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Sonntagsbeilage: Jllnstrirtes Sonntagsblatt.

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| mit dem Kreisblatt für Vie Kreise Marburg und Kirchhain.

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Ptertelt"hrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämter» 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

Marburg

S.fe.ll.»«,<»«».: M. «--» 10 $fg. 25. Aplll 1903.

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Aberrd-AnSgabe.

Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, UniverMts-Buchdruckcrer Marburg, Markt 21. Telephon 55.

38. JaM

Bestellungen

ytir die Monate Mai und Juni auf die

^Vberheffifche Zeitnng" nebst ihren Beilage« werden von unserer Expedition Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch­hain und Neustadt, sowie von allen Post- emstalten «ud Landbriefträgern entgegen- genommen. .

Rentabilität der Landwirtschaft in der Schweiz.

Man schreibt unS:

Son den offenen und versteckten Feinden her Landwirtschast im liberal-demokratischen ikflet wird im allgemeinen die Notlage der- felben, insbesondere die des Bauernstandes, ge­leugnet und die ganze Agrarbewegung als eine künstliche Mache des sogenannten Junkertums dargestM. Ist man aber darauf angewiesen, pie bäuerlichen Kreise um ihre Stimme zu bitten, so werden mancherlei BerlegenheitSmittel empfohlen, die nur nach dem Gesichtspunkte vuSgewählt werden, daß sie die Lage der bevor­zugten Großindustrie und des internationalen Welthandels in keiner Weise gefährden. Ob sie dann dem Bauerntum in der Tat Hilfe bringen, Ist ja gleichgiltig, je utopischer sie find, um so lauter werden sie angepriesen, man ist ja sicher, daß sie nie zur Anwendung gelangen.

Es ist daher von großem Wert, wenn dieses Treiben von Zeit zu Zeit von wirklichen Kennern landwirtschaftlicher Verhältniffe eine Beleuchtung erfährt, namentlich auch nach der Seite, wie in Wirklichkeit die Produktionsverhältnisse in den landwirtschaftlichen Betrieben liegen.

Wir müssen daher unserer Genugtuung und Sreude Ausdruck geben, daß eS uns möglich ist, Noch vor den Wahlen eine ganz vorzügliche, in gewisser Beziehung bahnbrechende Untersuchung zu besprechen, die das erste Heft desLand­wirtschaftlichen Jahrbuchs der Schweiz" für 1903 bringt. ES enthält den Bericht des schweizerischen BauernsekretariatS über die Be- lriebSeinrichtungen und die Rentabilität von 110 schweizerischen landwirtschaftlichen Be­trieben in der Größe von 3,1 bis 70 ha. Durch eine Bundessubvention ist es möglich gemacht, itt diesen Betrieben unter Leitung und Kontrolle des Sekretariats genaue Buchhaltung führen zu lassen. Die Ergebnisse dieser Erhebungen liegen jetzt vor. Wir bemerken, daß diese Betriebe im Durchschnitt sowohl nach ihrer ökonomischen Lage, wie nach der Tüchtigkeit der Betriebs­leiter über dem Landesdurchschnitt stehen. Um so bemerkenswerter ist das Resultat, das der Bearbeiter in folgenden Worten zusammenfaßt:

43 (Nachdruck verboten.)

Briefträgers Hannchen.

Von Georg Paulsen.

lFortsehnngl

Die stattliche Witwe ward immer aufge­regter, je weiter der Zeiger an der Uhr tütfte. Sie schaute verstohlen die Straße hinunter, da war's ganz still. Aber natürlich, der Zug konnte auch mal Verspätung haben, eine Tat­sache, die den Sonnenfeldern so wie so schon vft genug passierte.

Endlich Schritte draußen! Ja, dahinten kamen zwei Frauengestalten. Gottlob, hatte das Hannchen die braune Zigeunerin doch zurück- igelaffen, die ja wohl ganz Sonnenfeld rebellisch .gemacht haben würde.

