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von Grundstücken kann mit Genehmigung der ' Natur uns hier gebotenen Verhältnissen. Heiinstättenbehörde stattsinden. ^Pian bedenkt, daß mehr als 40 Prozent d
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keinesfalls nach
Diese Abschwenkung U>nv
.i’ reichte ihm den Stock.
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Gröhe bestehen, und eine größere Anzahl von Stellenbesitzern das wirtschaftliche Rückgrat der ländlichen Arbeiterschaft darstellen. Dieses sozial wünschenswerte Vorbild, gilt es auch für das Reich durchzuführen unter Berücksichtigung der von der
Kommen-Können ein dringendes Bedürfnis die hier in Betracht kommende Schaffung Heimstätten im Wege der Rentengesetzgebung folgt ja doch nur das Ziel, neue Wohnsitze Landgeschlechter» zu schaffen, die gerade in
und von ver- voir den
Provinzen, für die sie hauptsächlich gemacht sind, nämlich in den preußischen Ostprovinzen einem dringenden Bedürfnisse des Staates nach einer verhältnismäßigen Ruhe der ländlichen Gesellschaftsordnung entsprechen. Daß die Börsenpresse, der die Atomisierung dieser Gesellschaftsordnung immer ein Herzensbedürfnis gewesen ist, auch diesen Entwurf in den alten blutrünstigen Phrasen von Reaktion usw. bekämpfen würde, war selbstverständlich zu erwarten.
„Sie sind zu gütig!"
Aber eine Antwort will ich
Sie kommen nicht los."
Worauf?"
das den landwirtschaftlichen Betrieben im engeren t Sinne entzogen bleiben muß und dessen Erhaltung
aus wichtigeit kulturellen Gründen unabweisbar ist, so wird man zugebeu müssen, daß der der Landwirtschaft sonst noch verbleibende Großgrundbesitz schon wegen der Möglichkeit vorbildlicher Betriebe nicht zu entbehren ist. Wenn man ferner bedenkt, wie verhältnismäßig gering doch die Zahl des gebundenen bäuerlichen Besitzes ist, so wird niemand behaupten können, daß den beut- scheu Bauernsöhnen die Möglichkeit des Aufwärts- Steigens-Kännens durch die Hannoversche oder Westfälische Höfegesetzgebung genommen sei. Denn noch immer sind Hunderte voll Quadratmeilen des deutschen Bauernlandes ungebuildener Besitz. Für die ländliche Arbeiterschaft aber ist eine gewisse Mischung voll Freiheit und Gebundenheit des Besitzes von Richt-Verlieren-Können und Vorwärts-
Muan bedenkt, daß mehr als 40 Prozent der preu- i ßischen Fideikommisse sich auf Waldland erstreckt.
Vierteljährlicher Bezugspreis; btt der Expedition 2 MH, bet allen Postämtern 2,25 Mk. eegtU Bestellgeld).
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Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, ttniversitäts-Buchdruckerei Marbunz, Markt 21. — Telephon 55.
§ 6. Die Heimstätte ist unteilbar uild — vorbehaltlich des Nießbrauchsrechts des iiberlebenden Ebegatteil — durch Erbgang, im Falle des Vorhandenseins mehrerer Erben, nur auf einen derselben (Anerben) übertragbar. Der Umtausch
der liberalen Presse einschließlich des Organs des evangelischen Bundes in der Frage Heckenroth- Pfleiderer scheint uns deutlich zu beweisen, daß es ihr viel mehr darum zit tim ist, Sünder gegen den Liberalismus, als solche gegen das Christen- tnm und nationales Staatswesen auf den Scheiterhaufen zu schleppen. B. L.
Umschau.
Sünder wider den Liberalismus.
