Rotation sdruck.
Deramworil'.ch tüt Die Stennttson- Dr. Dorrkes-Bop-ard in litertuig.
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Erscheint wöchentlich sieben mal.
Truck und Verlag' Joh. Auß. 5koch, Univcrsitäts-Buchdruckcrei 38.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55. ) n
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Reklamen: die Zeile 25 Pst der« Raum 10 Pfg. Mittwoch, 28. £)Mer 1903
Zweites Blatt.
Umschau.
Gin neuer Frauenberuf.
Gin neue» 2trbeii§gcbict, das unfere erwerbsuchende Frauenwelt in den lebten Jahren sich erobert hat, ist das Versicherungswesen. In England, Rußland und hauptsächlich in Amerika ist die Frau schon längst in dieser Branche tätig. Im Lande der Dollars ist bekanntlich das Interesse für das Versicherungswesen schon seit Jahrzehn, ten ein sehr viel regeres als bei uns, wie auch die Institutionen an sich auf das Höchste entwickelt ist. In diesem Monat tagte in New-Pork der 4. Internationale Kongreß für Versicherungs-Wissenschaft, zu welchem Delegierte aus 18 Staaten eingetroffen und bei welchem auch zahlreiche ans» ländische Regierungen vertreten waren. Am stärksten war die Reichsregierung mit 13 Delegierten. Von Interesse ist, daß der Kongreß eine Einladung nach Berlin für 1906 mit großem Bei- fall annahm. Auf dem Gebiete des Versicherungs- wesens propagandistisch zu wirken, besonders auf dem der Töchterversorgung, Aussteuer-, Kinder- und Jiwaliditätsversicherung, ist ein ganz besonders geeignetes und segensreiches Arbeitsfeld für die berufstätige Frau. Man hat auf diesem Ge- biete erst seit einigen Jahren Frauen zur Be- schaftmnng herangezogen und zwar hauptsächlich in der Ergenschast als Stenotppistinnen und Sorre- fpondentinne» in den Bureaus der Versicherungs- Gesellschaften. Auch als Mathematikerinnen wurden Frauen mit guten Zeugnissen und Empfehl- ungen mit einem AnfangSgehalt pon 1800 bis 2000 J( angestellt, doch ist hier die männliche Konkurrenz eine „erdrückende". Neuerdings hat sich iinn aber den Frauen die berufliche Stellung der Versicherungsagentin eröffnet und bietet sehr gute Chancen. Bisher hat die Versicherungsagentin _bci uns die meiste Verwendung in der Volks- Versicherung gefunden und zwar hauptsächlich im Nebenerwerb. Die Versicherungsgesellschaften stellten mit Vorliebe Frauen an, die durch ihren Beruf als Verkäuferinnen in Geschäften, die ein zahlreiche» Publikuni au5 dem Volke haben, Gelegen- heit sanden, dasselbe ans die Vorteile einer Versicherung aufmerksam zu machen. Solche Ver- chichenmgSagentinnen können es zu einem Monats- verdienst von ca. 120 Mark bringen. In der lebten Zeit haben jedoch auch die Lebens-, Renten- und Unfallversicherungen Frauen anaestellt, und zwar beginnen fein große deutsche Gesellschaften diele nicht wie früher ausschließlich nur auf Provision arbeiten zu lassen, sondern stellen sie auch dauernd mit festen und recht bedeutenden Gehältern an. Dies repräsentiert einen wesentlichen ^Fortschritt. Im allgemeinen ist cs sonst Brauch .der Versicherungsgesellschaften, erst ein Probe- icngagcment zu machen, während dessen die Beiwerberinnen eine bestimmte Anzahl von Ver- isicherungsabschlüssen zu stände bringen müssen. Nur tvenn ihnen diese-5 gelingt, werden sie fest angestellt. Die Höhe der Provision beträgt bei Kapitalversicherungen im allgemeinen 10 bis 15 'pro Mille der Versicherungssumme und ca. 7 bis 15 Prozent der ersten JahreSprämie bei Renten- Versicherung, lleberdies gewähren manche Gesell- Schäften ihren Agentinnen eine Prämien-Inkasso« Provision von verschiedener Höhe. In Deutsch, land criftieren 47 Versicherungsgesellfchaften. Da- ,von haben einige nur für Frauen und von Frauen .geleitete Frauenabteiliingen.
