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Erstes Blatt

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liegt der einzig mögliche Schutz vor den zu be­fürchtenden Schäden. Eine überaus wertvolle SchriftEntstehung und Entladung der Ge- Witter, sowie ihre Zerstreuung durch den Blitz- kämm von R. Klimpert, Bremerhaven, Verlag von L. v. Vangerow, 1902", welches de« im Vorigen skizzierten Gegenstand in sehr an­ziehender, gründlicher und erschöpfender Weise unter Beifügung zahlreicher Beispiele und mit Konstruktionsanweisung des Blitzkammes und Blitzschirmes behandelt, sei hiermit auf daS angelegentlichste empfohlen.

Da im Probieren die beste Garantie für die Richtigkeit einer Idee oder Hypothese liegt und die beste Kritik geübt wird, so wäre eS er­wünscht, wenn recht bald die Mittel beschafft werden könnten, den vor 150 Jahren von Di» visch gemachten Versuch endlich unter gleich­zeitiger Verwendung der Blitzkämme für Ge­bäude zu wiederholen.

Ich habe mir als geeignete Gegend die SW. von Kassel mit dem pomologischen Institut als Mittelpunkt und Beobachtungsort gedacht, da nach meinen 42jährigen meteorologischen Be­obachtungen diese Gegend die Eingangspforte der von SW. aufsteigenden Gewitter in das Kasteler Becken ist.

Es wäre sehr erwünscht, wenn vorstehende Skizze recht vielen Nachdruck erführe, damit zahlreiche Leser des Buches von Klimpert ge­wonnen werden, die dann aber auch ihre Stimme energisch für Anstellung von praktischen Ver­suchen erheben.

Kassel, im Juli 1903.

Professor Dr. Möhl.

war in den 1000 Jahren seiner Existenz vor jedem Blitzschaden bewahrt geblieben.

Für die 10 Millionen Mark jährlicher Ent­schädigung für Blitzbrandschäden in Deutschland könnte man 100 000 Gebäude mit guten Blitz­ableitern oder an 150 000 mit Blitzkämmen versehen. Zur Aufmunterung zur Anlage von Blitzableitern liefert die Hannöversche land­schaftliche Brandkaffe ein sehr nachahmenswertes Beispiel, indem sie eine Beitragsermäßigung von 1550 Pfg. für je 1000 Mk. Versicher­ungssumme bei Gebäuden mit vorschriftsmäßigen Blitzableitern gewährt, zu niedrigem Zinsfuß einen Beitrag zu den Anlagekosten gibt und alle 4-5 Jahre die Blitzableiter der versicherten Gebäude untersuchen und prüfen läßt.. Die ostpreußische Landfeuer-Sozietät sucht die An­lage von Blitzableitern dadurch zu fördern, daß sie die Hälfte der Anlagekosten bestreitet.

Aller nicht bloS in den Gebäuden, sondern auch im Felde sollen Mensch und Tier geschützt sein, und dies ist unmöglich, wenn man den Ausbruch eines Gewitters und damit zugleich seine so häufigen Begleiterscheinungen, wie Hagel, Wolkenbrüche usw., gänzlich vereitelt. DieS ist nach dem Vorgang von Divisch durch Aufrichtung von Blitzschirmen in genügender Zahl und an geeigneten Punkten möglich. Der Erdball ist in ungeheurer Menge stets mit negativer Elektrizität geladen. Ein herauf­ziehendes Gewitter läßt seine positive Elektrizität nach unten gehen, die Spitzen der Blitzableiter, der Blitzkämme und Blitzschirme gleichen durch Jnfluenzwirkung die elektrische Spannung aus, die Entladung durch Blitze wird gänzlich ver­hindert. Ein Blitzableiter ist also ein Blitzver- Hüter. So hat die Wissenschaft dem Menschen die Macht gegeben, die in wilder Flucht ent« fesselten Elemente zu besänftigen, zu beherrschen und in eine der Menschheit zum Segen ge­reichende Quelle umzuwandeln.

