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Hessen-Nassau und NachSargebieLe

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noch in den zwei Kontoren, die fie heimsuchten,

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Anfrage.

4 Pfd. Brot kosten 46 Pfg. Warum muß man für 2 Pfd. Brot teig nicht 23, sondern 30 Pfz. bezahlen? Vielleicht gibt einer der Herren Bäckermeister Auskunft. X.

* Landesausschuß. Die Sitzungen des SanfeeS- ausschusses für den Regierungsbezirk Kassel im Saal des Ständehauses in Kassel sind bis zum Freitag fortgesetzt worden, konnten aber, trotzdem die Verhandlungen bis abends %8 Uhr andauer­ten, noch nicht zum Abschluß gelangen, da daL zu bewältigende Material dieses Mal ein unge­wöhnlich umfangreiches ist. Der Etat für di« Landwegebai-'Angelegenheiten, ferner für die Landeshosvitäler zu Haina und Merxhausen wurde nach längeren Debatten genehmigt.

* Eindruchörirtzstahre wurden in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag in unserer J Nachbarstadt Gießen verübt. Den Einbrechern \

AerreLe TeLearmpme

Berlin, 29. Nob. Die gestern Nachmittag im Abgeordnetenhause tagende Versammlung der Fischereiinteressenten beschloß die Gründung eines Bundes deutscher Berusssischer. Der Bond b> zweckt die Schaffung einer sachverständigen Be­rufsfischervertretung zur Herbeiführung einer Umgestaltung unzweckmäßiger Fischereigesetze, zur Herbeiführung einer besseren Beausjichngung der

Ta«n, 28. Nov. Der Forstanfseher Walch zu Kaltennordheim ping dieser Taqe in den Wald, ohne abends wieder zurückzukehren. Es wurden alsbald Nachsuchunpen seitens der An« gehörigen angestellt, und fand man W. tot, mit etrem Schuß in der Brust im Hestberge (bei Kaltennordheim gelegen) vor. Ob ein Unglücks­fall oder ein Verbrechen vorliegt oder ob der bedauernswerte Mann selbst Hand an sich ge- g/b hat' bie angestellte Untersuchung er«

Waldensberg, 28. Nov. Das zweijährige Klnd eines Bergmanns P. von hier war allein m der Stube. Es kam mit seinen Kleidern dem Osenfeuer nahe. Die Kleider fingen Feuer u,, ° stand daS Kind in Flammen. Herbei­

eilende Nachbarn löschten zwar das Feuer, aber die Brandwunden waren schon so groß', daß das Kind daran starb.

Frankfnrt, 28. Nov. Senator Dr. von Oveß ist gestern im 87. Lebensjahr gestorben. Der Genannte war der letzte Repräsentant der freien Reichsstadt Frankinrt, deren 1. Bürger­meister er im Jahre 1864 war.

Frp«kf«r1, 29. Nov. Hier hat fich ein Komitee gebildet, welches die Errichtung eines Denkmals auf dem Grabe des Burenobersten Schiel in Bad Reichenhall plant. Ein Aufruf zur Sammlung von Beiträgen soll demnächst erlafien werden.

VilliZlz, 29. Nov. Nachdem seither daS größte Schweigen beobachtet worden ist, werden jetzt die Biichofskandidaten allgemein öffentlich genannt. Es sind: Geistlicher Rat Tr. Eltz in Darmstadt, Bistumsverweser Domkapitular Selbst, Domkapitular Dr. Engelhardt, Dom­kapitular Kirstein, Domkapitular Dr. Benedix und Domptarrer Gosecker.

Hildburghausen, 28. Nov. In der im Jahre 1749 vom Herzog Friedrich von Hild­burghausen gegründeten Sterbekaffe.Fraternität" ist lautFranks. Ztg." ein Fehlbetrag von 100000 Mk. e^t eckt worden.

Münden 29 Nov. Die städtischen Kollegien faßten einen Beschluß, wodurch die Ausführung deS Projektes der Mündener Haienbahn, d. h. der wichtigen Verbindung zwischen ^enbalm und Wasserschiffahrt gesichert ist.

