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l Ausland.

England. Die Londoner „Armh and Navy Gazette" schreibt u. a.: Soldaten wachsen nicht über Nacht aus der Erde. Kein Parlaments­beschluß, sondern nur eine lange sorgsältige Vorbereitung kann uns eine Armee geben. Klügere Völker haben die Notwendigkeit der allgemeinen Wehrpflicht eingesehen und die notwendigen Opfer gebracht. Wir, ein Volk von militärischer Veranlagung sondergleichen, haben das nicht getan. Aber niemals zuvor find wir der Wandlung unserer Ansichten in diesem Punkte näher gewesen als jetzt. — Woher solle das Kriegsministerium Soldaten nehmen, wenn unreife Knaben in das Heer eingereiht würden? Das Blatt fordert, daß mindestens das seit ein paar Menschenaltern außer Kraft gesetzte Gesetz über den Zwangs­dienst wieder Geltung erhalte. Nicht auf groß­artige Geldbewilligungen komme es an, sondern auf die Beschaffung von Leuten.

Vereinigte Staate« vs« Nordamerika. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika bilden in neuerer Zeit die Lohnkämpfe eine ständige wirtschaftliche Gefahr. Jetzt haben fich die Arbeitgeber des gesamten Bauhand­werks und der Großindustrie Newhorks ent­schlossen, eine Organisation der Arbeitgeber im ganzen Lande ins Leben zu rufen, um dem Terrorismus der Arbeiter ein Ende zu machen. In der konstituierenden Sitzung des neuen Verbandes waren bereits 800 Arbeitgeber an­wesend, die ein Kapital von rund 10 Milliarden Mark vertraten.

Marburg und Umgegend

Marburg, 20. Mai.

* Für Gastwirte. Von beachtenswerter Seite ist darauf hingewiesen worden, daß die auf den Straßen feilgehaltenen Mineralwässer, wie Selterser, Sodawasser u. a. m., an die Ab­nehmer stets eiskalt verabfolgt werden und daß der Genuß so kalten Wassers, welcher schon in normalen Zeiten leicht ernste Verdauungs­störungen von längerer Dauer nach fich ziehe, beim Drohen der Cholera die Neigung zu ähnlichen Erkrankungen befördere. — Im Auftrage des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal - Angelegenheiten we.den daher die Verkäufer von Mineralwässern im Ausschanke hiermit angewiesen, das Getränk fernerhin, gleichviel, ob die Cholera droht oder nicht, nur in einem der Trinkwasser-Temperatur entsprechenden Wärmegrade von etwa 10° Celsius abzugeben. Gleichz r wird das Publikum vor dem Genuffe eiskalter Getränke, überhaupt, also auch des zu kalten Bieres, insbesondere aber der Mineralwasser, gewarnt.

* Radfahrerkarte«. Die für die Provinz Heffen-Naffau ausgestellten Legitimationskarten für Radfahrer werden getroffener Vereinbarung zufolge auch im benachbarten Eroßherzhogtum Sachsen-Weimar als Legitimation anerkannt. In gleicher Weise gelten die von den groß- h erzog! uch sächsischen Behörden ausgestellten Nadfahrerkarten als Legitimation in der Provinz Heff n-Naffau.

* Vom Bemhigungsnachwris schreibt die „Korrespond uz Deutschlands Buchdrucker": .Einen unangenehmen Reinfall mußte die Prüfungskommission der Zwangsinnung der Sattler in Göttingen erleben. Das Gesellen­stück eines Lehrlings wurde von der Kommis­sion als untauglich zurückgewiesen und der Lehrling verurteilt, bei einem anderen Meister ein Vierteljahr nachzulernen. Der Lehrling schickte die Arbeit zur Lehrlingsausstellung nach Hildesheim und erhielt — den ersten Preis.

