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koimut für das Deutsche Reick gar nicht in Be tracht. denn ein gutes Verhältnis zu Rutzlatr­ist für uns viel wichtiger und dessen Freundschaft bsr allem auch zuverlässiger. Die Pflege eines guten Einvernehmens uiitRußland gehörte zu den Traditionen der preußischen Politik, die Bismarck besonders hochgebalten hat und es wurde daher auch freudig begrüßt, daß die rrach Bismarck? Ab­gang ettoa? kühlen Beziehungen sich inzwischen ganz bedeutend erwärmt haben. Der russisch- japanische Konflikt gewährt die Möglichkeit die Beziehungen Rußlands zu Deutschland noch freundschaftlicher zu gestalteir und hoffentlich tvird imfere Diplomatie auch in diesein (Sinne tätig sein.

an ihm bcble.

Aerzte und Krankenkassen.

Nach der »Münch. Medizinischen Wochen- schrift" werden am 1. Januar insgesamt im Deutschen Reich etwa 3000 Aerzte im Kampf mit Krankenkassen stehen l Es ist daher natür­lich. daß sich beide Parteien auf Kron- greflen mit diesen Konflikten befassen wollen. Am 25. Januar findet ein allgemeiner deutscher Krankenkassentag statt, um sür die Stellung der Kassen zu den Forderungen der Aerzte Normen zu geben, und der nächste Aerzte- tag, der im Sommer in Rostock abgehalten werden soll, wird sich mit derselben Frage, natürlich unter dem Gesichtspunkt der Aerzte, beschäftigen.

Gut seinen Lippen

zu liegen scheint. Für Japan und Rußland ist c-3 außerordentlich schwer, von ihren Ansprüchen ettvas aufzugeben, denn ihre Forderungen schlie­ßen einander so ziemlich aus, und ein Verzicht Rußlands ist undenkbar. Aber auch Japan kann nicht so ohne weiteres vor Rußland zurückweicheu, denn die aufstrebende japanische Nation,das Preußen Ostasiens". itne man sie genannt hat, müßte auf alle Honnungen. jemals eine Vor- machissiellung in Ostasien einnehmen zu können und dadurch auch die Stellung des- chinesischen Reiches als seines natürlichen Bundesgenossen zu stärken, für immer verzichten. Bei dem tmge- stiimen Charakter des japanischen Volkes kann die Regierung sehr leicht zu einem entscheidenden Schritte mitfortgerissen werden, wenngleich sie sich jetzt noch Mühe gibt, den Frieden zu erhalten. In einer seiner letzten großen Reden im Reichs­tage erklärte der Reichskanzler Graf Bülow: Wenn es einen Punkt in Ostasien und, ich mochte beinahe sagen in der Welt gibt, wo wir nichts zu suchen haben, so ist es die Mandschurei" und ferner:Unsere Politik ist wie überall, so auch in Ostasien, so besonnen, friedliebend und fohal, das; sie un? nicht in Konflikte verwickeln kann." Damit ist die Stellung des Deutsche» Reiches für den Fall eines russisch-japanischen Krieges durch den Leiter der deutschen auswärtigen Politik mit unzweideutigen Worten festgelegt worden. Un­sere Handelsinteressen in Ostasien, so bedeutend sie int allgemeinen sind, schien gering im Ver­gleich zu dem Werte, den ein gutes Verhältnis mit Rußland für uns besitzt, und so ergibt sich von selbst die Beobachtung einer wohlwollenden Neutralität gegenüber dem russischen Reiche. AuS einem Kriege zwischen Rußland und Japan kann sich sehr leicht ein Kampf um die ostasiatische Frage überhalipt entwickeln, denn England ist als nächste Macht dabei interessiert und den Bereinigten Staaten von Amerika kann e5 auch nicht gleich­gilt ig fein, wenn die Machtverhältnisse in Ost- asien eine bedeutende Verschiebung erfahren. England ist durch lernen Bündnisvertrag mit- Japan gezwungen, dasselbe mit seiner ganzen Macht zu unterstützen, falls Japan von zwei Sei­ten angegriffen würde. Dieser J^aU, kann aber . jederzeit eintreten und deshalb ist die Stellung des Deutschen Reiches gerade für England von großer Wichtigkeit. Die englische Presse beschäf­tigte sich daher schon seit längerer Zeit sehr ein­gehend mit der mutmaßlichen Haltung Deutsch­lands beim Ausbruche eines ostasiatischen Krieges und fain dabei zu allerlei merkwürdigen Ergeb­nissen. Einmal hieß es, bei der Kaisei-Zusam- ntenkuuft in Wiesbaden und Darmstadt sei aus­gemacht worden, daß Deutschland in Bezug auf die rnssisch-ostasiatische Politik dein Zaren sich zur Verfügung gestellt" habe, dann wieder, man sehe in Berlin eine Machterweiterung nicht gern, weil dadurch die Stellung Kiautschou's und die Hündelsinleressen in Nordchina geschädigt würden Eine wohlwollend» Neutralität wird am ehesten den Interessen des Deutschen Reiches entsprechen, denn Rußland würde uns dadurch verpflichtet und böte sich die Gelegenheit für diesen nuzwei- felhast wertvollen Dienst in anderer Form eine Gegenleistung zu bekommen, indem Rußland niis bei anderen Fragen, die uns näher angehen, seine Unterstützung zu leisten hätte England

