Wähler, bedenket das Ende!
AuS Keinen Irrtümern, aus absichtlich unrichtig kolportierten Aeußerungen find in der letzten Zeit hie und da kleinliche Verstimmungen ein getreten, die vielleicht bei dem einen oder anderen genügen, ihn den Blick auf das Ganze, auf das erstrebenswerte Ziel zu trüben, das unsere Gegner mit allen möglichen Mitteln Mach E verschleiern suchen. Zu Dutzenden Meisen Her-Agenten im Lande herum und versuchen in Keinen Konventikeln ihr Talmi-Eold an den Mann zu bringen, eine Mischung auS Dichtung und wenig Wahrheit. Nicht jeder Wähler hat das Material gleich bei der Hand, um fich von dem Wert oder Unwert ihrer Behauptungen sofort zu überzeugen. Manches, was ihm seit Jahren immer und immer wieder vorerzählt wird, glaubt er schließlich, sofern es ihm nur mit glatten Worten plausibel gemacht wird.
Nicht alle dieser auf falsche Behauptungen gegründeten irrigen Ansichten konnten und können wir widerlegen, daran hindern unS Platz, mangelnde Zeit und die beschränke Arbeitskraft eines einzelnen Mannes. Aber vieles davon haben wir als irrtümlich, als falsch nachgewiesen. So haben wir z. B. als ««wahr gekennzeichnet die Behauptung der Rattoualsoztale«:
i. daß, in der verflossenen Schutzzollperiode von 1879 bis auf den heutigen Tag, der Ge- treidezo!^ die Getreidepreise erhöht habe, 2 das; durch den neuen Zolltarif den Bauern die Futtermittel die Rohstoffe zu seiner Kleidung und zu seinem Handwerkszeug verteuert würden, und 3. dass durch den neuen amtlichen Zolltarif ebenfalls den Handwerker« die unentbehrlichen Rohstoffe verteuert würde«!
Wir haben mit Zahlen der Statistik und an der Hand des neuen amttiche« Zolltarifs bewiesen, daß diese 3 notionalsozialen Behauptungen beispielsweise, «»wahr find. Und unsere Gegner haben zugegeben, daß sie geschlagen find. Denn sie haben nicht s - wagt, un* auch nur mit einem einzigen Gegenbeweis, einer einzige« Zahl des Irrtums gar zu überführen, weil sie es nicht können! Zahle« aber beweise«!
Und wie antworten überhaupt die Nationalsozialen auf unsere durch amtliche Zahlen belegten Beweise? Sie behaupten einfach, daß so ziemlich alles, was die „Oberh. Ztg." über die Nationalsozialen gesagt habe, eine große Unwahrheit sei! Punkt. Schluß! — Wo aber bleiben ihre Beweise für diese schwere Beschuldigung der „Oberh. Ztg.," wo bleiben die sonst von ihnen überall verwendeten Zahlen
10 Nachdruck verboten.)
Gefesselt.
< Roman von Jennh Hirsch.
IFortfehnng.)
Mit geübter Hand schlug Annie die Tasten an, nach kurzem Vorspiel erhob fich ihre wohl- geschulte, glockenreine Sopranstimme, Ohr und Herz der Zuhörer wie mit einem süßen Zauber umstrickend.
Das Mufikzimmer war nur schwach beleuchtet, die am Klavier befindlichen Lampen warfen ihren Schein auf Annies schön geformten Kops, auf ihre edlen Züge und auf die weißen schlanken Hände, ließen aber die übrige Gestalt nur in schwachen Umrissen sichtbar werden; wie eine antike Gemme hob sich ihr Profil aus diesem dunklen Hintergründe hervor, und die ungewöhnliche Blässe ihres Gesichtes machte diese Täuschung noch vollständiger.
»Und nun noch dies," bat Elisabeth, nachdem sie mehrere Mendelssohn'sche Lieder gesungen, und legte ihr ein anderes Notenblatt hin.
Annie warf einen Blick daraus und machte eine abwehrende Bewegung; es war Schumanns „Frcmen-Liebe und -Leben."
„Das nicht, nur das nicht," bat sie mit leiser Stimme, aber schon waren auch die Herren hinzugekommen, man bestürmte sie mit Bitten, und sie gab endlich nach, aber das Gedicht schien in ihrem Munde sich aus einem Hohelied beglückter Liebe in den Kkagegesang einer Verlassenen und Verratenen zu wandeln. Namentlich die Stelle: „Du Ring an meinem Finger," machte einen erschütternden Eindruck, und nach den Worten: „Das Glück ist die Liebe,
der Statistik? Die lassen sie hübsch zu Hause, denn sie wissen, daß diese Zahlen für A«s und gegen fie spreche»! Den Beweis für ihre Beschuldigung bleiben sie glattweg schuldig!