* Fleischbeschanßrmptl. Die zuständigen preußischen Minister haben an die Nachgeord­neten Behörden eine Verfügung über die Fleischbeschaustempel erlaffen. Die Verfügung bildet eine Ausführung der vom Reichskanzler erlassenen Grundsätze über Form und Inschriften dieser Stempel. Sie überläßt die Wahl zwischen Färb- oder Brennstempel der örtlichen Regel­ung. Besondere Trichinenschaustempel find unter allen Umständen bei solchen Schweinen zu verwenden, bei denen nur die Trichinen­schau, nicht auch die allgemeine Beschau statt­findet. also in denjenigen Bezirken, in denen

Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.

M 138

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expedition 2 Mk., bet allen Postämtern 2,25 Mk. <excl. Bestellgeld).

Znsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reklamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg Donnerstag, 21. Mai 1903.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Unwcrsitäts-Buchdntckcrel Marburg, Markt 21. — Telephon 55.

38. Jahrg.

Zweites Blatt.

nur die erstere, nicht auch die letztere auf Hausschlachtungen ausgedehnt ist.

® 20. Bundestag des Deutsche« Radiahrer- Bundes. Für die im Anschluß an den vom 31. Juli bis 4. August d. I. in Hamburg siattfindenden Bundes­tag des Deutschen Radfahrer-Bundes geplante Hul­digungsfahrt nach der Ruhestätte des Reichskanzlers Fürsten Otto von Bismarck in Fricdrichsruh ist von dem Festausschuß mit dem fürstlichen Geheimsekretär, Herrn Weißhaar folgendes Programm vereinbart: Tie Fahrt findet statt am Montag, den 3. August morgens, mittels Extrazuges von Hamburg nach Fricdrichsruh. Daselbst Aufstellung des Festzuges vor dem Bahnhof. Aufmarsch zur Grustkapelle, An­sprache vor derselben, Eintritt in diese, Kranznieder­legung. Rückmarsch am Schlosse vorbei, Einnahme einer Erfrischung, Rückfahrt nach Hamburg per Extra- zug, wo man etwa um 12 Uhr wieder eintrifft.

Heffen-Naffau und Nachbargebiete

X Arolsen, 17. Mai. Der Detaillisten- Verband für Hessen und Waldeck hielt heute im „Waldecker Hof" hier seine 10. Hauptver­sammlung ab. Nach stattgefundener Begrüß­ung durch den Vorsitzenden, Herrn Kaufmann Tripp - Kassel, verband derselbe damit einen Hinweis auf die schwierige Geschäftslage des kleinen Kaufmanns, die Schädigung durch Konsumvereine usw. Nach längerer Besprech­ung hierüber wurde der Jahresbericht erstattet. Derselbe ergab eine Einnahme von 8078,26 Mk. und eine Ausgabe von 6104,01 Mk., Kaffen­bestand 5000 Mk. Bei der Besprechung der Stellungnahme zum Bund der Kaufleute wurde folgende Resolution gefaßt: „Die 10. Haupt­versammlung des Detaillisten - Verbandes in Hessen und Waldeck beschließt in Frage des Anschlusses an den Bund der deutschen Kauf­leute eine abwartende Tendenz zu verfolgen und überläßt es dem Vorstände, in dieser Hinsicht geeignete Schritte zu unternehmen." Ferner beschloß man bezüglich, der Beamten­konsumvereine, beim Herrn Minister in Berlin dahin persönlich vorstellig zu werden, daß die Errichtung weiterer Beamtenkonsumvereine in­hibiert und die Errichtung einer Konsumbäckerei in Kassel auf Grund und Boden der Königlichen Eisenbahndirektion verboten werde. Nach Wiederwahl des seitherigen Vorstandes bestimmte man Bebra als nächsten Versammlungsort.

