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Hessen-Nassau und Nachbargebiete

Kassel, 12. Dezbr. Line neue lutherische Kircke, ton*, wie wir erfahren, demnächst im Westen der Stabt und zwar in der Gabelung der Hohenzollern- und Elfbuchenstraste, nahe bei der Enfant riekaserne, nach einem Beschlüsse des Presbyteriums der lutherischen Kirchen» gemeinde erbaut werden.

F«lda, 13. Dezbr. DaS Ehren-Präsidium der nächstjährigen Gewerbe-Ausstellung zu Fulda haben bereitwilligst angenommen die Herren Oberpräsidenten Exc. v. Windheim^Kaffei, Re» aierungS» Präsident v. Trott zu solz - Kassel, Reichstags-Abgeordneter Richard Müller-Fulda und der Präsident der Handwerkskammer, Schlosiermeister Römer-Kassel.

Schlüchtrr«, 12. Dez. In Wei per- brach zur Nachtzelt in der Wohnung des Wilhelm,

die Handelsverträge noch immer nicht gekündigt seien. Auch die sonstigen Bedenken des Vorred- ners seien im Schooße der konservativen Partei erwogen worden. Seine Freunde würden der Vorlage zustimmen, seien aber bereit, eine Aends- rung insofern vorzunehmen, als eine Endfrist sestgeseht werde. Staatssekretär Graf Posadowsky wandte sich mit Schärfe gegen die Ausführungen des Abgeordneten Grafen Reventlow, hinter dem, wie er meinte, nur ein klriner Kreis weltfremder Leute stchcn könne. Wenn die Verbündeten Re­gierungen eine Handelspolitik nach dem Wunsche des Abgeordneten Grafen Reventlow treiben würden, würde da? deutsche Erwerbsleben gra­ften Schaden erleiden. Die Rede des Staats­sekretärs sand den Beifall der Freisinnigen und Sozialdemokraten, wie aus den Reden der Abgg. Berstein (Soz.) und Gothein (Frs. Vgg.) aufs deutlichste hervorging. In der zweiten Lesung, in der es zu einer nennenswerten Debatte nicht mehr kam, wurde em Antrag Kardorff (Rp.) als Endfrist des Handelsprovisoriums den 31. Dez. 1904 einzusetzen, abgelehnt und dann gegen die Stimmen der Freisinnigen und Sozialdemokraten ein Antrag Herold ($.), die Endfrist auf den 31.

Marburg und Umgcgrnd

Marburg, 14. Dezember.

§ KrtistagSsitzung. In der am 2. Januar stattfindenden Sitzung des Kreistags deS Kreises Marburg wird u. a. auch über die Erwerbung der sog. Fürstenhauses, welches bekanntlich dem FiSkuS gehört, als KreiSgebäude Beschluß ge­fetzt. Ter Kaufpreis soll, wie die Regierung in ihrem kürzlich erfolgten Angebot mitgeteilt hat, nur 60 000 Mk. betragen. Dem Ankauf dürfte wohl ahne weiteres zsgestimmt werden, da bei einem etwaige« liebergang bei Gebäudes in Privatbefitz sich bet Kreil andere Geschäft»»

waltunp. , v

Eiseniehn-Perssttlie«. In den Ruhestand versetzt: RechnungSrat Löhr in Marburg. Er- nennt: Zum Lokomotivführer: Lokomotivheizer Stiefel in Marburg. Die Prüfung bat be­standen: Zum Lokomotivführer: der Lokomottv- Heizer Zipprecht in Treysa. Den nachstehend bezeichneten Brernftrn, die die förmliche Prüfung zum Schaffner bestanden haben, ist die Amts­bezeichnungSchaffner" beigeleat worden: Heinrich Hofmann II und Pfuhl in Frankenderg.

Preußische «luffeulutterie. Die Spieler der Klaffenlotterie werden daran erinnert, daß heute der letzte Tag zur Einlösung der Lose der 1. Klaffe ist. Wer Wert darauf legt, ferne bisherigen Lose weiter zu spielen, wird gut tun, den EinlösuvoSterwin rir't zu versäumen.

