mit -em Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchham
Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.
M 192
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Marburg
Freitag, 17. Juli 1903.
Erscheint wöchentlich sieben Ml.
TniL und Verlag' Iah. Aug. Koch, Unwersitäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon öS.
38. Jahrg.
Deutsche Feste.
Dem deutschen BundeLschießen in Hannover folgt jetzt daS große deutsche Turnfest in Nürnberg, welches ungezählte Tausende in der Stadt Dürer's, HanS Sachs' und so zahlreicher hochverdienter und hochberühmter Männer vereinen wird. Es gab Zeiten, in welchen sich Nürnberg, die stolze freie Reichsstadt, die so manchem Kaiser deS alten Reiches in finanziellen Nöten zur Seite stand und dafür wertvolle Privilegien erwarb, die erste Stadt Deutschland's wähnen konnte; diese Zeiten sind vorbei, aber eine der deutschesten Städte, in ihrem Stadtbilde sogar die allerdeutscheste, ist Nürnberg bis auf diesen Tag geblieben, und mit vollem Recht ist in seine Mauern das großartige Germanische Museum, dies „Eigentum der deutschen Nation", toic es am Eingangs-Portal heißt, verlegt, dem Kaiser Wilhelm II. bei der vorjährigen Jubiläumsfeier die kostbare Sammlung der Siegel aller deutschen Kaiser überwies. Der deutsche Kaiser führt unter seinen Titeln noch jetzt den eines Burggrafen von Nürnberg, und die Turner, die zur alten Kaiserburg hinausschauen (das Burggrafen - Haus neben der Kaiserpfalz ist vor hundert Jahren durch Feuer zerstört), mögen den Wandel der Geschicke bewundern, der von dieser altberühmten süddeutschen Stätte die Hohenzollern nach des heiligen römischen Reiches deutscher Nation „Streusandbüchse", nach der Mark Brandenburg, ihren Weg nehmen ließ, um dereinst die Schmiede einer neuen deutschen Einheit zu werden. Es ist also eine gute Stätte auf deutschem Boden, wo die Turner in körperlicher Kraft und Gewandtheit mit einander wetteifern werden, aber die edle Turnerei ist auch dieser Ehre wert. Ein „Gut Heil" wird alle Jünger Jahn's auf ihrem Wege zu den Ufern der Pegnitz begleiten. Das von Herzen kommt und zu Herzen geht.
Turn-, Gesangs- und Schützenfeste waren vor vierzig Jahren die Gelegenheiten, bei welchen sich das neu erwachte deutsche National- gefühl kräftig regen und seinem heißen Verlangen nach Einheit, Macht und Größe des Vaterlandes Ausdruck geben konnte. Dem Wünschen folgte das Vollenden früher, als die meisten es gedacht, und wenn die Feste auch ihren patriotischen Charakter beibehielten, der Beaeisterungs - Sturm, welchen da8 harrende Hoffen früherer Jahre erweckte, wandelte sich in echte, rechte Freude über das Errungene. Neuerdings haben aber wieder tausende von deutschen Männern diesen Festen, und besonders den Turnfesten, eine wichtige Bedeutung im modernen Sinne zuerkannt; die Turnerei bildet einen Sammelpunkt für alle Freunde gesunder Körper-Uebungen, welche dem aus der Ferne zu uns gekommenen Sport gern sein Existenz- Recht lassen, aber doch nichts von den mancherlei entschieden nicht deutschen Ausartungen wissen - wollen, die mit dem Sport gekommen sind.
88 (Nachdruck verboten.)
Gefesselt.
Roman von Jenny Hirsch.
(Fortsetzung.)
Wie oft, wenn sie Ernst einen Brief an den Geliebten zugesteckt oder einen von ihm durch den Vetter erhielten, hatte sie gewünscht, diese Heimlichkeit möchte erst ihr Ende erreicht haben.
