mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain.
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'jhw———t. <«;' iÄa-rALU/ 5 Vierteljährlicher Bezugspreis, bet Mr Expedition 2 Mk., bet allen Postämtern 2,25 Mk. <exct. Bestellgeld). Jnserttonsgcbühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
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Marburg
Sonntag, 16. August 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Universitöts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg.
Zweites Blatt.
In der zwölften Stunde.
Nun wären wir so weit, daß sich in absehbarer Frist entscheiden muß, ob Fürst Ferdinand von Bulgarien Herr seines Landes bleibt, das ihm während seiner Regierungszeit reichlich viel Sorgen und Geldunkosten bereitet hat. Der Fürst hat wiederholt Anschlägen gegen seine Person resp. Versuchen dazu Trotz bieten müssen, die bulgarischen Politiker haben ihn weidlich geärgert, und es hat sich in den Ursachen oft nur um ehrgeizige Wünsche einzelner, nicht um große Staatsziele gehandelt; die Volksforderungen, der Thronfolger Boris solle umgetauft und der griechisch-katholischen Kirche zugesührt werden, haben eine lange Entfremdung zwischen dem Fürsten und seiner nachher so früh gestorbenen Gemahlin im Gefolge gehabt, und endlich find die schlimmen Finanz-Verhältnisse des Landes, um die sich seine Untertanen keine anderen Gedanken machten, als daß sie nichts zahlen wollten, dem Landesvater wiederholt herb auf die Tasche gefallen. Das alles und anderes haben aber die Bulgaren ganz vergessen, jetzt, wo in sie der Großmachts-Teufel gefahren ist. Die Vereinigttng Mazedoniens mit Bulgarien ist nur der erste ihrer Wünsche; der zweite ist die Erwartung, bei dieser Gelegenheit einen ordentlichen Posten ihrer Schulden, namentlich auf die Verpflichtungen gegen die Türkei los zu werden, und der dritte, vorläufig noch sorg- •fatn geheimgehaltene, aber größte ist die stille, wenngleich feste Hoffnung, auf dem Wege über Mazedonien nach Konstantinopel zu kommen. Die Bulgaren haben sich nun einmal die Idee in den Kopf gesetzt, sie müßten die vorherrschende Macht der ganzen Balkanhalbinsel werden, ihre kriegerischen Erfolge gegenüber Serbien haben ihnen die Ueberzeugung gegeben, daß sie zu solchen Gedanken ein Recht haben. Und allerdings ist es ja Tatsache, daß die Serben und auch die Griechen im Verhältnis zur Bravour der Bulgaren ganz kläglich abgeschnitten haben! Aber solche militärischen Empfindungen berechtigen noch nicht zum Friedensbruch, denn die moralischen Eigenschaften der Bulgaren, wie der Balkanvölker überhaupt, wie Ehrlichkeit, Tüchtigkeit und Ge- wiffenhaftigkeit in der Staats-Verwaltung sind auch nicht größer, wie die der Türken. Für Geld ist da unten alles zu haben, nach Geld strecken sie alle begierig die Hände au?. Die Großmächte sagen mit Recht entschieden: Nein zu den bulgarischen Gelüsten, Fürst Alexander weiß das, aber seine Bulgaren wollen es nicht glauben, ihr Landesvater, der sehr viel zu verlieren hat, soll mit ihnen durch Dick und Dünn gehen. Und seitdem in Mazedonien aufs neue ein allgemeiner Aufstand ausgebrochen ist, der
16 lRachdruck verboten.)
Zum Glück.
Roman von Margarete Böhme.
IFortsebung.)
„Du hast mir gar keine Vorschriften zu machen! Ich bleibe hier, solaitge es mir beliebt, und icl> Hane noch durchaus keine Lust, nach London znrück- zutehreu," schrie die junge Frau, lvarf Besteck und Serviette auf den Tisch, sprang auf, stieß den Stuhl, auf dem sie gesessen, mit einer heftigen Bewegung zurück und stürzte fort in ihr Zimmer. Hedwig wollte ihr folge», aber schott schnellte die Tür hinter Frau Edith ins Schloß: zudem hielt Berkholtz, der sich ebenfalls erhoben hatte, sie mit einer raschen Handbewegnng zurück.
