Führerlos?
In gewisser Beziehung kann der überzeugte und nicht nur mit dem Verstände sondern mit seinem ganzen Herzen an der Monarchie bangende Royalist über die heutigen Zustände in den deutschen Landen hohe Genugtuung empfinden. Denn in höherem Masse hat sich die Festigkeit der Monarchie selten erwiesen als.in den heutigcn Tagen. Der Ansturm der Republikaner, die offen an den Thronen rütteln und dabei von immer zahlreicher sich findenden unbekannten Anhängern durch geheimnisvoll abgegebene Stimmzettel unterstützt werden, ist heftiger als jemals zuvor. Die Zsi< tungeit der Umstürzler verkündigen mit einer bisher unbekannten Dreistigkeit die Nähe des Ent- scheidungskaiupfes und fordern zur Rüstung auf. Tie Regierung aber lässt die Dinge gehen und fühlt sich im Schatten der, durch die ihr innewohnende Kraft mächtigen Monarchie geborgen. Welch ein Beweis von der Unerschütterlichkeit des rocher de bronce!
Professoren der deutschen Hochschulen, auf de- neu di? künftigen Staatsdiener der Monarchien ausgebildet werden, ja in denen Kaiser- und Für- steu-Söhnc die wissenschaftlichen Grundlagen erhalten, wenden den republikanischen Gewalten ihre Gunst zu und sind mit Wort und Tat bemübt, der Bevölkornua die Meiuuua beiiiib^in^o»
Sonntagsdeilager Jllustrirtes Sonntagshlatt.
Erstes Blatt
Umschau.
Der ReichShauShaltSetatSentwurf für 1904 liegt nun auch in seinen Endzahlen vor. Er weist insofern eine Veränderung gegen den Etat für 1903 auf, als der Zuschuß zur Deckung der ordentlichen Ausgaben nicht 72,1 sondern 59,5, also 12,6 Millionen Mark weniger beträgt, wobei er allerdings auS der Anleihe gedeckt werden soll. Der Zuschuß konnte auS dem Etat nicht beseitigt werden, weil die laufenden Einah men allein zur Deckung der ordentlichen Ausgaben nicht auSreichen. Die letzteren haben sogar eine Steigerung gegen 1903 erfahren müssen. Zwar konnten die einmaligen ordentlichen Ausgaben um 45,4 Millionen verringert werden, die fortdauernden weisen aber eine Steigerung um 59,8 Millionen Mk. auf, sodaß immer noch gegen bete Vorjahr ein Mehr von 14,4 Millionen Mark zu verzeichnen ist. Dies Ergebnis ist erzielt, obschon die Einzelstaaten genau so zu den Lasten des Reiches herangezogen werden sollen, wie in den beiden Vorjahren. Die Ueberweisungen haben zwar eine Erhöhung erfahrren, eine dementsprechende aber auch die Matrikularbeiträge, sodaß wieder die Spannung zwischen beiden, die den Einzelstaaten zur Last füllt, nahezu 24 Millionen Mark ausmacht. Der ausserordentliche Etat weist ein Mehr von 29,3 Millionen Mark auf. Die Anleihe ist auf 214,7 Millionen festgesetzt.
sicherungsgeseh" umgeändert, denn die damit 6e< zeichnete Versicherungsart ist jetzt schon bei weitem die bedeutendere geworden und wird es späte« noch mehr werden. Am 1. Januar 1904 wird daS Gesetz 13 Jahre in Kraft sein. In noch nicht dem gleichen Zeiträume hat eine Million Deutsche« aufgrund des Gesetzes Invalidenrente erhalten^ Altersrente wurde nahezu an die Hälfte gezahlt sodaß insgesamt in der genannten Zeitspanne etrm 1% Millionen Deutscher aufgrund des letzten bet, grossen Versicherungsgesetze Renten erhielten, Herr Bebel bemüht sich, seiner Anhängerschaft den Glauben beizubringen, dass die Gesetze iss Deutschland und in den Einzelstaaten bloss für die Reichen gemacht seien. Hoffentlich unterschlägt er das nächste Mal, wenn er über das gleiche Thema redet, nicht die obigen Zahlen: dann könnten seine Zuhörer ja sofort die Wahrheitsliebe dieses Weltverbesserers int richtigen Lichte sehen.
