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SsmrLagsbsiLlrs^: Mnftrirtes Sonntagsblatt.
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., be> allen Postämtern 2,25 Mk. (cxcl. Bestellgeld).
Zulertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg,
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Ncclamcn: die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Mittwoch, 20. Mai 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdrucker« Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg.
Der deutsche Wähler.
In den Zeitungen mehren sich die Anzeigen oer Fabrikanten, welche für den 16. Juni, den Tag der Reichstagswahl, praktische und, — ein Zeichen der Zeit, natürlich billige Isolierzellen offerieren, in welchen der deutsche Bürger seinen Wahlzettel in den behördlichen Umschlag legen kann und legen muß, damit er in seinem allergeheimsten Wahlrecht von niemandem beeinträchtigt werde. Wenn unsere neue Wahlmethode den südeuropäischen Staaten empfohlen würde, so würde man sie dort als eine „Beeinträchtigung der Menschenrechte" erklären. Sogar daS Volk der Briten würde diese Methode sich kaum aneignen, obgleich dort das Wahl- Traktieren trotz aller gesetzlichen Straf - Androhungen immer noch munter weiter geübt wird. So steht denn Deutschland, von einigen wenigen kleineren Staaten abgesehen, mit der neuen Wahlmethode unter den Großmächten einzig da; wir denken, sie wird dem Reiche nicht schaden, im Gegenteil alle selbständigen Bürger um so deutlicher zur Kundgebung ihrer Ueber- zeugung veranlaflen.
Jedenfalls kann jetzt niemand mehr sagen, daß dem Wahlrecht des deutschen Bürgers zu Leibe gegangen werden soll.
Der deutsche Bürger tut wirklich sehr wohl daran, sich ruhig zu überlegen, allein mit sich, worauf es bei dieser Wahl ankommt, bevor er den amtlichen Jsolierraum betritt. Der gesunde Menschenverstand sagt es! Wir haben lange gerungen, bis wir ein einheitliches Reich uns erobert hatten, ein einiges Volk, welches jedem Angriff auf deutsche Gebietsteile siegreich widerstehen kann. Wir haben dafür gesorgt, unsere Wehrkraft so auszugestalten, daß wir auch ein paar Feinde nicht zu fürchten brauchen. Es ist dahin gestrebt, die Gesetzgebung nach Kräften, nach bestem Wissen und Gewiffen auszubauen, und jedermann weiß, daß wir, wie mit unserem Reichstagswahlrecht, so auch mit dem Gesamt-Inhalt dersozialpolitischenGesetzgebung allen anderen Staaten voraus sind. Indessen es bleiben Mängel bei allen Vorzügen, und nicht mit Unrecht meinen viele Mitglieder des deutschen Nährstandes, daß mehr nach den Grundsätzen des grünen Tisches, als nach den Erfordernissen und Bedürfnissen des praktischen Lebens gearbeitet wurde. Doch man hat sich hineingefunden, die Millionen Kosten für sozialpolitische Zwecke werden aufgebracht, ohne daß eine Störung entsteht. Erfreut haben wir auch gesehen, wie große Errungenschaften auf allen Gebieten des Lebens zu verzeichnen waren, wie Jahr um Jabr neue und großartige Erfolge der friedlichen Arbeit folgten. Alles das ist schön, aller dieser Tatsachen wollen wir uns freuen,
64 (Nachdruck verboten.)
^sriefträsfers Hannchen.
Von Georg Paulsen.
Fortsetzung.)
„Wer ist bei Fräulein Johanna?" fragte er gespannt.
„Der Herr Major von Falkenthal."
Der erfahrene Mann lächelte. Er glaubte an einen leichten Zwist zwischen den beiden Liebesleuten, hatte er doch Mittag bereits erkannt, wie es zwischen Johanna und dem Major in Wahrheit stand.
