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A mit -em Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

SoXsttÄgsveilager Mustrirtes Sonntagsblatt.

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setzte der Amtsrichter daran anknüpfend

Verhör fort. »Seit wie lange?"

Ich habe ihn wenige Stunden nach Trauung verlassen," bekannte sie ruhig.

Die Herren konnten eine Bewegung

Vierteljährlicher BezugspreiSi bet ver Expedition 2 Mk^ bei allen Postämtern 2,25 Mk. <e$cl. Bestellgeld).

Juserttonsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

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Giornale d'Jtalia" meldet, die Arbeit unte1 den als Papabili genannten Kardinäle» habe begonnen. In der vergangenen Nacht haben ftc an die ihnen befreundeten Kardinäle im Aus' lande telegraphiert.

Eine dem Vatikan nahestehende Persönlichkeit hat sich dahin ausgesprochen, daß Gotti die meisten Ausstchten habe, Leos Nachfolger zu werden, vor allem deshalb, weil er stets so vernünftig war, sich streng reserviert im Hinter­gründe zu halten. Er sei gelehrt, energisch, und dann hat er etwas, worauf im Fall schwankender Stimmungen im Grunde doch viel ankommt, nämlich eine wunderbar imponierende majestä­tische Erscheinung. DieTribuna" dagegen ist der Ansicht, daß im Konklave 2 Strömungen zu Tage treten werden: die eine für Gotti, die andere für Rampolla. Auch Seraphino Vanutelli, di Pietro und Capecelatru hätten Anhänger. DaL Konklave wird aber nicht vor Ankunft des amerikanischen Kardinals Gibbons zusammentreten.

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Menge Flüssigkeit. Nachdem dieser Versuch ge­glückt war, nahm Mazzoni die endgiltige Flüsfig- keitsentziehung vor. Die Operation ging sehr gut von statten. In ganz kurzer Zeit wurden 800 Gramm blutiger Flüssigkeit entfernt. Der Papst belobte Mazzoni nach der Operation wegen seiner wunderbaren Geschicklichkeit. Hier­auf zogen sich die Aerzte zurück und faßten folgendes Bulletin ab:

Rom, 7. Juli, 41/* Uhr nachmittags. Der an der Brust des Papstes ausgeführte Propestich ergab eine serohämatische Flüssigkeit. Man schritt darauf zum Bruststich, durch welchen etwa 800 Gramm Flüssigkeit entlerrt wurden. Eine rasche Untersuchung nach der Operation ergab einiges Schleimrasseln in der zuuerst ergriffenen Lungengegend. Der Papst ertrug die Operation gut. Seine Stimmung ist ge­hobener und der allgemeine Zustand scheint etwas gekräftigt. Gegenwärtig ruht der Papst, (gez.) Lapponi und Mazzoni.

lieber die Operation und den Zustand deS Papstes meldetGiornala d'Jtalia" von Dienstag abend: Die von Professor Mazzoni nach dem Probestich ausgeführte Operation ist der letzte Versuch, das Leben des Papstes zu verlängern. Seit heute morgen hat sich der Zustand des Herzens ver­schlimmert, derjenige der Lunge dagegen leicht gebeffert. Die Stimme ist schwach und zuweilen wird es dem Papste schwer, sich verständlich zu machen. Das Bewußtsein ist vollkommen klar; der Papst kennt den Ernst seines Zustandes. Wiederholt hat der Papst verlangt, sein lateinisches Gedicht gedruckt zu lesen. Das baldige Ende ist jedenfalls unvermeidlich."

Der Arzt Mazzoni erklärte gegenüber einem Vertreter derAgencia Stefani", die Gefahr sei stetig drohend. Aber da die Krankheit zu unberechenbar sei, sei eS möglich, daß der Papst noch drei Tage lebe.

Der Münchener Nuntius, Monsignore Machi, erhielt dagegen gestern ein Privattelegramm, welches besagt, der Zustand deS Papstes sei hoffnungslos, die Agonie ein» getreten und das Ableben stehe bald bevor."

Irgend eine Hoffnung, daß der Papst auch die jetzige Erkrankung gleich seinen früheren überwinden werde, besteht also nicht mehr. Im Vatikan selbst sind schon alle Vorbereitungen für den Fall des Todes des Papstes getroffen. Alle Gendarmen, auch die Palatingarden, find konsigniert. Die Kardinäle haben schon ihre Wahlbearbeitung begonnen. Rampolla hat neue Widersacher gefunden. ES wird ihm vorge­worfen, daß er am Sonntag zögerte, die Ver­schlimmerung im Befinden deS Papstes bekannt zu geben. Ein großer Teil der Kardinäle sucht jetzt Stimmung zu machen für Capocelatro, den Erzbischof von Capua, den gelehrtesten Kirchen­fürsten Italiens, der von Rampolla stets von Rom ferngehalten wurde.

