Adreßbuch 1904
Im unterzeichneten Verlage erscheint im Januar nächsten Jahre» bei Adretzbnch der Stabt Marburg für vaS Ja»r 1904. Die Subskriptionsliste wird in den nächsten Lag« zirkulieren
Wie immer, so erhält dasselbe auch diesmal einen Inseratennnh«», und berechn« wir für die ganze Seite S — Mk., für die halb- Seite 5.— Mk., und für die Drittelseite 3.— Mk. Da ein Inserat im Adreßbuch eine andauernd« Reklame bedeutet, so dürst« di, Seschestsbefider unserer Stadt auch diesmal recht zahlreich sich daran Beteiligen. (7762
Verlag des Adreßbuches:
Job. Ang. Koch, Univ.-Buchdruckerei
NmluwdGMwarm.
Taschenuhren von 6 Mk. an
Schi silberne Serren» und Dam«» Uhren von 10 Mk. an
Goldene Temen-Uhren v. l8 Mk. an Goldene Herren-Ubren v. 86 Mk. an bi& zu den feinften
Regnlatenre mit 14 Tage Schlagwerk bo 14 Mk an bis zu den feinsten €' lonubren
Wcck?rvonMk.2.5ttau, mit Revetirwerk von 3 Mk. 40 an ■V* Für ode gekarrkte Uhren 2—5 Jahre schriftliche Garantie, ebenfo für Reparaturen.
Taschennhrr niaeu 1.20 Nene fseder etnsetten 1 Mk. Ubrglas 0.30
Bügel und Zeiger von 10 Mg. an
-ADW
unübertroffen für Familien- Gebrauch und gewerbliche Zwecke empfiehlt Fritz Engel Marburg Bahutzofstratze 17.
Ich bringe gleichzeitig meine vorzügliche (8028
Naumann Nähmaschine
welche ich feit 12 Jabren führe, in enpleblende Erinnerung.
Bnrqer-Verein.
vermietende Familien - Wobnunaen.
Strabe und Anzahl der Zemmer Sonstige
ldousnnmmer und Zubehör * Bemerkungen
Frankfurtern 6t >iyichstl. Wobgn...'>ev.7Z.!l. JuliiRah. Rr.ö2 part.
Babnbofstr. 10 l. ^>interg.». Lagerräume l. Juli i ft onirt -
Normal
gesucht
835
SECHZ HNTEix FAID ERSCHIEN SOEBEN. M 12.
I.
Offen, Spareinlagen in feder SSHe fickS sofort rückzahlbar
m Manusqröße«, bekannte guteWare.von IMk. an, Unterhose«
in besonders schöner, kräftiger Ware, mit und ohne Naht, von
70 Pfg. an,
Manus-Hauljacken
von 70 Pfg. an,
Damen-Hautjacken von 50 Pfg. an, sowie sämtliche andere w* Trikotaaen -w empfiehlt der
Mttll. SlÄttbaM
Mein sehr gro < und vorzüglich sortiertes Lage: in
Iand-Westen, Touristen-Hemden nnd
leinen. Unterhosen
offeriere anaelegentlichst.
Meine
SftlKffk des Vorschuß-Vereins Marburg, e. G. m. «nbeschr. Haftpflicht am Markt 23.
ZwSfnß 3M-2 q0.
n.
Spareinlaaeur,n 500059t. an
bei ZmonaMicher Kündigung
Zinsfuß 33,4 O|o.
nr.
kdoreiulaae» bett5000M. an
bei halbsähriger Kündigung
Zinsfuß 40[0.
■V* Spareinlagen, in den ’rften drei Tagen eingelegt, werden für den vollen Monat verzinst. ________
In unserem feuer» und diebes» scheren
Stahl-PimzergeWiilbe werden für kürzere oder längere it Einzelgekächer unter Selbst» cschlutz des Piiethers der» miethet
8V Eine Herabseüuug deS Zinsfußes findet in absehbarer '»eit nicht statt.
