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U mit dem Kreisblatt für die Preise Marburg und Kirchhain.
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Marburg
Freitag, 25. September 1903.
’ Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag» Joh. Aug. Koch, Umvcrsitäts-Buchdruckcrei 38. Jahrg^ Marburg, Markt 21. — Telephon o5. %
Statistik.
Die Wanderverfammlung der städtischen statistischen Beamten in Deutschland tagt zur Zeit in Berlin. Solche Wanderiiersammlnngen werden seit dem Jahre 1890 alljährlich abgchalten, seitdem sich die Erkenntnis von dem Wert, ja der Unentbehrlichkeit der Statistik überall Bahn gebrochen hat. Doch ist die statistische Tätigkeit keineswegs ans die Kommunen beschränkt, seit dem Jahre 1872 cristiert das kaiserliche statistische Amt, das auf Grund von Gesehen und auf Anordnung des Bundesrats oder des Reichskanzlers das für die Reichsstatistik zu liefernde Matenal zu sam- meln, zu prüfen und zu bearbeiten hat. Es gibt seit dem Jahre 1885 auch ein Internationales Institut für Statistik mit dem Sihe in Rom, eine Entwicklung, die auf Anregung einer großen An- zahl internationaler statistischer Kongresse, die seit dem Beginn der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts regelmäßig in Intervallen von zwei bis drei Jahren in den europäischen Hauptstädten abgehalten wurden, ins Leben gerufen worden ist. Die Statistik ist eine uralte Wissenschaft, wurde sie doch schon von den alten Aeghptern, Juden und Chinesen ausgeübt. Sie geriet aber später in volle Vergessenheit und ist von deutschen Volksstämmen niemals angewandt worden, bis ihr gegen Ausgang des 17. Jahrhunderts eine Gaffe geöffnet wurde. Einer ihrer Bahnbrecher in Deutschland, der Univerfftätsprofessor Schlözer gab der jungen Wissenschaft, die von ihm zum Gegenstände akademischer Vorlesungen erhoben wurde, die bis auf den heutigen Tag respektierte Definition: Geschichte ist fortlaufende Statistik, Statistik ist stillstehende Geschichte. Auf den Sammeleifer, der auf allen Gebieten menschlicher Lebensäußerungen statistisches Material anhänfte, folgte die Prüfung, die Vergleichung und die Nutzanwendung, wissenschaftliche Methoden, die der modernen Statistik den hohen Ruf und die große Bedeutung erworben haben, deren sie sich gegenwärtig erfreut.
Was für den Geschäftsmann die Buchführung, das ist für das große öffentliche Leben die Statistik geworden. Wo Ordnung und Ueber- sicht herrscht, wo rechtzeitiges und zweckentsprechendes Handeln waltet, da bildet auch die Statistik die Grundlage. In den sozialen und wirtschaftspolitischen Fragen der Gegenwart ist die Statistik eine schlechthin unentbehrliche Hilfswissenschaft, genau so wie die Mathematik die anspruchslose Vorarbeiterin für alle Triumphe der Naturwissenschaften, insonderheit der Physik und Chemie ist.
Wir stehen vor dem Abschluß neuer Handelsverträge. Wie sollten die Verhandlungen geführt, wie die Notwendigkeiten und Entbehrlichkeiten richtig eingefchätzt und gegeneinander abgewogen werden können, wenn unsere Unterhändler nicht dank ihres reichhaltigen statistischen Materials über alle einschlägigen Fragen genau informiert wären. Tie Statistik allein ermög-
80 (Nachdruck verboten.)
Frau Lore.
Roman von I. Iobst.
(Fortsetzung.)
Wie lange Frau Lore und Hans von Schier- siedt so standen, wußten sie selber nicht, aber es schien ihnen eine Ewigkeit. Wie von unsichtbaren Fäden gezogen, glitt Lores Kopf in den Nacken, jeder Blutstropfen entwich aus den Wangen; sie ivarcn von fahler Blässe, die Lippen schlossen sich seit zusammen und die schönen Augen blickten mit eisigem Stolze auf den Mann, dem sie einstens ihr erstes Lieben gegeben hatte.