„Geben Sie sich keine Mühe, meine Frau zu beruhigen, Fraulein Hedwig," sagte er heiser. „Die Fran nimmt doch keine Vernunft an, sie ist ja wahnsinnig — —"
„Ihre Frau in nicht wahnsinnig. Sie haben nur ein merkwürdiges llttgeichick. mit ihr nmzn- gehen," entgegnete Hedwig erregt. „Sie scheinen immer wieder zn vergessen, wie sehr sie der Scko« mtng bedarf."
„Wenn ich es nicht schon lange wußte, daß Edith und ich nicht zttsammenpasseit und niemals etwas Gutes aus unserem Ziisamnicnlebcn sich ergeben kann, so Ware es mir in den letzten vier- zehn Tagen klar geworden," saaic Berkholtz gepreßt. „Einen Augenblick — Hedwig — zwei Minuten hören Sie mich ruhig an---ich flehe
darum."
In seiner Stimme und dem starren flehenden Blick, der sich auf sie heftete, lag etwas, dos sie gegen ihren Willen fest hielt.
„Ich Will mich kurz fassen. Rur wenige Worte
immcr weiter um sich greift, laff-n sich die Leute in Sofia , nicht mehr halten, sie rühren die Trommeln zum Kriege gegen den Moslems k
Man sollte meinen, die Vernunft müßte den heißblütigen Bulgaren doch wenigstens so viel sagen, daß sie nach menschlichem Ermessen eher den kürzeren ziehen werden wie die Türken, zumal auch das benachbarte Rumänien keine Lust hat, ein solches ungehindertes Größerwerden de? Fürstentums zu dulden. ES wird mit positiver Sicherheit behauptet, daß Rumänien im gleichen Moment, in welchem von Sofia ernstes gegen die Türkei ins Werk gesetzt wird, mobil macht. Verlangt Bulgarien eine Grenzregulierung von der Türket, wird auch Rumänien eine Schadloshaltung beanspruchen, und König Peter von Serbien wird von seinen Offizieren, man weiß ja, wie tatkräftig sie find, auch gezwungen werden, vom Lcder zu ziehen. Es kann also ein schöner Ringel-Ringel-Rosenkranz werden! Aber die Bulgaren achten, bis zur Stunde, nicht darauf,, fie meinen, wenn im Balkan alles drunter und drüber geht, wird schon zur rechten Stunde ein Helfer in der Not kommen, mit anderen Worten: Rußland wird fie doch nicht im Stich laffen, wenn die Türken in Sofia einzurücken drohen. Griechenland hatte ja auch einen Hinterhalt am Zaren, als seine „Heldensöhne* bei Lariffa von den Türken furchtbar geklopft waren und den letzteren der Weg auf Athen offen stand. DaS mag am Ende auch sein, und wenn die Bulgaren für jetzt das Spiel nicht gewinnen, so fangen sie eL später von neuem an, aber wo bleibt in diesem „bulgarischen Kladderadatsch" dann Fürst Ferdinand? Hält eine starke Hand nicht die Tatendurstigen vom Kriege ab, so jagen fie Herrn Ferdinand fort, wenn er nicht mitmachen will. Verlieren sie, so wird er der Sündenbock, dem eö an den Kragen geht, denn mit seiner Popularität in dem Bulgaren-Reiche ist es nicht weit her, und es fehlt nicht an Politikern, die schon einen Nachfolger wissen, den Sohn des Fürsten Alexander von Battenberg, der freilich noch verschiedene Jahre älter werden müßte. So steht es also mit dem Fürsten Ferdinand, und es mag ihm unerquicklich gehen, wenn nicht der glimmende Brand noch gelöscht wird. Aber eS ist die letzte Stunde dafür, die allerhöchste Zeit.