Staunens nicht unterdrücken, selbst der Proto­kollführer hielt eine Weile mit Schreiben inne. Weshalb?" lautete die nächste Frage.

Weil ich die Beweise erhielt, daß er mich grenzenlos betrogen hatte und ein Abenteurer der bedenklichsten Art war," erwiderte fie mit Festigkeit, dann aber wurden ihre Aussagen zögernder und leiser, als der Richter fie auf­forderte, diese Behauptung zu begründen. ES war für fie eine moralische Folter, diesen Männern die Geschichte ihres Lebens und be­sonders der unglücklichen Verkettung von Um­ständen zu erzählen, die fie dem Marquis in die Arme geführt hatte.

Der Amtsrichter erließ ihr jedoch nichts, schonend in der Form, aber unerbittlich in der Sache selbst stellte er Frage auf Frage, bis er ihr ganzes Leben bloßgelegt hatte bis zu dem Augenblicke, da fie nach Potsdam gekommen war.

Sie weihten Ihre Freundin nicht in das Geheimnis Ihrer übereilt geschloffenen und eigenmächtig gelösten Ehe ein?" fragte der Amtsrichter.

Ich kam mit der Absicht, es zu tun, aber ich verschob es von Tag zu Tag und zuletzt vermochte ich eS nicht mehr."

WaS dachten Sie aber zu tun? Welche Pläne hatten Sie für die Zukunft? Sie mußten doch teilen, daß Ihr Aufenthalt im Hildach'fchen

liegende Dinge erinnern und neuere Vorkomm­nisse nicht mehr im Gedächtnis behalten. Be­sonders in der Nacht arbeitet sein Geist und sein Gedächtnis leistet da manchmal wunder­bares. Noch vor wenigen Monaten rief er früh 61/, Uhr seinen Sekretär und diktierte ihm 90 lateinische Verse, die er in einigen schlaflosen Stunden verfaßt und die sein wunder­bares Gedächtnis Wort für Wort aufbeteahrt hatte. Vor einiger Zeit wollte der Papst noch eine Kneipkur durchmachen ..."

Einem scharffinnigen Kardinal gab der Papst gelegentlich die Aufgabe, in einem Kernsatze zusammenzufaffen, wa8 die moderne Kunst be­deute. DeS Kardinals Auskunft befriedigte diesmal Leo XIIL nicht, der bemerkte:Tröste Dich, mein Freund, die Sezesfion ist wahr­scheinlich die Kunst, 20 Jahre alt zu sein, und davon verstehen wir beide nichts." Der Maler Chartram meint, der Papst sei eine ironisch angelegte Natur. Er könnte aus seinen Ge­sprächen während' der Sitzungen manchen Be­weis dafür anführen.

Der Papst bestimmte, daß die Hälfte seines Vermögens an seine verschiedenen Neffen falle. Die erste Hälfte haben die Neffen schon früher erhalten. Ferner stellte Leo nach demB. T." Normen aus, damit die Ersparniffe, die er als Papst machte und die mehrere Millionen be­tragen, als ständiger, unantastbarer Geheim­fonds auf seinen Nachfolger übergehen sollen.

Die außerordentliche Zähigkeit, die der un­scheinbare Körper des 94jährigen Papstes der tätlichen Krankheit entgegensetzt, erregt selbst bei seinen Aerzten Staunen und Bewunderung. Trotzdem dürfte die Katastrophe nicht mehr lange auf sich warten laffen, denn auch die gestern vormittag ausgeführte Operation vermag fie höchstens auf Stunden hinauszu­schieben. Hebet dieselbe wird folgendes aus Rom berichtet:

Profeffor Mazzoni betrat den Vatikan kurz nach 12 Vs Uhr mittags mit dem Operations­kasten. Als der Papst Mazzoni erblickte, beun­ruhigte er fich etwas, wurde aber wieder ruhig, als er die beruhigende Miene Mazzoni« sah. Der Papst fragte, ob es fich um eine gering­fügige Sache handele, und fuhr auf die Antwort Mazzonis, daß er in wenigen Minuten fertig sein werde, fort, Mazzoni solle nur ohne wei­teres daS Erforderliche tun, er habe Vertrauen zu ihm. Der Papst, welcher auf einem Lehn­stuhl saß, wurde darauf vom Kammerdiener Centra auf das Bett gelegt. Der Papst betete schweigend. Die Operation begann um 1 Uhr. Professor Mazzoni wurde von Dr. Lapponi assistiert. Mazzoni machte zunächst mit einer Metallspritze eine Kokaineinspritzung, um den Teil der Brust unempfindlich zu machen. Der Papst gab kein Zeichen des Schmerzes von sich. Mazzoni machte sodann mit derselben Nadel einen Einstich und entzog zunächst eine kleine

Gefesselt.

