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Ml -em Kreis blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Illnstrirtes Sonntagsblatt.

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Vierteljährlicher Bezugspreis, bei oer (rjpebition 2 Mk., fljl?<11*6Erscheint wöchentlich sieben mal.

107 bei allen Postämtern 2,25 Mk. <e$cL BeMgeld). , Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, Unwcrsitäts-Buchdrnckerei

S. löl JnsertionSgebühr: die gehaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. Sonnabend, 11. Juli 1903. Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Reelanien: die Zeile 2a Pfg. ' ~

Die deutsche Kauffahrtei-Flotte für Seeschiffahrt

nach dem Kataster der See-Berufsgenoffenschast.

Der deutschen Seeberufsgenoflenschaft waren am 1. Januar 1902 1336 Schiffahrtsbetriebe angeschloffen. Gegen die ursprüngliche Zahl 1790 (am 1. Jan. 1888) hatte die Zahl dieser Betriebe bis 1902 von Jahr zu Jahr ab ge­nommen dis auf 1321. Im letzten Jahre ist zum erstenmale eine Zunahme der SchiffahrtS- vetriebe eingetreten, und zwar um 15. Außer­dem find 41 verwandte Betriebe und 35 Fisch­dampfer- und Heringslogger - Betriebe der BerufSgenoflenschaft angeschloffen.

Die Zahl der bei der Genossenschaft registrierten Kauffahrtei-Schiffe nimmt in den letzten Jahren wieder zu, und zwar ist hier sehr deutlich die Vermehrung der Dampfer und der eisernen Segler gegenüber der starken Verminderung der hölzernen Segler wahrzu­nehmen, beides ganz konstante ununterbrochene Bewegungen. Hölzerne Segler waren Anfang 1888: 2332, 1890: 2069, 1895: 1547, 1900: 1139, 1902; 1040 und 1903 noch 1007 vor­handen. Demgegenüber waren eiserne Segler gezählt 1888: 174, 1890: 227, 1895: 351, 1900; 396, 1902: 419, 1903: 426. Dampfer waren registriert 1888: 683, 1890: 813, 1895: 926, 1900: 1107, 1902: 1282 und 1903: 1332 also namentlich in den letzten Jahren eine starke Zunahme. Die noch größere Zunahme des TonnengehaltS und der Maschinenstäcke kommt in diesen Zahlen noch gar nicht zum Ausdruck. Seit 1888 haben der Tonnage nach die hölzernen Segler um 84°/, abgenommen, die eisernen Segler um 183°/,. die Dampfer sogar um 290°/o zugenommen. Im ganzen kommt dabei für die deutsche Kauffahrteiflotte eine Zunahme an Tonnage von 121 °/0 heraus. Außer den Kauffahrteischiffen sind die Schiffe für Hochseefischerei bei der See-Berussgenoffen- schaft seit 1896 bezw. 1897 registriert. Anfang 1900 waren 98; 1902 119 Heringslogger (87 hölzerne, 32 eiserne), 1900 waren 127, 1902 121 und 1902 135 Fischdampfer in dieser Gruppe ausgezeichnet.

Die gesamte Besatzung aller zur See-Berufs­genossenschaft gehörigen Fahrzeuge war Ende 1890: 37580 Personen, 1895: 36824, 1900: 47 073, 1901; 50036, 1902: 52 816 Personen. Die starke Zunahme des letzten Jahres rührt nicht allein von der Zunahme der Handelsflotte her, sondern auch von der neuen Bestimmung, wonach die Reeder, die selbst zur Besatzung ibrer Fahrzeuge gehören, in die Versicherungs­pflicht einbezogen wurden. Diese Bestimmung brachte 786 neue Mitglieder. Die verbleibende Zunahme um 1994 Mann steht hinter der von 1901 (2963) und der bisher weitaus stärksten

83 lNachdruck verboten.)

Gefesselt.

Roman von Jenny Hirsch lftortsehung.)

,68 ist so gräßlich, daß eS ihr der Unter­suchungsrichter auch nicht glauben will, aber sie hat eS doch freiwillig eingestanben; kein Mensch mit gesundem Verstände aber wird sich eines Verbrechens bezichtigen, das er nicht begangen hat,* erklärte der Oberst.

