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Marburg

Freitag, 26. Juni 1903.

mit -em Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Smmiagsveilage: Mustvirtes Sormtagsvkrtt.

Erscheint wöchrntlich sieben mal.

Druck und Verlag' Io h. Aug. Loch, Universttäks-Buchdruckerer 38. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon o5.

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Damit in der regelmäßigen Zustellung der

,, Oberhessischen Zeitung feine Unterbrechung eintritt, ist es rätlich, dieselbe so­fort zu bestellen. Denjeuigen unserer Abonnenten, die unsere Zeitung nicht durch die Post erhalten, wird dieselbe, sofern sie nicht abbestellt wird, auch fernerhin djne weiteres zugehen. Die .Oberhessische ^Keitung' mit dem .Amtlichen Kreisblatt für bli Kreise Marburg und Kirchhain', dem .Illustrierten Sonntagsblatt' und den »Ziehungslisten der Preußischen Klassen­lotterie' kostet nach wie vor pro Quartal 2,25 Mk. Einesteils, um den Inserenten und andererseits, um bett ländlichen Lesern entgegenzukommen, ist die Ein­richtung getroffen, daß unsere Zeitung am Sonn­abend in zwei Ausgaben und zwar morgens und nachmittags expediert wird.

Da die .Oberhesfische Zeitung' in ständiger Ver­bindung mit dem größten deutschen, aus amtlichen Quellen bedienten telegraphischen Bureau steht und ein weitverzweigtes Netz von Korrespondenten in ihrem Verbreitungsbezirke und weit darüber hinaus unterhält, so ist sie in der Lage sicher für jedermann etwas zu bringen, was dessen Jntereffe besonders in Anspruch nimmt. Außer­dem ist sie immer bemüht, die Zahl ihrer Nachrichten aus Stadt und Land zu vermehren, da der sich be­ständig vergrößernde Leserkreis der .Oberhesfischen Zeitung' dies erfordert und ermöglicht. Der Aus­wahl der zur Veröffentlichung kommenden Romane und Erzählungen werden wir erhöhte Aufmerksamkeit widmen.

Zum Schluffe bitten wir unsere zahlreichen Freunde und Leser, in ihrem Bekanntenkreise zum Abonnement aus unsere Zeitung aufzu­fordern?

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Redaktion nnd Verlag derOberhesfische» Zeitung".

Das nordamerikanische Geschwader in Kiel.

Dem Willen des Präsidenten Roosevelt folgend, nicht dem eigenen Triebe der nord­amerikanischen Regierung in Washington und auch nicht dem der Mehrheit der Bevölkerung in der Union, ist das nordamerikanische Ge- schwades nun endlich in Kiel eingetroffen. Die Begrüßung fand in üblicher Weise statt, es werden noch verschiedene Festlichkeiten abge- . halten werden, vielleicht wird auch ein Depeschen­wechsel zwischen dem deutschen Kaiser und dem aufrichtigen Deutschenfreund Roosevelt ver­öffentlicht; aber durch den Blätterwald hüben und drüben weht ein kalter, kühler Wind, und

LS Nachdruck verboten.)

Gefesselt.

: Roman von Jenny Hirsch.

Kortsetzuug.)

Auch schien die letztere durchaus nicht betrübt über seine Abwesenheit,' sondern ihr ganzes -Wesen war wie durchleuchtet von einer aus dem Herzen kommenden Fröh­lichkeit und Glückseligkeit, und diese Stimmung trat besonders zu Tage im Verkehr mit ihrem Vetter Ernst. Es unterlag keinem Zweifel, beide hatten sich in den letzten Wochen einander bedeutend genähert, und Frau von Hildach war von den schönsten Hoffnungen erfüllt.

