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mit dem Kteisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg
Freitag, 7. August 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Ang. Koch, Univcrsitäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg.
Organisation des Handwerks.
Der wertvollste Bestandteil unseres Volkstum« ist der selbständige kleine Mittelstand, der als eigener Herr entweder auf seiner Scholle, in seiner Werkstatt oder in seinem Laden als Besitzer der Produktionsmittel und Waren für eigene Rechnung und Risiko einer produktiven Tätigkeit obliegt.
Eine solche Stellung schafft Willenskraft und Verantwortungsgefühl und hebt dadurch die einzelne Persönlichkeit zu höheren sittlichen Anschauungen empor. Ein derartig selbständiger Mittelstand kann durch abhängige Angestellte, selbst wenn sie in höheren Einkommenllassen Steuern zahlen, nicht erseht werden, weil diese nicht dieselben moralischen Qualitäten besitzen und deshalb auch ethisch geringwertiger sür das gesamte Volkstum sind. Eine wahrhaft nationale Politik muß aber neben der ökonomischen Besserstellung der Bevölkerungsschichten auch den moralischen und sittlichen Fortschritt im Volke zu heben bemüht sein. Denn am letzten Ende ist auch der ökonomische Fortschritt dadurch bedingt, daß die zu seiner Durchführung notwendigen moralischen und sittlichen Qualitäten im Volke vorhanden sind. Das Handwerk ist seiner Natur nach durchaus dazu angetan, neben der Landwirtschaft die Rolle eines solchen Jungbrunnens des deutschen Volkstums zu erfüllen. Es ist aber durch ein Jahrhundert ungezügelter Gewerbefreiheit und die Herrschaft der liberalen Phrase derartig in seiner Position -moralisch wie wirtschaftlich geschwächt worden, daß es zu seiner Wiedergesundung der entschiedensten Staatshilfe bedarf. Es soll nicht verkannt werden, daß das Reichsgesetz vom 26. Juli 1897 einen Ansatz auf diesem Gebiete bedeutet. Es geht von dem gesunden Gedanken aus, daß es vor allein notwendig ist, die bestehenden Organisationen des Handwerks zu kräftigen und sucht das dadurch zu erreichen, daß es nur organisierte Handwerker zu den neu ' eingerichteten Handwerkerkammern für wahlberechtigt erklärt, andererseits aber die Kosten für die von den Handwerkerkammern geschaffenen Institutionen auf alle Handwerker zu verteilen den Gemeinden die Möglichkeit gibt.
Durch diese Bestimmungen will eS die Handwerker mit dem Gefühl der Zusammengehörigkeit und des gemeinsamen Interesses erfüllen und einen Druck auf ihren Eintritt in eine Organisation ausüben. In dieser Richtung hat das Gesetz auch in der Tat fruchtbar gewirkt. Die Klagen über das mangelnde Interesse der Handwerker, über direkte Störungen der Organisationen durch innerhalb oder außerhalb derselben stehende Berufsge- noffen, wie sie in den ersten Berichten der Kammern erhoben wurden, über Auflösungen von Zwangsinnungcn, wie sie sich namentlich
unmittelbar nach Inkrafttreten deS Gesetzes vollzogen, sind in den neueren Berichten in erheb- licher Abnahme begriffen. Fast überall ist eine Zunahme der Organisationen und der Zahl ihrer Mitglieder zu verzeichnen, so vermehrte sich die Zahl der organisierten Handwerker im Bezirk der Handwerkerkammer Freiburg im Breisgau von 4719 im Jahre 1901 auf 5866 im Jahre 1902. Die Handwerkerkammer Karlsruhe berichtet, daß sich in ihrem Bezirk nach Erlaß deS Gesetzes die Zahl der organisierten Handwerker verdreifacht habe. Der Zwang zur Zahlung von Beiträgen zu den Kosten der Handwerkerkammern war ein sehr fühlbares Mittel, um auch dem gleichgiltigsten Handwerksmeister einiges Interesse sür die neuen Organisationen abzuzwingen.