So ist sie eben nicht bei gesundem Ver­stände,* erwiderte Elisabeth,und ein Wunder wärs nicht, wenn sich der Geist der Armen ver­wirrt hätte.*

Ich habe eS längst geahnt, daß der Mar­quis ihre Vergangenheit kannte, sie fürchtete ihn,* sagte Frau von Hildach,man weiß jetzt'

Er war ihr Gatte,* antwortete der Oberst dumpf,und scheint nach allem, was sich jetzt herauSstellt, ein Abenteurer schlimmster Sorte gewesen zu sein.*

Frau von Hildach griff mit der Hand nach dem Herzen, stieß einen Schrei aus und wankte; der Oberst umfing sie, Elisabeth eilte herbei und ergriff ihre Hand, aber schon hatte sie sich erholt und trieb beide zurück.

Laßt mich! Laßt mit!' schrie sie mit krampfhaftem Schluchzen und warf sich in einen Stuhl.O, diese unauslöschliche Schmach, dieses Gesindel, diese Abenteurer in meinem ehrbaren, gottesfürchtigen Hause; eine Ver­worfene, eine Mörderin an meinem Tische!*

Das ist sie nicht!* rief Elisabeth mit blitzenden Augen;Annie ist eine Unglückliche*

Schweig!* unterbrach sie Frau von Hildach. »DaS kommt davon, wenn unreifen, unver-

von 1900 (um 5110 Personen) beträchtlich zurück.

Ueber die Aenderungen in der Kauffahrtei­flotte im abgelaufenen Jahr finden wir einige beachtenswerte Aufzeichnungen. Im Jahre 1902 gingen 68 deutsche Schiffe (darunter 22 Dampfer) verloren oder wurden für verschollen erklärt; demgegenüber wurden 119 (80 Dampfer) gebaut. Nach dem Ausland wurden 57 Schiffe (15 Dampfer) verkauft, dafür 24 (10 Dampfer) vom Auslande gekauft. Von der See- zur Binnensch ffahrt gingen 62 Schiffe (11 Damfer) über, umgekehrt 68 Schiffe (8 Dampfer).

Das Arbeitsgebiet der Seeberufsgenoffen­schaft teilt sich in 6 Sektionen: Papenburg, Bremen, Hamburg, Kiel, Stettin und Danzig, deren Anteil an den einzelnen Schiffsarten ein recht verschiedener ist. Hölzerne Segelschiffe finden wir innerhalb der Kauffahrteiflotte am meisten in der Abt. Papenburg (236 mit 749 Mann Besatzung), demnächst bei Stettin (229 mit 596 Mann), Hamburg (188 mit 588 Mann), Kiel (212 mit 520 Mann); Danzig hat 35 mit 100, Bremen 65 mit 691 Mann. Die eisernen Segler finden wir überwiegend in Hamburg (165 mit 3004 Mann) und Bremen (134 mit 2881 Mann). Die anderen Seftionen haben zusammen 57 mit 398 Mann. Mit der Zahl ihrer Dampfer steht die Sektion Hamburg weit voran: 531 mit 20944 Mann, Bremen folgt mit 263 Dampfern und 12050 Mann, Kiel hat 230 Dampfer mit 2962 Mann, Stettin 161 mit 2099 Mann, Danzig 58 Dampfer mit 827 Mann, Papenburg 23 Dampfer mit 292 Mann. In diesen Zahlen find die Leichter und Schlepper nicht enthalten, die uns in diesem Jahre erstmals besonders nachgewiesen werden. Hölzerne Leichter finden wir 2 mit 2 Mann Besatzung bei Stettin, 40 mit 80 Mann bei Danzig. Eiserne Leichter werden- uns 3 mit 15 Mann bei Papenburg, 1 mit 4 Mann bei Bremen, 51 mit 261 Mann bei Hamburg, 4 mit 4 Mann bei Kiel, 2 mit 8 Mann bei Stettin und 9 mit 26 Mann bei Danzig an­gegeben. Die Boote ohne ständige Besatzung scheinen nicht aufgeführt zu sein. Schlepp­dampfer find genannt in Sektion Papenburg 1 (4 Mann), Bremen 11 (79 Mann), Hamburg 37 (389 Mann), Kiel 5 (24 Mann), Stettin 2 (25 Mann), Danzig 10 (41 Mann). Von der gesamten Bemannung der deutschen Kauffahrtei­schiffe (49 663) kommen auf hölzerne Segler 3326, auf eiserne 6601, auf Dampfer 39 736, von letzteren allein auf die Sektionen Hamburg und Bremen 33 462.

