„ Wlffcuschaft, Kunst und Leben.
5 $)aB Sau» be8 8tei68taa8t)räfi» deuten. Der neue Reichstaa, der am DonnerS- tag zusammengetreten ist, wird neben seinem eigenen Palast oder genauer hinter diesem ein kleines neues Wohn- und RepräsmtationsgebLude für das ReichStagsPräsidium finden. Bclld nach Weihnachten wird.es seiner Bestimmung übergeben werden. Es ist ein Renaissancebau von massigen, späten Formen wie der „Reichstaa" selbst gleichfalls von Paul Wallot bis ins Einzelne der Jnnen- Ansstattung entworfen. Der Betraa. der dafür mit Einschluß der Nebenbauten ausgeworfen wurde, beläuft sich auf einundeinhalb Millionen.
” Der „Hann. Courier" bringt folgenden Ar- titel: „Was würde Goethe zu einem Loreley-Den km al sagen?" Eckermann brachte einst bei Goethe das Gespräch aus die von diesem im Jahre 1797 über Frankfurt und Stuttgart gemachte Reise in die Schweiz und erwähnte dabei, wie Goethe damals mit Mever lo viel über die Gegenstände dec bildenden Kunst uachgedacht. „Ja", sagte Goethe, „was ist auch wichtiger als die Gegenstände, und was ist die ganze Knnstlehre ohne sie. Alles Talent ist verschwendet, wenn der Gegenstand nichts tauqt. Und eben weil dem neueren Künstler die würdigen Gegenstände fehlen so hapert es auch mit aller Kunst der neueren Zeift Danmter leiden wir alle: ich habe auch meine Mo- dernitäten nicht verleugnen können." „Die wenigsten,Künstler", fuhr er fort, „sind über diesen Punkt im klaren und wissen, was zu ihrem Frieden dient. Da malen sie z. B. meinen „Fischer" und bedenken nicht, daß sich das aar nicht malen lasse. Es ist ja in dieser Ballade bloß das Gefühl -es^LasscrS ansgedrückt, das Anmutige, was uns lin Sonimer lockt, uns zu baden: weiter liegt nichts
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg and Kirchhain.
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Sonntagsbkilag«! JAustrirttS Sonntagsblatt.
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Marburg
Sonntag, 6. Dezember 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mtb Verlag- Joh. Lug. Loch, Umversitäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg.
Zweites Blatt.
Umschau.
Zur Kanalisierung der Lahn schreibt die „Rhein.-Wests. Zig.': Die Frage »er Lahnkanalisierung ist in ein neues, ein greifbares Ergebnis kzu verkündendes Stadium getreten. Auf das große Projekt, das der Lahn- ranal-Verein f. Z. von der Firma Havestadt u. Contag ausarbeiten ließ, ist damals durch den Baurat Roeder in Diez ein Gutachten auS- gearbeitet worden und der preußischen StaatS- regierung unterbreitet "worden. DaS sogen, große Lahnkanal-Projekt hatte den größten Fehler, daß es Schleppkähne von für den SchiffS- betrieb auf der Lahn unmöglichen Längen Vorsatz. Demzufolge waren auch die ganzen Wahr- fcheinlichkeits Berechnungen unzutreffend. DaS bisher weiter nicht bekannt gewordene Gutachten kam zu dem Ergebnis, daß e« sich nicht verlohnt, aus die Lahn so hohe Kosten anzuwenden und die natürlichen und bestehenden Anlagen vollständig zu verwerfen und neues dafür zu schaffen. Der früher schon von der Staats- regierung in Aussicht genommene Entwicklungsgang wurde empfohlen, wonach dis bestehenden Anlagen beibehalten, und nur etwas erweitert werden sollte. Die Schleusen sollten darnach für Schiffe von 800 Tonnen Ladefähigkeit bei 48 m Länge, 6,5 m Breite und 1,6 m Tiefgang eingerichtet und das Flußbett beibehalten werden/ In der Ausgestaltung dieses Planes, welcher nur die Hälfte der von dem vorgenannten großen Projekte veranschlagten Baukosten erfordern würde, kann nach dem Gutachten RoederS allein die Zukunft der Lahn-Schiffahrt liegen, wenn die wirtschaftlichen Grundsätze beibehalten werden sollen, welche die aufzuwendenden Mittel mit dem Nutzen für die Volkswirtschaft in Einklang zu bringen bestrebt sind.
