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Bierteljährlichcr Bezugspreis; bet bet Expedition 2 Mk., bet offen Postämtent 2,25 Mk. Kejcl. Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
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Marburg
Freitag. 24. Juli 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, UmvcrsttSts-Buchdruckerei 38.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55. *
Mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
_____________________________________Sormtags-eilager Jllustrirtes SonnLagsölatt.
daran u. a. die Herren Geheimrat Reinhardt, Dr. Wiesental, Dr. Bruhn, Direktor Cauer, Direktor Schwertzell, Prof. Dolkmann, Dr. Niep» mann. Die Vertreter deS Reformghmnasiums, Reinhardt und Schwertzell, verfochten mit Lebhaftigkeit und Wärme ihren Standpunkt, während von der andern Seite auf die schon früher dargelegten Bedenken hingewiesen wurde, die einer allgemeine Durchführung des neuen Systems entgegenstehen. Die Debatte gab bei aller Kraft, mit der die Gegensätze aufeinander- ftießen, doch dem auf beiden Seiten vorhandenen Bewußtsein Ausdruck, daß die Reformfreunde von der Reinhardtschen Richtung den Anhängern des alten Gymnasiums innerlich näher stehen als derjenigen Gruppe in ihrer eigenen Partei, die unter Führung von Friedrich Lange daS Rkformghmnafium als Mittel zur Beseitigung der klassischen Bildung benutzen möchte. Zum Schluß wurde folgende, von Direktor Cauer eingebrachte Resolution einstimmig angenommen:
Der niederrheinifche Zweigverband des allgemeinen Deutschen Gymnasialvereins, in Düsseldorf zu seiner zweiten Hauptversammlung vereinigt, begrüßt mit Genugtuung die beruhigenden Erklärungen, die im preußischen Herrenhause von den beiden höchsten Vertretern der Untcrrichtsverwaltung abgegeben worden find, und spricht die Erwartung aus, daß es nunmehr dem Gymnasium vergönnt sein werde, sich in stetiger Arbeit seiner Eigenart gemäß zu entwickeln und die üblen Nachwirkungen des Jahrzehntes 1891—1901 mehr und mehr zu überwinden.
giebt es Arbeit die Hülle und Fülle. — Muster- Gültig ist die Haltung, welche die italienische Regierung dem Vatikan gegenüber während der Zeit deS Interregnums entnimmt. Da» Kardinalskollegium hat keinen Anlaß zu Nagen. So ungestört und friedlich haben sich die Kon- Nave-Arbeiten noch niemals erledigen lassen, wie diesmal und wie bei der Wahl Leo XIII. Italien gewährt dem Vatikan nicht nur unbedingte Freiheit, sondern auch den kräftigsten Schutz. Auch in den anderen Ländern haben es die Staatsoberhäupter und deren Regierungen nicht an sympathischen Beileidskunt^ebnngen fehlen lassen.
Als interimistischer Staatssekretär für die Zeit der Sedisvakanz ist an die Stelle RampollaS der kaum vierzigjährige Monsignore Merry del Val auf Beschluß deS Kardinalskollegium» getreten. — Die Prophezeiungen über den neuen Papst, die flutartig sich ergießen, machen wir nicht mit. Bei allen diesen Prophezeiungen ist jedenfalls der Wunsch so sehr der Vater des Gedankens, daß diese Voraussagungen, so ernst und feierlich sie immer auftreten mögen, auch nicht den geringsten praktischen Wert besitzen.
Kaiser Wilhelm wird bei der Beisetzung deS Papstes Leos XHL, wie die „Tägl. Rundfch." erfährt, durch den Prinzen Friedrich Leopold von Preußen vertreten sein. — Von den Beisetzungsfeierlichkeiten ist zu erwähnen, daß die sogenannten Präkordien (Herz, Lunge usw.) de» Papstes in einer Urne nach der Kirche von St. Vincent und St. Anastasius gebracht und dort in einer Mauernische eingemauert wurden. Nachdem sodann die Einbalsamierung vollzogen war, wurde die Leiche von vier Geheimkaplänen bekleidet und von Nobelgardisten auf einem mit roten Seidendamast bedeckten Holzgerüst in den Thronsaal getragen und auf einen baldachin- überspannten Katafalk gehoben, an dessen Ecken vier Leuchter brennen. Dort blieb sie während deS Mittwoch. — Am Mittwoch Abend wurde die Leiche in die Peterskirche übergeführt. Den Zug dahin eröffneten zwei Edelknaben mit Windlichtern, Trompeter der Nobelgarde, Nobelgardisten und eine Abteilung Schweizergarde mit gesenkten Fahnen. Der Kapitän der Schweizergarde fitzt zu Roß. Gleichfalls zu Pferde folgte der Zeremonienmeister, darauf der offene mit rotem Tuch ausgeschlagene goldverzierte Leichenwagen. Ihn umgeben die büßenden Brüder mit brennenden Fackeln. Nobelgardisten und Schweizergarden mit gezogenem Degen folgen. Dazwischen schritten 15 Reitknechte in rote Livreen und violettfarbene Mäntel gekleidet, mit brennenden Fackeln. Ten Schluß dieses Teiles des Leichenzuges bildete der Stallmeister des Papstes auf einem Rappen, über dessen Sattel eine Decke von weißem AtlaS mit goldenen Schnüren herabhängt. Daran schloß sich der unabsehbare Zug der geistlichen Hand, alle mit dem Kreuz und der brennenden Kerze in der Hand. Die Kardinäle entfernten
Niederrheinischer Zweigverband des Allgemeinen Deutschen Gymnasial-
Vereins.
