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Nachdruck verboten.)

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als je zuvor/

Möchte diese Mahnung von unseren Partei- mitgliedern ebenfalls beherzigt werden. Möchten auch sie .gerade jetzt erst recht' mit gewaltigem Eifer den Sieg der konservativen Sache vor­bereiten. Stetige Arbeit allein führt zum Ziel!

anderen Wahlkreisen von der Sozialdemokratie. Der .Vorwärts' schreibt: ____ , _

.68 giebt keinen Augenblick des Stillstandes in unserem grasten Kampfe. Jede andere Partei würde nach einem so gewaltigen Erfolge tote dem unseren der Ruhe pflegen. Wir aber wollen unseren Stolz darin setzen, jetzt, und gerade erst jetzt die Arbeit für die Aufklärung der Bolks- maffen mit noch gewaltigerem Eifer aufzunehmen

er schon mit freundlichem Lächeln den Nahenden entgegen schaute. .

Hier also findet man Dich, Annie, und auch Sie, Herr Marquis!' rief Elisabeth rm munteren Tone und mit gut gespielter Ueber- raschung, .man sucht Sie überall; irre ich nicht, so sprachen die Herren von einer besonders interessanten Partie, von einem hier noch un­bekannten Spiel, wozu man sich Mit Ihnen verabredet hat."

.Wie gnädig, mich daran $u mahnen, m Gesellschaft Ihrer liebenswürdigen Freundin Hütte ich beinahe mein Versprechen vergessen. Wollen Sie Ihrer Güte die Krone aussetzen und den Säumigen zu seiner Pflicht zuruck- führen, meine Gnädigste?"

Er bot ihr den Arm und sührte sie fort, ohne sich nur noch einmal nach Annie umzu- blicken. .... ..... , ,

i Der Assessor, der bei dieser zuruckbUrb, sah ihm zornig nach. , .'

.Was erfrecht sich dieser Franzose, tote kann, tote darf er Ihnen diese» biet<m?" .

Ein leise» Schluchzen ünttoortete ihm. Annie hielt sich mit beiden Armen an einem Baum fest, hatte da» Haupt gesenkt und weinte bitterlich.

I Mit einen Sprunge war er an ihrer Sette I und schlang seinen Arm um ihre Schulter.

Annie, liebe Annie, wa» ist Ihnen geschehen? fragte et in den Tönen der innigsten Liebe.

Erschrocken machte sie sich von ihm los. .Rühren Sie mich nicht anl" rief sie, beinahe

wild um sich blickend, .Sie wissen nicht, wem Sie Ihr Mitleid. Ihre Teilnahme schenken!" _

Soweit sich da» Wahlergebnis bis jetzt über- | sehen läßt einzelne Nachrichten werden noch I der Bestätigung bedürfen hat die Konser- I vative Partei, was ihre eigenen Erfolge betrifft, I Anlaß, mit Genugtuung darauf hinzublicken. Mehr al» je von allen Seiten auf da» Schwerste bedrängt, hat die Konservative Partei e» doch vermocht, schon in den Hauptwahlen namhafte I ^Erfolge zu erzielen und durch die Stichwahlen I ihren Besitzstand zu behaupten, vielleicht sogar I um einen geringen Zuwachs zu verstärken. I Dem wilden Ansturm der Gegner hat unsere I Partei also Stand gehalten. I

Die sozialdemokratische Partei hat bet den I Stichwahlen noch über ein viertelhundert Man- I böte gewonnen, so daß sie im neuen Reichstag über achtzig Mann stark auftreten wird. Diesen StichwahlzuwachS hat sie zu einem große Teile freisinniger Hilfe zu verdanken. Indessen aber I find ihr auch aus dem gespannten Ver­hältnisse zwischen Zentrum und Nationalliberalen mehrere Gewinne erwachsen. . , I