Erscheint wöchentlich siebe« mal.

Druck und Verlag' Iah. >»>. 2»ch, UmversitätSEuchdrucke^^ Marburg, Markt 21. Telephon 55.

lRachdrnck verboten.)

Frau Hadwig.

Eine Ltrandgefchichte von Ella Lindner.

Ach Golt. Anne, das giliig." Sie setzt sich müh' die um den großen P;x ein Buch zur Ha''

Du k

Berbart *

Es Gedanke, bat sie tt

mit dem Krelsblaii für die Kreise Marburg und Kirchhain.

G-nuiagS-eitager ANustriries Gonrrta-shlatt,

würde. Hadwig mußte irgendwia einschreiten. Aber Jürke, der jedenfalls ahnte, was in ihr vorging, zwang ihr das Versprechen ab, gegen jedermann zu schweigen auch gegen Hadwig! Nur unter dieser Bedingung wollte er schweigen Und Anne blieb nichts übrig, als sich zu fugen.

Herbart geht dicht au Hadwigs Seite, und gelegentlich weiß er durch eine geschickte Wendung das Gespräch auf Jürke Allniers zu bringen. Sie weicht ihm zwar ans, antwortet kurz und einsilbig, doch er läßt sich nicht abschrecken. Er sicht, daß er sie quält, ttnd er empfindet eine grausame Freuds darüber. Aber wie er nun sogar von ihrer Liebe zn Jürke reden will, bleibt sie entrüstet stehen und blitzt ihn ans den blauen Augen zornig an.

' . Herbart, nehmen Sie sich in achit"

Weshalb denn?" fragt er brutal.Wollen Sie cs vielleicht leugnen, daß er Ihnen teuer ist?"

Nein! Warum soll ich das leugnen?" Stolz wirft sic den Kops zurück.Doch ich rate Ihnen: mäßigen Sie sich, Herbart! Ein Wort noch in dieser Angelegenheit, nnd Sie sind mein Freund gewesen! Ich habe Sie bisher für einen setnfiibligen Menschen gehalten, doch wenn Sie s»"

Er laßt sie nicht ausrcden. Er weiß sich nicht mehr zu helfen.Ich will ja mir Ihr Bestes, Hadwig." als er das sagt, bildet er sich ein, daß cs toirklich so ist,glauben Sie mir doch! Dieser AllmerS liebt Sie nicht, tuen reitens nicht so. wie" erschrocken verstummt er. Sein Geheimnis! Nein, das darf er nicht preiSgcben nie und nimmer! Das wäre 5a6 Ende!

.Hadwig nickt leise.Er liebt nncht nicht! Ich falbe es einmal gedacht, aber das war wohl rin

schein in jäher Abwechslung. Hadwig kommt aus den Dünen. Sie bevorzugt neuerdings zu ihren Spaziergängen die Einsamkeit des pittoresken Sandgebirges. Heute ist sie vollständig durchnäßt. Sie ist ohne Schirm draußen herumgelaiifen, was sie mit Vorliebe tut. Der lange Gummimäntel bietet ihr Schutz genug. Was schadet es. daß der Kleidersaum augenblicklich trieft, vor Nässe sie ist pfadlos durchs feuchte Dünengras gewandert er wird ja wieder trocken werden! Wenn es Weiler keinen Kummer gäbe auf der Welt! Eben lackt die Sonne wieder einmal strahlend hernie­der. Dünnes, zerrissenes Gewölk jagt der Sturm über den tiefblauen Himmel, doch in der Ferne, weit hinter Norderneh steigt schon wieder eine dunkle Wetterwand empor. Und ein Regenbogen spannt sich hock>gewölbt über das Meer.- Farben- jchillernd sielst er auf dem leuchtenden Sapvir- grund des Wassers, wie das märchcuhaste Tor, das zu der Schönheit Seligkeiten führt. Hadwig steht mit gefafielen Händen auf dem höchsten Gipfel einer Düne nnd schaut und schaut, mit großen glückstrunkenen Augen. Vergessen ist des LebeuS Weh, wie ein Wunder ist ihrs, daß sie dies hier erleben durfte!