Jetzt öffnete sich die HauStür, und nun rannte Frau Hölder nach draußen. Die Pat' stand da und die Christel-Bas', beide mit merk­würdig aufgeregten, blassen Gesichtern.

Wo steckt's Hannchen?"

Abgereist ist'S Mädele," antwortete Christel mit zitternder Stimme,abgereist mit der Braunen, der Aluscha!"

Abgereist?" Frau HölderS Stimme klang schrill, die sonst so ruhige Frau war geradezu fassungslos.O i versteh', dieser Teufelsbraten, diese Hergelaufene hat dem Mädele den Kops verdreht; hab's ja gleich 'dacht, daß die Unglück -bringen würd', alS sie ins HauS kam, Christel. Warum hast ihr net gleich die Tür 'wiesen?"

Schrei' net so, Elise'," bemerkte die Base Scharf,willst net gleich die Sach' ausklingeln

Im Durchschnitt sämUicher Betriebe haben die Landwirte einen bescheidenen Knechtlohn, aber keinen Rappen (Pfennig) ZinS für ihr eigenes in der Landwirtschaft angelegtes Ver­mögen verdient. Je kleiner die Gutsbetriebe find, um so ungünstiger erscheint daS Resultat. Nur 10 Proz. haben mehr verdient, als wenn sie ihr Geld auf die Bank getragen und fich als landwirtschaftliche Arbeiter verdingt hätten. Alle anderen müssen ihre Selbständigkeit mit einem erheblichen Verlust an Einkommen be­zahlen."

ES find dies Betriebe, die im Durchschnitt alS Viehwirtschaften zu bezeichnen find, im all­gemeinen stammen 4/ä der Einnahmen auS der von unseren Liberalen immer als rentabel ge­priesenen Viehhaltung, (bei den kleinbäuer­lichen Wirtschaften von 3,1 bis 5 Hektar find es 79,05 Proz. der Getreidebau bringt nur 12,65 Proz. der Einnahme ein. Trotzdem dieses klägliche Resultat und zwar gerade bei den Kleinbauern!

Der Grund liegt lediglich an den niedrigen Produktenpreisen. Es ist einfach Sticht wahr, daß die kleinsten Bauern gar kein Interesse an hohen Preisen für alle Agrarerzeugnisse hätten. DieS beweist der Bericht schlagend. Auch der Kleinbauer erzielt für verkauftes Vieh Ein­nahmen, die siebenmal größer sind alS die Ausgaben für angekaufteS Fleisch, die ge­samten Ausgaben für Zukauf von Lebensmitteln betragen nur 1h der baren Einnahmen aus dem Verkauf von Agrarprodukten. Die letzteren be­tragen im Durchschnitt bei den Betrieben von 3,1 bis 5 Hektar 2359,94 Fr., die Ausgaben für Zukauf von Futtermitteln pro Hektar nur 37,35 Fr. Wie albern erscheint da die nationalsoziale und freisinnige Weisheit, die dem Bauern an Stelle ausreichender Viehzölle freie Futter­korneinfuhr gewähren will.

Als bezeichnend für die außerordentliche Bedürfnislosigkeit der bäuerlichen Familien, welche allein ihnen noch die Fristung ihrer selbständigen Existenz ermöglichte, muß es gelten, daß überall da, wo fremde Arbeiter am Tische aßen, die Verpflegungskosten teurer wurden.

Die Kosten eines Verpflegungstages für einen erwachsenen Mann betrugen in Betrieben von: mit fremden Leuten ohne fremde Leute 3,1-5 ha 1,53 Fr. 1,13 Fr.

5,110 1,30 1,10

10,115 1,28 1,10

Mit Recht sagt daher der Bearbeiter zu- sammenfassend:Diese Eigenschaft des Bauern­standes, seine Bedürfnisse dem Einkommen an­zupassen und wenn immer möglich etwas bei

lassen in ganz Sonnenfeld? Schwätz' net, d' Aluscha hat nimmer schuld, das Hannchen is auch die letzt', die fich von so einer ihren Kopf verdrehen läßt. Weiß selbst, was sie will. Abgereist is 'S Mädele, weil's ihr hier widern Strich gehen sollt!"