Das Charakteristische bei den diesmaltgen I Wahlen ist jedenfalls der Umstand, daß der erwartete und auch angekündigteZug nach I links" ausgeblieben ist. Innerhalb der Linken I allerdings hat sich dieser .Zuq" bemerkbar ge­macht. Um rund zwei Dutzend Mandate wird die Sozialdemokrate im neuen Reichs­tage stärker sein al» bisher; die Gesamt­zahl der Mandate der Parteien auf der Linken aber wird ziemlich unverändert | bleiben. Zieht man die Rücksichtslosigkeit und die staunenswerte Rührigkeit der mit sehr reichlichen Geldmitteln arbeitenden Agitation des weiblichen Freisinns und der Sozialdemo­kraten in Betracht, so wird man inne, daß der Liberalismus bei diesen Wahlen eine klägliche Niederlage erlitten hat. Bei den Haupt- toahlen erzielte die bürgerliche Linke insgesamt sechs Mandate. Und dies geschah, obwohl von jener Sette das verhängnisvolle Schweigen der Negierung auf das kräftigste zu Gunsten des Liberalismus ausgebeutet worden war! Und diese sechs Mandate haben die Nationalliberalen gewonnen, die in nationalen Fragen völlig zuver­lässig sind. ,

Die Parteizersplitterung bei diesen Wahlen war sehr groß. Die zahlreichen kleinen Partei­gebilde, die wir in Deutschland leider besitzen, haben aber doch nicht allzu große Lorbeeren geerntet. Allmählich scheint sich doch im Volke die Ueberzeugung Bahn zu brechen, daß die großen alten Parteien sich keineswegsüberlebt haben, daß ihr ungeschwächter Bestand vielmehr zur ersprießlichen Entwickel­ung unseres Vaterlandes eine dringende Notwendigkeit ist. Wo sind beispielsweise die Nationalsozialen geblieben, wo derKern" der großen liberalen Partei der Zukunft"? In derHilfe" läutet Naumann bereits für seine

Er unterbrach sich, stieß einen Fluch auS 1 und stampfte mit dem Fuß zornig den Boden. Ein Knistern de» Kiesweges verriet das Nahen I anderer Gäste, durch die Bäume schimmerte ein helles Kleid. |

.Schon wieder dieser Grasaffe und der auf- I geblasene Assessor. Die beiden folgen Dir wie I Dein Schatten. Das muß ein Ende nehme«; I ich hätte die größte Lust, Dich ihnen hier auf der Stelle al» die Frau Marquise von Male- I ville vorzustellen." I

.Um Gottes Barmherzigkeit willen, nur das nicht," bat sie, ihn am Arm ergreifend.

So sehr fürchtest Du, daß unser süßes Geheimnis preisgegeben werde," spottete er, nun sei ruhig, ich bewahre e», aber Du mußt I mir auch gehorsam sein."

WaS verlangen Sie?

.Ich habe Dir noch so viel zu sagen; die Zeit drängt, und hier im Hause ist man nie vor Störungen sicher, trotzdem die gute Hildach sich zum schirmenden Engel unserer Ltebe macht. Komm heute abend um halb acht Uhr in den Neuen Garten, hinter dem MarmorpalatS werde ich Dich erwarten. Wir müssen ins Reine kommen."

[ Sie zögerte noch. .

Entweder Du versprichst e8, oder

.Ich komme! Ich komme," unterbrach sie ihn halb sinnlos vor Angst, denn Ernst und Elisabeth waren schon ganz in der Nähe.

Wage nicht, mich zu hintergehen, Du weißt, ich finde und trege Dich," zischte er. während

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Druck Md Verlag- Joh. Aug. Koch, Umversttäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Gefesselt.

Roman von Jenny Hirsch.

lFortsehnng.)

Erbarmen, Erbarmen!" stehte sie.

Ei sieh, mein schöne« Kätzchen, jetzt kmwst Du ja auch bitten; nun, ich bin kein Unmensch."

Sie wollen mich freigeben«" rief sie hastig.

Nein, das kann ich nicht, dazu liebe ich | Dich viel zu sehr, aber wir wollen die Sache mit möglichst wenig Aufsehen abmachen. E» liegt mir durchaus nichts daran, der Frau von Hildach zu erzählen, daß meine Frau mich un­mittelbar nach der Trauung verlassen hat, und von wo ich sie mir geholt habe." ,

Schweigen Sie doch endlich davon?

lJa doch, Närrchen," lachte er, .ich will Dir" die Vorstellung ersparen, Du machst e» ihnen ebenso, tote mir in Cannes und gehst ohne Abschied davon."