In der gesamten kiberälen Presse Ost- und Westelbiens, zu der wir nach ihrem gegen Herrn Pfarrer Heckenroth gerichteten Bannstrahl auch die „Deutsche evcuigel. Korresp." (Organ des evangelischen Bundes) rechnen müssen, tobt noch immer der Eillrüstungssturm über das bekannte Bündnis Landtagswahlkreise Altenkirchen-Neuwied. Wir haben schon kürzlich darauf Hingeiviesen, ein wie eigentümliches Licht auf die christliche, wie nationale Gesinnung dieser Liberalen dadurch geworfen tvird, daß sie sich hier als Ketzerrichter über evangelische Christen aufwerfen, die sich mit deutsch- nationalen katholischen Christen verbündet haben, während sie auf der anderen Seite kein Wort des Tadels oder sogar Lobsprüche für den liberalen Theologieprofessor Pfleiderer finden, der ciuWahl- bündnis seiner politischen Freunde mit der anti- christlichen und antinativuale» Sozialdemokratie gegen konservative Christen empfohlen haste. Wenn man sieht, wie alljährlich ungezählte Tausende der evangelischen Kirche von der religionsfeindliche» Sozialdemokratie dauernd entfremdet und entrissen werde», dann muß doch diese Partei auch vom rein evangelisch-kirchlichen Standpunkt (also von dem nationalen abgesehen) als die weitaus größte Gefahr betrachtet werden. Die Haltung
Augen.
„Gott ich!" — Sie langte nach dem kleinen Blecheimer und begann ihn mit Sand zu füllen. „Ich will doch mal lieber mit helfen, nicht wahr? Sonst kann ich bestimmt eine Ewigkeit auf meine Burg warten." Fieberhaft arbeitete sie daraus los.
die Helle Spottlust.
„Bin ich das? darum doch haben.
„Eine Antwort'
V.
Annes Burg ist fertig. Eigenhändig hat die junge Lehrerin am Wall die Flagge mit dem Wahrzeichen der Stadt Bremen — eine Henne, welche mit ausgebreiteten Flügeln die Küchlein schirmt — aufgezogen. Lustig flattert sie int Wind, und das bereitet Anne viel Vergnügen.
„Rein, wirtlich," sagte sie, „daß ich in meinem Alter noch einmal so kindisch lverden könne, hätte ich nie gedacht! Da budett man vier int Sande herum mit dem Eifer, der einer besseren Sache würdig gewesen wäre, und zuletzt freut man sich sogar über eilt flatterndes Fähnlein."
Lächelnd hat der Professor zugehört.
„Schelten Sie nicht, Fräulein Anne, sondern freuen Sie sich, das; es so ist. Ihr sollt werden Ivie die Kinder! Unbekümmert das Leben genießen. lvie die es tun, es nehmen, wie es ist. nicht so viel hineintragen mit unserem überklugen Menschenverstand, leben, weil man lebt, und sich freuen, daß man lebt." -t
„Ja, wer das immer könnte!"
„Das kann jeder, Fräulein Anne, wenn er nur will. Das muß man lernen."
Ein paar Minuten schaut sie vor sich hin, grübelnd, und es liegt dabei etwas Gequältes in dem Ausdruck der ernsten Mädchenaugen. Aber sie schüttelt es ab, sie rafft sich zusammen.
„Ja. man muß es lernen," wiederholte sie leise. „Sie haben recht, Herr Professor. Vielleicht, wenn alle das beherzigen, würde es dann mehr Glückliche auf Erden geben."
Am selben Tage hatte auch Jürke Allmers und Hadwig augefangen, eine Burg zu bauen, das- heißt, Jürke grub und schaufelte, wahrend Fran Hadwig auf einem niederen Sandhiigel saß,
Deutsches Reich
Berlin, 10. Dezember.
— Am Dienstag unternabmen Ihre Maiestäte« der Kaiser und die Kaiserin mit der Prinzessin Tochtet einen Spaziergang durch Sanssouci. Abends wa; Konzert im Neuen Palais. Am gestrigen Mittwo^ empsing Se. Majestät den Admiral HoUmann, Bilb Hauer Haverkamv und Prosissor Knackfuß. Späte; hielt der Hausminister v. Wedel Vortrag.
