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Marburg

Donnerstag, 11. Juni 1903.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei 38, Marburg, Markt 21. Telephon 55. ö

W mit dem Kreisblatt für die Kreist Marburg und Kirchhain

Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

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Der GetreidHoll in Frankreich.

Schon vor einiger Zeit haben wir der sicheren Erwartung Ausdruck gegeben, daß die au5 Handelskreisen in Frankreich hervorgegangene Forbei.ung einer zeitweiligen Herabsetzung des dortigen Brotkornzolles bei der republikanischen Volksvertretung ebensowenig Gehör finden werde, wie bei der aus radikal-liberalen und demokratischen Elementen gebildeten Regierung. Diese Erwartung ist jetzt bestätigt worden, in­dem die französische Deputiertenkammer den von einigen Pariser Abgeordneten gestellten Antrag auf zeitweilige Herabsetzung des Zolles von 7 auf 3 Frks. mit 422 gegen 121 Stimmen abgelehnt hat.

Als besonders intereffant bezeichnen die Berl. N. Nachr." einige Gründe, die von den zu jener großen Mehrheit gehörenden Abgeord­neten für die Beibehaltung des relativ hohen Schutzzolles angeführt wurden. Der Abo. Debuffh erklärte sich namens der ganzen Zoll- kommisfion, sogar namens ihrer prinzipiell frei- händlerischen Mitglieder für dieselbe, weil der z. Z. geltende Getreidepreis von 25 Frks. (über 200 Mk. per Tonne) ein ganz normaler sei: bei solchem Preise könne jedermann sein Brot essen. Man dürfe die Landwirtschaft darum nicht durch eine Zollherabsetzung be­unruhigen,denn sie ist es, welche die Kraft unseres Landes auSmacht und für die landwirt­schaftlichen Arbeiter müffen wir ebenso besorgt sein, wie für die andern!" Von der Zoll­herabsetzung würden nur die fremden Speku­lanten profitieren (genau so wie sie es im Jahre 1898 getan haben, wo die völlige Sus­pension des 70 Frank - Zolle» den Getreide- resp. Brotpreis in Frankreich nicht im geringsten verbilligen konnte. D. Red.)

Der französische Landwirtschaftsminister Mougeot hatte es vor einer so verständig ur­teilenden Volksvertretung leicht, den Antrag auf Zollermäßigung entschieden zurückzuweisen, weil der gegenwärtige Getreidepreis in Frank­reich keineswegsexzessiv" und weil e8 fest- gestellt sei, daß die Landwirtschaft erst bei einem Preise von 25 Franks pro 100 kg ein­träglich werde und dem Landmann einen legitimen Arbeitslohn lasse.

Der als Vater des gegenwärtigen französi­schen Zolltarifs bekannte, frühere Minister­präsident Meline schloß sich diesem Urteil des Landwirtschaftsministers an und hob noch be­sonders hervor, daß das französische Volk schon vor Einführung eines Schutzzolles für seine Agrarproduktion und bei ungünstiger Erwerbs­lage einen Brotkornpreis von 29 Frks. (ca. 240 Mk.) ohne Beschwer ertragen hätte. Nie­mals dürfe Frankreich den Weg Englands gehen, wo man die Landwirtschaft dem Handel zu Liebe ruiniert habe.

So urteilen in der ftanzöfischen Republik 4/s der demokratischen Volksvertretung; weder

- (Nachdruck verboten.)

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< Gefesselt. ; :

Roman von Jenny Hirsch.

(Fortsetzuna.)F %

DaS scharfe Ohr der Frau Oberst hatte den leichten Tritt der jungen Mädchen auf der Treppe und im Vorzimmer vernommen und hörte jetzt auch, daß die hinter ihrem Rücken befindliche Tür des Gartensaales geöffnet ward, sie gab sich aber den Anschein, als sei sie von der Lektüre ihres Buches völlig in Anspruch ge­nommen, und wendete sich erst um, als Elisa­beth sagte:Erlaube, liebe Tante, daß ich Dir meine Freundin Annie Wilson vorstelle."