Deutsches Keich
Berlin, 2. Dezember.
— Seine Majestät der Kaiser hörte am Dienst lag Militär- und Marknevortrage.
— Eingedenk alter Ueberlieferungen hat der Großherzog von Weimar den Antrag auf Niederlegung der Gartenmauer des Goethe-Hauses in Weimar abschlägig beschieden.
— Der Kaiserliche Botschafter bei den Vereinigten Staaten von Amerika, Frbr. Speck von Sternburg hat gestern die Rückreise nach New- Rork anaetret-n.
— Wo SThrnnrehp. die bet der am Donnerstaa
kan-ler die Sozialdemokratie im Anschluß an die grosse antimonarchische Brandrede Bebels aufforderte, aus den Boden der Loyalität und Vernunft zu treten, als der Stellvertreter des Reichskanzlers die sozialdemokratische Partei als Der- tretimg der Arbeiterschaft anerkannte und sich bereit erklärte, zu den sozialdemokratischen Gewerkschaftskongressen offizielle Vertreter der Zentralbehörden zu entsenden — da konnte man vielleicht aunebmen, in leitenden Kreisen sei man durch die liberalen Mauserungsittusionen befangen. Nach dem Dresdener Kongreß und nach der seitdem von der Sozialdemokratie offen eingenommenen staatsfeindlichen Haltung ist ein Irrtum über die Goiueingefahr dieser Partei völlig ausgeschlossen. Die Frage ist also heute ebenso berechtigt wie aktuell, was nun noch die Regierung abbalte, eine klare Stellung gegenüber der Sozialdemokratie einzunehmen.
Es gilt das Staatswohl, eS gilt das Wohl der Monarchie! Die Erwägung, ob es der Regierung auch nach den Wablen noch möglich sein werde, dank der ihr wie früher zu Gebote stehen- den varlamentarischen Mehrheiten die wesentlich, sten Aufogdpn zu erfüllen, spielt heute ein untergeordnete Rolle. An die Tore der Monarchie pocht der Republikanismus, und dieser wird bewußt und unbewusst unterstützt durch boshafte oder eitle und kurzsichtige Persönlichkeiten, die ihre Pflicht verkennen. Will man leugnen, daß derartige ttnternemmmgen gefördert werden durch bie. absolute Kleichgiltiakeit der ReoierMg dem sozialdemokratischen Ansturm gegenüber?
In Blättern, die der Regierung nahestehen.
Bierteljährlicher Bezugspreis, bet oer Expedition 2 Mk.,
910 bei allen Postämtern 2,25 Mk. ^cxct. Bestellgeld). MUrvllig Erscheint wöchentlich.sieben mal.
Donnerstag. 3. Dezember 1903. *"*-l5X^*gJ***“
der .Kiel. Ztg/ einstweilen für den Hamburger Zoologischen Garten bestimmt.
DaS grafe LoS Verl,re« hat ein armer Schuhmacher in Naumburg a. d. S. Er kaufte ein Los der Weimarer Lotterie, schrieb die Rt. 76271 in sein Notizbuch und legte daS LoS in die Kommode. DaS LoS wurde mit 60000 Mk. gezogen, der Meister findet eS aber nicht mehr. Zu seinem Gelbe wird er jedoch wohl nach der Wartezeit kommen.
Erhängt. Der langjährige Rendant der vorschußvereinS in Berleburg, Riedesel, der enter der Beschuldigung verhaftet wurde, 100 000 Mk. unterschlagen zu haben, hat fich »ach dem „Hannov. Kur.' erhängt.
Fnst 7i Million Mirk soll dem,Konfektionär' infolge der junge Inhaber eine« Großgeschäfts tu Berlin in einem Spielklub verloren haben. Vater und Schwiegervater haben die Spielschulden gedeckt.
Ein kühner Erstrefsuugsversuch wurde in Sofia gegen den früheren Finanzminister Bankier Geschow unternommen. Zwei Mazedonier drangen in sein Arbeitszimmer und »ahmen ihm unter Bedrohung mit Revolver vnd Dynamit Schuldbriefe in Höhe von 50000 Fr. ab. Als die Erpresser tags darauf •wen Boten zur Einkassierung des Geldes schickten, wurde dieser verhaftet.