Roman von Jenny Hirsch.

lFortsehung.)

Der Oberst half Annie einsteigen und setzte sich ihr gegenüber, es ward aber während der Fahrt kein Wort zwischen ihnen gewechselt. Oberst von Hildach vermochte weder Annie zu befragen, noch ein Wort der Teilnahme an sie zu richten, und sie saß vor ihm mit herab­gelassenem Schleier, in fich zusammengesunken, wie eine Verbrecherin vor ihrem Richter.

Die Polizei hatte den Fall bereits dem Criminalgericht übergeben, und der Kommiffar war eben im Begriff, dem mit der Unter­suchung beauftragten Amtsrichter seinen Bericht zu erstatten, als der Oberst und seine Be­gleiterin gemeldet wurden. Der Richter ließ den letzteren bitten, zu warten, da er ihn auch noch vernehmen möchte, und Annie eintreten, um fie in Gegenwart des Polizeibeamten zu verhören. Beide Männer waren betroffen von der Schönheit der jungen Frau, die selbst aus der furchtbaren Verstörung ihrer Züge hervor­leuchtete. Sie tauschten einen Blick, der zu sagen schien: dies ist ein Opfer aber keine Ver­brecherin. Der Untersuchungsrichter ließ ihr einen Stuhl reichen, auf den fie erschöpft nieder­sank, und legte ihr alsdann die Generalsragen vor, in welchen in diesem Falle schon der eigentliche Grund zu ihrer Vernehmung lag. Sie antwortete ohne Zögern, daß fie Annie Wilson, verehelichte Marquise von Maleville heiße.

Gingen Sie allein dahin?"

Ja. Wer hätte mich begleiten sollen? Es wußte niemand von unserem Zusammentreffen," antwortete sie, und es wollte den Amtsrichter bedünken, als ob sie diese Versicherung mit einer ganz besonderen Hast und Dringlichkeit gebe.

Sie hatten einen heftigen Streit mit dem Marquis?"

Ja; er verlangte, ich solle bis zum andern Morgen das Hildach'sche Haus verlaßen haben, fände er mich am nächsten Tage noch dort, so würde er alle Rücksicht beiseite setzen und mir meine Schmach, meine Schande vor der ganzen Familie ins Gesicht schleudern."

Glaubten Sie denn, daß er es tun würde?"

»Ach ja!"

Wußten Sie nicht, daß die Giltigkeit Ihrer Ehe vor dem Gesetze angefochten werden konnte, da Sie in Frankreich, wo die Cidilehe obliga­torisch ist, nur kirchlich und sogar heimlich getraut worden waren?" fragte der Amtsrichter verwundert.

Ich wußte eS nicht; wer sollte mich darüber belehrt haben, da ich das Geheimnis meiner Ehe ängstlich hütete?" antwortete fie wieder mit einer ganz besonderen Lebhaftigkeit.

Sie fürchteten also das Schlimmste von ihm?"

Ja, die Angst überwältigte mich, die Ver­zweiflung war Herr über mich, und da da hab ichS getan?"

Was haben Sie getan?"

^Reinen den Marquis erstochen!"

(Fortsetzung folgt

Hause nur von vorübergehender Dauer fein konnte?"

Sie strich mit der Hand über das Geficht und blickte vor fich hin, als müffle fie sitz auf die Antwort selbst erst besinnen, dann sagte sie:

Ich dachte gar nichts, machte gar keine Pläne, sondern genoß die Rast wie das gehetzte Wild, dem es gelungen, fich vor der Meute zu verbergen; ich bin bald genug wieder auf­gefunden worden."

Der Marquis hatte ihren Aufenthaltsort entdeckt und suchte Sie im Hildach'fchen Hause auf?"

.Ja."

Warum vertrauten Sie fich da nicht Ihrer Freundin?"

Ich konnte eS nicht; ich hoffte immer noch, er werde fich erbitten lassen, mich freizugeben."

Warum trat er aber nicht sogleich offen mit seinen Ansprüchen aus?"

Weil es ihm bei den Verbindungen, die er in Berlin angeknüpft hatte, durchaus nicht paßte, einzugestehen, er habe ein Mädchen, das nicht seines Stande« sei, geheiratet; er wollte, ich sollte daS Hildach'sche HauS heimlich ver- laffen und mit ihm gemeinschaftlich nach Peters­burg reisen."

Wann sagte er Ihnen das?"

In der letzten Unterredung, die ich mit ihm im Reuen ©arten hatte."

Sie geben also zu, gestern abend zwischen acht und neun Uhr mit dem Marquis im Neuen Garten zusammengetroffen zu fein?"

Ja."

Wo?"

Marburg

Donnerstag, 9. Juli 1903.

Umschau.

Geht es in Ostassien los?