Viele Millionen müffen jährlich geopfert werden, um durch eine enorme Anzahl von Bajonettspitzen die Kriegsgewitter vom Lande fern zu halten, während verhältnismäßig ge­ringe Summen genügen würden, daS Land vor den Gewittern des den Erdball umspannenden LuftozeanS zu schützen. Möge daS Zeitalter, welchem es gelungen ist, die Umdrehung der Planeten als eine Folge der elektrodynamischen Tätigkeit der Sonne nachzuweisen, welchem eS ferner gelungen ist, elektrische Ströme zu,er­zeugen, deren Wirkungen der Gewitterelektrizität kaum nachstehen, und welches diese Ströme den Bedürsniffen unseres alltäglichen Lebens derart dienstbar gemacht hat, daß dieses in ungewohnter Weise umgestaltet wurde, sich nicht ohnmächtig er­weisen gegenüber den uns von der Natur gebotenen Elektrizitätsmengen, welche verderbenbringend auf Hab und Gut herabzucken, um in dem kleinen Bruchteil einer Sekunde blühendes Menschen- und Tierleben, sowie wertvolles Eigentum zu vernichten. Nur darin, daß die Gewittcrbildung im Entstehen verhindert wird,

Mhungweberge. Westlich des Kirunga ka Karisimbi zeigten sich der den größten Teil be8 Tages in Wolken gehüllte Kirunga tscha Mikeno und weiter nach Südwesten der Kirunga tscha Niagongo. Im Lager am Mturabach, am Steilabfall des Randgebirges, besuchte mich der Pater Darthelemy, Superior der Misfionsstation Ugundu in der Landschaft Bugoie.

Am 24. Oktober passierte ich die zwischen dem Kiwusee und dem Vulkan Kirunga tscha Niagongo liegende und nach Süden hin ab­fallende Lavaebene, eine einzige Schamba von Bohnen- und Erbsenfeldern zwischen Bananen­hainen. Hütte reihte sich hier an Hütte. Ich habe während meiner nunmehr achtjährigen Dienstzeit in der Kolonie ein derart dicht be­völkertes Gebiet noch nicht gesehen. Seit 1899 ist hier ein ständiger Zuzug aus Kameronse, Kischari und Buischa zu verzeichnen gewesen. Ich schätze die Bevölkerung der Provinz Bugoi auf etwa 150000 bis 200000 Seelen. Der hier in einer Höhe von 1910 Meter liegenden Missionsstation Ngundu stattete ich mit Ober­arzt Dr. Engeland einen Besuch ab, um der Bevölkerung zu zeigen, daß zwischen Regierung und Mission vollständiges Einvernehmen bestände. Die einzelnen Missionshäuser waren der Erd­bebengefahr wegen einstöckig gebaut und mit Matten ausgelegt. Zur Zeit befinden sich die Väter Barthelemy, Claffe und Weckerle in Ngundu. Sie erklärten, mit der Bevölkerung im besten Einvernehmen zu leben und jederzeit Schüler wie Arbeiter in genügender Anzahl haben zu können; auch erklärten sie mir, daß Sklavenhandel in

Der Weitermarsch führte uns bis an den Rand des BambuSwaldcS, gleichfalls am Süd- fuß des Kirunga ka Karisimbi, in die Land­schaft Konsense. Auf dem Marsche hierher wurde ein kranker Träger, nachdem er von der Nachspitze aus den auf ihn einstürmenden Ein­geborenen heraubgehauen war, ermordet. Ein Grund hierzu war für die Bevölkerung in keiner Weise vorhanden. Ich beschloß daher, auch den nächsten Tag in Kansense zu ver­bleiben, um die Schuldigen zu bestrafen. Trotzdem indeffen der ganz geheim gehaltene Abmarsch der hierzu bestimmten Abteilung auf morgens 4 Uhr festgesetzt war, erhielten die Eingeborenen durch aufgestellte Wachen von Berg zu Berg Nachricht von meiner Absicht. D'e AskariS fanden daher auch bei ihrer An- lauft am Morgen die Dörfer verlassen und daS Vieh fortgetrieben. Die bei der Ermord­ung des Trägers beteiligt gewesenen Dörfer tour bi' abgebrannt. An Vieh wurden nur etwa 150 Ziegen und 2 Rinder erbeutet. Die mich begleitenden Watussi erklärten auch, daß der Mfinga sich in dieser Gegend noch keinen Gehorsam habe verschaffen können, sowie daß sie nur mit mir diesen Weg gegangen wären. Für den Rückmarsch würden sie einen mehr südlichen Weg wählen.

