MlUW Jeilui!
mit dem Kreisblatt für Vie Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage! Illuftrirtes Sonntagsblatt.
JKE 186
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Marburg
Freitag. 10. Juli 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Zoh. Aug. Koch, Untversitäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55,
38. Jahrg.
Die Papstwahl.
Mit Leo XIII. wird eine Zierde des päpstlichen Thrones aus dieser Zeitlichkeit scheiden. Trotzdem auch er während seiner mehr als fünfundzwanzigjährigen Regierungszeit kein Titelchen der pästlichen Rechte preisgegeben, obwohl auch er in starrer Gegnerschaft zum italienischen Königshause verharrte und die Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papsttums mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln vertrat, so war er doch ein ganz anderer als sein streitbarer Borgänger PiuS IX. Wie dieser das Ansehen deS Papsttums erschüttert und geschmälert hat, so daß selbst seine Freunde wünschten, eS möchte bald eine versöhnlichere Tonart angeschlagen werden, so hat Papst Leo XIII. die Achtung vor der Kurie in allen Ländern der Erde gehoben und seine Autorität auf eine bisher unerreichte Höhe gestellt. Von ihm gilt, wie von keinem anderen: suaviter in modo, fortiter in re, entgegenkommend in der Form, fest in der Sache. In dieser Beziehung ist es außerordentlich bezeichnend, daß bereits der erste Erlaß deS Papstes Leo nicht mehr von einem Raube (fpoliatio), sondern von einer Besitzergreifung (occupatio) RomS durch das italienische Königshaus sprach. Diese überaus glückliche Wendung ist bezeichnend geworden für das amtliche Verhalten des Kirchenfürsten. Daß es Papst Leo trotz seiner ausgesprochenen Friedfertigkeit nicht an Versuchen hat fehlen lasten, mit Hilfe Frankreichs die weltliche Macht deS Papsttums wiederherzustellen, ist eine historische Tatsache. Nach diesem Fiasko hat sich der Kirchenfürst in seinen Kämpfen aber nur noch geistiger Waffen bedient, und mit diesen hat er viele Erfolge errungen. Erfolge, von denen nur zu wünschen wäre, daß die Nachfolger Leos auf ihnen weiter bauten, auf daß die Kurie fortfahre, eine Macht deS Friedens und der Versöhnung zu sein, auf daß die Statthalter Jesu auf Erden im Geiste ihres Herrn und Meisters wirken und der Welt den Frieden bringen.
Die Papstwahl, zu der zehn Tage nach dem Ableben deS gegenwärtigen Papstes geschritten wird, ist seit Jahrhunderten ein ausschließliches Vorrecht der hohen katholischen Geistlichkeit, des Kardinalkollegiums. Früher war es anders. In den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung wurden die Päpste von Geistlichkeit und Volk gewählt. Das ganze Mittelalter ist erfüllt von den Kämpfen um daS von den Kaisern geforderte Bestätigungsrecht der Päpste; heftiger waren allerdings noch die Streitigkeiten, die wegen des Anspruchs der Päpste auf Konfirmation und Approbation bei den deutschen Kaiserwahlen, ausgefochten wurden. Vorübergehend besaßen die Kaiser jedenfalls ein Bestätigungsrecht, das ihnen jedoch bereits um die Mitte des 11. Jahrhunderts endgiltig und unwiederbringlich verloren ging. Seit jener
82 Nachdruck verboten.)
Gefesselt.
Roman von Jenny Hirsch.
.'Fortsetzung.!
Sine Pause folgte dem Geständnis, welches Annie mit unnatürlich heiserer Stimme schnell herausgestoßen hatte, als könne sie die Worte nicht rasch genug los werden. Der Polizeikommissar, eingedenk der Wunden, die er an der Leiche gesehen hatte, lächelte ungläubig; der Amtsrichter setzte das Verhör fort, aber seine Fragen hatten einen leisen Anflug von Spott.