Entdeckte Schwindler. S.-it längerer Zeit schon brachten größere Zeitungen Anzeigen,, in welchen ein in Kassel wohnender Gelddarlerher unter Zusicherung strengster Verschwiegenheit geld­bedürftigen Personen Darlehen anbot. Daß an Leuten, welche Geld nötig haben, bekanntlich kein Mangel ist, hatten sich auch verschiedene solcher Bedürftigen gemeldet, es war jedoch, nur eine Wiederholung des ölten Schwindlertricks. Die Anfragenden hatten vorher eine ziemlich Hobe Pro­vision einzusenden und daS Geld blieb aus. Daß da die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft auch nicht lange auf sich warten ließ, läßt sich den­ken. Seit vorgestern sitzt der menschenfreundliche Verleiher hinter Schloß und Riegel.

* Bat Schwindler«, die mit Kleiderstoffen hausieren und dirie den Leuten als Reste an- bieten und zu anscheinend billigen Preisen ver­kaufen, mutz dringend gewarnt werden. Ein Barmer Einwohner ist dadurch, daß er sich mit einem solche« Schwindler einließ, der ihm drei Rest» Tuch zum Preise von 56 Mark an»

m»b die Kaiserin der Vorstellung im Schauspiel- bause bei Als die Maiestät.-n in die kleine §>ost L trÄen, erhob sich das alle Teile ; be» füllende Publikum und brocki w laute 0°«^ aus Der Kaiser war sichtlich erfreut über oen Emvfana, der ihm bereitet wurde, und der Kai­serin die mit freundlichem Lächeln für die dar- oebrachte Huldigung dankte, sah man die Freude an Wiede? an der Seite ihres Gemahls in der Oeffentlichkeit erscheinen zu können. Der Kaiser sand Vergnügen an der heiteren Bühnendichtung, und spendete den Darstellern reichen Beifall.

irr Pause nahmen die Majestäten den Tbee ein unb kehrten nach Schluß der Vorstellung nach Potsdam zurück. ,, _ .

Der kaiserliche Hof besuchte am Sonntag den Gottesdienst und später erteilte der Monarch einige Audienzen. Am Nachmittag wollten die Majestäten bei dem prächtigen Wetter eine Auf­fahrt unternehmen. Der Kronprinz ist von sei­nem Jagdausftuge nach Schlesien wieder in Pots­dam eingetroffen. Am heutigen Montag Vorrntt- tag empfang^i der Kaiser und die Kaiserin das Präsidium des deutschen Reichstages, am Mittwoch begrüßt der Kaiser in Berlin den König Christian von Dänemark, der auf der Reise nach Gmunden zur sllbernen Hochzeit seiner Tochter und seines Schwiegersohnes, der Herzogin und des Herzogs von Cumberland, in Bersin Aufenthalt nimmt.

Ueber das Befinden des Kaisers louten, wie aus bester Quelle versichert wird, die Nach- richten von Tag zu Tag erfreulicher. Der Kauer verfügt jetzt wieder über seine Stimme, es durste nur noch kurze Zeit bis zur vollständigen Her- stellung vergehen. Rur aus Vorsicht schont der Kaiser jetzt noch seine Stimme. Die Sttmmung des Kaisers ist die denkbar beste.

Prinzregent Luitpold von Bayern feiert am Dienstag sein 60jäbriges Generalsinbiläum.

Wegen der reicbsgesetzsichen Regelung der Entschädigung unschuldig Verhafteter ist jetzt in her Hauptsache eine Verständigung zwischen den verschiedenen Regierungen erzielt. Die Angelegen­heit wird den Bundesrat nach Neujahr be- fchäftigen. _

Das Staatsministerium trat am Samstag zu einer Sitzung zusammen.

Der Trauerfeier zum Gedächtnis Adolf von Hansemanns wobnte al? Vertteter des Käfters Fliigeladsiitant Fregattenkapitän von Gramme bei. Zu Seiten des Sarges lagen Kränze des Käfters und der Kaiserin und des Königs von Rumänien. Der Botschafter von Szoegienyi und der Gesandte Beldiman vertraten den Kaiser Franz Josef und den König Carol von Rumänien. Don den Ministern waren Freiherr von Rbeinbaben, Möller, Budde. Schönstedt und Staatssekretär Krätke anwesend.

Der Rsichstaasabaeordnete Baron von Schmid erklärt, daß die Mitteilung, er sei in die gestern neu gegründetefreie Vereinigung" im deutschen Reichstage eingetreten, unrichtig ist. Er fei unabb^"mrr Lotbringer gebsi 'ben.

Der P'-äsident der Frankfurter Handels­kammer, Geh. Kommerzienrat v. Guaiia, Mitglied des Herrenhauses, ist gestorben.