Am 23. Oktober passierten wir auf ausge­treten und versumpften Pfaden den am Südfuß des mit Schnee bedeckten Vulkans Kirunga ka Karisimbi sich hinziehenden Bambuswald und gelangten erst nach einem Marsch von 71/* Stunden in das Lager am Steilabsall der

geleistet. Mit dem unversicherten Schaden dürfte wohl die Annahme eines jährlichen Schadens im Durchschnitt mit 350 000 Mark noch zu niedrig gegriffen sein.

Beim Herannahen schwerer Gewitter zittern Hunderttausende von Menschen infolge von Nervosität oder Furchtsamkeit vor der drohenden Gefahr und verkriechen sich in die Keller oder Federbetten, um ja nichts von dem schrecklichen Blitzen und Donnern wahrzunehmen, während die Mutigeren gewiffenhast die Sekunden zählen, welche zwischen Blitz und Donner ver­streichen, um daraus die größere oder geringere Entfernung, um danach die geringere oder größere Gefahr, erschlagen zu werden, abzu- schätzen, obgleich hierin oft eine große Täuschung liegt, da man Blitze genug beobachtet hat, die über 1000, ja sogar solche, die 10000 mietet lang waren. Nur der vorsorgliche Hausvater, welcher einen guten Blitzableiter angeschafft hat, kann dem Endergebnis ruhig entgegen sehen. Alle Welt atmet auf, wenn das Ge­witter mit seinen Schrecken glücklich vorüber gezogen ist. Man öffnet die Fenster, um die staubfreie und ozonreiche Luft in daS schwüle Zimmer einströmen zu lasten und liest am anderen Morgen mit größter Gemütsruhe die Zeitungsberichte über die schweren Gewitter­schäden an anderen Orten, ohne im Entferntesten daran zu denken, daß dieselben durch geeignete und rechtzeitig angebrachte Schutzvorrichtungen sehr gut hätten vermieden werden können.

Der in 1743 von Benjamin Franklin er­fundene Blitzableiter, mit welchem am 10. Mai 1752 von Dalibard zu Marly in Frankreich und ganz unbekannt mit der Franklinischen Erfindung von de Romas in Nerac int südlichen Frankreich am 7. Juni 1752 experimentiert wurde, gewährt einem Gebäude einen sicheren Schutz gegen Blitzgefahr. Aber eS muß mehr verlangt werden.

Welchen Nutzen für daS Allgemeine hat es, wenn von 1000 Gebäuden 4 Blitzableiter tragen? Wer würde verlangen, daß 100 Menschen unter 23 Regenschirmen Schutz finden sollen, wer, daß die Pockengefahr be­seitigt sei, wenn von 100 Kindern 5 geimpft sind? Welchen Nutzen würde die Unfallver­sicherung für die Arbeiter haben, ohne den ge­setzlichen Versicherungszwang? Nur ein Gesetz, welches von jedem Hausbesitzer die Anlage eines geeigneten Blitzableiters oder des weit billigeren und wirksameren BlitzkammeS verlangt, gleichwie die Anlage von Dachrinnen und Schornsteinen, kann die geeignete Hülfe schaffen.

WaS allein schon Gemeinsinn vermag, zeigt ein kleines, hoch und frei gelegenes Dorf bei Waldheim in Sachsen, dessen Häuser fast alle mit Stroh gedeckt sind, und seitdem sie sämtlich mit Blitzableitern versehen waren, von den ge­fährlichen Blitzschlägen, die dasselbe früher fast bei jedem Gewitter heimsuchten, gänzlich ver­schont blieb. Schon der Tempel Salomos in Jerusalem hatte eine Art Blitzableiter und

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (e$cl. Bestellgeld).

Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Psg.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Dnick und Verlag' Iah. Ang. Koch, UnwcrjitätS-Bnchdrnckerei Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Sonntag, 19. Juli 1903.