»Womit haben Sie denn den Marquis erstochen?"
»Mit einem Dolch."
»Wie kamen Sie dazu?"
»Ich besaß ihn und nahm ihn auf alle Fälle mit."
»War es dieser hier?" sagte der Untersuchungsrichter, unter einer Decke den blutbefleckten Dolch hervorziehend. Sie schauderte, neigte aber bejahend den Kopf.
„In die Brust, in den Hals, ich weiß eS selbst nicht genau; ich überfiel ihn, stach in meiner Wut blind darauf loS, und als er blutend und verröchelnd am Boden lag, stürzte ich davon."
Ter Polizeikommiffar erbat sich jetzt das Wort. »Was Sie da erzählen, ist ganz unmöglich. Sie werden uns doch nicht glauben machen wollen, ein kräftiger Mann, wie der Marquis, hätte sich von Ihnen gutwillig ab- fchlachten lasten."
Zeit steht das Recht der Papstwahl ausschließlich dem Kardinalskollegium zu, daS behufs Ausübung der Wahl zu dem sog. Konklave Zusammentritt. Für daS von dem Konklave zu beobachtende Verhalten sind die wesentlichsten Bestimmungen bereits im Jahre 1179 erlösten werden. Ueber die mannigfachen und seltsamen Gebräuche bei der Papstwahl braucht man sich daher nicht zu wundern. Oesterreich, Frankreich und Spanien besitzen, was der Vollständigkeit halber noch mitgeteilt sei, eine Art Einspruchsrecht gegen die Wahl eines ihnen nicht genehmen Kandidaten. Jeder dieser Staaten beauftragt insgeheim einen Kardinal, die Verwerfung der Wahl dieses oder jenes Konklave- MitgliedeS zu beantragen. DaS ist wenig, aber etwas.
WaS daS Konklave selbst angeht, so bedeutet der Name zunächst »Verschlossenes Gemach", im übertragenen Sinne jedoch die Versammlung, die hinter verschlostenen Türen zur Papstwahl schreitet. Am zehnten Tage nach dem Ableben des jeweiligen Papstes begeben sich die Kardi- näle in die Peterskirche, um dort die Messe De spiritu sancto zu hören, von dort gehts in feierlicher Prozession in die Sixtinische Kapelle, woselbst die Kardinäle den Schwur leisten, die Bestimmungen deS Wahlgesetzes gewissenhaft zu erfüllen. Darauf ziehen sich die Wähler, deren Zahl diesmal die Höhe von 70 beinahe erreichen wird, in die für den Zweck der Papstwahl eigens eingerichteten Zellen zurück. Diese Zellen, welche alle einen Ausgang zu einem langen Korridor besitzen, sind unter einander nur durch Frieswände getrennt, so daß man jedes in einer Zelle gesprochene Wort in den Nachbarzellen deutlich hören kann. Für die Verpflegung der Kardinäle, die von der Außenwelt hermetisch abgeschloffen sind, ist selbstverständlich aufs beste gesorgt. Sonderbar ist es, daß die Korridore zu den Wahlzellen vermauert und sämtliche Türen mit doppelten Schlössern verschlossen werden. In dieser Isolierung vollzieht das KardinalSkollegium nunmehr die Wohl, wobei eine Unmenge peinlichster Vorschriften zu berücksichtigen find. Die Wahl wird so oft wiederholt, bis sich auf einen Kandidaten eine Zweidrittelmehrheit vereinigt hat. DaS dauert unter Umständen viele Tage; wurde es doch als ein Beweis ganz besonderen Vertrauens angesehen, daß vor 25 Jahren der Kardinal Johann Pecci schon im zweiten Wahlgange eine Zweidrittelmehrheit erhalten hatte.
