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»eroto qcwäM tocrben, der nach dem Ausscheiden! Le« Aba v Frege dieses Amt auch in der binnen S-ssicm schon bekleidete. Ta der ne/mnaliiberale Büsina der die zweite Dizepräsidentenstelle inne batte 'nicht wieder zum Abaeordneien gewählt worden ist. so wird dieser Posten voraussichtlich ^nem anderen nationaliberalen Abgeordneten übertragen werden. An die llcoertragung eines Präsidentenposten an ein sonaldemokre.tisches Mitglied denkt überhaupt kein Mensch.

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Oesterreia-klnaarn. Trotz oller Obstruktions- Versuche der Opposition im ungarischen Abgeord- netenhause ist es am Freitag Abend nach neun- stündiger Sitzung gelungen, den Antrag des Ministerpräsidenten auf Abhaltung von Doppel- sitzunaen durchzubrinaen. Es kam wiederholt zu den stürmischsten Szenen, die Sitzung musste un­terbrochen werden. Zwischen zwei Abgeordneten wird wegen gegenseitiger schwerer Beleidigung ein Duell stattfinden. Graf Tisza hofft nunmehr, die Heeresvorlage durchsetzen zu können, nachdem dies geschehen und damit wieder gesevmätziae Zu­stände geschalstn sind, will Graf Tisza an die Auflösung de? Hauses und an die Anberaumung von Neuwahlen geben. Unter dem Eindruck der Niederwerfung der Obstruktion, der aus die Wäh­ler seine Wirkung nicht verfehlen wird, sollen sie Neuwahlen ausgeschrieben werden. Im öster­reichischen Reichsrat kam es zu noch schlimmeren Austritten, wie setzt erst bekannt wird. Ein Abge­ordneter wurde bei einer Prügelei derart gegen eine Säule geworfen, daß er eine zeitlang be- wutztlos liegen blieb l — Die italienischen Stu- denten in Wien versuchten ebenfalls zu demon- ftrieren, wurden aber von der Polizei auseinan­dergedrängt. Ebenso kam eS in Lemberg zu Studentenunruhen.

Grotzsirilannie». Obwohl in den letzten Tagen die Cliamberlainsche Zollvolitik von her» vorraaevden Parlamentariern, dem Herzog von Deronshire u-'d Lord Rvleberrh stark bekämpft worden ist, beeinflußt diese Gegnerschaft die Hk>ffnungßireubiok->it und die Uaternehwungslust Chamberlains nichi Es verlautet jetzt sogar, Chamberlain beabsichtio«, in den nächsten sechs ?pl>stien eine Reite nun- Kanada zu unternehmen, um dort drei große Reden zu halten und dem­nächst Washington und Newhork zu besuchen, um sich in den leitenden Politiken und in den geschäftlichen Kreisen darb' c zu informieren, wie man über seine Zo irewcmvläne denkt. — Ministerpräsident Balfour erörterte, wie bereits gemeldet. in k'ner vielbesprochenen Rede die Frage der Reichsoerte'digung und de^ allge­meinen Wehrpflicht für England. Der Minister kam zu dem Schluß, die Verteidigung des Mutterlandes erwidere fein großes stehendes Heer, denn die Schwierigkeit läge nicht in Eng­land, sondern auswärts, und betonte bann: Die schwierigste Pflicht deS stehenden Heeres ist nicht die Verteidigung des Mutterlandes, sondern die Verteidigung Indiens. Wir werden niemals in der Lage sein, eine allgemeine Wehr­pflicht zu besitzen — eine zwangsmäßige Aus­hebung en mässe — um Besitzungen weit jen­seits des Meeres in tropischen Himmelsstrichen zu verteidigen. Wir müffen uns auf den freien Willen eines freien Volkes stützen.