Kein Blitz, kein Gewitter, kein Hagel und kein Wolkenbruch mehr.

Die Wahrheit dieser Zukunftsidee wurde schon- vor genau 150 Jahren von Divisch zu Brenditz in Mähren durch einen von ihm instruierten und zuerst am 15. Juni 1754 aufgerichteten Apparat auf einem Flächenraume von einer Meile Durchmesser auf daS glänzendste praktisch bewiesen, aber trotzdem bislang un­beachtet gelassen.

ES ist statistisch nachgewiesen, daß die Ge­witter und ihre Begleiterscheinungen von Jahr zu Jahr nicht nur an Zahl, sondern auch an Heftigkeit zunehmen. Die Blitzgefahr für Gebäude hat sich von 1832 bis 1897 mehr als versechsfacht. In Sachsen kommen auf 5 Brand­schäden je 1 auf Blihzündung, im Regierungs­bezirk Kassel ebensoviel. Auf 842 Gebäude kommt jährlich 1 Blitzzündung, sowie auf 910 Quadratkilometer Fläche.

In Frankreich wurden 1854 bis 84 allein 2222 Männer und 629 Frauen direkt vom Llitz getötet, in Preußen von 1854 bis 57 aber 511 Menschen außer den sonst an Gesund­heit Geschädigten, dem erschlagenen Vieh rc.

Die jährliche Brandentschädigung für Blitz­schläge in Gebäuden beträgt in Deutschland durchschnittlich 10 Millionen Mk., im Regierungs­bezirk Kastel 100 000 Mark, ja in 1890 sogar über 282000 Mark.

Die alljährlichen Schäden durch Wolken­brüche, Zerreißungen und Ueberflutungen der Felder und Wiesen mit Steinen und Erde rc. entziehen sich jeder Beurteilung, ebenso wird man wohl schwerlich feststellen können, welche Unsummen alljährlich für versicherten Hagel­schaden gegeben werden und wie viel unver­sicherter nicht gedeckt wird. Nur ein Beispiel sei angeführt: In Frankreich traf am 13. Juli 1788 ein Hagelwetter 1039 Gemeinden und verursachte einen Schaden von 25 Mill. Francs.

Nun gicbt es ja glücklicherweise Versicher­ungen gegen Brand- und Hagelschaden genug, allein wer bezahlt denn die Schäden? Lediglich doch die Beiträge der Nichtgeschädigten! Außerdem bleibt noch ein wohl nach Millionen zählender Rest in den Händen der zahlreichen Versicherungsgesellschaften. Bei Licht betrachtet ist der Schaden nur scheinbar, und zwar nur teilweise dem Versicherten gedeckt, daS durch Brand oder Hagel vernichtete Nationalvermögen ist und bleibt verschwunden. Vernichtete Menschen und andere Lebewesen werden nicht wieder lebendig!

Im Regierungsbezirk Kassel wurden von den zehn beteiligten Hagelversicherungsgesell­schaften in den Jahren 1875 biS 1902 im Durchschnitt jährlich 295 524 Mk. Schadenersatz

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg unb Kirchhain

Sormtagsveilager Illustrirtes Sonntagsblatt.

Umschau.

Neue Kassenstatuten zum Kranken» Versicherungsgesetz.

Um eine Anleitung zur Aus- und Um­arbeitung von Kaffenstatuten nach der letzten Novelle zum Krankenversicherungsgesetze z« geben, hat der Bundesrat bekanntlich die, in Betracht kommenden Paragraphen der bisherigen Entwürfe von Statuten für eine Orts- und für eine Betriebskrankenkafse Aeuderungen unter­zogen. Er hat nunmehr die abgeänderten Ent­würfe veröffentlicht. Die Neuerungen, die sich in ihnen finden, schließen sich eng an den neuen Wortlaut des Gesetzes an, beziehen sich also aus die Erweiterung deS Kreises der Versicherungs- Pflichtigen (Handlungsgehilfen und -Lehrlinge), Erweiterungen der Unterstützungen für die Er­krankten, BeitragSbemeffung, Zusammensetzung und Wahl der Kaffenvorstände, Rechnungs- und Kaffenführung usw. In dem Statut für die Betriebskrankenkaste ist ein Passus, der sich auf Gewährung der Krankenunterstützung durch bestimmte Aerzte usw. bezieht, j'tzt fol­gendermaßen umgeändert:Enthält daS

Statut keine Bestimmung über die Be­stellung von Kassenärzten, so muß die

Kasse für die ärztliche Hilfeleistung jedes ArzteS

Aus Deutsch-Oslasrika.

