mit Sem Kreisblatt für die Kreise Marburg tmb Kirchhain.
eoniUagsbeilag-i JAuftrirtes Sanntag-bl-tt.
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Zweites Blatt
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(§ 14 Jnv.-Vers.-Gff.)
alle landwirtschaftlichen Bettiebsunter- nehmet (Landwirte, Wftwen, unverheiratete weibliche Personen), wenn in ihrem BettiHe nicht regelmäßig mehr als zwei versicherungspflichtige Lohnarbeiter beschäftigt werden; versicherungS- berechttgt find auch die Ehefrauen solcher männlicher Betriebsunternehmer, wenn sie in der Landwirtschaft regelmäßig mit mit tätig sind;
alle Söhne und Töchter von Landwirten '(nicht nur der unter a) aufgeführten), die von ihren Ellern ohne bare Vergütung gegen Gewährung von freiem Unterhalt in deren Betrieben beschäftigt sind (ebenso die von Gelschwistern in der gleichen Weise beschäftigten Geschwister).
Beim Ausscheiden aus dem die Be-
gegen Schnupfen klinisch erprobt und ärzflidierseits mehrfach ak geradezu ideales Scnnupfenmittel bezeichnet!
Wirkung Frappant!
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Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Zoh. Slug. Koch, Umticrfität8=Si«$>rutfcrei Marburg, Markt 21. — Telephon öS.
Berantworruch tut die Stedattwn: vk, D»«rreZ-Boppard m Marburg-,
Allerlei kleine Nachrichten. Neue Personenwagen dritter Klasse verkehren auf einigen Linien der preutzisch-hessilchen Staatsbahnen zur Probe. Es sind Durchgangswagen, haben aber auch an den Längsseiten je drei Türen, die indessen nur im Notfälle zu benutzen find. Fern« find di« Wagen mtt zwei Aborten ausgestattet. — In Sachen der Sicherhettsleistung für gestundete Frachtkosten hat Minister Budde verfügt, daß als Sicherhett tunlichst Bürgscheine an Stelle von Wechseln hinterlegt werden. — Eine Jmmobi- lienverkehrssteuer einzuführen, soll die Absicht bet preußischen Regierung fein. Nach Berliner Bläd- ter darf erwartet werden, daß die Angelegenheit schon im nächsten Landtage erörtert werden wird. Es habe sich herausgejtelll, daß feg bet. mehrjach
geübten Praxis, bei Zwangsversteigerungen von Immobilien nicht allzu rasch zu verfahren, Ausfälle an der Umsatzsteuer entstehn. — Von der Wurmkrankheit sind nicht nur die Bergarbeiter, sondern auch die Ziegelnarbeiter bedroht. Zu ihrem Schutze hat die Amtshauptmannschast Grimma in Sachsen eine Verfügung erlassen. — Die Beliebtheit deutscher Schriftsteller in Eng- land soll nach der Londoner Wochenschrift „Aca- demy" im Zunehmen begriffen sein und zwar in dem Maße, wie die Nachftage nach ftanzösischen Autoren sinkt. Es seien hierfür lediglich Gründe maßgebend, die daS Verdienst betteffen. Mit der französischen Schriftstellerei gehr es immer mehr bergab, während die Deutsche im Auftchwung begriffen sei. — Der „Kaiser der Sahara" wäre beinahe gepfändet worden. Ganz in Anspruch genommen von seinen Träumen, hatte der Millionär Lebaudy vergessen, dem französischen Fiskus die fälligen Steven: zu entrichten. , „Majestät" wurden aber schnell in die Wirklichkett zurückgerufen, es hieß 30 000 Franken zahlen, sonst drohte die Pfändung der MöbÄ im Schlofie Chatean-Chinon. Die Zahlung erfolgte. — Von einem Sonderzug mit 5 Mill. Mark lesen wir in der „Post": Der Argondampfer „Condor" traf dieser Tage mit 50 Kisten englischen Goldes teils geprägt, teils in Stangen, je Kiste hunderttausend Schilling enthaltend, von England in Geestemünde unweit Bremen ein. Die Goldbarren sollen nach Rußland, das gemünzte Gold dagegen über Triest nach Alexandrien (Aegypten) weitergeschafst