Dagegen versuchen sie eS in beliebter Taschenspielermanier, die Objekte des Streites zu verschieben. Statt unsere begründete Behauptung als falsch nachzuweisen, „daß die Getreidezölle die Getreidepreise «icht gesteigert haben" weisen fie nach, „daß höhere Getreidepreise auch höhere Brotpreise nach fich ziehen," waS überhaupt bisher niemand bestritten hat. Und statt des Nachweises, daß durch den neuen Zolltarif den Handwerkern die Rohstoffe doch verteuert würden, geben sie einem Handwerker namens Emil Kr«fe daS Wort, der Cement, Tafelglas Zinkweiß, Dachziegel, Dachpappen, Fourniere, Pflastersteine, Feilen, Raspeln, Bohrer, Zangen, Blech- scheeren, Stemmeisen, Hobeleisen, Reibahlen, Mvtore und Nähmaschinen für Rohstoffe erklärt!
Mit einem solchen Mann kann man im Ernst nicht mehr diskutieren! Aber wir sind außerdem überzeugt, daß auch er ganz genau weiß, daß alle diese Gegenstände keine Rohstoffe, sondern Halb- und Fertigfabrikate find, die auch schon früher einen Zoll trugen und zwar deswegen, weil durch ihre Herstellung im Inlands Millionen Arbeiter Arbeit und Verdienst finden und weil dadurch das Geld im Inlands bleibt, statt ins Ausland abzuwandern. Erklären sich nun die National- sozialen gegen diese Zölle auf Halb- und Fertigfabrikate, so bezeugen sie dadurch, daß bei ihnen auch ihr angebliches Eintreten für den Schutz Unserer Industrie wie unserer nationalen Arbeit überhaupt eine Vorspiegelung ist, nur eine schöne Drapierung, mit der es nichts auf fich hat, und daß sie nach wie vor ihr ausschließliches Jutereffe darauf richten, den internationalen Handel auf Kosten unserer Arbeiter, Handwerker und Fabrikanten zu fördern und zu heben, damit die Börsenjobber und internationalen Händler weiter auf Kosten der deutschen Erwerbsstände ihre Taschen füllen können.
Herr Kruse aus Kassel aber nennt ausdrücklich alle jene angeführten Halb- und Fertigfabrikate Rohstoffe und Rohmaterialien und fügt den wahrhaft klassisch unrichtigen Satz hinzu: daß alles was der Industrie und dem Handel Schaden bringt auch daS Handwerk schädigend beeinflusse! Das ist nur eine Teilwahrheit. Denn alles, was den Großhandel fördert, und auf diesen kommt eS dem Freisinn nur an, schädigt daS Handwerk, und alles, waS das Handwerk fördert schädigt den Großhandel!
die Lieb' ist daS Glück," brach fie beinahe ohnmächtig zusammen.
„O, meine Gedankenlosigkeit!" Kagte fich Elisabeth an „ich bestürme Dich, mehr und mehr zu singen, ohne zu bedenken, daß Du von der Reise erschöpft sein mußt!"
„O, es ist nichts, mir ist schon wieder ganz wohl!" versicherte Annie lächelnd.
Der kleine Vorfall mahnte aber doch, daS Zeichen zum Aufbruch zu geben; Leutnant von Röber empfahl fich, um nach der Stadt zurückzukehren, die Fran Oberst versammelte nach feinet Entfernung die Hausgenossen zur Abendandacht, die heute etwas kürzer ausfiel. Die Dame war mit ihren Gedanken zu sehr beschäftigt, um fich lange dabei aufhalten zu können. Klug und scharf beobachtend, wie fie war, konnte sie sich nicht verhehlen, daß mit Annie eine Persönlichkeit von solcher Bedeutung in den häuslichen Kreis getreten sei, daß dies nicht ohne Einfluß auf denselben bleiben könne, und sie wollte daselbst keinen Einfluß dulden als den, welcher von ihr ausging.
Schon sann fie darauf, wie fie auf eine schickliche Weise das junge Mädchen je eher, je lieber wieder entferne, und fie glaubte auch eine Handhabe entdeckt zu haben.
„Sie hat ein Geheimnis," .sagte fie sich, während sie fich von der Jungfer entkleiden ließ, „es liegt etwas in ihrem Vorleben, das fie zu verbergen bemüht ist, das muß ich entdecken, das soll mir eine Waffe gegen fie in die Hand geben."
„Sie hat ein Geheimnis," dachte auch Ernst von Hildach, als er fich in den einige hundert Schritt vom Hause entfernt gelegenen Garten- pavillon, der ihm zur Wohnstätte diente, zurück-
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchymn.