Nach den Mitteilungen, die 1902 auf dem dritten deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag zu Leipzig gemacht wurden, gehörten der Vereinigung der Handwerkerkammern 66 von den 71 Kammern an. Material war aus 63 Kammerbezirken mit 48 Millionen Einwohnern vorhanden. Nach demselben stellte sich die Zahl der organisierten Handwerker auf: 2564 Zwangsinnungen mit 171000 Mitgl.
6271 freie Innungen mit 201000 „
1642 gewerbl. Vereinigungen mit 100000 „
Mit den organisierten Handwerkern der acht fehlenden Bezirke dürfte wohl x/2 Million von Handwerkern vereinigt sein. Das ist natürlich nur ein Bruchteil der überhaupt vorhandenen Handwerker, deren Zahl nach der Berufsstatistik infolge der schwierigen Trennung von Fabrik und Handwerk nicht leicht festzustellen ist, die aber auf l1/* Millionen geschätzt wird. Namentlich in Süd- und Westdeutschland ist nur ein verhältnismäßig geringer Teil der Handwerker korporiert. Günstiger scheinen im allgemeinen die Verhältnisse im Osten und Nordwesten zu liegen.
Im ganzen wird man aber doch sagen müssen, daß der Erfolg des Gesetzes in erster Linie auch davon abhängig sein wird, ob es gelingt, die Hauptmasse der Handwerker, die heute noch außerhalb der Organisationen steht, denselben zuzuführen.
In dieser Hinsicht wird es von einschneidender Bedeutung sein, ob die bisherige Praxis der Verwaltungsbehörden in ter Scheidung von Handwerk und Fabrik, worüber von den Handwerkerkammern fast allgemein geklagt wird, eine entsprechende Aenderung erfährt.
Es liegt auf der Hand, daß ein allzugroßes Entgegenkommen gegenüber den Wünschen größerer Handwerksbetriebe, als Fabrikbetriebe zu gelten und dadurch die Kosten für die Organisation des Handwerks von sich abzu- wälzen, dazu führen muß, einerseits das Handwerk auf die weniger leistungsfähigen, Betriebe zu beschränken und andererseits diese in um so höherem Maße zu belasten. Es ist durchaus
8 Nachdruck verboten.)
Zum Glück.
Roman von Margarete Böhme. tFortsehung.)
,2-1 ? würden mich 311 Dank verpflichten, wenn Sie ■ Ji versprechen, das; Sie sich an mich wenden leeiien, wenn Ihnen in irgend einer Hinsicht Rat und Beistand eines Dritten fehlen."
.Ganz sicher verspreche ich Ihnen das, Herr Doktor," sagte Hedwig herzlich, „ich danke Ihnen ---danke Ihnen tausendmal für Ihre freundliche Gesinnung . . ."
Als Doktor Buttler sie zehn Minuten später verlies;, war Hedwig zum ersten Male seit ihres Baiers Tode beinahe heiter gestimmt. Dec Glaube an das überwiegend Gute in der Mensch« heil, der ihr in den letzten Wochen abhanden gc- kommen war, hob wieder lebensfroher das Haupt .... Es gab also doch noch gute, treue, uneigennützige Menschen in der Welt . . .
IV.
Frau Helingers heimliche Befürchtung, daß Hedwig in ihrer Stellung nicht lange anshalken würde, erfüllte sich nicht. Wohl empfand das verwöhnte junge Mädchen die Fülle der Pflichten die plötzlich auf ihren Schultern lastete, anfangs bisweilen rinangeuehm, wohl wurde cS ihr, be- sonders in der ersten Zeit schwer, die mannigfachen Anforderungen, die an sie gestellt wurden.pünkt- lich zu erfüllen, es war ein so sonderbares Gefühl anderen dienen zu müssen, wo sie bislang immcc selbst bedient wurde, sich den Wünschen anderer stets cinwandslos unterznordncn, nachdem ihr Leben lang die eigenen Launen undWünsche widerspruchslos erfüllt wurden. Aber nachdem das erste Unbehagen überwunden war, zeigte es sich das; sie im Grunde eine starke und elastische Natur war, deren Individualität unter; den gegen
wärtigen Verhältnissen fast noch besser zur Geltung kam als früher.
