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mit -em Keeisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jttustrirtes Sonntagsblatt.

M 156

Vierteljährlicher Bezugspreis: btt der Expedition 2 Mk., bet allen Postämtern 2,25 Mk. itgcl. Bestellgeld).

JnserttonSgebühr: die gespaltme Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamm: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Mittwoch, 10. Juni 1903.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdrucker« Marburg, Markt 21. Telephon 55.

88. Jahrg.

Unklarheiten und Unwahrheiten.

DL

Es gibt Wohl keinen Stand im ganzen deutschen Reiche, der über eine einigermaßen beachtenswerte Zahl von Vertretern und dem­nach auch von Wählern und Wahlstimmmen verfügt, für den die Nationalsozialen nicht eine Verheißung, eine Versprechung im Sacke hätten, mit der sie für sich Stimmung zu machen suchen. Aber solch» Verheißungen find billiger wie Brombeere« für diejenigen, die selbst ganz genau wissen, daß sie in absehbarer Zeit niemals in die unangenehme Lage kommen werden, ihre Versprechungen auch halten zu müssen. In dieser glücklichen Lage find gegenwärtig die Nationalsozialen. Bisher waren fie in keiner gesetzgebenden Körperschaft vertreten und fie find daher bis jetzt noch niemals in die Ver­legenheit gekommen, für ein Gesetz zum Nutzen der Großhändler und Großindustriellen und zum Schaden der Handwerker, Gewerbetreibenden und Landwirte gemäß ihres Programmes stimmen zu müssen. Deswegen haben sie es heute nicht allzuschwer, sich als die besten Freunde von aller Welt hinzustellen, da man ihnen eben daS Gegenteil nicht nachweisen kann. Denn wer überhaupt nicht mit zu raten und zu taten hat, der kann auch beim besten Willen weder nützen noch schaden. Eine einzige Tat der Konservativen, wie z. B. die von ihnen butdiße« gesetzte Gehaltsaufbesserung der Sub- alternb eamten, wie z. B. der Lehrer, Förster, Post-, Eisenbahn-nnd Steuer­beamten wiegt tausendmal schwerer als eine Million nationalsozialer Versprechungen. Denn dadurch, daß die Konservativen s. Z. tatsächlich einer Auf­besserung aller dieser Beamten zugestimmt und sie dadurch durchgesetzt haben, haben sie sich ein Verdienst um diese Beamten erworben, das die Nationalsozialen sich in Zukunft erst einmal erwerben müssen. Und dies wird ihnen vor­aussichtlich für immer unmöglich sein, auch wenn sie ernstlich, d. h. mit gleichzeitiger Bewilligung neuer Steuern, eine weitere Aufbesserung der Beamten anstreben sollten. Denn die 12 nationalsozialen Ver­treter, die im allergünstigsten Falle in den Reichstag kommen werden, können dort gar nichtSerreichen. Wohl aberkönnten die Kons ervativen, wenn jetzt dieSubaltern» -eamten gegen fie und für die National­sozialen stimmen sollten, einmal die Konsequenzen aus diesem Vorgehen ziehen, und eS in Zukunft ablehnen, auch für die berechtigten Forderungen der Subalternbeamten e i n z u - treten, die jetzt sich als Gegner der Kon­servativen geberden. Und dann könnten die

Der Ritt des Herrn Goclenius

Eoclenius ritt aus Marburgs Thor Auf Cassel zu int Morgenlicht.

Noch kein Professor hiebevor

Wer so auf Wissenschaft erpicht.

11 Sein Rößlein, seist und prächtig,

- Setzt Schritt vor Schritt bedächtig, - Weil er ein Mann war von Gewicht.

Da thun sich auf die Wälder schon.

Die Straße steigt bergab, bergan.

Die Vögel fingen süßen Ton;

Es düsten Klee und Thymian.

O sommerliche Töne!