Ueber die Expedition deS Hauptmanns von Beringe nach Ruanda in Deutfch-Ostafrika entnimmt dosten Berichte daSDeutsche Kolonial­blatt" die folgenden weiteren Mitteilungen:

Von der Landschaft Mrera zum Kiwusee bei Kischenyi. Von der Landschaft Mrera marschierte ich am Südsuß der Vulkane ent­lang zum Nordosten des Kiwusees, welchen ich in vier Marschtagen beim Torf Kischenyi er­reichte. Der erste Marsch führte und durch leicht wellige und dicht bevölkerte Lavaebene in die Landschaft Luankere Luemrera, am Südsuß des Vulkans Kirunga ka Karisimbi, wo wir am Mkingo wa Luankere-Bach lagerten. Trotz­dem eS mir hier mit Hilfe der mich begleiten­den Watussi gelang, Lebensrnittel in genügenden Mengen zu erhalten, verhielten sich die Ein­geborenen doch durchaus zurückhaltend. Sie hatten ihre Hütten verlassen und sich mitsamt dem Vieh in die zahlreich vorhandenen Höhlen geflüchtet. Da ich bereits im Jahre 1889 hier Schwierigkeiten gehabt hatte, so beschloß ich, einen Ruhetag hier zu machen, um den Leuten zu zeigen, daß ich in durchaus friedlicher Ab­sicht in ihr Land gekommen wäre. Leider schlugen alle Versuche, mit den Eingeborenen in nähere Fühlung zu kommen, fehl. Sie er­schienen im Lager mit Verpflegung und ver­schwanden dann wieder in ihren Schlupfwinkeln. Dieser Ruhetag wurde auch dazu bciu^t, den auf dem Sabinyo erlegten Affen abzubalgen und zu skelettieren.

Bugoie nicht getrieben würde. Liger bezogen wir in der Nähe des deutschen Postens in Kischenyi, hart am Ufer des Kiwusees. Der Posten besteht zur Zeit aus einem Ombascha und drei ASkartS und lebt mit den Einge­borenen im besten Verhältnis. Im früheren Standlager deS Hauptmanns Herrmann lagerte auch die kongolesische Grenzkommission unter Leutnant Mercier und von Stockhausen mit einem Begleitkommando von 30 kongolesischen AskariS. In Kischenyi verweilte ich 13 Tage. Die Häuptlinge von Bugoi mit Namen Bulahanda und Luakadigi erschienen fast täglich im Lager, lieferten Verpflegung und stellten Leute zur Arbeit. Der deutsche Posten, eine mit Euphorbien umgebene kleine Borna, befindet sich noch auf demselben Platze wie zur Zeit der Gründung im August 1899. Der Sudanesenombascha hatte hier Versuche mit Weizen, europäischen Kar­toffeln und Zwiebeln gemacht, welche gute Ernte versprechen. Der Handel in Kischenyi beschränkt sich zur Zett noch auf Durchgangs­handel, zum größten Teil von und nach Usumbura und Ujiji, weniger von und nach Bukoba. Dauernd niedergelaffen haben sich hier ein arabischer und ein Msuahelihändler. Der lebhafte Verkehr zwischen Kischenyi und Jschangi geschieht auf dem Wasserwege mit Ruderbooten. Die UeberfahrtSzeit beträgt etwa drei bis vier Tage. Während dieser Weg als vollständig sicher bezeichnet werden muß, kann die ndrdlich» Route nach Bukoba nur von größeren und ge­schloffenen Karawanen benutzt werden, d« di» Bevölkerung in den Gegenden südlich deS Karr«