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Peter Karageorgiewitsch, der sich nun die serbische Königskrone aufs Haupt setzen wird, ist im Jahre 1846 geboren und ein Sohn detz Fürsten Alexander, der wegen seines Anteils an der Ermordung des oben erwähnten Fürsten Michael Obrenowitsch vom Pester Gericht der' urteilt worden war und im Jahre 1884 starb. Bis zum Jahre 1890 war Peter sieben Jahre lang vermählt mit einer Tochter des Fürsten von Montenegro, wodurch er in hohe Verwandt­schaft kam und auch 4>er Schwager des Königs von Italien wurde. Auch zu Rußland gewann er infolge seiner Heirat sehr gute Beziehumgen, um die sich der verstorbene König Alexander bekanntlich sehr lang vergeblich bemüht hat. Peter Karageorgiewitsch war aber ein Ver­schwender und Tunichtgut, er zerfiel deshalb vollständig mit seinem Schwiegervater, dem Fürsten Nikolaus von Montenegro und ver­scherzte sich auch die Gunst Rußlands. Wird er König, so kommt Serbien vom Regen in die Traufe.

Endgiltiges über das Schicksal des serbischen Königreichs läßt sich jedoch im Augenblick noch garnicht sagen, da besten Gestaltung ganz wesentlich von der Stellungnahme Rußlands und insonderheit Oesterreich-Ungarns abhängt. Die österreichische Regierung ist durch die serbische Katastrophe im höchsten Maße über­rascht worden, sie war auf eine derartige Even­tualität -nich nicht im geringsten vorbereitet. Es werden also voraussichtlich mehrere Tage ins Land gehen, ehe von Wien aus endgiltige Ent­scheidung getroffen werden können. Peter Karageorgiewitsch wird daher unter allen Um­ständen nur weise handeln, wenn er bis zur Entscheidungen Oesterreichs sich möglichst im Hintergrund hält und der provisorischen Regierung, die ja sein Werkzeug ist, die Leitung der politischen Geschäfte einstweilen vollkommen überläßt. Ob Peter überhaupt die Anerkennung Oesterreichs, ohne die für ihn die Behauptung des serbischen Thrones unmöglich ist, finden wird, bleibt abzuwarten. Es ist wohl möglich, daß ihm der Lohn seiner blutigen Tat versagt bleibt.

Umschau.

Zum Ende der Obrenowitsch.

In Belgrad herrscht großer Jubel, von den Häusern wehen Fahnen herab, die Straßen sind mit Blumengewinden geschmückt, die Volksmenge wälzt sich lachend und scherzend durch die Gasten Hoch Karageorgiewitsch!" rufend. Das ist die Signatur in Belgrad am Tage nach dem entsetzlichen Königsmord. Die Ermordung des KönigSpaares vollzog sich auf folgendem Wege: Alle Verschwörer, ausschließlich Offiziere, erhielten von der Leitung den Auftrag, sich in kleineren Gruppen in verschiedenen Nachtlokalen bis ein

Die Ermordung des serbischen Königspaares.