Schierstedt faßte sich zuerst und näherte sich, wenn auch mit tief erblaßtem Gesichte, sich leicht verbeugend. Er zwang sich, so ruhig wie möglich zu sagen:
„Wer hätte es denken können, daß der Zufall uns so unerwartet znsammenführt! Ich irre mich doch nicht, wenn ich annehme, daß Sie sich noch meiner erinnnern?"
„Dazu war die Zeit, in die unsere Bekanntschaft fiel, dock zu ernst, Herr von Schierstedt. So etwa? vergißt sich nicht."
Mit leichter Verbeugung schritt Lore stolz und schlank wie ein Königskind an dem früheren Ge- liebten vorüber, verfolgt von seinen Blicken. Ein unheimlicher Blitz schoß aus seinen funkelnden A'^geu. der Fuß trat in airfbrausendem Ungcstiim den Boden, ein wilder Schmerz zog durch das heftig klopfende Herz und die Lippen stießen bciser hervor:
„Weiß Gott, sie ist noch schöner geworden, und zu denken, daß sie mein war!"
Grübelnd schritt er weiter. Woher kam sie, wo lebte sie mit ihrem Manne? Seine Gedanken suchte» sie noch immer in Schwarzbach, denn durch ein Ungefähr hatte er die Nachricht ihrer Ver- lobuug und ihrer späteren Ehe von Freunden ec-
licht den Ueberblick über das Ganze und den Einblick in dessen Teile. Die Statistik bildet in der Hand unserer Bevollmächtigten die starke und wirksame Masse, ihren Ansprüchen und Forderungen Geltung zu verschaffen. Die Zahlen der Statistik sind unbestechlich und unbedingt beweiskräftig. Mit ihrer Hilfe erst können wir dem ausländischen Kontrahenten den Nachweis führen, wie weit er auf uns und wir auf ihn angewiesen sind. Dank der Statistik haben auch die deutschen Unterhändler in Petersburg Eindruck gemacht und sind ihres Erfolges auch gegenüber den anderen Mächten sicher, mit denen wir noch Handelsverträge abzuschließen haben. Der Abschluß solcher Verträge ist im Grunde genommen nichts anderes als die Probe auf das Exempel, als die naturgemäße und zwingende Schlußfolgerung au8 dem vorhandenen statistischen Material.
Springt so der internationale Wert der Statistik auf dem Gebiete friedlichen Wettstreits in die Augen, so ist deren Bedeutung für KriegS- möglichkeiten und Vorbereitungen nicht minder augenfällig. Auch unsere Heeres- und Flottenvorlagen sind im Grunde genommen nicht anders als ein notwendiges Ergebnis statistischer Grundlagen. Auch unsere Militär- und Marinebehörden ordnen sich einfach dem Gewicht der Statistik unter, wenn sie durch Mehrforderungen das Gleichgewicht wieder herzustellen bemüht sind, das durch verstärkte Rüstungen einer Auslandsmacht, mit der wir unter Umständen in einen Krieg verwickelt werden könnten, gestört ward.
Welche Anregungen und Förderungen find der Statistik auf den verschiedensten Gebieten der nationalen Lebenserscheinungen zu danken. Wa8 haben nicht alles die Ackerbau-, die Forst-, Gewerbe-, Handels-, Post-, Eisenbahn-, Medizinal-, Kriminal-, Moral-, Vevölkerungs- usw. usw. Statistik geleistet. Je nach den Umständen haben ihre Ergebnisse und Lehren hemmend oder anspornend gewirkt, so daß auf allen Gebieten, die statistisch bearbeitet werden, eine zweckmäßige und nutzbringende Tätigkeit gesichert ist. Wie wesentliche Fortschritte hat z. B. die Medizin der Statistik zu danken. Tie Statistik erst hat es der medizinischen Wiffen- schaft ermöglicht, diejenigen Gebiete zu entdecken, auf denen ihre Tätigkeit am dringendsten erforderlich ist. Die Statistik hat die Gefahren der Lungenschwindsucht, des Älkoholismus, der Lue8 erst in ihrer ganzen Größe erkennen lassen und damit die Anregung zu energischester Bekämpfung geboten. Ebenso hat die Kriminal- und Moral-Statistik segensreiche Wirkungen hervorgebracht und auch die Gesetzgebung in heilsamer Weise befruchtet. Ebenso wird die Land- und Forstwirtschaft heute nicht mehr auf die Dienste verzichten können, die ihnen die Statistik leistet. In noch höherem
fahren. Ob Schulz mit hier war? Der hatte das Gespenst des Schwiegervater nicht gefürchtet. Er beneidete ihn um seinen moralischen Mut. Wie stand, ec dagegen da, ein Feigling, ein Wortbrüchiger. Dem Manne mochte er nicht gerne unter die Augen treten, er hatte schon immer gewaltigen Respekt vor dem ernsten tüchtigen Beamten. Wenn der wüßte, wie weit er Lore gegenüber gegangen war, ehe er den schmachvollen Rückzug antrat — und sie hätte kein Weib sein müssen, wenn sie es verschwieg — konnte die Begegnung höchst unerquicklich werden.