Bom Balkan. Die Türkei wird trotz der in der Antwortnote erhobenen Bedenken die Durchführung der Reformen nicht länger hinaus- kchieben können, da die Mächte ernstlich darauf »ringen. Die Einzelheiten und die Personal­fragen befinden sich bereits in Beratung. — In Albanien herrscht eine starke Bewegung gegen Reformen. Reiche Muhamedaner spenden bedeutende Summen zu einer reformfeindlichen Bewegung. Die muhamedanische Bevölkerung Sarajewos wollte das Kastell stürmen, um sich in den Besitz von Waffen u,cd Munition zu letzen. — Der Führer der mazedonischen Auf­ständischen Sarafow weilt gegenwärtig in Bel­grad. Er hält vor den serbischen Offizieren, en beten Sntecebentien er sich natürlich nicht stößt, Vorträge über die KampseSweise der mazedonischen Aufständischen. Sarafow rechnet damit, eine Menge serbischer Offiziere, die sich in ihrem Vaterlande nicht Wohl fühlen, für die Sache der Mazedonier zu gewinnen. Jntereffante Enthüllungen macht die russische Zeitung .Nowoje Wremja" (.Neue Zeit") über ein beabsichtigt geweieneS ierlisch-bulgarischesBündniS gegen die Türkei. Dasselbe sollte unter folgen­den Bedingungen abgeschlossen werben: Sollte der Krieg Bulgariens und Serbiens mit der Türkei für die ersteren günstig ausfallen, so dürfe Serbien die Provinz Alt-Serbien, Bul­garien aber Thracien (das Wilajet Adrianopel) annektieren. Die Gegend zwischen diesen beiden !u annektierenden Provinzen sollte neutrales ilebiet bilden, und zwar als selbständiges Mazedonien, daS einen serbischen oder montene­grinischen Prinzen al8 Staatsoberhaupt erhalten würde. Da es zu keiner Verständigung ge­kommen ist, muß Bulgarien zu seinem großen Bedan-7.. enf die erhoffte Vergrößerung noch warte-.

OstasttU. Angeblich wegen der Erkrankung der Kaiserin von Rußland, welche den Kaiser begreiflicherweise beunruhigt, sollen die Unter­handlungen zwischen der russischen und japani­schen Regierung seit etwa zehn Tagen unter­brochen sein. Rach Depeschen aus Japan drängt die gesamte japanische Presse mit verschwindenden Ausnahmen die Regierung zu entscheidenden Schritten. Die Regierungskreise bewahren äußerste Zurückhaltung doch soll dort der Pessimismus infolge des Zögerns Rußlands mit der Antwort zunehwen. Man fürchtet auch, da« Kriegsfieber in der Armee und Marine könne die Regierung zur Aktion zwingen. In politische« Kreisen Japans herrscht lebhafte Tätigkeit, und man erwartet einen entschlossenen A-'-ip'ff v : N'.-.'rru-?, W'NN d<,4 iavcmische

Parlament zusammentritt. Die antirusfische Liga überreichte dem Premierminister eine Note, worin der Rücktritt des gesamten Kabinett» verlangt wird, da e8 unfähig fei; die Note fordert auch dringend zu einer aggressiven Politik gegen Rußland auf. Nach Ansicht maß- gebender Kreise soll das Kriegtzfieber in Japan viel stärker fein als vor " "**■ — **——

Marburg rm

schon Laden wurde die Tageskaffe, ca. 35-40 Mark, welche zufälligerweise am Abend nicht yeleert war, mitgehen geheißen. Man nimmt allgemein an, daß die Diebe von außerhalb gekommen find. Da heißt es aufgepaßt, ob die Spitzbuben sich nicht unsere Stadt als Feld ihrer Tätigkeit ausersehen.

« AeAtgeffcr. Tas regnerische Wetter der

Ta«N, 28. Nov. Der Forstaufseher Walch zu Kaltennordheim ging dieser Tage in den Wald, ohne abends wieder zurückzukehren. Es wurden alsbald Nachsuchungen seitens der An- gehörigen angestellt, und fand man W. tot, mit einem Schuß in der Brust im Heflberge (bei Kaltennordheim gelegen) vor. Ob ein Unglücks- fafl oder ein Verbrechen vorliegt oder ob der

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* vihnbau Marburg .Reichanzeiger' bericht Nummer folgende»:

Auf Ihren Bericht will Ich dem Kreise bezirk Kaflel, welcher Bau und Betriebe eine

bofe Marburg (Süd) Kaffel—Lollar nach Dre Enteignungsrecht zur dauernden Beschränkm in Anspruch zu nehmer leihen. Die eingerei,

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An den Minister d 8 SreiStagswahle gebäude Hierselbst sar gänzungSwahl zum i band der ländlichen < grundbefitzer statt, hört, folgendes Refu!