„Nun da will ich nicht weiter stören!" Damit _ wollte er sich entfernen, aber nun war ;s Aluscha, die ihn zurückhielt und ihm alles erzählte. Erfahren mußte er es ja doch.
Herr Neuling ließ den Kopf hängen: „Eine ganz verteufelte Geschichte! O weh! Wenn sie nur erst überstanden ist. Konnte Fräulein Johanna nicht noch bis zum Abschluß dieses Gastspiels warten mit ihrer--Na ja, was
geht's mich an! Aber sie ist doch sonst so ernst und bedächtig. Schlimm wird es immer. Ich sehe ganz klar, daß ein Duell nicht zu vermeiden ist. , Wird der Major getroffen, dann wird sie nicht mehr singen wollen, bekommt dieser heißblütige Graf seine Lektion, so ist der Skandal da. Hol der Henker die Frauen!"
Damit stürmte er wieder davon, und Aluscha sah ihm kopfschüttelnd nach. — —
Während der Major in Johannas Salon erregt auf und ab ging, hatte sie sich umge- kleidet, sie erschien in einem netten, reich mit Spitzen besetzten Gewände, daß den charakteristischen Kopf frei und klar emvorraacn ließ.
wir wollen auch vorwärts streben, aber das deutsche Bürgertum in Stadt und Land will auch, wir können wirklich so sagen, endlich einmal eine Sicherung der Existenz durch genügenden Arbeitsertrag oder durch Berücksichtigung seiner Lebens-Interessen haben. Das deutsche Bürgertum mit seinem Mark in den Knochen ist eine Kraft von unvergänglicher Bedeutung, die unter allen Umständen erhalten werden muß.
Wenn Jemand durch ein zu liebevolles Eingehen auf die moderne Lebenshaltung sich seine Existenzkosten bedeutend verteuerte und deshalb besondere Rücksichtnahme beansprucht, so können wir ihm beim besten Willen nicht helfen. Wird darum aus den Spekulationskreisen darnach geschrieen, die mit Mühe und Not etwas enger gezogenen Gesetzes-Maschen wieder zu lockern, so kann davon keine Rede sein; die Forderung, daß im Geschäftsleben Treue und Glauben herrschen müsse, muß aufrecht erhalten werden, sie ist nicht als Bagatelle zu betrachten. Die Ersparnisse des deutschen Nährstandes sind nicht dazu gemacht, sie mit schönen Versprechen den Sparern abzulocken; es ist nicht stichhaltig, wenn in Börsenkreisen gesagt wird, solchen Worten dürfen eben nicht geglaubt werden. Wer mit fremdem Gelbe arbeiten will, der hat sich doppelter Vorsicht zu befleißigen, und wenn er der Ansicht ist, das Papier sei geduldig, ist er eines besseren zu belehren. Das zuweilen etwas gering gewordene Gefühl der Verantwortung ist unbedingt zu stärken. Die soziale Frage wird nicht rpit Zeitgesetzen gelöst, sondern durch praktische Taten. Die Erweiterung der Möglichkeit auf eine selbständige sichere Existenz allein ist im Stande, die Grundfesten des Sozialismus zu erschüttern. Und darum muß dies Ziel möglich sein, weil eS nötig ist. Der Deutschs hängt, wie kein anderer, am eigenen Herd, die besten Elemente der Nation in allen Kreisen sind darin einig. Wir werden dem unser Augenmerk noch weit mehr als heute zuwenden müssen, wir brauchen keine Zukunftsmusik zu machen sondern wir haben für tägliches Brot zu sorgen. Deutschlands Nährstanb bester Abnehmer bleibt Deutschland. Die anderen können sich besinnen, die deutschen Käufer können nicht aus ihren Stiefeln heraus. Darum wollen wir, was wir selbst vom täglichen Brote zu vergeben haben, vor allem denen sichern, die bei uns sagen: Wir wollen arbeiten! Die fremden Nationen sind uns willkommen, aber wir werden nie beanspruchen können, daß sie uns Garantieen dafür geben, daß sie von uns Jahr für Jahr so und so viel kaufen. Der schönste Handelsvertrag wird wertlos in dem Augenblick, in welchem der fremde Staat nicht mehr kaufen will oder kann. Auf solche Aussichten verweisen uns neuste Erfahrungen!