Laute Stimmen ließen ihn erschrecken und ehe er noch ungesehen die Flucht ergreifen konnte, bog um die Ecke des Weges die fröhliche Gesellschaft und Wieblitz rief: „Sieh' da, mein lieber Schierstedt, schon wieder zurück? Darf ich die Herren miteinander bekannt machen?"
„Nicht nötig, Herr Forstmeister, wir kennen uns bereits," war Waltbers kühle Antwort, indessen er sich leicht verbeugte.
,^sn der Tat," erwiderte Schierstedt, „wir sahen uns vor Jahren in der Oberförsterei bach."
„Was, bei meinem lieben alten Freunde Braun?" fragte Wieblitz unbefangen im Weiterschreiten.
Sie wissen doch. Schierstedt, daß er Ober- forftmeister in Stettin geworden ist? Kann es nickt begreifen. In Stettin? Nicht zehn Pferde brächten mich ans dem schönen gn'inen Walde. Könnte schon längst in Amt und Würden sitzen, aber ich mag nicht mehr aus meinem Bau heraus."
„Das ist sehr unrecht von Dir, Vater," fiel seine Frau ihm ins Wort. „Was hätte Britta für Abwechslung in einer großen Stadt, hier sieht sie nichts und erlebt nichts, es —"
„Schnickschnack!" unterbrach Wieblitz Frau Gretes Redestrom, denn in diesem Kapitel war sie gut beschlagen. „Verdreh' dein Mädel -och nicht
Maße gilt es von der Eisenbahn- und Post- verwaltung, die in ihrer Tätigkeit von den Ergebnissen der Statistik vollkommen beeinflußt werden.
Obwohl die Statistik nur eine Hilfswissenschaft ist, so hat sie doch die ganze Kulturwelt erobert. Die öffentliche Meinung hat längst aufgehört, in dem Statistiker nur einen papierenen Menschen, in der Statistik eine Ansammlung grauer Theorie zu erblicken. Nein, die Statistik gilt heute mit Recht als die lebendigste Wissenschaft, von der die Ströme des Lebens ausgehen. Die Statistik kennt keine trockenen Zahlen, was sie verzeichnet find tatsächliche Erfolge oder Niederlagen, fie stellt ein Bild deS Lebens dar, sie liefert jeden Tag ein Momentbild der Geschichte selbst, wie sie denn auch mit vollem Recht als stillstehende Geschichte bezeichnet worden ist. Die Statistik erschließt den Blick für das Notwendige und das Erreichbare, sie verabscheut allen Schein und alle glänzenden Beleuchtungseffekte, sondern stellt die Dinge dar, wie sie sind. Die Statistik ist die Wahrheit, die niemandem schmeichelt. Die Statistik ist daher auch wohl die revolutionärste Wissenschaft genannt worden, die es gibt, weil sie den Dingen auf den Grund geht und ohne Scheu jeden verhüllenden Schleier von ihnen reißt.
Umschau.
DaS soziale Interesse des Kaisers.