Ländlich

Bürgermeister ® besitzer Carl Kaiser Wittelsberg (wieder Breitstadt-Hafsenhau Pfeffer-Roth. Bürg« Hausen (wiedergewö Amönau (seither G

Wahlve'band General v. Hel (wiedergewählt). I der Universität, ' Gutsbesitzer M. E verstorbenen Guts! flirt a. M.)

* Gesühnt. 9 einem ehemalige' Bataillons, bei f der, wie gemeldet hat seine Sühne g Verhandlung ende Wilhelm Hamm werbSmäßigen A haus und 10 Jakob Hamm w. mit 5 Jahren @ Verlust. AußerH lässigkeit der P ziehung der besä tannt.

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den feffelnden Inhalt deS Vortrages näher ein­gegangen werden, da eS dem Wunsche vieler entspricht, daß der Vortrag in seinem Wortlaut abgedruckt wird.

* Für Interessenten. Die Versteuerung der Pacht- und Miet-Verzeichnisse für daS Kalender­jahr 1903 find bi» zum Ablauf des Monat» Januar 1904 bei der zuständigen Eteuerstrlle zu bewirk--:'.

* Schänschreib Kursns. Heute eröffnet Herr Gottlieb im Hotel Hessischer Hof einen Kurs«» in der Kalligraphie. E» bedarf gewiß nur dieses Hinweises, um eine Anzahl mit unschöner Handschrift behafteter junger Leute zu veran- laffen, Besucher eines Kursus zu werden und sich von der Zweckmäßigkeit zu überzeugen. Anmeldungen werden heute im Hotel Hessischer Hof angenommen.

* Ter Verein kurhesfischer Tierärzte hielt gestern im Kasseler Hof in Kassel seine diesjährige Generalversammlung unter dem Vorsitz des Herrn Kreistierarzt Schlitzberger-Kassrl ab. Außer spe­ziellen Vereinsangelegenheiten wurde über die Frage der Schlachwieh- und Fleischbeschau («in, schließlich Trichinenschau) beraten.

* Landesausschuß. Die Sitzungen d-s Landes­ausschusses für den Regierungsbezirk Kastel im Saal des Ständehauses in Kassel sind bis zum Freitag fortgesetzt worden, konnten aber, trotzdem die Verhandlungen bis abends 1/28 Uhr anbauer­ten, noch nicht zum Abschluß gelangen, da ba» zu bewältigende Material dies--s Mal ein unge­wöhnlich umfangreiches ist. Der Etat für die Landwegebau'Angelegenheiten, ferner für die Landcshospitäler zu Haina und Merxhausen wurde nach längeren Debatten genehmigt.

* Fünf EindluchSSicdßatzle wurden in der Nacht vom Donnerstag aus Freitag in unserer Rachbarstadt Gießen verübt. Den Einbrechern war eS darum zu tun, bare» Geld zu stehlen, doch fanden sie zum Glück weder in den Läden noch in den zwei Kontoren, die sie heimsuchten, nennenswerte greifbare Beträge vor. Im Tichy-

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herrscht! gute Stimmung und schienen jm, ».«. Teilnehmer zu amüsieren, denn dafür gab der beste Beweis, daß die Feier erst ht früher Mor- stunde ihr Ende erreichte.

