mit -em Kreisblatt für -ie Kreise Marburg un- Kirchhain.
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Sonntagsbeilage: Muftvirtes Sonntagsblatt
Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expedition 2 2JIL, bet allen Postämtern 2,25 Mk. <ejcL Bestellgeld).
JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reclomen: die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Sonnabend, 16. Mai 1903.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
":j Verlag- Joh. Aug. Koch, UnivcrfitätS-B'.ichdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38. I.shrK
Mittag-AusgaSe.
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Ausländische Seeleute in den größten Handelsflotten der Welt.
In seinem letzten dem Schatzamt erstatteten Jahresberichte hat der amerikanische Schiffahrts- kommifsar sich ganz besonders ausführlich mit den persönlichen Verhältnissen der amerikanischen Schiffsmannschaften beschäftigt und dabei auch der Nationalität der Mannschaften eine ausführliche Darstellung gewidmet, die zeigt, wie sehr die amerikanische Handelsflotte von ausländischen Mannschaften abhängig ist.
Die Schiffsoffiziere muffen amerikanische Bürger sein; die Postdampfer sollen zu einem Viertel bezw. Drittel, vom 6. Jahre des Kontrakts an mindestens zur Hälfte amerikanische Mannschaften haben. Trotzdem machten unter den Angemusterten 1902 die Amerikaner nur 46 pCt. aus, 1901 erst 35 pCt., 1894 31 pCt. Darin find noch die Mannschaften der Küstenschiffe enthalten, unter denen die Amerikaner naturgemäß stärker vertreten sind. Die starke Zunahme der Amerikaner im Jahre 1902 ist auf erleichterte und vermehrte Naturalisation zurückzuführen. Für den Bestand der Flotte schätzt der Bericht, daß jetzt von 40000 Seeleuten auf amerikanischen Seeschiffen ton über 100 Tons 210000 geborene oder naturalisierte und 19 000 Ausländer find.
Unter den Ausländern stellen die ca. 5700 Engländer das größte Kontingent. Von diesen find ca. 500 Stewards und Stewardeffen, die in Southampton angenommen wurden, im übrigen die meisten von der Seeküste der britischen Besitzungen in Nordamerika und Westindien oder aber Deserteure. Schweden, Norwegen und Dänemark stellen etwa 4800 Mann, tüchtige Seeleute. Das deutsche Element wird auf 2000 Mann geschätzt. Dazu kommen 900—1000 Spanier, 900 Finnländer, 800 Italiener, 700 Portugiesen, 500 Chinesen, 300 Oesterreicher, 800 Franzosen usw. Doch ist zu bedenken, daß Amerika, dank seiner starken Einwanderung in allen Arbeitsgebieten einen erheblichen Prozentsatz von Ausländern aufweist, und daß es diese größtenteils mit starker Asfimilations- kraft allmählich seiner Nationalität angliedert.
Anhangsweise gibt der Bericht auch entsprechende Daten für die Beschäftigung ausländischer Seeleute unter fremden Flaggen.
In England mußten bis 1854 im Auslandsverkehr s/t der Mannschaft und im Küsten- und Kolonialverkehr die ganze Mannschaft britische Untertanen sein. Seit 1854 ist jede derartige Beschränkung aufgehoben; nahezu 30 pCt. der englischen Mannschaften find jetzt Ausländer, auf den Schiffen im Auslands- Verkehr, für sich betrachtet, natürlich noch ein lieber die Kirchenhändel unter dem
Landgrafen von Hessen-Cassel, Moritz dem Gelehrten.
Wahrhaftiger Bericht was sich bei Einführung der Verbesserungspunkte zu Schmalkalden begeben und zugetragen hat.
(Fortsetzung.)