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Sonntagsbeilage: Mustrirtcs Sonntagsblatt.
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Marburg
Sonntag, 14. Juni 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Ioh. Ang. Koch, Univcrsitäts-Buchdruekerei 38. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon »5.
Dafür nur wenige Beispiele:
„Die Natto«alfoziale« wolle« ein Netz vo« Lagerhäusern und Konsumvereine« durch das ganze Land" bilde«, a« alle« Ecke« nud Ende« der Städte und ans jedem Banerudörsche« Verkaufsstellen von Ko«f«mvereiuen errichten, die ihre» Bedarf ans » Zentralstelle« für Masse«- ko«f««r" decken!
Dies allein schon bedeutet bereits die vollständige wirtschaftliche Beruichtuug unserer sämtlichen Geschäftsinhaber, Gewerbetreibenden und des größten Teiles der Handwerker!
Für den Großhandel würde es allerdings einen Gewinn bedeuten! Denn dann, wenn auch dis Zölle abgeschafft sein werden, würden alle jene „Konsumartikel" aus dem A«sla«d zu uns ein geführt werden, wodurch wiederum Teile unseres Handwerks und der Industrie ruiniert würden.
Die Natio«alsozialen befürworte« Ge- noffe«fchasten, die die Produktion, Bearbeitung nnd de« gemeinschaftliche« Einkauf von Lebens- und Genntzmittel», Bekleidnngsgegenständen nnd Artikel« für Hauswirtschaft und Gewerbe tt. s. s. in die Hand nehmen sollen!
Das bedeutet die Vernichtung sämtlicher selbständige» Metzger, üleifch- warensabriken. Bäcker, Konditoren, Schneider, Schuhmacher, Klempner, Bürstenmacher u. s. f. und abermals die sichere Rniniernng der selbständige« Kaufleute aller Brauchen!
Die Nationalsoziale« trete« ei« für Kousnmschlächtereienu.Konsumbäckereie«, wodurch allen selbständigen Metzgerei- und Bäckerei betrieb en mit einem Schlage ein Ende gemacht werden wird.
Die Notionalsozialen befürworten den weiteren Ausda« der Grotzware«hä«ser und erklären sich gegen alle Maßnahmen, z. B. Warenhaussteuer, die diese für Gewerbe und Handwerk ruinösen Unternehmungen zu beschneiden geeignet sind.
Dies bedeutet abermals, daß sie nichts gegen die Ruinierung des gesamte« Standes der Gewerbetreibende« n«d Handwerker einzuwenden habe«. Denn durch solche Großwarenhäuser wird Gewerbe und Handwerk gleichermaßen mit der Zeit ruiniert. Denn sie führen jeden Artikel, und durch fie werden selbst die Photographen betroffen, da man z. B. bei Wertheim in Berlin 1 Dtzd. Photos für eine Mark kaufen tonn..
Durch alle diese Unternehmungen, für die die Nationalsoziale» eintreten, wird unser Handwerker- und Gewerbestand zu Grunde gerichtet, das internationale Großfpekulantentnm und
gezogen hatte, „eine Liebe, der fie nachhängt, die verhängnisvoll in ihr Leben eingegriffen hat."
Ein tiefer Seufzer entwand sich seiner Brust; ein ihm bis dahin ganz fremdes Gefühl der Eifersucht auf einen Unbekannten, auf einen Schatten bemächtigte fich seiner; er hätte zu ihr eilen, sie in seine Arme nehmen und weit, weit forttragen mögen. „Nach den Ufern des Ganges!" summte er, während er, die kühle balsamische Nachtlust einsaugend, noch lange aus dem Fenster seines Schlafzimmers blickte.
Annie selbst fühlte fich todmüde, und doch floh der Schlaf ihre Augen. „Du Ring an meinem Finger," stöhnte fie, „nein, du Kette, die mich gefeffelt hält! Ketten zu tragen, welch hartes Geschick!"
Viertes Kapitel.
„Sie find am Spiel, Alventzleben, was macht Sie denn heute so zerstreut?" fragte der Rittmeister von Zeschwitz seinen Partner, mit welchem er nebst zwei anderen Herren an einem der Spieltische des fast nur von penfionierten Offizieren und adligen Gutsbesitzern auS der Umgegend besuchten Kasinos in der Behrenstraße in Berlin saß.
„Ich will es bekennen," versetzte der Angeredete, „der Gast, der heute durch Holleben eingeführt worden ist, beschäftigt und verdrießt mich."
„WeShalb? Was haben Sie an ihm auS- zusetzen?" fragten gleichzeitig die beiden anderen Mitspielenden, der Oberst von Hildach und der Landrat von Golm. „Der Marquis hat die feinsten Formen, er erscheint mir wie ein Repräsentant jener alten, echten französischen Aristokratie, die leider nur noch wenig vorhanden ist," fügte der letztere hinzu.