Aus Danzig, wo der Kaiser einer Abordnung von Arbeitern der Reichswerft gegenüber die hohe Bedeutung eines einigen Reichs für Handel und Industrie betonte, berichtet die „Danz. Ztg." noch, daß der Kaiser sich bei den Arbeitern auch erkundigte, ob die WohnungS- verhältnisse gut feien und wie hoch die Miete komme. Als ihm geantwortet wurde, eine Wohnung mit einem kleinen Zimmer koste 16,50 Mk., erwiderte er: „DaS ist noch zu teuer für Arbeiter." Der Kaiser fragte dann den Oberwerftdirektor, ob in Danzig etwas für den Bau von Arbeiterwohnungen getan werde. Auf die Antwort, daß Baugenossenschaften gegründet und tätig seien, bemerkte der Monarch: „Aber auch gesunde Wohnungen und möglichst in der Nähe der Arbeitsstätten." Weiter erkundigte er sich, ob für die Arbeiter auch ein ordentlicher Speisesaal und Wärmevorrichtungen vorhanden seien, um das Mittagessen aufzuwärmen. Er habe jetzt solche Einrichtungen gesehen, die sehr praktisch seien. Die Frau brauche dann nicht Mittag tragen, sondern könne zuhause bleiben und etwas anderes in der Familie machen. Der Arbeiter habe einen ebenso feinen Magen „wie wir" und esse Eisbein auch lieber, wenn es warm ist.
den Kopf! Bis jetzt ist sie immer zufrieden gewesen. Habe ich nicht recht, Britta?"
„Ja, Vater. Wo könnte es schöner fein, wie hier in Rothentann! Mich verlangt nicht nach der großen Welt. Ich würde mich dort gar nicht zurechtfinden." Freundlich sah das hübsche Kind zum Vater auf, der ihr strahlend zunickte und dann ganz tiefsinnig sagte: „Ja, ja, mein Kind, du und meine Bäume, ich weiß wirklich nicht, wen ich lieber habe."
„Die Bäume, Vater," lachte Britta, „und sieh, Frau Lore macht es Dir nach. Da drüben sitzt sie auf der Bank und starrt unentwegt in den Wipfel Deines Lieblings, unserer Königseiche, Kennen Sie Frau von Schulz auch, Herr Assessor?" wendete sich das junge Mädchen an Schierstedt.
„Jawohl, gnädiges Fräulein, und ich haste vorhin schon das Vergnügen, Frau von Schulz begrüßen zu dürfen."
Also Lore hatte ihn schon gesehen? Darum saß sie wohl so unbeweglich auf der Bank. Ein heftiger Schmerz durchfuhr plötzlich Walters Inneres. „Lore!" rief er über den Rasen herüber; er mußte sie ihren Träumereien entreißen. Sckier- stedt bildete sich vielleicht »och ein, daß er Teil an ihren Gedanken habe. Ein verstohlener Blick traf den jungen Mann, dessen beiß entflammte Augen ohne jede Vorsicht auf der lichten Gestalt ruhten, als ob er sie verbrennen wolle. Ans Walter Stirn gruben sich ein paar liefe Falten, und sie glätteten sich auch nicht, als er seine liebreizende Frau nahen sah.
„Nun, Frau Lore," scherzte Wieblitz, „Sie dichten wohl Frühlingsmärchen?"
„Ich nicht," lachte sie schelmisch — sie schien ganz unbefangen — „ aber der Baum weiß gar manches zu erzählen und ich muß das als Sonntagskind verstehen. Ich gebe mir wenigstens alle .Mühe.",
Die Finanzlage des Reiches.
Die Finanzlage des Reiches, so erklärte Bebel auf dem Dresdener Parteitage, sei nach einer ihm zugegangenen Nachricht so ungünstig, daß die Reichskassen ihre Lieferanten nicht gleich bezahlen könnten, sondern sie einige Wochen warten lassen müßten. Es ist selbstverständlich, so erklärt hierzu im amtlichen Auftrage die „Nordd. Allg. Ztg.", daß die Annahme, alS ob das Reich seinen Verpflichtungen wegen ungünstiger Finanzlage nicht pünktlich nachkomme, vollständig unbegründet ist. Die Reichshauptkaffe wirtschaftet mit ihrem regelmäßigen Bestände von mindestens 10 Millionen Mark und hat im laufenden Jahre von dem gesetzlich bewilligten Kredite zur Verstärkung dieses Minimalbestandes roch nicht in Höhe deS 10. Teiles Gebrauch gemacht.
