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Er schrieb an seinen alten Medicinalrath einen
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(Fortsetzung folgt.)
hatte. Die jungen Leute fände» ihn äußerlich genießbar, sie standen mit dem .Patti- h" wie sie ihn getauft hatte», auf dem beste» der eine zeichnete sein Bild in Kohle, beim
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Vermittler in Ausficht. Der Betrieb dieses Gewerbes soll von besonderer polizeilicher Coucessio» abhängig gemacht werde». Ferner schlägt die Novelle neue Bestimmungen vor über die Einführung von Lohnbüchern und Arbeitszettelu, sowie über die Mitgabe von Arbeit nach Hause an Arbeiter und jugendliche Arbeiterinnen, namentlich im Konfectionsbetriebe. Sodann werden eingehende Borschristen vorgeschlage» über die Beschäftigung der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offene» Läden. Schließlich enthält die Gewerbeordnungsnovelle eine Ergänzung der Bestimmungen über das Verfahren bei Errichtung genehmigungspflichtiger Anlagen und Erweiterung der Zahl der vom Gewerbebetrieb im Umherziehen ausgeschlossenen Gegenstände.
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Wunsche, die Telephon gebühren herabzu-
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Nu», das war deutlich! Der Justizrath gab »nn Freund ein paar Ehrentitel anzuhören.
über sein eigenes Benehmen das Haupt, aber er lächelte dazu!
In kleinen soliden Etappen ging es nun aufwärts. Rom anzusehen, war ein schönes, aber schweres Stück Arbeit für den alten Herrn. Er hatte sich in seiner Jugend ost ungestüm »ach der ewigen Stadt gesehnt, jetzt fand er fich ein wenig zu alt dafür — nicht an Begeisterung, wohl aber an körperlicher Kraft. Als ganzer Barbar mochte er nicht heimkommen — so gönnte er fich's, von dem unerschöpflich vielen nur einiges zu sehen, dies aber mit vollen Sinnen in fich aufzuuehmen und den Eindruck in fich zu verarbeiten. Mit seinem feinen, humorvolle» Lächeln sah er auf die Touristen, die in drei, vier Wochen Rom abthun wollten und nach genauem Programm den Kunst- und Naturgenuß hemnterarbetteten — hastende, nervöse Eintagsfliegen!
In seinem empfänglichen Geist glomm eine stille, stetige Gluth der Begeisterung, die vorhalte» sollte bis an seines Lebens Ende, als er nun auch in Rom sein Bündel schnürte und Vetter' wanderte nach Florenz. Hier erquickte er Augen und Sinne mächtig au der bella Firenze, der Perle Toskanas, deren Reiz er rnhig auf fich wirken ließ. Er konnte zwei, drei Tage hingehe» lasie», ohne »etwas zu sehen,' in behaglichem Schlendern die Arno-Ufer entlang »der durch die Straßen, an diesen Palästen vorüber, deren stolze, feste Gliederung seine» Geist erbauten. Auf einem Umweg über daS märchenhate Venedig, das ihu wie jeden Anderen mit seinem unbeschreibliche» Zauber umfpau», war er bann über Verona hterhergekommen — sacht sollte es uuu über de» Brenner nach Bozen gehen — vielleicht ein knrzer Aufenthalt in GrieS, wen» eS ihm gefiel — jedenfalls wies der Zeiger schon auf Norde» — ein paar kurze Woche», und es war mtt der Reiseherrlichkett
mgszweige als nothwendig herausgestellt haben.
% sind nicht weniger als vier Postgesetzt, mit denen n Reichstag in der laufenden Session sich zu be-
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em Gebiete des Telegraphenwesens soll eine Be- ennigung der Bestellung herbeigeführt werden.
Hinsichtlich des Bestellgeldes für Packete, welches größeren und kleineren Orte» verschieden hoch be- nü wird, beabsichtigt Herr von Podbielski, dem- st dem Reichsschatzamte Reformvorschläge zu erbreiten. — Ob mit Erfolg, wird sich wohl ächst zeigen. Eine Gleichstellung der Bestell- r für Postanweisungen und Packete auf dem e und in der Stadt würde »ach dem vorjährigen ehr einen Ausfall von nicht weniger als 790 000 Mk. ergeben; dabei läßt sich nicht an- en, daß etwa durch stärkeren Verkehr Mehrahmen erzielt werden können, wenn nicht etwa Geschäftsleute in der Stadt dazu bestimmt werden, s das Abholen ihrer Sendungen zu verzichten.
