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dem Kreisölatt für die Kreise Marburg md Krrchßaür.
Sonntags-ellage: Jllustrlrtcs Sonntagsblatt.
M 201
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Marburg
Dienstag, 28. Juli 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Ang. Koch, UnivcrsitätZ-Vuchdruckcrei Marburg, Markt 21. — Telephon 55,
38. Jahrg.
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für die Monate August und September auf die
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Eisenbahnfragen.
Wenn die Spurbahnen auch mit historischer Sicherheit bis in die Zeit der alten Griechen, ja sogar bis in die der Aegypter zurückzuver» folgen sind, so sind die Eisenbahnen, die mit selbsttätigen Lokomotiven betrieben werden, doch eine verhältnismäßig recht neue Einrichtung. Nachdem mancherlei Versuche mit halben Erfolgen vorausgegangen waren, erbaute als erster der Engländer George Stephenson im Jahre 1829 eine brauchbare Lokomotive. DaS Eisenbahnwesen nahm von diesem Augenblick an schnell einen gewaltigen und unaufhaltsamen Aufschwung. Bereits im Jahre 1830 wurde die Eisenbahn von Prag nach Lana gebaut, auf deutschem Boden verkehrte der erste Eisenbahnzug auf der Strecke Nürnberg-Fürth. Diese Strecke wurde im Dezember des JahreS 1835 eröffnet, noch nicht volle drei Jahre später pfiff die Lokomotive auch aus der Strecke Berlin- Potsdam. Und nun ging es mit Volldampf voraus. Jedes Jahr brachte neue Eisenbahnlinien, an deren Herstellung Staat wie Private den gleichen Anteil nehmen. So lange das Eisenbahnwesen in seinen Anfängen ruhte und seine Rentierung erst zu erproben war, lag es vornehmlich in den Händen des Privatkapitals. Jedoch bereits am Ausgang der 30 er Jahre des vorigen Jahrhunderts trat mehr und mehr der Staat als Bauunternehmer in den Vordergrund. Leider hinderte die deutsche Kleinstaaterei den einheitlichen und geschloffenen Eisenbahnbau. Und selbst heute, nachdem wir längst das einige Reich haben, senkt die Geltendmachung der Reservatrechte einiger Bundesstaaten ihre Schatten auf das deutsche Eisenbahnwesen.
In wirtschaftlichen Fragen sind die Meinungen der Parteien im Reiche ganz zweifellos gerade so geteilt wie in den politischen. So ist es bis auf den heutigen Tag noch eine Streitfrage, ob die Verstaatlichung der Eisenbahnen durch Preußen überhaupt eine praktische Maßnahme gewesen sei, die sich vom finanziellen Standpunkte aus bewährt habe. Noch geteilter sind die Meinungen bezüglich der Verwirklichung des Reichseisenbahngedankens, der sich in neuerer Zeit mit wachsender Stärke hervordrängt. Der preußische Eisenbahnsiskus befindet sich heute in
tlebermorgeii beginnt der neue Roman „Das Glück".
47 (Nachdruck verboten.)
Gefesselt.
Roman von Jenny Hirsch.
(Fortsetzung.'
Fünfzehntes Kapitel.
Alexis Warkoß legte vor dem Untersuchungsrichter in Potsdam nochmals ein umfassendes Bekenntnis ab und bat, man möge ihm den Anblick des gemordeten Maleville ersparen, welche Gunst ihm auch gewährt ward. Er wurde dem Schwurgericht schon für die nächste Sitzungsperiode zur Aburteilung überwiesen und kam mit einer verhältnismäßig kurzen Freiheitsstrafe davon. Nach Verbüßung derselben eröffnete sich für ihn allerdings die wenig erfreuliche Aussicht, an die Behörden seiner Heimat ausgeliefert zu werden, da sich herausgestellt, daß er dort noch mancherlei auf dem Kerbholz hatte.
Der glückliche Fang, welchen der Polizei- kommiffar Meienberg an Warkoß gemacht, blieb die einzige große Tat, die er in Potsdam vollführte, er wurde schleunig nach Berlin zurückberufen. Die Kriminalpolizei hatte in ihm eine Kraft erkannt, welche in einem größeren Wirkungskreise, wie ihn nur die Hauptstadt bietet, Verwendung finden mußte.
Wenige Stunden nach seiner Entlassung hatte Ernst v. Hildach den Polizeikommissar ausgesucht und ihm seinen innigsten Dank für
demBefitze aller Hauptbahnen oder der Vollbahnen der Monarchie, mit Ausnahme der Strecken Lübeck-Büchen und Eutin-Lübeck. Man hat nun aus dem Rückgang der Eisenbahneinnahmen in den beiden Vorjahren eine Anklage gegen das VerstaatlichüngSprinzip zu schmieden gesucht, dabei aber unbedacht gelassen, daß die allgemeine wirtschaftliche Stockung jener beiden Jahre den Rückgang der Eisenbahneinnahmen zur notwendigen Folge haben mußte.