Aus den Augen, aus dem Sinn," lächelte sie, wenn sie Ernst mit Elisabeth flüstern und Blicke wechseln sah, die auf ein gegenseitiges Einverständnis schließen ließen.Sie hat mit dem Leutnant gescherzt und getollt, nun er fort ist, hat sie sich auf den wahren Zustand ihres Herzens besonnen; ich werde dafür sorgen, daß er sie erst als die Braut, wenn nicht als die Gattin meines Sohnes wiederfieht." Und sie traf im stillen alle Anstalten zur Abreise nach Schlesien, wohin Ernst, der Währeno ?er Gerichts­ferien keinen Urlaub gehabt, sie begleiten sollte.

Die Annäherung ihres Sohnes an Elisabeth zerstreute auch die Besorgniffe, welche sie betreffs einer Neigung desselben zu Annie Wilson gehabt, und sie redete sich ein, in ihrer mütterlichen Besorgnis zu schwarz gesehen zu haben. Um Elisabeths sonnige Laune nicht zu verscheuchen.

die Nationen zeigen Teilnahmlofigkelt. Daß es den nordamerikanischen Gästen auf deutschem Boden Nicht an höflicher, liebenswürdiger Auf­nahme fehlen wird, ist selbstverständlich, daS sind wir schon dem Urheber des Besuches, dem Präsidenten Roosevelt, schuldig, aber was vor einem Jahre einen lebhaften Widerhall gefunden haben würde, das hat heute an eindrucksvollem Glanz verloren. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika werden erst zu beweisen haben, daß sie bereit sind, der deutschfreundlichen Liebenswürdigkeit Roosevelts und vor allem seiner streng gerechten Beurteilung, zu folgen. Bisher ist davon noch nichts besonderes bemerkt worden, und auch die eindringlichen Ermahnungen des Präsidenten an seine vaterländische Presse, sich nicht von blinder Voreingenommenheit fort­reißen zu lassen, müffen noch ihre Frucht tragen. Das deutsche Volk will den nvrdamerikanischen Einfluß nirgendwo einengen, wir meinen, daß auf der Erde Platz genug ist, um im Wettstreit der friedlichen Arbeit nebeneinander zu arbeiten, aber wir verlangen auch die Würdigung, die wir mit Recht beanspruchen können, den Fortfall jener Gehässigkeiten, die ost so peinlich gewirkt haben. DaS deutsche Reich ist der nordameri­kanischen Union auf zollpolitischem Gebiet weit entgegengekommen, die Billigkeit eines gleichen Freundschaftbeweises ist drüben bisher nicht für nötig befunden worden. Aber über alles ist immer noch fortzusehen, und wäre das nordamerikanische Geschwader zu uns gekommen, ohne daß die vielen fatalen Winkelzüge in Washington zu verzeichnen gewesen wären, eS wäre wirklich eine herzliche Begrüßung geworden. Heute noch diese Herzlichkeit als Tatsache zum Ausdruck bringen zu könnnen, wäre eine zu starke Zu­mutung; aber der Hoffnung, daß eine solche völkerfreundliche Herzlichkeit zwischen dem Ver­kehr beider Nationen sich einstellen möchte, wollen wir gern Ausdruck geben, wenn wir auch den Zweifel nicht zu unterdrücken ver­mögen, daß eine Verwirklichung kaum sobald erfolgen wird.

Als Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder des deutschen Kaisers, die Vereinigten Staaten von Nordamerika besuchte, um der Taufe der neuen Kaiserhacht durch Miß Alice Roosevelt beizuwohnen, bei den Deutsch-Amerikanern eine jubelnde, bei vielen geborenen Amerikanern eine sympathische Begrüßung fand, wurden Stimmen laut, die von einem geheimnisvollen Plane des Oberhauptes des Deutschen Reiches zu er­zählen wußten, eine politische Abmachung mit der großen Republik jenseits des Ozeans herbei- zusühren. Damals wurden diese Äeußerungen von Seiten der Reichsregierung sofort für un­begründet erklärt. Es war das beste, was ge­schehen konnte, denn sonst wären die folgendenEreig- niffe auch gegen Deutschland aus gebeut et worden. Daß eine. Einladung unsere» Kaisers erfolgte, ein nordamerikanisches Geschwader möchte Kiel besuchen, ist bekannt; die Annahme dieser Ein­ladung war nach den vielen, von deutscher Seite erwiesenen sympathischen Kundgebungen eigent-