Ende Mai hielt in Düsseldorf der Niederrheinische Zweigverband deS Gymnafial-Vereins in Düsseldorf seine zweite Hauptversammlung ab, auf der Herr Gymnasialdirektor Dr. Aly-Marburg einen Vortrag über daS Thema: „Die gegenwärtige Lage des Gymnasiums, Hoffnungen, Sorgen, Wünsche"' hielt. Darin bot er eine vollständige Darlegung des gegenwärtigen Standes der gymnasialen Sache. Von dem Königlichen Erlaß ausgehend, der die Gleichberechtigung der drei höheren Schulen anerkannt habe, stellte er fest, daß schlimme Folgen, wie sie manche von dieser Maßregel gefürchtet hätten, bisher jedenfalls noch nicht eingetreten seien oder auch nur begonnen hätten. So sei zu hoffen, daß man sich auch in Universitätskreisen mit der Neuerung befreunden und die erhöhte Aufgabe, die durch den erleichterten Zutritt zum Studium den akademischen Lehrern zufalle, mit frischer Kraft bewältigen werde. Als einen erwünschten Erfolg der Aufhebung des Eymnasialmonopols begrüßte Direktor Dr. Aly die Tatsache, daß mehr als früher lateinlose Realschulen gegründet werden, und sprach die Hoffnung aus, daß hier und da in kleinen Städten Gymnasien, die nicht recht lebensfähig seien, in Realschulen verwandelt werden würden. Im Gegensatz zu dieser Loyalität, womit ein Ghmnasialmann den Wert der modern-realistischen Bildung würdigt, steht die betrübende Erscheinung, daß auS den Kreisen der Realschulen und ihrer Anhänger fortgesetzt Angriffe auf die Eigenart der gymnasialen Bildung gemacht werden, ohne Rücksicht aus den „Königsfrieden", den der Allerhöchste Erlaß gebracht habe. Redner gab nur einige Proben von solchen Angriffen, die durch ihre lieber- triebenheit sich selber schaden, und ging dann genauer auf die sehr viel ernstere Gefahr ein, die der klassischen Bildung von Seiten des Reformghmnasiums drohe. Ernster sei die Gefahr hier deshalb, weil an der Bewegung für Reformgymnasien Männer beteiligt seien, die persönlich den Anspruch erheben könnten, als
Umjchau.
Aus dem Vatikane.
Da? päpstliche Organ „Voce della Verita" veröffentlicht einen Bericht über die Einbalsamierung der Leiche Leo XIII., in dem es heißt: Man machte einen Einschnitt in die Brusthöhle und fand eine Flüssigkeit, deren Eigenschaft den Beweis für einen pleuritischen Vorgang lieferte. Der untere Mittellappen der rechten Lunge war leberartig verdichtet (die Aerzte hatten eine Hepatisierung der Lunge bekanntlich auch diagnostiziert.) Nach der Einbalsamierung wurde ein Protokoll abgefaßt, in dem die Diagnose auf Lungenentzündung mit nachfolgender Brustfellentzündung bestätigt wird. — Der Direktor der päpstlichen Museen und Bildergalerien machte eine Totenmaske und einen Abdruck der rechten Hand des verstorbenen Papstes. — Im Vatikan herrscht fortgesetzt in doppelter Beziehung eifrigstes Treiben. Einmal gilt es die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Papst abzuhalten, die wie bekannt, volle 9 Tage dauern, andererseits müssen die Einrichtungen für das bevorstehende Konklave getroffen und die dazu erforderlichen Vorbesprechungen der Kardinäle erledigt werden. Da
Freunde des klassischen Altertums und der aus ihm geschöpften Bildung zu gelten. Dieser Gesinnung, deren Haupt Vertreter Direktor Reinhardt in Frankfurt ist, ließ Herrn Aly volle Gerechtigkeit widerfahren, zeigte aber klar und nachdrücklich, daß trotzdem durch die Macht der Verhältnisse die Entwickelung in eine andere Richtung gedrängt werde. Es sei ein Irrtum zu glauben, daß das, wa8 in Frankfurt möglich gewesen sei, überall anders auch sich durchführen lasse; Redner warnte sehr entschieden vor der verstärkten Einführung des lateinlosen Unterbaues an Gymnasien, die seit- der Kasseler Versammlung der Reformschulmänner im November 1901 begonnen zu haben scheine. Auch die Einsetzung eines Generalin- spekiors für daS Resormschulwesen, die ja auch im Landtage lebhaftem Widerspruch begegnet ist, sei nicht unbedenklich, weil eS kaum zu vermeiden sei, daß dieser Posten praktisch zu einem Faktor der Agitation für lateinlosen Unterbau und damit für allmähliche Verdrängung der alten Sprachen werden würde.
