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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

SsEtagSbrUage: Jvuft irtes Sonntagsblatt.

Marburg

M 107

8iertelj"h.licher Bezugspreis: bei der Eg-kAtten S Mk. bei allen Postämtern 2,25 Mk. (epi. Bestellgeld).

^«sertionsgebüLr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. @011111(1(1 19 1903

Reekamen: di« Zeile 25 Psg. _ / ' * v '

Erscheint täglich außer au Somr- und spetertagen.

Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe. QQ

Druck und 8erlag: Joh. Aug. Koch, Universttäts-Buchdruckerei ' "x'> **o*

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Ks»sirmatio».

Jugendfürsorge ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Das ist dankbar zu begrüßen. Denn schon die einfachste WelMugheit muß «nS dazu treiben, das Haus von unten aufzu­bauen. Man sieht allmählich ein, daß die Der- fSumaisse am Heranwachsenden Geschlecht sich. am bittersten rächen und Familienglück, 'Ge­meindeleben und BolKwohlfahrt arn ent­schiedensten untergraben. Aber noch muh in diesem Stück« bitt geschehen, damit es besser wird. Alle fieteme, die sich die Bewahrung, DeredeliwL und Fortbildung der Jugend zur Ausgabe nrachrn, können nur halbe Arbeit tun, sst lange der Sltrste Verein zur Jugendfürsorge, Me ßrn mtlie, seine Erzieherpflicht nicht ge­wissenhafter,, nicht regelmäßiger, nicht treuer erfüllt. - ~'

Konfirmationktag soll ein Familienfest sein. Nicht nach der Seite, daß der 14jährige junge Christ als Mittelpunkt lärmender Festlichkeit angesehen wird, trfe den Ernst der feierlichen KvnstrmationLLändkrng"nur-zu schnell verwischt, sondern daß Vater und Mutter in Rückblick, Aufblick und DuMick das wahrhafte Glück ihres Kindes betend aufs Herz nehmen. Der Lag der Einsegnung und Zulassung zum heiligen Abendmahl stellt an alle Eltern die ernsten Fragen: WaS habt Ihr aus eurem Kinde gemacht? Wird es den Kampf und den Ernst deS Lebens, den so viele unter den Kon­firmierten erst nach der Konfirmation kennen lernen, wirklich mit Gottes Hilfe be­stehe« können, ober wird es beim ersten An- WaÄ vl-krliegeü? Hat Schule und Kirche im 8k.ter«Ks«s^ einen verständnisvollen BundeS- Ebn der Erziehung gehabt, oder mußten geheimem oder offenem Widerstande ? Ist das Herz eures Kindes ein gute8 unk feines Land oder Wegeland, Felsemland und Dornenland unter eurer Arbrtt geworden? Mrd die juvge Saat jemals zur vollen Reife kommen?

\ Wenn für so viele Kinder die Einsegttüng zur Aussegnung wird, so liegt zumeist die Schuld an den Ellern. So wichtig der Tag £cr Konfirmation für die Kinder ist, unendlich stiel wichtiger ist er für die Eltern, die in Siefen Tagen mit ihrem Kinde feiern. Was fik cm ihm in den Jahren der Vorbereitung Versäumt haben, läßt sich nicht mehr nachholen. tier muß eine stärkere Hand eingreifen, die vtt Lob manches zurecht rückt, was unwieder­bringlich verloren schien. Jede Konfirmation eines KiudeS sei den Eltern eine Mahnung, treuer und gewissenhafter ihre Pflichten an den Kindern zu erfüllen, die unter ihrer Obhut Verbleiben.

Für dis jungen Leute aber, die morgen nach öffentlich abgelegtem Glaubensbekenntnisse zum