Im KönigSschloß zu Belgrad ist vom Mitt­woch zum Donnerstag um die mitternächtige Stunde ein grauenvoller Mord verübt worden; von gedungenen Mördern wurden König Alexander und die Königin Draga niedergeschosten, auch die dem Hause Obrenowitsch ergebenen Minister wurden getötet. Die Tat ist im Auftrage des ferbrfchen Thronprätendenten Peter Karageorgie­witsch verübt worden, besten Geschlecht im Jahre 1859 durch die Obrenowitsch vom serbischen Königsthron verdrängt ward und der als daS gegenwärtige Haupt der Familie rastlos darauf bedacht war, den Thron der Väter wieder an sich zu reißen. Der kurzsichtige König bot dem rachsüchtigen Nebenbuhler die erwünschte Ge­legenheit, seinen Anhang zu vergrößern und mittete eines Verbrechens grausiger Art zum Throne zu gelangen. DaS Volk der serbischen Schweinehirten ist ein ruhiges und langmütiges Volk, eS ließ sich weder durch den Kampf der beiden Dynastien noch durch die gewissenlose Regierung MilanS und der Königin Natalie in Erregung bringen. ES nahm auch mit Alexander, dem letzten Sproß des Hauses Obre­nowitsch vorlieb, es ertrug, ohne Aufruhr zu erheben, die Vermählung deS Königs mit Frau Draga, der Witwe des Ingenieurs Maschin, es nahm auch den erst vor wenigen Wochen er­folgten Staatsstreich des jungen Königs ohne Murren hin, wie eS auch über die Kinderlosig­keit des KSnigspaares feinen Gleichmut nicht verlor. Blieb aber auch die Maste des ser­bischen Volkes gleichgiltig, die politischen Gegner des Hauses Obrenowitsch waren dafür um so tätiger. König Alexander hatte eS etwas arg getrieben, da mußte ein Prätendent von der Art des Peter Karageorgiewitsch Mut gewinnen, seine Wünsche zu befriedigen, und ginge es auch über die Leichen deS regierenden Königspaares.

Ein merkwürdiger Zufall hat eS gefügt, daß der letzte Obrenowitsch an demselben Tage endete, an dem sein Großvater Fürst Michael vor 35 Jahren im Parke zu Topschider bei Belgrad ermordet wurde. Für den ermordeten Michael sollte an dem 35. Gedenktage seines Todes ein feierliches Requiem gehalten werden, in daS nun gleich daS junge Königspaar einbe­griffen ward.

Der Plan der Verschwörer, das Königspaar und dessen Getreue aus dem Wege zu räumen, ist in ganz auffallender Weise geheim gehalten worden. Von den Freunden und Angehörigen deS Hauses Obrenowitsch hatte niemand eine Ahnung von dem grausigen Anschlag. Die Königin Draga hatte noch in diesen Tagen eine Villa in dem böhmischen Kurort Franzens­bad mieten lasten, in der sie demnächst längeren Aufenthalt zu nehmen gedachte.

9 «Nachdruck verboten.)

7? ;- Gefesselt.

Roman von Jenny Hirsch.

' lFottsetzung.)

Deine Gräfin in Nizza betete wohl nicht vor Tische?" fragte Elisabeth lachend.

Annie erschrak.und antwortete ein wenig stockend:Das hätte sich bei der internationalen Gesellschaft, die in ihrem Salon verkehrte, nicht gut ausführen lasten."

Sie waren in Nizza, mein gnädiges Fräu­lein?" rief der Leutnant.O, wie beneide ich Sie darum! Wie lange habe ich mir ge­wünscht, die italienischen Seen und die Riviera zu besuchen!"

Besonders Monaco und Monte Carlo," spottete Elisabeth.

Sie tun mir bitteres Unrecht, Fräulein von Hildach, ich rühre nie eine Karte an," beteuerte Joachim von Röber mit treuherzigem Gesichte.

Da wären Sie ja ein Unicum von einem Gardeleutnant," lachte sie.

Dennoch ist es so; mich bindet ein Ver­sprechen, das ich meinem Vater leisten mußte, wie dieser eS bereits seinem Vater geleistet hatte."

Dann gehen Sie aber lieber nicht an die Mviera, Freund Joachim, die Versuchung könnte zu stark für Sie werden," lachte der Oberst. Haben Sie je daS Hazardspiel mit angesehen?" wandte er sich an Annie.

Sie wurde glühend rot und gleich darauf totenbleich.Ich war nie in Monte Carlo," erwiderte sie ausweichend im gepreßten Ton.

Frau von Hildach betrachtete sie mit halb

zugekniffenen Augen.Man braucht nicht bis Monte Carlo zu gehen, um dem Dämon des Spiels zu verfallen," versetzte sie dann mit eigentümlichem Nachdruck

Der Oberst, an d i Adresse die Worte offenbar gerichtet ton' ließ sich davon aber nicht anfechten, fonbe: ehrte mit Behagen

den Aal, welcher soeben ,..i> rt ward, und ließ sich dazu ein Glas Markobrunner munden.