Es überwiegt denn auch die Meinung ganz entschieden, daß die Verstaatlichung der Eiseu- babnen nicht nur wohltätig, sondern daß die einheitliche Verwaltung aller deutschen Eisenbahnen durch das Reich auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens das erstrebenswerteste Ziel sei. Diesem Gedanken, der selbst in der Reichsverfassung eine Grundlage besitzt, trat u. a. kein Geringerer als der Fürst Bismarck und zwar bereits in der Mitte der 70er Jahre näher. Aber damals wie auch noch heute wiesen die Bundesstaaten die Eisenbahngemeinschaft mit der Begründung zurück, daß dadurch ihre Reservatrechte geschmälert werden würden. Fürst Bismarck wußte, wie kein anderer, Ziele, die er sich einmal gesteckt hatte, zu erreichen. Seine Rücksichtnahme auf die Bundesstaaten überwog aber stets und unter allen Umständen alle sonstigen Bedenken und Wünsche. Er ließ den Einheitsplan fallen. Weniger geschickt wurde 25 Jahre später der Versuch zur Vereinheitlichung der Postwertzeichen unternommen. Auch er hatte nur in Bezug auf Württemberg Erfolg, Bayern gab sein Reservat nicht preis.
Der Bismarcksche Gedanke der Reichkeisen- bahngemeinschaft ist aber lebendig geblieben und steht gerade heute wieder im Vordergründe des öffentlichen Interesses. Nachdem bereits im Jahre 1896 die Betriebs- und Finanzgemeinschaft der preußischen und hessischen Bahnen beschlossen worden war, hat sich neuerdings auch die Main-Neckar-Bahn, an der auch die badische Staatsverwaltung beteiligt ist, der großen Eisenbahngemeinschast angeschlossen. Baden hat also zum Teil bereits ja gesagt und würde eine sich bietende Gelegenheit, sich der Gemeinschaft völlig anznschließen, zweifellos bereitwillig wahrnehmen, wenn sein; Interessen nicht zwischen Preußen und Bayern schwankten. In Württemberg ist der Gedanke der Reichseisenbahngemeinschaft dagegen jetzt bereits zum Allgemeingut geworden und seine Realisierung ist mit großer Sicherheit bereits in absehbarer Zeit zu erwarten. Anders Bayern. Aus nahe liegenden Gründen gibt dieser nach Preußen größte deutsche Bundesstaat während der Regentschaft keines seiner Reservatrechte auf. Haben aber einmal Baden und Württemberg Aufnahme in die Reichseisenbahngemeinschast gefunden, dann wird auch der Tag nicht ausbleiben, an welchem Bayern diesen Anschluß vollzieht. Auch die deutschen Mittelstaaten werden dann folgen. Gewiß und Tatsache ist, daß bei einer Vereinheitlichung des Eisenbahnwesens durch daS Reich
seine Bemühungen ausgesprochen, welchen Meienberg schmunzelnd in Empfang nahm.
„Was wäre auS mir geworden ohne Ihren Scharfsinn und Ihre Tatkraft!" rief Hildach.
„Eine längere Untersuchungshaft wäre Ihnen sicher gewesen, wenn es mir nicht gelungen wäre, den Kerl zu faffen," erwiderte Meienberg, „obwohl ich doch nicht glauben kann, daß die Geschworenen das Schuldig über Sie ausgesprochen haben würden."
„Wer weiß!" versetzte Ernst achselzuckend. „Sie sind mein Netter, ich bleibe mein Lebtag Ihr Schuldner."
„Ach, ich habe ja selbst ein unbezahlbares Vergnügen von der Geschichte gehabt, und sie trägt mir, wie man mir schon gestern in Berlin zu verstehen gegeben, auch noch Beförderung ein; was will man noch mehr?" lachte der Kommissar. „Indes," fügte er mit schlauem Augenblinzeln hinzu, „Eines möchte ich mit doch ausbitten, gibt's Hochzeit, so lasten sie mich'S wissen, ich möchte gern das schmucke Paar sehen.
„Hier meine Hand darauf!" rief Ernst lebhaft, setzte aber gepreßt hinzu: „Ich fürchte, so schnell wird eS damit nicht gehen."
„Kommt alles mit der Zeit!" tröstete der Kommissar, „grüßen Sie nur Ihre — Frau Annie, wollt' ich sagen, und die ganze Familie; stehe jeder Zeit zu Diensten, wünsche aber von ganzem Herzen, daß Sie meiner Hilfe nie wieder bedürfen."