Elisabeths Helle Stimme hatte bei dieser Anrede etwas ungewöhnlich Weiches, Ein­schmeichelndes; es drückte sich darin recht ver­nehmbar die Bitte au8:Nimm sie gut auf mache, daß sie sich als gern gesehener Gast in diesem Hause fühle."

Frau von Hildach verstand aber diese stumme Sprache nicht oder wollte sie nicht verstehen, und hatte auch keinen Blick für da» in AnnieS Augen liegende bange Flehen. Sie hatte sich erhoben und musterte das sich tief vor ihr ver­neigende junge Mädchen ziemlich lange mit ihren scharfen Augen. AnnieS ungewöhnliche Schönheit schien sie durchaus nicht angenehm zu überraschen, der Ausdruck ihrer Mienen wurde mißvergnügt und feindselig. Endlich gewann sie eS über sich, ihr zwei Finger der Hand zu reichen: bald widerwillia duldete sie.

bei den Wahlkämpfen draußen im Lande, noch bei den parlamentarischen Debatten hat man dort jemals selbst Sozialisten mit der bei unS schon von Liberalen gebrauchten Brotwucheran­klage gegen die Verteidiger eines ausgiebigen Schutzes der Arbeit auf der französischen Acker­scholle zu Felde ziehen sehen. Dort unter Republikanern hört man niemals die Anschauung vertreten, da die Kornzölle ein Auswucherung des ganzen Volkes zu Gunsten der Junker und Großgrundbesitzer bedeuteten, dort weiß der Volksvertreter Debuffh, daß eine Ermäßigung dieser Zölle die ganze Landwirtschaft einschließlich der Landarbeiter schädigen würde und das dürfe niemals geschehen weil das Landvolk die Kraft der ganzen Nation ausmache.

In Frankreich weiß der republikanische Minister, wie der Deputierte, daß ein Korn- preiS von über 200 Mk. pr. Tonne ein ganz normaler sei, daß erst bei diesem Preise der Getreidebau dem Landmann einen legitimen Lohn sichere.

Glückliches Frankreich, dessen Gesetzgeber darin einig sind, baß die Zukunft des Landes auf dem festen Ackerboden, auf der Kraft seines Landvolkes beruhe, während unsere Politiker die Zukunft Deutschlands als auf dem Wasser der Weltmeere liegend und als vom Export­handel abhängig erachten!

Umschau.

JoS Chamberlains Pläne.

Chamberlains Plan eines zollpolitischen Zusammenschluffes der englischen Kolonien mit dem Mutterlands wird den Kolonien nicht nützen, sondern schaden; Chamberlains Hinweis auf den deutschen Zollverein und seine Folgen war ein durchaus hinkender Vergleich das ist die Summa eines Artikels derKöln. Ztg.", in dem u. a. noch folgendes ausgeführt wird: Wo kann eine wirtschaftliche Gemeinsamkeit unnatürlicher, ja eigentlich unmöglicher sein als zwischen allerlei Ländergruppen des ganzen Erdballs,, die sich ihre eigene wirtschaftliche Selbständigkeit schon lange geschaffen haben. Nur Kolonien, die wirtschaftlich noch unselb­ständig sind, vermögen die Fesseln des wirt­schaftlichen Schutzes ohne Schädigung ihrer eigensten Interessen zu tragen. Es wäre daher nicht verwunderlich, wenn der Lauf der Dinge den Wunsch Chamberlains nach einem größer­britischen Zollverein, umgekehrt wie einst in Deutschland, nicht als eine Förderung, sondern als eine Erschwernis für den engeren politischen Zusammenschluß erweisen würde. Für daS englische Empfinden ist natürlich eine straffere Verbindung mit den Kolonien höchst wünschens­wert, sie bedeutet einen Zuwachs an nationaler Energie, den man heutzutage, wo die Vereinigten Staaten und Rußland eine streng nationale Weltpolitik mit riesenhaftem Umfange treiben, nur willkommen heißen kann. Aber für die Kolonien hat der Plan doch fei**? großen Be-

daß der unwillkommene Gast dieselben mit den Lippen berührte, und in kühlem Ton sagte sie: Ich begrüße Sie, Fräulein Wilson, und wünsche, daß eS Ihnen in unserer ländlichen Einsamkeit gefallen möge."