Durchführung der Reformen nicht länger hinaus- schieben können, da die Mächte ernstlich darauf dringen. Die Einzelheiten und die Personal­fragen befinden fich bereits in Beratung. In Albanien herrscht eine starke Bewegung gegen Reformen. Reiche Muhamedaner spenden bedeutende Summen zu einer reformfeindlichen Bewegung. Die muhamedanische Bevölkerung Sarajewos wollte da« Kastell stürmen, um sich in den Besitz von Waffen m-d Munition zu setzen. Der Führer der mazedonischen Auf­ständischen Sarafow weilt gegenwärtig in Bel­grad. Er hält vor den serbischen Offizieren, «m deren Antecedentien er fich natürlich nicht stößt, Vortrüge über die Kampsesweise der mazedonischen Aufständischen. Sarafow rechnet damit, eine Menge serbischer Offiziere, die fich in ihrem Daterlande nicht wohl fühlen, für die Sache der Mazedonier zu gewinnen. Interessante Enthüllungen macht die russische Zeitung »Nowoje Wremja" (.Neue Zeit") über ein beabsichtigt geweieneL ferlisch-bulgarischesBündniS gegen die Türtei. Dasselbe sollte unter folgen­den Bedingungen abgeschloffen werden: Sollte der Krieg Bulgarien- und Serbiens mit der Türkei für die ersteren günstig ausfallen, so dürfe Serbien die Provinz Alt-Serbien, Bul­garien aber Tbracien (daS Wilajet Adrianopel) annektieren. Die Gegend zwischen diesen beiden «r annektierenden Provinzen sollte neutrales Gebiet bilden, und zwar als selbständiges Mazedonien, das einen serbischen oder montene­grinischen Prinzen als Staatsoberhaupt erhalten würde. Da es zu keiner Verständigung ge- . tommen ist, muß Bulgarien zu seinem großen CebaueT;. tttf die erhoffte Vergrößerung noch warte-..

Cftcfitti. Angeblich wegen der Erkrankung der Kaiserin von Rußland, welche den Kaiser begreiflicherweise beunruhigt, sollen die Unter­handlungen zwischen der russischen und japani­schen Regierung seit etwa zehn Tagen unter­brochen sein. Nach Depeschen aus Japan drängt die gesamte japanische Preffe mit verschwindenden Ausnahmen die Regierung zu entscheidenden Schritten. Die Regierungskreise bewahren äußerste Zurückhaltung doch soll dort der Pessimismus infolge des Zögerns Rußlands mit der Antwort zunehwen. Man fürchtet auch, das Kriegsfieber in der Armee und Marine "nne die Regierung zur Aktion zwingen. In politische« Kreisen Japans herrscht lebhafte Tätigkeit, und man erwartet einen entschlossenen q b : W"1N bs javanische

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1 Durch den Abdruck des Artikels von Dr. I. Zur Sckulnot" aus demSchwätz. Merkur" hat fich die verehrliche Reaktion herOberh. Zeitung" m. 6. ein großes Verdienst erworben. ES ist in der Tat die höchste Zeit, daß d e nach der Ansicht mancher Schulmänner (und mancher anderer Leute) endgültig abgetaneUeber- bürdungsirage" von neuem aufgeworfen und durch da« Zusammenwirken eirfi^ttffer ©lern, Aerzte und Pädagogen der Löung im Snine des Aufsatzes von Dr. I. entaeaengeführt wird. Auch außerhalb Schwabens, auch bei uns zu Lande find die schädlichen Wirkungen der Haus­arbeit zu spüren. Fünf Stunden Vormittags­unterricht bedingen eine so starke Anspannung des Körpers, daß schon die für die Schüler der Mittel- und Oberklosfen hinzukommenden dreimal zwei Nachmittagsstunden über daS eigentliche Zulässige hinausgehen. Dagegen noch die häuslichen Aufgaben, mit einer Arbeitszeit, die fich wohl auch bei den meisten Schülern der Unterklassen auf mehrere Stunden des Tages beläuft! Wo bleibt da die Muße zum Spielen und Spazierengehen, zu Lieblingsbe­schäftigungen, zur Musikpstege, zum Verkehr mit Eltern und Geschwistern, zum ruhigen Sichbesinnen? Man könnte erwidern, zu dem allem finde fich die Zeit, und es werde nnr zu viel gebummelt. Von der Mehrzahl der größeren Schüler vielleicht, weil sie eben durch sremde Hülfe oder Schlimmeres als das die eigne häusliche Arbeit auf ein Minimum zu reduzieren wiffen. Auch die kleineren Jungen find gegen die Schulkrankheit deS ^Mogelns" (um mit Dr. I. zu reden) ja leider nicht immun; die meisten von ihnen ober fitzen iwd schwitzen über Büchern und Heften Tag für Tag länger, als es der sich entwickelnde Organismus ohne Schaden verträgt, und es ist am Ende nicht ihre Schuld, wenn daS so Gelieferte neben dem minder red­lich Erworbenen der andern vor dem Lehrer nicht einmal mit Ehren besteht. So kann und barf eS nicht weiter gehen! Wenn die Schule ihr Pensum nicht leisten kann ohne die zum größten Teil nur scheinbare häusliche Arbeit, so muß die Schule selbst darauf dringen, daß das Pensum ermäßigt werde. Das Nächste aber ist: gemeinsames Vorgehen von Lehrern, Aerzten und Eltern gegen die noch zu Recht und noch viel mehr zu Unrecht! bestehende häusliche Arbeit. Hoffentlich bedeutet der Artikel des Dr. I. nur den ersten Schritt auf diesem Wege, und wir bekommen bald weiteres zu hören.