Von dem Polizeikommisiar begab sich Ernst zum Regierungspräsidenten, von dem er einen längeren Urlaub erbat, der ihm in Anbetracht
denjenigen der Vorteil erwächst, die den Anschluß an die große Gemeinschaft nahmen, nicht etwa dieser selbst. Die Vorteile deS Großbetriebes liegen auf der Hand, sie sind auch von Hessen trotz der verhältnismäßig kurzen Zugehörigkeit zum preußischen Staatsbahnnetz schon lebhaft empfunden worden. Es geht da gerade so wie beim handwerksmäßigen Kleinbetrieb und dem fabrikmäßigen Großbetrieb. Die Betriebsbedingungen im Großen sind allemal günstiger als die im Kleinen. Es können infolge dessen auch die Tarifsätze billiger gestaltet werden, wenn anjdie Stelle vieler Einzel- ein Gemeinwesen tritt. Durch eine einheitliche Oberleitung wird auch der Fahrplan im Interesse der Reisenden verbessert werden können, indem von einheitlichen Gesichtspunkten aus die Anschlüsse geregelt und den Wünschen der Allgemeinheit Rechnung getragen werden könnte. Während sich jetzt die Eisenbahnverwaltungen der Mittel- und Südstaaten über Erstickung und Erdrückung durch das preußisch - hessische Kolossalnetz beklagen, würden sie, falls sie zu einer Reichseisenbahngemeinschast sich entschlössen, sofort Anteil an den Vorteilen und Gewinnen de8 Großbetriebes habe.
Umschau.
Die Hilfsaktion für das schlesische Ueberschwemmungsgebiet.
Zehn Millionen Mark beträgt der von der preußischen Negierung unter Vorbehalt der (sicher zu erwartenden) Genehmigung deS Landtags für die Ueberschwemmten in Schlesien zur Verfügung gestellte Kredit. Die Festsetzung dieses Betrags und die sofortige Flüssigmachung eines Teiles der Summe ist nach der „Nordd. Allg. Ztg." auf direkte Veranlassung des Ministerpräsidenten Gra'en Bülow erfolgt. In einer Besprechung sagt das halbamtliche Blatt u. a.: Man darf hoffen, daß auf diese Weise nicht nur die unmittelbaren Schäden der Ueber- flutung nach Möglichkeit gemildert werden, sondern auch den üblen Folgeerscheinungen großer Ueberschwemmungen vorgebeugt wird. Späterer Fürsorge bleibt die Sicherstellung der Ueberschwemmungsgebiete vor der Wiederholung solcher Katastrophen Vorbehalten. Auch nach dieser Richtung hin sind von der Regierung bereits vorbereitende Schritte getan worden.
Zur Staatshilse für Schlesien wird in einem Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." u. a. gesagt: „Durch die Bewilligung eines Kredits bis zur Höhe von 10 Millionen Mark für die schlesischen Ueberschwemmungen ist das Staats- minifterium in weitestgehender Weise allen berechtigten Forderungen entaegengelommen. Eine Million ist sogleich für die dringendsten Bedürfnisse verfügbar gestellt. Bis zu welcher Höhe der Rest des Kredits in Anspruch genommen werden wird, kann sich erst aus den genauen Erhebungen ergeben, die an Ort und Stelle vorzunehmen sind. Wie verlautet, hat
der Verhältnisse auch sofort bewilligt ward. Er beabsichtigte, eine mehrmonatliche Reise zu unternehmen und inzwischen seine Versetzung zu beantragen.
Auch seine Eltern und Elisabeth wünschten den Aufenthalt in Potsdam möglichst abzukürzen. An demselben Tage, wo auf dem alten Kirchhofe der Marquis von Maleville in der Frühe des nebeligen Herbstmorgens ohne Sang und Klang beerdigt worden war, trat die Familie die Reife nach Boberstein an. Annie bealeitete sie. Sowohl diese selbst, wie Frau von Hildach hatten Einwendungen gegen diese Einrichtung erhoben, sie waren jedoch von Elisabeth wie von dem Oberst siegreich bekämpft worden.
Beim Abschiede hatte Ernst indes Annie noch nicht dazu bewegen können, ihm eine bestimmte Verheißung für die Zukunft zu geben; mit rührenden Worten hatte sie ihn gebeten, nicht in sie zu dringen. Traurig hatte er sich gefügt, aber Elisabeth war ganz unwillig darüber.
„Du kannst Dich doch unmöglich für die Witwe jenes Elenden halten!" sagte sie vorwurfsvoll, „warum legst Du Ernst und Deinem Herzen Zwang auf?"
„Weil dieses Herz sich erst wieder an daS Glück gewöhnen muß, und weil ich eS mir nicht ertrotzen, sondern verdienen möchte," fügte sie leise hinzu.