Hochseefischerei finden wir in den Sektionen der Ostsee (Kiel, Stettin, Danzig) überhaupt nicht verzeichnet, bei der Sektion Papenburg 72 Schiffe mit 993 Mann, Bremen 141 Schiffe mit 1694 Mann, Hamburg 41 Schiffe mit 466 Mann.

ständigen Kindern der Wille geschieht; ich wollte jenes Geschöpf nicht hier haben, eine innere Stimme, die mich niemals täuscht, warnte mich davor. O, wie soll ich daS überleben!*

Liebe Cäcilie, ich bitte Dich, beruhige Dich doch nur, uns trifft ja keine Schuld,* versuchte sie der Oberst zu beschwichtigen.

Nicht?* Sie maß ihn mit ihren kalten Augen verächtlich.

Wer hat die Erlaubnis gegeben, daß Elisa­beth diese verlaufene Freundin einladen durste? Wer hat den Marquis von Maleville ins HauS gebracht? Kein anderer als Du! Ich ließ ge­schehen, was ich nicht zu ändern vermochte, aber in meinem Herzen fürchtete ich immer eine Katastrophe.*

Sie vergaß oder wollte sich jetzt wenigstens nicht daran erinnern, daß sie diese Katastrophe nicht gefürchtet, sondern herbeigesehnt hatte, in der Hoffnung, sich Annies dadurch für immer zu entledigen; waS sie so außer sich brachte, war auch hauptsächlich die jetzige Entwickelung der Sache und der Skandal, der dadurch ver­ursacht wurde. Sofort richteten sich ihre Ge­danken auf diesen Punkt, und sie erklärte schon wieder mit großer Fassung:Wir müffen schleunigst abreisen, nicht einen Tag können wir länger hier bleiben.*

Verzeihe, Tante, ich gehe jetzt nicht fort,' sagte Elisabeth mit bebender Stimme.

Die Tante sah sie mit großen Augen an, als faffe sie den Sinn ihrer Worte nicht.

Ich werde Potsdam nicht verlassen, so lange Annie'

Nenne den Namen dieses Geschöpfes nicht wieder vor mein« Ohren,' unterbrach sie Frau

Umschau.

Loubets Englandreise.

Präsident Loubet hat die Strapazen der Englandreise hinter sich, sieht sich ähnlichen An­strengungen jedoch schon in allernächster Zeit aufs neue ausgesetzt, da er bereits in kommender Woche den Besuch des Königs von Italien em­pfangen wird. DaS eine muß man ja sagen: herzlich ausgenommen worden ist der Präsident der Republik Frankreich in London. Ob die begeisterte Aufnahme mehr auf daS Konto der englischen Liebe zu Frankreich oder daS des englischen Haffes gegen Deutschland zu setzen ist, lassen wir unerörtert. Bei Franzosen aber wie Engländern besteht Neigung die Vergangen­heit in Lethe zu tauchen und eine gegenseitige freundschaftliche Annäherung herbeizuführen. Nach den bilder- und hyperbelreichen Aeußer- ungen des Präsidenten Loubet schwören die guten Franzosen auch darauf, daß England bereits für eine Allianz gewonnen sei und daß der Anschluß Italiens an daS franko-rufsifch- englische Bündnis mit dem Besuche König Viktor Emanuels in Paris perfekt werden würde. Ade Dreibund, es lebe der Vierbund I So etwa malt sich in den Köpfen französischer Chauvinisten die politische Zukunft Europas. Werden die Minister deS Krieges und der Marine, Andräe und Palletan, diesen Hoffnungen durch Brand­reden gegen Deutschland Nahrung geben? Un­möglich wäre es nicht. Am 16. August, der Tag von Mars la Tour, ist nicht mehr fern, an dem vor Jahresfrist Herr Andräe so nett gegen Deutschland gewettert hat, und Herrn Palletans Worte in Ajaccio und Biserta sind nun ganz und gar vergessen. Allerdings waren die Tiraden auf Korsika auch gegen Italien gerichtet. Aber soweit Italien in Betracht kam, hat Palletan sein Peter Peccavi gestammelt und hat Erhörung gefunden. Er kann nun seine ganze Lungenkraft gegen Deutschland auf­wenden. Und läßt das Alles kühl bis anS Herz hinan, ein paar Worte mehr oder weniger macht nichts aus. Und Worte sind es ja schließ­lich doch nur. Zu Bündnissen nach Frankreichs Wünschen kommt es mit England so wenig wie mit Italien. Aus dem Ball im Buckingham- Palast hat Präsident Loubet die Königin Alexandra geführt. Nach der Polonaise hat er dem festlichen Treiben zugeschaut, da er Tänzer nicht ist. Bis ein Uhr nachts mußte der müde Präsident aushalten, erst dann erlaubte es ihm die Etikette nach Haus zu fahren und der wohl­verdienten Ruhe zu pflegen.