Jetzt konnte sie unbehindert an Joachim einen Brief absenden, jetzt hatte sie ihn ersucht, unverzüglich direkt an sie zu schreiben, und doch wie gern würde sie nun noch länger ihre Briefe aus Ernsts Hand empfangen haben!
Von der Hildach'fchen Villa begab sich der Kommissar Meienberg nach dem Hotel Harms und öffnete das von dem Marguis von Male- ville bewohnt gewesene Zimmer, das sogleich unter Verschluß genommen worden war, um dessen Sachen einer genauen Durchsicht zu unter- jwerfen. Es nahm dies nicht viel Zeit in Anspruch. Kopfschüttelnd bemerkte der Beamte, wie wenig Wäsche und Kleider der vornehme Herr besessen, und wie bei ihm jedes Stück auf den Schein berechnet gewesen war.
In dem Schreibtisch fand der Kommissar mehrere Pakete neuer Spielkarten. Er öffnete eins davon, hielt einige Karten gegen das Licht, und sein geübtes Auge gewahrte nun ganz feine Nadelstiche, auch fühlte sein sorgsam darüber streichender Daumen auf der Rückseite kleine, kaum merkbare Unebenheiten. Diesmal nickte er leise, das Gewerbe, das er dem Marquis (»getraut, sand durch dieses Rüstzeug seine Nstätigunq.
Im Turnen ist die Körper-Uebung ein wohlbe- gründeter Selbstzweck, eine Vorbereitung tür die leichtere Erfüllung der allgemeinen Wehrpflicht. So stählten schon bei den alten Germanen, unseren Vorfahren, die Knaben und Jünglinge den Körper, um als Krieger den dann harrenden Aufgaben gewachsen zu sein. Der Sport aber ist vornehmlich aus England und Nord-Amerika zu uns gekommen, also aus Länder wo die allgemeine Wehrpflicht nicht besteht, und wo man sie auch nicht haben will. Daraus ist es in hohem Maße erklärlich, wie sich mit dem Sport bald die Wetten verbanden, wie das finanzielle Interesse sich immer mehr in den Vordergrund drängte. Für den Engländer und Amerikaner ist eS von großer Bedeutung, was in diesem oder jenem Sportzweige unter Aufbietung aller Kräfte geleistet werden kann, während den allermeisten Deutschen dies ziemlich gleichgiltig ist. Wir widmen z. B. Radfahrern, die uns persönlich bekannt find und die in vernüftigem Wettbewerb mit einander treten, gern unsere Teilnahme, aber was für ein Vorteil für die Menscheit darin liegen soll, wenn um des Geldes wegen Menschen Stunden oder gar Tage sich wie berückt abmarachen, ist den meisten unerfindlich. Beim Turnen ist ein ähnlicher Zug ausgeschlossen; jeden will die Turnerei stark und gewandt machen, das ist ihre Aufgabe. Geld und Wettgewinn stehen völlig abseits von ihrer Tätigkeit, darum ist sie uns lieb und wert, sie wird es bleiben, wenn das jetzt schon erheblich gesunkene Sportfieber künftig — auf deutschen Boden wenigstens — nüchternen, normalen Erwägungen Platz gemacht haben wird.
Das Turnen ist auch ein ausgezeichnetes Mittel, die Kammeradschaftlichkeit im deutschen Sinne, das heißt in der Tat, zu fördern und zu befestigen. Das sportliche Klub-Leben, wie es in den Heimatländern deS Sports besteht, hat unzweifelhaft viel Anziehendes und Interessantes, aber dabei wird niemand so recht warm. Bei uns werden die Zeiten treuer Turn-Kameradschaft, und weiter die Soldatenjahre, von niemanden vergessen, darin werden Bande für Jahrzehnte geknüpft. Und endlich liegt im Turnen die deutsche Schlichtheit. Es ist in unseren heutigen modernen Verhältnissen auch nicht da8 Geringste gegen Sport-Kleidung und andere Aeußerlichkeiten zu sagen, jeder kann das halten, wie er will, und einseitige Proteste dagegen bleiben unbeachtet. Wer hätte es z. B. 1870 für möglich gehalten, daß dreißig Jahre später das Radeln der Damen eine allgemeine Tatsache sein würde, trotzdem es sich hier um eine durchaus gesunde Bewegung handelt? Das alles ist also eine Sache für sich! Aber eS hilft doch nichts, eine frische, frohe Turnerschaar steht dem deutschen Herzen näher, als z. B. der imposanteste Automobil-Wagen-Zug, und so wird es bleiben. Aller Sport der Welt nimmt dem Deutschen sein deutsches Herz nicht.