— liebet: den Stand der HandelSvertragsverhanb lungen werden die widerspruchSvousten Nachricht« veröffentlicht, während nach einer Mitteilung del ,B. T.' im Lause des Januar 1904 der Abschluf einer Verständigung mit Rußland und noch in lausenden Monat mit Italien, Belgien und der Schwei, zu erwarten ist, liegen die Dinge nach anderen Veo lautbarungen noch so weit zurück, daß sich vorlänsi; ein Abschluß der Verhandlungen noch garnicht absehei läßt. Die eine Version erfordert so wenig Äeachtmp tote die andere; es handelt sich in beiden nur un Vermutungen.
— In Osnabrück toird an Stelle des verstorbene» toelstschen Reichstagsabgeordneten Frhrn. v. Scheel, nationalliberalerseits nicht der frühere Abg. Basser mann, der bisherige Führer der Partei, sondern der Gutsbesitzer Wamhoff, der den Kreis schon zweimal vertreten hat, als Kandidat aufgestesit werden.
— Millionen für Geflügel gehen alljährlich ins Ausland. Es ist deshalb erfreulich, daß der preußische Landwirtschastsminister einen Schritt zur Förderung der Geflügelzucht getan hat. Er stellte den Land- toirtfchastskammern je SCO Mk. zur Prämiierung ländlicher Geflügelhaltungen zur Verfügung.
— Zu einer neuen Parteigruppe im Reichstage unter dem Namen .Wirtickastttche Vereinigung' werden sich, tote cs heißt, die Antisemiten, die Abge< ordneten des Bundes der Landwirte, die teiben Christtich-Soziatcu und die beiden bayerischen Vauern- bündler zusammeuschließen nuS taktischen Gründen, um Anspruch auf Komisstonsvertretung geltend machen zu können.
— lieber Grundstücksspekulationen, die der Bau des Teltowkanals verursacht hat, berichten Berliner Blätter, Für Land, das früher 25 bis 50 Mk. die Ouadratrute kostete, werden jetzt vielfach 140 Mark für die Stute gefordert. In Lichterseide waren vor 20 bis 30 Jahren Grundstücke zum Preise von 50 Pf. für den Quadratmeter gekauft worden. Die Kanal- vertoaltung mußte im Entcigmmgsverso.hrcn 18 bil 20 Mk. zahlen.
Marburg
Freitag, 11. Dezember 1903,
„Na," sie legte das Gesicht in drollig-ernste Falten, „Häuschen, lvird Ihnen sicher nie verzeihen, daß Sie ihn so schmählich um das Schönste brachten."
„Und Frau Hadwig?" Er sah ihr fest in dir
§ 7. Die Veräußerung -ec Heimstätte unter Lebenden ist nur mit Genehmigung des Ehegatten und nur an Angehörige des deutschen Reiches zulässig. Niemand darf mehr als eine Heimstätte besitzen.
§ 8. Die Aufhebung der Heimstätteneigcnschaft erfolgt durch Löfchuitg im Heimstättenbuch. Die Löschung kann durch Beschluß der Heimstättenbehörde auf hinreichend begründeten Antrag deS Heimstätteneigentümers dann erfolgen, wenn der Ehegatte und die Renten- oder Annuitätenbcrech- tigten zustimmen.
§ 9. Dec landesrechtlichen Anordnung bleiben alle näheren Bestimmungen überlassen und speziell: 1. Besiimmungeit der Maximal- und Minimalgröße der Heimstätten inerhalb der im § 2 angegbenen Grenzen, 2. die Gewährung der Stempel- und Gebührcnfteiheit bei Errichtung dec Heimstätten, 3. die Abgrenzung der Steuerfrei- hiet der kleinsten Heimstätten, 4. die Errichtung der Heimstättenbehördc, 5. die Errichtung der Heintstätteurontetibanken oder ähnlicher Kredit- instttute, 6. die Regelung des Nießbrauchsrechts des überlebenden Ehegatten an der Heimstätte, 7. die Ordnung des Heimstättenerbrechts.