werden. Ein Sonderzug brachte die 5 Mill. Mark zunächst nach Dresden. — Die ehemalige Kronprinzessin von Sachsen nennt sich nach einer Pariser Meldung jetzt nicht mehr Gräfin Monttgnoso, sondern „Luise von Baaringen". Am Sonntag will sie angeblich Schloß Ronno in Südfrankrrich verkästen, um ihren künftigen Wohnsitz in Basel (Schweiz) zu nehmen. — Der Militärmusiker Musikdirektor Goldschmidt ist, 81 Jahre all, m Liegnitz in Schlesien gestorben. Er war 1898 nach 55jähriger militärischer Dienstzeit bei seinem Rücktritt zum Leutnant befördert worden. — Ein Konkurrenzmanöver hat einem Bäcker zehn Tage Gefängnis eingebracht. Er war früher bei einem Meister in einem Vorort tätig und besuchte unter anderen einen der besten Kunden, einen Restaurateur. Nachdem er sich selbständig gemacht, war es ihm mich darum zu tun, diesen guten Kunden zu bekommen! Er unterzeichnete ein Telegramm mit besten Namen und schickte es an seinen früheren Meister. Die Depesche lautete: „Brot wieder abholen, will keins mehr." Der Sachverhalt klärte sich bald auf, die Folge war eine Anklage, die Verurteilung erfolgte wegen Urkundenfälschung. — Eine Bahn auf das Wetterhorn in der Schweiz, 3708 Meter hoch, ist geplant. Die Versammlung der Bergschasten „Grindel" und „Scheidegg" hat der „Frkf. Ztg." zufolge nut einer deutschen Gesellschaft einen Ver- ttag für eine Lustseilbahn nach der Gleckstem- hütte genehmigt. Die Wagen sollen an freischwebenden Führungsseilen durch irgend eine Antriebskraft hinauf- und herabgezogen werden. Die Kosten für eine derarttge Anlage wären gering, der Betrieb billig und sicher, da der Wagen an zwei ©eilen hänge würde, also nicht um- kippen könnte. — Das gedankenlose Wegwerfen von Obsttesten auf der Sttaße hat in Berlin wieder ein Opfer gefordert. Ein Junge glitt auf einem Obstrest aus und fiel mtt dem Unterleib auf eine nnt Spiritus gefüllte Flasche, die er in der Hand trug. Die Scherben drangen ihm in den Leib und ht die Wunden ergoß sich der Spiritus. Der Bedauernswerte hauchte sein junges Leben unter schrecklichen Qualen aus. — Ein schweres Jagdunglück ereignete sich bei Hiddinghausen in der Nähe von Barmen. Ein junger Treiber sollte hinter einer Hecke nach Wild treiben. Als ein Hase daraus hervorsprang, fielen mehrere Schüsse und der Treiber wurde getötet. — Bei Würzburg wurde ein Schlächtermeister auf der Jagd erschossen. — Für über 16 Mill. Mark Wertgegenstände sollen bei einem Brande vernichtet worden fein, der dieser Tage ht dem Postwagen des Petersburg-Moskauer Postzuges statt- fand. Das Feuer entstand durch Selbsteittzün- dung des Inhalts einiger Sendungen aus dem Auslande. Verbrannt find 437 internationale Pakete, 11 Säcke usw. — Das Reichsgericht hob das auf 2 Monatt Gefängnis lautende Urteil gegerideu früheren Eisenacher Oberbürgermeister Dr. Fewson wegen Zurückhaltung fittenpolizei- ücher Anzeigen aus nnt) verwies die Sache an das Landgericht Weimar zur nochnuüigen Verhandlung zurück. — Ein Einbrecher und Zuchthäusler beruhte im Sitzungssaal des Dresdener Landgerichts wüste Szenen. Er warf die Akten zu Boden, versuchte Stühle zu zertrümmern und schleuderte Tintenfässer ht den Zuhörerraum. Mehrere Gerichtsdiener konnten ihn schließlich festeln. — Reichlicher Schneefall herrschte im schlesischen Rst'sengebirge. Inzwischen trat wieder Erwärmung ein, da Schnee schmilzt. — Das Lmienschiff „Mecklenburg" überrannte am Donnerstag beim Tocpedoschie^n im Kieler Außenhafen ein Segelschiff, das faxt, und beschämte einen Dampsex. — guf der Nordsee toftigte.