(*) Cappel, 29. Nov. Ein hiesiger Land- Witt wurde dadurch schwer geschädiat, daß ibm plötzlich ein wertvolles Pferd einging.

f* Kirchhain, 29. Novbr. Mit dem 1. Dezember d. Js. geht der Bahnhof Kirchhain (Ohmtalbahnhof) für den öffentlichen Verkehr ein. Sämtliche Zöge der Ohmtalbahn laufen von diesem Tage ab im Staatsbahnhos Kirch- Hain ein und auS.

— Renkadt, 28. Nov. Bei den am 27. und W d. M. ftattgefunbenen Ersatz, und ErgLnzunas- rhlen wurden zu Stadtverordneten gewählt in der Abteilung Carl Schmidt und stzrauz Schlitt, in der 2. Abteilung Benedict Domscklotz und Anton Zinser und in der 1. Abteilung Wilhelm Mann und Gregor Rels.

-1. Rosenthal, 27. Nov. Heute Nachmittag von 1 bis 5 Nhr sanden die Ergänzungswahlen zur Stadt» verordneten»Dersammluug statt Die Beteiligung seitens der Wahlberechtigten war eine noch nie daqe- Wesen lebhafte und wurde der Wahlkampf zwischen dem sogenannten .roten Bund' und den .Gemäßig» teren' ausgefochten und ging, nachdem der rote Bund, der aber selbstredend mit sozialdemokratischen Tendenzen nichts zu tun bat, ein Mandat erfochten hatte, in ein großes Verbrüoerungsfest über. Es wurden gewählt in der 8. Klaffe Landwirt Julins Stuckert und Böcker Konrad Engel; in der 2. Klaffe Landwirt Heinrich Klingelhöfer und in der 1. Wahlklasse Rentner Christlieb Kliugelhöier.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete

| Wildungen, 27. Nov. Einem hier in

Stellung befindlichen Dienstmädchen wurden die l gesamten Ersparnisse im Betrage von etwa \ 125 Mk. gestohlen. Als Täterin wurde einige j lagt später eine gute Freundin von ihr von I der Polizei entdeckt. Der größte Teil des I Gelbe» konnte der Bestohlenen alsbald wieder 1 »»gestellt werden.

Hülfe oder ecqiim IUC icv k»-- häusliche Arbeit auf ein Minimum zu reduzieren wiffen. A-:ch die kleineren Jungen find gegen die Schulkrankheit des ^Mogelns" (um mit Dr. I. zu reden) ja leider nicht immun; dis meisten von ihnen aber fitzen u-'d schwitzen über Büchern und Heften Tag für Tag länger, als es der sich entwickelnde Organismus ohne Schaben verträgt, und es ist am Ende nicht ihre Schuld, wenn bas so Gelieferte neben bem tninber reb= lieb Erworbenen bei andern vor bem Lehrer nicht einmal mit Ehren besteht. — So kann unb bart es nicht weiter gehen! Wenn die Schule ihr Pensum nicht leisten kann ohne bie zum größten Teil nur scheinbare häusliche Arbeit, so muß bie Schule selbst darauf bringen, daß daS Pensum ermäßigt werde. Das Nächste aber ist: gemeinsames Vorgehen von Lehrern, Aerzten und Eltern gegen die noch zu Recht — und noch viel mehr zu Unrecht! — bestehende häusliche Arbeit. Hoffentlich bedeutet der Attikel des Dr. I. nur den ersten Schritt auf diesem Wege, unb wir bekommen balb weiteres zu hören. V.

An frage.

4 Pfd. Brot kosten 46 Pfg. Warum muß man für 2 Pfd. Brot teig nicht 23, sonbern 80 Pfg. bezahlen? Vielleicht gibt einer bei Herren Bäckermeister Auskunft. X.

Nerreste UeLearEme

Berlin, 29. Nov. Die gestern Nachmittag im Abgeordnetenhaufe tagende Versammlung der Fischereiinleressenten beschloß die Gründung eines Bundes deutscher Berufsfischer. Der Bond be­zweckt die Schaffung einer sachverständigen Ve- rufsfischervertretung zur Herbeiführung ein?r Umgestaltung unzweckmäßiger Fstcherrigosetze, zur Herbeiführung einer bcsterm Veauffichügung der