kam sie vorlä nicht auf den Plan zurück, die ihr unsympathische Engländerin schleunig fortzuschicken, obwohl eS bei ihr fest stand, daß diese nur bis zum Aufbruch der Familie von Potsdam ihre Gastfreundschaft genießen sollte. Eine vorzügliche Handhabe für deren Ent­fernung glaubte sie auch bereits zu besitzen und zwar in dem Marquis von Maleville.

Der Franzose war seit seinem ersten Besuche ein häufiger Gast in der Villa Hilda gewesen und kam jetzt täglich, denn er hatte sich ganz in der Nähe in dem an der Glienicker Brücke belegenen Hotel HarmS ein quartiert. Frau von Hildach hatte, argwöhnisch wie sie war, zuerst gemutmaßt, der Marquis habe es trotz seines schon vorgerückten Alters auf die in ihrer Ob­hut befindliche reiche Erbin abgesehen, er hatte sie jedoch nicht Zweifel darüber gelassen, daß Annie der ,net sei, und täuschte sie nicht alles, so war et dem jungen Mädchen in ihrem Hause nicht zum ersten Male begegnet; vielleicht hatte er sogar von ihrer Anwesenheit gewußt und sich deshalb Eingang daselbst zu verschaffen gesucht.

Die Ohnmacht, welche Annie beim ersten Anblick des Franzosen befallen, und daS scheue, gedrückte Wesen, das sich ihrer seitdem be­mächtigt hatte und dessen sie trotz aller An­strengung nicht Herr zu werden vermochte, gaben Frau von Hildach weitere Anhaltspunkte für ihre Vermutung.

Verschiedene Kreuz- und Querfragen, in welche sie Annis zu verstricke« suchte, hatten

lich selbstverständlich. Aber ebenso bekannt ist, welche Verzögerung erfolgte, wie der nord- amerikanische Marineminister allerlei Umständ- lichkeiten machte, und erst ein regelrechtes Donnerwetter" der Präsidenten Roosevelt hat jetzt die Fahrt verwirklicht, die auch ein Teil der nordamerikanifchen Presse mit allerlei ge­hässigen Bemerkungen begleitet hatte. Und gehen wir hierüber fort, die direkt feindselige Haltung der Amerikaner während der Venezuela- Affäre spricht um so deutlicher. Welche Ver­dächtigungen wurden nicht Deutschlands Schritten untergelegt, und wie jubelte man drüben, wenn es dem famosen Mr. Bowen gelungen " die in Venezuela interessierten Mächte zu schi tu ; .en t

In der ganze deutschen Preffe, daran muß ausdrücklich erinnert werden, war derartiges nach dem Besuche des Prinzen Heinrich nicht erwartet, die Optimisten bei uns, die dem Lande der Freiheit Lobgesänge gewidmet hatten, waren gründlich, aber auch ganz gründlich enttäuW. Es ist notwendig, dies hervorzuheben, damit nicht wieder Illusionen auftauchen, die sich nie verwirklichen können. Amerika ist nun einmal der Staat der Geschäfts-Politik, v-ih der inter­nationalen Rücksichtslosigkeiten ; - wird eS bleiben.

Während die nordamerikanischen Schiffe zu uns kommen, fährt Herr Morgan, der große Trustmann und Milliarden-Spekulant, nach Haus, dort seine etwas bedrohten Unternehmungen zu stützen und wieder in flotten Gang zu bringen. Diese ausschweifende Unternehmungs­sucht der Diel-Millionäre ist so eingewurzelt, hat so alle Bereiche des öffentlichen Lebens in Mitleidenschaft gezogen, daß Nord-Amerika nicht mehr anders werden kann, wie es ist. Immer wieder werden die Aankee's das bescheidene Europa zu ducken suchen, und das geht doch nun mal nicht. Flottenbesuche nach vollzogenen rationellen neuen Handelsverträgen sind jeden­falls besser, als Besuche vor solchen. Es schwebt zwischen hüben und drüben zu vieles!