fchen Laden wurde die Tageskafle, tu. 35-40 Mark, welche zufälligerweise am Abend nicht geleert toar, mitgehen geheißen. Man nimmt allgemein an, daß die Diebe von außerhalb gekommen find. Da heißt es aufgepaßt, ob die Spitzbuben fich nicht unsere Stadt als Feld ihrer Tätigkeit ausersehen.

8 Hschwaffrr. Tas regnerische Wetter feer letzten Tage hat zur Foloe gehabt, daß die Lahn und deren Nebenflüsse aus den Ufern getreten find und die Niederungen auf weite Strecken überflutet hoben. DaS ganze Ohmtal bei Kirchhain bildet einen großen See, das von zahlreichem wilden Geflügel be­lebt ist.

8 Zitztinikrtzlage. In unserem Kreise machen fich in letzter Zeit wieder die Zigeuner in un­liebsamer Weise bemerkbar. Die braunen Ge­sellen lagern fich in die Nähe der Ortschaften und brandschatzen diese nach Herzenslust. In der Nähe von Wetter mußte jetzt wieder eine Gesellschaft Zigeuner durch die Gendarmen über die Grenze < e^rotSt werfen.

§ Strafkammer. Bei dem weiteren Falle der gestrigen Sitzung füllte sich der ganze Gerichtssaal mit älteren und jüngeren Männern, sowie jungen Mädchen aus Lixfeld und Fechenhausen im Kreise Biedenkopf. Es handelt sich um verschiedene Schlägereien, welche in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober 1902 in Lirfeld voraekommen waren. Als Angeklagte wurden folgende neun Personen aufgerufen: Landwirt und Gemciuderechner Christian Mai III., geb. 1849, Schreinermeister Gottfried Muller II., geb. 1858, Landwirt Hein­rich Müller, geb. 1877, Bergmann Heinrich Hengst, geb. 1877, Schlosser Hermann Simon, geb. 1879, Steinhauer Reinh. Müller, geb.1880, Soldat Hermann Mai, geb. 1882, Soldat Gustav Sckmeider, geb. 1882. Der letzte Angeklagte namens Bruneck war nicht erschienen. Wie die anderen Angeklagten erzählen, hat sich der Mann ins Ausland begeben. Wie ans fern Eröffnungs­beschlüssen hervorging, befanden fich die jungen Burschen an dem Abend in der Schneiderschen Wirtschaft. Als nun auch einige Burschen auS dem benachbarten Fechenhausen erschienen, kam es zu einer Schlägerei, bei der wie üblich mit Bier- gläsern und sonstigen Instrumenten geworfen und geschlagen wurde. Später setzte fich die Schlä­gerei auf d-r Straße fort. Sämtlichen Ange­klagten wurde deshalb zur Last gelegt, hier Leute aus Fechenhausen namens Künkel, Ad. Reichel, Reinhard Wagner und Karl Wagner vors"'stich mißhandelt zu habm. Außerdem sollen in Eiuzel- fällen auch noch Messer in Anwendung gebracht worden fein. Wie aus feer Vernehmung feer Zeugen, etwa 25 an der Zahl, zu entnehmen war, war an feem Abend in feer Schneiderschen Wirt­schaft ein Rekruienobschie^skränzchen gefeiert war- ] feen. Man prügelte sich dabei zunächst in der Wirtsstube, dann auf feer Sira sie und schließlich wurden die Burschen aus Fechenhausen, als sie auf dem Heimwege waren, in einem Wiesental von vermummten Verionen nochmals überfallen und geprügelt. Das Abends gegen ^ßlTbr verkündete Urteil lautete gegen Christian Mai auf 50 Mk. Geldstrafe, event. 10 Tage Hast, gegen Gottlieb Müller IT. aus Freisprechung, gegen Heinrich Müller auf 6 Monate Gefängnis, gegen Heinrich Hengst auf Freisprechung, gegen Hermann Simon auf 1 Monat Gefängnis, gegen Reinhard Müller auf eine Woche Haft, gegen Hermann Mai auf 2 Monate Gefängnis und eine Woche Haft und gegen Ernst Schneider auf Freisprechung.