Bestrickt dich nicht die Schöne, Goclenius, hochgelehrter Mannt

O nein? der Herr Profeffor fitzt

Im Sattel vorgebeugt, indeß

Er aus dem Bausch des Mantels itzt

Ein Buch zieht, ein lateinisches.

Metallbeschlagene Kanten

Verzieren den Folianten.

ES war ein Aristoteles!

Er sprach: »Der Landgraf Heflenlands*) Beschird nach Caffel mich. Es giltl I« Uebung menschlichen Verstands Ist dieser Fürst mein Ebenbild.

Zu mancherlei Problemen

Will er mein Wort vernehmen.

Ich bin zu dienen ihm gewillt.

»Die Ouaestw ist: was ist der Raum?

Und dann: was ist Identität?

Ich merke wohl, ich faß' es kaum, Wie viel auch hier im Buche steht.

Wer schließen will, der wisie

Bescheid mit der Prämisse, Weil sonst die Wahrheit untergeht.

.Des Waldes Blätter, die steh'n leer, Und Gott ist nicht in der Natur.

Gott ist in diesem Buch vielmehr, Aus solchen Blättern spricht er nur.

Hier pflück' ich Redeblumen

Voll Scharffinn und Acumen.

Die blühen auf der Logik Flur."

) Landarak Moritz der Gelehrte.

Subaltertibeamten wohl bis zum jüngsten Tag warten, bis an fie mal wieder die Reihe zu einer Gehaltsaufbesserung kommt.

Vorläufig stehen wir Konservative aller­dings noch nicht auf diesem Standpunkt, sondern wir werden nach wie vor, wie wir es früher getan haben so auch später, für alle berechtigten Forderungen aller Klaffen der Beamten ein­treten. Dies hat auch ausdrücklich unser Kandidat, Herr v. Pappen­heim, in jeder seiner Reden ausgesprochen und es ist eine grobe Unwahrheit, wen« von gegnerischer Seite so unter der Hand verbreitet wird, Herr von Pappenheim habe sich s. Z. im Schlotzgarten dahin ansgesproche«, vast sirr ihn die Frage der Gehaltsansbesserung der Beamte« für alle Zeiten unbedingt erledigt sei. Er hat im Gegenteil erklärt, daß er für jede berechtigte Forderung der Beamten wie in der Vergangenheit so in der Zu­kunft eintreten werde. Und er ist der Mann, der die Gewähr bietet, daß er sein Versprechen hält, durch das, was er schon im Parlament gerade für die Subalternbeamten an Gehaltsaufbesserungen mit durchgesetzt hat.

Von welcher Seite diese erfundenen Ge­schichten in die Welt gesetzt werden, wissen wir nicht. Und es wird eine spätere Sorge sein, einmal jenen im Verborgenen wirkenden Ver­leumdern nachzuspüren.

Wir wollen uns für jetzt jenen Leuten zuwenden, die bei unseren kleineren Bauern damit gegen die Vertreter der Schutzzollpolitik zu agitieren suchen, daß sie behaupten, durch den neue« Zolltarif wurde« dem kleine« Bauer«, der ««r Interesse an der Vieh­zucht hat, die Futtermittel verteuert! Es sind dieselben Leute, die das Märchen in die Welt gesetzt haben, die Zölle verteuerten das Brotgetreide und die Rohstoffe der Hand­werker, die jetzt mit diesem neuen Märchen kommen. Denn wie ihre beiden anderen Be­hauptungen, ist auch diese dritte Behauptung nichts weiter als ein Märchen, um nicht einen unparlamentarischen Ausdruck zu gebrauchen.

Der Beweis dafür, daß entgegen der nationalsozialen Behauptung der neue Zolltarif den Viehzüchtern und Viehhaltern nicht die Futtermittel verteuert, ist für jeder­mann überzeugend und ebenso einfach dadurch zu führen, daß wir die betr. Positionen des amt­lichen neuen ZolltarifeS hierhersetzen:

Zollsatz für 1 DZ. pos. 195. Ausgelaugte Schnitzel von Zucker­rüben, auch gepreßt, frisch zollfrei pos. 197. Treber, auch getrocknet, Malzkeime zollfrei pos. 16. Baumwollsamen, Palmkerne (auch zerkleinert) zollfrei

Wer liest, den stört Erschütterung, Das weiß das Rößlein und geht sacht. Doch braucht das Thier längst Fütterung. Goclenius hat darauf nicht Acht.