Vergeblich suchte der Kommissar dagegen nach Papieren oder nach Briefen; was der Marguis davon besessen, schien er in der bereits aufgefundenen Brieftasche bei sich getragen zu haben. Auch Geld fand sich nicht mehr vor. Tas Bild, welches sich der Kommissar von dem Ermordeten machte, ward dadurch vervollständigt.
„Ein Abenteurer," murmelte er, „der jeder Zeit darauf gefaßt sein muß, daß er abgefaßt wird, und der deshalb sein Gepäck so leicht wie möglich macht, um sich schleunig in Sicherheit bringen zu können, der kein Papier liegen läßt, das ihn bloßstellen könnte, und der seine Barschaft immer in der Tasche trägt. Noch dem (Selbe, das wir bei ihm gefunden, zu urteilen, muß er so ziemlich auf dem Trockenen gesessen haben. — Er hat sein Handwerk gut verstanden, hier finde ich schwerlich etwas, das mir einen Anhalt bietet, nicht einmal ein Papierkorb ist da," fügte er hinzu, sich getäuscht und verstimmt in dem dürftig möblierten Zimmer umschauend.
Noch einmal nahm er die Spielkarten in die Hand, nm sie einzeln durchzusehen, obwohl er sich davon kaum einen Erfolg versprach. In dem letzten Paket fand er ein paar Karten, von denen jede noch einzeln in ein Papier eingewickelt war, sie mußten allem Anscheine nach zu einem besonderen Gaunerstückchen bestimmt gewesen sein. Meienberg steckte sie ein, um sie sich bei Gelegenheit genauer anzusehen, für den Augenblick wurde aber seine Aufmerksamkeit noch weit mehr durch die Papierhüllen der Karten gefesselt, denn diese waren einzelne
Umschau.
Leo XIII.
Aus Rom meldet man, daß gestern gegen Uhr nachm. die Aerzte Rossoni und Mazzoni in dem Vatikan erschienen seien, um gemeinsam mit Lapponi den Papst zu untersuchen. Es sollte ein Brusthöhlenstich vorgenommen werden, doch ist das angeblich nicht geschehen. Die Aerzte haben einen solchen infolge der Wirkung der täglich ausgeführten Entnahme kleinerer Flüssigkeitsmengen für unnötig erklärt. Der Papst war im Laufe des Tages öfter in einen schlafähnlichen Zustand verfallen und zeigte dann beim Erwachen vollkommene Bewußtseinsklarheit. Er nahm auch stets etwas Nahrung. Als Rossoni und Mazzoni das Gemach betraten, erkannte sie der Papst und begrüßte sie mit schwacher Stimme. Die Aerzte untersuchten den Papst rasch und fanden ihn nicht schwächer geworden. Sie sehen den ungünstigen AuSgang nicht als unmittelbar drohend an.
Lapponi gestattete gegen 1 Uhr dem Papste, für kurze Zeit aufzustehen. Man brachte ihn mit großer Sorgfalt in den kleinen Thronsaal nächst dem Schlafzimmer. Der Papst sprach auch heute von seinem nahen Ende. Seine Stimme ist außerordentlich schwach.
Von anderer Seite wird gemeldet: Ganz unter der Hand erfährt man, daß sich die Flüssigkeit im Brustkorb des Papstes fast täglich erneuert und mit der Praraz'schen Spitze entzogen werden muß. Es tritt nach jeder Flüssigkeitsentziehung für Momente eine Erleichterung ein. Das volle Bewußtsein kehrt indessen nicht wieder, der Kräfteverfall schreitet fort. Seit Montag stehen wir vor dem Anfang vom Ende.