* Liederverein. Unter enorm starker Betei­ligung seitens feer Mitglieder und eingelafeenen I Freunde hielt derLiederverein" sein erstes dies- I jähriges Wintervergnügen (Abendunterhaltuug) I in feen Sälen des Museums ab. Die zur Auf- I fiibrung gelangten beiden Theaterstücke:Der I sechste Sinn" und "Im Riesengebirge", Possen I mit Gesang, wurden recht gut und flott gespielt, I und gereichten feen Darstellern zur Ehre. Zum I mindesten gebührt auch Anerkennung dem Mit- I gliede, welcher feie Regie der beiden Stücke über- I nommen, denn man merkte, sie war in gute I Hände gelegt. Die vom Verein vorgetragenen I Lieder ernteten großen Beifall. Allgemein I herrscht! gute Stimmung und schienen sich die I Teilnehmer zu amüsieren, denn dafür gab der I beste Beweis, daß die Feier erst in früher Mor- I stunde ihr Ende erreichte. I

(*) Cappel, 29. Nov. Ein hiesiger Land- I wirt wurde dadurch schwer geschädigt, daß ihm I plötzlich ein wertvolles Pferd einging. I

r Kirchhai«, 29. Novbr. ' Mit feem 1. Dezember d. Js. geht der Bahnhof Kirchhain I (Ohmtalbahnhof) für den öffentlichen Verkehr I ein. Sämtliche Züge feer Ohmtalbahn laufen I von diesem Tage ab im Staatsbahnhof Kirch- I Hain ein und aus. I

Neustadt, 28. Nov. Bei den am 27. und I SS. d. M. statlgefundenen Ersatz- und Ergänzungs- I rhlen wurden zu Stadtverordneten gewählt in der I Abteilung Carl Schmidt und Franz Schlitt, in der I 2. Abteilung Benedict Domscbloß und Anton Zinser I und in der 1. Abteilung Wilhelm Mann und Gregor I Rrls. I

-1. Roienthal, 27. Nov. Heute Nachmittag von I 1 bis 5 Uhr fanden die Ergänzungswahlen zur Stadt- I verordneten - Versammlung statt Die Beteiligung I seitens der Wahlberechtigten war eine noch nie daqe- I wesen lebhafte und wurde der Wahlkampf zwischen I dem sogenannten .roten Bund' und den .Gemäßig- I teren* ausgefochten und ging, nachdem der rote Bund, I der aber selbstredend mit sozialdemokratischen Tendenzen I nichts zu tun hat, ein Mandat erfochten hatte, in ein I großes Derbrüderungsfest über. ES wurden gewählt I in der 8. Klaffe Landwirt Julius Stuckert und Bäcker I Konrad Engel; in der 2. Klaffe Landwirt Heinrich I Klingelhöser und in der 1. Wahlklafle Rentner I Christlieb Klingelhöser. I

Hausen (wiefeergewählt). Bürgermeister Fett- Amönau (seither Gutsbesitzer Ruth-Goßfelden).

Wahlveibanfe der Großgrundbesitzer:

, General v. Hehdwolf - Hof Germershausen (wiedergewählt). Geh. RegierungSrat, Kurator der Universität, Steinmetz (wiedergewählt). Gutsbesitzer M. ClooS-Moifcht (an Stelle deS verstorbenen Gutsbesitzers Dr. LuciuS - Frank­furt a. M.)

* Gesühnt. DaS an feem Förster Junk, einem ehemaligen Oberjäger deS hiesigen Bataillons, bei Trier begangene Verbrechen, der, wie gemeldet, Wilderern zum Opfer fiel, hat seine Sühne gefunden. Die Schwurgerichts­verhandlung endete mit her Verurteilung de« Wilhelm Hamm wegen Totschlag« und ge­werbsmäßigen WildemS zu 15 Jahren Zucht­haus und 10 Jahren Ehrverlust und deS Jakob Hamm w.gen gewerbsmäßigen Wildern- mit 5 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehr­verlust. Außerdem wurde gegen beide aus Zu­lässigkeit der Polizeiaufsicht, sowie auf Ein­ziehung der beschlagnahmten Jagdulenfilien er­kannt.