Er liest und liest, als wäre

Die Mähre nur Chimäre

Und für die Krippe nicht gemacht.

Der Meister liest: Das Rößlein scharrt. Der Meister lieft: Das Rößlein steht. Er liest und blättert wie vernarrt. Obschon das Thier nicht wcitergeht.

Der Meister denkt: .Wir gleiten Die Wege schnell im Reiten!' Das Rößlein wendet sich und dreht.

Er liest: .Der Raum bewegt fich nie. Im Raum bewegt fich nur die Welt, Weshalb den Raum die Theorie Für stets mit sich identisch hält.'

Das Rößlein spitzt die Ohrm,

Als gäb' er ihm die Sporen, Und plötzlich trabt es über Feld.

Der weise Herr ergrimmt darob, Er schiebt das Buch schon in den Sack. Doch aus dem Traben wird Galopp. .Verwünschte Bestie! Teufelspack!

Was ist es, was ich sehe?

Ist Cassel in der Nähe?

Ein Spuk ist'S urd ein Schabernack.

.Mich dünkt, ich kenne dieses Land!'

Bor einem Stall das Rößlein steht, Der war ihm nur zu wohlbekammt. Das Vieh hat nicht umsonst gedreht.

Er rieb die Augenlider:

.Wir sind in Dlarburg wieder!

Das ist des Raums Identität!'

Ja, Raum ist Raum und Stall ist Stall Und Marburg Marburg. Dieser Schluß Ist evident auf jeden Fall, Weil selbst das Thier ihn finden muß.

Um sechzehnhundertzehcn

Ist dieser Ritt geschehen, Der Ritt des Herrn Goclenius.

B. Rh.

pos. 23. Kartoffeln, frisch: Zollsatz

in der Zeit vom 15. Februar bis f. 1 DZ. 31. Juli (also in der Zeit, in der

< die Frühkartoffeln, die bekanntlich nicht zur Mast verwendet werden, reif werden) 2,50 Mk.

in der Zeit vom L August bis

14. Februar zollfrei

pos. 24. Futterrüben, Möhren, Wasser­

rüben und fonstige Feldrüben zollfrei pos. 192. Kleie, auch gepreßte Maiskleie

(Maiskuchen), Rrisabfälle (aus-

schließt, als Viehfutter verwertbar) zollfrei pos. 193. Rückstände, feste, von der Her­stellung fetter Oele, auch gemahlen oder in der Form von Kuchen svehlkuche«) zollfrei

pos. 194. Rückstände von der Stärkeerzeug­

ung, ausschl. als Viehfutter ver­wendbar ; Branntweinspülicht lSchlempe), auch getrocknet; Me- lasseschlempe zollfrei

Angesichts dieser Angaben deS neuen amt­lichen Zolltarifs gehört nach unserer Ansicht ein gutes Teil, sagen wir Unverfrorenheit dazu, um zu behaupten, der Zolltarif ver­teuere unseren Viehzüchtern die Futtermittel.

Und ebenso verhält es fich mit einer weiteren gegnerischen Behauptung, daß die etwaigen Mehreinnahmen, die der Bauer nach dem Inkrafttreten des ZolltarifeS haben würde, mehr als ausgeglichen würden durch die Verteuerung der Rohstoffe der für den Landwirt unentbehrlichen Gebrauchs- und Wirt­schaftsartikel, die nach dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs eintreten würde. Wir haben die Unrichtigkeit dieser Behauptung bereits in unserem vorigen Artikel nachgewiesen, und wir führen hier als Beweis nochmals die Angaben des neuen amtlichen Zolltarifs an.