Präsident Loubet's Heimfahrt ist vorschrifts­mäßig von statten gegangen. Von Dover aus sandte er noch an den König Eduard ein Ab­schiedstelegramm, das dieser dahin beantwortete, daß es sein heißester Wunsch sei, daß die An­näherung zwischen den beiden Ländern von

von Hildach,ich mag nicht in dem Hause bleiben, daS ihre Gegenwart entweiht hat.*

So reise Tante, ich bleibe aber hier.*

Du verweigerst mir den Gehorsam.*

Verzeihe, ich kann nicht anders.*

Dein Onkel, Dein Vormund wird Dich zwingen.*

Onkel, sprich Du ein Wort; soweit geht Deine Gewalt doch nicht. Ich bin Dein Mündel, aber nicht Deine Sklavin!* rief Elisabeth und ergriff den Arm des Obersten, der in der größten Verlegenheit zwischen Frau und Nichte stand und sich nicht zu raten und zu helfen wußte.

Da ging die Tür auf, atemlos, in Schweiß gebadet, stürzte Ernst ins Zimmer.

Ist eS wahr?* schrie er,man hat sie verhaftet?*

Du weißt es, Ernst?*

Man erzählt es sich bereits auf den Straßen; ich hätte eS im Gerichtsgebäude erfahren können, aber ich schämte mich, darnach zu fragen, und bin deshalb hierhergeeilt. Welch ein Wahnsinn!*

Der Marquis war ihr Gatte,* sagte der Oberst.

Ich weiß es,* keuchte Ernst.

Und sie hat ihn ermordet,* fügte seine Frau hinzu.'

Wahnsinn!* wiederholte Ernst,wer kann sie dessen beschuldigen?*

Ihr eigener Mund; sie hat selbst gestanden, daß sie ihn ermordet hat.*

Sie selbst?* Er stand wie betäubt. Plötz- lich schlug er sich mit der Hand vor die Stirn. ,O, jetzt verstehe ich alles! Alles! Elender, der ich bin, warum blieb ich nicht an ihrer Seite!' murmelte er.