-Jacken ir. -Hosen,
fntoie meine '7875
Tominen- u. Nad- faffl'k'^-Hemdeu
nnd von den kleinsten Kinder- Nummern bis kür den gröstten Mann in den denkbar schönsten 'VnSstatlnnae-' und vorzüg- lichster Qualität zu den be-
tote Halten $Q5 I»! Streift gebracht — groß,
•mg 10 de, erfolg — bin btt Bauen *•» — St* Hanen in kurzer $tit tot — •nbtt bei meinen Keiben großen ?*- Bang u , fo en» ähnlich bei<-
*** «•**"»»•«'. tbo ferne Barte mehr ” S»ht. wo ©iftbrocftn nicht
Wb» angernbrt werden, da wird bas •°n 6en schädlichen Nagetieren mit •obrem Rttß banger gefressene. Hie l^ausnere and Geflügel abfolut an. schädliche ,e» bat aefdjnappf Saunen» »irhn. Zlnr echt in plombierten Parfungm » (O pfg. t- j._ gnb *■ . . Ork. man lasse flch nicht, andere» wfteben. wo nicht ja haben, weilen W*^.f7rtf,WlUl99 Nejuosggellen nach.
»ilb. Anbau <8. m. b 6_ Molberg.
In Marbnra boi « Trnmw
kannten billigen Nreiien in nieken bnnde-ften Stücken nm Lager nrt^ -»[ft Nestchtigung rufeer Eamsta-> und Snnntaa ubne Knuszwnna irrt.
h. Molkerei-
Suche zum 1. Januar ei ordentückeS
Mädchen
für Küche und HasSarbrii
Gff. Bertiux
82791 NniverfitätSürn e
Jünt/ora Köchin
für Hatelküch, zm 1 Janua
Hotel Schmidt mann. ________s?rankenbera i. <~x
Zwei lüchtige Schrei« erseseüen werden gebucht (-39
________Wilbelmürafie 10. Möbliertes Zimmer wt Kabiuet an Herrn ob. Dame Tome mit Pension, per 1 Dez 8165>__stodmbatb 31.
Wolmuna:
6 Zimmern u. Zubehör, große Tartenanteil, Universttätsstr. < ZU vermieten. Näheres 6i Herrn Bäckermeister Schmid' llniversttäfLN^s,^., -p -70t
WohuA^qeu von 6 Zimmern nebst Zubehör in |d>oner freie Lage per iotort zu Vermieter Näh. - vir ■ ^0Y
I
Leilage M No. 309 der Oberhessislhen Zeitung.
Druck und Serlag; I. A. Koch, Uaiversitäts-Buchdruckerei üt Marburg. — Berantwortlich für die Redaktion- vr. DoerkeS-Boppa rd in Marburg.
fltaife, hott 'r mach verstanne! Hierauf erfolgte auf die Ermahnung anhaltendes Gelächter. Gesagt, getan, dem Einwohner schwoll der „ßamm," und deshalb griff er anstatt zum Gewehr, nach dem „Riesensuppenblechlöffel". Jetzt bekamen die Tapferen Angst und drückten sich an die Straßenmauer. Als nun ersterer anscheinend nut einem Schlüssel an den Suppenblechlöffel schlug, meinte einer: „Jetzt hat er geladen" und nahmen ReißauS. Gleichzeitig erscholl auch schon daS Kommando „Feuer" und es ertönte in der Tat von dem Suppenblechlöffel einen eigentümlichen Knall. Ja, einer wollte sogar getroffen sein und zog bei einer der ersten Straßenlaternen seinen Rock aus und suchte nach den Schrotkörnern. Ob er nun in der fraglichen Nacht noch welche gesunden hat, konnten wir bis zur Stunde noch nicht feststellen. ________
* Rauschenberg, 29. Nov. Auf hiesigem Postamte bewegte sich der Geschäftsverkehr im vorigen Jahre wie folgt:. Eingegangene Briefe rc. 64142, Pakete ohne Wertangabe 5177, Briefe mit Wertangabe 118, Pakete mit Wertangabe 11, aufgegebene Briese rc. 51168, Pakete ohne Wertangabe 2558, Briefe mit Wertangabe 114, Pakete mit Wertangabe 24, eingegangene Post - Nachnahmesendungen 1007, Postauftragsbriefe 81, Betrag der eingezahlten Postanweisungen 172 464 Mk., der ausbezahlten Postanweisungen 133 073 Mk., aufgegebene Telegramme 362, eingegangene Telegramme 543.
und Umgegend
Marburg, 1. Dezember.