Auch die Ermäßigung des Portos für Post- wch'ungen bis zu 5 Mk. wird, rein ziffernmäßig
Die vorgestrige Reichstags - Rede des freisinnigen Abgeordneten L e n z m a n n über die L i p p e s ch e Angelegenheit stellt eine arge Entgleisung dar und fand vom Regierungstische die entsprechende Zurückweisung. Wenn der Abgeordnete Lenzmann schließlich einen Staats - Gerichtshof für nothwendig hält, weil irgend ein deutscher Professor eine solche Einrichtung empfohlen hatte, um eine Att Super- Revisionsinstanz über den Bundesrath zu bilden, so wird es bei dieser guten Absicht bleiben. Der Bundes- raih des Deutschen Reiches stellt unter der Präsidialmacht Preußen die Souveränetät des Reiches dar, und es ist geradezu absurd, über die verbündeten souveränen Regierungen einen unverantwortliche» Staats - Gerichtshof stellen zu wollen, auf welchen demnächst thatsächlich die Souveränetät übergehen würde. In einem Bundesstaate muß es eine Instanz geben, welche Stteitigkeiten zwischen Regierungen und den Staaten, denen die Selbsthilfe durch das Bundesverhältniß versagt ist, zum Ausgleich bringt. AIS eine solche Instanz ist in der R eich s v er- fassung der Bundesrath bezeichnet worden, und er hat von seiner Befugniß Gebrauch gemacht.
deren Munition mangelhaft war. Der britische^und amerikanische Consul versuchte» die Feindseligkeiten abzuwenden, die jedoch am 1. Januar begannen. Malietoa und Tamasese kämpften tapfer, aber 500 ihrer Leute wurden gefangen genommen. Dies ent- muthigte die übrigen Häuptlinge; sie suchten Zuflucht an Bord der „Porpotse", während ihre Anhänger durch Kanonen dieses Kreuzers geschützt wurde». Mataafa verlor 61 Mann, Malietoa 12. Die Ausländer wurden unter dem Schutz einer Abtheilung Seettuppen der „Porpoise" gestellt. Der Oberrichter und seine Familie fanden Zuflucht au Bord der „Porpoise". Mataafas Anhänger plünderten und verbrannten eine Anzahl Häuser in Apia, zerstörten die Plantagen, plünderten das Land. Die Consuln beschlossen, Mataafa und beffen Häuptlinge als provisorische Regierung anzuerkennen, vorbehaltlich des Empfanges von Weisungen der Mächte. Dr. Raffel, Präsident des MunicipalratheS, und der deutsche Consul schlossen alsdann de» Obersten Gerichtshof und übernahmen dessen Machtbefugniffe. Auf Anregung des britischen und amerikanischen ConlulS landete der Capitäu der „Porpoise" eine Abtheilung Blaujacken, worauf der Oberrichter unter Truppeuschutz seinen Sitz im Obersten Gerichtshöfe einnahm. Mataafa hiett sich fern. Die provisorische Regierung schrieb an bett Capitän der „Porpoise" am 12. Januar, sie würde Malietoa ergreifen und Tamasese gewaltsam von der „Porpoise" entführe», nöthigenfallS beide verbannen. Der britische und der amerikanische Consul protestttten gegen jedwede Verletzung des Berliner Vertrages. Der Drahtbericht leidet an großen Unklarheiten, läßt aber erkennen, daß der englische und amerikanische Sei tretet gemeinsam gegen den deutschen Consul stimmten und die Ernennung ihres Königskandidaten und eines bisher nicht vorhanden gewesenen Vieekönigs durchsetzten, daß aber Mataafa, der als deutscher Begünstigter galt, siegte und mindestens an der Spitze einer provisorischen Regierung steht.