Nun entstand die Bewegung der Jntereffenten der unteren Lahn, welche sich fast ganz auf den Standpunkt des Roederschen Gutachtens stellten. Die Jntereffenten der unteren Lahn heben sich, entgegen der Absicht der Limburger Handelskammer „Viel zu fordern um Einige» zu erreichen" das Ziel vorgesteckt, nur Vernünftiges zu verlangen, daran aber festzulten. Geheimer Baurat Roeder hat eine Berechnung vorgclegt, demzufolge mit den 800 Tonnen Schiffen eine einträgliche Lahnschiffahrt zu erreichen sein wird. Während jetzt die Schiffahrt durch den steten Mangel an Fahrtiefe, sowie die Unstetigkeit der Waflerstände mit großen Hindernissen zu kämpfen hat und im Sommer ganz aus fallen muß, wird dieselbe nach Ausführung der geplanten Regulierung bei einer Mindestwaffertirfe von 1,60 m das ganze Jahr durch betrieben werden können. Diese Regu
lierungen sollen nur bis Weilburg vorgenommen werden, bezw. die Weiter-Regulierung bis zur hessischen Grenze noch besonders auf Rentabilität geprüft werden. Ter große Kanalverein hat nun dieser Tage an Geh. Baurat Roeder geschrieben und seinen früheren Standpunkt „Bekämpfung der Bestrebungen der Jntereffenten der unteren Lahn" verlassen; Roeder soll das große Projekt umarbeiten, daß mit Schiffen von 300 Tonnen Ladefähigkeit eine lohnende Schiffahrt zu erreichen sei. Man ist bereit, diese neuen Bestrebungen zu unterstützen, da sie ja dem Vorhaben der Interessenten der untern Lahn nahe kommen. Es soll bei der Kommission des Lahnkanalvereins durch Baurat Roeder vermittelt werden, daß von den Jntereffenten der unteren Lahn einige Herren dem großen Komitee beigegeben werden. Demnächst soll eine Versammlung einberufen werden, in der Baurat Roeder das Ergebnis seiner Vermittlungen mitteilen soll.
Ganz besonders ist hervorzuheben, daß durch diese Vereinigung es '-dingen würde, die Interessenten deS ganz- Landes zu vereinigen, ev. daS neue Projekt in zwei Teile zu trennen, ein Abschnitt Kanalisierung bis Weilburg, ein anderer die Berechnung der Rentabilität über Weilburg hinaus bis zur preußisch-hessischen Grenze. Man wünscht hauptsächlich auch darum eine andere Zusammensetzung der großen Kommission, um vor Ueberraschung sicher zu sein, da man nicht gesonnen ist, den bisherigen Standpunkt der unteren Lahn fallen zu lasten. Nur wenn in diesem Grundpunkte Ueberein- stimmung erzielt ist, und der Kanalverein das Projekt Roeder in sich aufnimmt, sollen die Herren in die Kommission eintreten und das Vorgehen deS Kanaivereins mit Freuden begrüßen. ___________
Legenden-Bildung.
Unter dieser Ueberschrist wird der sehr viel Von Berlin aus offiziös benutzten „Südd. Reichs- korresp." geschrieben: In der Presse des Auslandes wollen die Versuche, dem Kaiser eine ernstere Ge- heitsstörung anzudichten, als die glücklich überstandene Operation, ’feirt Ende nehmen. Soweit dabei üble Absichten im Spiele sind, wäre jedes Wort der Widerlegung überflüssig. Den Leuten, die an eine gefährliche Erkrankung glauben, weil sie insgeheim eine solche wünschen, ist eben nicht zu helfen. Für sie wird die von den Aerzten mit ruhiger Zuversicht behauptete völlige Widerherstellung des Monarchen die beste Lehre sein. An dem ununterbrochenen Fortschreiten der Genesung wäre übrigens auch dann nicht zu zweifeln, wenn Bedenken dagegen erhoben werden sollten, daß Kaiser Wilhelm schon so bald nach gänzlichem Verheilen der Overafionswunde eine Anstrengung der Sfimmbänder, wie sie die laute Verlegung einer nicht besonders kurzen Thronrede im Weißen Saale bedeutet, auf sich nehme. Was die mit so vielen falschen Gerüchten umgebene Erholungsfahrt nach dem Süden betrifft, so ist ihre Ausführung oder ihre Nichtausfüh-
darin, und wie läßt sich das malen! (Goethe zu Eckermann am 8. November 1823).