Hll«a«, 17. Mai. Auf einer Tour von Offenbach nach Groß-Zimmern wurde einem Radfahrer in Dietzenbach das Rad defekt, und er schickte sich an, dasselbe wieder in Ordnung zu bringen. Er legte dabei das Portemonnaie mit 600 Mark auf die Mauer des Friedhofes und vergaß, dasselbe wieder an sich zu nehmen. Als ihm später das Geld wieder einfiel, fuhr er zurück; doch das Geld war zu seinem Schrecken verschwunden. Durch die Ehrlichkeit eines Arbeiters, der das Geld gefunden hatte, erhielt er es wieder. Der Radfahrer gab ihm 50 Mk. Belohnung.

Vermischtes

Dir Tragödie einer Ehe erzählen Berliner Blätter. Sie steht unter den vielen Tragödien, die sich tagtäglich zutragen, vereinzelt da. Aus Liebe zu ihrem Mann hat sich eine 65 Jahre alte Schlofserfrau in Charlottenburg das Leben genommen. Die Frau heiratete vor 25 Jahren ihren zwei Jahrzehnte jüngeren Mann und lebte mit ihm in kinderloser, glücklicher Ehe. Nach und nach aber bildete sie sich ein, daß sie für ihn zu alt sei. Um ihm die Möglichkeit zu verschaffen, eine jüngere Frau zu nehmen, machte sie schon seit einer Reihe von Jahren wiederholt Selbstmordversuche, stets vergeblich. Diesmal aber glückte ihr unseliges Vorhaben. Sie hatte sich erhängt. In einem hinterlassenen Briefe schreibt sie ihrem Manne, daß sie sterben müsse, weil sie ihm nicht länger zur Last fallen wolle, und macht ihm eine Frau namhaft, an die er sich wenden möge, um fich bald wieder zu verheiraten. Auch Nummer und Aufbe­wahrungsort eines Sparkaffenbuchs, daS fie heimlich besaß, teilt fie ihm mit.

Dirustpramik«. In den preußischen Staats­haushalt für 1903 sind Mittel eingestellt, um den Mannschaften der Landgendarmerie (ein- schließl. Oberwachtmeister) nach längerer Dienst­zeit außerordentliche Geldzuwendungen, ähnlich wie den Unteroffizieren des stehenden Heeres, zu gewähren. Die Prämie wird nach 18 jähriger Dienstzeit (mit Einschluß der Dienstzeit im Heere) in Höhe von 1000 Mk. gezahlt; haben die Gendarmen indeffen schon als Unteroffizier die Prämie erhalten, so empfangen fie die Gendarmen- Prämie erst nach 24 jähriger Gesamtdienstzeit.

Die am 1. April 1903 und später eingetretenen Gendarmen erhalten die Prämie sofort nach der vorgeschriebenen Dienstzeit, die am 1. April schon in Gendarmeriedienst gewesenen Mann­schaften dagegen erst beim Ausscheiden aus der Gendarmerie. Im Todesfälle steht die Prämie den Erben zu.

Ein ntucr Trick. Auf dem Bahnhof Friedrich­straße in Berlin find mehrere Schulknaben ab­gefaßt worden, welche folgendes Manöver machten: Bei denjenigen Automaten, welche Fahrkarten zu 15 Pfennige enthalten und bei Einwurf von zwei 10 Pfg.-Stücken eine Fahr­karte nebst 5 Pfg. verausgaben, verstopften fie die Oesinung, aus welcher die 5 Pfennig heraus- kamen. Sobald nun ein Reisender, nachdem er vergeblich auf die Herausgabe der 5 Pfg. ge­wartet hatte, weggegangen war, nahmen sie das Hindernis aus der Oeffnung heraus unb freuten sich über den Fang des Geldstücks.

Die gesundheitliche Bedeutung des Turnens für die der Schule entlassene Jugend.

(Von Professor Wämser-Butzbach.)