Vermischtes
Chineiischc Frauenärzte. China hat trotz seiner .Abgeschlossenheit iiiid deS Mangels an Anregung wnd trotzdem bei der großen Ausdehnung des Reichs lind den schlechten Verkehrsmitteln ein Aus- tanfch der wissenschaftlichen Erfahrungen kaum möglich ist, eine ungeheure medizinische Literatur gefdjotfen, iüe sich sowohl mit dem Gesamtgebiet 'der Medizin befaßt, als auch mit einzelnen Son- dergebieten, wie äußere Krankheiten, Kinderheilkunde, Augenheilkunde, Frauenkrankheiten. Es .gibt darunter Werke von mehr als 100 Bänden! jDiese gesamte ungeheiire Literatur enthält natür- "ch nur sehr wenig Brauchbares. Allerhand merk- würdige Einzelheiten aus diesen den meisten ver- jchlosfcnen Gebieten teilt ein Beitrag der Wiener tmedizinischen Wochenschrift aus der Feder des in Gbina ansässigen Dr. G. Olpp mit. Besonders bemerkenswert ist eine Stelle aus einem zehn- bändigen Lehrbuch der Frauenkrankheiten, in dein 'sich der Verfasser, der Arzt Kung-wan-lam, sol- ■genbermaBen über die Frauenkrankheiten aus- spricht: „Die Frauenkrankheiten werden eingeteilt jn solche,, welche geheilt werden können, und solche. Welche,nicht geheilt werden können.» Es handelt lsich bei allen Frauen nur darum, ob Herz und iNaturanlage gut oder böse sind (I). Wenn ich von einer Frau höre, daß sie tugendfamer Natur, sanftmütig und gut ist, einen ehrbaren Lebens- 'Wandel führt, gemäß den Lehren der Frauen lebt.
Pingrenom, der mir von der schönen Zeit berichtete, da er täglich 6 Francs durch Schmiitzigmachcn von Banknoten verdiente.
Tik Geldbeutel der Denischru find für gewisse Leute gute Spekulationsobsekte. Im Auslande liebt man den Deutschen im allgemeinen nicht, sein Geld aber nimmt man gern, es ist kein Blei und riecht nicht. Leider haben die Herrschaften immer noch Erfolge zu verzeichnen. Selbst die spanischen Schatzichwindler finden trotz aller Warnungen auch heute noch ihre Opfer. In letzter Zeit versucht man von Amerika aus, deutsches Geld locker zu machen. Wie wir in der „Ttsch. Tageszta." lesen, wird in einer Anpreisung der „Pacific Fishing and Pocking Company" in San Francisco in echt amerikanischer llebertreibung über Stockfische und die bisher gänzlich unbekannte Abalonemuschel eine fabelhafte Rentabilitätsberechnung aufgemacht. Die ganze angebliche Rentabilität schwebt ober vollkommen in der Luft, da die Gesellschaft überhaupt noch nicht gefischt und gepackt hat. Lockspeise ist eine „feste ZinSgorantie von 12 Prozent auf drei Jahre', welche die „National Underwriting and Trust Co.“ gütigst gewährt, mit der die Fishing Company angeblich ein solches Abkommen getroffen hat. Tie Rechnung, welche die Unternehmer dieses Fischzuges angestellt haben, .ist äußerst einfach. Die Aktionäre haben die Aktie mit 425 Mk. zu bezahlen und erhalten bestenfalls für drei Jahre je 12 Proz. — 36 Proz. Dividende, so daß von je 100 Mk. ohne ZinSan- rechnung, die für Amerika auf gut 6 Prozent anzuschlagen ist, 64 Mk. Reingewinn wohl unter der Voraussetzung verbleiben, daß dann daS Unternehme« verkracht, »as um so leichter
y DwlLeriugs tzälruug,mik y. der in der Regel von .Er- T tdltung* und.Swnupten', gesprochen wird, ist durch»;
T ans unangebracht Es, gibt zahlreiche P-rsvnen,' bei denen ein Schnupfen" nft schwere Katarrhe im Gefolge hat. die unter ungünstigen Umstanden zu lebensgefährlichen Kom- plilationen führen. Tes- halb muß jeder Schnupfen, auch der leichteste, vom ersten Tag energisch le» kämpst werden. A!S
Mittel ist der Schnupfenäther.Forma::' anzuwenden,, der ärztlicherseits mehrfach als .geradezu ideale» Schnupsenmittel' bezeichnet wird. - Bei leichtem- SchnupfenForman-Walte'DoseMPfg.h bei starke« Schnupfen Forman-Pastillen (50 Pfg.) zum In» höheren mittels Riechgläschens. Wirk««« srapptmtk In allen Apotheken. Man frage den Arzt.