Gestern gegen Mittag wurde der Papst plötzlich sehr unruhig. Man gab ihm Orangen- blütenwaffer, worauf eine Erleichterung eintrat. Die Katastrophe wird vorläufig nicht befürchtet, die immer mehr abnehmenden Kräfte lassen ein ruhiges, sanftes Einschlafen voranssehen.
Das Bulletin von 7 Uhr abends lautet:
Während des Tages wurde keine besondere Erscheinung in dem allgemeinen Zustande des erlauchten Kranken festgestellt; der Rückgang der Kräfte hat nicht zugenommen, Atmung Puls und Temperatur sind fast unverändert. (Atmung 30, Puls 84, Temperatur 36,4.) Rossoni, Mazzoni, Lapponi.
Vom deutsch-englischen Zollstr eit.
Die Veröffentlichung des Schriftwechsels zwischen der deutschen und der englischen Regierung in der kanadischen Zollfrage, die in London dieser Tage erfolgte, bringt u. a. auch das Schreiben unseres Reichskanzlers, das in Vertretung des Grasen Bülow vom Staatssekretär von Richthofen unterzeichnet und unter
Teile einer Hotelrechnung, welche, wie es schien, nicht für den Marguis bestimmt war.
Sofort machte sich der Kommissar daran, die einzelnen Stücke zusamwenzusetzen. Dieselben schienen jedoch nicht vollständig zu sein, denn er brachte trotz aller Mühe nur: „Hotel D— — — d, Berlin," und von dem Namen die Silben „Alex— — —oß" heraus.
Dem findigen Beamten schien dies aber genug. Er pfiff leise vor sich hin, schrieb die entzifferten Silben in sein Notizbuch, nahm die Karten und die Papiersetzen mit sich und entfernte sich eilig.
Er ging geraden Weges nach dem Bahnhof und löste eine Fahrkarte für den nächsten Zug nach Berlin. Die zehn Minuten, welche er bis zum Abgänge desselben noch zu warten hatte, verbrachte er im Telegraphenbureau.
Zu seinem Leidwesen hatte er einen jener Züge erfaßt, die auf allen Zwischenstationen halten; er verging beinahe vor Ungeduld, bis er endlich in Berlin ausstieg. Es war inzwischen fünf Uhr nachmittags geworden.
' Sein Auge überflog die sich aus dem Bahnsteig drängenden Menschen und blieb an einem Manne in unscheinbarer bürgerlicher Kleidung haften, der ihm einen leisen Wink gab. Er näherte sich ihm unauffällig und schritt mit ihm dem Ausgange zu.
„Der Mann heißt Alexis Warkoß, ist ein Deutschrufle, war zuletzt in Warschau und wohnt im Hotel du Nord," berichtete der andere ganz kurz und knapp; „er ist gestern gegen Abend nach Potsdam gefahren und erst um elf Uhr
dem 27. Jimi cr. an den deutschen Botschafter in London ergangen ist, zur öffentlichen Kenntnis. Dieses Schreiben wurde gestern von der „Nordd. Allg. Ztg." in feinem vollen Umfange veröffentlicht. Aus ihm geht hervor, woran schon längst kein Zweifel mehr bestand, daß die deutsche Regierung in der kanadischen Zollfrage mit der strengsten Objektivität und Vorurteilslosigkeit gehandelt hat. ES wird darin die historische Entwickelung der deutschen Handelspolitik dargestellt und nachgewiesen, daß Deutschland garnicht anders handeln konnte als eS Kanada gegenüber gehandelt hat. ES wird konstatiert, daß England das deutsche Verhalten von unzutreffenden Voraussetzungen aus beurteile und endlich die Bereitwilligkeit zu einem Meinungsaustausch behufs Beseitigung der bestehenden Differenzen erklärt. Mehr konnte Deutschland doch unter keinen Umständen tun.