Ernst verstand sie und küßte innig und ehrfurchtsvoll ihre Hand.
sich Graf Bülow für die Bewilligung dieser Notstandsgelder ganz besonders interessiert und bei seinen Kollegen im Ministerium so ort volles Verständnis für die Notwendigkeit raschen Handelns gefunden." In Berlin wird sich am Mittwoch unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Grafen PosadowSki ein Hilfskomitee für Schlesien bilden. Am Montag und Dienstag wird Kultusminister Dr. Studt die infolge deS Hochwassers gesundheitlich gefährdeten Gegenden Schlesiens bereisen. Auch in der Provinz Posen beträgt nach dem „Posener Tgbl.* der durch das Hochwasser der Warthe angerichtete Schaden mehrere Millionen Mk. Die Regierung wird um Hilfe gebeten.
Der Deutsche Kriegerbund und der Preußische Landes-Kriegerverband spendeten 10 000 Mk. für die Ueberschwemmten. Der Kaiser soll nun doch eingehende Berichte über den Notstand eingewrdert und einen sehr lebhaften tele- graphischenMeinungsaustausch mit den Ministern geführt haben. — Nach dem „Niederschles. Anz." ist in Wetterschütz ein Lehrer an TyphuS als wahrscheinliche Folge des Hochwassers gestorben. Mehrere andere Personen liegen krank darnieder. Auch in Dalkau herrscht Tyvhus. Der Kreisarzt trifft die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Ausbreitung der Krankheit.
Die Fördernng grohpolnis cher Pläne.
Hebet den „polnischen Nationalschatz", der „zur Vorbereitung der Unabhängigkeit Polens" dienen soll, macht die „Ostmark" bemerkenswerte Mitteilungen. Hiernach beträgt der Schätz rund 253000 Mk. In vier Jahren ist er fast um die Hälse angkwachsen, woraus zu ersehen ist, daß die polnischen Elemente derjenigen Einrichtung, die zugestandenermaßen dazu dienen soll, die aktive revolutionäre Propaganda vorbereiten zu helfen, von Jahr zu Jahr eine vermehrte finanzielle Unterstützung zuwenden. In diesem Zusammenhang gewinnt nachstehende Meldung der „Köln. Ztg." aus Wien erhöhtes Interesse: Der neue Landmarschall Gras Stanislaus Badeni hat sich „oben" glorreich einzuführen gesucht, indem er das alte Krakauer Königschloß auf dem Wawel, dessen prächtige Stanislaus-Kathedrale die höchsten Kostbarkeiten des altpolnischen Königtums, die Gräber von Königen und Feldherrn nebst altem Reichs- fchatz birgt, zur kaiserlichen Residenz einrichtet. Als Kaiser Franz Josef im Jahre 1890 in Krakau war, benutzte mau seine durch tiefste Huldigungen erzielte Zufriedenheit. Er stellte eine Räumung des großen Wawel-SchlosseS von dem österreichischen Militär, dem e8 als Kaserne und Spital diente, in Aussicht. Der Bürgermeister verkündete des Kaisers Aeußerung sogleich dem Volke als bestimmtes Versprechen. Aber die Sache kostete viele Millionen, welche die Polen gern für die Befreiung ihres KönigS- fchlosseS dem Kaiser obenrein zugeschoben hätten. Schließlich sind sie im Laufe von dreizehn Jahren Wohl darauf gekommen, daß Österreich
Nach Schluß der Manöver kam Joachim von Nöber nach Boberstein, und die Verlobung mit Elisabeth wurde nun öffentlich bekannt gemacht. Er war nicht ganz einverstanden damit, daß feine Braut den Winter in dieser Einöde, wie er sich ausdrückte, verleben wollte, aber Frau von Hildach erklärte sich außer Stande, jetzt schon wieder in die Gesellschaft zu gehen, und Elisabeth brachte ihr gern daS Opfer, da sie aus diesem engen Zusammenleben auch für daS Verhältnis der Tante zu Annie die besten Ergebnisse erwartete. So vertröstete sie denn den Geliebten auf das Wiedersehen am WeihnachtS- fefte und die Vereinigung im Frühling und überließ sich mit heiterem Sinne dem stillen Leben auf dem Lande, daS eine mannigfach anregende Geschäftigkeit mit sich brachte.
Es war so viel für die Familien der zahlreichen Bergleute und Gutsangehörigen zu tun, daß nicht ein Winter, sondern eine Reihe von Jahren dazu gehört hätte, die Pläne, welche in dem Kopfe und mehr noch in dem guten Herzen der jungen Gutsherrin entstanden, auszufahren; schon jetzt geschah aber viel, und sie fand ganz unerwartet in der Tante eine kluge Beraterin und energische Helferin.
Wohl konnte Frau v. Hildach eine gewisse Bitterkeit darüber, daß die prachtvolle Herrschaft ihrem Sohne entgehen sollte, nicht ganz überwinden, aber sie fügte sich als kluge Frau mit gutem Anstande in das Unvermeidliche.
(Schluß folgt.)