Bei der diesmaligen Wahl kommt eigentlich kein Kardinal in Frage, besten Wahl gleich der vor 25 Jahren vollzogenen von vornherein gesichert erschiene. Wie damals, so werden auch diesmal Vertreter der schärferen und der milderen Tonart in den engeren Wettbewerb treten. Neben Rampolla haben Götti und Vannutelli Aussicht, mit der dreifachen Krone geschmückt zu werden. Rampolla ist der streitbare, die beiden andern Cardinäle, zu denen
»Es ist doch so."
„Sie haben einen Begleiter gehabt und dieser hat die Tat verübt."
„Nein, ich war ganz allein und habe eS auch ganz allein getan."
„Man hat aber an dem Schauplatz der Tat die Fußspuren eines zweiten Mannes gesunden."
Sie fuhr einen Augenblick erschreckt zusammen, sagte aber dann wieder bestimmt:
„Es ist niemand in meiner Begleitung gewesen; ich habe niemand ins Vertrauen gezogen."
Dabei blieb sie, wie man sie auch mit Kreuz- und Querfragen in die Enge zu treiben suchte.
„Was wollen Sie noch von mir?" sagte sie. „Ich gestehe mein Verbrechen ein, mehr kann ich doch nicht tun. Verurteilen Sie mich, lasten Sie mich töten I"
»So rasch geht das denn doch nicht," entgegnete der Amtsrichter, »ich muß Sie nach dem von Ihnen abgelegten Geständnis allerdings in Verhaft nehmen, im übrigen wird die Untersuchung wohl noch Licht in die dunkle Angelegenheit bringen."
»Was ist da noch zu untersuchen? Ich habe eingestanden, ist die Sache damit noch nicht zu Ende?"
»Noch nicht ganz," war die Antwort.
Der Amtsrichter schloß das Verhör und ließ ihr das Prowkoll vorlesen, daS sie mit fester Hand unterschrieb, dann klingelte er und befahl, ihr eine möglichst bequeme Zelle anzuweisen.
Nun hieß er den Obersten eintreten, den er mit dem Verlauf des Verhörs bekannt machte.
Herr von Hildach stand wie vom Schlage getroffen. »Eine Mörderin unter meinem Dache,
auch noch der Kamerlengo Oreglia gezählt werden muß, sind die versöhnlich gesinnten Kardinäle, die etwa im Sinne Leo XIII. fortwirken würden. Da in dem Kardinalskollegium kein Zweifel darüber herrschen kann, daß ein versöhnlicher und milder Papst auch in Zukunft segensreicher für die Kirche wirken kann als ein herrschsüchtiger, so glaubt man nirgends recht an die Wahl Rampollas, sondern meint überall und allgemein, daß ein Kardinal der gemäßigten Richtung daS Konklave als Papst verlaffen wird.
Ausland.
Leo XIIL
Nach dem gestrigen Krankenbericht gewinnt in den Aerztekreisen RomS allgemein die Anschauung Raum, daß Lapponi und Mazzoni eine falsche Diagnose gestellt haben. Erhandelt sich nicht um Lungen-, sondern um Rippenfellentzündung, WaS auch der Fiebermangel wahrscheinlich macht. Die Untersuchung deS abge- zapten Blutserums deckte Bestandteile, wie eS scheint, tuberkulösen Charakters auf. Diese Diagnose stellt einen langwierigen Krankheitsverlauf in Aussicht, falls nicht Komplikationen eintreten und die Kräfte rasch schwinden. Einen Zweifel an der Richtigkeit der bisherigen Diagnose äußerte schon gestern auch der Minister Baccelli, bekanntlich ein namhafter Kliniker. Auch der Vatikan hat den Fehler jetzt erkannt und tröstet sich mit dem Gedanken, daß die Erkenntnis noch nicht zu spät komme.