Noch trüber als der Fürst auS dem Koburger Blute ist nun allerdings der Sultan Abdul Hamid dran. Er kann alles tun, Recht behält er doch nicht, und wenn ihm die kleinen Kra- kehler auf dem Balkan gegen den Bauch springen, darf er nicht einmal den Ersatz der Kriegskosten verlangen. Das Ende der Türkenherrschaft in Europa naht langsam, aber stetig, es ist in Macedonien heute schon ein Raffen- und Vernichtungskrieg, der geführt wird. Man mag aber darüber denken, was man will, eine Ehre für die europäische, christliche Kultur bildet er ganz gewiß nicht.
und ein schweres Geständnis: Ich tvar ein Elender, als ich Sie aufgab, Hedwig, denn ich liebte Sie. wie nur ein Mann ein Weib lieben kann ... ich habe überhaupt nie aufgehört. Sie zu lieben. Aber der Bankerott Ihres Vaters war ein schrecklicher Schlag für mich. Ich trug mich mit großen Plänen, die das Kapital Ihres Vaters verwirklichen helfen sollte."
„In unserem Geschäft weiß man mehr als in jedem andre», was für eine furchtbar komplizierte Macht das Geld ist. u»d der Wunsch, reich zu werden, als Ebes an der Spitze eines große» Bankhauses zn stehe», war mächtiger in mir als alles andere. Edith gefiel mir auch gut, ober sie wäre nicht für mich in Betracht gekommen, wenn sie miitllos oder nur mäßig wohlhalx'iid gewesen wäre: Kurzum, beute haben mich meine von Glück begünstigten Unternehmungen selbständig gemacht .....ich brauche das Geld meiner Frau nicht mehr. Und da unsere Ehe doch einmal kreuz- »no.lncklich ist, so stehe ich nicht an, dieses unnatürliche Verhältnis durch eine gesetzliche Scheidung zu lösen — wen» — Sie mir verzeihen, und wenn Sie mir Hoffnung geben, daß ich nach der Wiedererlangung meiner Freiheit aufs neue um Ihre Liebe werbe» darf —"
„Nicht weiter, Herr Berkholtz!" rief Hedwig mit blitzenden Angen. „Tas ist eine unerhörte Beschimpfung, die Sie mir zu fügen! Und damit Sie ein für allemal wisse», wie wir zueinander stehen, nehmen Sie auf mein Wort die heilige Versicherung, daß ich Sie nie wirklich geliebt habe, und-ich dem Schicksal daher danke, daß es mich vor Schlimmerem behütete. Ich schätzte Sie bis jetzt als den lieben Gespielen meiner seligen, entschwundenen Kindheit---zerstören Sie mir
nicht die Erinnerung an jene schöne.Zeit, indem Sie Ihr eigenes Bild in meinem Andenken düster übermalen. Nie.wieder--hören Sie--
Umschau.
Der Kaiser und Kriegsminister von Goßler.
Die Kaiserliche KabinettSordre an den bisherigen preußischen Kriegsminister von Goßler zu dessen Rücktritt lautet: „Ich habe aus Ihrem Schreiben ersehen, daß Ihr Gesundheitszustand Ihnen ein weiteres Verbleiben im Dienste nicht gestattet. Ich kann mich hiernach Ihrem Ansuchen um Verabschiedung nicht entziehen und stelle Sie daher mit der gesetzlichen Pension zu Disposition. Gleichzeitig spreche ich Ihnen meinen königlichen Dank und meine volle Anerkennung aus für die Verdienste, welche Sie sich durch Ihre langjährige Zugehörigkeit zum Kriegsministerium erworben haben. Ich wünsche dies noch besonders dadurch zum Ausdruck zu bringen, daß ich Ihnen meinen Verdienstorden der preußischen Krone verleihe. Um aber auch Ihre Zugehörigkeit zur Armee dauernd zu erhalten, stelle ich Sie ä la suite des 3. Garde- Regimentes z. F. und verleihe Ihnen hiermit die Uniform desjenigen Regimentes wieder, welches Sie mit Auszeichnung geführt haben. Möge e8 Ihnen vergönnt fein, noch lange Jahre diese Ehrenstelle zu bekleiden."
Deutschland und die beiden kritischen Punkte des OstenS.