Eine italienische Therese Humbert. Jetzt hat «uch Italien seine Humbert-Affäre, und wenn die italienische Therese auch nicht so viel Spektakel in der Welt machen dürfte wie die sran- Hüfische, ist der Fall doch interessant genug, um Soeitererzählt zu werden. Die italienische Humbert lebt in Vincenz« und ist die arme Krau eines JnstitutsdienerS, der ganze 725 Mk. Kahresgehalt hat. Eines Tages aber verbreitete Re Frau die Nachricht, daß ihr eine große Erbschaft in Aussicht stehe. Sie, ihr Mann tmd ihre 25jährige Tochter traten dann sehr dornehm auf, trugen elegante Kleider, schmückten Sch mit Juwelen und saßen im Theater auf den teuersten Plätzen. Anfangs konnte die Erau alles bar bezahlen, denn sie hatte bei fich «n altes Weibsbild aufgenommen, da- einiges vermögen befaß und tm Vertrauen auf die Erbschaft, Geld hergab, bis nichts mehr da war. Run begann die Erbin, nach dem Vorbilde der »roßen Therese, alle Waren auf Borg zu nehmen, »dem sie den gläubigen Kaufleuten vorerzählte, daß die Erbschaft bereits bei einem der be- «nntesten Notare der Stadt hinterlegt sei. Von dem Ursprung der Erbschaft wußte sie folgendes in erzählen r Eines Tages sei ihre Tochter von Dem Leutnant Graf Lamberti aus der Straße Dngesprochen worden. Die Tochter habe dem Grafen so gut gefallen, daß er ihr sofort einen Heiratsantraa machte und ihr, um fie fich günstig |u stimmen, auf der Stelle 50000 Lire Rbm tooUt» Sie, die Mutter, habe aber
Im Namen bet Tochter den Heiratsantrag und da« Geld zurückgewiesen. Das habe sich der Gras so zu Herzen genommen, daß er abgereist und bald darauf vor Gram gestorben sei, nachdem er die Familie der Geliebten zur Erbin seines 500 000 Lire betragenden Vermögens eingesetzt hatte. Dieses Märchen wurde von bett Kaufleuten wirklich geglaubt; da aber die Auszahlung der Erbschaft zu lange auf fich warten ließ, gingen fie schließlich zu dem Notar der Erbin, um fich nach dem Stande der Dinge zu erkundigen. Der Notar war wie auS den Wolken gefallen, als er die Geschichte hörte. Es braucht nicht erst gesagt.zu werden, daß die Erbin bald daraus festgenommen wurde. Das Schönste ist, daß die Tochter inzwischen einen Freier gefunden hatte, der, um in den Mitbesitz der Erbschaft zu gelangen, die Hochzeit nicht rasch genug bewerkstelligen konnte. Dem Aermsten ist, als er hörte, daß die Erbschaft nur eine Seifenblase war, der Schreck in alle Glieder gefahren, aber die Frau muß er trotzdem behalten.
Kiinstlergagcn der Spezialitätcn-Theater sind denen der anderen Theater weit überlegen. Wer von den Künstlern heute Geld verdienen will, geht an das Variete-Theater. Es sind noch die einzigen, die die hochgeschraubten Anforderungen mancher Künstler und Künstlerinnen befriedigen können. Es wird daher nicht überraschen, wenn wir unseren Lesern heute rnitteilen, daß Eleonore Düse sich für drei Abende für das „Apollo- Theater in Düsseldorf" in Düsseldorf zu verpflichten im Begriffe steht. Für den Abend werden ihr 7000 Mk. Einnahme garantiert, wovon sie die Hälfte erhält. Sie würde also noch mehr Gage als Uvette Guilbert erhalten, welche bei ihrem ersten Auftreten in Berlin im Apollo-Theater für 10 Abende 30 000 Mk. bekam. Nachher ging fie mit ihren Preisen herunter, aber man mußte ihr doch noch 2400 Mk. für den Abend bezahlen. Die Otero erhielt in ihren Glanzrollen 1000 Mk. für den Abend. Verhältnismäßig gering wird die ihtnft der Löwenbändigerin Miss Claire Helios eingeschätzt. Sie erhält pro Monat 6000 Mk. Diese Summe fließt aber nicht ihr zu, sondern dem Zoologischen ©arten in Leipzig, welcherEigen- tümer der Löwen ist und welcher Miß Heliot als Löwenbändigerin mit einem Monatsgehalt von 2000 Mk. engagiert hat.