Papst Leo XIII. besitzt eine Lebenskraft, wie sie in dem gebrechlichen Körper des Pontifex niemand vermuten würde. Die schwere Krankheit, von der er feit vollen 8 Tagen bedroht ist, hätte Wohl einen rüstigen Mann in der Vollkraft der Jahre zu Boden gestreckt, um wie viel mehr mußte man diese Wirkung auf den schwächlichen Kirchenfürsten für unabwendbar halten. Und doch, den Aerzten ist eS ein Rätsel, der Papst hat die schwere Krankheit beinahe überwunden. Die allgemeine Körperschwäche wird dagegen immer größer, so daß eine Hoffnung auf Genesung des PapsteS nicht aufkommen kann. Er selbst ist davon völlig überzeugt. Er ließ gestern seinen Privatsekretär rufen und erklärte ihm, am Donnerstag werde er tot sein. Als Angeli diese Voraussage für grundlos erklärte, da der gegenwärtige Zustand zu guten Hoffnungen berechtige, wiederholte Papst Leo, am Donnerstag werde ich tot sein, wandte sich dann ab und schwieg.
Am gestrigen Mittwoch Mittag verfiel der Papst in Agonie, aus der er nach der Meinung seiner Aerzte nicht mehr erwacht. Auf diese Feststellung der Leibärzte hin wurde der Groß- pönitentiar Serafino Vamutelli, einer der aus- sichtsvollsten Papabili, an das Krankenlager be-
an meinem Tische, als nächste Freundin meiner Nichte!" stöhnte er. „WaS wird meine Frau sagen! Wer hätte daS für möglich gehalten?"
„Es ist auch nicht möglich," sagte der Polizeikommiffar.
„Wie? Sie glauben eS ihr nicht? Ja, es wird sich doch niemand eines Verbrechens anklagen, daS er nicht begangen hat!" rief der Oberst, dem es doch über den Horizont ging.
»Kommt alle« vor," brummte der Kriminal- kommiffar in den Bart, und der Amtsrichter legte dem Obersten eine Reihe von Fragen vor, die darauf berechnet waren, zu erfahren, ob Annie Wilson in oder außer dem Hause Verkehr mit Männern gehabt habe. Herr von Hildach konnte dies mit vollster Bestimmtheit verneinen. Annie war nie allein ausgegangen und hatte sich stets gegen alle Besucher der Villa sehr zurückhaltend benommen, der einzige, mit dem sie zuweilen vertraulicher geplaudert, sei der Leutnant von Röber gewesen, der sei aber schon vor ein paar Wochen mit seinem Regiment zum Manöver auSgerückt.
»Und die junge Dame sieht mir auch nicht aus, als habe sie einen Husarenleutnant zu ihrem Vertrauten gemacht," sagte der Kriminal- kommiffar, nachdem der Oberst sich entfernt hatte.
»Ebenso wenig, wie sie den MarquiS mit eigenen Händen erstochen hat," fügte der Amtsrichter hinzu, »aber sie weiß, wer es gewesen ist."
»Hier steckt der Knoten, und hier muß nach- geforscht werden," versetzte der Kriminalkom- miffar, sich den Bart streichend; er hatte so seine eigenen Gedanken, mochte aber leibst gegen
rufen, um dem Papste die Absolution „in peri- culo mentis" (in Todesgefahr) zu erteilen. Die Tatsache der Absolution in periculo mentis beweist also, daß man in vatikanischen Krisen schon am gestrigen Mittwoch Mittag von der bevorstehenden Auflösung des PapsteS überzeugt war. Das schmerzlose Hinüberschlummern kann kürzere oder längere Zeit in Anspruch nehmen, darüber konnten die Aerzte gestern nichts genaueres sagen, hat die wunderbare zähe Natur deS PapsteS ihre Voraussagen doch stets zu Schanden gemacht, auch noch während der Todeskrankheit. — Der Kamerlengo Kardinal Oreglia führt seit der schweren Erkrankung deS PapsteS die Geschäfte. Oreglia enthob zunächst den Kardinalstaatssekretär Rampolla, gegen deffen Wahl zum Papste Oesterreich das ihm zustehende Einspruchsrecht geltend machen wird, seiner amtlichen Befugnisse. Er fungiert, wie der „Volksztg." geschrieben wird, während de« Interregnums als Diktator im Vatikan, so will eS die Verfassung der römischen Kirche.