Wahrend die inneren deutschen, resp. preußischen Angelegenheiten und die Handels-VertraqS- Angelegenheiten zu Konferenzen in Berlin Anlaß gegeben haben, sind unsere auswärtigen Aufgaben in der hohen Politik genau gegliedert und fest abgegrenzt. Zu der soeben tatsächlich vollzogenen Okkupation der früher chinesischen Mandschurei, die durch die Ernennung eines Statthalters des Zaren für dies Gebiet in Ausführung kommt, hat die deutsche Reichsregierung ihrer ganzen bisherigen ostasiatischen Politik entsprechend ihre Zustimmung gegeben. Graf Bülow hatte vor vornherein erklärt, daß wir in der Mandschurei keine Interessen zu vertreten hätten, sondern nur darauf halten würden, daß die Interessen der fremden Mächte in China selbst in einheitlicher Weise gemacht würden. Daß die Franzosen dieser Landvergrößerung Rußlands beigestimmt habe», ist natürlich selbstverständlich, weniger, ob die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika damit zufrieden sind, und am allerwenigsten, daß England und das verbündete Japan sofort Ja sagen. Namentlich wird der Patriotismus der Japaner hohe Wellen schlagen, die sich ja seit dem siegreichen Kriege mit China als die geborene vorherrschende Macht in ganz Ostafie» betrachten, eine Anschauung, die nur mit der Tatsache in Widerspruch steht, daß Rußland das Heft fest in der Hand hält und nun, wo die Mandschurei in seinem definitiven Besitz ist, nicht wieder los- lassen wird. Die Bahnverbindung sichert schon die
nie wieder will ich solche Worte von Ihne» hören!"
Sie iöor außer sich vor Zorn und Erregung. Eine dunkle Glut färbte ihre Wangen. Der Bankier schlug unwillkürlich die Augen nieder unter dem groß und vorwurfsvoll auf ihn gerichtete» Blick deZ Mädchen?-.
„Hedwig . . ich beschwöre Sie." — kam c-5 klanglos vöii seine» Lippen, aber eine jähe Bewegung der vor ihm Stehenden ließ ihn uübermittelt verstumme».
„Ich will »ichts weiter hören." ries sie gebieterisch, „noch ein Wort und ich muß glauben, daß Sie mein Feind sind, den ich hassen und — ver achten muß--"
Berkholtz erblaßte. Seine Züge arbeitete» so krampfhaft und feine ganze Haltung drückte eine so tiefe Niedergeschlagenheit aus, daß Hedwig eine Regung des Mitleids für den einst so innig von ihr geliebten Freund nicht unterdrücken konnte.
„Besinnen Sie sich doch ans sich selb»," sagte sie in verändertem, beinahe mütterlich herzliche!» Tone. „Sie haben mir einst Ihre brüderliche Liebe angeboten, ich nehme Sie jetzt beim Wort. Wie Geschwister wollen wir zueinander stehen, und wie eine richtige, gute Schwester will ich Ihnen helfen, die Konflikte in Ihrer Ehe zn einer glücklichen, versöhnliche» Lösung zu bringen. Reisen Sie ab, lasse» Sie mich mit Ihrer Frau allein, ich werde alles autbicten, um ihr Vertrauen in »och größere»! Maße als bisher zu erwerbe» und sie im versöhnlichen Sinne zu beeilt« flussen. Sie aber müsse» mir verspreche», daß auck Sie voit Ihrer Seite nichts unterlassen wolle», um das Verhältnis zu Ihrer Gattin besser zu gestalten. Daß Sie. mit dem Prinzip des kategorische» Imperativs und dem Poche» auf die Ober rechte des Mannes bei dieser ungewöhn
feste und verhältnismäßig kurze Verbindung der russischen Truppen an der ostafiatischen Küste mit1 dem Kern der russischen Macht, und dagegen ist schwer etwas zu tun. Ein Kampf müßte überhaupt ein wirklich lohnendes Objekt zur Unterlage habe, und ein solches Objekt stellt die Mandschurei doch nicht dar. Es wird trotz aller Rederei also bleiben, wie es ist, darum werden die Kanonen noch nicht donnern. Noch weniger kommt für daS deutsche Reich baS Schicksal Mazedoniens und des Fürsten Ferdinand von Bulgarien in Betracht, das Wort von den Knochen des pommerfchen Grenadiers, welche die ganze Orientfrage nicht wert sei, gilt auch heute noch. Damals, als diese Worte gesprochen wurden, handelte eS sich um die Persönlichkeit deS so überaus früh verstorbenen Fürsten Alexander Battenberg, eines ManneS und Helden, dem ganz Europa seine aufrichtige Teilnahme widmete. Besonders geschah das auch im deutschen Reiche, und Tausende wollten daS ihnen hart klingende, durch die nüchterne, aber praktische BiSmarck'sche Realpolitik geborene Wort nicht anerkennen. Aber Fürst Bismarck hat Recht gehabt, er wußte damals schon, waS von den sogenannten ritterlichen Bulgaren zu halten war. Sie haben seiner Beurteilung Recht gegeben, sie zeigen sich heute durchaus nicht als auf der Höhe der Kultur stehend. Es giebt heute im Orient kein „unterdrücktes Volk" mehr, die Türken zeigen sich bei weitem nicht so verbrecherisch, wie die mazedonischen Aufständigen. Unsere guten Dienste für den Weltfrieden können dann erst inbetracht kommen, wenn eS etwa gelten sollte, in einem europäischen Kongreffe die orientalischen Angelegenheiten völlig neu zu ordnen.