erstenmale am den Tisch ie?- Herrn treten und deS Genusses des heiligen Abendmahles teil­haftig werden, ist der hehre Tag gekommen, an dem sie als selbständige Glieder eintreten werden in die groß?, die ganze Welt umfassende. Ge­meinschaft der Christenheit. Mit der feierlichen Einsegnung durch die Hand des Seelsorgers sind zwar die Tore der seligen, unverantwortlichen Kinderzeit hinter ihnen geschlossen, aber in der Erinnerung werden sie als freundlicher Sonnen­schein hineinleuchten in da? ernste Leben, das -für viele Konfirmanden nun beginnt. Ernst werden die kommenden Tage für sie alle sein, eS gilt, die mehr oder minder bittere Lehrzeit durchzumachen als Vorbereitung zu Beruf oder Stellung, die sie später, jeder an seinem Ort, als nützliche und ehrenwerte Glieder der mensch- licheu Gesellschaft einnehmen sollen. Da sehnt sich in der ersten Zeit wohl mancher zurück in das Elternhaus, wo er beim Vater stets Schutz und Rat, bei der Mutter unendliches Mitgefühl in allen Nöten fand. Zsttzt faßt sie das Leben härter an und kostet'S auch manchen Seufzer, so ist's doch gut so und wohltätig für das spätere Leben. Eine strenge Lehrzeit verspricht ersolgreiche Meisterzeft, und Lehrjahre sind feine Herrenjahre!

Das merkt euch, ihr Knaben und Mädchen, die ihr der Schule entwachsen nun hinaustretet in'L Leben. Nutzt die Zeit der Lehre wohl, beachtet die Lehren aus eurer Schulzeit, lernt wo und WaS ihr könnt, übt Selbstzucht an Körper und Geist und seid gehorsam dem Gebot eurer Lehrherrn auf Erden und eures GoüeS im Himmel. Dann werden eure Lebenspfade gesegnet sein!

Umschau.

Das Vorgehen Kanadas gegen den deutschen Handel.

Die Handlungsweise des kanadischen Mini­steriums (s. Notiz in der Mittags-Ausgabe) wird selbst in unseren freihändlerischen Blättern als eine äußerst naive bezeichnet. So schreibt z. B. dieVoss. Ztg." u. a.: Die Kanadier haben den handelspolitischen Zwist mit Deutsch­land allein verschuldet. Sie waren nicht wenig erstaunt, als Deutschland die kanadischen Vor­zugszölle für englische Waren damit beant­wortete, daß e8 die kanadische Einfuhr in daS deutsche Zollgebiet nach den Sätzen des General­tarifs behandelte, und als sich die Folgen da­von in einem Rückgang der Ausfuhr kanadischer Erzeugnisse bemerkbar machten, taten die Kanadier so, als ob ihnen schweres Unrecht zugefügt werde und forderten ihre sowie die englische Regierung auf, in Berlin Einspruch zu erheben. Alle diese Schritte blieben erfolglos. Wie die Kanadier berechtigt find, die Einfuhr deutscher Ware mit einem Zuschlags-

98 (Nachdruck verboten.)

Briefträgers Hannchen.

Äon Georg Paulsen.

Fortsetzung.)

Heiraten sollte das Hannchen, wenn das Trauerjahr um war; die Jahre hatte sie und. Aber dann schlug sich Frau Hölder auf den vollen Mund und schaute sich um, ob etwa niemand in der Nähe sei, der ihre allgeheimsten und während des Trauerjahres so arg sündhaften Gedanken hätte erraten können.

Will bei Dir bleiben, Mutterle," hatte Hannchen erst gesagt,daßDu n'chtso allein bist."

Nix da! Du gehst. Bloß, daß ich mein', wirst kein Theateripielen vor all den Manns­bildern wieder fertig bringen!"

»Nein, Mutterle. Aber ich blieb lieber hier!"

Hier? Was willst denn? Und das teure Geld ist doch bezahlt für die Stunden?"

Was ich hier will, Mutterle? Arbeiten vnd schaffen im Haus, wie früher immer, als der Vater noch lebte!"

Im komischen Entsetzen schlug Frau Hölder die Hände über den Kopf zusammen.

Hannchen, Mädele, schau Deine Händ' an, Deine Finger, wie weiß und zart die find. WaS willst hier im HauS?"

Meine Finger, Mutterle? Hast recht, das « vom Klavierspielen und all den Sachen. Aber die haben's andere nimmer verlernt."

..Ach, gehl"

. Hannchen kam langsam näher zur Mutter, vke vor ihrem Spinnrcw mit aufgestühtem Kopfe Laß und mit gedankenvoller Miene zur Gasse

Mutterle!"

Was denn?"