Ein seltsamer Zufall: PiuS IX. haßte den Romulengo Johann Pecci, nachmaligen Papst Leo XIIL, der am 5. Februar 1878 die Verweserschaft deS kirchlichen Reiches übernahm. Dieselben Gefühle der Abneigung beherrschten Leo XIII. und seinen Kamerlengo. Der Kamerlengo hat nach dem Ableben des PapsteS die Aufgabe, dem Verstorbenen mit einem kleinen silbernen Hammer dreimal auf die Stirn zu klopfen und ihn mit seinem Namen zu rufen, um festzustellen, daß er nicht mehr lebe. Mit Bezug hierauf pflegte Leo XIIL zu scherzen: „O dieser starke und herrische Mensch wird mit sanftester Hand das silberne Hämmerlein auf meine bleiche Stirn fallen laffen, um mich ja nicht zu wecken. Kraftvoll ist Oreglias Regiment. Er diktierte dem Kardinal - Vikar von Rom den Text der öffentlichen Gebete vor ausgesetztem Altarsakrament in allen Kirchen Italiens und belegte den Telegraphen für eine ganze Stunde. Darauf befahl er dem Kardinal-Staatssekretär Rampolla, in eigener Person das königlich« Justizministerium aufzusuchen und de» bedrohlichen Zustand des PapsteS der Regierung des Königreichs Italien „amtlich" mitzuteilen. Damit hat der Kamerlengo das Garantiegesetz vom 31. Mai 1871 anerkannt. Dieser im Jahre 1878 durch den Kardinal Pecci geflissentlich unterlassene Schritt wird jetzt ein Ereigni? von großer Tragweite. Der päpstliche Stellvertreter erkennt als italienischer Staatsbürger das Regiment Savoyens und das Grundgesetz des Jahres 1861 als zu Recht bestehend an. Darauf wurde auf Oreglias Befehl sämtlichen Kardinäle» des Auslandes von der bevorstehenden Auflösung deS Papstes telegraphisch Mitteilung gemacht. — Der Papst soll römischen Blättern zufolge ein Vermögen von rund 20 Millionen Lire ober 16 Millionen Mark hinterlassen. Unterrichtete Kreise behaupten, daß
den Untersuchungsrichter sich vorläufig darüber noch nicht auslaffen.
Elisabeth von Hildach verlebte Stunden der Angst und Pein in der Villa, verfolgt von den Fragen und Stichelreden der Tante, die sehr wohl merkte, daß sich hinter ihrem Rücken Dinge abspielten, die man ihr verhehlen wollte.
Endlich trat der Oberst ein, und nun vermochte das gequälte Mädchen sich nicht länger zu beherrschen.
„Wo ist Annie?" rief sie ihm entgegen. „Ist sie nicht mit Dir zurückgekommen, Onkel?"
„Sie war also mit Dir fort, und mir sagte man, sie sei unwohl und liege im Bettl" rief Frau von Hildach. »WaS bedeutet das? WaS geht vor? Seit wann werde ich als Null i« Hause behandelt?"
„Du sollst alles erfahren, Cäcilie, verschweigen läßt sich ja nun doch nichts mehr, s» gern ich Dich noch schonen möchte," sagte der Oberst.
»So rede!"
»Annie ist verhaftet."
Jetzt schrien Tante und Nichte aus.
„Und zwar als Mörderin deS MarquiS vo» Maleville; sie ist der Tat geständig."
„Meine Ahnung! Meine Ahnung!" kreischte Frau von Hildach.
Elisabeth war totenbleich geworden und hielt sich nur mühsam aufrecht. „ES ist nicht wahr," sagt» sie leise, aber bestimmt.
(Fortsetzung folgt.