Dauer sein möge. In Calais wurde Loubet festlich begrüßt und zu einer Ansprache veran­laßt, in der er seine tiefste Befriedigung über den Besuch in England ausdrückte. Auch in Paris wurde der erfolgreiche Präsident von den Ministern und einer großen Menschenmenge freudig begrüßt. Die Presse beider Länder schwimmt natürlich in lauter Entzücken über die Anbahnung der freundschaftlichen Verhält- niffe, von denen sie bei künftigen Aktionen wesentliche Vorteile erwarten. Die Engländer können es sich dabei nicht versagen, auch einige angenehme Spitzen gegen Deutschland in den Rosenkranz zu pflechten. Der kleine alte Herr Loubet mit seinem Zylinder und seiner gestärkten Hemdenbrust gefällt den Insulanern gerade so, wie er ist, und sie gaben sich keine Mühe, zu verbergen, daß seine Art ihnen mehr zusagt, als der glänzende Train, den andere hohe Be­sucher mitzubringen pflegen. Selbst König Eduard soll gesagt haben zu dem franzö­sischen Maler Bonnat, man werde Herrn Loubet in England aufnehmen wie kein anderes Staatsoberhaupt je aus­genommen worden ist. Noch viel deutlicher drückt sich die englische Presse aus. Greifen wir die folgende Aeußerung des liberalenDaily Chronicle* heraus:Wir haben Besucher gehabt, die zeremoniell, aber ohne irgend welches Gefühl ausge­nommen worden find. Nurltinen würden wir mit ganz demselben Vergnügen bewillkommnen wie Herrn Loubet und mit demselben Bedauern scheiden sehen, und das wäre Präsident Roose­velt.* Wem daS ins Stammbuch geschrieben sein soll, ist nicht schwer zu raten. Amüsant ist dabei nur, wie mit der großen Verbeugung vor Frankreich noch eine geschwinde Reverenz gegen den starken Bruder in Amerika verbunden wird; eigentlich hätten die Franzosen darauf erwidern müffen:Nur ein Gast hat uns das gleiche Vergnügen mit seinem Besuche gewährt, wie König Eduard: das ist der Zar.*

Und doch hat Herr Loubet seiner Zeit den alten Krüger empfangen und unser Kaiser nicht. Aber daran will man in England heute nicht erinnert sein. In ihrem Deutschenhasse freuen sich die Engländer in den Franzosen gleich­gesinnte Seelen gefunden zu haben, die gegebenen» falls mit dem schlimmsten Konkurrenten Eng­lands, den bösen Deutschen, auch gleich mit für England abrechnen werden. Denn sich selbst will John Bull nun einmal nicht gern die Finger verbrennen. Wir Deutschen haben bei der ganzen Affäre einen kühlen Kopf und warme Füße behalten, und daS ärgert vermut» lich die Engländer noch ganz besonders. Denn im Grunde genommen hat die ganze Staats­aktion weiter keinen Zweck gehabt, als uns zu ärgern. Irgend welche belangreichen praktr- schen Ergebniffe wird der Besuch Loubets nicht

,Ernst, Ernst, was hast Du, komm zu Dir!' rief seine Mutter und griff ihn beim Arm.

Er schleuderte ihre Hand zurück und wandte sich zu der Tür.

Sein Vater vertrat ihm den Weg.

Wohin willst Du?' ,

Aufs Gericht, sie befreien, dre sich opfern will" für mich opfern will!'

Ernst!* schrie Elisabeth.

Ernst!* kreischte Frau von Hildach und klammerte sich an ihn.Welche Gemeinschaft hast Du mit diesem Geschöpf?'

Ich liebe sie; ich weiß, daß sie unschuldig ist, und gehe hin, Zeugnis für sie abzulegen.

Er ist rasend; Hildach» halte ihn fest, laß ihn nicht aus der Tür, nicht au» dem Hause, schrie die Oberstin und hing sich noch fester an ihren Sohn. _ , _ .

Er riß sich gewaltsam los:8aß mich, Mutter, oder ich vergesse mich!'

Er stürzte aus dem Zimmer, dessen Tur krachend hinter ihm zuschlug.

Mein Sohn! Mein Sohn!' wimmerte Frau von Hildach, der ein entsetzliches St* aufzudämmern begann.Ich habe eine Grube gegraben, und mein eigenes Kmd ist hinein» gestürzt,* murmelte sie mit heiserer Stimmer dann fiel fie mit hartem Aufschlag zu Bodm.

Dieses Mal war es eine wirkliche Ohnmacht, die fie umfing.

Zehnte» Kapitel.

Melden Sie mich bei dem Herrn Amts­richter Greger, ich habe wichtige Mttteilmige^ in der Maleville'schen Angelegenheit zu machen, sagte Ernst von Hildach zu einem der Gerichts» diener, nachdem er das in der Mauerstraße bet