ES ist ein Paradies, gnädige Frau," ver­setzte Annie lebhaft.

DaS Ihnen jedoch wohl bald langweilig werden wird, da Sie aus Nizza und Paris hier­her kommen," entgegnete die Frau Oberst mit eisigem Lächeln.

@i, so gar einsam ist es doch bei uns nicht, liebe Tante, eS vergeht ja fast kein Tag, an dem wir nicht Besuch hätten," mischte sich Elisabeth inS Gespräch, bemüht, den Eindruck, den Frau von HildachS Empfang auf Annie hervorbringen mußte, möglichst zu verwischen.

Diese blieb jedoch ganz unbefangen und er­widerte voll Wärme:Ich wünsche mir gar nichts Besseres, als eine solche Einsamkeit und bin unsäglich dankbar, daß Sie mir den Auf­enthalt hier gestatten."

Sie haben mir nicht dankbar zu sein, mein Fräulein, Sie find Elisabeths Gast und mir um derentwillen willkommen," war die frostige Entgegnung.

Lassen Sie mich hoffen, eS werde mir ge­lingen, mich Ihnen auch um meiner selbst willen ein wenig annehmbar zu machen," ant­wortete Annie ohne jede Spur von Empfind­lichkeit in einer so gewinnenden Weise, daß Frau von Hildach es nicht leicht fand, den an­geschlagenen Ton beizubehalten. Sie hatte es sich iebodb voraenommen. den ibr aukaedrunoenen

denken, er nimmt ihnen viel von ihrer politischen Selbständigkeit, ohne ihnen viel anderes wie einen allgemeinen Gedanken, eine Idee, dafür zu geben. Sollen sie nun außerdem ihre wirt­schaftliche Unabhängigkeit aufgeben, so wird der Einsatz verdoppelt, der Gewinn aber nicht vermehrt, und das dürfte ihre Bereitschaft, auf den Plan Chamberlains einzugehen, nicht gerade erhöhen. Von anderer Seite wird dann auch gemeldet, daß die Zustimmung Australiens zu dem Projekt des Kolonialministers mehr als zweifelhaft sei, wenngleich die endgiltige Entscheidung dieser Kolonie noch abgewartet werden muß. ,

Nationalsoziale Purzelbäume.