Das Aufwachen zu bestimmter Stunde. In der „Med. Woche" finden wir folgende Mitteflung: Die bekannte Erfahrung, daß viele Personen will- kürlich zu einer bestimmten Stunde aufzuwachen imstande sind, hat Baschide veranlaßt an sich selbst und dreiunddreißig anderen Beobachtungen über den Einfluß der Aufmerksamkeit während des Schlafens anzustellen. Bei allen Versuchspersonen mit Ausnahme von fünf, geschah das Erwachen vor der festgesetzten Stunde. Bei den Irrtümern, die die Schlafenden beim Erwachen begingen, handelte «s fich nur um eine Viertelstunde, mit wenigen Ausnahmen um eine ganze oder zwei Stunden« Ueberhaupt erwachten die Versuchs- ,
Wafer um so früher, je grösser Set Abstand 5e3 festgesetzten Termins von dem gewöhnlichen Erwachen war. Bei dem Einen geschah es Plötzlich mit einem Ruck, und der Betreffende glaubte etwas versäumt zu haben, bei dem Zweiten in Ruhe, wie nach gewöhnlichem Schlafe, ohne Erinnerung an den Vorsatz, bei dem Dritten nach unruhigem Umherwerfen in der vorletzten Stunde, besonders unter Träumen, die sich auf versäumtes Erwachen bezogen. Am präzisesten erwachten die Personen niederen Bildungsgrades, Bauern, Dienstboten, weniger die gebildeten Standes und nervöse Naturen. Es ist wohl anzunehmen, daß der ganze Vorgang eine Art Autosuggestion ist, ähnlich wie man einem Hypnotisierten suggerieren kann, zu bestimmter Stunde irgend etwas zu tun, ohne daß chm der Austrag ins Bewußtsein kommt.
Von Bismarcks Kammerdiener Pinnow, der dieser Tage gestorben, erzählt der „Berl. Lokal- Anz.": Pinnow hat zwanzig Jahre im Dienste des ersten Reichskanzlers gestanden. Eine grundehrliche Natur, war er seinem Herrn und Meister mit rührender Treue ergeben. Man ist nicht der Kammerdiener eines großen Mannes, ohne daß allerhand Versuchungen an den Inhaber dieser Stellung von außen herantreten. Pinnow hat, wie er mit Stolz erzählte, alle derartigen Anerbietungen zurückgewiesen. Auch nach dem Tode des Fürsten ist er der schweigsame, nie aus der Schule plaudernde Diener seines verehrten Fürsten geblieben. Er hat mit ungewöhnlicher Intelligenz vieles beobachtet, viel erfahren, aber niemals einen unlauteren Gebrauch hiervon gemacht. Sein schwerster Dienst im Hause des Kanzlers begann, als bei diesem die Anzeichen des hohen Greisenalters bemerkbar wurden. Der Fürst war an Pinnow gewöhnt und ließ sich nur von ihm bedienen. Da hieß es Tag und Nacht auf dem Posten sein und jedem Ruf der Klingel auf der Stelle entsprechen. Für Pinnow war dies alles nicht Dienst-, sondern Gewijsenssache. Als sich die Tage des Einsiedlers von Friedrichsruh zur Rüste neigten, kam der Getreue wochenlang aus seinem Zimmerchen nicht heraus an die frische Luft. „Ich darf nicht, Durchlaucht kann rufen!" . . . Kein Geringerer als unser Kaiser hat diese Opferfreudigkeit des treuen Dieners rühmend anerkannt. Alle die vielen Fürstlichkeiten, die im Laufe der Jahre nach Friedrichsruhe kamen, verfehlten nicht bei ihrem Abschied sich an Pinnow zu wenden: «Sie pflegen den Fürsten doch auch weiter recht gut, nicht wahr?!" Oft wurde der jetzt Heimgegangene von Persönlichkeiten, die dem Fürsten nahestanden, zu diplomatischen Missionen benutzt. Als der Fürst, der unter einer Mageiwerstim- mung litt, bei Tische eine halbe Flasche Champagner verlangte, musste Pinnow antworten: „Es sind keinen halben Flaschen da!" Der Fürst warf ihm einen scharfen Blick zu und befahl: „Dann sofort eine ganze Flasche, Pinnow!" Bismarck lecerte denn auch die ganze Flasche mit großem Behagen. Pinnow hat niemals ein böses Wort von dem Fürsten gehört. Eines Tages hatte er das Mißgeschick, seinem Herrn sehr herzhaft auf die Füße zu treten. Der Kanzler stieß einen Schmerzensruf aus, beruhigte aber bald den Erschrockenen mit den Worten: „Ein anderer Euro
päer, lieber Pinnow, hätte mit nicht auf He Hühneraugen treten dürfen!"