Herr Oberlehrer Dr. Müller war ein kränklicher nervöser abgearbeiteter Manu, der seine liebe Not hatte, seine Familie anständig zu ernähren und seinen drei Kindern eine gute Erziehung zu geben. Er entstammte kleinbürgerlichen Verhältnissen; seine Eltern hatten eS sich sauer werden lassen, um ihm daS Studium zu ermöglichen; als sie alt und arbeitsunfähig wurden, mußte er sie von seinem schmalen Gehalt unterhalten. Seine Frau Hatto zwar außer der Aussteuer ein kleines Vermögen mit in die Ebe gebracht, aber dasselbe war während ihres jahrelangen Siechtums, infolge der vielen kostspieligen Badereisen und Kuren nahezu ausgegangen. Nun suchte Dr. Müller durch Privatstunden seine Einnahmen etwas zu erhöhen; es gab Wochentage, au denen er erst am späten Abend mit seinen zahlreichen Privatschülern fertig war.
Seine Mutter war eine ziemlich beschränkte alte Frau, redselig und klatschsüchtig, kleinlich, neugierig, ein wenig neidisch, dabei aber doch wieder leicht zum Mitleid neigend und besseren Regungen nicht unzugänglich, kurz eines jener wunderlichen Gemische von Gutmütigkeit, Bosheit, Empfindlichkeit und Beschränktheit, wie man sie unter den Frauen des kleinen Bürgertums häufig findet. Ter jüngere Nachwuchs der Familie Müller endlich, zwei Knaben und ein Mädchen, Durchschnitts- kalibcr, genau so artig und unartig, so nichtsnutzig und drollig wie andere gesunde, normal veranlagte Kinder, nicht besser und schlimmer als diese.
Hedwig gewann sich überraschend schnell die Gunst sämtlicher Familienmitglieder. Den müden, geplagten Hausvater erfrischte sichtlich die Gegenwart des jungen, gebildeten Mädchens, mit dem er sich unterhalten konnte und die verständnisvoll auf Zeine Interessen einging. Frau Müller inter-
somit ohne weiteres zugegeben, daß die Wirkung des höheren Viehzolls in Frankreich nicht eine Erhöhung der Schaffleisch» preise in Paris, sondern eine Ver» ringerung der von den Franzosen an die österreichischen Lieferanten gezahlten Viehpreise sein wird. Es zeigt dieses Beispiel so recht deutlich, wie unberechtigt das sogenannte Stob und Fleischwuchergeschrei ist. daS gegen die Zollforderung der deutschen Landwirtschaft er» hoben worden ist. Die Streitfrage, ob daS Ausland den Zoll trägt oder nicht, ist heute so gut wie völlig geklärt. Nur einige verbohrte Doktrinäre können sich noch nicht entschließen, die realen Verhältniffe einer objektiven Würdig-
So weit uns Preßstimmen au8 den einzelnen Ländern Europas vorliegen, wird überall die Wahl Joseph Sarto's zum Papste mit Genugtuung begrüßt. Ileberall neigt man der Meinung zu, daß der deutsche und der österreichische
ichtfertigt, daß Fabrikbetriebe, in denen inte Arbeiter beschäftigt werden, auch zur kung der Kosten für Einrichtungen heran- >gen werden, die der Ausbildung der jugend- :n Arbeiter in erster Linie dienen, wie das die Handwerkerkammern zutrifft.
Es muß daher die Definition, die 1901 der
sie dann mechanisch zusammen und steckte sie in die Tasche. Sie saß allein auf dem kleinen schwalbennestartigen Balkon der Wohnung und starrte mit großen, trockenen Augen in die frisch entfaltete Frühlingspracht, die sich, bis in die Straßen der menschenvollen Stadt hinemdrangte und ihr leuchtendes Panier auf die Bäume pflanzte. Ein zart smaragdenes Licht schien von dem jungen grün goldenen Laub auszustrahlen, in tiefer Bläue lachte der Himmel über dec prangenden Erde, Millionen Lichtfalter wiegten
ung zu unterziehen.
Aus dem Vatikan.