Wird die Jugend mit der Konfirmation aus der Schule entlassen, so crsreut sie sich plötzlich einer Frei- heit. für die ihr die Reise und das Verständnis meist noch vollständig abgehen und für die sie weder an Körper noch an Seele gerüstet ist. Von welcher Wohltat ist es alsdann für dieselbe, wenn sie den Turnvereinen zugeführt wird, die sie auch weiterhin zur Zucht und Ordnung anhalten, durch Pflege der Leibesübungen ihre Gesundheit stärken nnd so den Schädigungen des Berufs entgegenwirken.

Obgleich von Aerztcn immer wieder darauf hin­gewiesen wird, daß nichts so sehr geeignet ist, gegen Krankheiten, insbesondere der Lunge und berJBer- dauungsorgane zu schützen, als Turnen und Spiel, überhaupt wohl Niemand die hohe Bedeutung der körperlichen Hebungen bestreitet, ist die Teilnahme daran doch noch eine sehr geringe.

Hier tritt deshalb an die Eltern und Lehrherren die Pflicht heran, in ihrem eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, daß die Jugend turnt. Denn der Nutzen, den das Turnen in wirtschaftlichem Interesse bringt, ist ein außerordentlich großer, aber leider noch vielfach verkannter.

Jeder Arbeitgeber hat ein Interesse daran, fich tüchtige Arbeiter heranzuziehen. Je stärker, gesünder und gewandter aber der Mensch, desto leistungs­fähiger ist er, und das gerade wird durch das Turnen bezweckt. .....

So hat z. B. die Harburger Gummisabrik ihre sämtlichen Arbeiter bis zum 18. Jahr verpflichtet, zweimal wöchentlich zu turnen. Der Ersolg zeigte sich in ausfallender Weise, wie durch zeitweise er­folgte Messungen und Untersuchungen festgestellt wurde.

Bedenkt man ferner, wie wenig kräftige Be­wegung die vielen jungen Leute haben, die in kauf­männischen Betrieben, Schreibstuben usw. beschäftigt sind, so ist für sie das Turnen erst recht von größter gesundheitlicher Bedeutung. Deshalb sollten besonders die Lehrherren ihre Pflegebefohlenen viel mehr hierzu anhalten, als dies gewöhnlich geschieht.

Auch sür die weibliche, der Schule entlassene Jugend kann es nichts gesünderes geben, als die weitere Pflege des Turnens, einerlei, ob sie einen Beruf ergreift oder in der Familie bleibt. Welche Kraft und Gewandtheit, welche Anmut der Be- wegungen durch das Turnen erworben werden, das zeigen unsere Schülerinnen, die wöchentlich regel­mäßig turnen. Wenn dies nach der Konfirmation fortgesetzt wird, so werden die vielen Krankheiten, die gerade in den jetztsolgenden Entwickelungsjahren auf­treten, bald verschwinden. Möchten dies auch be­sonders die Eltern, vor allem die Mütter beherzigen und ihren Einfluß dahin geltend machen, daß ihre Töchter turnen. „

Sie alle werden später den Nutzen dankbar empfinden, wenn die Pflichten des Beruss und der eigenen Häuslichkeit an fie herantreten.

Besonders sei aber hier darauf hmgewlesen, daß das Turnen nur dann feine wohltätigen Folgen ent­faltet, wenn es regelmäßig betrieben wird, fein Wert aber bei unregelmäßigem Besuch nur ein ge­ringer ist.

Marktberichte.

