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mit -em Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

TonntagSbeilagti 3#uRtide# DonntügSblatt.

M 310

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UmvcrsitätS-Buchdruckerei 38. Jahr«.

Marburg, Markt 21. Telephon o5.

Vierteljährlicher BezugSprei-c bet Ott Expedition 2 SIL, bei allen Postämtern 2,25 M. ^cxct. Bestellgeld). aWU-WUlfJ

w*l£'S"* Donnerstag, S. Dezember 1903.

Zweites Blatt.

Umschau.

Die Wahrheit über Pfarrer Hecken- 1 roll).

Unter dieser Aufschrift bringt dieNeue West­fälische Volkszeitung" eine nutbcntiid)? Darstellung desFalles Heckenroth", der vou liberaler Seile in der gehässigsten Form und mit denunziatori- scher Spitze ausgebeulet worden ist. Die Libe­ralen schilderten es namentlich als einen halben Landes- und als einen vollen Verrat am evange- ilschen Bewußtsein, daß Pfarrer Heckenroth ein Kompromiß mit den, Zentrum abgeschlossen und dadurch dem nationalliberalen Kandidaten den Weg ins Abgeordnetenhaus verlegt hatte. Das 'pharisäische Wesen der Liberalen und deren Übrige einzelne Beschuldigungen werden in der Darstellung derNeuen Westfälischen Volks- zeitung" in sehr interessanter Weife beleuchtet. Dir zitieren davon folgendes:

Es ist unwahr, das; Pfarrer Heckenroth dem Zentrum irgend welche Versprechungen in schul- pder kirchenpolitischer Hinsicht gemacht habe. Der Kompromiß mit dem Zentrum ist lediglich auf der Grundlage abgeschlossen worden, das; ein Kon­servativer (Heckenroth) und ein Zentrumsmann geivählt werde.

Dagegen ist wahr, das; Pfarrer Heckenroth schon für die Neichstagswahl die sämtlichen 6000 Zentrumsstimmen hätte haben können, wenn er sich für die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes hätte aussprechen wollen. Er hat dies abgelehnt.

Es ist ferner wahr, das; der nationalliberalen Partei in Neuwied-Altenkirchen bis zum Sonn­tag, den 15. November, abends der Weg offenge- halten worden ist. ein Kompromiß mit den Kon­servativen abzustbli chen. durch welches Heckenroth und ein Nationalliberaler gewählt worden wäre. Erst nach wiederholter Ablehnung eines folchen Kompromisses von feiten der Nationalliberalen ist mit dem Zentrum abgeschlossen worden.

ES ist aber endlich wahr, daß zwischen der tlrwahl und der Hauptwahl ein führendes Mit­glied des nationalliberalen Wahlkonntees in Al­tenkirchen der Naine kann genannt werden zweimal bei dem katholischen Pfarrer in Alten­kirchen gewesen ist, uni demselben ein Kompromiß Zwischen Nationalliberalen und Zentrum vorzu- schlagen, durch welches neben einem Kandidaten ber Nationalliberalen(Weyerbusch) ein Zentruw.s- inann gewählt werden sollte. Dieser Antrag ist schriftlich im nationalliberalen Auftrage an den Vorsitzenden des Zentrumswahlkomitees, Herrn Reisenrath in Herdorf, gestellt worden. DaS Zentrum hat dies Kompromiß abgelehnt. Es ist also den Nationalliberalen nicht aus Feruhaltung des Zentrums, sondern aus Fernhaltung der Kon­servativen, die ihnen im Juni in der Stichwahl ihr Reichstagsuiandat gerettet haben, nnge- kommen."

Man wird darauf gespannt sein können, was die Nationalliberalen, die sich jetzt so eifrig als Vertreter der evangelischen Sache nuffSielen und oom Evangelischen Bund auf den Schild gehoben werden, zu diesen, sie schiuählich kompromittieren- den Darstellungen sagen werden.

Wie st a t i st i s ch c B e w eise g e in a ch t ioerde n.

Aus der Generalversammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen In­dustrie Deutschlands batte Generalsekretär und Direktor O. Wenzel darauf hingewiesen, wie sehr angeblich die Lebenshaltung des deutschen Volkes iiiu Jahre 1901/02^uitier der angeblich nicht durch die übertriebene Spekulation, sondern durch die Unsicherheit unserer künftigen Handelsbeziehungen zum Auslande verursachten Depression in der Großindustrie gelitten habe. Nicht nur der Ver­brauch von Zucker. Kaffee, Fleisch, sondern sogar der Brotkonsuni sollte einen merkbaren Rückgang erfahren haben, während dafür ein Mehrverbrauch der als Nahrungsmittel minderwertigen Kar­toffeln zu konstatieren sei.