Auf unseren Artikel hin, in denen wir den Nachweis geführt haben, daß die Zölle das Brotgetreide nicht vertenern, redet die Hess. Ldsztg." in ihrer Nr. 133 ein langes und breites davon, daßGetreidever- teueruag Brotvertenerung fei," und sucht dies durch statistisches Material zu beweisen. Zum Schluß des Artikels bemerkt sie wörtlich: Gegen diesen Prozeß der Brotverteuerung, der uns durch die Agrarier droht, gilt es am 16. Juni die Stimmen zu erheben." Dieser Satz beweist, daß der ganze Artikel darauf zuge­schnitten ist, die Leser derLandeszeitung" zu täuschen. Kein Konservativer und keiner der bösen" Agrarier hat jemals geleugnet, daß höhere Getreidepreise auch höhere Brotpreise nach sich ziehen! Ganz im Gegenteil. DieHess. Ldsztg." sucht daher durch diesen Artikel bei ihren Lesern den Glauben zu erwecken, als würde diese alte Wahrheit, daßGetreideverteuerung auch eine Brotverteuerung mit sich bringt, von denAgrariern und ihren Freunden" be­stritten! Und dann, nachdem sie diesen eine Behauptung in den Mund gelegt hat, die sie niemals erhoben haben, zieht sie gegen jenebösen" Leute flott und tapfer vom Leder und zermalmt sie mit der Wucht ihrer statistischen Beweisführung! Wem käme da nicht des edlen Spaniers Cervantes berühmter Roman in den Sinn und dessen Held, Herr Don Quixote de la Manch»? ES ist ein Taschenspielerstückchen geringster Art, das die Heff.Ldztg" hier zum besten giebt. Sie sucht ihren Lesern vorzutäuschen, daß die Konservativen und Agrarier, eine alte selbstverständige Binsenwahrheit nicht anerkennen wollten, und kämpft einen klappernden Theaterkampf gegen eine Behauptung, die aufzustellen niemand sonst je eingefallen ist als derLandeszeitung" selbst. Wir Konservativen haben, wir betonen das nochmals, niemals geleugnet, daß ein Steigen der Getreidepreise im allgemeinen auch eine Verteuerung des Brotes nach sich ziehe. DieHess. Ldsztg." rennt daher offene Türen ein, wenn sie diese Tatsache mit vielen schönen Worten und Zahlen nochmals erhärtet, und erringt einen ebenso lächerlichen wie be­deutungslosen Theatersieg gegen einen Feind,

Gast fühlen zu lassen, daß er nicht mit ihrer Zustimmung im Hause sei, und war nicht die Frau, sich durch eine liebenswürdige Persönlich­keit von einem gefaßten Beschlüsse abhringen zu lassen. Für den Augenblick ward sie einer Antwort durch den Eintritt ihres Gatten über­hoben.

Elisabeth flog dem Onkel entgegen, und aus der Art ihrer gegenseitigen Begrüßung ging schon hervor, daß zwischen dem Obersten und dem verwaisten Kinde seines Bruders ein viel innigeres Verhältnis herrschte, als zwischen Tante und Nichte.

Auch die Begrüßung, welche der Oberst Annie angedeihen ließ, fiel weit ungezwungener auS und hatte beinahe einen Anflug von Herz­lichkeit. Die feine, schöne Erscheinung der jungen Fremden flößte dem für Frauenreize noch immer nicht unempfänglichen Herrn von Hildach ein sichtliches Wohlgefallen ein, und was Annie an­betraf, so fühlte sie sich durch die Aehnlichkeit, welche jener mit seinem Sohn besaß, angenehm berührt. Vater und Sohn besaßen die gleiche hohe, kraftvolle Gestalt, die bei letzterem jedoch schon etwas ins breite gegangen war, ließen Haltung und Bewegungen des Obersten, sowie der graue Schnurrbart in dem sonst ganz glatt rasierten Gesicht und daS ebenfalls graue, kurzgeschnittene Haar auf den ersten Blick den Militär erkennen, fo hatte doch der ihm eigene Hang zum Wohlleben und zur Bequemlichkeit feinen Augen ein Flimmern verliehen und seinen Zügen ein Gepräge aufgedrückt, wesentlich ver- ((Sieben von Ernst'» krvftallklaren Auoen. von

der gar nicht existiert. Wir Konservative haben etwas anbereS behauptet unb durch die Sta­tistik nachgewiesen, nämlich, daß bie Gelretdezölle die Brotgetreidepreife während der hinter «ns »egende« Schatz- zollperiode nicht gesteigert haben, sonder« datz trotz aller Zölle die Getreidepreise ständig znräckgegangen find!

Um diese unsere wohlbegründete Behauptung handelt es sich heute, und um nichts anderes!

Aber dagegen wendet sich dieLandeS- zeitung" nicht, weil sie e§ eben «ichUa««! Denn die Tatsachen geben uns Recht, und di« Statistik beweist e8. Das ist derLandeS- zeitung" freilich höllisch unangenehm, unb beshalb versucht sie, ihre Leser mit allerlei Mätzchenbarüberhinwegzutäuschen, baß eines bet nationalsozialen Schlagworte, mit dem sie gegen die Konservativen hetzen, de« Tatsache« dirett insGesicht schlägt! __________

Dersachliche" Kampf der National­sozialen.