Industrie und Landwirtschaft.
Im JahreSgeschäftSbericht der Aktiengesellschaft Braunschweigische Maschinen-Bau-Anstalt, der sehr ungünstige Resultate meldet,, wird dieses Ergebnis ausdrücklich mit der „durch die Brüsseler Zuckerkonvention geschaffenen unsicheren Lage der Zuckerindustrie" motiviert. Es ist hierdurch ein Stillstand in den Aufträgen einae- treten, der die Beschäftigung einer für die vorhandenen Fabrikanlagen ausreichenden Arbeiterzahl nicht gestattete.
Wir haben den innigen Zusammenhang zwischen dem gewerblichen Gedeihen dieser bedeutendsten landwirtschaftlichen Industrie und den durch sie in Nahrung gesetzten eigentlichen Jndustriegewerben seiner Zeit oft genug betont und brauchen daher diesen Tatsachenbeweis aus dem praktischen Leben hier nur einfach registrieren.
Im Anschluß hieran haben wir mit Befriedigung zu konstatieren, daß die gemeinsame Not der europäischen Zuckerindustrien endlich daS Verständnis für gemeinsames Handeln gereift zu haben scheint. Aus Brüssel meldet Wolfs Bureau, daß die von uns jüngst besprochene Konferenz der Vertreter der Industrie zu einmütigen Beschlüssen in der Richtung der hier gegebenen Darlegungen geführt hat. Di- Vertreter Deutschlands Frankreichs, Oe", erreich» Ungarns, Belgiens, Hollands und Nu'stands stimmten der Kontingentierung des Nüleu ncker- exporteS auf der Grundlage des Durchschnitts- exportS der letzten Jahre einmütig zu. Es sollen entsprechende gemeinsame Anträge an die Regierungen dieser Staaten gerichtet werben. Die Dauer dieser Vereinbarungen soll sich an die Dauer der Brüsseler Konvention ai-ehnen.
In London ist dieser Beschluß bereits C> ien= stand einer Interpellation im Unterhau-- a-- wesen. Der Premierminister Balfour c- ' nui diese Anfrage eine Antwort, die in der k :s jetzt erst vorliegenden knappen Fassung des Telegraphen an Undeutlichkeit nichts z t wünschen
zurückgekommen; er will mit dem R.chtzuge der Ostbahn abreisen."
„Gut. Er wird beobachtet?"
„Born und Held lassen ihn nicht aus de-r Augen."
„Ich habe nur noch einen Gang. Erwarten Sie mich in einer halben Stunde in der Josth- schen Konditorei am Potsdamer Platz."
Der andere nickte und ging die Königgrätzer- straße hinauf, Meienberg wandte sich dem Potsdamer Platz und der Leipziger Straße zu.
Während Meienberg diese geheimnisvolle Tätigkeit in Berlin entfaltete, war die Untersuchung in Potsdam auch in ein anderes Stadium getreten. Amtsrichter Greger hatte Annie Wilson nochmals vorführen lassen, um mit ihr, gestützt auf die Aussagen deS Assessors von Hildach, ein zweites Verhör anzustellen, von dem er sich entscheidende Ergebnisse versprach.
„Ihre Behauptung, daß Sie den Marquis von Maleville getötet haben, hat bereits die schlagendste Widerlegung gefunden," redete et die Eintretende an, machte aber dann eine Pause, um die Wirkung seiner Worte zu beobachten.
Annie antwortete nicht, richtete aber die großen dunkelgrauen Augen mit dem Ausdruck namenloser Angst auf den Richter.
„Der Täter hat sich gestellt," sagte dieser.
Sie wurde leichenblaß und hielt sich mit den Händen an dem Tisch fest.
„Das ist nicht wahr! Glauben Sie ihm nicht! Ach, ich fürchtete das!" ries sie.
(Fortsetzung folgt.