.Das tue ich nicht." ,

So erfinde einen Grund, der Deine plötz­liche Abreise rechtfertigt, Du siehst, ich bin so zuvorkommend wie nur möglich, abet fort müssen wir, und zwar bald; ich habe dieses dummstolze Deutschland und dieses philister­hafte Berlin gründlich fatt; in Rußland, in Petersburg oder Moskau eröffnen sich mir und Dir glänzende Aussichten."

Sie schüttelte energisch den Kopf; et be­achtete es nicht und sprach weiter:Höre, wie ich mit die Sache auSgedacht habe."

Marburg

Sonntag. 28. Juni 1903.

Umschau.

Kieler Kaisertage.

Der Kaiser nahm am Freitag vormittag auf demMeteor" an der Regatta des Kaiser- lichen Yachtklubs teil. Abends war der Kaiser Gast des in Kiel einqetrcffenen amerikanischen Botschafters Tower. Bei dem Festmahl hielt der amerikanische Botschafter in englischer Sprache eine Rede, in der er ungefähr ausführte:

,Es mir eine qanz besondere Freude. Euerer

Majestät den Admiral Cottin und einen Teil der. Offiziere der Marine der Vereinigten Staaten vor- stellen zu dürfen. Mit ihren Kriegsschiffen find sie in friedlicher Mission hierher gekommen. Sie über- bringen herzliche Gefühle der Freundschaft von Amerika für Deutschland. Ich bin überzeugt, daß Euere Majestät und Euerer Majestät Volt dieselben Gesühle den, Präsidenten und dem Volk der Ver- einigen Staaten gegenüber hegen. Euerer MaMat Interesse für uns haben die vielen denkwürdigen Gelegenheiten bewiesen. Das gegenseitige Verständnis zwischen den Volkern, wie zwischen den Individuen, wird am Besten erreicht durch den perion.ichen Ver- lehr, welcher zu einer besseren Bekanntschaft fuhrt. Die Bemühungen Deutschlands und der Bereinigten Staaten sind bei der Ausbreitung der Zivilisation und bei der Ausdehnung des Handels und des Welt- friedens unentwegt auf daffelbe Ziel gerichtet. C3 niebt in den Vereinigten Staaten hundert tausende deutscher Geburt und Abstammung, welche in der neuen Heimat mit Gefühlen inniger Zuneigung auf ihr altes Vaterland zurückblicken. Sie gehören zu den besten unserer Bürger und bringen mit zu uns die wirtschaftlichen und industriellen Eigenschaften und hohen Ideale des häuslichen Lebens, welche dieselben von ihren Vorfahren geerbt haben, und welche tn hohem Mähe dazu beitragen, Amerika zu dem zu machen, was cs ist. Indem ich für die amerikanische Nation spreche, habe rch die Ehre, Euerer Maiestat die herzlichsten Erühe und besten Wunsche des Präfi. denken und des Volkes der Vereinigten Staaten dar-

Auf die Ansprache des Botschafters Tower antwortete der Kaiser in gleicher Sprache un­gefähr tote folgt:

Indem Ich Euerer Exzellenz warm gefühlten I Trinkspruch erwidere, entbiete Ich tm Namen des

I deutschen Volkes dem amerikanischen Geschwader einen herzlichen Willkommengruh. Wir sehen m Ihnen die I Träger freundschaftlicher Gefühle fettens der Burger I der Vereinigten Staaten, die, toie Ich Euere Exzellenz versichern kann, von ganz Deutschland herzlich et- widert werden. Ich bin glücklich,, das; mfolge des Besuchs Meines Bruders Prmz Heinrich das Band der Freundschaft zwifchen Deutschland und Amerika

Dem edelsten, besten Wesen auf Erde«," antwortete er,verleumden Sie sich nicht fetbf r, ich dulde da« von niemand, auch von IHV en nicht, denn ich liebe Sie." .

.Schweigen Sie, um Gottes Barmherzis Jett willen, schweigen Siel" flehte sie. »Ich »ann, ich darf Sie nicht anhören!"

Warum nicht. Annie?" entgegnete die Widerstrebende fester an sich ziehend,D u hältst die Schranken, die zwischen un» fielen, sut stärker, als sie find." i

Sie sind unüberstetgltch!' stöhnte sie.