Bester als vom Spiel werden Sie von den Veilchen von Nizza, tior dem Zauber seiner Lage, von seiner Blumenpracht erzählen wissen, Fräulein Wilson," nahm jetzt der Assessor das Gespräch auf und hatte damit die richtige Saite berührt. Annie, welche daS Auge deS Malers und die Empfänglichkeit des Dichters für Naturschönheiten besaß, schilderte die Riviera in so einfacher und dabei so ent zückender Weise, daß sämtliche Zuhörer das Uaue Neer und die Orangenhaine vor sich zu sehen glaubten. Das Gespräch wandte sich dann ihrem Aufenthalte in England und Frankreich zu, und bei aller Bescheidenheit, mit welcher das junge Mädchen erzählte, bei aller Zurückhaltung, die sie sich sichtlich auserlegte, ging doch daraus hervor, daß sie mit vielem Verständnis gesehen und sich eine für ihr Jugend und ihr Geschlecht nicht gewöhnliche Bildung angeeignet hatte.

Unvermerkt wurde die Unterhaltung haupt­sächlich zwischen dem Asteflor, der bereits Reisen ins Ausland gemacht hatte, und Annie geführt; die vier anderen waren mehr Zuhörer, der Oberst, jetzt mit seinem Rehrücken beschäftigt, schmunzelnd, Röber lebhaft interessiert, Elisa­beth strahlend vor Freude über die vorteilhafte Art, in welcher sich ihre Freundin einführte,

Uhr nach Mitternacht aufzuhalten und sich um diese Zeit im Offiziers-Kasino zu melden. Dort erhielt jede Gruppe ihren Wirkungskreis und den Auftrag, alle Ministerien, die Wohnungen der einzelnen Minister, Telephon-, Post- und Telegraphenstationen und die Polizeipräfektur in ihre Gewalt zu bekommen. Bis zwei Uhr nachts war die ganze Aufstellung prompt aus­geführt. Die stärkste OffizierSgruppe (vierzig) hatte unter Führung des Oberstleutnants Mi- schitsch den Konak zu überfallen, unterstützt durch eine Rotte der Leibgarde.

Oberst Maschin besetzte inzwischen mit 3 Regimentern alle Gasten um den Konak herum. Oberst Naumowitsch (Adjutant) öffnete den Der- schwör-rn die Tore. Einige Hofgendarmen widersetzten sich, wurden aber niedergemacht. Die Offiziere eilten in den alten Konak, wo sich die Schlafappartements des KönigspaareS befinden und suchten den ersten Adjutanten deS Königs, General Lazar Petrowitsch. Ein Wacht­meister im Vorzi nmer wurde erschosten, zehn Offiziere drangen gegen das Gemach des Generals und erbrachen es mittels einer Dhnamitpatrone, wobei Oberst Naumowitsch tötlich verwundet wurde. General Petrowitsch wurde dann in die Mitte genommen, um anzugeben, wo sich das Königspaar befindet. Er führte sie zögernd, augenscheinlich damit das Königspaar Zeit zur Flucht gewinne. Die Verschwörer bemerkten die Absicht des Generals und streckten ihn nieder. Sie beeilten sich dann, alle Zimmer nach dem KönigSpaar zu durchstöbern. Beide waren im Hemd. Draga versuchte Alexander mit ihrem Leib zu decken. Ein Geknatter der Revolver und in einigen Minuten, als sich der Rauch verzog, sanden die Verschwörer sowohl Alexander als Draga tot.

Während sich die Tragödie im Konak ab­spielte, drang eine Abteilung Soldaten in die Wohnung der Familie Lunjewitza, nahm beide Brüder (Nicodim und Nicola) in die Mitte und erschossen sie in der unteren Festung.