die Schwiegereltern liebt und ehrt, ihrem Manne dient und die Kinder lehrt, daß sie im Hause schal- tot und waltet, fleißig die Nadel gebraucht und das Wasser nicht scheut, die Seidenraupenzucht Pflegt und den Webstuhl benutzt, daß sie überhaupt nichts tut, was nicht gut wäre, so sage ich getrost: die wird nicht krank. Und wenn sie doch krank wird, so ist sie leicht zu heilen. Es gibt aber eine andere Klasse von Frauen, welche aufsässig ist, andere verlästert und in Gefahr bringt, ihren verehrungswürdigen Verwandten nicht gehorcht, und ihre Untergebenen drangsaliert, welche nur nod) schönen Kleidern und gutem Essen fragt, an ihre Ahnen überhaupt nicht denkt, und gegen alle 7 Fehler sündigt, die eine Frau begehen kann, kurz, welche dem Gatten keine Gehilfin ist. Solchen Frauen schickt der Himmel eine Krankheit, die zwischen das Herz und Zwerchfell bringt (d. h. so tief, daß fein Medikament mehr dorthin gelangen kann). Ich habe dieses den Frauen zur Warnung geschrieben, weil ich ihre Krankheiten vollkommen ferne."
lieber das Schweifstutzen des Pferdes. Gegen das Schweifstutzen der Pferde werden in letzter Zeit nicht allein vom gesundheitlichen und tierärztlichen Standpunkt lebhafte Bedenfen geltend gemacht, sondern auch von: künstlerischen, indem man den in der moberiteii Kunst, insbesondere im Klinstgewerbe immer mehr zur Geltung gelangenden Gesichtspunkt des Natürlichen und Zweckmäßigen auch dort anzuwenden bemüht ist, wo er am selbstverständlichsten ist, — in der lebenden Natur. Der Meißener Tierschutzverein hat an bekannte Maler und Kunstfreunde die Frage gerichtet, was sie vom Schweifstutzen der Pferde halten. Unter andern antwortete Hans Thoma: „Ge- wiß sind alle Künstler auf Ihrer Seite in Ihrem Bestreben, der Unsitte der Verstümmelung eines so schönen Tieres wie des Pferdes entgegenzu- arbeften. Des Menschen Wille ist fein Himmelreich und vermag ihm über verschnürten Leib und verkrüppelte Füße hinwegzuhelfen — ein Pferd aber vermag nicht stolz zu sein auf seinen kupierten Schweif." Franz Stuck: „Das Kupieren der Pferdeschweife ist ein Verbrechen an der Natur." Fritz Mackensen: (Worpswede): „Das Abschneiden der Pferdeschweifwirbel ist eine der vielen Grau- samkeiten, gegen die jeder Mensch, der ein Herz hat für die Größe der Schöpfung mit aller Energie vorgehen sollte." Professor Dr. K. Kraepelin, Direktor des naturhistorischen Museums in Hamburg: „Als Naturforscher, für den die Wunderwerke der Natur nicht lediglich Ailsbeutnngs- objekte menschlicher Erwerbssucht sind, stimme ich Ihren Bestrebungen von ganzem Herzen bei. Ich kann es nur als eine mittelalterliche Brutalität betrachten, wenn nian die treuen Arbeitsgenossen des Menschen ohne zwingenden Grund ihres schönsten Schmuckes, ihrer einzigen Waffe gegen das Heer der blutsaugenden Insekten beraubt." Den Kölnern wird, so schreibt dazu die „Köln. Ztg.", bei dieser Gelegenheit zum Bewußtsein koinmen, daß auch der Schweif des Pferdes auf dem neuen Kaiser Friedrich-Denkmal gestutzt ist, und'zwar auf besondere Anordnung des Kaisers. Es liegt dies