Auf dem Heimweg trifft sie Herbarl. Sie bat von der Wette noch keine AhnungD Aber Anne weiß davon. Die kam just dazu, als Her­bart und Jürke AllmerS noch verhandelten, und sie war entsetzt. Doch all ihr.Bitten hat nichts geholfen. Rur einen Aufschub, den erreichte sie.

Ich will diesen Frevel nicht mit ansehen. Worten Sie, bis wir fort sind. Verderben Sie im-5 nicht so den Hochzeitstag."

lind ihr zu'iev verschob man den Austrag der Gelle auf och viermidzwanzigsieir. Anne war etwas beruhigt.-Sie hasste, daß in der Zwischenzeit ein Ausgleich zustande kommen

»-e«.

Tie Politik Rußlands ist stets gewesen. fern: Ncbct griffe so weit geben zu lassen, wie die Äpa- lhie oder der Mangel an Festigkeit auswärtiger Regierungen cs erlaubt, aber siet» zurückzuwei- ihcn, wenn es auf entschlossenen Widerstand stößt, und ein die nächste Gelegenheit zu 1 verteil, um rinen Sprung auf fein Opfer zu machen. Für düse Politik hat dis russische Regierung stets zwei Zsknwit tut; Hirni: Bogen, gemäßigte Sprache und Verficheriingen der Uneigennützigkeit in Peters­burg und London, tätigen Angriff durch feine Agenten auf dem Schauplatz der Handlung."

So schrieb eins! der englische Staatsmann Lord Palmerston, und wenn man in diesem AuS- fpruch das Wort London durch Tokio ersetzt, so paßt er ganz genau auf den gegenwärtigen Kon- ilikt Rußlands mit Japan. Denn sowohl in dec Mandschurei- wie in der Korea-Frage hat Ruß­land seine alle Taklik verfolgt, immer soviel zu < rftrelien, als sich der Lage nach gerade dnrch- kVen läßt. So lange ein Objekt auch ohne Kampf zu ei langen ist, vermeidet ihn die zielbewußte russische Politik, und auf diesem Wege hat sie es ziemlich weit in Ostasien gebracht.

Aufgrund dieser Methode hat sich Rußland langsam und sicher in den Besitz der Mand- schurci gesetzt. Sie ist eine russische Provinz ge­worden, die von russischen Eisenbühnen dnrchzo- ac:i- ist und deren Verwaltung bereits ganz unter russischer Aussicht stehl. Ehina 'konnte dagegen nichts tun und Japan wollte nicht, denn aus der Mandschurcisrage einen Konsliktsfall zu macheu, erschien damals nicht angängig. Sehr bald mt- 'erte sich aber die Lage, als eS offenbar wurde, daß Rußland auch Korea für sich in Anspruch i Hjiik'n wollte.

Die Japaner hoben doS angeblich unabhängige Kaiserreich Korea, welches mit seinen 218 800 Ouadratkilometeru Fläckeninhalt und mit seiner chcvocke.i ung von nahezu !0 Millionen einen inert- rollen Besitz dorjtellt, von jeher als ihr Cinsluß- ,gebiet betrachtet und die allmähliche Annektion Koreas für daS Hauptziel ihrer Politik erklärt. Als nun die Russen begannen, sich auch in Korea, zuerst unter der harmlosen Firma sogenannter Haiidelsiiiederlassungen, festzusetzen, da begann der russisch-japanische Gegensatz- sich so zu ver schärfen, das; die Gefahr einer kriegerischen Zu­spitzung dieses Gegensatzes immer näher zu rucken schien. Dieser russisch-japanische Gegensatz ist um w crnjlerer Natur, da er schon weit älteren Da­lums ist, als die Mandschurei- und Korea-Frage. Ist es doch in. erster Reibe Rußland gewesen. Inet« <hcS die Japaner in dem japanisch-chinesischen Kriege von 1894 1895 um die Früchte ihrcS Sieges gebracht hat. Seit der Zeit ist die ruf- fische Politik in Ostasien unermüdlich tätig ge­wesen, nm den japanischen Einfluß zu Gunsten des russischen zurückzudrängen. Dieses Vordrin- geil Richlauds ist die Ursache des ostasiatischen Bündnisse?- gewesen, welches Japan und Eng- land im Jahre 1902 inileinander schlossen.