Aus Anlaß der zahlreichen Konfsi'kte zwi­schen Aerzten und .Krankenkassen ist für den 25. Junuar von den geschäftsführenden Krankenkasien ön allgemeiner deutscher Krankenkassenkongreß rinberufen, um die Stellung der Krankenkasien zu den Fordenmgen der deutschen Aerzteschaft feft- mtfegen. Kongreßort soll eine passend gelegene Sm ist Mittesd"iiftchlcmds werden.

Zur Hundertjahrfeier der drei Regimenter in Hannover wird berichtet, daß sämtliche noch lebenden Offiziere des vormals königsichbannover- scken Heeres.von maßgebender Seite ausgefordert wurden, in ihren alten hannoverschen Uniformen den Festlichkstttn am 19. Dezember beizuwohnen.

Die Meldung von dem beabsichttgten Um­bau der alten PanzerkreuzerKäfter" und Deutschland" zu Küstenpanzerschiffen trifft nicht zu. Tie Schiffe werden vielmehr in irgend einer anderen Weise völlig aufgebraucht.

Zu den Vorlagen, die den preußischen Land­tag beschäftigen werden, wird derPost zufolge in erster Linie ein Gesetzentwurf über die zur Abwendung von Hochwassergefahren erforderlichen Maßnahmen gebären. Die Anlage von Talfverren ist eingebend erwogen worden, es bat sich aber herausgestellt, daß nur wenige geeignete Punkte verbanden sind und daß der Bau von Stauwerken nur dann seinen Zweck erfüllen kann, wenn gleich­zeitig auch in Qefterrrich ähnliche Anlagen errichtet werden. Die Verhandlungen hierüber werden wohl längere Zeit beanspruchen.

Parlamem arisches.

Reichst"«.

(Eigenbericht.)

B e r I i n, 12. Dezember.

Am Bimdesratsttsch: Graf Posadowsky, Frhr. von Richtbosen, Frhr. von Stengel, Möller und Kommissare.

Ter Reichstag erledigte beute zunächst in erster und zweiter Losung das Handrlsprovisorium mit England. Während die Regierungsvorlage das bestehende Handelsübereinkommen bis auf wei­teres verlängert willen wollte, bestimmte der Reichstag, daß sich diese Verlängerung nur bis zum 31. Dezember 1905 erstrecken solle. Die Beratung leitete A^g. Graf Reventlow (Reue Fr. 'Bereinigung') mit einer großangelegten Rede ein. Er sprach fein Befremden darüber aus, daß der Reichstag abermals in die Zwangslage versetzt werde, eine so wichtige Vorlage in übertrieben kurzer Zeit zu erledigen. Dann gab. er einen Rückblick auf die Geschichte des Provisoriums und legte eingebend dar, daß England uns die Meist­begünstigung nur bis 1896 gewährt und von da an die bestehenden Verträge uns gegenüber rück­sichtslos gebrochen habe. Die gegenwärtig von der Regierung betriebene Wirtschaftspolitik unter­zog er einer scharfen Kritik und betonte, daß in Folge dieser Wirtschaftspolitik das Vertrauen des Landes zur Regierung immer mehr schwinde. Nur wenn das Ausland sehe, daß das deutsche Reich auf wirtschaftspolitischem Gebiet Ernst zu machen beginne, werde der Abschluß der neuen Handels­verträge beschleunigt werden. Abg. Gras Kanitz (kons.) gab der Regierung gleichfalls zu bedenken, daß im Lande Erbitterung darüber herrsche, daß

räume suchen müßte. Ferner wird auch, waS vielen unserer Mitbürger angenehm sein dürfte, über die Uebernahme der Restschuld zum Bau deS Eüdbahnhofs auf den Kreis, zu deffen Ab­trag und Zinszahlung alljährlich die Jnteresienten der Haltestelle herangezogen wurden, Beschluß gefaßt werden. Die Summe, welche anfänglich bekanntlich 15000 Mk. betrug, ist jetzt aus 9 676,61 Mk. gesunken. Diese sollen mit zu den Baukosten der Lahn MarburgDreihausen, deffen Ausgangspunkt der Südbahnhof wird, verrechnet werden.

