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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Musttirtes Sonntagsblatt.
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Marburg
Dienstag, 26. Mai 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mtb Verlag' Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdrucker« Marburg, Markt 21. — Tc'vhon 55.
38. Jahrg.
Bestellungen für den Monat Juni auf die
^Oberheffifche 3eit««g" nebst ihren Verlagen werden von unserer Expeditton (gjtartt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain und Neustadt, sowie von allen Postanstalten und Landbriefträgern entgegengenommen.
Schwessin.
Wieder einmal ist den Liberalen Heil widerfahren. Einer der Ihren, Herr Dr. W. Rudow, 'ein Bauernsohn aus dem pommerschen Dorfe ßchwessin hat die Agrarverhältnisse seines Heimatdorfes untersucht und hierbei nachentdeckt, was viele andere vor ihm schon wußten: daß es Bauern giebt, die mehr Vieh züchten, als Getreide bauen, ja die sogar Futtergetreide zukaufen. Den Folgerungen, die Herr Dr. Rudow hieran anknüpfend dem freisinnigen A. B. C. entnimmt, ist entgegen zu halten: daß trotz der von uns nie bestritt. ten Existenz so A organisierter Bauernwirtschaften es dennoch statistische Tatsache ist, daß von dem gesamten, auS der deutschen Ernte in den städtischen Verbrauch übergehenden Brotgetreidequantum nur zwei Fünftel auf den Aeckern der Großgrund- 4 ^besitzet, drei Fünftel dagegen auf Bauernland wachsen. Da man nun nicht zwei getrennte Zolltarife einführen kann, einen für die Schwessiner und einen für die anderen Bauern, so wird eS schon bei den agrarischen Zollforderungen bleiben müffen. Das liegt dann aber genau so im Interesse der Schwessiner, wie der anderen Bauern. Man sollte doch endlich die statistischen Mätzchen, die Herr Dr. Rudow unS jetzt wieder vormacht, beiseite lassen und lieber den Versuch machen, unsere wiederholt schon geltend gemachten volkswirtschaftlichen Wahrheiten zu entkräften:
1. Von dem gesamten deutschen Viehprodukten- Konsum entstammen 95 Proz. dem Inland, 5 Proz. dem Import. Eine Verschiebung deS inländischen ProduktionSverhältnisseS zwischen Getreidebau und Viehzucht auch nur um wenige Prozent müßte daher notwendig eine preisdrückende Überproduktion im Gefolge haben, die die Schwettiner Bauern bei der Verwertung ihrer Viehprodukte sehr schnell in dieselbe prekäre Lage bringen müßte, in der die Getreide- Hauer heute stecken. Die Schwessiner haben also ein hohes indirektes Interesse am Getreide- wllfchutz, da dieser geeignet ist, ihnen eine steigende Biehproduktenkonkurrenz vom Halse zu halten. Die hiergegen geltend gemachte Meinung, daß der Konsum an Viehprodukten ja noch außerordentlich steigerungsfähig sei, ist in so weit irrtümlich, als diese Steigerungsfähigkeit nur
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•8(Nachdruck verboten.)
Briefträgers Hannchen.
Von Georg Paulsen.
(Fortsehnng.)
„Hannchen, wenn mir jemand gestern abend gesagt hätte, ich würde heute solch Wiedersehen finden, längst wäre ich hier gewesen. Aber, das ist alles ganz eigen gekommen. Sei still, brauchst nichts zu sagen, ich weiß alles, was Du mir sagen könntest. Hör' zu. ich will Dir alles schnell sagen, damft Du aus jeder Sorge kommst."
Und er erzählte. Er ging mit flüchtigen Worten darüber hin, wie er der Mutter die Zustimmung zum medizinischen Studium abge- tvonnen, wie es ihm wirklich gelungen sei, in derhältnismäßig kurzer Zeit Achtung und An- Erkennung zu gewinnen. Namentlich als Chirurg hatte er seinen Weg gemacht.
.Na, ja, und hast Deine Frau net mit'- bracht?" Johanna fragte eS so treuherzig, daß herzhaft lachen mußte.
„Ja, Hannchen, siehst, je mehr mein Name genannt ward, desto eher meint die Mutter, vun müßt' ich wirklich heiraten. Und die ganze kange Reihe der lieben Verwandten hat sie her- i Nzäklt, aber 's hat ihr nichts genützt. Kann wohl sein, daß ich mal gesagt hab, ja, wenn ftn einziges Briefträger Hölder'S Hannchen da- : wär', dann möcht's schon sein, aber so
Zimmer!"
; L „Du böser Bursch'I" lachte sie errötend und
bei entsprechendem Preisrückgang erwartbar ist. Mit einem Preisrückgang aber kann, waS Dr. Rudow selber zugiebt, den Schwessiner» nicht gedient sein, denn ein guter Preis ist die Vorbedingung ihrer relativ befriedigenden wirtschaftlichen Existenz.