In den letzten Tagen nun bat sich der Gegen­satz der Politik beider Mächte derartig verschärft, dos; eine kriegerische Lösung der schwebenden Fra- ucu nicht außer dem Bereich der Möglichkeiten

, CH ;

Jürke prallte zurück. War Hcrbart Ivahn- üiuig?

Einer muß gehen/' fuhr jener in heiserem, erregtem Tone fort.Sie oder ich."

Ali" Jürke Ivar bleich geworden. Jetzt verband er ihn.

IX.

Es ist ein Tag wie im Avr'' "Dr .Wetter katineuhaft, unbeständig Reacu

diese Frage erörtert wird.

Hadwig. wen möchtest Du .. . - - - -

Um Jürke AllmerS Lippen zuckle ein geling- ichätziges Lächeln.Den zu bestimmen überlasse ich Ihnen."

Der Kleine nickte. Dau» faßte er Jürkes Arm, und seine Augen wurden groß, weit, nnd

Umschau.

Herrn von Gerlach'S Hauptorgan, dieBerliner Zeitung", kritisiert den neuen Reichstag folgendermaßen:

Der Reichstag stellt ein traurige« Nach- kömmlingStnm bar. Es waren andere Zeiten, als noch große, führende Männer des nationalen Leben«, Männer von geistiger Eigenart und geistiger Gestaltungskraft von der Tribüne des Reichstages zur Nation sprachen. Heute sind Epiaönlinge, Banausen, K l e i n g e i st e r minderer und mindester Ordnung ein starker Bestandteil der Volks­vertreter."

Für einen von Gleichheitsidealen erfüllten Demokraten undfreisinnigen" Herrn, wie der gegenwärtige Vertreter Marburgs im Reichs­tage es fein will, ist eS unseres Erachtens wenig liebenswürdig, so von den verehrten Kollegen zu sprechen oder sollte Herr von Gerlach so selbstbewußt sein, wie etwa ein Junker" und sich persönlich für einengroßen, führenden Mann"von geistiger Eigenart nnd geistiger Gestaltungs­kraft" halten?? Dann könnte er vielleicht in dieser Weise über die anderen Mitglieder des Reichstages urteilen . . . vorläufig ist aber seine eigene Wertbestimmung noch von niemand anerkannt. Unverzeihlicher Spott ist eS freilich vomReichsboten", wenn er sagt, bei dieser Schilderung des Reichstags fehle noch die Kategorie derGernegroßen". . .! Bescheiden­heit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. _________

Wer macht daS Brot teuer?

Diebösen Agrarier" werden gewöhnlich immer als dieBrotwucherer" bezeichnet; daß sie daS aber in Wirklichkeit nicht sind, zeigt wieder einmal folgendes Beispiel, daS der Hannov. Land- und Forstw. Ztg." mitgeteilt wird:Um mir ein Urteil zu bilden über die Berechtigung bet fortwährenden Angriffs gegen dir Agrarier wegen BrotwucherS beschloß ich, die Brotpreiss der Stadt im Verhältnisse zu den Korrpreisen zu prüfen. Zu diesem Behufe

hab-

..U' Be fttzW kLU;chkk, ..edrren.

wählte ich in Hanrvver die sogena

Pfennigbrote, welche daS Stück 2 und mir durch ihre Größe imme- ausgefallen waren, auch sehr viel gegcsi-..

Ich wog an 12 verschiedenen Tagen k« - Brote, welche hn ganzen ein Gewicht von 1344 Gramm hatten. Die Rechnung stellt sich nun folgendermaßen: 27 Brote i 21/, Pf. 67V« Pfg. ---- 1344 Gramm.

G7~ = 1 Pld. -- 25,1 Ps.