Invalidenversicherung,
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, Es hat den Anschein, als ob die bedeutsame Erleichterung, welche das Jnvalidenversicherungs- gesetz vom 13. Juli 1899 für die freiwillige Versicherung (Selbstversicherung und Weiterversiche- Tung) gegenüber dem Jnvaliditäts- und Alters- versich.-Gesetz vom 22. Juni 1889 geschaffen hat, -bisher wenig unter der landwirtschaftlichen Be- ! völkerung bekannt geworden ist,, denn nur so ist .es zu erklären, daß die freiwillige Versicherung fast gar nicht in Ausnahme gekommen ist. Es muß dies bedauert werden,, da das Institut der freiwilligen Versicherung den kleineren und mittleren bäuerlichen Besitzern die Möglichkeit gibt, mit sehr geringen Opfern sich selbst und ihren Familien große Votteile zu verschaffen.
Der Bezug einer Rente für den Fall längerer Krankheit, dauernder Erwerbsunfähigkeit und des Alters sichert sie und ihre Ehefrauen vor )er äußersten Not und gewährt ihnen ein sorgen- reies Alter, als es ihnen ohne Versicherung häv- ig beschieden ist.
Die bestimmte Aussicht auf diese Renten gestattet es ihnen, bei Lebzeiten das Besitztum einem ihrer Kinder zu billigen Bedingungen zu übertragen, ohne gezwungen zu sein, sich jgtr Sicherstellung ihres Alters Alteisteile in einer Höhe auszubedingen, welche außer Verhältnis zum Wert der überlassenen Besitzung zu stehen Pflegt, Grund zu vielfacher Zwietracht zwischen Eltern und 5t indem abgibt und bei längerer Lebensdauer der Ausbedinger den Gutsübernehmer ost verhindert, vorwärts zu kommen. Die freiwillige Versicherung sollte aber nicht nur von den bäuerlichen Besitzern für ihre Person borge- nominell werden, sondern besonders für ihre Ehefrauen, da gerade deren Los, wenn sie als Witlven zurückbleiben, im Alter nicht selten ein sehr hartes zu sein pflegt.
Die durch das jetzt geltende Gesetz geschaffene Erleichterung besteht in der Hauptsache darin, daß bei der freiwilligen Versicherung nicht mehr die Zusatzmarke von 8 Pfg. für die Beitrags- Woche, sondern allein die gewöhnliche BeitragS- niarFe wie bei der Pflichtversicherung zu verwenden ist und daß die Versicherung nicht mehr nur in der zweiten, sondern in allen fünf Lohnklassen erfolgen kann, sodaß die ärmere Bevölkerung in der Lage ist, sich schon mit einem Wochenbeitrag von 14 Pfg. in der ersten Klasse zu versichern, während früher der doppelte Bettag (20 Pfg. Beitragsmarke der zweiten Lohnklasie und 8 Pfg. Zusatzmarke) aufzubringen war; andererseits haben die bester gestellten Landwirte bie Möglichkeit erhalten, durch Versicherung in den höheren Lohnklassen sich höhere Rentenbezüge zu sichern.
Im einzelnen kommen hauptsächlich folgende Bestimmungen in Betracht:
1. Versicherungsmöglichkeit.
v. Berechtigt zum Eintritt in die steiwillige Versicherung (Selbswersicherung) sind unter der Voraussetzung eines Alters von 16—40 Jah-
genheit" (2. Hälfte deS 2. Ergänzungsbandes), wo er u. a. schreibt:
Darüber, daß der Kaiser in besonderem Maße begabt ist, ist alle Welt einig, nicht minder dar- über, daß er in hohem Maße die Neigung besitzt, seiner besonderen Auffassung Geltung zu verschaffen. Aber auch darüber, daß er in vielen Dingen tatsächlich leitet, besteht lieberem* stimmung . . . Wer heute Minister hört, wird immer erstaunt sein, bis zu welchem Grade sie nichts wiedergeben als Auffastungen des Kaisers ... Bismarck und Kaiser Wilhelm II. sind absolute Gegensätze: jener war Realist, der Kaiser ist nicht der Mann von Maßregeln^ die den Tag dem Tage verknüpfen. Damit hängt zusammen eine außerordentliche Zähigkeit im Festhalten allgemeiner polittscher Ziele (Schul- polttik, Vergrößerung der Marine, Verhältnis mit England). Dabei zeigt er aber einen weit weniger Sinn für die Durchbildung der konstanten Mittel, die zur Verwirklichung seiner Ideale zu entwickeln und einzustellen wären. Vielmehr das Ziel fest im Auge, wechselt er rasch in der Wahl der Wege, auf denen feine Erreichung mög- lich erfcheint. . . Dir außerordentlich entwickelte Assoziationsfähigkeit der kaiserlichen Natur, ein echtes Zeichen reizsamer Veranlagung, fördert immer neue Kombinationen zu Tage. Dabei sollen sie rasch verwirklicht werden; und so verbindet sie mtt ihnen jene böige Form der Willens« meinung, jene Impulsivität, die den Zeitgenossen ebenfalls als ein Charakterzug des Kaisers gilt . . . Ein stettg lebendiger Wille wirkt sich in tausend Einzelzügen aus und gestattet dem Herrscher jenen häufigen Ortswechsel, der ihn in großen Teilen des Reiches gleichsam ständig heimisch macht. . . Aus dem außerordentlichen Reichtum von Assoziationen entfließt dann dem Kaiser die schicksalsreiche Gabe des begeisterten Redners, wie der Zauber und die Anmut der Unterhaltung. Der Kaiser kann gerade als erster großer Vertreter des kurzen, küstlerisch aerunbeten Telegramms gelten, wie als einer unserer besten Rhetoriker bes repräsentattven Stils.
In ihren historischen Fundamenten ist die Persönlichkeit bes Kaisers vor allem hohen- zollerisch. Nichts geht ihm über bie Tradi» tionen seines Hauses unb seines Geschlechts. Man weiß, wie er die Großen unter seinen Ahnen verehrt. Für die jüngsten Vorfahren gar, und vornehmlich wieder für Kaiser Wilhelm den Allen, erheben sich seine Empfinden geradezu in den Bereich des Ahnenkultus. Alle Geschichte erscheint bei ihm zurückgefiihrt auf das Wallen einiger weniger großer Personen, vor allem auf bie Fürsten und ihre Gehilfen. Das ist die epische Anschauung des alten Germanentums .... Archaisch ht ihren Formen, ungeteilt christlich ohne grundsätzliche Anerkennung des Unterschiedes der Konfessionen neuerer Zeit, noch in den letzten Momenten des Ahnenkultus wurzelnd, erscheint die Frömmigkeit Wilhelms II. Das Reich des Christengottes, des Herrn der Herrscharen auszudehnen über die Reiche dieser Welt bis zu den fernen Küsten der gelben Rasse, stehen ihm doppelte Heere zur Verfügung: ein Heer der Streiter draußen mtt Kanonen und Bajonett und ein Heer der Beter, bie christliche Gemeinde daheim, und keines kann siegen ohne die kraftvolle Httfe des andern.
Auch die staatsrechtlichen Anschauungen des Kaisers gehen im Grunde zurück auf die Idee der allgermanischen Gefolgschaft, der Treue und des Gehorsams des Volkes .... Nun versteht sich, daß eine so archaische Anschauung, bie nur den Herrn kennt, der führt, und den in blinder Treue helfenden Gefolgsmann, nicht ohne weiteres aufzugehen vermag ht moderne Vetchällnisse und ht Zustände einer beschworenen konstitutionellen Verfassung. Aber das verknüpfende Band ist hier die Idee des christllchen Staates: das Voll soll dem Herrscher folgert, aber der Herrscher ist gebunden an den staatsrechtlichen Gehalt der christlichen Offenbarung. Es sind die Gedanken vor allem Luthers, die hier austauchen; es ist die Lehre von dem patriarchalischen Absolutismus, besten genialster Vertreter auf deutschem Boden vielleicht der Große Kurfürst gewesen ist, den der Kaiser darum zärllich verehrt.
