mit -em Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain.
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Sonntagsbeilager Jllustrirtcs Sonntagsblatt.
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Marburg
Dienstag, 21. Juli 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Umvcrsitäts-Buchdruckeret Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg..
Die Wassersnot in Schlesien.
Das Hochwasser hat in Schlesien von neuem eingesetzt. Wie au8 Glogau gemeldet wird, stieg die Oder in den letzten Tagen ununterbrochen. Der ganze Stadtteil um den Dom wurde unter Wasser gesetzt. Fast in allen Häusern durchflutete das nasse Element die unteren Stockwerke, zum Teil einen Meter hoch. Der Damm zwischen Glogau und Oberau ist wahrscheinlich schon gerissen; Bei einem weiteren Steigen des Wassers wird befürchtet, daß die Hauptoderbrücke sortgeschwemmt wird. In dem Dorf Priedemost stehen 2 500 Morgen unter Wasser. In Schrepau arbeiten fortgesetzt Pioniere und Jnfanteriemannschaften an der Erhaltung de8 teilweise gerissenen Dammes. In Neusalz a. O. mußten die Häuser an dem Strom geräumt werden. Bei Bobering ist eine Familie, die ihr Vieh retten wollte, ertrunken. In Deutsch-Wartenberg (Kreis Grünberg) ertrank bei den Rettung?arbeiten ein Dammmeister.
Die „Tägl. Rundschau" schreibt zu der Katastrophe: Das Hochwasser in Schlesien hat in diesen Tagen wiederum unberechenbaren Schaden angerichtet. Können auch die Folgen verheerender elementarer Ereignisse niemals vollständig durch menschliche Kraft aufgehoben und unschädlich gemacht werden, so lassen sie sich doch durch energische Abwehr-Maßregeln, in diesem Falle durch Flußregulierungen und Eindämmungen, mildern. Die wiederholten Hochwasserkatastrophen in Schlesien haben schon mehr Millionen verschlungen, als die kostspieligsten Flußregulierungen, Deich- und Dammbauten erfordern würden. Der von dem Hochwasser diesmal betroffenen Bevölkerung hat sich eine verzweifelte Stimmung bemächtigt und manch'e bittere Klage wird laut. „Für Denkmäler und Enthüllungsfeierlichkeiten" — heißt es in einem der uns vorliegenden schriftlichen Berichte — „ist Geld immer vorhanden, für unsere Flußregulierungen und Eindämmungen reichts nicht!" In dieser Klage liegt ein shmptomatischesAnzeichensürdieganzeStimmung, welche die maßgebenden Regierungskreise nicht unbeachtet lassen sollten. — Nach einer Breslauer Meldung übergab der Oberpräsident Michaelis 20000 Mk. zur Beschaffung von Lebensmitteln und Futter, zur Desinfizierung, namentlich der Brunnen, und zur Beschaffung von Unterkommen für die Obdachlosen. — Die Flußregulierung der Oder ist eine alte Forderung der konservativen Partei, die Jahr für Jahr von den Konservativen und dem Bunde der Landwirte im Abgeordnetenhause beantragt, von der Negierung und den liberalen Parteien aber in doktrinärer Hartnäckigkeit wieder und immer wieder abgelehnt worden ist. Die Folgen dieser Unzweckmäßigkeitspolitik treten jetzt erschreckend zu Tage. Und trotzdem fürchten wir, daß auch jetzt nichts geschehen wird, ehe die Hanncv:rschen
41 (Nachdruck verboten.)
- Gefesselt.
Roman von Jenny Hirsch.
(Fortsetzung.)
Jetzt trat ihm der Fremde einen Schritt näher und sagte: „Herr Warkoß, welche Gründe Sie auch haben mögen, Ihren Freund zu verleugnen, Sie sollten das nicht tun, denn es ist ein Sterbender, der Sie zu sich rüst."
Warkoß schüttelte energisch den Kopf. „Ich kenne keinen Marquis von Maleville, lassen Sie mich in Ruhe."