Ministerpräsident General Zinzar Marko­witsch wurde in seiner Wohnung durch einige Schüsse niedergestreckt. Der Kriegsminister, General Milowan Pawlowitsch, sperrte sich in seiner Wohnung ein. 16 Wunden von Säbel­hieben und Revolverschüffe machten seinem Leben ein Ende. Der Minister des Innern, Welja Todorowitsch, wurde in seiner Wohnung aufgefunden, und, nachdem er unter Revolver- schüffen zusammenfiel, wähnte man ihn tot, er ist aber nur schwer verwundet. Der Divisions­kommandant, Oberst Nikolitsch, eilte in das Lager am Banjitza, um von dort Truppen gegen die Verschwörer zu holen, fand aber dort die Verschwörer als Herren der Situation. Er wurde schwer verwundet und in das Militärhospital überführt. Bei der Einnahme der Polizeidepartements setzten sich einige Gendarmen zur Wehr, wurden aber entwaffnet.

Frau von Hildach mit sehr geteilten Emp­findungen. Sie freute sich über ihren Sohn und war stolz auf ihn, und eS verdroß sie, daß dieseAbenteurerin", wie sie Annie nannte, sich hier so aufspielte und wohl gar ihre Netze nach ihrem Ernst auswarf. Dieses Gefühl ge­wann die Oberhand. Kaum war der Nachtisch verzehrt, so hob sie die Tafel auf und sagte spitz zu Annie:Haben Sie noch nicht versucht, Reisebriefe zu schreiben, Fräulein Wilson? Sie müßten Ihnen vortrefflich gelingen."

Ich fürchte, meine schwachen Kräfte würden dazu nicht ausreichen," entgegnete Annie, ohne die mindeste Empfindlichkeit merken zu lasten.

O, wenn Du es wolltest, so könntest Du es auch, Du kannst alles, was Du willst," mischte sich Elisabeth iuS Gespräch;ich habe mich auch sehr darauf gefreut, mit Dir zu musizieren."

Fräulein Wilson ist natürlich eine Klavier- virtuosin," sagte der Leutnant, der jetzt, wo man in den Salon zurückgekehrt war, den Platz an Elisabeths Seite erobert hatte und keine Miene machte, ihn zu räumen.

Besser als das, sie ist eine ausgezeichnete Sängerin," erwiderte Elisabeth.

O, so lasten Sie uns etwas hören," bat Röber und wollte in das Nebenzimmer eilen, um den dort befindlichen Flügel zu öffnen, ober Elisabeth hielt ihn lachend zurück.

Barbar!" schalt sie,nach Tische soll meine arme Annie fingen? Daraus wird nichts, ab­gesehen davon, daß wir die Nachmittagsruhe des Onkels und der Tante stören würden. Ich werde jetzt den Kaffee bereiten, nachher gehen wir in den Garten, und abends wird statt der

mit dem Kreisblatt für Vie Kreise Marburg tmb Kirchham.

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Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

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Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtem 2,25 Mk. (t$cL Bestellgeld).

Znsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.

Reclamen: die Zeile 25 Psg.

Marburg

Sonnabend, 13. Juni 1903.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, Univcrsitäts-Vuchdruckerei 38. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon »5.

Das Heer proklamierte noch in der Nacht zum König Peter Karageorgiewitsch.

Die neue Regierung, bereit Chef Awakumo- witsch ist, besteht also nur durch die Gnade deS Heeres. Awakumowitfch ist übrigens kein Abenteurer, sondern ein besonnener und be­währter Staatsmann. Auch die Minister des Aeußern und des Innern find erprobte Staats­männer. Eine besonders interestaute Gestalt des neuen Kabinetts ist der Justizminister Schiwkvwitsch, der wegen Teilnahme an dem letzten Attentat aus König Milan zu 20jährigem Kerker verurteilt, alsbald aber begnadigt worden war. Der neue Handelsminister Gentschitsch hatte dem König nach deffen Vermählung mit Draga Maschin statt einer ehrfurchtsvollen Gratulation einen saugroben Bries übersandt und war dafür wegen Majestätsbeleidigung zu 8 Jahren Gefängnis berurteilt aber gleichfalls begnadigt worden. Diesem kleinen Intermezzo verdankt er seine jetzige Würde.