Am Mittwochne 14. Februar gab eS eine Neuerung. Da eine Predigt abgehalten werden sollte, haben die Prediger den ehrbaren Rat ersucht, daß die Stadttore bis nach vollendeter Predigt und Gebet geschloffen und zugehalten werden möchten, well aber ein solches vorher nicht gebräulich gewesen, von einem ehrbaren Rath abgeschlagen wurde. Welches die Prediger heftig verdroßen und werden nun alle Mittel gesucht, wie etwa künftige Bettag fleißiger denn wie bisher, von den Bürgern geschehen besucht werden, welche ihre Kinder von der Schule abgehalten oder sie an andere Orte gethan haben. Es wurde ihnen angekündigt bei 10 fl. Strafe ihre Kinder in die Schule schicken. Sonntags Jnvocavit ist die gemeine Bürgerschaft daneben den Handwerksmeistern, aufs Rathhaus gefordert worden und ihnen vom Schultheiß im Beisein des ehrbaren Raths angezeigt worden, daß man sieh Wohl zu erinnern müffe, mit was vor großen Unfleiße bisher die verordneten Bettage besucht würden, derentwegen wäre der H. Amtmann ernstlicher Befehl, daß, wenn hinfüro vom Pfarrer ein Bettag angekündigt würde, daß alsdann ein jeder Bürger zum Gebet sich einzustellen habe, und die Schmiede und andere
weit größerer Anteil. 1900 waren unter 247 448 Seeleuten auf englischen Schiffen 174532 Briten, 36 893 Ausländer, außerdem 39 023 Laskaren und Asiaten. Nach einer Stichprobe des Board of Trade fanden sich unter 2899 Mann 165 Skandinavier, 52 Deutsche, 35 Ruffen, 21 Amerikaner, 13 Franzosen, 5 Italiener usw.
Für Deutschland bestehen keine generellen Beschränkungen in der Nationalität der Mannschaften. Die Kapitäne und Offiziere muffen natürlich deutsche Patente haben, auf den Reichspostdampfern sollen Reservisten der Kriegsmarine bevorzugt werden. Im übrigen erschien eine Beschränkung nicht notwendig — nicht als ob die deutsche Mannschaft nicht ausreichte — aber sie bleibt auch ohne Zwang das Gros auf unseren Schiffen. Den wenigen Fremden auf deutschen Schiffen stehen mindestens ebensoviel Deutsche auf fremden gegenüber, und da dieser Austausch dem Charakter der Schiffahrt ange- paßt und erzieherische Zwecke auszuüben imstande ist, können ihm keine wesentlichen Bedenken ertgegenstehen. Beispielsweise wird mitgeteilt, daß nach der Statistik des hamburgischen Seemannsamts für 1900 von 50574 Mann, die für deutsche Schiffe angemustert wurden, 48 615 Deutsche waren neben 841 Skandinaviern, 239 Oesterreichern, 189 Amerikanern, 179 Ruffen, 21 Engländern usw. — offenbar also ganz überwiegend sprach- und stammverwandte Elemente. In Bremen waren unter 26 847 Mann, die für deutsche Schiffe anmusterten, 790 Fremde. — Den 1959 Ausländern, die in Hamburg auf deutsche Schiffe gingen, stehen 2 333 Deutsche gegenüber, die zu gleicher Zeit in Hamburg auf aus ausländischen, meist englischen Schiffen Dienste nahmen.
In Frankreich muffen Kapitäne, Offiziere und s/4 der Mannschaften Franzosen sein. Nur zu Gunsten der farbigen Feuerleute bestehen Ausnahmen. In Italien müssen Kapitäne und 2/s der Mannschaft Italiener fein. In Spanien find Kapitäne und */s der Mannschaft, in Portugal Kapitän, Offiziere und 2/s der Mannschaft, in Rußland Kapitän, Offiziere und % der Mannschaft, in Oesterreich-Ungarn Kapitän und Offiziere, in Norwegen % der Besatzung, in Schweden Kapitän, Offiziere und 3/< der Mannschaft, in Dänemark ist nur der Kapitän der eigenen Nationalität Vorbehalten. In Schweden find dabei die Norweger den Schweden gleichgestellt.
Umschau.
Saulus Bekehrung.