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Im Wesentlichen mit den englisch-französischen Beziehungen befaßte sich eine Rede, die der englische Staatssecreiär der Colonieen Chamberlain zu Wolverhampton (Staffordshire) gehalten hat; der Telegraph meldet daraus folgenden Auszug: Chamberlain wandte sich gegen die „Klein« England'-Partei mit statistischen Zahlen, durch welche bewiesen werde, daß der Handel der Flagge folge. Sodann sprach er über die befriedigende Erledigung des Faschoda - Falles und sprach die Zuversicht aus, daß die Stellung Englands im ganzen Nilthal künftighin als durchaus unanfechtbar anerkannt sei. Er erwähnt ferner die Beseitigung anderer Anlässe zur Erregung auf Seiten Frankreichs, darunter die Niger-Angelegenheit und die Zurück-
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berechnet, einen Ausfall von fast einer Million Mark verursache»; doch würde jedenfalls dieses Manko durch erhebliche Verkehrssteigerung ausgeglichen werden. Die Einrichtung .kleiner" Postanweisungen ist jedoch eine große Wohlthat und für diese Con- cesfion wird man im großen Publikum dem Herrn Staatssecretär des Reichspostamts besonders dankbar sein.
Eine weitere dringend »othwendige Reform Betrifft den Postzeitungstarif. Nach dem bisherigen Tarife leistet die Allgemeinheit der Steuerzahler bei der Beförderung „ der Zeitungen Zuschuß; das ist jedenfalls unzulässig. Ter Gesetzentwurf, durch welchen eine anderweitige Regelung dieses Gegenstandes herbeigeführt werden soll, liegt dem Bundes- rathe bereits vor und soll noch in dieser Session vor den Reichstag komme».
Lebhafte Wünsche, die schon seit Jahren besonders auch von conservaliver Seite an die Postverwaltung gerichtet werden, betteffen eine allgemeine Durchführung der Sonntagsruhe für Postbeamte. Auch in dieser Hinsicht macht sich in der letzten Zeit eine, wenn auch noch geringe Befferung bemerkbar und es ist zu hoffe», daß — soweit es der Post- und Telegraphenverkehr zuläßt — in immer höherem Maße die bessernde Hand angelegt werden wird. Herr von Podbielski bezeichnete als fein nächstes Ziel die Freigabe eines ganzen oder zwei halber Sonntage mindestens aller drei Wochen für jeden Postbeamten. Ungefähr die Hälfte aller Postbeamten aber genießt heute schon eine ausgiebige Sonntagsruhe und soll sie auch weiter genießen; so haben gegenwärtig bereits 36 Procent dieser Beamtenkategorie mindestens jeden zweiten Sonntag frei. Die Post muß fich allerdings an die allgemein bei uns üblichen Verkehrsbedingunge» anschließe»; anzuer- kenneu ist es daher, daß man wenigstens soweit wie möglich für Sonntagsruhe der Beamten sorgt und in dieser Sorge hoffentlich nicht nachlassen wird.
Jedenfalls zeigt fich auf allen Gebieten der Post- verwaltung seit der Leiiungsübernahme derselben durch Herrn von Podbielski ein frischer reger Fortschritt. Auch bett berechtigten Wünschen der Be- amteuschaft gegenüber wird mit dem größten Wohlwollen verfahre», dafür aber gießt es keine Nachsicht gegenüber Pflicht- und Disciplinwidiigkeiten. Das sind fürwahr Leistungen, auf welche der bei seinem Amtsanttitte als .Reitergeneral" und .Ostelbier" scharf bekämpfte Leiter des ReichspostamtS nur stolz sein kau».