Er wies nach der Tür. Der andere rührte sich nicht von der Stelle.
„Ich bedauere, Ihrer Aufforderung nicht Folge leisten zu können," erwiderte er immer noch sehr höflich aber sein Ton hatte eine gewisse ironische Beimischung, „ich habe den bestimmten Auftrag, Sie an das Sterbebett des Marquis zu geleiten."
Warkoß sah jetzt den vor ihm Stehenden genauer an und wurde von einer lebhaften Unruhe erfaßt. „Wer find Sie, mein Herr?" fragte er.
„O, mein Name tut nichts zur Sache, ich bin ja nur der Beauftragte Ihres sterbenden Freundes."
„Aber ich habe keinen sterbenden Freund!" rief Warkoß mit dem Fuße stampfend.
. „Sie wähnten, er sei schon tot," sagte der andere und trat jetzt ganz dicht an ihn heran, '„nun denn, Herr Warkoß, der Irrtum war aus Ihrer Seite. Der Marquis ist noch einmal !ju sich gekommen."
Cementfabrikanten und Bremer Rheeder ihr Mittellandkanälchen bewilligt erhalten haben. — Die Kaiserin hofft, daß der Vaterländische Frauenverein seine erprobte Tätigkeit aus Anlaß der bedauerlichen UeberschwemmungSnot von neuem bewähren werde, und ließ dem Verein 1000 Mark zu gehen.
Hebet eine der militärischen Bravourleistungen im schlesischen Hochwaffergebiet wird der „Schl. Ztg." aus Frohnau berichtet: Leutnant Zimmer im 156. Jnf.-Reg. zu Brieg war mit 50 Mann nach Frohnau entsendet worden, um den auf das äußerste gefährdeten Neiffedeich zu halten. Frohnau begann von dem ton der Oder her rückstauenden Neissewasser vollzulaufen; etwa drei Kilometer oberhalb der Ueberlaufstelle ergoß sich das Wasser schon mehrere Meter breit über den Damm. Dabei stieg die Flut sehr schnell. Trotzdem beschloß Leutnant Zimmer den Deich zu halten. Er und seine Leute arbeiteten unermündlich, zum Teil bis an die Arme im Wasser stehend, mit Aufbietung aller Kräfte, so daß es schließlich gelang, das Wasser zurückzudrängen und den Deich zu retten. Erst nachdem alle Gefahr vorüber war, nach vierzehn- stündiger ununterbrochener heroischer Tätigkeit verließen die Braven ihren Posten.
Umschau.
Zur Rechtfertigung der serbischen Königsmörder
veröffentlicht der ehemalige serbische Ministerpräsident Dr. Vladen Georgewitsch in der „Zukunft" einen gedankenvollen Aussatz, der etwa mit den Worten schließt: Setzt man auch den tobenden Ozean, der den Schiffer mit seinem Schiff verschlingt, auf die Anklagebank. Der Perserkönig, der das widerspenstige Meer peitschen ließ, hat sich für alle Zeiten lächerlich gemacht. In dem Aufsatz wird an der Hand historischen Materials der Nachweis erbracht, daß Alexander während seiner Regierung das Maß deffen, was ein Volk zu tragen vermöge, voll und zum Ueberfließen gemacht habe. Was Alexander vor seiner Verbindung mit Draga tat, grenzte an Wahnsinn, was er mit dieser im Verein beging, war eine Kette von Verbrechen. Meuchelmord und Verbannung waren dem Könige ganz gewöhnliche Mittel, um zu seinem Ziele zu gelangen. Der Exminister erzählt unter anderem, daß auf Befehl Alexanders der Mörder gedungen wurde, der das Attentat gegen den Exkönig Milan zur Ausführung brachte, weil dieser die Vermählung seines Sohnes mit der übel beleumundeten Draga Maschin zu verhindern bemüht war. Er erzählt, wie Alexander Attentate gegen seine Person fingierte, um mißliebige Männer aus dem Wege zu räumen und die Verfassung zu stürzen. Er erinnert an die endlose Reihe der Ministerien, mit denen Alexander während seiner
„Das ist nicht möglich!" rief Warkoß sich vergeffend, fügte aber sogleich sich verbeffernd hinzu: „Ich wollte sagen, es ist nicht möglich, daß ich gemeint bin, wahrscheinlich ein anderer Warkoß
„Alexis Warkoß aus Warschau, so lautet Ihr Name. Doch spielen wir nicht länger Verstecken. Ich bin der Polizeikommissar Meienberg und bin gekommen, um Sie zu ver- hasten."