Aber heute war die Stirn, über der die goldblonden Flechten thronten, geneigt, müde faßte die Rechte Falkenthal's Hand.
„Richard!" sagte Johanna leise.
„Ja mein Kind?"
„Schilt nicht über das, was ich jetzt Dir sagen will. Sieh, ich liebe Dich heiß, jetzt habe ich's erst erkannt, wie die Neigung zu Dir mein ganzes Wesen bestimmt; ich hab's so recht empfanden, als ich heute abend sang. Und ich weiß, Du liebst mit wieder, mehr, weit mehr, als ich es verdiene."
„Aber wie magst Du so nur reden, Johanna!" Er faßte zärtlich ihre kalten, schlanken Finger und führte die Müde zu einem Lehnstuhl. Dann nahm er neben ihr Platz. „Weißt Du was, Johanna, sprechen wir von der ganzen Geschichte heute überhaupt nicht mehr. Ich bin Soldat und habe Soldatenmut und, ich meine, Soldatenglück auch in meiner Liebe zu Dir. Also--"
„Nein, Richard. Ich muß sprechen! Sieh, ich war die Ursache, die unschuldige zwar, aber die Ursache zu dem, was kommen wird und was mich mit Entsetzen erfüllt. Nein, bitte, unterbrich mich nicht. Sieh', wenn ich nun aus der ganzen Angelegenheit ausscheide, dgnn, meine ich, ist« die Gefahr auch entschwunden, die Dich bedroht."
„Wie meinst Du das?" fragte der Major erstaunt.
„Gib mir mein Wort zurück, das ich Dir gegeben, betrachte alles, was heute geschah, als einen Traum, und keine Ursache zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen Dir und dem Grafen ist mehr vorhanden."
Umschau.
Das Kaiserpaar in den Reichslanden.
Die Kaisertage im Reichslande erreichen am heutigen Dienstag ihr Ende. Der Kaiser, der am Sonntag mit seiner Gemahlin dem Gottesdienst in der Kurzeler Kaiserkirche beiwohnte und dann das Wilhelm-Viktoria-Stift für alte Leute besuchte, traf am Montag früh von Schloß Urville mit der Bahn in Chatel St. Germain ein. Dort stieg er zu Pferde und übernahm das Kommando einer zusammengesetzten Division. Die der Uebung zugrunde liegende Idee war: Eine deutsche Armee ist über den Rhein zurückgeworfen, Metz mit einer deutschen Besatzung vom Feinde eingeschlossen. Der Kampfs drehte sich um die Forts „Kaiserin" und „Lothringen." Die ganze Garnison von Metz und auch die Diedenhofener nahmen daran teil. Nach dem Gefecht war der Kaiser Gast des an Stelle de8 soeben zurückgetretenen Generalobersten Grafen Häseler zum Führer des 16. Armeekorps ernannten Generals Stötzer. Heute abend 8 Uhr reisen die Majestäten nach Potsdam zurück, wo sie Mittwoch mittag wieder eintreffen. Das kaiserliche Hoslager ist bereits am Sonnabend von Berlin nach dem Neuen Palais übergefiedelt.
Maiszoll in Schweden.