Willis Verhalten war so sonderbar. _— Nicht als ob sie ihm einen direkten Vorwurf machen konnte, aber wie es sie damals gleich nach des Vaters Tod eigenartig berührte, daß er mit keinem Wort seinen Wunsch nach einer baldigen Verbindung laut werden ließ, empfand fie auch ferner sein Verhalten peinlich. Seine Briefe waren Zwar stets sehr herzlich, er erkundigte sich stets mit großer Innigkeit nach ihrem Ergehen und ließ es hin und wieder durchblicken, wie sehr ec sich aus . ~"V'r77' VJ=' ;
die spätere Vereinigung freue, aber trotz aller I sich aus Dächern, <m Mauern, ja se—st das siam
effierte sich angesichts der hocheleganten, reichhal- ligcn Toilette, die „das junge Mädchen" mit- brachte, lebhaft für Hedwigs Vergangenheit und nachdem sie durch fortgesetztes Jnquirieren endlich 'den Zusammenhang herausgebracht, kehrte sie mit Vorliebe die großmütige Beschützerin für „das arme Kind", das aus so glänzenden Verhältnissen heraus plötzlich gezwungen wurde, sich selber sein Brot 51t verdienen, hervor. Sie behandelte Hedwig infolgedessen mit einer gewissen mütterlichen Vertraulichkeit, und da diese in der Tat wt Häuslichen fast alles noch lernen mußte, liess sse sich das gutmütige Bemuttern der einfachen alte» Frau gern gefallen. Auch die Kinder alle schat ten sich mit merkbarer Zuneigung um die jugendliche Hausgenossin, und je länger Hedwig sich tu die ungewohnten Pflichten hineinlebte, desto lieber mürbe ihr der neue Wirkungskreis. Ja, wenn sie sich abends schlafen legte, war es ihr manchmal beinahe so, als befriedige sie ihr Dasein jetzt mehr als früher, wo ihre Tuge mit lauter Nichtigkeiten cmsgefüllt waren. Bei der Arbeit und dem munteren Geplauder der lebhaften Kinder vergaß sie die traurigen Gedanken und sie wäre int großen Ganzen mit ihrem Lose zufrieden gewesen, wenn nicht trübeGedanken anderer Art als diejenigen, welche die Trauer um den Vater hervorbrachte, ihr Gemüt verdüsterten.
schönen Versprechungen und hundert süßer Liebes-. Worte ivar es Hedwig, als ivehe ein kalter Odem aus den Briefen in ihr warmes Empfinden hinein, als sei der Ton dieser Briefe künstlich gemacht, unwahr — unecht, affektiert. Vergebens suchte sie sich einzureden. das; sie alles durch eilte schwarze Lupe sehe, daß ihre bittere, traurige smumung üe Gespenster selten ließ, wo in Wirklichkeit alles klar tvar, es wollte ihr nicht aus dem Sinn, daß sich irgend ein Unglück vorbereite. Bis in ihre Träume verfolgte sie diese unbesiiminte Angst; wo sie ging und stand, war das wesenlose Schreckgespenst dieser geheimnisvollen Ahnung neben ihr.
Monate vergingen. Plötzlich stockten Willis. Briefe ganz. Nahezu fünf Wochen verflossen, ohne Hedwig eine Antwort auf ihren letzten Brief zu bringen. Gitte merkwürdige, beklemmende Furcht hielt sie zurück, durch eilte einfache An« frage nach dem Grunde seines Schweigens allen quälenden Zweifeln ein Ende zu machen. End-, lich teilte Willi ihr auf einer Karte mit, daß ck krank gewesen sei und zu seiner Erholung einige Woche-n aufs Land gehe, feine Adresse werde et ihr demnächst schreiben.
Es war ein wunderschöner, sonniger Maitag, als Hedwig diese Zellen empfing. .
