Sonntagsd-Uager Mmnnrres
Erstes Blatt.
ein-
BO lRachdmck verboten.)
Im Schlosse der Ahnen.
Original-Roman von Otto König.Liebthal. lFortst'xung.I
Helinut wollte sie holen, doch Horsten lvehrte 'energisch ab und ging. Nach einigen Mnuten Lehrte er zurück, und bald waren beide eifrig mit 'dem Lesen der Neuigkeiten beschäftigt. Aber kaum hatte Horsten einen Blick in die Zeitung hineingeworfen, da blieben seine Augen wie gekannt an einer Stells haften.
f „Hören Sie, Herr Kraft," sprach er ;nit erregter Stimine, so daß Helinut verwundert zu 'ihm hinübertlickte, „hören Sic, was ich soeben Wer lese:
„Erben gesucht.
Am 26. Juli verstarb in Brasilien der Graf Hans von EichfelÜ. In seinem Testament setzte er seinen Bruder, den Grafen Erich von Eichfeld zu seinem Erben ein und, falls dieser verstorben sein sollte, dessen Nachkommen. Alle, welche Ansprüche mtf das mehrere Millionen betragende Bermögen zu haben glauben, wer- den hiermit cmfgefordert, sich unter Einreichung der nötigen Ausweispapiere bei dem unterzeichneten Gericht in Rio de Janeiro sofort zu melden. Sollte das Geschlecht derer von Eichfeld ausgestorben sein, so soll nach dem Willen des Erblassers der jetzige Besitzer von dem Rittergut Eichfeld in Deutschland, Bezirk Potsdam, Erbe sein."
Kaum hatte Horsten zu lesen angefangen, da war Helmut von feinem Stuhl aufgesprungen und stand wie angewurzelt da, die Augen wcft geöffnet und auf Horsten gerichtet. Er wollte laut aufjauchzen; doch noch rechtzeitig besann er sich und unterdrückte seine Gefühle. Er durste
gewesen. Die Anlagen in Wechseln ermäfetfltett sich um 48,81 Mill. Mk. (i. V. 44,13 Mill. Mk ) und die Lombardsorderungen um 12,53 Mrll. Mark (i. V. 3,50 Mill. Mk.). Auf Girokonto wurden der Bank nur 2,11 Mill. Mk. gegen 15,21 Mill. Mk. im Vorjahre entzogen. Bei einer Erhöhung des Metallbestandes um 8,78 Mill. Mk. (4,17 Mill. Mk.) und der beträchtlichen Verminderung der Notenzirkulation um 50,57 Mill. Mk. (39,81 Mill. Mk.) erWe sich die steuerfreie Notenreserve um 60,33 Mrll. Mark (43 87 Millionen Mark) auf 69374000 Mark (80024000 Mk.).
Branntweinmonopol.
Die „Berl. Pol. Nachr.' schreiben: Die Reihe der Nachrichten von „wohlinformrerter Seite' über die Ergebnisse der Finanzminister- konferenz würde eine bedenkliche Lücke auszuweisen haben, wenn nicht auch das Branntweinmonopol darin sein Plätzchen gefunden hätt^ Die „Berl. VolkSztg.' weih ganz genau, daß „die Gefahr eines staatlichen Branntwein- Monopols in bedrohliche Nähe gerückt' fet. Sre beschuldigt zwar weniger die ReichSregrerung so schwarzer Pläne, als vielmehr dre CprrrtuS- zentrale, und wenn die letztere den Plan noch nicht ausgearbeitet haben sollte, die Volks- i zeitung gibt ihr bereits an die Hand, tote aus der jetzigen Spirituszentrale daS Branntweinmonopol herausdestilliert werden kann. Freilich wird von der freiwilligen Mitarbeiterschaft de« demokratischen Blatte» kein Gebrauch gemacht werden; denn weder in Kreisen der Reichsregierung noch in denen der Spiritus- zentrale ist, wie wir bestimmt versichern könne», der Plan der Wiederaufnahme des Branntweinmonopols auch nur erwogen worden.
I Der Kampf gegen die Lungen»
I fchwindfucht.