2. Soviel die Schwessiner Bauern auch an Futtergetreide und sonstigen Kraftfutterstoffen zukaufen mögen: der weitaus größere Teil des zur tierischen Produktion verwendeten FutterS entstammt ihren eigenen Aeckern und Wiesen. Je höher daher d'^beim Einkauf anzulegenden Futtermitteipreise ^sind, desto höher verwertet sich ihnen der aus der eigenen Produktion stammende größere Teil des Futtermitttelauf- wandes. Unter normalen wirtschaftlichen Verhältnissen, bei ebenfalls wirksamen Schutz der tierischen Produftion, bildet der Viehproduktenpreis sich auf der Grundlage der Viehproduktionskosten. Der Viehproduktenpreis stellt die Bezahlung der aufgewendeten Kosten dar, unter denen das Futter den Hauptbestandteil bildet. Sänke heute und dauernd der Getreidepreis auf 2, 3 Mk. pro Zentner,, der Rauhfutterpreis auf fünfzig Pfennige, dann hätten wir sehr bald einen Viehpreis von vielleicht fünfzehn bis zwanzig Mk. p*o Zentner. Der billige Einkaufspreis für das zuzukaufende Futtergetreide würde den Schwesfinern dann garnichtS nützen, denn eS würde sich ihnen der weitaus größere Naturalertrag ihrer eigenen Acker und Wiesen genau so schlecht verwerten. —
Gerade Herr Dr. Rudow müßte als Dorfkind diese einfachen Wahrheiten begreifen können. Er scheint also von der sprichwörtlichen Schläue der Dörfler nichts mitbekommen zu haben, als er nach Berlin auf die hohe Schule zog.
Umschau.
Der Wahlaufruf des Bunde? der Landwirte.
Der Bund der Landwirte hat soeben erst seine Wahlparole veröffentlicht, nachdem von keiner Seite mehr auf das Erscheinen einer solchen gerechnet worden war. Darin wird eine wirklich nationale Wirtschaftspolitik bezeichnet, welche die wirtschaftlichen Uebelstände beseitigt, denen die in breiten Massen der Bevölkerung herrschende Unzufriedenheit entstammt. Die bisherige Wirtschaftspolitik Deutschlands seit Beginn der 90er Jahre hat die Entwicklung der Industrie in ganz einseitiger Weise begünstigt. Die übertriebene Betonung des schwankenden Exports und die Abhängigkeit unserer Industrie von der Spekulation haben in der Großindustrie völlig unsichere Verhältnisse und damit unsichere Arbeitsgelegenheit geschaffen. Der Zolltarif der Regierung gewährt wohl der Industrie, nicht aber auch der Landwirtschaft ausreichenden Schutz; daher müsse auf eine weitere Erhöhung und namentlich auch Bindung der landwirtschaftlichen Zölle gedrungen werden. Deshalb wird der
gab ihm einen Backenstreich. „Aber weißt Du, Hermann, Dein Traum von unser'm Wiedersehen, den Du mir in Sonnenfeld auf dem alten Turm erzähltest, der ist doch net ganz genau eingetroffen. Siehst, waS ich damals sagt'!"
„Du kleine Hex'," lachte er wehmütig, „triumphier' nicht zu früh; nach dem, WaS ich heute früh schon gehört hab', wird doch alles stimmen. Aber nun im Ernst, Hannchen. Sieh, ich war auf dem Chirurgentag in der Kaiserstadt an der Donau, in Wien, und ich hab' an einem AuSflug von daher nach Budapest teilgenommen. Allerdings, das muß ich sagen, ob eS wegen der ärztlichen Wissenschaft oder ob es Deines Namens wegen war, der groß auf allen Theaterzetteln stand, das will ich dahin gestellt sein laffen. Ich hab' Dich jedenfalls gestern abend singen hören."
„Und was sagst Du nun?" Eie zitterte unwillkürlich unter seinem Blick.
Er sagte ganz leise: „Ich dankte dem lieben Gott, daß alles so gekommen. Wärst. Du in jungen Jahren meine Frau geworden, Hannchen, viel, viel Tausenden wäre eine große Freude geraubt. Gestern abend hab ich's gemerkt, wir haben uns als Kinder lieb gehabt, ich hab' Dich lieb behalten, aber Mann und Frau — nimmer."