' Neuerdings hat sich nun auch derVorwärts" dieserwertvollen" statistischen Offenbarungen des Herrn bemächtigt und sucht die beklagenswerte Verschlechterung der Volksernährung u. a. dadurch K'illustrieren, daß er frei nach Wenzel behauptet: .011! ^alirs 1091/02 hätte man in Deutschland pro Kops der Bevölkerung noch 147,6 Kg. (?) Roggen und 91 Kg. (?) Weizen konsumieren können, im folgenden Jahre aber nur noch 137 7 feil'. 85,9 Kg. An Stelle dieses Mankos von lu Kg. Bretkoru hätte das arme notleidende Volk seinen Hunger durch einen Mehrverbrauch von 128,2 Kg. Kartoffeln stillen müssen. Es wären von dieserminderwertigen" Frucht statt 604,6 nn letzten Jahre aiigcblich 732,4 Kg. pro Kopf jder Bevölkerung oder etwa 2fig. pro Tag ver­zehrt worden.

Wenn diese Zahlen richtig fein sollten, dann müßte also jede deutsche Normalfamilie von fünf vöpsea darunter ein am Kartoffelverdrauch

ganz unschuldiger Säugling neben den an­deren Nahrungsmitteln während des letzten. Jah­res täglich ea. 20 Pfund oder 73 Zentner Kar­toffeln im Jahre verzehrt haben. Man braucht sich nur diese Zahlen vor Augen hallen, um zu erkennen, daß Herr Direktor Wenzel und seins gedankenlosen Nachbeter imVorwärts" die Kräfte des menschlichen Verdauungsavvarates hier ganz gewaltig überschätzt haben.

Wir möchten wohl wissen, wie man zu diesen ganz unmöglichen Verbrauchszahlen gelangt ist. Wahrscheinlich ist hier wieder außer Acht gelassen, daß ein großer, sogar der bei weitem größte Teil der bei uns geernteten Kartoffeln als Viebfutter oder zu technischen Zwecken Verwendung findet. Solche kleine Kunstgriffe wenden unsere agrar­feindlichen Statistiker ja auch sonst immer an, wenn es ihnen darauf ankommt, die deutsche Agrarproduktion als unzulänglich hinzustellen oder möglichst hohe Ziffern für die angebliche Be­lastung der Konsumenten durch die Agrarzölle herauszurechnen. Eine derartig falsche oder ab­sichtlich tendenziös gefälschte Statistik über Nah- rnngSmittelvrrbrauch kann natürlich nach keiner Richtung hin als beweiskräftig angesehen oder überhaupt ernst genommen wrden.

W e l I a u s st e I l u n g in St. Louis.

In den Reichshaushaltsetat für 1904 ist auch eine zweite Rate für die Weltausstellung in St. Louis 1904 in Höhe von 2 Millionen Mark ein­gestellt. Im laufenden Etat sind für den gleichen Zweck 1,5 Millionen Mark ausgeworfen, fodaß, da ja die Ausstellung im Kalenderjahre 1904 r- öffnet und zu Ende geführt werden wird, die sei­tens des Reichs überhaupt für sie auszubringenden Mittel jetzt auf 3,5 Millionen Mark geschäht werden. In der Denkschrift, die der ersten For­derung beigegeben mar, waren die Kosten für die Ausstellung in St. Louis nach überschläglichen, auf den Erfahrungen von Chicago und Paris ba­sierten Berechnungen, auf 2hh bis 3 Millionen Mark angenommen. In Wirklichkeit würde also eine, wenn auch nicht bedenkende Ueberschreilung der zuerst ins Auge gefaßten Summe vorgenom­men werden sollen. Es hat sich die Notwendigkeit der Erhöhung wohl aus den diesmaligen beson­ders großen Ausstellungsverhältnissen ergeben. Andererseits zeugt die Erhöhung doch auch davon, daß die deutsche Abteilung selbst einen größeren Umfang annehmen wird, als anfänglich geglaubt wurde.

Marburg und Umgegend

Marsturg, 2. Dezember.

§ Fernsprechverkehr. Der Sprechverkehr mit Oberschledorn ist heute eröffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dau°r von 3 Minuten beträgt 25 Pfg.