Umschau.

DieHessische Landeszeitung" hat in ihrer gestrigen Nummer den höchsten Gipfel gehässiger «nd verleumderischer persönlicher Kampsesweise erklömme«. Die Antwort darauf werden ihr heute abend die Wähler geben. Mit einem verächtlichen Achselzucken gehen Vir heute morgen bereits über dieHess. Landesztg." und ihre Hinter­männer zur Tagesordnung über.

König PeterS Einzug in Belgrad.

Vor 14 Tagen war die serbische Ko .^s- standarte vom alten Konak entfernt worden, nachdem der gräßliche Mord verübt worden war, am Einzugtage König PeterS wehte sie auf dem neuen Konak. Die Fahne wurde in

keinen Erfolg, das junge Mädchen wich ihr aus, einem Wilde gleich, daS schon aus der Ferne den Jäger wittert.

Besser gelang eS ihr bei dem Marquis. Derselbe gab durchaus nichts zu, aber er hatte eine Art des Ablehnens, die viel erraten ließ. Er begegnete Annie bald mit einer gewissen Vertraulichkeit, bald mit einer übertrieben-" Höflichkeit, welche etwas Demütigendes für da-- junge Mädchen hatte und wogegen sie sich doch nicht auszulehnen vermochte, da nie etwas Greif­bares vorlai. Der Tonfall einer Bemerkung, eine Bewegung, ein halber Blick, ein leises Lächeln, nichts weiter und doch so viel.

Gern hätte Frau von Hildach ihren Sohn auf das Verhalten des MarquiS gegen Annie aufmerksam gemacht, um schon jetzt ihre Schlüsse daraus zu ziehen und triumphierend darauf hinzuweisen, daß sie die Engländerin stets für eine Abenteurerin gehalten, als welche sie dem MarquiS allem Anschein nach bekannt sei, aber mit kluger Berechnung hielt sie sich zurück. Jetzt sprechen, hieß Ernst für die vermeintliche gekränkte Unschuld in die Schranken rufen, hieß störend in da» sich so erfreulich gestaltende VirhältniS zwischen ihm und Elisabeth eingreifen, hieß die Freundschaft zwischen ihr und Annie, die sich jetzt zu lockern schien, wieder neu be­festigen. Nein, sie mußte die Sache reifen lassen, und es war auch besser, daß ihr Gatte in Unwissenheit blieb. Der Marquis schwieg sicher nur so lange, als er Annie für sich zu gewinnen hoffte; erhörte sie ihn oder wies sie