Unter den auS russischen Quellen fließenden Nachrichten über die Lage im äußersten Osten befindet fich jetzt auch die von einer Mobil­machung der japanischen Truppen. In den diplomatischen und militärischen Kreisen Rußlands hält man daher den baldigen Ausbruch von Feindseligkeiten für unvermeidlich. Wir haben in der jüngsten Zeit wiederholt Petersburger Nachrichten, die auf einen äußerst kriegerischen Ton gestimmt waren, Mitteilen müssen. Wir glauben auch, daß Japan jeden Augenblick zum Kriege bereit wäre, da es die Vorgänge in China, in bei Mandschurei und namentlich auch in Korea mit steigender Unruhe erfüllen. Allein ist Japan nun aber gänzlich außer Stande den Rassen entgegenzutreten. Daß England kriegsbereit und kriegslustig wäre, wird man auch bezweifeln dürfen, und daß fich die Vereinigten Staaten von Nordamerika Rußland gegenüber in die Unkosten eines Krieges stürzen sollten, will unS noch nicht recht in den Kopf. Die Stunde für die unausbleibliche Auseinandersetzung scheint uns noch nicht geschlagen zu haben. Aber wa« noch nicht ist, kann noch werden, liebet kurz oder lang müssen den Rivalen im fernen Osten ja an einander geraten und wir werden es als ein Glück betrachten, wenn Deutschland bei dieser Auseinandersetzung den Zuschauer machen könnte. Ein Krieg um China ist kostspielig und bringt keinen Gewinn.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlage Joh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchdruckeret 38. Jahrg.

Marburg, Markt 2L Telephon 55.

Leo Xlll

In der von kotholischen Mystikern hochge­schätzten Prophetie deS heiligen MalachinS werden lautVoss. Ztg." nur noch zehn Ponti­fikate in Aussicht gestellt. Nach diesen soll die Vollendung" eintreten, die bessere Welt beginnen. Wenn freilich die künftigen Päpste sich die Regierungszeiten Leos XIII. und Pius IX. zum Muster nehmen, dann können zehn Ponti­fikate fast drei Jahrhunderte bedeuten. In früheren Jahrhunderten aber waren zehn Ponti­fikate eine Kleinigkeit. Es gab Jahrhunderte mit 15, ja mit 23 Pontifikaten. Pabst Leo hat alle 62 Kardinäle, die 1878 an dem Kon­klave teilnahmen, mit einziger Ausnahme deS Kardinals Oreglia überlebt, der nun als Camerlengo (Kammerherr) für die Wahl des - 258. Papste« zu sorgen haben wird. Heber hie Gesundheit des Papstes hat von dem Antritt seines Pontifikats an der Leibarzt Ceccarelli gewacht, der diese« Amt schon unter Piu« IX. versehen hatte. AIS Ceccarelli gestorben war, trat 1893 Lapponi, der ihn bi« dahin als zweiter Arzt unterstützt hatte, an feine Stelle. Ein volles Jahrzehnt hat er das verantwortungsvolle und nicht« weniger als leichte Amt mit großer Sorgfalt und bestem Erfolg geführt. Leicht zu behandeln, sagt dieKöln. Zeitung", war Leo nicht. Er spottete gern über die Kunst der Aerzte, der er nicht allzuviel traute. Er war al« Patient oft eigenfinnig. Den gewöhnlichen ärztlichen An­ordnungen, Vorficht und Schonung zu üben, fügte Leo fich nur mit Widerstreben und je älter er wurde, desto schwerer war er in dieser Beziehung zu behandeln; denn neben einer ge­wissen nervösen Hast entstand bei ihm eine Art von fatalistischem Vertrauen auf seine Lang­lebigkeit, womit er den Mahnungen des Arztes auf Schonung seiner Kräfte entgegenzutreten pflegte. Er liebte e«, auch anderen gegenüber von der wunderbaren Erscheinung seines mit Leistungsfähigkeit und Gesundheit gepaarten Alters zu sprechen. DaS Empfangen von Pilgerscharen gereichte ihm stets zu besonderer Genugtuung und er verzichtete nur sehr ungern darauf, wenn er selbst fühlte, daß eS über seine Kräfte ging. Aber oft meinte er:DaS kann ich den guten Leuten nicht antun; fie find so weit hergekommen, nur um mich zu sehen und um diese Freude will ich fie nicht bringen."

Kurz vor dem 91. Geburtstage des Papstes erzählte Lapponi:Leo XIII. leidet durchaus nicht an den körperlichen Störungen und schmerzhaften Anfällen, denen Greise in seinem Alter gewöhnlich ausgesetzt sind. Er ist etwas kurzsichtig und trägt die Brille, ober häufig schiebt er sie auf die Stirn oder et nimmt sie ganz ab. Sein Gedächtnis ist geradezu er­staunlich, nicht etwa mechanisch, wie bei den meisten Greisen, die sich nur an weit zurück-