8 WerltStttkritS-Kenznl. Unsere Jägerkapelle veranstaltet am Sonntag, den 13. Dezember, abends von 8 Uhr an im großen Museumssaale ein Wohltätigkeits-Konzert zum Besten invalider Jäger und Schützen. Im Jn- tereffe der guten Sache dürste dem Konzert ein voller Erfolg zu wünschen sein. Dergleichen Konzerte werden nämlich von sämtlichen Jägerkapellen veranstaltet und wenn dann ein solches gewissermaßen mit einem Mißerfolg abschließt, ist das immerhin wenig angenehm. Wir glauben, daß dieser Hinweis in Anbetracht der vorzüglichen Leistungen unserer Jägerkapelle genügt, nm dem Konzert einen guten Besuch zu sichern.
* Zur Beachtung. Am 31. Dezember 1903 verjähren sämtliche Forderungen der Kaufleute, Fabrikanten und Handwerker für Waren oder Arbeiten, die für einen Geschäfts- oder Gewerbebetrieb in der Zeit vor dem 1. Januar 1900, also noch unter Giltigkeit des früheren bürgerlichen Rechtes, geliefert worden sind. Wer 1899 und noch früher an einen Detaillisten Waren, an einen Handwerker Rohstoffe u. s. tv. geliefert hat, der- liert seine Forderung, wenn er bis Ende deS Jahres die Verjährung nicht durch Klage, Zahlungsbefehl, Erwirkung eines Anerkenntnisses, auch durch Abschlagungszahlungen, unterbrochen oder dem Schuldner weitere Gestundung teteilt hat. Außerdem verjähren am 31. Dezember d. I. die Forderungen der Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker, Fuhrleute, Gastwirte, Lotteriekollekteure, Makler, Privatbeamte», gewerblichen Arbeiter, Acrzte, Rechtsanwälte, Hebammen, öffentlichen oder privaten Unterrichtsanstalten, öffentlichen oder Privatlehrer für nicht zum Gewerbe- betnebe gelieferte Werke und Arbeiten, Speise und Getränke, Gehalt, Lohn oder sonstige V-r- gutungen aus dem Jahr 1901 (zweijährige Verjährung «ach § 196 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.) Auch wegen dieser Forderungen muß al,o in der oben angegebenen Weile die Ver- jäbrung unterbrochen werden.
Schuß aus de« Bltchlöfskl. Man schlecht uns: Als kürzlich einige Herren, welche an einer Stiftungsfeier teilgenommen hatten, nach Hause gingen, wurden dieselben wegen zu lauter Unterhaltung von einem hiesigen Ein- wohner zur Ruhe ermahnt. Weil sie nicht Folge le,stete», re? ihnen letzterer zu: „Wenn d r ich'. v ; Zch zoanm Gewähr
Hessen-Nassau rind Nachbargebiete
Buchenau, 30. Nov. Am heutigen Montag sind es 30 Jahre, daß unser erster Lehrer Herr Hermann Schmidt in sein Amt als Lehrer in unserer Gemeinde eingeführt wurde. Vorher war Herr Schmidt 3 Jahre in Hatzfeld und 3 Jahre in Mornshausen a. S. als Lehrer tätig.
Gudensberg, 27. Nov. In der bei Obervorschütz gelegenen Hohmann'schen Backsteinfabrik wurde heute morgen in einer Brennkammer ein toter Handwerksbursche ausgefunden, welcher nach den bei ihm vorgefundenen Papieren au8 Oddershausen bei Wabern stammt. Wahrscheinlich suchte er in Ermangelung eine» anderen Nachtquartiere in der Brennkammer der Fabrik Schutz und ist in dieser infolge der Hitze erstickt.
Fritzlar, 28. Nov. Herr Rittergutsbesitzer Fritz Neutze vom benachbarten Dorfe Großenenglis wurde zum außerordentlichen Mitglied technischen Deputation für das Veterinärwesen ernannt.
Kassel, 29. Nov. In Wiesbaden starb, wie die „K. A. Z." schreibt, am Mittwoch Abend nach langem, schweren Leiden Herr Justizrat Dr. Julius Müller im Alter von 72 Jahren. Der Heimgegangene, ein Sohn des Hessenlandes, war über 35 Jahre als Rechtsanwalt und Notar hier tätig und al» solcher hochangesehen und geachtet. U. a. führte er s. Z. mit Geh. Justizrat Dr. Renner den bekannten Prozeß der hessischen Agnaten gegen die Krone Preußen. Sein leidender Zustand nötigte Justizrat Dr. I. Müller, seine Anwaltstätigkeit aufzugeben. Er lebte daher seit 10 Jahren zurückgezogen in Wiesbaden. Seine Leiche wird von dort hierher überführt und heute nachmittag auf dem hiesigen Friedhof beigesetzt. — Die vom Magistrat eingesetzte Kommission zur Prüfung de8 Entwurfs einer Lust- barkeits- und Billetsteuer für die hiesige Stadt, hat dieselbe gestern abgelehnt.