I In der Erkenntnis, daß der Kampf gkgen I die Lungenschwindsucht eine der vornehmsten kulturellen Pflichten ist, haben fast alle Nationen ihre besten Kräfte in den Dienst der fluten Sache gestellt. Der deutschen Regierung aber I gebührt die Anerkennung, daß sie Schulter an I Schulter mit Frankreich, wo die Tuberkulose I befw t'.di noch größere Opfer fordert als bei I uns, praktische Wege zur Milderung bezw. Ver- I Mung der furchtbaren Folgen dieser Krankheit eingeschlagen hat. Auf zahlreichen Kongressen | sind die grundlegenden Fragen eingehend er- I öttert worden, wobei die Notwendigkeit de, I Fürsorge im ersten Stadium der Krankheit, der | Begründung von Heil- und Heimstätten, der denkbar besten Pflege und Behandlung allseitig I anerkannt wurde. Indessen über dre Mittel I und Wege, die am votteilhaftesten zu emer schnellen und möglichst vollkommenen Ver- wirklichung des Ziele» angewandt werden sollen, hat man sich noch nicht völlig einigen
trat an das Fenster, öffnete es und blickte hlnau» in die dunkle Nacht. Seine Brust hob sich unter einem tiefen Atemzug und leise sprach er. „Hier lebten einst meine Vorfahren als Herren und Gebieter. Ich . . werde es auch sem. Gott . . . Du hast mir die Wege gewiesen, ich werde sie ^Auch Fräulein Frida stand um diese Zeit an ihrem Fenfter. Träumerisch blickte sie m den dunklen Park hinaus. So dunkel war es auch in ihrem Herzen gewesen; aber letzt war es hell darinnen geworden. Ein leises glückliches ^acheln wg auf ihre,., Gesicht. Vergessen war Herr von Schwabenstein, vergessen war seine Erzählung über Helmut Kraft, vergessen all M Leid und Weh das sie niedergedrückt hatte, vie foj nut die tiefen dunklen Augen; sie horte nur eins . . . jene verschleierte Stimme, m der die verhaltene Leidenschaft bebte. Und als sie sich endlich zur Ruhe begeben hatte, da zog ein süßer, bcalück'nder Traum durch ihre Seele, von dem sie am Morgen, als sie erwachte, nicht wußte, ob er Weh oder Glück bedeute.
X.
Helmut hatte sich nicht getäuscht. Es stellte sich heraus, daß fein verstorbener Onkel unverheiratet gewesen war, so daß er nnt aw der einzig noch lebende Gras von ^ichfeld au Erbin Betracht kommen konnte, xie Regelung dec ganzen Angelegenheit nahm nur emc kurz, tlen in Anspruch, und bald war er im B.s , . . " uvei rehn Millionen Mark. Ä , ,
Wunderbar hatte das S^cksal über . elmw Kraft gewaltet. Wenn er auch noch mcht ostend Nck> den Titel eines Grafen von Eichseld sühtt^ ° k°nn,. -- z- doch tun. Nu« I-m» er auch standesgemäß auftreten wenn er tooÖte, die Mittel standen ihm zur Verfügung. Doch niemals kam ihm der Gedanke m den Srnn, jetzt.
es ja nicht verraten, daß er e3 war, dem diese Erbschaft zufallen mußte, die ihn mit «nem Schlage zu einem reichen Mann machte. Er konnte sich meisterhaft beherrschen, und so saß er nun wieder vor Horsten da, so gleichgilttg, so ruhig, als ob ihn diese Angelegenheft nicht im mindesten interessierte. ,
Horsten starrte noch immer m die Zeitung hinein, und Helmut störte ihn nicht. Endlich legte er das Blatt auf den Tisch.
„Ja," sagte er hastig, „wenn das Geschlecht fcret von Eichfeld ausgestorben ist, dann wäre ich ja der Erbe. Aber ich gebe mich keinen Phantasien hin. Wer weiß, ob die Nachricht auf Wahr-, heft beruht."
„Warum sollte ft« das mchtl" rief Helmut I aus, ohne Horsten anzusehen. „Zwar hört und lieft man oft von amerikanischen Millionenerbschaften, die sich hinterher als Schwindel erweisen; aber diese hier kann doch unmöglich eine Zeitungsente sein. Wenn also kein Eichfttder ni'hr vorbanden ist, dann sollen Sie die Millionen erhalten, hieß es nicht so, Herr Horsten?"