Es ist nichts Außergeivöhnliches mehr in unserem politischen Leben, daß verschiedene Fraktionen sich in der Stellung von Anträgen zusam« mentun, gleichwohl löst dieser Heimstättengesetz- cntwurf in der bauernfeindlichen Börsenpreise einen wahren Wutschrei aus. Obwohl sie gegen den Zweck des Gesetzes, die Ilnverlierbarkeit klein- bäuerlicheit Besitzes, sachlich nichts vorzubcingen wissen, ergehen sie sich in blutigen Klagen über drohende Reaktion, die den Bauern wieder an die Scholle fesseln und ihm die Möglichkeit nehmen will, einen besseren Platz an der Sonne, d. h. als die Industriearbeiter zu erwerbe». Der Heim- bauer lverde durch dies Gesetz in den Irrwahn versetzt, fein Erbe halten zu müssen, in Wirklichkeit aber halte das Erbe ihn und mache ihn zum Sklaven der Scholle. Dieser Widerstand geht von der römisch-rechilicheit Auffassung aus, daß das fretbeivegltchc Eigentum gleichsam das Gruud- dogma jeder wirtschaftlichen Auswärtsbewegung sei. In Wirklichkeit aber sind doch die großen Uebelstände, lvelche sich aus der Mobilisierung ergeben haben, längst erkannt. Die unbegrenzte Teilbarkeit des Bodens hat vielfach zu einer Zersplitterung und einem wirtschaftlich gänzlich unfähigen Zwergbesitz geführt. Selbstverständlich wird aber kein Lerstäudiger daran denken, da, wo eine solche Zersplitterung nun einmal vorhanden ist, wie z. Bz in der Rheinprovinz und in Siid- westdeutichlaitd künftig wieder eine Zusanunen- leguiig dec Zwergparzellen und die Sicherung ihrer Unteilbarkeit Herstellen zu wollen. Jede verständige Agrarverfassung wird vielmehr den Hauptwert auf die richtige Mischung von Groß- uud Kleinbesitz von Freiheit und Gebundenheit legen. Wie recht hat von der Goltz, als das Ideal der Gemeiitdeverfassung dasjenige von Mittelorten hingestellt, wo neben einem oder mehreren größeren Gütern Bauernhöfe in verschiedener
Eine Straudgeschichte von Ella Lindner.
; „Wenn umit so gräbt und sich bückt," wich sie ans.
Aber der Professor war feinfühlend. Er wußte, .daß hier irgend ehva<- nicht in Ordnung war. Doch was fonnte es fein?"
„Lasten Sie das Graben für heute." bar er, die Burg muß ja nicht an einem Tag erbaut werden."
Gehorfam legte sie den Spaten nieder.
„Wollen wir auch -d, ein wenig wandern?" 'ragte tr weiter.
die Hände im Schoß gesaftet und ihm vergnügt zusah. Der weiße Sand blinkte im Somienlicht, toenn Jürke ihn, Schaufel um Schaufel, herüberwarf, und Hadwig freute sich dec Kraft und Ge- wandtheit, die in ihres Ekkehard Bewegungen lag.
Höher und höher türmte sich dcc Wall, und schon konnte man sehen, wo die Plattform sich befinden würde, auf welcher der Strandkorb stehen sollte. Ein ordentlicher Luginsland! Jürke Allmers ließ einen Augenblick den Späten sinken.
„Nein, wahrhaftig, gnädige Frau, für jo — bequem hätte ich Sie doch nicht gehalten. Ich finde, daß Sie mir tvohl etwas helfen tonnten bei dem schweren Werke!"