jedoch in den Forderungen nach Naturtreue begründet, da Kaiser Friedrich in Kiiras- sier-Uniform abgebildet ist, und die Kürassierpferde halblang gestutzte Schweife tragen. In der deutschen Kavallerie tragen nur die Husarenpferde ungestutzte Schweife und zeichnen sich deshalb vor den übrigen Kavalleriepferden und vor den Offi- zierpferden, auch denen der Husarenoffiziere, vor- teilhaft aus, die sämtlich mehr oder weniger stark gestutzte Schweife zu tragen verurteilt sind.
Das Geheimnis. Vor einigen Jahren starb in einem bedeutenden Weinorte am Main ein Winzer, der jedes Jahr, auch bei geringen Jahrgängen, ein größeres Quantum „Neuen" von besonderer Güte absetzen konnte. Als er fein Ende fühlte, rief er seine Söhne Christoph und Jakob herbei und bedeutete ihnen, er hätte ihnen noch etwas Wichtiges zu sagen. Die Söhne drangen in ihn. um das Geheimnis zu erfahren. Der sterbende Vater aber sprach: „Liebe Söhne, man kann auch Wein bereiten aus — puren Trauben!"
Ter erste Professor der Journalistik in Deutschland war, wie die „Köln. Ztg." berichtet, Professor A. Koch in Heidelberg, der am 23. Okto- 6er an der Kölner Handelshochschule seine Freitagsvorlesungen über Geschichte, Wesen und Bedeutung der öffentlichen Meinung, der Presse und des Journalismus begonnen hat. Noch vor den Schweizern, die jetzt der Pflege der Preßwissen- schat ans ihren Hochschulen einen besonderen Eifer widmen, hat Koch an der Ruperto Carola die Journalistik als akademisches Lehrfach eingeführt. Jin Jahre 1895 hielt er in Heidelberg zum erstenmal seine Vorlesungen für Jonrnalisten. Er behandelte unter anderem die Geschichte des Jour- nalismus und der Presse, die nach seiner Auffassung erst seit der Erfindung der Bnchdrucker- kunst und einer systematischen Ausbildung des Posnvesens möglich war, beschränkte sich aber nicht auf den lehrhaften Vortrag, sondern nahm in sei» nein journalistischen Seminar auch praktische Hebungen aus allen Gebieten der Zeitungstätig, feit vor, an die sich sogar häusliche Arbeiten an- schlossen, wie Abfassung von Leitartikeln, Fenille-
tons, Korrespondenzen, volkswirtschaftliche Arft- I zu bewerkstelligen ist, als es unkontrallierba' fein Lokalnachrichten aller Art, Kunst- und für Deutschland in Amerika liegt. Noch dieses
Honen und Setzereien von Zeitungen abgeftattet, I — um den Betrieb in Wirklichkeit kennen zu lernen. I Der Besuch der Kochschen Vorlesungen ist stets er- I <50111 -öUCyCrntdrit-
bedlich gewesen; in Dr. R. Jacobis Buch „Der ** Der Waibmann. Blätter für Jägef Journalist", dessen Angaben wir hier folgen, wird I und Jagdfreunde. Erscheinungsort Braun imtgeteilt, daß Studierende aller Fakultäten daran I schweig. Heft 4 des 25. Jahrgangs ist erschienen teilnahmen, auch ältere Herren und einige Damen. I ** Die Flotte. Monatsblatt des Deut Die Zahl der eingeschriebenen Hörer schwankt zwi- I scheu Flottenvereins und des Hauptverbande: scheu 30 und GO, die der tatsächlich anwesenden I Deutscher Flottenvereine im Auslande. Berlst zwischen 30 und mehr als 100; im Sommer- NW. 7, Dorotheenstraße 42, II.