Frankfurt, 18. Mai. iGetreidemarkt). Am heutige» Wochenmarkt machte sich für Landweizen stärkere Verkausslust bemerkbar und konnte bei mäßiger Nachfrage fettens der Mühlen nur zu etwas nichtigeren Preisen einiger Umsatz erzielt werden. Landroggen wenig offeriert und im Preise behauptet. Ausländische Brotfrüchte bei fester Tendenz der auswärtigen Markte etwas höher bezahlt bei guter Frage speziell für nahe greifbare Ware. Gerste geschäftslos. Hafer bei nor­malem Bedarfsgeschäft im Preise behauptet. Mais in gesunder Ware knapp und teuer, beschädigtes wesent­lich unter Notiz erlaffen. Es notieren nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wetterauer Mark 16,90—17,00, kurbess. Mk. 16,90—17.00, norddeutsch. Mk. 19,00-17,00, russischer Mark 17,00—18,00, Redwinter Mark 17,50-17,75, Kansas Mark 17,60-18,00, La Plata Mark 17,00-18,00, Rumänier Mark 00,00-00,00, Roggen, hiesiger Mark 15,00—15,10, Pfälzer Mark 00,00—00,00, russischer M. 14,75—15,00, amerikanischer Mark 00,00-00,00, Gerste, hiesige Mark 00,00-00,00, Pfälzer M. 00,00-00,00, fränkische M. 00,00-00,Q91 Riedgerste M. 00,00-00.00, ungarische M. 00,00-00,00. Hafer, hiesiger M. 14,60—15,25, Württemberger Mk. 00.00-00.00. bäurischer M. 14,50-15,50, rumänisch. M.

00,00-00,00, Russischer M. 13,70-15,50. Mais, Donau­mais Mk. 00,00-00,00. Mixed Mk. 11,90—12,00, La Plata Mk. 00,00-00,00. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. — Mehl unverändert. Es notieren: Weizenmehl, hiesiges Nr. 0 M. 25,75—26,25, feinere Marken M. 28,75—29,25, Nr. 1 M. 23,75—24,25, feinere Marken Mk. 25,25—25,75, Nr. 2 Mk. 22,75 bis 23,25, feinere Marken Mk. 23,75-24,25, Nr. 3 M 21,75-22,25, feinere Marken Mk. 22,75-23,25, Nr. 4 Mk. 19,00—19,50, feinere Marken Mk. 19,75-20,25, Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 22,75—23,25, Nr. Mk. 20.25—21,25, Nr. 2 Mk. 15,75—16,25. Alles per 100 Kilo in«. Sack. — Futterartikel knapp u. fest. Es notieren: Weizenschalen Mk. 4,70—4,80, Weizenkleie Mk. 4,65—4,75, Roggenkleie Mk. 4,90 bis 5,10, Futtermehl Mk. 5,75—6,75, Biertreber, getrocknet Mk. 5,50-5,60 je nach Qualität. Alles der 50 Kilo netto effektiv loco hier bei Abnahme von 10000 Kilo.

Frankfurt, 18. Mai. (Viehmarkt.) Zum Verkauf standen: 479 Ochsen, 37 Bullen, 707 Kühe Rinder und Stiere, 234 Kälber, 141 Schafe und Hammel und 1111 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 68—70 Mk., 2. Qual. 64-66 Mk., 3 Qual. 61-62 Mk., 4. Qual. 00-00 Pck^ Bullen 1. Dual. 62-64 Mk., 2. Qual. 59-61 Mk., 3. Qual. 00—00 Mk., Kühe, Rinder und Stiere 1. Qual. 63-65 Mk., 2. Qual. 60-62 Mk., 3. Dual. 50-52 Mk., 4. Dual. 47-49 Mk., 5. Dual. 00-00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Dual. 83-84 Pfg., 2. Dual. 78-80 Pfg., 3. Dual. 65-67 Pfg., 4. Dual. 00—00 Pfg., Schafe und Hämmel 1. Dual. 68-70 Pfg., 2. Dual. 64—66 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schweine 1. Dual, 55 —56 Pfg., 2. Dual. 54-00 Pfg., 3. Dual. 46-50 Pfg., 4. Dual. 00-00 Pfg. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht: Kälber 1. Dual. 49-51 Pfg., 2. Dual. 46-48 Pfg., Schweine 1. Dual. 44 Pfg., 2. Dual. 43—00 Pfg. Geschäft in Hornvieh und Kleinvieh gut, Markt ge­räumt. — Aus Oesterreich standen 153 Ochsen, 4 Bullen und 2 Kühe zum Verkauf.