• Eine römische Mainbrücke ist bei Klein-Krotzenburg zwischen Aschaffenburg und Hanau von der eine Strombefahrung vornehmenden Flußbaubehörde entdeckt toorbem Die Brücke scheint auf neun Pfeilern gestanden zu haben, deren Fundamente noch recht aut erhalten sind. Etwas stromaufwärts, bei Groß-Krotzenburg, sind noch Spuren des römischen Grcnzwalls vorhanden der sich hier in nördlicher Richtung von dem nach Nordwest und weiterhin nach Westen fiießenden Strom abwendet, während weiter südwärts der Main selbst auf einer längeren Strecke als Schutzwehr gedient hat. Die nenentdeckte Mainbrücke gehörte airgenscheinlich zu der hinter dem LimeS berlaufenden römischen Militärstraßen.
* DasMu'errecht bei den Jndia- n ern. Aus b: • Insel Tiburon im Meerbusen von Kalifornien i ein Jndianersiamm, bei dem noch das Man. ?,at, also ein amazonenhafter Zustand herrsch! Dor Stamm ist ein Ueberbleibsel der einst verbreiteten und mächtigen Sevia und ist wüt auch seinerseits im Aussterben begriffen trotz, vielleicht aber mich rvegen der weiblichen Oberherrschaft. Früher wohnten noch über 5000 auf der genannten Insel, jetzt nur noch einige Hundert. Der Untergang des Stamms ist unaufhaltsam, weil er jede Vermischung mit den Indianern des Festlandes vermeidet. Allerdings sollen die Leute trotz Mangels an Nahrungsmitteln und Wasser gesund und kräftig sein. Die Frauen sind unbedingt Herren im Hause, und ein Frauenrat, iu dessen Beratungen die Männer Feine Stimme haben, leitet die öffentsichen Angelegenheiten. Frilich ist dem Namen nach ein männlicher Häupt- lllig vorhanden, besitzt aber durchaus keinen Einfluß, mtb jeder Uebergriff der Mältner ist von
rung durchaus in daS Belieben des Kaisers gestellt. Die Fahrt mag manches für sich haben: notwendig ist sienicht. Die Annahme, daß im Fall einer solchen Reise eine Regentschaft in Frage komme, kann von der reinsten Wohlmeinung ein- gebeit fein; sie ist darum doch nur eine private Spekulation, keine der überhaupt beteiligten Persönlichkeiten hat daran gedacht. Auch diese An- nahme geht ja im Grunde von der Voraussetzung aus, daß der Gesundheitszustand des Kaisers ungewöhnliche Maßregeln erforderlich mache. DaS ist aber gerade nicht der Fall.
Deutsches Reich
Berlin, 5 Dezember.
— Seine Majestät de Kaiser erledigte gestern die laufenden Regierungsgeschäfte. Das frost- klare Wetter begünsfigt die Spazlergängg, die der Monarch täglich mit der Kaiserin in der Umgebung des Neuen Palais unternimmt.
— Der Kronprinz hat sich ebenfalls zu den Hofjagden nach Letzlingen begeben.
— Der Kaiser hat den Rittergutsbesitzer Frhrn. v. Buddenbrock-Kl. Ottlau bei Marienwerder in das Herrenhaus berufen. Von 1893—98 vertrat er den Kreis Stuhm-Marienwerber im Deutschen Reichstage.
— Die „Köln. Volkszeitung" meldet: ReichS- tagsabgeordneter Frhr. von Schele-Schelenburg ist plötzlich gestorben. Derselbe vertrat den Wahlkreis Osnabrück.
— Zum Studium der Wohlfahrtseinrichtungen für Bergarbeiter entsandte der preußische Handäsminister einen Vertreter nach England.
— Ein rheinisch-westfälisches Zementsyndikat ist gegründet worden. In nächster Zeit sollen neue Preise festgesetzt werden.
— Durch die Bildung unserer akttven Schlacht- flotte, die eine Vermehrung der Torpedoboote im Flottenverbande bedingt, ist eine Verdoppelung der Zahl der Schultorpedoboote zur Ausbildung der Mannschaften erforderlich. Im neuen Jahre werden zwölf Fahrzeuge in Dienst gestellt.
Ausland.