* Eine wichtige Entscheidung hat nach Ber­liner Blättern der preußische Gewerbeminister über die Erhebung der Reinigungsgebühren durch die Bezirksschornsteinfeger getroffen. Da­nach foll es zulässig sein, vorzuschreiben, daß die Kehrlöhne nur von den Hausbesitzern eingezogen werden dürfen und die Forderung von Gebühren unter dem tarifmäßigen Betrage unzulässig ist. Schornsteinfeger, die diesen Vorschriften zuwider von den Mietern den Kehrsohn einziehen ober gegen einen niedrigeren als den tarmäßigen Lohn kehren, foll die Stelle eines Bezirksschornstein­fegers entzogen werden können.

* Nalurbuttcr von Margarine zu unterscheim». Die Naturbulter hat, wenn sie braun gebrannt wird, einen eigentümlichen aromatischen Geruch, welcher der Margarine fehlt. Streicht man Naturbulter auf einen Streifen unbeschriebenes Briefpapier und zündet diesen Streifen an, so entwickelt sich dieser aromatische Geruch. Wird ein gleicher Streifen mit Margarine bestrichen und angezündet, so spürt man von diesem Ge­ruch nichts, es riecht vielmehr brandig, nach Lichtertalg. Dieser brandige, talgige Geruch entwickelt sich auch, wenn die Naturbutter mit Margarine verfälscht ist.

* Internationale Ballonfahrt. Am Donnerstag, den 3. Dezember 1903 findet in den Morgen­stunden eine internationale, wiflenschastliche Ballonfahrt statt. Es steigen Drachen, be­mannte und unbemannte Ballons auf in: Scotland, Crinak, Trappes, Jtteville, Calais, Meudon, Guadalajara, Rom, Zürich, Straß­burg, Friedrichshafen, Barmen, Hamburg, Berlin, Wien, Petersburg, Kafsan, Blue Hill U. S. A. rc. Der Finder eine» jeden unbe­mannten BallonS erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorg­fältig birgt und an die angegebene Adreff« sofort telegraphisch Nachricht sendet. Auf eine vorsichtige Behandlung der Instrumente rc. wird besonders aufmerksam gemacht.

Wissenschaft, Kunst und Leben.

* Der Chemiker Sir William Ramsay machte in einem Vortrage in London die Mitteilung, daß sich das Metall Radium in Helium verwan­deln könne. Das- vom Radium ausgehende schwere Gas zeige bei spektral-analytischer Untersuchung anfangs die Linien des Radiums. Das Spektrum des in einer Röhre eiugeschlossenen Gases ändere sich allmählich, bis das deutliche Spektrum des He­liums sichtbar werde. Ter Umwandlungsprozeß beginne am vierten und ende am zwölften Tage. Danach wäre hier zum ersten Male beobachtet worden, wie ein Element sich in ein anderes um­wandelt. Professor Ramsay sprach die Vermutung aus. daß vielleicht alle Elemente sich langsam ver­wandeln. daß aber die Menschen nicht lange genug leben, um das beobachten zu können. Ramsay und der Chemiker Soddy untersuchen jetzt ge­nauer, wie viel Helium aus Radium entstehen kann und wie viel Zeit der Prozeß braucht.

Das Schlafzimmer des ermordeten serbischen Königspaares. Aus Belgrad wird deinNeuen Wiener Tageblatt" berichtet: Ein reicher Ameri­kaner bot durch den hiesigen Industriellen Jokovic 200 000 Francs für das Schlafzimmer des ge» töteten Königspaares, und war geneigt, selbst 300 000 Francs zu geben, als die Regierung ant­wortete, solche Geschäfte nicht erlauben zu wollen. Es heißt, daß der Amerikaner beabsichtigt habe, das Schlafzimmer in den Hauptstädten Europas auszujtellen.

Vom Büchermarkt.

** Ultimo. Novelle von Friedrich Spiel­hagen. Illustriert von C. H. Knechler. Preis 2 Mk., in Lederband 3 Mk. 50 Pfg. Verlag von Carl Krappe, Stuttgart. Elegant und anspre­chend sind alle Gaben, welche Carl Krabbes Verlag uns zu vielen bat, davon gibt auch diese Novelle Friedrich Spielhagens, des rüstigen, nimmer müden Altineiswrs deutscher Sitteratnr, wieder überaus angenehme Knude. Gewinn ober Ver­lust ! Das große entscheidende Schlußfazit des Ultimo steht den Beteiligten unmittelbar bevor und erregt ihre Gemüter auf äußerste, find die Einsätze doch gar hoch und riskant, da es sich) nicht nur um Geldeswert, sondern auch um Ehre, Ein­fluß, Liebe und Lebensglück dabei handelt. Sämt­liche Charaktertypen sind vollendete, hochinter­essante Federzeichnungen, deren lebenswahrer. Packender Eindruck sich sofort beim Lesen geltend macht. Die feinen Illustrationen C. H. Kuech- lers geben den wichtigsten Hauptmomenten der durchweg spannenden Handlung noch das künst­lerisch plastische Relief.