8 Ter filber«r Sinnt,g. Die Dekoration der Schaufenster der Verkaufsläden ist jcht zu einem Spezialgebiet der Kaufleute ge­worden. Daß Marburg auf diesem Gebiet nicht nachsteht, drängt sich unwillkürlich bei einem Gange durch die Straßen unserer Stadt auf. Eine Augenweide ist es für jeden, die Mannigfaltigkeit der Ausstellungen, wie auch den bekundeten Geschmack zu bewundern. Am gestrigen sog. silbernen Sonntag entwickelte sich in den NachittagSstungen wieder ein sehr reger Dezember 1905 sestzusetzen, angenommen. I Straßenverkehr. Besonders zahlreich bewegten Darauf setzte daS Haus die erste Lesung deS px bie Menschenmassen vom Eingänge zur Etats fort. Hier war der erste Redner der Preu- I an bis zur Neustadt; hier war

?aUmttTnIPer Ü Vto7te?Se<£ manchmalkE durchzukommen. Auch der

rungE vorgeschlagene Reichsfinanzreform eintrat I Frerndenbesvch aus der hegend war gestern und einzelne Ausführungen des Abgeordneten em starker. Hoffentlich ist da» Geschäft auch Richter bekämpfte. Abg.Skarzynski (Pole) er- I so gewesen, wie eS dem Namen be» Sonntag» fiärte sich gegen die Ostmarkenzulage der Beamten, I entspricht.

ebenso der Abg. Schrader (Frs. Vp.). Nach un- * Das Wahltitigkeitt Reuytt zum Besten wesentlichen Bemerkungen des Abg. Payer (sd invalider Jäger und Schützen und be»

Vp ) wurde die Wetterberatung auf Montag 2 ^ntmlibenbanf', welche» die Kapelle des Jäger» __ ______ I Bataillon» unter Leitung be» König!. Musik-

1 I dirigenten Schauert am Sonntag abend im

'MitSTrmh I Museum veranstaltete, war erfteulicher Weise

ZtimUIW. I haucht, sodaß hoffentlich ein ansehnlicher

Oesterreich»U«-ar«. Der österreichische Reinertrag sich ergeben hat. Die einzelnen

Reichrrat ist vertagt worden, nachdem Minister- Stücke be» sehr gewählten Programmes wurden

Präsident v. Körber Auskunft über die den flott und gut gespielt. Besondere Hervorhebung Ungarn gewährten militärischen Zugeständnisse I verdient das Liebeslied au» der Walküre, sowie im Wiener Herrenhause gemacht hat. Die I die KonzerttFantafie für Flautosolo, welche Rede de» Ministerpräsidenten war eine imposante I Herr Lehrke rein und schön zum Dortrag Kundgebung für die Einheit der Armee. Körber I brachte. Da» Publikum spendete lebhaften Bei- wie» jeden Gedanken an eine Teilung de» Heere» I fall, sodaß noch verschiedener Zugaben erfolgten, ab, so lange der Ausgleich gelte. Die Rede I » tzsinr allgemeine vramteadrrsammlaag soll wurde in allen politischen Kreisen Ungarn» am Mittwoch, den 16. b. MS. im SchweinS- lebhaft besprochen. Die Opposition bemängelt berg'schen Lokale stattfinden. E» handelt sich besonder» die wiederholte Erwähnung be» ®e- I hauptsächlich um Gründung eine» Allgemeinen samtreiche» und die neuerliche Interpretation Beamten.Dereivs.

be» ungarischen Staatsrechte«'im absolutistischen * NatarhrU-Lerei». Dem hiesigen Natnrheil» Sin"-. .Die Opposition wird den Grafen Tisza, $ein ift e8 Ölungen, den al» vorzüglichen falls dieser e» nicht selbst tun sollte, Montag I M^dner bekannten und bewährten Borkämpfer 'n der Sitzung de» Abgeordnetenhäuser zur bw Naturheilbewegung Herrn Oberst a D. Stellungnahme gegenüber der Rede Koerber» I gpotT au8 liegen zu einem öffentlichen Dor» veranlaffen. Die Koffuthpartei wird eine Er- I * gewinnen, welcher noch in dieser Woche

klärung veröffentlichen, in d-r sie da» jetzige st^findet. Nähere» wird noch durch Inserat Aufgeben der Obstruftion mit der Notwendig- ^kannt gemacht werden.

SL-J! SSrt8 btt 4(114 $ -1. LehrliagShri«. Ein herrlicher Anbtick ge-

»nnf.hrft ,mhfinn währte gestern Abend ein Serie Lichtbilder au»

. dlmertka._ demfchönen Land Tirol. E» wurden u. A.