K. Der Vortrag, den Fräulein Clotilde von Lengerke am Sonnabend im Hotel Freidhof auf besonderen Wunsch des Vorstandes der Orts­gruppe Marburg deS Deutsch Evang. Frauen­bundes hielt, erfreute sich eines regen Besuchs. Freilich hätte man im Interesse der Sache gern noch manchen Zuhörer mehr in der Mitte der gespannt Lauschenden gesehen. Jndeffen ist dies ja hier bei der Fülle von Vergnügungen kaum anders zu erwarten, als daß für ernstere Be­strebungen nur wenig Zeit übrig ist. Und doch wurden alle Zuhörer sowohl von dem Inhalt als auch der Form des Vortrages vollständig befriedigt. Allgemein wurde zugestanden, daß hier lange kein Vortrag mehr gehört wurde fo fein ausgeführt, feer für die Anwesenden ein solches Interesse hatte. ES soll hier nicht auf den feffelnden Inhalt deS Vortrages näher ein­gegangen werden, da ei dem Wunsche vieler entspricht, daß der Vortrag in seinem Wortlaut abgedruckt wird.

* Für Interessenten. Die Versteuerung der Pacht- und Miet-Verzeichniffe für daS Kalender­jahr 1903 find bis zum Ablauf deS Monats Januar 1904 bei der zuständigen Steuerstelle zu bewirke.

* Schsnschreid Kursus. Heute eröffnet Herr Gottlieb im Hotel Hessischer Hof einen Kursus in der Kalligraphie. ES bedarf gewiß nur dieses Hinweises, um eine Anzahl mit unschöner Handschrift behafteter junger Leute zu veran- laffen. Besucher eines Kursus zu werden und fich von der Zweckmäßigkett zu überzeugen. Anmeldungen werden heute im Hotel Hessischer Hof angenommen.

* Ter Verein kurhessischer Tierärzte hielt gestern im Kasseler Hof in Kassel seine diesjährige Generalversammlung unter dem Vorsitz des Herrn Kreistierarzt Schlitzberger-Kassel ab. Außer spe­ziellen Vereinsangelegenheiten wurde über die Frage der Schlachwieh. und Fleischbeschau (ein­schließlich Trichinenschau) beraten.

Wildtmge«, 27. Nov. Einem hier in Stellung befindlichen Dienstmädchen wurden die gesamten Erspamiffe im Betrage von etwa - s 125 Mk. gestohlen. Als Täterin wurde einige war es darum zu tun, bares Geld tu stehlen, i Lage später eine gute Freundin von ihr von

doch fanden fie zum Glück weder in den Läden I der Polizei entdeckt. Der größt- Teil des

_ ' x . v , I Geldes konnte der Bestohlenen alsbald wieder

nennenswerte greifbare Beträge vor. Im Tichy- 1 zugestellt werden.

Marburg und Umwogend

I Marburg 30. November.

Oesterreick-l^r-n. Trotz aller Obstrurtions- * vehnbau Marburg Sntz-Dreihansk». Der versuche der Opposition im ungarischen Algeord- IReichanzeiger" berichtet in feiner neuesten nctenbaufe ist es am Freitag Abend nach neun- I Nummer folgendes:

stündiger Sitzung gelungen, den Anttag des I Auf Ihren Bericht vom 11. November d. I. Ministerpräsidenten auf Abhaltung von Doppel- will Ich dem Kreise Marburg, Regierung«- fitzunaen durchzubringen. Es kam wiederholt zu bezirk Kaffel, welcher die Genehmigung zum den stürmischsten Szenen die Sitzung mußte un- Bau und Betriebe einer Kleinbahn vom Bahn- terbrochen Werdern Zwischen zwei Abgeordneten bofe Marburg (Süd) der Staatsbahnstrecke wird wegen gegenseitiger schwerer Beleidigung em I A t - ,, _

Duell stattfinden. Graf Tisza hofft nunm chr, Kassel-Lollar nach Drechausen erhalten hat, da« die Heeresvorlage durchsetzen zu können, nachdem I EvteignungLrelM zur Entziehung. und zur dies geschehen und damit wieder gesebmäßige Zn- I dauernden Beschränkung deS für diese Anlage stände geschasstn sind, will Graf Tisza an die I in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums ver- Auflösung fees Hauses und an feie Anberaumung I leihen. Die eingereichte Ratte erfolgt zurück, von Neuwahlen geben. Unter feem Eindruck der I Neues PalaiS, den 16. Nov. 1903.