Sind die Getreidezölle Brotwuchers

Die im Verlage der deutschen Agrarztg., Berlin W., Potsdamerstraße 121 E. erschienene graphische Darstellung der Getreidepreise und Löhne ist zum Zwecke der Maffenverbreitung jetzt in kleinerem Maßstabe auf billigerem Papier hergestellt worben. Diese billige Maffenauflage kostet 500 Stück 15 Mk., 1000 Stück 25 Mk., 5000 Stück 100 Mk.

Vom Geduldsstrick der deutschen Landwirtschaft.

Auf der Wanderversammlung der schwäbischen Landwirte zu Geislingen hat der wütttemberg- ische Minister von Pischeck eine Rede gehalten, in der er gegen die höheren Zollforberungen der Bünbler sich wandte, sie höhnte:daß der Appetit ihnen beim Esten wüchse", im übrigen aber der Landwirtschaft wieder einmal bas Wohlwollen der Regierung" versicherte.Er Wiste" so sagte der Ministerdaß die Hälfte der württember gischen Be­völkerung ihre Existenz in der Landwirt­schaft habe, ihr muffe und werde daher die Regierung Schutz gewähren. Aber die Regierung wisse auch, daß die Industrie in gleiche« Maße des Schutzes bedürftig fei. Und der Minister schloß mit dem Appell an die ver­sammelten Landwirte:Sie sollen leben, aber auch leben lagen."

Zur ungefähr selben Zeit hielt in Groß- Jselde der Geheime Kommerzienrat Meyer- Hannover, der Vorsitzende des Auffichtsrats der Jlfeder Eisenhütte auch eine Rebe. Er sprach zu ber dort tagenden Generalversammlung der Aktionäre der Jlseder Hütte. Die Jlseber Hütte hat für die drei Jahre 1889, 1900 und 1901 dnrchschnittlich 53 Prozent Dividende verteilt und auch für 1902 wurde die Ver-

Nachtigallen, die jetzt schon verstummt find, Annie ihre Stimme erheben."

Wir beugen uns in Demut den Geboten der Königin," sagte der Assessor neckend,Dein Programm ist zudem vorzüglich, Elisabeth."

ES war ein selten genußreicher Nachmittag, den die vier jungen Leute im Gatten und Park unter den schönen alten Buchen und Platanen verlebten, ungestött von Frau von Hildach, welche Besuch bekommen hatte und in Be­ratungen über ein demnächst zum Besten der Kleinkinderschulen zu veranstaltendes Gattenfest zurückgehalten ward. Dem Gesetze der An­ziehung folgend, fanden fich Ernst und Annie, Joachim und Elisabeth zum Zwiegespräch zu­sammen, dann vereinte sie aber wieder eine ge­meinschaftliche Unterhaltung, gewürzt durch Scherz und Neckerei.

Es kam Annie vor, als sei sie schon lange in diesem Kreise, so Wohl, so heimisch, so ge­borgen fühlte sie fich hier und doch, welche Kluft trennte fie von diesen Menschen!

Und nun, gnädiges Fräulein, den ver­sprochenen Ohrenichmaus," sagte Leutnant von Röber, nachdem sie in den Salon zurückgekehtt waren.

Wenn es Frau von Hildach erlaubt," ent» wartete Annie mit einem Blick auf diese.

Einer Künstlerin gegenüber hat man nicht zu erlauben, sondern zu bitten," entgegnete statt feiner Frau der Oberst und reichte dem jungen Mädchen den Arm, um fie in daS Mufikzirnmer zu führen.

(Fottsetzung folgt