** E i n modernes F r a u e n f ch i ck sa l tritt einem in dem RomanFran Antonie" von Marie Tyrol entgegen (Leipzig, Verlag der Frauen-Rundschau, Preis Mk. 2.). Kein heroisches, aber darum ein menschlich um so er­greifenderes Schicksal rollt sich hier vor dem Leser auf, der auch die feinen Poetischen Schilderungen, die Marie Tyrol hineinznflechten versteht, mit Ge­nuß aufnehmen wird.

*£: Otto Alfred Paetz, Eine rote Regie­rung . . . ? Ein Beitrag zur Lösung sozialer Fragend er Gegenwart. Kiel und Leipzig, Lip- sins u. Tischler? 61 Seiten. 1 Mk. Der 93er- fasser führt an einer Reihe der wichtigsten Fragen nuferes wirtschaftlichen Lebens bett Versuch aus, wie eine seiner Ansicht nach nötige Reform von der Regierung in Szene zu fetzen wäre, aber immer unter dem Gesichtspunkte, daß nur der Staat selber in der Lage sei, Erfüllung zu bringen, daß aber nie eine einzelne Partei, die das staatliche Prinzip noch dazu verwirft, jemals auf die Dauer gesundere Verhältnisse ins Leben rufen und lebensfähig machen kamt. Es werden behandelt der Wert des Familienbegriffs für die Institution des Staates, der selbständige landwirtschaftliche Mittelbetrieb, der Prozentualgewinn der Ar­beiter, Arbeilerwohnungsfragen, physische und sittliche Hebung der arbeitenden Klassen durch Schule und Fortbildung, die Judenfrage. Neben diesen Fragen werden die gerade heute besonders aktnellen Angelegenheiten: Warenhaus, Verstaat­lichung der Mietsverniiltlung, Bodenreform, Ver­hältnis von Staat und Kirche einer Besprechung unterzogen.

** Die neue Frauentracht. Mit- teilungen der Freien Vereinigung für Verbesse­rung der Frauenkleidnng, redigiert und heraus- gegeben von Ella Law in Dresden. Verlag von Georg D. W. Eallwey in Miincheti. Monatlich 1 Heft. Preis für das Halbjahr Mk. 1.50. Inhalt des zweiten Heftes: lieber die Ursachen der Nervosität der Frauen und ihre Bekämpfung. Die Prüfung der Neformkleidung in Holland. -- Das Arbeilerinnenkleid. Wie man zur Re- formtracht gelangen kann.

Eingesandt.

F6r M» unter »frier IHuirO terlfjentU*tHi firtUel nimmt die Wetallun aut die pr»Hje,edUche Setann»cmi«4, nicht üet eie tt» Suelilum cegmiibrr.

Unsere Rathausichr ist schon feit 2 Monaten nicht in Ordnung x der Fehler liegt an dem

Viertelschlagwerk. ES wäre zu wünschen, daß dem Uebelstand bald abgeholfen würde, denn in einer Stadt wir Marburg mit so vieler Anstalten und Schulen, liegt e6 wohl in vieler Interesse, daß eine Uhr, wie die am Rathause, im Zentrum der Stadt, richtig sunktioniert.

Ein Bürger.

Neueste Teiegrumme

Oberhausen, 1. Dez. In einem benachbarten Dorfe erschlug ein 19jähriger Bursche mit der Axt feinen Stiefvater.

Dresden, 1. Dez. Hier wurde eine Kans- mannswilw? ermordet aufgestmden. Man glaubt, daß es sich um einen Raubmord handelt.

Chemnitz, 1. Dez. Gestern Abend stürzte sich eine nervenleidende Bureaudienersfrau mit ihren 2 Kindern in den Fluß. Die Kinder wurden ge­rettet, die Frau ertrank.

Jtzrhöhe, 1. Dez. In der hiesigen Portland- Zementfabrik brach Feuer aus. Es wurden mehrere Gebäude eingeäschert.