Davongelaufen!" schrie Elise Hölder gellend aus, während die Pate nickte.

Mein'twegen sag' so," antwortete Christel. Aber komm' endlich in die Stuben. Da magst alles hören. Wenn eine aber Ursach' iS, daß 'S Mädele über alle Berg', dann bist Du's selbst. Wärst von Dein'n Heiratsprojekten still gewesen, 's Hannchen säß hier bei uns!"

Und drinnen in der Stube erzählte die Christel, während die Mutter noch immer jammerte, daß Hannchen und Aluscha fich heute ftüh heimlich entfernt hätten. Bloß einen Brief hatte daS junge Mädchen dagelassen an die Mutter. In dem stand zu lesen:Mein lieb's, lieb's Mutterle! Hab' recht zum lieben Gott und dem guten Vater gebett, daß sie mir sagen möchten, waS ich tun sollt. Siehst, Mutterle, Dein Hannchen bleib ich, so lang Du lebst, und Du mein lieb's Mutterle; aber ich hab' gedacht, eS wär' am besten für unser aller Ruh, ich säh' mir ein wenig die Welt an. Rufst Du mich und brauchst Du mich, ich komm' sofort, aber ich glaub', eS wird am besten sein, ich bleib jetzt etwas fort. Ich hab' den Vater zu sehen vermeint, wie er sagt: Courasch haben, Hannchen, Dich estimieren! Und daS will ich, Lmnst Dich draus verlassen. Ich hoff', die Not wird mir nicht nachkommen, bin fleißig gewesen, ich hab' was gelernt, das kann ich, ohne stolz

Seite zu legen, die wir selbst in den höheren Lohn verdienenden Arbeiterkreisen leider so wenig finden, kann volkswirtschaftlich nicht hoch genug veranschlagt werden. Sie bildet eine Grundsäule der ökonomischen Wohlfahrt der Völker."

So urteilt ein landwirtschaftlicher Sachver­ständiger eines republikanischen Staatswesens aufgrund von Erhebungen, wie fie umfassender und gründlicher kaum jemals gemacht worden sind. WaS werden unsere Freisinnigen, nationalen und internationalen Sozialisten dazu sagen? In welchem Lichte stehen sie, die angeblichen Freunde des kleinen Mannes da, wenn sie jenen schlichten, mit Entbehrung und Arbeit auch bei unS so schwer befa freien Bauersleuten, auch fernerhin den Zollschutz verweigern, dessen Notwendigkeit für die Rentabilität der Landwirtschaft, besonders auch der Viehzucht, kaum jemals so überzeugend dargetan tootben ist, wie in dieser schweizerischen Enquete.

Deshalb muß die Parole für die bevor­stehenden Wahlen sein:Keine Handelsverträge, die den Interessen der deutschen Viehbauern nicht vollständig Rechnung tragen."

Umschau.

Das neue ReichSmarineamt.