Auf dem Lande erhalten wir gewöhnlich sür 100 Pfd. Korn 90 Pfd. Brot. 90 Psd. Brot --- 100 Pfd. Korn, höchster notierter P:ei« de« Weizens 100 Pfd. --- 7,75 Mk. Danach kostet daS Pfd. Brot 8,6 Pf. Der Zwischen­handel nimmt also auf das Pfd. Brot 16 5 Pf. für sich in Anspruch, daS ist fast daS Doppelte des Brotpreise». Sollte man denn nicht lieber sagen:Der böse Zwischenhandelk"

Oder" Hcrbart blickte lauernd zu ihm ansoder reut sie das schnelle Wort von da­mals? War es vielleicht nur Renoinmage?"

Da brauste Jürke auf. Ihm schwoll bi.7 ZomeSüdci. ..Hüten Sie Ihre Zunge, Herbartl" Nicht so laut," zischte dieser,man wird anftuertsam. Also ja oder nein? Wenn sic nicht feig sind"

WaS ich damals behünptcle" fügte Jürke iiujkr --das gift auch heute noch

Durch Herba cts schmächtige Gestalt lief ein Zittern. tzr schloß einen Moment tiefatmcnd die Augen.

Deutsches Neich

Berlin, 28 Dezember.

Vom Kaiserliche» Hose ist M 6c* richten: Am Mittwoch unternahmen Ihre Maje­stäten der Kaiser und die Kaiserin in Begleitung der im Neuen Palais weilenden Kaiserlichen Kinder einen Spaziergang im Park von Saiis- souei und besuchte daS Mausoleum an der Frie­denskirche, wo datier und Kaiserin Friedrich bei­gesetzt sind. Nachmittags cmpfing der Kaiser einen ehemaligen Studicngcnossen aus Kassel, den Landgerichtsrat Dr. Sommer in Franksurt a. M. Die kaiserliche Familie verlebte daS WeihnachtS- fest tu hergebrachter Weife int Neuen Palais bei Potsdam. Die bekannte Tatsache, daß der Kaiser am Vormittage deS 24. Dezember einen Spazier­gang unientimmt und hierbei ilmt begegliende» Personen eine WeihnachtSfreude durch lieber- reichuug eines Geschenkes bereitet, forftc cis ziemlich zahlreiches Publikum nach dein sonst um diese Zeit wenig besuchten Sänswuti., Am Don­nerstag Mittag irnternahin Seine Majestät diese» traditionellen WeihuachiSspaziergang, wobei tt verschiedenen Personen je ein neugePrägteS. Zwanzigmarkstück mit seinem Bilde überreichte. Zur Frühstückstafel im Apollosaal waren dec

Und trotzdem?" Er macht ein jammervolles Gesicht. . . .

Ich kann nicht anders, ich muß ihn neben t

Hadwig, haben Sie keinen Stolz? Rufen Sie den zn Hilfe gegen diese unwürdige"

Schweigen Sie!" herrschte sie ibn au.-, Was wissen Sie von der Frauenseele! Was von dein Stolz! Ack. lassen Sie niich!"

Damit läßt sie ihn stehen und geht mit schnel­len Schritten über die Wiesen heimwärts.

Du!" Nachstiirzen mochte er tbr, sie zurück-, halten nnd ihr mit beißen Worten sein wahnfin-, «igeS Begehren offenbaren!Di« Du1 Dn" Er wirft sich ins Gras und weint wie ein Kind. Dann überlegt er. Nein AllmerS soll sie auch nicht haben! Er gönnt sie keinem keinem! AllmerS wird nntergehen bei dem. Schwimmversuch -- sicher trnb er Herbort wird atick untergeben----nicht lchwim-

inend zwar bah sterben müsse» alle' sterben ist Geifer, als Leben! Elendes Dasein!

Anne nnd der Professor sitzen in einem Win-! kel des Lesezimmers und entwerfen das Pro-; grainm für die Hochzeitsfei.-'. Wer soll Hadwig' führen? die junge Fron tomml gerade dazu, <'

Vierteljährlicher BtjugSpreiS: btt ver Expedilisn 2 Mk,

... -wg non bei allen 4$»ftämttm 2,25 Mk. etjcL Bcstrllgelb). "

tJOv ZusertunSgebühr: sie gespaltene Zeile ober deren Raum 10 Pfg» DEkUÄÜÜ, 29. De-ember 1903, Re-L»en: die Zetle 23 Pfa. . ______________________

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