Sie find etz nicht, ich reiße sie nieder; sag. mit"nur, daß Du mich liebstj!"

Ich kann nicht, :ch darf nicht! schluchzte sie und riß sich aus seinen Armen.Seien Sie barmherzig, lassen Sie mich gehen!"

Nein, nicht von bet Stelle, tch muß das Wort von Dir hören, da» mich zum glücklichsten, oder unglücklichsten Menschen macht; Annie, liebst Du mich? Ja oder nein!"

Sie schlug die Hände vor das tränenuber- strömte Gesicht. .Auch da» noch! Auch da» noch! Auch datz noch!" stöhnte st-. .Sott, mein Gott, war die Qual denn noch nicht groß genug? Muß sich neben der Hölle, zu der,ch verdammt bin, auch noch dg» Paradies austun, in das mit der Gintriu versagt ist.

Er blickte sie erschrocken an. .Was bedeuten

Schmach und Elend!' schrie sie überwältigt von" ihrem Jammer. .Wozu, es länger vet- bergen, ich gehöre mit nicht meht selbst an. .

H lLortsetzuna folgt. :

mit dem .st reis blatt für di« Kreis« Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.

himmelstürmende Truppe da» Totenglöcklein I und bekennt, daß der gepriesene NationalsozlaliS- muSheute noch keine parteibildende Kraft habe. I Ein einziger von ihnen hat in der Stichwahl den Sieg erfechten können, aber einen Sieg, an dem der Herr Pfarrer Naumann wohl keine reine Freude haben wird. Denn durch die überzeugende Kraft des von ihm zu- I erst aufgestellten und am reinsten vertretenen Ideal» der neuen Demokratte und des sozialen I Kaisertums hat der beste nationalsoziale Agitator, I Herr von Gerlach, sein Mandat nicht erstritten, I sondern es waren weit andere Faktoren, die ihm hier in Marburg den Sieg erringen ließen. Gegen I seine Versprechungen hatten wir diesmal I nur schwache Waffen in's Gefecht zu führen, ein fünfjähriges Wirken v.Gerlachs im Reichstage wird I uns ganz andere Waffen in die Hand drücken. I Und derKern" der anderen Zukunstspartei, I der freisinnigen Vereinigung gelangt ohne I Barth, ihren Führet teils auf konser- I vativen, teilsaufsozialdemokratischen I Krücken in den Reichstag! Auch die Zähl- 1 kandidaturen, die diesmal zahlreicher austraten als früher haben ungünstig eingewirkt. Die I Konservativen haben sich daran nicht beteiligt; I denn sie erblicken in der Erzielung einer möz- I lichst großen Wahlstimmenziffer keinen Gewinn. Diejenigen Parteien, deren Anhängerschaft tn starkbevölkerten Städten und Jndustriebeztrken zu finden ist, werden mit diesen Zahlen doch stets an der Spitze bleiben, selbst wenn sie tm Parlament entsprechenden Einstuß nicht besitzen. |

Das Parteiintereffe hat für die Konser­vativen auch in diesem Wahlkampfe erst tn zweiter Linie gestanden, dieser Tatsache können sie sich ohne jede Ueberhebung rühmen. Um so

I wertvoller sind die Erfolge, die unsere Partei erzielt hat. Allerdings hat die Konservative Partei, trotzdem sie ihren Besitzstand zu erhalten

I vermochte, auch einzelne schwere Verluste er­litten; aber sie ist stets in allen Ehren und einer schier unüberwindlichen unnatürltchen

I Koalition unterlegen. Der ganze Wahlkampf konnte uns in unserer Ueberzeugung nur be­stärken, daß der konservative Gedanke in unserer Bevölkerung starke und feste Wurzeln geschlagen

I hat und daß zumal die Stellung, die wir Kon- I servativen gemäß unseres Programms der I deutschen Landwirtschaft, dem Handwerk und dem Gewerbe sowie deck übrigen Angehörigen des gesamten Mittelstandes gegenüber einnehmen,

I den vollen Beifall de» allergrößten Teiles jener Erwerbsgruppen gefunden hat. Diese Neber-

1 zeugung, die von allen Parteimitgliedern, welche an den Wahlarbeiten mitgewirkt haben, geteilt

I wird, wird ein Ansporn zu neuer Tätigkeit für I unsere konservative Sache sein.