Herr v. Gerlach läßt keine unpassende Ge­legenheit vorübergehen, ohne derOberh. Ztg." persönliche, gehässige Kampfesweise vorzuwerfen im Gegensatz zu der rein sachlichen seiner eigenen Zeitung. WaS es mit dieser Behauptung auf sich hat, können wir durch ein neuestes Beispiel demonstrieren. Wir haben seiner Zeit uns mit den persönlichen Verhältnissen des nationalsozialen Agitators, Landwirt und Leutnant der Reserve Wolf, mit keiner Silbe beschäftigt und haben lediglich von seinen sachlichen Ausführungen Notiz genommen. DieHess. Landeszeitung" dagegen wendet unserem für die konservative Sache im Wahlkreis agitierenden Redner, Herr« Landwirt H. Hestermann gegenüber da» entgegengesetzte Verfahren an. Da sie gegen seine sachlichen Ausführungen anscheinend nicht viel einwenden kann, begibt sie sich auf das Gebiet des persönlichen Kampfes, indem sie daS Privatleben des Herrn Hestermann zur Diskussion stellt und unwahre Behauptungen über dasselbe ver­breitet. Deswegen ist ihr heute folgende Berichtigung zugegangen:

An die

Geschäftsstelle der .Hessischen Landeszeitung" in Marburg.

Auf Grund de8 8 U de» Preßgesetzes er­suche ich bie Geschäftsstelle um nachfolgende Berichtigung:

ES ist nicht wahr, was in der Nr. 130 vorn 6. Juni er. in Ihrer Zeitung angegeben wird, daß ich gelernter Kaufmann sei.

Wahr ist, daß ich als Bauernsohn von meinem 16. Lebensjahre an in bet Landwirtschaft praktisch tätig bi« und ich auch jetzt noch, neben meiner

dem geistvollen, ein wenig herben Ausdruck seines Gesichtes.

Elisabeth hat Ihren Besuch so lebhaft ge­wünscht und ist so beglückt dadurch, daß wir im Gegenteil Ihnen für Ihr Kommen zu Dank verpflichtet find," antwortete er mit tiefer, ein wenig belegter Stimme auf die Dankesworte, welche Annie für bie ihr zu teil geworbene Einlabung jetzt auch an ihn richtete.Lassen Sie eS sich bei uns gefallen und bleiben Sie recht lange hier," fügte er, ihr kräftig bie Hand schüttelnd, hinzu. Ein leise« Hüsteln seiner Frau veranlaßte ihn, sich nach dieser umzuwenden und AnnieS Hand, die er noch immer inderseinige« hielt, schnell fallen zu lassen.

Die Augen der Gatten begegneten sich, und der Oberst wußte, daß er sich die Unzufrieden­heit seiner Gemahlin zugezogen hatte, wenn diese auch mit freundlicher Gelassenheit sagte: Willst Du so gütig sein, lieber Wilhelm, auf den Knopf deS Klingelzuges zu drücken? Unsere Speisestunde hat schon lange geschlagen, unb zu meinem Befremden hat man noch nicht gemeldet, daß angerichtet sei."

Verzeihe, Tante," rief Elisabeth, ehe der Oberst den ihm zuteil gewordenen Auftrag auS» führm konnte,ich habe mir die Eigenmächtig­keit erlaubt, zu bestellen, daß wir heute eine halbe Stunde später speisen wollen. Annie war tief erschöpft und schlief so süß, da wollte ich ihr gern eine etwas längere Erholungsfrist verschaffen; da die Gräfin Finkenstein bei Dir war, konnte ich Dich nicht um Erlaubnis fragen."

(Fortsetzung folgt.