Auf den Himalaya, lieber die kühne Expedition auf den Himalaya, die von dem englischenEhevaar Bullock-Workmann organisiert worden ist, liegen jetzt in italienischen Blättern ausführlichere Nachrichten vor, nachdem die FührerPetiga, Vater und Sohn, und Savoye in ihre Heimat Val d'Aosta zurückgekehrt sind. Die Expedition hat nicht weniger als 50 000 Lire gekostet. Außer den erwähnten drei Führern nahmen 60 Kuli (indische Hirten), zwei Soldaten, ein Dolmetscher und ein Kommissar an der Expedition teil. Man batte zwei Ziegen für die Milchversorgung und eine Herde Schafe mitgenommen und schlachtete letztere je nach Bedarf. Die Wiesen, die man auf 4500 Meter Höhe antrift, machten dieses Ernährungssystem möglich und nützlich. Zahlreiche Gletscher wurden erforscht und drei noch nie betretene Bergspitzen von 6600 bis 6800 Meter Höhe erstiegen. Infolge einer Erkrankung des Mr. Wortmann konnte ein vierter Berg in 7332 Meter Höhe nicht erfliegen werden. . Die italienischen Führer sind jedoch durchaus der Meinung, daß der Evris- branta, die höchste Spitze des oberen Himalaya, nicht unbesteigbar ist, wie man bis jetzt glaubte; man spricht davon, daß der Herzog der Abruzzen einmal den Versuch machen wird. Während der Expedition wurde viel gejagt: man erlegte eine Anzahl Gemsen, die viel großer mären, als die unserer Alpen. Man fand oft Spuren von grauen und roten Bären, dem großen zoologischen Wunder dieser Region. Man tötete sogar einen Jaguar. Die Reise dauerte sechs Monate. Die Expedition kam durch unbekannte Länder mit barbarischen, ganz primitiven Völkerschaften. Die Kulis, die unübertreffliche Fußgänger find, wurden diesen fremdartigen Menschen gegenüber oo« großer Furcht befallen. Die Besteigung des Himalaya bietet die größten Schwierigkeiten, weil der Schnee hoch liegt und daher eine riesige Arbeit mit der Hacke erforderlich ist, um Stufen in das Eis zu hauen. Die beiden Workrnanns und die Führer haben während des Monats Juli in 5200 Meter Höhe kampiert, während zweier Nächte sogar in einer Hohe von 6000 Metern, ohne darunter zu leiden. Am 12. August bestiegen die Alpinisten einen 6637 Meter hohen Berg, später einen anderen von 6880 Meter Höhe. Dann verzichtete Mrs Workmann darauf, weiter vorzudringen, und machte mit dem Träger Jacques Petigax Hall. Der Mann und die bei< den anderen italienischen Führer marschierten weiter und gelangten bis zu 7131 Meter, eine Höhe, die bis jetzt noch von niemandem erreicht worden ist. Tie Führer wollten noch höher steigen, aber Mrs. Wottkmann weigerte sich, ihnen noch weiter zu folgen.
Zerstreut. „Um Gottes willen, e8 sind Diebe im Vorzimmer. Professor: „Führen Sie sie einstweilen in den Salon, ich komme gleich."
SchonunMoll. Studiosus (nach mißlungener Referendarprüfung an seinen Vater schreibend): „Lieber Vater! Meine Adresse ist genau die» selbe geblieben wie im Vorjahre!'