Eisenbahn-Fahrplan

für die von Marburg adfahreuden Züge.

Gültig vom 1. Mai 1903 ab.

Abfahrt in der Richtung nach Frankfurt: 12 4-7« 437. 553, (559), 6.58, (7.04), 7.30*, 9.00, (9 06), 11.06, (11.12), 11.33*, 125, (1.31), 4.04, (4.10), 5.18* 6«, 788, (734), 843«, 8-Ä 11J6 (H-2).

Abfahrt in der Richtung nach Kassel: 122,*, l*®* 238 449, 7.45«, 9.O8, 10.51*, 12.52, 1.59*, 2.21* 4.08, b^o, 922 10«*, 11” [nur bis Treysas.

Abfahrt in der Richtung nach Weidenhausen-Herborn: Ab Marburg 522, (5.59), an Niederwalgern 6.11, ab dort 6.50 [nur bis Hartenrods. Ab Marburg 9.00, <9 05), an Niederwalgern 9.18, ab dort 9.40. Ab Marburg 11.06, (11.12), an Niederwalgern 1124, ab dort 12.36. Ab Marburg 4.04, (4.10), an Nieder­walgern 4.22, ab dort 4.35 und 7.12. Ab Marburg 822. (922.), an Niederwalgern 922.. ab dort 921 sn»-- bis Hartenrods.

Abfahrt in der Richtung nach Biedenkopf unb LaaSphe: 6.00,9.18, 2.10, 621, 1021 (nur bis Laasphe).

Abfahrt in der Richtung nach Frankenberg und Warburg: 6.27, 9.28, 3.08, 721. 1021

Ohmtal-B.ahn: Ab Niederofleiden (überKirch Hain) 608, ab Kirchhain 8.51, 1.41, 721

Die eingeklammerten Ziffern bedeuten die Abfahrt vom Südbahnhof, die unterstrichenen Minutenziffero die Nachtzeit und das Sternchen die Schnellzüge.

Briestafte« der Rrdaktio«.

Nach Wollmar. Besten Dank für Ihr ausführ liches Schreiben. Wie Sie bemerkt haben werden war uns jedoch aus W. bereits ein Bericht zuge. gangen. Wir bitten, uns auch in Zukunft über all, Vorkommnisse rasch zu benachrichtigen. Ihr Wunsch ist von uns an maßgebender Stelle zur Kenntnis gebracht worden.

Nach E. (Kr. Biedenkopf.) Wenn man einet lebenden Zaun pflanzen will, muß man fotoeil von der Grenze des Nachbars bleiben, daß Luft und Licht genug bleibt. In der Regel nimmt man 2 Fuß an. Eine besondere GesetzeSbestimmunr giebt es barüber nicht.

Zeder Kunde findet bei mir etwas gnt Passendes denn ich unterhalte die größte Auswahl in den anerkannt besten und elegantesten

— Lchnhlvarcn =

D. Steinmetz, Kasernenstraße 5.

Marienburger Geld-Lotterie. Daß die sich großer Beliebtheit erfreuenden Marienburger Lose L 3 Mark wieder rasch ausverkauft fein würden, ließ sich voraussehen: kommen doch dabei durch bi, günstige Verteilung der Hauptgewinne, Treffer vor 60000 Mark, 50000 Mark, 40000 Mark, 30000 Mark 20000 Mark und weitere 8835 Geldgewinne vor 10000 Mark bis herab zu 10 Mark zur Auslosung So lange der geringe Vorrat noch reicht, sind du Marienburger Lose L 3 Mark bei dem General-Debu Lud. Müller & Co. in Berlin, Breitestraße 5, unt bei den bekannten hiesigen Verkaufsstellen zu haben Man beeile sich, denn die Ziehung findet bereits, de, 25., 26. unb 27. Mai im Rathause zu Danzig öffent lich statt.

Rotationsdruck.

Verantwortlich für die Redaktion: Frhr, k Wangenheim in Marburg.