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dem Kaffee eine Messerspitze voll
Linde's Kaffee-Essenz zuzusetzen, wenn Sie immer ri» gleich «äßig gnteS Mta wohlschmeckendes Getränk haben wollen!
Umschau.
Eine Charakteristik Kaisers Wilhelms, fie begreiflicherweise allgemeines Jntereste findet, libt der bekannte Leipziger Historller Professor *arl Lamprecht in dem zur Ausgabe gelangenden Werke „Zux jüngsten deutschen Bergan-
Foulard-Seide
— Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfabrik Henneberg, Zürich.
schweres Unwetter. Das Artillerieschulschiff, „Ulan" verlor eine wertvolle Schießscheibe. —« In Tübingen wurden zwei Raubmörder hinge« richtet. — Zu Rovigo (Italien) wollte der Stadt« Hauptmann von einem 197 Fuß hohen Turm das Eisenkreuz entfernen, das herabzufallen drohte. Er erreichte auch die Spitze und eben hatte er das Kreuz durchgefeilt, als er einen Fehltritt tat und abstürzte * Als formlose Maste wurde er aufgehoben.
Ter Berliner Kiude?«nterschiebu«gsprozrß, neigt nunmehr seinem Ende zu, bie vierte unb letzte Verhandlungswoche hat am heutigen Montag begonnen. In dieser Woche werden, nachdem die Sachverständigen-Kommifsion zur Prüfung der Aehnlichkeitsjrage ihr Gutachten erstattet hat, der Ankläger und die Verteidiger sprechen, worauf die Geschworenen die Frage Schuldigt oder Nichtschuldig? zu entscheiden haben. Von ihrem Spruch hängt eS ab, ob die an geklagte! Gräfin Kwilecka für längere Zeit ihre Freiheit verliert oder diese wieder erlangt. Schwer und verantwortungsreich ist das Ehrenamt der Geschworenen, besonders in diesem Prozeß mit feinem Wirrwarr. Aber man darf das Vertrauen haben, daß der Spruchs nach bestem Wiffen und Gewiffen ausfallen wird.
Ben de» Wahle». Die „Verl. Volksztg." schreibt: Folgende Wahlgeschichte wird unS vom. Tage der Urwühlen mitgeteilt: Ein Urwähler 1. Klaffe (einziger Wähler) tritt an den Wahl- tisch-
„Wen wählen Sie?"
.Mich selbst."
.Nehmen Sie die Wahl an?"
.Nein."
Der Wahlakt muß noch einmal vollzogen werden.
.Wen wählen Sie?"
.Mich selbst."
.Nehmen Sie die Wahl an?"
.Nein."
Der Wahlakt wird znm dritten Male vollzogen:
.Wen wählen Sie?"
.Mich selbst."
.Nehmen Sie die Wahl an?"
„Nachdem ich wiederholt abgelehnt, sehe ich durch meine dreimalige Wiederwahl, daß ich das Vertrauen meiner Mitbürger in überraschend hohem Maße genieße und fühle mich daher gedrungen, die Wahl zum Wahlmann mit Dank anznnehmen!"
Vierteljährlicher Bezugspreis, bet der Expedition 2 ML,
btt allen Postämtern 2,25 Mk. <tjcL Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. MittWlXÜ 18 Nöhembek 1903.
Ncclamm: die Zeile 25 Pfg. " * ______
Hurra - ich bin ihn los - • meinen Katarrh nämlich! Das war einer von der bauerbaften Sorte, einer, der einem alle Lebens- • fttube nehmen kann, llnd eine einzige schachtet Fay's ächt« Sodener Mineralpastillen hat Ä keine Spur mehr davon übrig getanen. Un» Ä nun müssen die prächtigen Dinger mir stets un W Hause fein, zumal sie billig sind — kostet d« • Schachtel mit 36 Stück doch nur 85 Pfg- UeberoU erhältlich.__
Rotationsdruck.
reäjtigung zur Selbswersicherung begründenden Verhältnis sind diese Personen [ a) und b) ] befugt, bie Selbstver- ficherung fortzusetzen unb zu erneuern (cfr. später).
v Personen, welche aus einem bie Versicherungs- Pflicht begründenden Verhältnis ausscheiden, sind befugt, die Versicherung fortzusetzen und zu erneuern (Weiterversicherung).
(Schluß folgt).