Warkoß prallte zurück, setzte sich aber sogleich wieder aufs hohe Pferd. „Mir scheint, ich habe es mit einem Wahnsinnigen zu tun. Verlassen Sie augenblicklich dieses Zimmer, oder ich rufe um Hilfe."
„Die ist ganz in der Nähe, ich habe sie mitgebracht," erwiderte der Polizeikommissar; „je weniger Lärm Sie machen, desto bester wird es für Sie sein."
„Herr, nehmen Sie sich in acht; ich bin russischer Untertan! Unsere Botschaft —"
„Schützt keinen Mörder," fiel der Kommiffar ein und fügte, ohne ihm Zeit zu einer Entgegnung zu lassen, hinzu: „Sie haben gestern abend zwischen acht und neun Uhr im Neuen Garten in Potsdam den MarqniS von Maleville räuberisch überfallen und ihn tödlich verwundet."
„Das ist nicht wahr, daS lügt et angesichts des Todes!" schrie Warkoß. „Ich habe nichts weiter getan, als mich meiner Haut gewehrt!" Er bereute sofort dieses rasche Wort, aber es war bereits zu spät.
„Ah, Sie erinnern sich jetzt seiner," sagte der Polizeikommiffar, „ich wußte es ja, man
Regierungszeit abwirtschaftete und erwähnt mit grimmigem Spott, daß Serbien ein Verlobungs-, ein HochzeitS- und ein Hebammen-Ministerium gehabt habe. Politiker von Ruf und Männer von Ehre wiesen die Berufungen in das Kabinett,, seitdem Draga die Zügel führte, zurück. ES wurden ganz untergeordnete Personen, Kanzlisten und Bureaubeamte, zu Ministern ernannt. Und als das Verlobungsministerium berufen wurde, da gelang es dem Könige auch nur unter Anwendung von Drohungen selbst diese käuflichen Seelen zur Annahme von Ministerportefeuilles zu bewegen. Dr. Vladen Georgewitsch bezeichnet die Katastrophe im Konac als die Verzweiflungstat eines um seine Existenz kämpfenden Volkes, nicht als das Werk eines einzelnen Menschen. Und sollten die an der Ermordung beteiligten Offiziere zur Verantwortung gezogen werden, dann würden es sich sämtliche Offizierkorps des tapferen serbischen Heeres zur Ehre anrechnen, sich mit den Angeklagten solidarisch zu erklären. — Wir geben gern zu, daß einem bei bet Lektüre deS Berichts die Haare zu Berge stehen über die von Alexander und seiner Draga verübten Greuel; wir gehen sogar einen Schritt weiter und bekennen, daß, wenn diese wahnsinnige Wirtschaft noch weiter fortgesetzt worden wäre, ganz Serbien dem Ruin verfallen wäre. Das alles aber kann den bestialischen Mord nicht entschuldigen. Die Vertreter der serbischen Armee und des serbischen Volkes hätten den tollen Alexander zur Abdankung zwingen und ihn bei Androhung der Todesstrafe deS Landes verweisen können, sie hätten sich damit ein Verdienst erworben, das niemand ihnen geschmälert hätte. lieber den gräßlichen Mord herrscht außerhalb der serbischen Grenzpfähle nur eine Stimme, und diese verurteilt die meuchelmörderische Tat der elften Juninacht.