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Mark, die Abminderung des „Strafportos
vorüber. Mußte auch gut sein. Er brachte die schönste Erinnerung heim, daran konnte er für den Rest seines Daseins zehren I
Vom Garten deS Hotels du Lac führt ein langer Bogengang, gleich einem Tunnel, bis zum Ufer deS Sees, dessen wunderbare Bläue, durch diesen Ausschnitt gesehen, wie ein verblüffendes Farbemnärche» wirtt. DaS kräftig wuchernde Rebenlaub schlingt sich in dichtem Gewirr umeinander, die Sonne kann nur einzelne Goldpfeile hindurch schieße», der Gang ist bei den Jnsaffen des Hotels sehr beliebt. Jetzt eben kam von der Seeseite her ein junger Herr den Laubengang herauf, tief brünett, eher häßlich als hübsch, sorglosen, wiegenden Ganger, die glimmende Cigarrette im Munde, die Hände im Jackett, daS Stöckchen wagrecht unter dem Arm. Der Justizrath stutzte, kniff die Augen ein — war denn das nicht Felix Merck, der Aesthettker, der Neffe feiner Tante, der fidelste aller Fidelen auf Capri, immer verliebt, immer verschuldet, immer für irgend Jemand oder irgend etwas in Heller Begeisterung — ein Kindskopf, eine Feuerseele — nach feinen eigenen Begriffen hartgesottener Realist, nach denen seiner Freunde Idealist, wo »icht gar Romanttker vom reinsten Wasser!
Er, beffen Charakteristikum soeben dem Justizrath blitzgeschwind durch de» Kopf ging, stutzte auch, blieb stehen, machte kleine Angen, warf die Cigarrette in hohem Bogen hinter sich und kam in rapidestem Tempo, wie der Pfett von der Sehne schnellt, auf den Justizrath zu.
.Pattiarch, Freund, Gönner! Ist es zu glaube»? Sitzt hier in aller Seelenruhe am Gardasee und ttintt Wein! Kommt, alter Herr und schwelgt an meinem Busen!"
— i: 80, steckte bann ein halbes Dutzend Tausend- ~ ' vkscheine in seine Brieftasche, zog Pelz und Pelz- ;oo%ji ksel an und reifte gen Süden, gleich, so „bircct* 101 11 ’ irgend ohne allzu große Ermüdung konnte, bis 00% $ Mil
Umschau.
Die dem Bundesrath vorliegende Novelle zur Gewerbeordnung nimmt zunächst eine Controlle der Gesindevermiether und @teilen«
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r Ehefi »eck, ।
Verkehrs mit der Reichspost herbeizuführen be- ait sind.
Die Ansprüche, welche vom Publikum ober auch Ipiipbpjient Gewerbebetriebe an die Post gestellt werden, 11 UuKuKa größer als sie sich jemals werden befrte-
Postresorm.
die M Die Budget-Kommission des Reichstages hat in in Sitzungen bis auf einen geringen Rest ben »stemt durchberathen. Dabei hat sich gezeigt, in je energischer und konsequenter Arbeit Herr StaatS-
91% ] genießen, was er jetzt sah und genoß, und that es sondern saß statt dessen hinter den Acten wie
hastigen haben wird. Gesetze, die durchweg eine _ rleichterung oder Verbilligung ober-eine Ausdehnung
fretär von Podbielski an die Reformen herantritt, (' e fich nach längerer Stagnation in diesem Verwal-
uar II ichtung ein Wandel angebahnt, wie die geplante eraufsetzung des Gewichts für einfache Briefe, die itcha» Absetzung des Portos für Postanweisungen unter Arno WW -----
878/1 * 8vorvollen Brief, ben dieser fich richtig zu deuten JO ' Äe und chmunzelnd wegsteckte — im übrigen 00% - Kte der Justizrath bei Pagano auf Capri ein ^iges Schlaraffenleben, wurde mtt allen Künstlern, 98 % j [ er dort antraf, wieder jung, fuhr mtt ihnen nach 96 - ^nt und Castellamare, ließ fich in der blauen 97V» ' mit ihnen bis auf die Haut durchnässen, be- .tzoB in ihrer Gesellschaft Pästum und beftieg den Ig. iv MV, nachdem er be» Husten zu alle» Teufeln ge-
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain. Jllnftrirtes Sonntagsblatt.
*0% b [ dieser gelassen, als Opfer einer guten Sache — I - igegennahm — bann bestellte er fich einen Ser«
(Nachdruck verboten.)
Schute des Lebens.
Roman von Marie Bernhard.
(FortNtzmug.)