Jnvalidenverficherungskarten für kontraktbrüchige Arbeiter.
Ueber die Aushändigung von Jnvalideu- versicherungskarten an kontraktbrüchige Arbeiter hat das preußische Ministerium eine Verfügung erlassen, in der es nach der „Nat.-Ztg." heißt: Eine Verpflichtung der Ortsbehörde, die Quittungskarten kontraktbrüchiger Versicherungsnehmer dem früheren Arbeitgeber, der die Aufbewahrung der Karte stillschweigend oder mit ausdrücklicher Genehmigung des Versicherten übernommen hat, abzu'oerlangen und dem Versicherten nachzusenden, besteht nicht. Sie hat vielmehr auf den Versicherten einzuwirken, daß er die Karte im eigenen Interesse beschafft. Dieser Einwirkung kann in gewissen Fällen durch Androhung von Geldstrafen bis zu 10 Mk. Nachdruck verschafft werden, vorausgesetzt, das; der Arbeitgeber zur Aushändigung der Karte bereit ist.
Deutschland und die orientalische Frage.
, In einem Artikel „Deutschland and die orientalische Frage" schreibt die „Köln. Ztg." u. a.: Die niederträchtige Brunnenvergiftung, die gegen Deutschland betrieben wird, kann nicht mit einem Male beseitigt werden. An verschiedenen Stellen und von den verschiedensten Leuten, die nur in der Feindschaft gegen Deutschland einig sind, wird sie betrieben. Gegen die deutsche Politik im Orient, die ausschließlich die Erhaltung de8F- jm Auge hat, werden die maßlosesten B. digungen erhoben, die sich vor allem gege., die Person des Kaisers richten, ohne daß auch nur für eine einzige dieser Beschuldigungen der geringste Anlaß vorläge. Unkenntnis der wirklichen Verhältnisse Mazedoniens, althergebrachte Gedanken von dem Kreuzzug gegen den Islam treffen zusammen mit dem wilden Haß gegen deutsches Wesen
„Sic, ein Sonntagskind, Frau Lore? Potztausend, das wußt' ich ja gar nicht. Drum sehen Sie auch mit klugen Augen in das Leben hinein. Ja einem Sonntagskind kanns nicht fehlen. Wenn man's doch so gut hätte!" Der Forfimeister lachte behaglich vor sich hin. „Aha, da kommt Jung- Werner, na, der bat sicher einen ganzen Sack voll Neuigkeiten.. Sie können mir ihn wohl hier lassen, Schulz, er falls gut haben."
Walter, dec dicht neben dem Sprechenden hec- ging, drückte ihm plötzlich die Hand: „Können ihn nicht missen, unfern Jungen, Forstmeister. Ganz Hoffelde würde dagegen rebellieren."
„Wie steht es denn mit dein Schloß?" fragte Wieblitz leise.
„Werner ist dem Baron schon unentbehrlich, alle Tage stecken sie zusammen," lautet die ebenso leise Entgegnung.
„O, der Teufelsjunge!" brach Wieblitz los und eilte dem fröhlich heranspringenden Knaben entgegen. ihn hoch in die Lüfte schwenkend. „So ein Hauptkerl, ist kaum einen Schuh hoch und weiß mit allen Leuten fertig zu werden. Ich wette, Du Du bist im Stalle gewesen beim Fritz."
Werner strampelte heftig, bis er wieder auf der Erde war, dann lachte er alle der Reihe nach an und berichtete: „Ich habe mir etwas mit Fritz erzählt. Onkel Forstmeister. "
„So, nur erzählt, wers glaubt. Du bist sicher wieder auf einem Pferd gewesen." 1
„Ein ganz klein wenig. Ich wollte bloß sehen, ob der Fuchs auch so toll wirft wie der Rappe vom Baron." setzte er listig hinzu.
Wieblitz lachte: „Ich glaube wirklich, es ist an der Zeit, daß Du einen Ponny bekommst. Ich werd' mal mit Vater pscechen. Wann hast Du beim Geburtstag?"
' -> - (Fortsetzung folgt.)'