Fortschritte der Lebensversicherung in Deutschland.
Nach der statistischen Abhandlung über „Zustand und Fortschritte der deutschen Lebensversicherungs-Anstalten," welche demnächst für das Jahr 1902 zur Veröffentlichung gelangt, ist der Zugang an Lebensversicherungssummen bei den deutschen Gesellschaften im vorigen Iahte wiederum größer als in allen Vorjahren gewesen. Von den 45 deutschen Gesellschaften, die sich mit dem Betrieb der Lebensversicherung — d. h. der regulären Kapital-Versicherung einfach auf den Todesfall sowie bet abgekürzten Versicherung mit Zahlbarkeit beim Tobe ober nach Erreichung eines bestimmten Mets — beschäftigten, wurden im Jahre 1902 insgesamt 122 077 neue Lebensversicherungen über 571741452 Mark abgeschlossen. Dagegen bezifferte sich bei ihnen der Abgang an Lebensversicherungen zusammen auf 70553 Policen Über 285 500 142 Mark, wovon 22 992 Ver-
mußte Ihrem Gedächtnis nur in geeigneter Weise zu Hilfe kommen."
Warkoß wollte sich wieder aufs Leugnen legen und behauptete, der Polizeikommiffar habe seine Aeußerung mißverstanden. „Ich bin Ausländer, ich drücke mich mangelhaft aus —" wollte er sich entschuldigen.
„Dafür haben Sie ihre Stiesel, die Sie in dem Junketschen Geschäft in der Leipzigerstraße gekauft haben, auf dem Schauplatz ihrer Tat recht lesbar eingedrückt," sagte der Beamte und schaute dem Abenteurer auf die Füße.
Jetzt ward Warkoß erdfahl: „Das geht nicht mit richtigen Dingen zu," murmelte er.
„Alles Leugnen ist nutzlos, wir wissen, daß Sie der Mörder find."
„Nein, ich bin kein Mörder, das lügt der Elende; das eigene Leben, daS er bedrohte, habe ich gegen ihn verteidigt!" schrie jetzt Warkoß.
„Wenn sich die Dinge so verhalten, haben Sie um so weniger Grund, den Vorfall in Abrede zu stellen," sagte der Polizeikommiffar; „folgen Sie mir."
„Aber, mein Herr, Sie sehen doch, daß ich im Begriffe bin, abzureisen."
Der Kommissar lächelte. „Ich hätte Sie nicht für so naiv gehalten, Herr Warkoß, Ihre Abreise wird nicht stattfinden."
„Lassen Sie mich fort, was kann Ihnen daran liegen, mich hier zu behalten?" bat Warkoß. „Davon wird Maleville nicht wieder gesund, und, unter uns gesagt, viel verliert die Welt nicht an ihm."
„Das habe ich nicht zu entscheiden, ist auch
sicherungen über 88594 440 Mark durch den Tod der Versicherten und 5007 Versicherungen über 27168297 Mark durch Zahlbarwerden bei Lebzeiten der Versicherten endigten.
Der Zugang überstieg den Abgang um 51524 Policen und 286 241310 Mk. Summe. Um diese Zahl und Summe hat sich also im vorigen Jahre bei den 45 deutschen Lebensversicherungs-Anstalten der Bestand an Todesfall-Versicherungen erhöht. Derselbe stieg dadurch zu Ende des Jahre« auf 1608 455 Policen über 6 993 804 522 Mk. Hieran waren die bedeutendsten Anstalten mit folgenden Summen beteiligt:
Gotha lgegr
Stuttgart ( .
2llte Leipziger ( ,
Stettiner Germania ( „
Victoria ( „
Karlsruhe ( ,
1827) mit 824 514 680 Mk 1854) , 632 386112 , 1830) . 619272 300 , , 1857) , 594 646 868 , 1861) , 552 794 993 , 1864) „ 493155 267 ,
Summa 3 716 770 220 Mk
Auf diese sechs Anstalten entfiel demnach die gute Hälfte (53,1 °/0) des ge-amten LrbenS- versicherungsbestandes der 45 Gesellschaften.