Sie senkte das Haupt. „Tu hast den gefunden, den Du liebst, Hannchen!" sprach er leise weiter. Sie fuhr aufgeregt empor. Aber ruhig und entschieden, als ob er zu einer Kranken spräche, fuhr er weiter fort: „Ich
gesamte Bauernstand und ebenso der mit ihm sozial nnd wirtschaftlich zusammengehörende Bürgerstand aufgefordert, bei den Wahlen geschlossen mit dem Bunde der Landwirte auf den Plan zu treten, um zur Gesundung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland beizutragen und zu helfen, den Kampf auf wirtschaftlichem Gebiet, siegreich zu beendigen. Bei diesem Kampf, so schließt der Wahlaufruf, um auS eigener Kraft durch die Wahl der richtigen Abgeordneten die Gesundung unserer wirtschaftlichen Zustände zum Heile de8 Vaterlandes herbeizuführen.
Die Proklamierung des Faustrechts.
„Ich habe niemals Zweifel darüber aufkommen lassen, daß ich den Antisemitismus, wie ihn die Herren Bruhn, Ahlwardt und Graf Pückler betreiben, als förderlich für die antisemitische Sache nicht ansehen kann." So schrieb Herr Liebermann von Sonnenberg in der Deutschen Tageszeitung vom 17. Mai. Wäre Herr Liebermann von Sonnenberg mit den Verhältnissen in unserem Wahlkreise vertraut, so würde er den Namen jener 3 Herren vielleicht noch einen vierten hinzugefügt haben, nämlich den des Herrn Sattlermeisters Conr. MauS in der Wettergasse. Denn auch dessen Weise, den Antisemitismus zu betreiben, kann alS förderlich für die antisemitische Sache nicht angesehen werden. Dies ist deutlich auS folgendem Vorfälle zu erfehen: Als der Redakteur der „Oberh. Ztg." heute morgen die Redaktion betrat, wurde ihm vom Geschäftsführer mitgeteilt, daß er soeben von Herrn Sattlermeister Conr. Maus auf der Straße angehalten worden sei und folgenden Auftrag von dem Herrn Sattler- meister Conrad MauS, Wettergaffe 7, erhalten habe: „Sagen Sie dem Redakteur der .Oberhessischen Zeitung", er möchte die Artikel über die antisemitischen Versammlung immer so „wahrheitsgetreu" abfassen, wie den letzten. Aber er möchte sie, (alsoHerrn MauSund seineLeute), nicht an der Ehre angreifen sonst würde er Gefahr laufen, daß wenn er (Herr Sattlermeister Conrad MauS, Wettergasse 7) oder ein anderer „seiner Leute" dem Redakteur auf der Straße begegneten,sie „ihm auf offener Straße ein paar ans de» Backe» haue« würde«." So, Herr Sattlermeister Conr. Maus,Wetterg. 7! Daß wir in unserem Berichte über die Versammlung im Cafe Quentin weder Herrn MauS noch sonst jemand „an der Ehre" angegriffen sondern im höflichsten Tone eine völlig objektiv gehalten Schilderung gegeben haben, in die auch nur ein mißbilligendes Wort zu flechten wir uns peinlichst gehütet hatten, ist ohne weiteres jedermann klar, der den Bericht gelesen hat. Nur auf eine kühne Behauptung und auf einen seltsamen Widerspruch hatten wir hingewiesen. Und das faßt Herr MauS offenbar als einen Angriff auf feine und „seiner Leute"
sagt'S Dir schon, Hannchen, alles weiß ich. Sieh, daß ich gestern, nach der Oper, nicht schlafen konnte, daS war natürlich. Mit einem Kollegen trank ich eine Taffe Kaffee, dann, da eS Nacht geworden war, meinte der, wir sollten einmal die sanitätspolizeilichen Anstalten be- fuchen, für die er zudem verpflichtet sei. In einer so bewegten Stadt, wie Budapest, wäre schon immer etwas zu sehn. Und so trafts fich, daß gerade nach einer Tragbahre und einem Arzt für einen verwundeten Herrn verlangt wurde; man nannte ihn Graf Egon Zura."
„Bitte, erzähle schnell!" bat Johanna, als er eine Pause machte, um Atem zu fchöpfen.
„Sofort. Der Herr Graf sollte draußen auf der Straße schwer verwundet liegen. „Größte Sorgfalt, Herr Doktor," sagte der Polizeibeamte, „der Graf ist der Erbe eines unserer ersten Namen, WaS auch geschehen sein mag, unsere Ausgabe ist eS, eine Katastrophe zu verhüten." Ich versprach mein möglichstes, und ich kann sagen: Der Patient ist als gerettet zu betrachten."
Johanna atmete tief auf und reichte dem Jugendfreunde innig die Hand. „Graf Zura hat mich schwer gekränkt, aber daS mag vergessen sein. Ich freue mich, daß keine Gefahr für ihn vorhanden; aber meine größte Freude ist doch, daß ich bei dem leidigen Anlaß Dich wiedersehe. Bist Du ein Mann geworden!" Die Helle Wiedersehensfreude leuchtete aus den Augen und verschönte das von der erduldete« Aufregung noch immer bleiche Gesicht.