Minister Budde und die Berliner Untergrundbahn.
Die sofortige Ordre des preußischen Eisen- bahnministers Budde, die Einrichtungen der bekannten elektrischen Hoch- und Untergrundbahn in Berlin einer genauen Untersuchung auf ihre Sicherheit hin zu unterwerfen, hat allenthalben einen ausgezeichneten Eindruck gemacht. 68 handelt sich hierbei ja nicht allein um die Berliner, zehntausende von Deutschen besuchen alljährlich die Reichshauptstadt und benützen dann selbstverständlich die modernen Verkehrsmittel. Die Bahn ist von der Weltfirma Simens und Halske gebaut, deren Leistungen mustergiltig und vorbildlich sind. DaS Material wird also kaum etwas zu wünschen übrig laffen. 68 kann sich nur um eine wirksame Bekämpfung deS tückischen Dämons Zufall handeln, der in Paris eine so fürchterliche Rolle gespielt hat. In Frage kommen vor allem die Einrichtungen besonderer Notlampen für die Tunnels und für die Wagen und von Nauch-Oeffnungen, resp. Notausgängen. Besonders die letzteren dürsten recht teuer werde», aber was die Verkehrssicherheit erfordert, ist nun einmal nicht zu umgehen.
liil’cu und nebenbei leidende» Frau nur das Gegenteil der beabsichtigte» Wirkung erziele», muffen Sie doch selber einsche». Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie beide glücklich würden — * so sehr" schloß sie leise.
Minuteit verstrichen. Berkholtz sah stumm, mit fest zusammengebissene» Lippe» vor sich zu Boden, als er aber endlich den Blick zu Hedwig erhob, schimmerte etwas wie Rührung in seinen Augen.
„Ich will mir um jeden Preis Ihre Achtung wieder erringen," sagte er leise, aber mit fester Stimme, „und deshalb soll yhr Wunsch mir Befehl fein. Disponieren Sie! Ich füge mich Ihre» Anordnungen. Und wen» es Ihnen gelingt. mein Zusammenleben mit Edith »och zu einem erträglichen zn mache», wird Ihne» neben meiner — Verehrung meine unbegrenzte Dankbarkeit zu teil werden . . ."
„Sie müsse» mir Ihre Hülfe leihen, wenn etwas erreicht werden soll--Versprechen Sie
mir. daß Sie mehr als bisher Geduld haben wollen."
„Alles verspreche ich Ihnen, Hedwig — alles. Entziehen Sie mir nur nicht ganz Ihre Zuneigung."
Sie schüttelte den Kopf. Schweigend reichte» sie einander die Hände.
Ein heftiges Geräusch int Nebenzimmer ließ sie erschrocken auffahren. Als Hedwig die Verbindungstür öffnen wollte, war diese verschlossen. —
In der Nacht bekam Frau Edith krämpfe- arfige Zufälle, die ein schleuniges Herbeirufen oes Arztes nohöenbtg machte». Am Morgen batte sich der Zustand der Kranke» etwas gebessert; trohbem erklärte der Arzt auf das entschiedenste, daß der weitere ParoxiSmus der Krankhett eine Ucberfühnlng der Patientin in eine Nervenhell^