Noch ist Polen nicht verloren, dennoch geschehen Zeichen und Wunder. Aus einem der wütendsten Hasser der Landwirtschaft, Herrn Viktor Schweinburg, ist über Nacht ein Paulus geworden. Denn er schreibt:
Handwerksleute, dieselbe Stunde, nämlich von 8—9 Uhr mit ihrer Arbeit inr.e halten und sich zum Gebet einfinden, wie denn auch die Stadtthore, gleich wie Sonntags zugehalten werden sollen. Und weil etliche Handwerksleute frühe zu gewissen Stunden ihre Arbeit anfangen, und des Abends wieder mit Glockenschlag Feierabend machen, so sollen damit sie nichts versäumen, eine Stunde länger Arbeit sich vergönnen. Die Uebelthäter dieses sollen ernstlich bestraft werden." — „Was sich nun weiter für denkwürdige Sachen an diesem Ort zugetragen haben, ist nicht verzeichnet worden, dieweil derjenige so dieses vermeldet, sich aus der Stadt Schmalkalden wegbegeben und in eine andere Herrschaft gezogen ist. Der allmächtige und barmherzige Gott wolle unsere lieben Kinder und Nachkommen, beneben den Benachbarten, für dergleichen Neuerungen und falscher Lehre behüten und die edle Beilage seines Worts, jenes heiligen Worts bis an unser Ende gnädiglich erhalten, in seines Namen Willen, Amen." — Dieser letzte Zusatz ist von andrer Hand geschrieben, gerade wie das folgende:
Nachrichten aus Schmalkalden und Umgegend, welche verdienen bemerkt zu werden.
Anno 1552 ist daS Papstthum in der Herrschaft Henneberg ganz abgeschasst worden, die Mönche aus dem Herrenbreitunger Kloster wurden vertrieben und nach Trüfm ein eigener Pfarrer eingesetzt. 1570 starb Graf von Henneberg, Boppo mit Namen, ohne Leibeserben. Er hatte das Schloß zu Herrenbreitungen neu aus gebaut. 1627 starb feine Gemahlin Sophia, nach deren
Daß die heimische Industrie ein großes Interesse daran hat, die weit über ein Drittel der Gesamtheit ausmachende landwirtschaft- lich tätige Bevölkerung nebst all den Kreisen, die mit ihr auf Gedeih und Verderb verbunden fint, kaufkräftig zu erhalten, steht längst fest, und ebenso ist es kaum mehr bestritten, daß auch die industriellen Arbeiter daran ein lebhaftes Interesse haben, weil ihre Arbeitsgelegenheit und ihr Arbeitsverdienst mit von der Aufnahmefähigkeit des heimischen Marktes abhängen. Ein anderer Gesichtspunkt, unter dem die industriellen Arbeiter ein ganz besonderes Interesse an der Erhaltung der Lebensfähigkeit unserer Landwirtschaft haben, ist dagegen bisher nicht in dem gleichen Maße in den Vordergrund getreten und doch ist er von nicht geringerer Bedeutung. ES unterliegt keinem Zweifel, daß, wenn die heimische Landwirtschaft sich der ausländischen Konkurrenz nicht mehr erwehren könnte und demzufolge von ihr erdrückt würde, nicht nur daS ganze Heer der landwirtschaftlichen Arbeiter, sondern auch die selbständig wirtschaftenden kleineren und mittleren Landwirte ihren Lebensunterhalt in einem anderen Berufe suchen müßten, ebenso, daß sie zunächst ganz überwiegend Beschäftigung in der Industrie anstreben würden. Es würde daher daS Angebot von Arbeitskräften auf dem industriellen Arbeitsmarkte sich rasch steigern und, wenn zugleich die Nachfrage bei rückgehendem Jnlandsabsatze der Industrie nachließe, ein sehr starker Druck auf die industriellen Arbeitslöhne eintreten. Die in normalen Zeiten nur in der Phantasie der Sozialdemokraten bestehende Auffassung, daß eine große Reservearmee von Arbeitslosen ständig auf den Arbeitslohn drücke, würde alsdann zur Wahrheit werden, und die industriellen Arbeiter würden des großen Fortschrittes in Arbeitslöhnen und Lebenshaltung, dessen sie sich seit derRückk ehr zumSchutzzollshstem stetig erfreuten,rasch wieder verlustig gehen. Gerade also im Juterefle der Erhaltung und günstigen Fortent- wickelung der Lohnverhältniffe und der Lebenshaltung der industriellen Arbeiter ist es dringend geboten, daß die Landwirtschaft lebensfähig erhalten wird, und g e r a d e die industriellen Arbeiter haben ein großes Interesse an der Durchführung einer Zoll- und Wirtschaftspolitik, die durch die Verstärkung des Zollschutzes für die Agrarproduktion unsere Landwirtschaft existenzfähig und lebenskräftig erhalten würde. _____
Japan und England.