^n deutschen Botschafter Freiherrn Speck ton ©raubenj am Bodensee; die Feldkirche

SSÄ W. 7» iwb -d^ch., ihm °-d-» Wm W,3»»,

in Handschreiben be» Deutschen Kaiser», bas Luftkurort welcher de» Jahr» über von vielen in herzlichen Worten ben Präsidenten der Sommerfrischlern ausgesucht wird Ferner Freundschaft be» Kaiser» versichert. .Nieuwe Landeck mit ihrem ^^S°nntal , eine Straße Rotterdamsche Courant" meldet, England und I öon 3itn8bnid s^aria Ambras in dem Holland feien übereingekomnien, die Republik ^e S

d°"°"T^^4^er"^au»wäriiaen^^SchM "ton I verlebt? Der Brenner, 1400 Meter hoch über anzunehmen. »eaieruna hat Meran, die älteste Stadt in Tirol, die Süd-

"ä»xrtt Sailen fnb auf 1. M«r, N 3». -"beraumt.^uVauptletrei Achleruad Lehrer (Eilet

die diplomatische Lage sein. Die Regierung ist ruhig und voll Zuversicht. Sie ist augenschein­lich entfchloffen, die Verhandlungen dem ur- sprünglichen Plane gemäß fortzuführen. Da» Blatt .Nowi Krai' in Port Arthur widerspricht I energisch ben Mitteilungen auswärtiger Blätter I und Agenturen über kriegerische Stimmung I chinesischer Staatsmänner. Die KriegSunfähig- | leit Chinas sei weltbekannt. Die Truppen be» I Generals Mah bildeten eine allzu geringe Macht, um e» mit Rußland aufnehmen zu können. Juanschikai brauche die eigenen Truppen, um inmitten zahlreicher Neider seine Stellung zu behaupten. Es sei unwahrscheinlich, daß dieser kluge Mann sich entschließen könnte, seine Macht aufs Spiel zu setzen. Welchen Vorteil hätte China schließlich von einem Zuspitzen deS Ver­hältnisses zu Rußland, betor der russisch-japani­sche Konflikt beigelegt sei. Am 12. Dezember ist die Antwort Rußland» auf die Vorschläge I Japans eingeaangen. Leber den Inhalt ver- I lautet noch nichts.

schwätzte, zu Schaden getommen. Als et Die Stoffe nach kurzer Zeit einem Schneider über­gab, stellte eS sich heran», baß dieselben zu An­zügen fast wertlos waren. Tie Schwindler sind indeffen nicht zu ermitteln gewesen. Auch in hiesiger Gegend, sogar in Marburg, , sind schon Leute auf derartige Angebote hereinge- sallen. Diese Hausierer gaben sich in der Regel al» verkrachte Geschäftsleute aus, welche die >aar angeblich übrig gebliebenen Sachen so chnell wie möglich an ben Mann bringen

müssen.

§ Aufgesimben wurde in der Nacht vom Sonn­abend zum Sonntag auf dem Marktplätze ein Handwerksbursche aus Stettin, der eine klaffende Kopfwunde hatte. Der total betrunkene Mann gab an, daß er gestürzt sei. Man brachte ihn ins Arbeitsbaus.

§ Ein Wasserrohrbruch erfolgte gestern wieder einmal in der unteren Kasernenstraße. Wie vorige Woche weiter oben beim Gymnasium, so mußte auch hier wieder bie Straße aufggriffen werden.