semester 1898 hatte Professor Koch gegen 150 Zu- ** Was sind Juden? Eine ethnogra Hörer. Den größten praktischen Erfolg erblickt phisch-anthropologische Studie? Mit 11 Abbil Koch selbst darin, daß andere unb namentlich bringen. Preis 2 Mark. Verlag von G. Frcyta, Juristen, eine richtige Auffassung von ber Presse I in Leipzig.
bekommen; unb gerobe bas ist ganz wünschens- * * Sie Ostmark. Monatsblatt de? Deut wert, da bie meisten Preßprozesse in auffaöenber scheu Ostmarken-Vereins. Berlin W. 35.
Weise einen Mangel an Verständnis unserer I ** „Die Hämorrhoiden und ihre Hei Richterkrcise für Aufgabe unb Bedeutung der luitg durch ein erprobtes Blutreinigungsvep Tagespresse dartun. fahren". 0.60). Von Dr. med. St. Paczkowski
Napoleon I. als Falschiniinzer. Baron Eugen | Leipzig, Edmund Demme. Die AnSscheidun. be Vitrolles erzählt in seinen Erinnerungen ver- I des unbrauchbaren Blutes burch bie „golden schiedenes von dem Korsen, daß nicht gerade sehr I Ader", bie große Pfortvene, ist für bie gesund' für ihn spricht. Es ist allgemein bekannt, baß Funktion nottoenbig. Ihre Verzögerung ob«
Bonaparte nicht wählerisch in berWahl seiner Mit» Verhinbernng führt eine große Anzahl guälende-
tel war, bie er zur Schädigung seiner Feinde be- Symptome herbei, die wir in ihrer Gesamthei
nutzte. Weniger bekannt ist vielleicht, daß er vor als Hämorrhoidalleiden bezeichnen. Die Enbgv
dem AnSbrnch eines Krieges immer eine nicht I säße des Mastdarmes erweitern sich bann z> geringe Menge falschen Geldes von dem Lande großen, stark mit Venenblut angefüllten Säcken
fabrizieren ließ, das er angriff, um es, wenn er He rufen die heftigsten Schmerzen hervor, welch
das Land erobert hatte, dort zu verwenden, Vi- die Leidenden oft am Gehen, Stehen unb Sitze,
trolles erzählt folgendes aus bem Jahre 1814. Hinbern. Die Kranken fühlen sich matt unb abge
„Eines Tages kam Baron be Mournier zu mir, schlagen, es.entstehen Eingenommenheit bes Kost
ein Mann, ber Napoleon zu nahe geftanben hatte, fes. Spannung im Unterleibe, Kreuzschmerzei>
um ihn zu lieben; ber zu viel Ehrlichkeit besaß, und Verballungsbeschwerden. — Wie Hömor
um ihn zu achten und zu viel Geist, um ihn nicht rhoiden entstehen, verhütet unb beseitigt werde,
zu durchschauen. Dieser hatte den Auftrag er- können, darüber gibt die Broschüre in klarerhalten, für den abwesenden Schatzmeister eine kurzer Weise Aufschluß.