Trotzdem die Liberalen und Demokraten in Schweden ebenso wie bei uns lebhaft gegen den bestehenden Maiszoll agitiert und dabei sogar die Unterstützung der Regierung gefunden hatten, wurde kürzlich in einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des schwedischen Reichstages doch die Aufrechterhaltung dieses Zolles beschlossen. Dort bilden Bauern die Mehrheit der Volksvertretung, Bauern, bei denen wegen der für Getreidebau doch schon recht mißlichen klimatischen Verhältnisse das Interesse an der Viehzucht ein relativ noch größeres ist, als bei unseren Landwirten im Durchschnitt. Diese schwedischen Bauern aber waren einsichtig genug, sich nicht durch die liberale Theorie beeinflussen zu lassen, daß Futtermittelzölle die Viehzüchter schädigten. Sie hielten vielmehr unerschütterlich an dem Grundsätze sest, daß durch zollfreie Maiseinfuhr nicht nur der inländische Körnerbau, sondern auch die Viehweiden und die Futterkräuterkultur stark entwertet werden müßten.
Diese vollkommen richtige Anschauung der schwedischen Landwirte sollten sich auch alle diejenigen bei uns zum Vorbild nehmen, welche als Fettweid enbefitzer oder bei überwiegendem Anbau von Futtergewächsen für ihre Viehzucht kein, oder sogar ein negatives Interesse an allen Korn- besonders aber den Futterkornzöllen zu haben glauben. Eine billige, durch keinen oder nur geringen Zoll erschwerte Massenern-
Nur mühsam hatte sie die qualvollen Worte, die allen ihren Glückshoffnungen ein Ende bereiteten, aussprechen können, und jetzt, wo es geschehen, neigte sie im krampfhaften Schluchzen das Antlitz auf ihre Hände. Der Major hatte, wie verständnislos, ihrem Flüstern gelauscht. Er vermochte augenscheinlich nicht zu fassen, was sie damit sagen wollte. Nun aber, mit einem Male, ward es ihm klar, und er konnte einen wehen Schmerzensruf nicht unterdrücken. Alles hatte der energische Mann erwartet, aber einen solchen Schlag nicht.
„Johanna, das kannst Du mir sagen, heute abend?"
„Ja, Richard. Ich kann es, weil ich Dich mehr liebe, wie mich selbst. Ich will nicht, daß Du Dich vor die Pistole dieses Menschen stellen sollst. Lieber . . ." Ihre Stimme brach im verhaltenen Weinen.
„Das Duell ist unabweisbar. Und selbst wenn es das nicht wäre, Johanna, Johanna, wie konntest Du mich so verletzen? Was Du gesagt, das schmerzt mehr, als eine Kugel zu schmerzen vermag. Johanna, was hast Du getan?" Er schlug stöhnend die Hände vor das schmerzdurchwühlte Gesicht.
Eine Pause entstand. Dann trat Johanna an ihn heran, umschlang ihn liebevoll und flüsterte leise: „Liebster, Du bist noch zu aufgeregt von dem, was geschah. Bitte, höre mich ganz ruhig an. Du bist ein wahrhaft ritterlicher Mann, ich weiß, daß Du vermeiden wirst, dsn Gegner zu töten. Er aber wird alles aufbieten, Dich zu treffen! Was nützt unsere ganze heiße Liebe zu einander, wenn sie Dir die höchste
fuhr ausländischen Futterkorns, mag cs Mais, Gerste, Hafer oder sonstwie heißen, ermöglicht es auch solchen Leuten, die keine Fettweiden besitzen, die nicht in besonders hohem Maße Futterpflanzen anbauen, in verstärktem Grade Viehzucht und Viehmast zu betreiben. Ja, vielfach find sie gerade dazu gezwungen, nm den Einnahmeausfall nach Möglichkeit zu decken, welcher ihnen durch die Entwertung ihrer Getreideproduktion verursacht worden ist. ES entsteht dadurch naturgemäß eine vermehrte preis drückende Konkurrenz auf den inländischen Viehmärkten,' welche den sonst schon überwiegend von Viehzucht und Mast lebenden Landleuten besonders schädigend und empfindlich fühlbar werden muß. ES kann deshalb als entschieden erwiesen gelten, daß mit der Höhe des Zolles oder des Preises für die verschiedenen Futterkornsorten auch der Wert jeder im Lande geernteten Fuhre Futterkräuter oder Futterrüben, und ebenso der Wert des von einem jeden Hektar Weidelandes produzierten Grases steigt und fällt. Das scheint den schwedischen Bauern weit klarer zu sein, als es bei den unsrigen in manchen Gegenden, z. B. wo der freisinnige Nordost weht, oder der Doktor med. Rubow seine landwirtschaftliche Weisheit sammelt, der Fall ist. _____________
Bedenkliche Zeichen!