Das ReichSmarineamt wird nun doch fein Dienstgebäude in der Bellevuestraße erhalten, nachdem eS ihm gelungen ist, die alten Gebäude preiswert zu verkaufen und die für das in der Bellevuestraße belegene Grundstück geforderte Summe erheblich herabzudrücken. Für daS dem ReichSmarineamt gehörige Grundstück am Leipziger Platz hat die Gesellschaft für Unter­grundbahnen 47* Million Mark geboten, d. i. etwa 1 Million mehr als das erste Gebot an- gab; dagegen ist die Verkaufssumme für die Grundstücke in der Bellevuestraße um 400000 Mark ermäßigt worden. Die Parteien haben fich jedoch an diese Bedingungen nur für den Fall gebunden, daß die Angelegenheit bis zum 1. resp. 15. Mai gesetzlich geregelt ist. Am heutigen Freitag wird der betreffende NachtragS- etat den Reichstag schon beschäftigen und eS darf angenommen werden, daß die um l1/* Million ermäßigte Forderung des Reichsmarine- amts vom Reichstage bewilligt werden wird, da allerseits die Ueberzeugung herrscht, daß der Neubau eines Dienstgebäudes für daS ReichS­marineamt eine Notwendigkeit ist. Gelegentlich der Debatten wird dann auch die Frage er­örtert werden, ob die seitens der Gesellschaft für Untergrundbahnen vom ReichSmarineamt anzukaufenden bisherigen Dienstgebäude dem bekannten Warenhaus Wertheim zufallen sollen. Da diese Dienstgebäude jedoch bis zum 30. April 1907 in Benutzung des Reichsmarineamts bleiben, so wird jene Frage leider keinen entscheidenden

zu fein, getrost sagen. Die braune Aluscha bleibt bei mir. Und so leb wohl, lieb's Mutterle, recht wohl, werde recht glücklich und sei Deinem Hannchen net bös, wenn's nun auch zum Theater geht. Darfst gewiß sein: Briefträgers Hannchen wird immer an Vater und Mutter denken! Leb' wohl! Dein Hannchen."

Heftig wollte Frau Hölder nochmals auf­fahren, aber die Christel-Base hob gebieterisch die Hand.Sei still, Elis'. Erst wart ab, dann magst sehen, was kommt!"

Aber 's Mädelene Theaterdam', die singt und springt und, und ..."

Still bist! Hab' auch beinah' so 'dacht zuerst. Da is aber der Herr Professor von der Mufikschul' kommen heut' vormittag, der von allem 'mußt hat, und der hat 'sagt:Seien Sie ohne Sorg'! Wenn Sie von Hannchen Hölder mal in den Zeitungen lesen, dann wird es nur das Beste, das Allerbeste sein!"

Fran Hölder suchte ihren Zorn zu unter­drücken. Daß aber ihre Ueberzeugung über den Schritt und den künftigen Beruf ihrer Tochter unverändert war, das war aus ihrem heißen, geröteten Gesicht unschwer zu merken.Werdet ja hören, was die Leut' sagen."

Die Leute? Ja, die Sonnenfelder sagten allerdings noch denselben Abend und später erst recht:Hannchen Hölder ist davongelaufen, zu den Komödianten. Was sollt man von dem wilden Ding wohl anders erwarten?" Und die Frau Posthalterin ließ das in einem Brief an ihren Sohn, der schon studierte, mit einfließen.

Ja, das Briefträger-Hannchen, sie war ein Unband gewesen von jeher, der alte Lebrecht

Einfluß auf die endgiltige Lösung der Ange­legenheiten gewinnen.

Wir werden dann in Berlin den in bett Witzblättern drastisch illustrierten Fall haben, daß ein Warenhaus feinen eigenen Bahnhof hat. DaS Publikum, welches die Bahn benützt, brauchte überhaupt nicht tuieber unter freien Himmel, um zur Stätte feiner Einkäufe zu tommen. Rechtlich ist dieses Projekt durchaus einwandfrei; es entsteht nur die Frage, ob em solcher Gestalt in die Erscheinung tretendes Unternehmen, welches vielleicht heute schon einen Umsatz von dreißig Millionen und darüber hat, nicht eine direkt vernichtende Konkurrenz für kleinere Gewerbebetriebe bedeuten und eine er­hebliche Entwertung der Häuser und Grund­stücke der ganzen Gegend, welche die teuerste in Berlin ist, herbeiführen würde. Darum setzen die Interessenten und Rivalen alle Hebel in Bewegung, die Zustimmung des Reichstages zu jenem Verkauf zu verhindern. An fich ist eS dem deutschen Reiche natürlich nicht übel zu nehmen, wenn es durch vorteilhaften Verkauf eines ihm gehörenden Grundstück-Komplexes ein Geschäft machen kann, auf der anderen Seite bleibt zu erwägen, ob eS in unseren Tagen, wo die Erhebung der eigenen Existenz schon so außerordentlich, besonders in den Großstädten, erschwert ist, fich empfiehlt, der Bildung unab­sehbarer Geschäftsbetriebe von Reichswegen Vorschub zu leisten. Verhindert kann ein solches Ueber-Geschäft ja nicht werden, aber eS ist auch Wohl nicht nötig, es noch zu befördern. Wichttger, als daS Geschäft, welches das Reich macht, er­scheint die Rücksichtnahme auf weite Kreise bei Nährstandes. _______