Liste von Napoleons Kronschatz aufzunehmen, die I ..............
er mir jetzt brachte. Sie enthielt ein Verzeichnis I ,,,
über das vorhandene falsche Geld, u. a. an preußi- I Marktberichte,
sehen Friebrichsdors, mft der Angabe ihres wahren Frankfurt 26 Olt lMetreidemarkt und angeblichen Wertes, zwischen denen ein Am heutigen Wochenmarkt waren einheimische Brot, großer Unterschied war. Ferner war bav Vorbau- | fruchte ausreichend angeboten und bei beschränktem beite Geld von der Wiener Bank, preußische I Verkehr vermochten die Preise für Landweizen cin( Staatsobligationen, russische Pavierritbel, alles I Kleinigkeit zu profitieren, Landroggen fast ohne Ge. gefälscht. Mit solchem Geld überschwemmte Nape- I f<W und unverändert. Ausländische Brotwüchl« Icon die feindlichen Länder, sobald sich die fron- E\ei normalem Bedarssgeschätt gut behauptet. Kerl!, zölischen Trnvven dort feftaefeM hotten Mo„ etwas hoher gehalten ohne Geschnftsbelebiing. vnfei
'i ruhig und im Preise wenig verändert, feine Qualitäten r.r m i w falschen Wertpapiere berge- I rar und gut bezahlt. Mais wenig belebt und behauptet, stellt wurden. Polizeibeainte mürben bannt be- I notieren je nach Qualität: Weizen, hiesiger und
fdiäfhgt, bem Papiergelb bas Aussehen zu geben, I Wetterauer neuer Mark 16,30-16,40, kurheffischer
als sei es schon längere Zeit im Umlauf gewesen. I Ml. 16,45—16,55. norddeutscher neuer Mk. 00,00—00,00, Zu diesem Ztvecke gab man ihnen Handschuhe, mit | russischer Mark 16,75—17,75, Nedwinter Mark denen sie die Scheine reiben mußten. Hierzu I £0,00- 00,00, Kansas Mark 17,7o-18,00 La Plata
wurde auch Schmutz verwandt, den man von Tsor,EuerM'Ä
Mb.rbesielen und Striegeln abschabte. Dieser I 00,^-M,00,Russischer M. 14,25—14,50, amerikanischer fettige Staub beraubte das Papiergeld ganz seines I Mark 03,00—00,00, Gerste, hiesige Mark 15,25-15 50, neuen Aussehens. Die vorstehende Mitteilung I Pfälzer M. 16,00-16.25, fränkische M. 15,70-15.80, wurde mir im nächsten Jahre unter bem „.Sun- I Rledgerste M. 15,75—16,25, ungarische M 00.00—00.00, bert-Tage"-Negiment bestätigt. Als ich nämlich I Hafer, hies. Mk. 13.25—14,00, wirttemb. M! 00,00 bis nach Napoleons Rückkehr verhaftet würbe, erhielt 00,CO bayr. M. l3,25—14,25 Rws^Mk l3,25—15,00 ich als Stufieber einen Noliieiaaenten namens I MalS, Donaumais M. 12,50—12,75, Mi^ed M. 00,00bis iw ais eiuueyer einen gsoii^eiagenten namen» | og.oo, Laplata Mk. 11,60-12,00. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. — Mehl unverändert. ES notieren: Weizenmehl, hiesiges Nr. 0 M. 26.00 -26,50, feinere Marken M. 28,75-29,50, Nr. 1 M. 24.00-24.50, feinere Marken Mk. 25,50-25.75, Nr. 2 Mk. 23,00 big 23,50, feinere Marken Mk. 24,00-24,50, Nr. 3 Mk. 22,00-22,50, feinere Marken Mk. 23,00 -23,50, Nr. 4 Mk. 19.25-19,75, feinere Marken Mk. 20.00 -20,50. Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 22,00—22,50, Nr. 1 Mk. 19.25-20,25, Nr. 2 Mk. 16.25-16,75. Alles per 100 Kilo inkl. Sack. — Futterartikel unt>er« ändert. Es notieren: Weizenschalen Mk. 4,30—4,59 Weizenkleie Mk. 4,30-4,50, Roggenkleie Mk. 4,90 biS 5,10, Futtermehl Mk. 6,50—7,25, Biertreber, getrocknet Mk. 5,40—5,50 je nach Qualität. Alles per 50 Kilo netto effektiv loco hier bei Abnahme von 10000 Kilo.