Papst Leo Xlll.
Trotzdem Papst Leo XIII. die Nacht zum Sonnabend voriger Woche schlaflos verbracht hatte, besserte sich sein Zustand im Laufe de8 Tages doch so bemerkbar, daß seine Umgebung wieder neue Hoffnung schöpfte. Diesem Aufflackern der Lebensenergie ist indessen überraschend schnell eine so akute Verschlimmerung gefolgt, daß das Ableben des Papstes stündlich erwartet werden muß. Am Sonntag vormittag 9 Uhr wurde folgendes Bulletin ausgegeben: Die Nacht verlief ohne Schlaf und wenig ruhig, der deprimierte Kräftezustand hält an. Puls regelmäßig aber schwach. Utr 10 Uhr 45 Min. verbreitete sich das Gerücht, daß der Zustand des Papstes sehr, schlecht geworden sei. Um 10 Uhr 50 Min. wurden durch Eilboten der Großpönitentiar Kardinal Serafino Vannutelli und der Kardinal-Kämmerer Oreglia in den Vatikan berufen, die schleunigst eintrafen. Der Großpönitentiar wird nur zu Sterbenden gerufen, um diesen die Absolution zu erteilen. Um 11 Uhr 50 Minuten wurde offiziell bekannt gegeben: Seine Heiligkeit Papst Leo XIII. liegt im Sterben. — lieber die Nacht zum Sonntag berichten die Blätter: Der Papst war erregt, hatte keinen Schlaf, ruhte auch nur vorübergehend. Alles wachte irn Vatikan. Professor Mazzoni erschien des Morgens um 8 Uhr und weilte eine Stunde bei dem Kranken. Er teilte mit, daß er nur eine kurze Untersuchung habe vornehmen, in derselben jedoch habe feststellen können, daß der durch die Brustfellentzündung erzeugte Kräfteverfall, unterstützt durch die Schwäche des hohen Lebensalters fort sch reit e und sich seit Sonnabend verstärkt habe. Die Gefahr sei groß, jedoch nicht so, daß der Papst den Sonntag
für den vorliegenden Fall belanglos," entgegnete Meienberg kalt. e
„Herr Kommissar, leben und leben lassen, sagte Warkoß mit leiser Stimme und legte ihm vertraulich die Hand auf die Schulter, „ich bin gut bei Kasse; wollen Sie fünf-, wollen Sie zehntausend Mark?"
Meienberg stieß ihn unsanft zurück.
„Vergessen Sie nicht, daß wir in Deutschland sind," sagte er hart, „und nun genug des unnützen Hin- und Widerredens." Er öffnete die Tür. Ein paar Polizeibeamte, welche auf dem Vorplatz gewartet hatten, traten ein. Ter Kommissar bedeutete sie, die Sachen des Verhafteten zu untersuchen. Man fand außer den Stiefeln, die ebenso genau wie die deS Assessors von Hildach dem genommenen Maß entsprachen, ganz unten im Koffer ein Hemd, dessen Vorder- einsah und Manschetten mit Blut befleckt waren. Es hätte dieses redenden Zeugen nicht erst bedurft, der Verbrecher war ohnehin überführt.
Der Polizeikommiffar ließ eine Droschke holen und brachte Warkoß nach dem Polizeigebäude am Molkenmarkt, wo das erste Verhör mit ihm angefteHt ward, worauf seine Heber« führung nach Potsdam stattfinden sollte.
Meienberg hatte ebensowenig Ernst tot Hildach für den Mörder gehalten, wie er AnnieS kindlichem Geständnis Glauben geschenkt, und wenn er diese Anschauung nicht ausdrücklicher ausgesprochen hatte, so war dies nur gestehen, weil er durch die Verhaftung des Assessors de» wahren Täter sicher zu machen hoffte. Diese» vermutete er aber in einem Spießgesellen W