Den Gedanken „Gott schütze uns vor unseren Freunden' wandte der Redner sodann nach einer anderen Seite, gegen den Versuch einer Umgestaltung des griechischen Unterrichtes, der in dem griechischen Lesebuche und den damit verbundenen gutachtlichen Aeußerungen des namhaften Philologen und Universitätslehrers von Wila- mowih-Möllendorff vorliegt. Aly hatte schon vor Jahr und Tag in einer frisch und mit überzeugender Kraft geschriebenen Broschüre gezeigt, daß es für die Schule nicht angehe, die Betrachtung der griechischen Literatur in eine rein historische, kritische Analyse zu verwandeln, daß vielmehr die Freude am Klassischen, am Großen, Erhabenen und Erhebenden, das die Helenen geschaffen hätten, im Unterrichte stets ihr Recht ' behaupten müsse. Dasselbe führte er nun hier auS und wies im Zusammenhänge damit auf die auffallende Parteinahme hin, mit der die neue, von zwei Vortragenden Räten des Kultusministeriums herausgegebene Monatsschrift zu Gunsten des Buches von Wilamowitz eingetreten sei. In dieser Monatsschrift sah der Vortragende überhaupt eine Gefahr für die — im Prinzip gerade auch von ihren Herausgebern gewünschte — Freiheit der Betätigung innerhalb des höheren Lehrerstandes. Demgegenüber konnte er schließlich mit ungeteilter Zustimmung von den letzten maßgebenden Aeußerungen des Herrn Kultusministers selbst, sowie des Ministerialdirektors Althoff berichten, die beide im Herrenhause kürzlich den klassischen Studien ihren Schutz zugesagt, und zugleich dem Uebereifer, womit in Versammlungen, in der Presse und zum Teil auch innerhalb der Regierungskreise sür allgemeine Durchführung des Reformlehrplanes gewirkt wird, einen herzhaften Dämpfer aufgesetzt haben.
Die Debatte, die sich an diesen Vortrag anschloß, war sehr lebhaft. Es beteiligte« sich
Bestellungen
für die Monate August und September auf die
„Oberhefsische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain und Neustadt, sowie von allen Post- aüstalten und Landbriesträgern entgegengenommen.
44 (Nachdruck verboten.)
'— Gefesselt.
Roman von Jenny Hirsch.
IFortletzuna.)
Es war bereits zu spät, um Warkoß noch an demselben Tage nach Potsdam abzuführen, er ward deshalb für die Nacht in einer Zelle des Gewahrsams der Kriminalpolizei untergebracht. Der Polizeikommissar Meienberg fuhr aber noch mit dem Nachtzuge nach Potsdam zurück; er hatte den Amtsrichter Greger telegraphisch ersucht, ihn zu erwarten.
Mitternacht war vorüber, als der Pvlizei- kommiffar an der Tür des Hauses in der Jäger- allee in Potsdam schellte, in welchem der Amtsrichter Greger die Wohnung im Erdgeschoß inne hatte. Er kam selbst, um zu öffnen, und führte den späten Gast sogleich in fein hellerleuchtetes Arbeitszimmer.
„Da sind Sie ja endlich, Herr Meienberg!' rief er ihm statt deS Grußes entgegen. „WaS bringen Sie? WaS bedeutet Ihr geheimnisvolles Telegramm?'
„Daß wir ihn haben! Daß er in Numero Sicher in Berlin fitzt und morgen hierher transportiert wird," antwortete Meienberg, sich die Hände reibend.
Greger machte große Augen. .Wen haben Sie?"
„Den Mörder des Marquis von Maleville," erwiderte Meienberg, sich an dem Staunen des anderen weidend, während et auf einen Stuhl in der Nähe des Schreibtisches zuging, „aber erlauben Sie, Herr Amtsrichter, daß ich mich
setze, ich kann mich kaum noch aus den Füßen halten."