„Natürlich," entgegnete Horsten, „doch werde ich das schöne Geld sicherlich nicht erhalten . . nicht einen Pfennig davon. Allerdings scheinen I hjxr in Deutschland die Grasen ausgeslorben zu sein, aber doch können noch solche in Amerika I leben. Und die werden sich schon melden, denn Mitteilungen solcher Art werden doch durch alle I größeren Zeitungen des In- und Auslandes be- | könnt gemacht."
„Sie haben recht," sagte Helmut, „wenn Sie sich keinen Illusionen hingeben. Man kann nicht gut annehmen, daß das gräfliche Geschlecht aus- gesiorben sein soll. Nachher luöre sonst die Enttäuschung um so größer."
„Man muß eben abwarten, Herr Kraft, ohne süh dahei vÄ tmfytregm. ÄMch jbiv ich rycht
| asien, Amerika, Afrika und Austtalien können I Zyx La«dtagswahl i» Kreise Marburg. I | wir in absehbarer Ferne nicht auskommen. Es konservative Partei I
müßte also der Bau eine» dritten Doppel- Dre ron, ervarive v»
I geschwaders ins Auge gefaßt werden. I und der Wahlaufruf für Dr. D. Hahn. I
I Ohne eine starke Auslandsflotte können unsere I - bem zuletzt herauSgegebenen Wahlaufruf, I „ .. Handelsinteressen nicht genügend gewahrt wer- hje Kandidatur v. Negelein richtet, I
Die deut che Auslandsflotte. den und mussm unsere Kolonim ohne dendrm- toitb ^hauptet, daß unter dem von der Trinnen, M. im M* ß ÄÄÄ ÄwÄ
lebenden Deutschen daran, daß so selten deutsche I drei Jahren waren viele altere russische Schifte I für Heim» Landr '. Morden sind I
Kriegsschiffe seilbst in tvichttgen Handelshafen in dieser Flotte. Jetzt ist sie hochmodern; dre „deren Träg« gar nicht gefragt worden Md,
erscheinen. Unsere ostafrikanische Station ist im- I hasten Schiffe zeigen die russischen Flagge. Daran I ob sie unterschreiben wollen . — Dem gegen
wer noch unbesetzt, und auf der westasnkamschen I ^äßt sich nicht rütteln, daß unsere Stärke zur See I über erklärt dre konservative Parter,
befinden sich nur zwei Vermessungsschiffe ohne I meit weniger von uns als von anderen Mcühten I die Unterschriften für den Wahl» Gefechtswert. Die Flottennovellen von 1898 und geäugt. Wenn der Kaiser in fernem $ele- aufruf zu Gunsten de« Herrn v. Rege-
1900 haben zweifellos den Nachteil, daß erst ttt gramin an den Norddeutschen Lloyd nach Be- I Ie|R in durchaus korrekter Weife zull? Jahren, nämlich 1920, ein vollendetes mar,- Billigung der Flottennovelle von 1900 bemerkte: 1 „ . aejotnmen sind, indem jeder
ttmes Kampfwerk geschaffen sein wird, selbst „Nun aber unermüdlich weiter , so dürfen und ' «verzeichneten seine völlige Hann aber ist in erster Linie noch mcht rutschet- I müssen wir das als em Zeichen dafür ansehen, I ..n;mmiinQ «nd Zustimmung
dend, wie stark wir sind, sondern wie sich unsere daß die Arbeft noch lange nicht getan ist. Ohne Ukbereinflimmunfl uno
Stärke zu der der anderen Nationen stellt. Daß ein" starke Auslandsflotte können Nur unsere bekundet hat, und daß ohne WN, en |
wir bei unserem durch die Flottennovelle gege- sp^twnen in den fremden Erdteilen mcht halten, undWrlIen 1 ebetunterzeichne11«Per
Venen Bautempo stark in Rückstand geraten, tft nützen uns alle unsere Kolonien auf die Dauer sönlichkeit überhaupt deren Name zweifellos. I nichts, können unsere gewichttgen Handelsinter- 1 nicht angeführt worden rfi. Die ovtge
An fertigen Linienschifseil (jünger als 25 I e^en schon 1898 hatten wir 9 Milliarden Ka- I |n dem Wahlaufruf für Herrn Dr. D. Hahn
Jahre nach dem Stopellauf) besaßen wir am 1. I pstal im Ausland — mit einem Schlage ver- 1 gemachte Behauptung muß daher al» durchaus
Jaliuar 1903 14; England hatte 48, Frankreich I dichtet werden. I unrichtig zurückgewiesen werden. In dem
Al, Rußland 20, die Vereinigten Staaten 21. ______—-----------I Wahlaufruf wird ferner die Stellungnahme der
Deutschland 19. Deutschland wird also auf me I ' I konservativen Pattei und ihre« Kandidaten zur
5. Stelle zurnckgedrängt sein. Di? vereinigten I UmslÜM I Kanalvorlaae bemängelt. Die Auffassung dieser
Linienschiffe der Dreibundmncht? übertreffen I um|ujun. I «anal Vorlage oema 8 . tu» .