Niederwerfung der Obstruktion, der auf die Wäh» I Wilhelm 8.

ler seine Wirkung nicht verfehlen wird, sollen die I Subfee

werden. Im öfter- Wn ben Minister der öffentlichen Arbeitern reichlichen Reich^rot kam es zu noch schlimmeren I _ . 1 _

Auftritten, wie jetzt erst bekannt wird. Ein Abge- I 8 jCTtwttgSlM|IeW. Im LandratsamtS» orfeneter wurde bei einer Prügelei derart gegen I grdäude Hierselbst fand am Sonnabend die Er» ein? Säule geworsen, daß er eine zeitlang be» I gänzungSwahl zum Kreistag für den Wablver» wutztlos liegen blieb! Die italienischen Stu- I band der ländlichen Gemeinden und der Groß- feenten in Wien versuchten ebenfalls zu demon- I grundbefitzer statt. Dieselbe hatte, wie man strieren, wurden aber von der Polizei auseinan- I härt, folgendes Resultat: dergedrängt. Ebenso kam e8 in Lemberg zu Ländliche Wahlbezirke:

^^nwmmruhen Bürgermeister Grau-Ebsdorf (seither Guts-

Grofltzrtraunie« Obwohl in den letzten ^sitzer Carl Kaiser jun.. Bürgermeister Rauch-

Tagen die Chamberla.nsche Zo, Politik von her- Wittelsberg (wiefeergewählt). Bürgermeister-

vorraaenden Parlamentariern, dem Herzog von Breitstadt-Haffenhausen (seither Bürgermeister inrhpn^ift ^ I^^fl s-^w^^ ^^"ekainpft Pfeffer-Roth. Bürgermeister Scherer-Dagoberts- toorhen ist, beeinstußt diese Gegnerschaft öte 1 - - - -

Hoffnungstreudiok^ir und die ll-iternehmungslust Chamberlain^ nicht Es verlautet jetzt sogar, Chamberlain beabsichrie,«, in den nächsten sechs Wochen eine Reiie nam Kanada zu unternehmen, um bort drei große Reben zu halten und dem­nächst Washington unb Newyork zu besuchen, um sich in den leitende» poliiis^en und in den geschäftlichen Kreisen dorn'er >n informieren, wie man über seine Zo Irewimpläne denkt. Ministerpräsident Balfour erörterte, wie bereits pemelbet, tu e-nrr vielbesprochenen Rede die Frage der Reich-Verteidigung und de- allge­meinen Wehrpflicht für England. Der Minister kam zu dem Schluß, die Verteidigung deS Mutterlandes erfordere fein großes stehendes Heer, denn die Schmierigkeit läge nicht in Eng­land. sondern auswärts, und betonte dann: Die schwierigste Pflicht des stehenden HeereS ist nicht die Verteidigung des Mutterlandes, sondern die Verteidigung Indiens. Wir werden niemals in der Lage sein, eine allgemeine Wehr­pflicht zu besitzen eine zwangSmäßige Aus­hebung en mässe um Besitzungen weit jen­seits des Meeres in tropischen Himmelsstrichen zu verteidigen. Wir müssen unS auf den freien Willen eines freien Volkes stützen.

Dom Balkan. Die Türkei wird trotz der in der Antwortnote erhobenen Bedenken die

perofe? gewählt werden, feer nach feem Ausscheiden I Parlament zusammentritt. Die antirusfische de? Abg. v. Frege dieses Amt auch in der vorigen I Liga überreichte dem Premierminister eine Note, Session schon bekleidete. Da der nattonalliberale I trorin der Rücktritt deS gesamten Kabinett- Büsing, der die zweite Vizeprajtcc:ianstelle inne I verlangt wird, da eS unfähig sei; die Note hatte, nicht wieder ^m A^emdnc-en gewählt Ordert auch dringend zu einer aggressiven Km! g.aenSuH.nb «ul Nach «nfi»'»-tz.

übertragen werden. An die llcjcrtraguna eines I 9kbender Kretie soll das Knegsfieber in Japan Präsidentenposten an ein sosialdemokrutisches I viel stärker sein alS vor dem chinesischen Kriege. Mitglied denkt überhaupt fein Mensch. 1 w . i -»s