Afrika. In den beiden ehemaligen Buren- republiken soll die Lage eine sehr traurige fein. Die Bitten um Unterstützung für die notleidenden Buren, welche jetzt in Deutschland von verschiedenen Seiten wieder veröffentlicht werden, sind daher sehr am Platze und werden hoffentlich nicht ungehört bleiben. Das Amsterdamer „Allgemeine Handelsblatt" veröffentlicht Privatberichte aus Johannesburg, welche die Zustände dort wie in ganz Transvaal als geradezu verzweifelt bezeichnen. Das Elend Johannesburg sei unbeschreiblich. Tausende von Europäern würden geg,cntoärtig froh sein, wenn sie als Arbeiter in den Goldminen ihr tägliches Brot verdienen könnten. Aber die Minenbesitzer wollen keine weißen Arbeiter und treiben durch daS Sfillstehen aller Betriebe die Not aufs höchste, nur um auf diese Weise der Regierung die Erlaubnis zur Einführung chinesischer Arbeiter abzugewinnen. Der Schreiber schließt mit der Erklärung, es sei heute in Johannesburg kaum noch ein Dutzend Personen
den Frauen mit der größten Energie zurückge- wiesen worden.
* Kammersänger Ludwig Heß. Als ein Ereignis der diesjährigen Konzertsaison in Hannover, schreibt der „San. (Sour., darf bad Erscheinen be§ Tenoristen Ludwig Heß betrachtet werden. Ausgestattet mit hervorragendem Material, ist der jugendliche Künstler, ein Sohn des Marburger Universitätsprofesiors Edmund Heß, von ernstestem Streben nach Wabrhaffigkeit deS musikalisch künstlerischen Ausdruckes und rastlosem Erschöpfen des Liedes vom Beginn seiner Laufbahn beseelt gewesen, öerr Lest, tritt auch aI8 eigener, und zwar als ein höchst beachtenswerter Komponist mit zwei Liedern seines neuesten Liederzyklus vor unS hin. — Der Künstler veranstaltet auch hier in Marburg am 6. Dezember ein Konzert.
* Zu den Kölner Blumenspielen 1904 haben der König von Spanien einen außerordentlichen Preis für das beste Naturaedich!, Herr und Frau Bouressi-Köln für die beste Humoreske und Frau Galen-Gube-PotSdarn für das zweitbeste LiebeAied gestiftet.
* In der Sitzung der Royal Society in London am 30. November nahm der deutsche Botsck-afts- sekretär Graf Bernstorfs die dem Professor Hittorf- Münsier für dessen Forschungen auf dem Gebiete der Elektrizität zuerkannte Hughes-Medaille in Empfang; er führte dabei aus, die Verleihung der Medaille an einen Deutschen sei eine Ehre für die deutsche Wissenschaft, die Gesellschaft habe bargetan, daß die Wissenschaft ein internationales Band für die Völker, und daß der Wettslrest der Na- Honen in dem wissenschaftlichen Fortschritt stets freundschaftlich fei.
’ E i n nencntdcckter Königspalast In dem Dorfe Tsefar in der Nähe von Mykenae
zu finden, welche aus wirklicher Ueberzengung an die Zukunft der englischen Herrschaft in Transvaal glaubten. Das Elend sei bereits so groß, daß selbst große Opfer von englischer Seite.eine Besserung nicht herbeiführen könnten. Südafrika wird, wie schon zu Zeiten der Burenkriege voraus« gesagt wurde, stets eine offene Wunde für Großbritannien bleiben, die ihm noch viele Schmerzen bereiten wird.
Marburg und Umgegend
Marburg, 5. Dezember.
* St. Nikolaus. Für die Kinderwelt ist der morgige Sonntag (6. Dezember) von besonderer Bedeutung, da wir an ihm Sankt Nikolaus feiern. Der gute alte Herr mit seinem langwallenden weißen Barte ist allen braven Kindern ein gar treuer Freund, da er ihnen allerlei schöne Sachen, Aepfel, Nüsse, Pfefferkuchen und berg!, bescheert. unb sie auch in Schuhe und Strümpfe legt, welche bie Kleinen am Vorabend des Nikolaustages auf das Fensterbrett oder vor bie Türen legen. Den Ungezogenen freilich bringt er bie Rute und ernste Ermahnungen statt aller Süßigkeiten.