> Cölbe, 14. Dez. Der Verein der Geflügel- unb Bogeftreunde im Lahn» und Ohrntal hielt gestern abend im Gasthaus Kranz eine außerordentliche Ver­sammlung ab, die sehr zahlreich besucht war. Kurz nach 7 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende, Herr Lehrer Beil, die Sitzung, indem er zunächst den Zweck dieser Derlammlung. sowie die Tagesordnung mitteilte, welche genehmigt wurde. Zunächst handelte es sich nm die definitive Festlegung des Jahresbeitrags auf 2,40 Mk , um allen Vereinsmitgliedern dtt direkte Zu­stellung der Vereinszeitung gratis ermöilichen zu können. Die Versammlung erklärte sich einstimmig für Festsetzung des Jahresbeitrags auf 2,41 Mk., und hatten auch alle nicht erschienenen Bereinsmitglteder ihre Zustimmung schriftlich erteilt Für Punkt 2: Errichtung ton Zuchtstationen, bie in erster Lune^ den Zweck haben, guten Rassen eine schnelle Verbreitung zu sichern und minderbemittelten Geflügelfreunde vorerst können allerdings nur Vereins Mitglieder be­rücksichtigt werden Gelegenheit zu bieten, für ge­ringes Geld schöne?, nutzbares Geflügel aus Brut- eiern zu ziehen, entwickelte sich ein besonders reges Interesse. Von der Errichtung einer Zuchtstation für Laufenten wurde Abstand genommen, weil es sich ergab, daß bereits im Vereinsgebiet ante ßaufenten- flämme vorhanden seien und dir Besitzer Bruteier zum billigen Preis von 10 Pfg. per Stück abgaben; dagegen treten für Errichtung von Hühnerzucht- stationen verschiedene Herren warm ein, und wählte man zwei deutsche Raffen, die sich unter den Ge» flüqelfreunden feit langen Jahren eines besonders guten Rufes erfreuen, in unterem Verein aber noch nicht gezüchtet werden, nämlich das Rammelsloher Huhn n das Thüringer Pausbäckchen. Der Antragf ur jede dieser beiden Rasten eine Zuchtstation zu errichten, fand einstimmige Annahme und soll die Zuchtstatton für Ramelsloder hier in Cölbe, bie für Thüringer Paus, bäckchen in Schönbach eingerichtet werden. Punkt 6: Aufnahme neuer Mitglieder, führte dem JBerein Wieder mehrere Herren zu, fodasi die Mitgliederzahl bereits auf 47 angewa chsen ist, und steht zu erwarten, daß dieselbe in nächster Zeit weiteren erfreulichen Zuwachs erhalten wird. Zu Punkt 4: Verschiedenes, wurde bekannt gegeben, daß Herr Metzger Lochel hier, der Mitglied des Vereins ist, eine Knochenmühle m Betrieb fetzen und den Vereinsmitgliedern wöchentlich den Bedars an Knochenschrot, das bie ßeaefcliiqfcit der Hübner besonders günstig beeinfiußt, für 9 Pfg. da» Pfund liefern werde. Als letzter Punkt der Tagesordnung galt es, Ort und Zeit für bte nnaifte Versammlung zn bestimmen; es wurde beschlossen, die nächste Vei'ammlung am 3. Januar k. I. von nachmittags 2 Uhr ab in Anzefabr ab Inhalten, und hat einer der bedeutendsten Geflügelzüchter Heffens bereits zugesagl, einen Vortrag in derselben zu halten. Segen 9 Uhr schloß der Vorsitzende die Versammlung mit dem Wunfche: Auf frohes Wiedersehen in Anzriab''

X Lohrn, 13. Dez. Am Sonnabenv sanö hierselbst eine zahlreich besuchte Handwerk.'r-Ver- sammlung statt, in der Herr Kuusftchlessermeiftcr Seebiuger aus Marburg über das Handwerker­organisationsgesetz sprach. Es dürste hier zur Bildung von mehreren Innungen kommen.

RodheiM l». d. B., 12. Dezbr. In diesen Tagen hielt der Vaterländische Frauenverein be» Kreises Biedenkopf feine satzungsgemäßen Jabres- versammlungen ab. Für ben Bezirk Radheim war eine solche auf Sonntag, den 13. Dezbr., 3 Uhr nachmittags, in der hiesigen Kirche vor­gesehen. An der Spitze unseres Kreitzverbandes steht al» Vorsitzende Frau von Heimbura, und Landrat von Heimburg selber wird über bie vom Borstarde seit bet Gründung de? Vereins getroffenon Masinabmenberichten. (Gieß.Anz. )

Hörntghaufe«, 12. Dezember. Dem hiesigen Kriegerverein wurden Fabnenbänder, nebst einem Fabnennagel Allerhöchst verliehen. Die Ueberreichung betfelben wird voraussichtlich erst bei dem nächsten Kreisverbaudssest in Herzhausen durch den Vorsitzenden des Kreis kriegerverdandes Herrn Oberförster und Oberleutnant der Reserve von Baumbach in Haina stattsinden. . i ,,

][ Frankenderg, 12. Dezember. Bei der gestern hier stattgefun denen Etadtverordnetenwahl wurden folgende Herren aewählt: 1. Klaffe Kaufmann August Tröst Oekonom ®-nrg Schmieder. 2 «lasse: Spar« kaffen-Rendant Schade, Lohgerter Adolf Ortwein. 8. Klaffe: Renti.-r Ludolph Schneider, Schornstein- feaermeifter Friedrich Schröder. Zwischen nach, folgenden Herren findet Sttchwahl Hutt. Gericht8- fetretär Gail und Möbelhändler Georg Bohl 2. Klaffe und Anstreichermeister Christian Huhn und Expedient Daniel Kalbt 3. Klaffe.