„Ach," meinte sie, „es schaut sich so nett zu." , „Das glaub' ich gern! Aber kommt Ihnen beim Zuschauen nicht ein Fünkchen Arbeitslust?"
„Nein, da müßte ich lügen, bekannte sie offen.
„Faulpelz, kleiner, entzückender!" dachte Jürke und lachte zu ihr hinüber. „Na, meiueiwegen bleiben Sie getrost sitzen, aber dann dürfe» Sie auch nicht verwundert sei», wenn Sie mit eilige- buddelt werden."
„Eingebnddelt? Tanke vielmals'." Sie stand auf und reckte ein wenig die gertenschlanken Glieder. Dem will ich mich nicht ausjetzeit. Sonst könnte es sein, das; Häuschen aus der Bildfläche erschiene und ebenfalls Aufprüche an das Vergnüge» machte. Und die feinen find älter und auch berechtigt, den» er bat*mein Versprechen."
„Ich erschien wohl da als rechter Störenfried?" Er klopfte mit der flachen Seite des Spatens de» Wall glatt.
F Das Heimstättengesetz 6er deutsch- konservativen Partei und des Zentrums
Bo» beiden Parteien wurde im Reichstage der Entwurf eines Gesetzes zur Begründung von 'Heimstätte» eingebracht, dec folgenden Wortlaut hat:
§ 1. Jeder Angehörige des deutsche» Reiches hat nach vollendetem 24. Lebensjahre das Recht .zur Errichtung einer Heimstätte. Die Errichtung ! erfolgt durch Eintragung eines Maßgabe dieses Gesetzes geeigneten Grundstückes in das Heim- 'siätienbuch.
§ 2. Die Größe einer Heimstätte darf die eines Bauernhofes nicht übersteigen. Sie muß wenigstens einer Familie M-vhnung gewähren und die Erzciigung landwirtschaftlicher Produkte ermögliche».
Zubehör einer jeden Heimstätte sind: 1. die Wohung des Heimstätteneigentümers, 2. die notwendigen Wirtschaftsgebäude, 3. das zum Wirt- schaftsbetriebe unentbehrliche Gerät, Vieh- und Feldinventarium, der vorhandene Dünger, sowie die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, lvelche zur Fortsetzung der Wirtschaft bis zur nächsten Ernte Unentbehrlich sind.
8 3. Dcc zur Heimstätte festzulegende Besitz darf bis zur Hälfte des Wertes und zwar nur mit Rente» oder mit Annuitäten verschuldet sein. Dis Rente» oder dis Amiuitäte» müsse» durch Amortisation getilgt Weden. Tis Errichluug hat dis Umwandlung der Hhpothcke» und Grundschulde» des Grundstückes in amortiüerbare Renten oder in Annuitäten zur Voraussetzung. Höher verschuldeter Besitz kann von den durch die Landesqesctz- gebuugen zu . errrichtenden Landesheimstättenbehörden zur Eintragung in das Heimstättenbuch zugelassen werden, wenn der Besitzer die Verpflichtung übernimmt, die über die Hälfte des Ertragswertes hinausgehenden Hypotheken und Grnndschuldcn mir einem Prozent für das Jahr zu tilgen und die Tilgung nach Ermessen der Laudes- hcinistättenbchördeii gesichert erscheint. Verstärkte Amortisation ist gestattet.
§ 4. Mit Bewilligung der Heiinstättenbehörde können aus begründetem Anlaß bis zur Hälfte des- Wertes Rentenschnlden oder Annuitäten mit einer dem Zweck entsprechenden Anwrtisatious- periode eingetragen werden. Diese Bewilligung muß erfolgen: 1. im Falle einer Miß ernte oder bei sonstigen Unglücks fällen, 2. zu notwendige» Meliorationen, 3. zur Abfindung von Miterbe».