X Wernswig b. Homberg, 30. Novbr. Gestern wollte der Schreinermeister 6t von Verna ein neue» Scheunentor auf dem Wagen hierher bringen. Vor dem Eingang unsere» Dorfe» fing dasselbe an zu rutschen und fiel dem Lehrling Kaiser so unglücklich auf den Kopf, daß derselbe sofort nach Marburg in die Klinik gebracht werden mußte. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.
Aus der Rhön, 29. Nov. In Heufurt hat sich der erblindete 46jährige Bauer Philipp Goldbach aus Schwermut in seinem Hause erhängt.
Frauksurt a. M., 29. November. Ihre Majestät die Kaiserin hat das Protektorat über die Senckenbergische natursorschende Gesellschaft übernommen.
Herdrru, 27. Nov. Bei dem Bahnbau in der Nähe von Burg, am sog. „Gaulstein" find heute morgen zwei Arbeiter schwer verunglückt. Bei dem Abfuhren eine» Kippwagen» nach der Dammaufwurfstelle mag wohl die Bremsvorrichtung versagt haben. Der Wagen schlug um und warf beide Arbeiter in weitem Bogen von dem Gerüst zur Erde. Einer der Gestürzten konnte sich bald wieder erheben, während der andere, dem da» Blick au» Mund und Nase strömte, per Wagen forttransportiert werden mußte. Der Letztere soll auch schwere innere Verletzungen erlitten haben. Einer der
Verunglückten stammt laut „Herb. Tageblatt' au» Sinn.
Aus Toden (a. d. W.), 28. Nov. Diese Tage weilte in unserem Badeorte der Landtags abgeordnete und Landrat Herr von Bülow Bothkamp, um dem bestehenden Waffermange durch Erschließung neuer Quellen abzuhelfen Der weiten Kreisen unseres Vaterlandes be kannte, in selbstloser Weise wirkende „Quellen sinder" führte un» mit Hilfe seiner nie bet sagenden „Gabel" mehrere starke Ouellwaffer läufe unter Angabe der Breite, der Tiefe uni Stromrichtung derselben vor. Mit der Er bohrung der Quellen wird sofort begonnen.
Worms, 29. Nov. Der hier 61/* Uh: abends ankommende Personenzug von Monshein lief kurz vor der Station auf einen auf dal Einfahrtfignal wartenden Arbeitszug auf; drei Wagen des ArbeitSzugS wurden demoliert. Du beiden letzten Wagen de» PerfonenzugS ent gleisten. Menschen find nicht verunglückt.
Das ßrefcte un» stärkste Geweih, welches bit jetzt bekannt ist, befindet sich in der berühmter Geweihsammlung deS Herrn Sendig in Dresden. Sein Gewicht beträgt 37 Pfd., der Rosenumfang 43 cm (also etwa den Umfang einer starken Manneshalfe»), während die Stangen unter der Augensproffe gemeffen 35 bezw. 36 cm betragen. Die Auslage ist 91 cm. Länge der Stangen 131 und 133 cm. Da8 Geweih, 18 Ender, ist bis an die Endspitzen sehr stark, teilweise abnorm geperlt. Die Färbung ist hellbraun. Sowohl unser Kaiser wie der ver- storbene König Albert von Sachsen, die sich das Geweih zur Ansicht senden ließen, erklärten, daß ihnen fein stärkeres bekannt sei.
Die Huude Ie8 SüdPalarschisteS „Gauß" sind in Kiel an Land gebracht worden. ES gab kein Halten mehr an Bord und die Tier« stimmten ein wahres Freuden gehen! an. Mit einer Ausnahme waren alle Hunde (20 ausgewachsene, 21 junge) wolf-artig, aber in verschiedenen Schattierungen, in Wolfsfarbe, schwarz, weiß und scheckig. Die Tiere haben sich während der Fahrt in der EiSgegend ausgezeichnet bewährt, zeitweilig war ein Höchstbestand von 105 Hunden zu verzeichnen. Ein großer $eu wurde beim Antritt der Heimreise erschossen, weil die Uebersührung nach Deutschland zu umständlich war. Der ganze Hundepark ist nach