Die Birminghamer Rede des Koloniak- ministers Chamberlain hat insofern eine von dem schlauen Diplomaten unerwartete Wirkung gehabt, also sie von deutschen Wählerkreisen vielfach als eine Art Wahlparole ausgefaßt worden ist. Die gegenwärtigen Reichstagswahlen vollziehen sich unter dem Schlachtruf: Hie Freihandel, hie Schutzzoll! Die offiziellen Beziehungen des Reiches zu England und zu den Vereinigten Staaten von Nordamerika sind so freundschaftliche, daß wir uns vor diesen beiden Ländern eigentlich nur noch aufrichtigen Wohlwollens vorsehen sollten. Trotz der amtlichen Vertrauensseligkeit erhielt sich aber im Volksempfinden eine unvertilgbare Scheu vor englischen und amerikanischen Freundschaftsversicherungen. Wie berechtigt und wie notwendig. sie ist, das hat Chamberlains be- kanpte Rede unwiderleglich dargetan. _ Der leitende Staatsmann in England ist Balfour; er ist aber leider nur dem Namen nach Leiter der englischen Staatspolitik. Der wirkliche Spiritus rectvi' ist und bleibt Chamberlain, der den engen Zusammenschluß Englands mit seinen Kolonien betreibt, um später allen anderen Kulturländern zeigen zu können, was ein britisches Weltreich vermag. Gelingt es Herrn Josü Chamberlain, den bisher noch herrschenden Widerstand der Kolonien zu besiegen und ein britisches Weltreich zusammenzuschweißen, dann umgibt e8 dieses mit einer uuüber-
Gefahr bringt? Sieh, von dem Augenblick an, in welchem Du sagen kannst, ich sei Deine Braut" — über ihre blaffen Züge zog ein süßes, schämiges Erröten, „nicht wahr, sällt jeder Anlaß für Dich fort, die mir angetane Beleidigung zu ahnden. Daß sie mich nicht trifft, magst Du zudem glauben. Viel zu stark ist meine Natur, als daß solche Gehässigkeiten mich beuge» könnten. Aber um Dich bange ich unendlich."
Er hatte diesmal ohne ein Wort der Erwiderung gelauscht und zog die bebende Gestalt des schönen, erschütterten Weibes an sich Hera», ein heißer Kuß vereinigte beider Lippen. „Ach Du, Du Engelsseele!" flüsterte Falkenthal dabei. Dann ließ er sie plötzlich aus seinen Armen und zog einen schlichten goldenen, mit einem Brillanten geschmückten Reif vom Finger und steckte ihn Johanna an. „Das ist meiner seligen Mutter Ring," sagte er bewegt, „sie gab ihn mir auf ihrem Krankenbett, mir, der ich immer ihr Liebling gewesen, dabei zu- flüsternd: „Wenn Du einst ein Mädchen gefunden, von dem Du weißt, daß auch ich sie lieben und Euren Bund fegnen würde, dann gib ihr den Ring und meinen Gruß und Segen. Dich würde die Verewigte lieben und segnen, Johanna. Du hast jetzt das mir heiligste Vermächtnis. Und da8 ist zugleich meine Antwort auf das, was Du mir gesagt. Meine letzte und meine bindende zugleich."
„Richard, ach mein Richard!" rief sie angstvoll und glücklich zugleich.
(Fortsetzung folgt.)