Der im vorigen Jahre erfolgte Abschluß deS englischjapanischen Bündnisses zum Zwecke der Aufrechterhaltung der beiderseitigen Machtstellung in den ostasiatischen Gewässern scheint
Tod hat der Landgraf Georg von Hessen- Darmstadt daS Amt und die Herrschaft Schmalkalden samt allem Zubehör auch daS Schloß Herrenbreitungen bekommen, da wurde der Calvinifche Pfarrer abgeschafft und ein lutherischer Pfarrer der Gemeinde torgestellt. Dis 1609 war Johann Georg Habermann Pfarrer in Tüfen. Dieser Herr war aber erst lutherisch, hat sich aber dem Calvinismus ergeben, er ist auch am 2. Juli in der Nacht eines jähen Todes gestorben, weil et in seiner Gemeinde großes Aergerniß erregte. Dieser Pfarrer hat die Kirchensäulen, worauf der ganze Bau gestanden, herausschneiden lassen, daß die Kirche eingestürzt ist. Nach seinem Tode wurde sein Sohn Pfarrer, dieser wurde aber, als Landgraf Georg daS Amt Schmalkalden bekam, abgesetzt und ist in großer Armut in Obersteinbach 1632 verstorben. Anno 1640 nach dem Pfingstfest ist das Schloß zu Schmalkalden und die Kirchen bei einem schwedischen Kriegs- durchzug in Brand gerathen, darauf der neue Bau, Schloß, Kirche, Scheuern, Stallung, Brau- und Backhaus nebst den anderen Gebäuden bis auf das Mauerwerk gänzlich abgebrannt find. Die Kirche hat lange wüst gelegen und der Gottesdienst mußte in den Dorfkirchen verrichtet werden. Nachgehends ist diese Schloßkirche nach Verfließung von 21 Jahren unter Dach gebracht worden. Es find aber unter- schiedentliche steineren Bilder in der Schlosskirche an der Wand gestanden, es waren die Epithagien des Grafen Orlamann, des Heinz ton Butlos von der Grünbach, sowie eine Gräfin von Mannsfeld, welche neben ihm
auch wirtschaftliche Nachwirkungen, haben zu sollen. Es ist Ausficht vorhanden, daß eine; japanische Ausstellung in London im Jahre 1905 zu stände kommt. Der Plan wurde schon vor längerer Zeit durch die Japanische Gesellschaft in England angeregt, und zwar sollte das Unternehmen bereits im Jahre 1904 zur Ausführung gelangen. Mit Rücksicht aber aus bitt in diesem Jahre stattfindende Weltausstellung in St. Louis hat man den Zeitpunkt der ge-s planten Ausstellung um ein Jahr hinausgeschoben. DaS Projekt findet naturgemäß in England lebhaften Beifall, da fich den britischen! HandelSkreisen angesichts der wachsenden Kon^ kurrenz der Vereinigten Staaten und Deutscki- lands auf dem Weltmärkte immer mehr tue Notwendigkeit aufdrängt, Ersatz für das Verlorene zu suchen oder für die Sicherstellung der Absatzfähigkeit der britischen Ausfuhrerzeugnisse die erforderliche Vorbedingungen zu erfüllen.' Daß die japanischen Interessenten Anlaß hätten, fich gleichfalls mit Begeisterung und Tatkraft für die Sache einzusetzen, darf bezweifelt werden, da die aus dem englisch-japanischen Handelsverkehr resultierenden Vorteile ganz überwiegend auf britischer Seite liegen. England steht unter den an der Einfuhr in Japan beteiligten Staaten an erster Stelle, dagegen