I Nun aber heißt es: Ungesäumt von neuem an die Arbeit! Die Nationalsozialen verdanken

I ihren Erfolg in unserem Wahlkreise in erster I Linie ihrer unausgesetzten AgitationS« und Or­ganisations-Tätigkeit und der Zurückhaltung der

I bürgerlichen Parteien. Und dasselbe gilt in

enger geknüpft wurde. Mein aufrichtiger Wünsch geht dahin, datz unsere beiden Völker sich emanber bester kennen lernen. Kein ernst denkender Burgrc in Amerika und Deutschland ist, wie ich^wem. der Meinung, daß ine Harmonie und der.yortbeitan» unserer gemeinsame« Interessen gestört werden könnten durch Tatsachen, die unsere Beziehungen dauernd- beeinflussen. Wir sind zu eng aneinander ge­wiesen durch unsere gemeinsamen Jnteresten. Rivalitäten aus dem Gebiete des Handels und Gewerbes werden immer vorhanden sein, aber me, Kraft, die uns zusammenführt, ist zu stark, um das Entstehen eines Antagonismus zu erlauben. Es Meine feste Ueberzeugung, datz die Hunderttautende: von Deutschen, die in den Ver«imgteii Staaten leben und dort ihr gutes Fortkommen finden und dl- st», dabei in ihrem Herzen die warme Liebe für ihr altes Vaterland bewahrt haben, den Weg ebnen für eine ungestörte Entwickelung unserer Beziehungen, hie sur unsere Länder von so hoher Bedeutung ün

Es ist jetzt Meine Pflicht, Euere Erc nn zu bitten, Sr. Excellenz dem Präsidenten der V.reuugte« Staaten Dank zu sagen für die freundliche Begegnung, die wir seiner Zuvorkommenheit verdanken.

Zwischen Kaiser Wilhelm und Präsident Roosevelt fand später ein Telegrammaustausch statt. Am heutigen Sonnabend findet die -.aufe deS KreuzersErsatz Kaiser" statt.

Vom letzten Wahlkampfe.

Nach einer Notiz derFrkf. Zeitung" haben die Nationalsozialen in der Hauptwahl aus ihre 11 Kandidaten etwa 27900 Stimmen verewigt. In einer Betrachtung, die Herr Pfarrer Nau­mann in derZeit" veröffentlicht, bezeichnet er das Wahlresultat als eine Niederlage der Nationalsczialen, eine Niederlage, der nach Meinung des nationoliozialen Führers ewe Hoffnung auf spätere Erfolge nicht,gegenüber steht. Es heißt in dem Artikel wörtlich weiter r

Ich habe vor Beginn der Mahlzeit immer schon damit gerechnet, daß so kommen Jörntte« wie es gekommen ist. Mit vollem Pflicht' bewußtsein find wir trotzdem in die Wahlen hineingegangen. Das mußten wir, das waren wir allen denen schuldig, deren Zustimmung und Opfer uns begleiteten. Es ist stbarbeiter worden, wie kaum je in einem Wahl­kampf. Wirsind nicht unterlegen, »eil es an Geld oder Mitteln gemangelt hätte. Alles, was wir brauchten, war da. Unser Freundeskreis hat be­wundernswertes geleistet. Wenn wir trotzdem verloren haben, so bedeutet das: wir sind nicht imstande, die neue Parter zu gründen. Das ist eine bittere Klarheit, aber es ist Klarheit. Jetzt handelt es sich nicht mehr um den weiteren Versuch, Partei zu sein, sondern es handelt sich nur noch um die Vertretung eines politischen Gedankenganges, der dadurch nicht stirbt, daß er heute noch lerne . parteibildende Kraft hat.

Die Wucht deS sozialdemokratischen Wachstums ist so groß, daß trotz unserer Arbeit überall auch ur.S gegenüber die Sozial­demokratie stark gewachsen ist. Im erste« Oldenburgischen Wahlkreis »ar der Kamps mit der Sozialdemokratie rein sachlich. Es wurde