§ 5. Die Heimstätte unterliegt der Zwangsvollstreckung in folgenden Fällen: 1. wenn die Forderungen aus der Zeit vor Errichtung der Heimstätte stauimen und nicht drei Jahre nach Ber- öffentiichung der Heiuistättsneigenschaft verflossen sind, 2. auch nach Ernchtungwegeu rechtskräftiger Aufprüche aus Lieferungen und Leistungen, die zur Errichtung und zum Ausbau der Heimstätte verbraucht sind, 3. wegen rückständiger Renten oder Annuitäten, 4. wegen gesetzlicher Verpflichtungen, 5-. wegen Verpflichtungen aus imcrfaitbi icn Handlungen.
In den Fälle» 2 bis 5 ist als Vollsireckmigs- luaßregel mir die vo» der Heimstättenbehörde zu vollziehende ZwaiigSverwaltung der Heimstätte zu- lässig.
Parlamentarisches.
Reichstag.
Berlin, 9. Dezember.
Am BmideZratstisch: Reichskanzler Graf Bälvii Graf Pofndowsly, Frhr. b. Stengel, v. Tirpch v. Einem, v. Nheinbaben, Möller, Frhr. v Richthosei und zahlreiche Kommissare.
Das Haus ist leidlich besetzt.
Präsident Graf Balleflrem eröffnet dir Sitzung mit der Mitteilung, daß die Abgg. Himburg (kons.), Pauli 'Rp), Krebs (Ztr.), Dr. Hüber (natüb.), Rirnpau lnatlib), Mell (srs. Bp). Dr. Hermes (frf. Bp.) und Graf MielzinSki (Pole) zu Schriftführern gewahll sind. (Die Namen wurden bereits gemeldet.)
Die (Ze Drückten haben die Wahl angenommen.
Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung
mit dem Krcisblatt für die Kreise Marburg md Kirchhain.
------~ "..... Sonntagsbeilager AvttstrkkS Sonntagsvlatt.
„Auf meine Frage."
„Ich glaube, daß ich Ihnen auf jede Frage bereits eine Antwort gegeben habe."
„Auf jede? Nein, dann täuschen Sie sich inäcktig, meine Gnädigste."
Sie runzelte die Siir». Was ibm mir ein fiel, fie. immerzu „Gnädigste" zu titulieren mid „gnädige Frau"! Wenn er c5 noch einmal tun würde, wollte fie keinen Ton mehr reden — sicher! Diese Allmuheit bi er im Angesicht des ewige» Meeres! Ob er sie mir argem wollte? „Gnädige grau" l Sie mochte das nicht hören und von ihm erst recht nicht. Sie wollte keine „gnädige Frau" sein! Ihr Wcibgksühl empörte sich gegen diese hohle Phrase. (Fortsetzung folgt.)
Jiirkes Sinn.
„Ja, gnädige Fran, helfen dürfen Sie schon —"
„Wei»? Wirklich?" Aus ihren Augen blitzte
.umie den er völlig.rm-ickec ging, und dann führte .sie ihn zwischen die eiiizelue» Bürgen, die oft nur ieiii schmaler, kaum fußbreiter Pfad trennte, hin- untec zur See. Jedes Tangbüschel räumte sie ihm sorgfältig aus dem Weg, und auf jeder Qualle, s welche die Flut herangespült hatte, machte sie ibn wnftnerksaiu.
„Sie verwöhne» mich, Fräulein Änne," sagte -er. „Ich sauge an, meine Augen nicht mehr Zu veruiisfen, feit ich mit den Ihrigen sehe."
Sie fchwicg, denn fie wußte nicht recht, was :sie darauf antworten tollte. Ihre Gedanken waren ;io wenig bei deut Blinden, die liefen immer und .immer hinter den beiden Menschen her, welche iaus der andere» Seite des Strandes just dec •Sonne eiitgegengingen. Und vor Anne war es «so dunkel, lauter Wolken, lauter Wolken, dunkle, schwarze — O, daß sie nach Langeoog gekommen ■tearel
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