dem Augenblick gehißt, als ein Kanonenschuß verkündete, daß der König serbischen Äwden be­treten habe. Es erschienen am Bahnhöfe die gesamte Generalität und die Abvrdmtz"ss bet Gemeinde Belgrad, dem Führer nach flva bischer Gepflogenheit einen Teller mit Brot «nd Salz bereit hielt. Im Hofwartesaake hatten fh h die Minister mit ihren Damen versammelt. . Hier fanden sich auch der russische nnd Ssterreichi sche Gesandte mit ihren Damen und den fämtlit hen Mitkfliederkr der Gesandtschaft ein. Kl ter Kanonendonner und Fanfahrenklämgen lief vet Hofzug ein. Alle Anwesenden brachen , in stürmische Ziviorufe auS, als der König de n Magen entstieg. Sobald der König seinen Zstch r auf serbisches Land gesetzt hatte, trat bet Ministerpräsident Avakumowitsch an ihn her« und hielt eine Ansprache, worin er der große« Freude der Bevölkerung und ihrer Siebe zur Dynastie Karageorgewitsch Ausdruck gab. DaS Volk vertraue dem Enkelsohn KarageorgiS, der das Land auf die Bahnen der Freiheit und de« Fortschritts führen werde. Nachdem die er­neuten Ziviorufe verklungen waren, setzte der König den goldenen Kneifer, den er zwischen den Knöpfen der Uniform trägt, auf und verlas die Antwort, bin iebodj wegen der schwachen Stimme nur dem Nachstehenden verständlich war. ES folgten die Vorstellung der Minister durch den Ministerpräsidenten, Abschreiten der Ehrenkompagnie, Ansprache deS Führers der Gemeinde Belgrad, sowie die abermals ver­lesene Antwort deS Königs. Aldann wurden die beiden anwesenden diplomatischen Vertreter dem Könige vorgestellt, erst der russische, dann der österreichisch-ungarische. Darauf wurden die Wagen bestiegen und an der Seite des Ministerpräsidenten Avakumowitsch begab sich der König zum feierlichen Tedeum zur Kathe­drale hindurch durch die jubelnden Volksmassen unter Trommelwirbel und Trompetenfanfahren der Militärkapellen. Nach der Eidesleistung des Königs auf die Verfassung erfolgte dann der Einzug in den neuen Konak. Am heutigen Donnerstag und auch am morgigen Freitag feiert Serbien Königsfeste, um alsdann wieder in da» werttägige Einerlei zurückzusinken.

Invalidenversicherung.

Ebenso wie eine Witwe Anspruch hat auf Erstattung der Hälfte der für den Gatten ent­richteten Beiträge zur Invalidenversicherung, wenn dieser vor der Zustellung der eine Rente bewilligenden Entscheidung verstorben ist, steht auch dem hinterlassenen Witwer ein gleicher Erstattungsanspruch zu, wenn die verstorbene Ehefrau wegen Erwerbsunfähigkeit ihres Ehe- mannes die Ernährerin der Familie war. Der BegriffErnährerin der Familie" im Sinne deS § 44 Abs. 2 Satz 3 deS JnvalidenverficherungS- gesetzes vom 13. Juli 1899 bedarf, da Zweifel über seine Auffassung nicht ausgeschlossen find, der näheren und bestimmteren Auslegung. Sind Kinder vorhanden, so ist im Falle der Erwerbs­unfähigkeit des Ehemanns die den Unterhalt

ihn ab ' jeden Fall hatte sie fich in dem Hildach',.'*?, bei Ernst und Elisabeth unmöglich

Sie begünstigte daher den Verkehr mit dem MarquiS auf alle mögliche Weise und ließ es sogar geschehen, daß der Oberst häufiger als sonst in dessen Gesellschaft die Abende außer dem Hause zubrachte; auch wußte sie, wen« Maleville sich in der Villa Hildach befand, efi sehr geschickt einzurichten, daß er Gelegenheit zum Alleinsein mit Annie bekam, obwohl dies« wieder auS allen Kräften bemüht war, ihm auszuweichen. , w ,

DaS atme Mädchen litt Höllenqualen unter diesen systematischen l' ersolgungen und vermocht, sich ihnen doch nicht zu entziehen. Sc^>n ein paarmal hatte sie auf dem Sprunge gestanden, zu entfliehen, aber hohnlachend hatte die Frage: Wohin? Womit?" ihr in8 Antlitz geblickt. Die Reise von Paris nach Potsdam hatte bei­nahe alle ihre Mittel erschöpft, ging sie heim­lich fort, so konnte das nur unter Zurücklassung ihrer Habseligkeiten geschehen, und sie hat« niemand, bei dem sie eine Zuflucht suchen konnte

Wozu aber auch? Hatte der Verfolger siy in diesem stillen Asyl aufgefunden, so würde er sie auch anderwärts erreichen, und dieseß HanS umschloß alle», wa« ihr Herz mit Schmer und Seligkeit erfüllte.

(Fortsetzung folgt.