Großunternehmertum und das Groß- häudlertum allerdings außerordentlich gekörpert.
Wie aber stehen wir Konservative« und der Bund der Landwirte dem Handwerk und dem Gewerbebetrieb gegenüber?
Eine der hauptsächlichste« Forderuuge« unseres Programms ist es, dem Hand- werk «nd dem Gewerbe seme« alte» goldene« Boden wieder z« verschaffe».
Wir Konservative« find gegen alle Konsumvereine, die mit den tausenderlei Artikeln des persönlichen Bedarfes (Nahrungsmittel, KleidungSstoffe pp.) Waren aller Art zum persönlichen Gebrauche, handeln, gegen alle Konsumvereine für Lebensbedürfnisse.
Wir Konservative« find Gegner der So«- snmbäckereie« und Kons«mschlächtereien.
Der Bund der Landwirte hat bisher verhindert, daß landwirtschaftliche Genossen- fchastsmetzgereie« und Genossevschasts- bäckereien in den Städten errichtet werden, und wird es i« Zuknnst tun, vorausgesetzt, daß Metzger und Bäcker nicht dadurch, daß fie freisinnig beziehungsweise nationalsozial wählen, selbst sich für die Errichtung von Konsumbäckereien und Konsummetzgereien erklären.
Wir Konservative sind Gegner bet großkapitalistischen Warenhansdetriebe, die den gewerblichen Mittelstand ruinieren. Wir Konservative sind gegen den Hauster» handel, gegen Abzahlnngsgeschäste, gegen Wanderlager, Wanderauktione» und alle anderen den seßhaften Gewerbestand schädigenden Unternehmuuoen. Wir Konservativen setzen unseren Einfluß dahin ein, daß Gewerbe, Handwerk und Land wirtschaft, daß jede ehrliche Arbeit im Lande geschützt und gefördert wird. DaS können wir natürlich nur, wenn die Angehörigen dieser Berufe und Stände uns auch bei den Wahlen unterstützen. Nur dann können wir sie wirksam im Parlamente vertretenI Deshalb, Ihr Wähler, bedenket daS Ende! Ehe ihr euere Stimmzettel in die Urne steckt, bedenkt was Ihr vorzieht: ob E«re« Rni«, und dann wählt einen Nationalfozialen; ob Eure Wohlfahrt, und dann gebt Eure Stimme dem ge- meinsamenKandidate«der Konservative» nnd des Bandes der Landwirte, dem Landwirtssoh« eurer Heimat, Herr« vo» Pappenheim-Liedlna«.w.
Deutsches Reich
Berli«, 13. Juni.
— Der Kaiser traf gestern früh 6 Uhr, vom Neuen Palais kommend, zu Pferde auf dem Bornstädter Felde ein, wo er das 1. und 3. Garde-Ulanen- Regiment besichtigte. Sodann folgte ein Gefechtsexerzieren im Feuer. Hierzu war ein Bataillon des
„Bis auf den Puder!" brummte AlvenSleben.
„Herr Major, ich fürchte, fie liebäugeln mit dem Freisinn!" sagte Zeschwitz, lächelnd mit dem Finger drohend.
„Warum nicht gar mit den Sozialdemokraten," setzte Major von AlvenSleben den Scherz fort; „waS hat mein politisches Glaubensbekenntnis damit zu tun, daß mir der Franzose nicht gefällt? Sein weißes Haar halte ich für ebenso künstlich hergestellt, wie die kohlschwarzen Wimpern und Augenbrauen."
„Etwa auch die dunklen Augen?" spottete der Landrat.
„Die muß ich allerdings für echt halten, weniger möchte ich dies von dem Ausdruck sagen, den ihr Besitzer ihnen zu geben beliebt; ich kann mir nun einmal nicht helfen, der Man» mißfällt mir," antwortete AlvenSleben, indem er den stark nach aufwärts gedrehten graumelierten Schnurrbart strich.
Seine Mitspieler widersprachen, und am lebhaftesten der Oberst von Hildach, obwohl dieser, da er erst kurz zuvor in den Klub gekommen war, von dem Fremden noch am wenigsten gesehen hatte. Letzterer, ein Marquis Rens von Maleville, war durch ein Klubmitglied, das seine Bekanntschaft vor kurzem in Wiesbaden gemacht hatte, in das Kasino eingeführt worden, und feine eigenartige Persönlichkeit fiel daselbst um so mehr auf, als di« Anzahl der Besucher nut eine beschränkte war. man befand sich im August, und „Berlin", da- heißt die sogenannte bessere Gesellschaft, toex auf Reisen.
(Fortsetzung folgt.