* Prüfung. In ben Tagen vom 27. Nov. bis zum 4. Dezember fanb in den Räumen des Königl. Provinzialschulkollegiums zu Kassel bie, Mittelschullehrer-Prüfting und die Rektoren- prüftlng statt. Die Prüfungskommission bestand aus ben Herren Provinzialschulrat Dr. Otto, Re- gierungS- unb Schulrat Martin (Kassel), Realgymnasiumsdirektor Professor Breuer (Wiesbaden), Oberrealschuldirektor Dr. Ouiehl (Kassel), Seminardirektor Schulrat Lotz (Dillenburg), Sem.-Oberlehrer Schnurr (Dillenburg). Die Prüfung für Mittelschullehrer bestanden: Lehrer Beul aus Frankfurt a. M., Lehrer Eckhardt aus Biedenkopf, Pfarrer Gonnermann au3 Wanfried, Lehrer Dr. Phil. Gnlde ans Frankfurt a. M., Leher Hubert ans Kaffel, Cand. min. Jakob aus Frankfurt a. M., Lehrer Kaiser ans Frankfurt a. M., Lehrer Kaufmann aus Schlüchtern, Lehrer Klarmann aus Frankfurt a. M., Lehrer Kramer aus Kassel, Lehrer Mever aus Frankfurt a. M., Kaplan Nicolay aus Biebrich und Lehrer Theile aus Frankfurt a. M. Die Befähigung zur Leitung von Volksschulen erhielten: Mittelschullehrer Adolf Becker aus Idstein, Lehrer Huhn auS Frankfurt a. M., Präparanden-Lehrer Paul au8 Homberg, Lehrer Schäfer ans Höchst a. M. und L r Hubert aus Kassel, Cand. min Jakob au8 Di Befähigung zur Leitung von Schulen mit fremdsprachlichem Unterrichte einschließlich der höheren Mädchenschulen erlangten: Lehrer Christ. Becker aus Frankfurt a. M. und Lehrer Klarmann aus Frankfurt a. M.; die Befähigung zur Leitung der mittleren Schule zu Witzenhausen wurde dem Lehrer Heinrich Weber zu Witzenhausen zugesprochen.
* Vorsicht beim Oeffnen von Geldrollen empfehlen bie folgcnbcn Zeilen der „Nordd. Allg. Ztg.": Ein Geschäftsmanii empfing von einem Bankhause eine Geldrolle, angeblicher Inhalt 40 Fünfmarkstücke. Die Rolle wurde in der Mitte guer durchschnitten unb es fanden sich nur 39 Stück vor. Da? Bankhaus wandte sich an die Reichsbank unb diese an bie badische Staatsbe- ===== -l "" . —- ■ <3
wurden Ausgrabungen veranstaltet, die von dem besten Erfolg gefrönt waren. Man fand die Trümmer der alten Stadt Assine. die Mauern der Akropolis bieier Stabt wurden aufgedeckt; sie sind ringsum vollständig zu erkennen und zeigen bie Bauart der mvkenischen Periode. Bloßgelegt wurden ferner drei Räume des Palastes, an deren Wänden, fo weit sie erhalten sind, sich wohlerkennbare Wandmalereien befinden. Der iveggeräumte Schutt enthielt Reliefs und Säulentrommeln« Ein ausgemauerteZ mit Stuck überzogenes Grob, in dem man Knochen und unbedeutende Totenge- schenke fand, und ein gewölbtes mit Reliefs und den Grundmauern verschiedener Häuser wurden in der Nähe miSgegraben; alles weist auf die my- kenische Periode bin. Reich war die Ausbeute an Gefäßscherben und wohlerhaltenen kleinen Gesäßen auch Gewichte verschiedener Größe fanden sich vor-
* Die Sternschnuppen ans dem großen Löwen, auf deren mögliches Erscheinen in den Nächten um Mitte November aufmerksam gemacht worden war. sind in einem rett chen Schwarme erschienen. Derselbe zeigte sich in den Frühsttinden des 16. Novembers. Dee berühmte Meteorbeobachter Denning in Bristol sah von Mitternacht bis 6 Uhr morgens die Zahl dieser Meteore stündlich von 16 bis auf 140 steigen, darunter waren viele Heller als Jupiter, einige übertrafen an Glanz die Venus unb hinterließen leuchtende Streifen am Himmel. @egci< 5(4 Uhr früh erschienen durchschnittlich drei Mo-, tcore in jeder Minute, und ihre Zahl nahm noch zu, bis die Morgendämmerung die, Wahrnehmungen beschränkte. Hieraus ergibt sich, daß in bet alten Bahn dieses Sternschnuppenschwarms noch eine ausgedehnte Wolke von Meteoren cinbcrläuft,’ bie sich von dem Hauptschwarm ollem Anschein nach getrennt hat. 4