„Und die Zunge scheint Ihnen auch am Gaumen zu kleben," sagte Greger, indem er zum Sophatisch trat und auS einer dort befindlichen Flasche Rotwein in ein Kelchglas goß. „Ich habe Ihnen schon eine Stärkung bereit- gestellt ; trinken Sie und dann erzählen Sie schnell; ich brenne vor Begierde."
„Danke," versetzte Meienberg, nahm daS Glas und trank es, während er fick gemächlich in den Stuhl zuiücklehnte, mit Behagen aus; es schien ihm einen Kitzel zu gewähren, den in der äußersten Erregung vor ihm Stehenden noch ein wenig auf die Folter zu spannen.
„Ah, das tut gut," sagte er, nachdem er das Glas geleert und neben sich auf den Tisch gestellt, „und nun hören Sie meinen Bericht, Herr Amtsrichter, aber setzen Sie sich doch, die Geschichte ist lang."
„So sagen Sie mir nur vorher, wer ists?" sagte Greger immer noch vor ihm stehend.
„Ein gewisser Alexis Warkoß, ein Deutschrusse, ein Spießgeselle des Ermordeten."
„Stand er in Verbindung mit dem Assessor von Hildach oder mit der Wilson?" fragte der Amtsrichter und es klang schon recht kleinlaut.
„Ebensowenig wie mit Ihnen oder mit mir.
Beide sind vollkommen unschuldig."
Jetzt sank Greger in seinen Stuhl. „Und beide bringen die Nacht im Gefängnis zu."
„Lassen Sie sie nur dort, sie werden hoffentlich schlafen, denn sie haben ein gutes Gewissen," erwiderte Meienberg mit einer gutmütigen - Ironie, „morgen bei guter Zeit wecken wir sie
mit der Nachriat, daß sie frei sind; die atme Kleine ists sogar in doppelter Beziehung."
„Sie meinen es gut, Meienberg, ober Sie scherzen mir den Kummer über den begangenen Mißgriff doch nicht weg," entgegnete der Amtsrichter traurig.
„Kommt alles vor," tröstete der Kommissar, „und wie die Dinge lagen, konnten und dursten Sie gar nicht anderes handeln."
„Sie olavbten aber doch nicht an die Schuld der Verdächtigten."
„Hätte sie an Ihrer Stelle trotzdem verhaften lassen; gut wars freilich, , daß ich anderer Meinung war, sonst hätte ich vielleicht die richtige Fährte nicht so schnell gefunden."
„Erzählen Sie jetzt, wie das zugegangen ist," versetzte Greger.
Der Polizeikommiffar sah noch eine kleine Weile nachdenklich vor sich hin, als wolle er sich seine Erzählung zurechtlegen, dann begann er.
„Da ich den Afleffor von Hildach und die junge Frau weder für die Mörder deS Marquis, noch für die Mitschuldigen deS Mörders halten konnte, ein Raubmord nach Lage der Sache aber auch nicht zu vermuten war, so stand eS für mich fest, daß der Franzose mit einem Genossen seiner Abenteuer in Streit und Handgemenge geraten und dabei umgekommen sei. Es handelte sich für mich darum, diesen Genossen ausfindig zu machen. Den ersten Anhaltspunkt boten mir die Stiesel deS Assessor» von Hildach."
„Die Stiefel?"
,3a."
„Deshalb fragten Sie Hildach so genau darnach."
„Deshalb; er war ungehalten genug darüber," lachte der Kommissar und erzählte nun, wie er im Zimmer des Marquis Nachforschungen gehalten, die um die Karten gewickelten Papierfetzen gefunden, daraus die teilweise Adresse des Warkoß erfahren und sich seinetwegen telegraphisch mit der Berliner Kriminalpolizei in Verbindung gesetzt habe.
„Als ich nach Berlin kam, war schon ein gutes Stück Arbeit getan," fuhr er fort, „man hatte sestgestellt, daß im Hotel du Nord ein Alixis Warkoß wohne, der eine Schwindlerexistenz führe, und hatte auch herausgebracht, daß er gestern abend nach Potsdam gefahren und in der Nacht erst zurückgekommen war; er stand daher schon seit ein paar Stunden unter unausgesetzter Beobachtung. Ich ging zunächst nach der Junkerschen Schuhwarenhandlung in der Leipzigerstraße, gab mich für einen Bevollmächtigten des Herrn Warkoß aus, der den Auftrag habe, für ihn noch genau ein solche» Paar Stiefel zu besorgen, wie er und auch der Assessor von Hildach in Potsdam vor etlichen Tagen gekauft habe —"
„Und es traf zu?" unterbrach ihn der Amtsrichter, für dessen Ungeduld die Erzählung zu langsam ging.
„Es traf zu," nickte Meienberg, „ich hatte einen Beweis mehr gegen ihn in Händen und ging damit nach dem Hotel du Nord."
In etwas behaglicher Breite schilderte et bann, wie er sich Eingang in das Zimmer des