm. Er ist ein reicher mächtiger Mann geworben. Aber, was er wollte, was er erstrebte, er hat es nicht erreicht.Noch hab ich mich in« Freie nicht gekämpft!' ruft er schmerzbewegt aus. Er ist eben ein Mensch, und als solcher mii dem Bösen verkettet. Denn jeher Mensch hat seinen Mephistopheles, es kommt nur darauf an, wer bet Herr ist, er ober Mephistopheles. Im zweiten Theil bes Goethe'schen Gedichts sehen wir, wie Faust, ber nach hohen Zielen ringt, stets

Die Militärlasten in Deutschland.

Nachbem bie erste Lesung ber Militär-Vorlage im Reichstage einen übetraschenb glatten Verlauf genommen, setzt man gegenwärtig in ber linksstebenben Sreffc nun dennoch alle Hebel in Bewegung, um die Unzulässigkeit der Neuforderungen darzuthun. Das Hauptgewicht aber legt die gegnerische Kritik hierbei darauf, daß- sie behauptet, das deutsche Volk sei bereits an ber Grenze seiner finanziellen Leistungs­fähigkeit für Militär-Forde-ungen angelangt. Allerlei natioualökonomische Afterweisheit, die sich durch den ausgiebigen Gebrauch statistischen Materials ein möglichst gelehrtes Ansehen zu geben weiß, wird zu diesem Zwecke benutzt, so von socialdemokratischer Seite besonders die kürzlich erschieneneWirthschafts- unb handelspolitische Rundschau' von May. einem Hamburger Kaufmanne, wenn wir nicht irren, der hts eine ausgesprochene Hinneigung zu socialistischen Anschauungen bekundet hat.

Die Gegner der Militär-Vorlage verfahren bei ihren Darlegungen folgendtrmaßcn. Auf den Kopf der Bevölkerung in Deutschland werden an Kosten ffi das Militär 21 Mark ausgerechnet. Da aber, sagt man weiter, auf einen Durchschnitts-Haushalt 4,6 Köpfe entfallen, so zahlt das deutsche Familien- haupt durchschnitisch heute schon 97x/2 Maik, also M 100 Mark zu den Milttärlasten. Angesichts dieses Betrages erscheint eine Steigerung um 10 Mk. Wo Haushaltung, wie wir fie für das nächste Jahr

M erwarten haben, von großer Bedeutung. Um so Erdenklicher aber ist diese Steigerung, wenn man sieht, wer eigentlich der Träger ber schweren Lasten u Von den 4742 Millionen Mark beutscher Ttaatsausga'ea, so behauptet bie militärfeinbliche Presse, werben nur 347 Millionen Maik, also nur , 7 Prozent, durch birefte Steuern aufgebracht, und

1 demgemäß ergiebt sich, baß in Demschlanb bie Militär-

Oss lasten, bie runb ben bi rten Theil ber Staaiserforber- ac 1899= siffe ausmachen, haupisächlich von ber armem, nicht l. Fr«. M Einkommensteuer herangezogenen Bevölkerung

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain i.Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Zwischen biefer unb ber folgenden Scene liegt ^ Goethe der Schluß des ersten Theiles, Gretchens beschick vollzieht sich, bie Tragödie geht zu Ende, «n Schumann folgt nun bie erste einleitenbe Scene - ^"°ethe's 2. Theil bes Faust. Er hat sie ziemlich moder-ff^standig cemponirt. Nur die ersten acht einführenden ßwittl den Elseochor sich beziehenben Verse konnte bei 1 Iranist als für seinen Zweck überflüssig, sortlaffeo. 1 jMo strich Schumann neun Verse am Anfang bes ««si'schen Monologs vor dem Wort .hinaufgescham!' 2 nur' toeil ihm hier eine Kürzungs-Möglichk.it *«b8t: beim jene Verse malen nur ein schon dage- «senes Stimmungsbild bretter aus. Auch für biefe ^e, bie in ihrer vollendet herrlichen Poesie zum ►Wen gehört, was je ein Dichter geschaffen, hat ausdrücklich Musik gewünscht bis zu der He, wo die Sonne aufgeht. Sie ist schon von ®®et|e musikalisch concipirt. Auch hat sich Schumann «-Goethes Vorschriften für ben Chor gehalten: Win, zu zweien und vielen, abwechselnb unb ge- wnmtlt. Die Scene ist. eine jener vielen Enscenen" bes Faust, an benen Vischer Anstoß 2®®*, Ich glaube, es wäre zu wünschen, Goethe mehr solcherOpernscenen" geschrieben.

» Zwischen ber Schlußscene beS ersten Theiles bes ®che'schcn Faust, ber Kerkerscene, unb bem Anfang * zweiten Th-iles hat man sich wohl eine Pause k CR sucht am Busen der Natur Ruhe a*" demerlebten GrauS." Durch seine Schulb H dolbes Menschenleben grausam vernichtet worben.

"chen würbe als KinbeSmörberin hingerichtet.

rtfrtffil «er in ben mächtigsten Großstaaten berechnete für L. Deutschland auf Grund genauesten Verfahrens den «wwand für die sogenannten unprobuctiven Ausgaben Bespv ib-mdeS Vertheidigung und Schuld) zusammen au : 18,51 Mark pro Einzelperson. Ferner aber be­zeichnet auch dieser Betrag durchaus nicht die wirkliche durchschnittliche Belastung der deutschen Bevölkerung

ÄS",Jn, Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieser Blatter, die Annoncen-

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anderer ehrlich ringender Mensch davor geschützt, daß nicht doch in einem Momente der Böse Herr über ihn werde. Ja noch eben vor der Mitternacht- Scene hat er eine sittliche Schuld auf sich geladen. Aber, er_ bereut sie tief und wahr, er flucht dem Bösen, über das er nicht völlig Herr zu werden vermag. Und aus dieser Reue heraus wächst er sittlich wiederum, da sie ihn unmittelbar antreibt, das, was er zum Wohle eines kommenden Ge­schlechts ersonnen hat, nun auch energisch in die That umzusetzen. In diesem höchsten Momente er­füllt sich sein Geschick. Sterbend spricht er die Worte, welche ihn nach dem geschlossenen Vorttage in die Hände des Mephistopheles liefern, aber in ganz anderem Sinne. Er sieht vor sich im Geiste einen Moment höchsten Glückes, wo er frei vom Bösen im freien Volke stände, einen Moment, den zu erreichen keinem Sterblichen vergönnt, zu erstreben aber Pflicht ist. So entrinnt er der Hölle. Mitternacht-Scene und Todes-Scene hängen eng mit einander zusammen und folgen auch unmittelbar auf einander, bei Goethe wie bei Schumann. Vor­her hat Faust die Absicht ausgesprochen, dem Meer ein großes Stück Land abzngewinuen, auf dem ein - ----- ---- späteres Geschlecht von vielen Millionennicht

und mehr über ihn verloren. Faust hat ehrlich ge- sicher zwar doch thätig frei wohnen" kann. Denn rangen, unbwer immer strebenb sich bemüht, benbas ist der Weisheit letzter Schluß: Nur der ver- können wir erlösen", heißt eg;, aber bie Erlösung dient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie muß eben hinzukommen und zwar von oben; kein erobern muß." Q.i L'./.... _______\\

Mensch vermag sich selbst vom Bösen frei zu machen: eine Hütte im Wege, in der "ein "altes ^Ehepaar Wer zerreißt aus eigner Kraft der Gelüste Ketten?" wohnt. Er möchte sie besitzen und läßt cs geschehen.

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