zwar die französische Linienschiffsflotte um 12 I Die Krankheit de» Kaiser». SX» ’ßonbrat von Negelein, ist an dieser Serbin!? Koalition vonund*' Ruß- 3” ganzen deutschen Volke herrscht über bereits genügend klargelegt worden, und
land wiederum nicht gewachsen. Die vereinigten den sluckftchen Ausqang der Krankheit dw un» bft bet Zeitpunkt de» EinbttngenS sowie die
Nreuzergeschwader der Dreibundmächte sind um deshalb so erschreckte, weil sie, äußerlich ve Gestalt einer neuen wasserwirtschaftlichen Dor-
41 Schifte mit 119 200 Tonnen Deplazement I trachtet, an Kaffer Friedrich» Leiden ennnert, , unbestimmt find, lag kerne Beran-
schwächer als die Kreuzerflotte Frankreich? allein. I die freudigste Genugtuung. Die deutschen Iq« |ür h,n Kandidaten der konservativen
Als die Flottennovelle 1900 beraten wurde, Bundesfürsten, allen voran der greise Prinz- m^tei vor, sich von vornherein zu einer
hat wohl niemand geahnt, -ein wie beträchtlicher I Tegent von Bayern, haben dem Kaiser ihre I a6r0(ufen Gegnerschaft zu verpflichten, und die Teil unserer deutschen Flotte dauernd in Ost- I herzlichsten Glückwünsche zu der so Wohl ge= I ^»fervative Partei hatte keinen Grund, de»- nsien festgehalten werden würde Der Vorgang tungenen Operation übersandt, die gleichzeitig Q . anderen Kandidaten den Vorzug mit Venezuela bat a .auch gezeigt tote schwach ^ie beruhigende Gewißheit erbrachte, daß da» m Die konservative Pattei ist im
'oi) >L a4 XAmofÄ Altf Std hrtW rtrt Ößf* I b M .y .1 Gegenteil der Ansicht, daß die Wählerschaft im
loser Natur ist. Auch m Auslande bekundet ZLse Marburg dem bisherigen Abgeordneten,
Unsere Marineverwaltung würde einen gro- I sich ^^afte Arfteilnahme und der in der abgelaufenen Legislaturperiode seiner
Heu Fehler begehen und sich auch mit ihren Ausgang des Leidens und die Zerstörung aller urb Schuldigkeit in weitestem Maße
früheren Erklärungen in Widerspruch fetzen, Befürchtungen. Wir sagen e» gern, daß es in ^achaekommen ist, fich an den parlamentarischen
-wenn sie nicht mit allem Nachdruck auf eine Ver- I ganz besonderem Maße d,e englische Presse ist, 9trbeiten Eifer und Sachkunde beteiligte
Mehrung unserer Auslandsflotte bestehen würde. I die warme und sympathische Artikel m dieser Interessen de» Kreises und der preußl-
jEine neue große Flottenvorlage wird kommen I Beziehung veröffentlicht. Sehr herzlich lauten I Monarchie nach den bewährten Gründend muß kommen. Staatssekretär v. Tirpitz hat I selbstverständlich die Preßstimmen in den beiden !“L k- konservattven Pattei vertreten -bereit» seinerzeit erklärt, daß über 1M6 hinaus 6efieutlbeten Dreibundstaaten. Aber auch m ' ° ouf8 neue ihr Bettrauen schenken wird, Mft einer Erweiterung der Au-'wndsflotte nicht I anderen Kulturländern der Erde hat die I - empfiehlt daher allen ihren Freunden ÖS "Stof Ä ertanto, °»d glMite d°- S.Ä bi. Wi°d?rw°»I
äft.ÄÄjÄS ift.’äi'a'ä:L H^errn v. Negelein nach Kräften 'dahingehende Vorlage zugeht. Jedoch möchten I aufrichtige Freude ^Wirft. ZtMichen em I
Wir aus denselben Gründen, die wir gegen eine I deutschen Kaiser aber und seinem Volke haben I —------
verfrühte Einbringung der Heeresvermebrungs- I die jüngsten Tage em neues, feste» »and un- i Pon der Reichsbank.