Sie las die Karte dreimal, viermal, faltete
zweite deutsche Handwerks- und Gewerbekammer- tag zu Darmstadt für die Trennung von Fabrik und Handwerk angewandt wissen wollte, durchaus a!8 zutreffend gelten. Dieselbe lautet:
„Als fabrikmäßig sind nur diejenigen Gewerbebetriebe anzusehen, in welchen unter weitgehendster Verwendung von Maschinen durch Teilarbeit erzeugte Massenartikel auf Vorrat hergestellt werden, dagegen find als handwerksmäßige Betriebe nur solche anzusehen, welche ohne Rückficht auf die Größe und den Umfang derselben zur Herstellung von Erzeugnissen hauptsächlich handwerksmäßig und mit mehrjähriger Lehrzeit ausgebildete Arbeitskräfte erfordern und auf Bestellung dritter Arbeiten gegen Entgelt ausführen." _..a u_, _____,
Werden so auch die größeren, besonders I Einfluß auf das Konklave eine nicht zu ver- zahlungsfähigen Betriebe wenigstens der I kennende Wirkung ausgeübt und den WeZöhn- Gesamtorganisation des Handwerks erhalten, I lichen zum Siege verholfen habe.. Dieser Etn- so werden außerdem die Einzelorganisationen I stjmmigkeit gegenüber nehmen sich die Preß- eine Verstärkung ihrer Kompetenzen erfahren I stimmen Frankreichs recht seltsam aus. , Dort müssen , um auch ihrerseits die Handwerker I erklärt man frischweg, die deutsch - österreichisch- zum Eintritt anzuregen. I amerikanische Koalition habe im Konklave
>• ■ ü— I eine Niederlage gehabt, der französische Einfluß
Htnfrfimt I habe den Sieg davongetragen!
UmilyuUt I Aus dem Konklave wird noch vielerlei et»
Das Ausland trägt den Zoll. I zählt, oder richtiger das Erzählen beginnt erst Einen interessanten Beitrag zu der vielum- I recht, nachdem die eingeschlossen gewesenen Kon- strittenen Frage, ob durch einen hohen Zollschutz I klavisten sich wieder der Freiheit erstehn. Den die Lebensmittel im Inlands verteuert oder I tausendfältigen Geschichten und Gerüchten, die aber dadurch das Ausland gezwungen wird, I jetzt über Einzelheiten aus dem Konklave verum den Betrag des Zollsatzes niedriger seine I breitet werden. darf man ledoch nur eine Produkte zu verkaufen, finden wir in der I geringfügige Glaubwürdigkeit belmeffen. „Oesterreich-ung. ViehverkehrLztg. Diese von I Hebet die Familienverhältnisse des neuen einem der größten Diehkommissionäre am Wiener I Papstes gehen die Nachrichten noch immer aus» Viehmarkte herausgegebene Zeitschrift bringt einander. Entgegen der ursprunglichm Benn der Spitze ihrer Nummer vom 6. Juli | hauptung, die Mutter des 68jährigen Papstes folgende an die Adresse der österreichischen I lebe noch, darf man jedoch als sicher annehmen, Schafzüchter gerichtete Mitteilung: daß sie bereits verstorben ist, nach den einen
„Höherer Zoll auf Schafe in Frankreich, erst kürzlich, nach den anderen schon vor 10 Jahren. Mehrere Anfragen beantwortend, teilen wir I Der neue Papst hat sich den Namen Pius X. mit, daß der von den französischen Kammern I nicht in Anlehnung an P10 Nono, sondern an beschlossene Zollsatz für Schafe fürderhin 25 I Pius VII. beigelegt, der am 14. Marz 1800 Franks per 100 Kilogramm lebenden Gewichtes I in Venedig zum Papste gewählt wurde. ES beträgt. Der gegenwärtige Zoll beträgt 15 V2 kommt also in seiner Namenswahl em Stückchen Franks. Um die Differenz auszugleichen, muffen Lokalpatriotismus zur Geltung. Die Krönung in Ungarn die Schafe um 7-8 Heller per des Papstes wird voraussichtlich bereits am Kilogramm lebenden Gewichtes zurückgehen, kommenden Sonntage stattftnden, damit noch Ueber den Zeitpunkt des Inkrafttretens des I möglichst alle Kardinale, die zur Papstwahl ge- neuen Gesetzes verlautet nichts Bestimmtes. Da kommen sind, an ihr teilnehmen können. Die nur uoch die Sanktion durch den Präsidenten | bisherige päpstliche Wohnung ist in Gegenwart der französischen Republik hierzu fehlt, kann des Grafen Pecci, emes Vetters deS verstorbenen der erhöhte Zoll sehr bald eingeführt werden." Leo XIII., des Dekans der Protonotare und
Von österreichischer Seite, also von dem anderer Zeugen entsiegelt worden. Der neue Standpunkte des auswärtigen Lieferanten, wird I Papst, welcher vorläufig die Gemacher bewohnt.