Clermo«d-Ferranv, 30. Nov. Fünf­hundert ausständige Straßenbahiiangeftellte warfen nach Straßenvahnwagen mit Steinen und drangen mit Gewalt in die Depots ein. Zahlreiche Verhaftungen wurden Corgcnommnt.

KcMüflliche MitteUtmarn.

Tafelsrenden ist das Thema, das eine neu er­schienene Serie, sogenannte Liebigbilder (die be­kannten bunten EmpsehlungSkärtchen der Liebig's Fleisch-Ertrakl-Compagnie) behandelt. Wie alt die menschliche Angewohnheit des geselligen Essens ist, ergiebt sich aus dieser historischen Darstellung, die mit einem Spießbralen-Diner lBärensteak) int Familienkreise währnd der Steinzeit beginnt, mit Festtafeln zur Epoche der Pharaonen und bei den Griechen nebst einem Gelage zur Feudalzeit fort­fährt, bann darstellt, wie ein Schangericht (Pfau) zur Zeit des vierzehnten Ludwigs aufgetragen wird und mit einer modernen Festtafel im ©eft- und Eisstadium schließt. Die Rückseiten bieten Kochrezepte und andere Milleilungen, aus denen hervorgeht, wie nützlich verwendbar in der Küche Liebig's Fleisch-Extrakt ist, nur echt, wenn Liebig's blauer Namenszug guer durch die Etiquelie.

Heber 10 Millionen Flaschen Original Reichel- Essenzen zur Selbstbereitung von Cognac, Rum und allen echten Likören wurden bisher verkausll Sicherlich ein beispielloser Erfolg, wie ihn feine Konkurrenz auch nur annähernd aufzuweisen ben mag. Die großen Vorzüge genannter Fabrikate, wie unübertroffene Feinheit des Geschmackes, Kraft und Fülle des Aromas der aus ihnen be­reiteten Liköre rc., in erster Linie aber die Tat­sache, daß sie, keine künstlichen Essenzen, sondern natürliche Erzeugnisse von garantierter Reinheit sind, haben sie vor allen anderen in der ganzen Welt bekannt und berühmt gemacht, ihnen (Sin- agng in vielen Hunderttausenden von Familien verschafft. Die Art ihrer Zusammensetzung ist nicht nachznahmen und in Deutschland unerreicht. Zahlreiche glänzende Begutachtungen von Ken­nern und Sachverständigen, sowie goldene Me­daillen und Ehrendiplome bestätigen neben dem sich täglich mehrenden Kundenkreise die absolute Ucbcrlcgcnbeit der Original-Reichel-Essenzen, Welche trotz alledem im Gebrauche die weitaus bil­ligsten sind, weil von größter Ergiebigkeit. Die echten Original-Reichel-Essenzen sind durch die bekannten Niederlagen zu beziehen, ober, wo nicht erhältlich, burch den alleinigen Fabrikanten Otto Reichet, Berlin SO., Eisenbahnstr. 4.

Eine schreckliche Tierquälerei bedeutet es, Pserdt zur Winterszeit mit ungenügendem ober sogar ohne jeden Winter Hnsbeschlag ihre Arbeit ver­richten zu lassen. Wohl jeder Hal schon eimnal Gelegenheit gehabt, solch armes Tier zu bcobad)- ten, wenn es auf schnee- oder eisbedeckten Wegen festen Fnß zu fassen sucht und dabei fortwährend ausgleitet oder gar stürzt. Erfreulicherweise bietet sich dieses Mitleid erregende Bild seit einer Reihe von Jahren nicht mehr allzu oft, da heut­zutage wohl jeder Pferdcbesitzer, der für sein Tier besorgt ist, dasselbe im Winter mit den bekannten und bewährten Original-U-Stollen beschlagen läßt, die für das Pferd eine wahre Wohltat be­deuten, denn bei Benutzung derselben ist ein AuS- rutschen und damit eine Ueberanftrciignng ober ein Stürzen ganz ausgeschlossen. Din in Bezug auf den Tierschutz hervorragenden Eigensckiasteo der ll-Stollen hat der Deutsche Tierscbutzvere'N in vollem Maße erkannt, indem er die Original, ll-Stollen auf der letzten Ausstellung mit der gro­ßen goldenen Medaille prämiierte. Nähere Be­schreibung über diesen Beschlag enthält der illu­strierte Katalog der Fabrikanten Leonhardt «. 6»., Berlin-Schöneberg.

3fofaft o n i druck.

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Dr. Doerkes-Boppard in Marburg.