Baumwolle, Flachs, Hanf, Jute, Manila-Hanf, Kokosfasern und alle übrigen pflanzlichen Spinnstoffe, roh, gereinigt, ge­brochen, geschwungen, entleimt, sind zollfrei.

Häute, Felle zur Lederbereitung, roh, gesalzen, getrocknet, auch enthaart, Schafwolle, Haare der verschiedensten Tiere find zollfrei.

Erze, auch aufbereitet, aus denen nach ihrer Verhüttung die hauptsächlichsten Werkzeuge für den landwirtsckaftlichen Betrieb hergestellt werden, find zollfrei.

Natronsalpeter, Chilesalpeter istzollftei.

Guano, Tiermehl, gemahlener tierischer Dünger, Poudrette ist zollfrei.

Knochenmehl, ThomasphoSphat- mehl, sowie alle Superphosphate, auch mit anderen Stoffen vermischt, sind ebenfalls zollfrei. .

Wie unsere Gegner angesichts dieser klaren, sich aus dem Zolltarif ergebenden Tatsachen in öffentlichen Versammlungen behaupten können,

6 (Nachdruck verboten.)

Gefesselt.

Roman von Jenny Hirsch.

(Fortsetzung.)

Ich bin nicht müde, Du störst mich nicht," versicherte Annie, aber ihr Aussehen strafte sie Lügen.

Still, still, kein Wort weiter. Ich bette Dich auf die Chaiselongue in Deinem Schlaf­zimmer," gebot Elisabeth mit drolliger Ent­schiedenheit.

'Ich danke Dir, ich werde mich eine halbe Stunde ganz ruhig verhalten, daS ist ausreichend, mich wieder herzustellen."

Wenn Du diese Miene aufsetzest, so gibt es keine Widerrede, das kenne ich von früher her," sagte Elisabeth resigniert;so habe denn Deinen Willen. Ruhe sanft, schlafe wohl!"

Sie huschte aus dem Zimmer.

Ruhe sanft! Schlafe wohl!" wiederholte Annie Wilson, nachdem sich die Tür hinter der Freundin geschlossen, in herzzerreißendem Ton und schlug mit einer Gebärde der Verzweiflung die Hände vor das Gesicht.

Schlafe wohl! Wie lange ist es mir nicht so gut geworden! Auch mir istder Schlaf ermordet, der heilige, unschuldsvolle Schlaf! Der Schlaf, der jede düstere Stirn entrunzelt, der Lebensquell, der neue Tage schenkt!" Ich kann nicht schlafen. DaS unselige Geheimnis verfolgt mich, schreckt mich vom Lager auf, setzt fich mit mir zu Tische! O Elisabeth, wenn Du wüßtest, wen Du bei Dir ausgenommen hast!"

In heftiger Erregung ging fie im Zimmer auf und ab.

Wenn fie es wüßte, würde fie mich ver­stoßen?" fragte sie sich. .Aber sie wird, sie

der neue Zolltarif verteure den Bauern ihre unentbehrlichen Gebrauchs- und WirtschastS- artikel, ist einfach ganz unbegreiflich. Ver­ständlich wird es allein dann, wenn man annimmt, daß unsere Gegner kein anderes Mittel mehr wissen, die Bauern auf ihre Seite hinüberzuziehen, als das eine: daß sie ihnen durch daS ständige Vorerzählen von blanken Unwahrheiten so große Angst vor den schutz- zöllnerischen Konservativen machen, daß der Bauer endlich ganz verängstigt gegen sein eigenes Interesse stimmt, und einen National­sozialen wählt. Das kann allein der Zweck der Uebung sein. Aber wir geben unseren Lesern zu bedenken! Was haben fie gutes von einer Partei zu erwarten, die durch ««wahre Behanptnnge« Stimmen für fich einzufangen sucht? Kann man einer solchen Partei vertrauen? Wir meinen, wer sich a«f fie verläßt, der wird i« allem ««d für immer verlaße« fei«!