Die einflußreichstePartei" bei ben Wahlen

ist biePartei" berer, bie von der Urne fernz bleiben pflegen. Bei den Reichstagswahlen bor 1898 haben von 11441094 Wahlberechtigten nur 68,05 Prozent ihr Wahlrecht auSgeübt. Zieht man neben ben 7 752693 gütigen noch 34021 ungiftige Stimmen in Betracht, so find nicht weniger als 3654380 Wähler am 16. Juni 1898 bet Wahlurne ferngeblieben. Diese saumseligen Wähler, so schreibt die steif. Königsb. Hart. Ztg.", diese Partei der Pattei- losen, ist in Wirklichkeit die größte Partei in Deutschland. Sie verfügte 1898 über mehr Anhänger als die Sozialdemokratie und das Zentrum zusammengenommen. Hätten diese, rund ein Drittel der Gesamtwählerschaft repräsentierenden Männer durch Ausübung ihres Wahlrechts ihren Einfluß vor fünf Iahten geltend gemacht, so würbe der Reichstag ein ganz anderes Gesicht bekommen haben. Jedenfalls würde dann bie Soialdemokratie nicht die zweitgrößte Partei im Reichstage geworden fein. Die Hauptaufgabe bei ben bevorstehenden Wahlen ist es daher, bie Säumigen heranzu­ziehen und ihr staatsbürgerliches Gewiffen zu

hätte fie ganz anders halten müssen. Nun der Spektakel, die Sorge für die arme Mutter!

Frau Elise Hölder ließ fich gern bemitleiden, aber diese Abreise HannchenS schob den Tag, an welchem fie zum zweiten Male vor den Altar treten wollte, nicht hinaus. Und bie nunmehr neugebackeneglückliche junge Frau" sah bie Dinge schon milder an.

Eine große, freubige Uebettaschung kam ihr an ihrem nächsten Geburtstag von Hannchen. Es war eine prächtige goldene Brosche, die im Innern HannchenS Bild barg. Und daS Mädele hatte dazu geschrieben, baß es ihr gut gehe, daß sie hoffen könne, den Eltern immer rechte Ehre zu machen.

Und bie strahlende Empfängerin beschaute mit ihrem jovialen neuen Eheherrn, das schöne, ttare Geficht ihrer Tochter, und als der meinte: Weißt was, Elis', ein blitzsauberes Mädele iS daS Hannchen doch, viel zu schad' fürs Sonnen* selber Pflaster!" da nickte sie zustimmend. Gewissermaßen nur noch als Erinnerung an ftüher kam's heraus:Besser war's doch, ^toenn sie net a Theaterprinzessin worben wär'!"

Auf einem Balkon ber ersten Etage beS glänzenben HotelsHungaria" in Budapest, der stolzen Hauptstadt des Magharenreiches, saß die gefeierte Künstlerin, von welcher die ganze Stabt sprach, ber von ben leicht zu entflammenden ungarischen Kavalieren Huldigungen jeder Att zu Füßen gelegt wurden. Johanna Hölder, so verkündeten die Zeitungen, fei eine geborene Schwedin und ihre wunderbare Stimme gebe vollen Anspruch zu der Behauptung, daß fie bie