«läufig soll dem Reichstage ein Gesetzentwurf zu- itslehr! chg,, bart!) welchen der Fernsprechverkehr
zweiten bestellte er fich eine Landschaft, dem dritten gab er eine Empfehlung an einem ihm befreundeten Kunsthändler in Frankfurt. Sonnige Tage! So hingestteckt im flache» Boot liegen, vo« irgend einem broncefarbigen, halbnackten Taugenichts ins Meer hinausgerudert und riugsum diese murmelnde, blau- funkelnde Flnth, über fich die Sonne, die Diamant- cakcaden ans ben niederspiühenden Tropfe» zauberte, einen Himmel, ber beim Sonnenuntergang von schwelgerischen Farbenwundern übergossen war — Ufer, bereu Paradiesesschönheit alle Vorstellungen der willigsten Phantasie weit übertraf, und dann eine laue, südliche Nacht mit großen, in feuchtem Goldglanz verklärten Sternen, und einen Boll- mond, der wie eine glühende Riesenfackel au8 dem Meeresschoß austauchte — weiche, dunkle Frauenstimmen, die über ben Wassern erklangen, und eine Lust, die wie die zarteste Liebkosung Augen und Wangen umspielte, fich bis in die innerste Seele schmeichette — glückliches Leben! Genuß! Ja, wahrlich, dies war Genuß!
Er sollte con amore reifen, ber gute Justizrath, unb er befolgte biefen angenehmen Rath. Er fiel ihm schwer, sich von Capri zu trennen — endlich muß es einmal sein! Die ganze Bande dort war in der Auslösung begriffe», man feierte ein stilvolles Abschiedsfest, ließ Tarantella tanze», brannte Feuerwerk au und gab einen improvisierten Reigen zum besten ... der .Patriarch" immer mitte» darunter, als ob es keine Geschworenengerichte, Staatsanwälte und .schwere Fälle" in der Welt gäbe — die ausgelassene Tollheit überschlug fich ei» wenig. .So jung kommen wtt nicht mehr zusammen!" hieß es mit Recht. Wen» der Justizrath später an diese Zeit auf Capri und ihre» Schluß zurückdachte, waS oft geschah, bann schüttelte er in gelinbent Erstaunen
In London sind folgende Drahtmeldunge» ans Samoa via Auckland (Neuseeland) eingetroffen: Nachdem der Oberrichter Mataafas Anspruch auf den Thron als durch ben Berliner Vertrag ungiltig erklärt hatte, wurde Malietoa als König, Tamasese als Vicekönig ausgeruse». Darauf pflogen der britische, der deutsche unb ber amerikanische Consul eine Besprechung mit ben Kapitänen des deutschen Kreuzers .Falke" unb des britischen Kriegsschiffes .Porpoise". Der deutsche Consul weigerte sich, Malietoa anzuerkennen, und lehnte die Mitwirkung zur Zerstreuung der Samoaner ab. Daraus versammelten fich die Eingeborenen in großer Menge in Mulinnit bei Apia mit Waffen und umringten die Municipalität. Malietoa und Tamasese verfügten über 2000 Mann, die gut bewaffnet, aber
DC''e IgfgjundXkrltg: Joh. Aug. Koch, Univerfitäts-Buchdmckerei in Marburg.
Expedition: Markt 31. — Telephon 55.
Nun ja — nun ja — er mußte es alsbald zu- kn — dies war doch eine ganz besondere Sache, i er wie er die Mittel hatte, das zu sehen und
-fcgm lassen. Was aber von diesen Ansprüchen be» I chndet unb ausführbar ist, hat bei dem Leiter bes 7 richspostamtS verständnißvolles Entgegenkommen ; [fimben. Vor Allem wird eine Verbilligung fast ' licr postalische» Leistungen verlangt. Selbstverstäud- ch müssen übertriebene Forderungen zurückgewiesen »erden; allein in vielen Dingen ist »ach dieser
»richt «kleineren Orten verbilligt wird. Ans
Erscheint täglich außer an Werktage» nach Sonn-und Feiertagen. 'TWTrwfMtVZt Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-
Quartals-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Bureau; von Haasenstein L Vogler, Frankfurt a. M., Caflel, Magde- q*
Postämtern 2,25 Mk. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr: die ge- -«onn bürg, Wien; Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 04.
walten« Zeile oder deren Rau» 10 Pfg., Reklamen: die Zelle 25 Pfg. 21. 1899. C. L. Daube & Co., Frankfurt a. M. Berlin, Hannover, Paris rc.
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