Mutterle, geh 'mal a wen'g von dem Stuhl fort!"

Warum denn?"

Wirst gleich sehn! Bitte, sei so gut!"

Und sie ging, vielleicht mehr, weil sie auf der Straße etwas zu sehen hatte, als der Tochter wegen.

Gleich darauf saß Hannchen auf dem Stuhl, und das Spinnrad drehte sich und schnurrte unter ihren Fingern, als hätte sie den Platz nimmer verlassen gehabt.

Aber Hannchen!" Da war auch die Mutter wieder da.

Kann's Spinnen noch, gelt, Muttele?" Und dabei schnurrte und burrte das Rad lustig weiter.

Hannchen, o mein Hannchkn!" Das war daS erwartete Lob der Mutter. Hannchen ließ das Rad langsamer schnurren und schaute be­troffen zur Mutter empor.

Mutterle, wa« hast denn? Siehst doch, daS ich wirklich nix, aber auch gar nix ver­lernt hab'!"

Frau Elise Hölder ließ sich indessen zunächst auf keinerlei Bescheid ein, gewohnheitsmäßig mehr, als unter dem Eindruck des Vorganges stehend, prüfte sie das Gespinnst und nickte un­willkürlich wohlgefällig.

Siehst, Mutterle, ich kann'S noch," sagte daS Mädchen, während ihre Wangen sich vor Freude rot färbten.

Ja, Du kannst," sagte jetzt die Mutter, aber Du sollst net; WaS meinst Wohl, daß heut' die Beut' sagen würden."

zoll zu belegen, so hindert auch uns nichts, auf einen Schelmen onderthalbe zu setzen. Die deutsche Einfuhr nach Kanada ist trotz der Vorzugszölle auf englische Waren bedeutend ge­wachsen, wahrmd England auch heute nicht mehr ans dem kanadischen Markt absetzt, als es ohne Vorzugszölle dahin ausführte. Man darf daher wohl annehmen, daß wir durch die gegen uns gerichteten KampfzSlle mit England verdrängt werden sollen. Wir können aber die Wirkung des unüberlegten kanadischen SchrftteS ruhig abwarten. Ob die Kanadier ebenso gleichgültig den Verlust des deutschen Marktes ertragen können, mögen sie sich selbst sagen. Bei den Manchestermänner derVoss. Ztg." scheint eS langsam zu tagen. Die souveräne Verfügung über den Weltmarkt, mit der der Cobdcnismus steht und fällt, beginnt, selbst für jene Manchestermänner erkennbar, sich al« irrige Theorie in der Wirklichkeit zu dokumentieren. Und da gegen die nackten Tat­sachen auch die kunstvollste Professorenlogik machtlos ist, so scheinen die Stundm der Frei­handelsschwärmerei gezählt zu sein. Bitter ist nur, daß es gerade England mit seinen Kolonieen sein muß, daS die Lehren von Manchester desavouiert. . . .

Der Bremer Antialkoholistenkongreß. Ans dem Bremer internationalen Kongreß gegen den AlkoholiSmuS machtm sich zwei Strömungen bemerkbar: Die absolute EnthaltsamkeftS- und die Mäßigkeitsbewegung. Jede führte ihre Be­weisgründe ins Feld. Die Rolle des Alkohols im Haushalt der Kulturvölker besprach der Finländer Dr. Helenius. Der Alkoholverbrauch nehme in Deutschland gegmüber anderen Ländern eine Mittelstellung ein. DaS deutsche Volk ver­braucht jährlich etwa 21/« Millionen Hektoliter Schnaps und gegen 70 Millionen Hektoliter Bier, den Wein ungerechnet. Die direkte Aus­gabe für alkoholische Getränke dürfte 3 Milliarden Mark im Jahr betragen, mehr als die gesamten Reichsausgaben und drei- bis viermal soviel wie die Ausgaben für Heer und Flotte. Die Erfahrungen der Lebensverficherungsgesell schäften in England, Kanada u. s. w. lieferten ben Nachweis dafür, daß die Lebensdauer der Enthaltsamen eine längere sei als die der Alkohol - Verbraucher. Berechne man auch die indiretten Ausgaben, das heißt ben Schaden, ben die geistigen Getränke anrichten, so steige die Summe von 3 Milliarden noch erheblich. Der Hildesheimer Oberbürger­meister Struckmann teilte u. a. mit: Der deutsche Verein gegen Mißbrauch geistiger Ge­tränke hat die Sache sehr ernst genommen und Professor Fränkel beauftragt, eine Umfrage zu veranstalten. Dieser hat sämtliche Professoren der Psychologie, Physiologie, Pathologie, Pharma- cologie, Hygiene ufn. an allen deutschen Hoch-