Vorlage anfühtten, eineEinbttngung der Marine- I zertrennlicher Zusammengehörigkeit gewoben, I k„s I
Vorlage in der ersten Session nicht für opportun I und der Kaiser, der erst unlängst da« schöne I Nach der staken Jnanspriuyuaym .erachten, ch I Wort gesprochen r „Ich und meine Söhne ge- | Kredits der Reichsbank, Ende origen Mo,tat».
Es ist sehr wahrscheinlich, daß man dabei I nören dem deutschen Volke,' hat aus» neue die sind die Rückflüsse im Einklang Mit unteren
nicht nur an den Bau von Kreuzern, sondern «rfabruna aewonnen, daß andererseits da» Ausführungen bei Besprechung des letzten Au»-
Puch an den Bau von Linienschiffen für das Au»- rjJL «LJ* i6m oetört I weises, in der ersten Novemberwoche bei weitem
kand denkt. Ohne ein Linienschiftsgeschwoder I deutsche »ol Y 8 9 | fn der Parallelwoche de» Vorjahre»
sftir das Ausland und Kreuzerdivisionen für Ost- | __ | , ■
so gesinnt, daß mein einziges Gebet jetzt wäre: Lieber Gott, gib, daß kein Graf von Eichfeld mehr lebt . . . Aber dennoch wurde ich glücklich sein, wenn mir einmal so einige tausend Taler in den Schoß fallen würden . . . so ganz unverhofft. Gttd kann jeder gebrauchen, und ich ietzt erst recht. . . . Aber . . .'
Horsten brach ab und legte die Zeitungen zu-
Haben Sie etwas von Ihrem Herrn Battt über den Grasen Haniio gchört?" fragte Helmut, der gern mchr von seinem Großvater gewußt
Nicht viel," erwiderte Horsten. „Mein Va- ter 'ist mit dem Grafen nicht oft in Berührung gekommen, denn der Verkauf ging sehr schnell von statten. Es lag dem Grafen eben Mel daran, so schnell als möglich abreisen zu können. Die Beweggründe sind nur nicht bekannt. Uebrigens wenn Sie fich für das Geschlecht der Grasen von Eichfeld interessieren, so müssen Sie sich einmal den Ritter- und «hnensaal im Schlöffe besehen, ht welchem Sie eine ganze Reihe Bilder von ihnen scheu werden. Soffen Sie sich den Schluffe! von meiner Frau geben, die ihn in Verwahrung hat. Ich gche nicht gern «nein. . . ."
„J^ danke Ihnen, Herr Horsten," sagte Htt- mut, feine innerfl Freu die verbergend. „Doch möchte ich Ihre Gattin nicht damft belästigen.
Horsten sah ersüumt auf und eine Wolke de» Unmuts lag auf seinem Gesicht. Dann erwiderte er kurz, doch nicht unfreunAich:
„Ah . . , ich verstche Sre. Ich werde Ihnen den Schlüffe! besorgen." — Und damft trennten stch die Herren.
Bald war es völlig Nacht geworden.. Still wld ruhig lag Schloß Eichfeld da,, nur m einzelnen Raumen schimmerte^ noch Licht.
v t Kttpmt terfWte »och stckw Miüngkett. Er
----«irrtdtäbrliAet B-rugrpreir; bet der Expedition 2 SWt, «ftchrint wöchenllich sieb« mal.
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