ist die Ausfuhr japanischer Erzeugnisse nach England verhältnismäßig sehr gering, während andererseits, die Vereinigten Staaten und Frankreich mit Recht als die kaufkräftigsten und tatsächlich besten Abnehmer japanischer Ausfuhrwaren gelten. Auch die Vertretung Englands auf der im März eröffneten Ausstellung in Osaka ist keineswegs derartig, daß dadurch die Veranstaltung eines größeren japanischen Ausstellungsunternehmens in London gerechtfertigt würde. Immerhin ist es nicht ausgeschlossen, daß die japanische Regierung in der Hoffnung, für bei Absatz japanischer Waren, besonders für Erzeugniffe der Seiben-Jnbustrie mehr als bisher in En glaub Entgegenkommen zu finden, dem Projekt eine wohlwollende Berücksichtigung und Förderung zu teil werden läßt.
Rentabilität der dänischen Landwirtschaft.
Von den deutschen Manchesterleuten, besonders von denjenigen Liberalen, die nur Gegner der Agrar-, nicht solche der Jndustrie- zölle find, wird unfern Landwirten u. a. immer die angeblich günstige Lage ihrer dänischen Berufsgenoffen als Beispiel dafür vorgehalten, wie intelligente und fleißige Landleute auch ohne Schutzzoll vorwärts kommen könnten. Niemand wird bestreiten, daß die dänischen Bauern in ihrem Berufe sehr tüchtig find, andererseits aber sollte man auch nicht außer acht lassen, daß die ProduktionSverhältniffe in Dänemark wesentlich andere und günstigere sind als bei unS. Die insulare Lage zwischen Nord- und Ostsee hat, ebenso wie es in Eng-
stehet und ein kleines eingewickeltes Kind getragen hatte. DaS Bildniß des Grafen Boppens, desgleichen des Hochgelehrten Dr. Kirchner, so vorher Professor in Marburg gewesen und der reformirten Religion zugethan. Diese Bilder find alle abgebrochen und zerschlagen und auS der Kirche weggethan worden. Am 16. Oktober 1662 wurde die Kirche vom Pfarrer der reformirten Gemeinde in Schmalkalden einge- weiht. Landgraf Wilhelm, des Namens der 6 , nachdem er mit seiner Gemahlin auf der Jagd gewesen, ist er eines urplötzlichen, unversehenen, jedoch seligen Todes am Kloster Haina, nicht weit von Marburg, am 16. Juli 1663 gestorben. Er war alt 34 Jahre und hatte vier Prinzen: 1. Wilhelm, 2. Carl, 3. Philipp, 4. Georg und zwei fürftl Fräuleins. Er wurde in Cassel begraben. Schluß des Berichtes aus genannter Chronik.
lieber die Vorgänge bei der Einführung feiner Verbefferungspunkte durch den Landgrafen Moritz in Marburg berichtete ein Augenzeuge , der spätere Superintendent Conrad Dietrich, damals in Marburg, wie folgt: Sergi. Mag. C. Dietrich, Auslegung des Buches der Weisheit, Ulm.
Landgraf Moritz ging mit dem Gedanken um in seinem Lande den verschieduen kirchlichen Gebräuchen ein Ende zu machen, denn feine anfängliche Frömmigkeit trieb ihn allen der Religion betreffenden Tinge fich eifrig anzu- nehmen. Sein sonst klarer Geist achtete jedoch die menschliche Autorität zu gering und er befolgte nicht den Rath welchen ihm eine Anzahl bet ersten Geistlichen und Räthe gab, indem et;