Ehre auf, den er mit „schlagendenBeweisen", d. h. mit einer tätlichen Mißhandlung auf offener Straße abzuwehren gedenkt. Wir haben hier also eine Proklamation deS Faustrechts, deS Schreckensregiments, durch daS Herr Sattlermeister Maus, Wettergasse 7, ihm unbequeme Einwände politischer Gegner, die er sachlich zu widerlegen nicht imstande ist, zum Verstummen bringen will! So also deutet Herr Sattlermeister Maus daS alte „wahre Wort": „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los, Wer legt noch die Hände feig in den Schoß?" O Theodor Körner, hättest Du das geahnt, daß Dein herrlichste» Freiheitsgedicht, daS Du Deinem Volke geschenkt hast, dazu mißbraucht wird, um dem Prügelkomment, dem „Hauen auf die Backen," im Kampfe der Meinungen daS Wort zu reden, du hättest sicher geschwiegen! Nach Herrn Sattlermeister Maus also besteht die Arbeit der Aufklärung über seine eigenen Bestrebungen (denn mit antisemitischen wollen wir sie nicht verwechseln) bei den von auswärts Eingewandetten dann, daß er jeden, der nicht Herrn Sattlermeister Maus begeistert Heeresfolge leistet, „auf den Backen haut." Nun, wir werden uns dieser „Backenstreiche" zu erwehrpn wissen. Unsere Bauern aber, für deren Interessen wir seit der Uebernahme der Redaktion der Oberh. Ztg. energisch und furchtlos eingetreten sind, machen wir aus daS Vorgehen des Herrn Sattlermeisters C. MauS, Wettergasse 7, gegen unseren Redakteur gebührend aufmerksam. Dafür, daß wir tagtäglich für daS Wohl unserer Bauern kämpfen, will uns Herr MauS prügeln! So seht die Bauernfreundlichkeit deS Herrn Maus aus, daß er einen Freund der Bauern öffentlich zu miß» handeln droht! Merkt euch daS ihr Landwirte und überlegt euch, ob ihr noch länger mit einem solchen Manne gemeinschaftliche Sache machen tooHtj
DaS gerichtliche Verfahren gegen Herrn MauS wird von unserer Seite noch heute in die Wege geleitet werden.
Deutsches Reich
Berlin, 25. Mai.
— Der Besuch des Prinzen Heinrich von Preußen bei dem König Alfons von Spanten in Madrid währt vom Sonntag bis Mitte dieser Woche. Es finden zahlreiche Feste zu Ehren des Gastes statt. Die Auf, nähme unseres Geschwaders in Vigo ist eine sehr herzliche. Das Linienschiff „Wittelsbach" hat em Dampfboot, da» vor Vigo aufgelaufen war, wieder flott gemacht.
— Wie die Könige von Sachsen und Württemberg, so haben jetzt auch der Prinzregent von Bayern, die Großherzöge von Oldenburg und Weimar, der Stadthalter von Elsaß • Lothringen und der Regent von Koburg - Gotha ihren Beitritt als ständige Mitglieder deS Kolonial-Wirtschaftticheu Vereins erklärt und dadurch ihrem Interesse an einer prattischen Kolonialpolitik Ausdruck verliehen.
Dr. Hermann Grau mußte an sich halten, seine Gefühle drohten, ihm einen Streich zu spielen.
„Und nun wirst Du auch meinen Bräutigam kennen lernen," plauderte sie weiter. „Ich bin überzeugt, Ihr beide werdet Freunde werden."
Dr. Grau nickte, aber seine ernsten Züge gewannen keinen freundlicheren Ausdruck. Der Hinweis genügte, ihn erkennen zu lassen, daß der Verlust Johannas für ihn ein unabänderlicher, ein für allemal vollzogener fei.
Und nun erzählte er, wie er auf der Polizei bereits mit dem Major von Falkenthal zu- fammengetroffen fei, und was ihm dieser kurz über den Hergang deS ganzen Vorfalles mitgeteilt. Dabei war denn auch Johannas Name genannt, und der Doktor hatte fich als ihr Jugendfreund dem künftigen Gemahl vorgestellt. Er vermied, den beiderseitigen Eindruck in Worte zu kleiden, und Johanna war viel zu bewegt, als daß sie darnach gefragt Stand eS für sie doch auch fest, diese beiden Männer, die sie liebte und schätzte, müßten Freunde miteinander werden.
„ES gibt doch ein Strafgericht," sagte sie erschüttert. „Der Graf wollte ein Unrecht zum anderen fügen, und da hat ihn daS Gericht et, eilt. Wie bin ich froh, daß nun der Zweikampf unmöglich geworden. Denn was meinem Liebsten dabei gedroht, das vermag ich nun erst recht zu erkennen. Dank sei Gott, daß die» vorüber. Und ich hatte, was ich Richard gelobt
(Fortsetzung folgt)