Umschau.

Jo6 Chamberlain und sein Plan.

Dem englischen Kolonialminister Chamberlain find Diplomaten - Kunststücke nicht fremd. Er will ein großbritannisches Weltreich, das ist sein einziges Ziel; alles andere ist ihm nur Mittel dazu. Ermuntert durch den Beschluß des Par­laments der Orangekolonie, daS die Zollver­einigung mit England gutgeheißen, hat Cham­berlain am Tage vor der erneuten ParlamentS- debatte über seine Zollreform einen Brief an einen Arbeiter geschrieben und veröffentlichen lassen, in dem ausgeführt wird, es werde un­möglich sein, die Vorzugsbehandlung der Ko­lonien zu erreichen ohne einen gewissen Zoll aus Getreide sowohl «S andere Nahrungsmittel, weil diese die Hauptprodukte der Kolonieen seien. In dem Briefe an den Arbeiter erklärt Herr Chamberlain weiter, daß eine Verteuerung der Lebensmittel, die durch daS neue Zollsystem allerdings herbeigeführt werden würde, den Ar­beitern in keiner Weise schaden würde. Die Lohnverhältnisse würden fich alsdann heben, und nicht etwa bloß in dem gleichen Maße wie der Zoll sich erhöht, sondern in einem für die Ar­beiter weit günstigeren Verhältnisse. Das sei in Deutschland und den Vereinigten Staate« von Nordamerika auch der Fall gewesen. Wäre England in der Lage, auf der Grundlage gleicher Bedingungen mit den auswärtigen Staaten zu verhandeln, dann würden sogar die jetzt auf die englischen Erzeugnisse gelegten Zölle noch ganz allgemein herabgesetzt werden. Es würde ein Wettbewerb der fremden Nationen um die eng­lischen Märkte entstehen, der England wirklichem Freihandel näher bringen würde, als es jemals

braucht eS nicht zu erfahren; niemand soll eS erfahren, ich habe meine Spur verwischt; hier wird mich keiner ausfinden können, ich werde vergessen sein und eS selbst vergessen. Ver­gessen! Vergessen k O, einen Zug auS jenem Born, der Lethe heißt!"

Sie stöhnte tief auf. Noch einmal öffnete fie* die Jalousien und schaute hinaus auf die reizvolle friedliche Gegend, und allmählich senkte sich Frieden in ihre stürmisch bewegte Brust. Sie fühlte, daß ihre Augenlider schwer wurden, von neuem verdunkelte sie das Zimmer, streckte sich nach Elisabeths Geheiß nun doch aus der Chaiselongue aus und versank bald in er­quickenden Schlaf.

Ein Klopfen an der Tür erweckte fie, auf­fahrend schaute fie sich verwundert in der ihr fremden Umgebung um, da öffnete sich leise die Tür, Elisabeth steckte den hübschen Kopf herein und sagte triumphierend:Siehst Du wohl, nun hast Du doch geschlafen, und wie mich be- dünken will, recht fest und süß, denn ich habe ein paarmal an der Tür gelauscht, ohne daß sich etwas regte; jetzt ist es aber hohe Zeit für Dich, Toilette zu machen."

Trotz Annie'S Sträuben war sie behilflich, den Koffer zu öffnen, die erforderlichen Sachen herauszunehmen und das Reisekleid mit einem, anderen zu vertauschen, das in Stoff und Schnitt beinahe eben so einfach wie jenes war. Dennoch sah die schlanke Gestalt in dem Kleide auS. leichtem weißen, mit kleinen roten Sternen be­säten Baumwollenstoff und mit den roten Rosen, welche Elisabeth ihr vor die Brust und in daS' reiche dunkle Haar gesteckt, vornehmer und eleganter auS, als die weit kostbarer gekleidete Freundin. Diese bemerkte dies sehr wohl und sagte mit neidloser Bewunderung'. .Wie Du eS nut