Die Leut'!" In dem Augenblick war Hannchen Hölder wieder die Dame, und die roten Lippen kräuselten sich im Gefühl sicherer Selbständigkeit.Was die Leut' sagen, daS geht mich nichts an."

Hannchen!"

Ja Mutter!" Sie sah die Mutter liebe­voll, aber ernst an:Ja, Mutter, damit ist's alleweil zu End'! Das Hannchen Hölder ist draußen in der Welt gewesen, allezeit dem Vater und Dir gehorsam gewesen, und allezeit werd' ich tun, was Du sagst. Aber waS die Leut' sagen? Geht mich nichts an. Werß, was ich kann und waS ich darf! Basta!"

Frau Hölder hatte darauf nicht gleich eine Ant­wort.Mußt wissen, wie's draußen iS. Aber i' bin Deine Mutter. Und parieren mußt, wenn D' bleiben willst mei' Mädele fernerhin, wie zuvor. Un da sag': Alleweil kannst nimmer zu HauS bleib'n, am wenigsten spinnen. Erst a große feine Dame geworden fein und dann spinnen und all' das? Geht nimmer!"

Hannchen schwieg. Sie hattS auch Wohl er­kannt, daß sie sich fortgesehnt, weil sie gesehen, daß sie nimmer mehr recht nach Haus paßt; ober sie wollt nicht gehen, wenn sie der Mutter helfen könnt. Und vor allem sollte niemand sagen, daß sie sich einer Arbeit geschämt. Das hatte sie sagen wollen.

Also, mein Mädele," begann die Mutter wieder in besonders selten gehörtem herzlichen Ton:Du gehst zur Christel Bas' zurück. Und studierst weiter. Gerad' so, wie's war."

Wie lang ober, Mutter?"

Je, na, sag'« wir, bis 's Trauerjahr zu

schulen gefragt:Halten Sie den Genuß alko- höllischer Getränke unter allen Umständen und in kleinen Mengen für gesundheitsschädlich, und wenn nicht, welche Grenze ' esteht für die Schädlichkeit? Bon 93 Anfragen wurden 89 beantwortet. Nur einige wenige bejahten die erste Frage, die anderen sagten, sie hielten einen mäßigen Genuß des Alkohols für un­bedenklich. Die Grenze wurde teils höher, teils niedriger angegeben. Die ärztliche Wissenschaft hat sich also durchaus nicht für unbedingt« Enthaltsamkeit ausgesprochen.

."5 DaS Deutschtum im Auslande.

Schon seit einiger Zeit wird in deutschen Kreisen von Buenos-AireS die Gründung eiueä germanischen Schutz- und TrutzbundeS geplant, der alle in Argentinien wohnenden Angehörigen germanischen Stammes: Reichsdeutsche, Deutsch« Oesterreicher, Schweizer, Skandinavier und Holländer vereinigen soll. Nach ben vorläufigen Satzungen bezweckt der Verein gegenseitigen vermehrten Schutz der Deutschen und ihrer Rassenverwandten bei Hebelgriffen der Behörden und bei mangelhafter Handhabung der Rechts« pflege. Auch in Brasilien wird die Gründung einer großen deutschen Vereinigung geplant und zwar nach dem Norbilde des Deutsch- amerikanischen Nationaibundes der Vereinigten Staaten. Dieser Bund will das Einheitsgefühl in der Bevölkerung deutschen Ursprungs wecken und fördern, sowie die Deutschen zweckmäßig zur kräftigen Wahrnehmung ihrer berechtigten Wünsche und Interessen zusammenführen. Außer­dem will er die Sichtung freundschaftlicher Beziehungen der Union zu dem alten, deutschen Vaterlande anstreben und insbesondere auf die Einführung des deutschen Unterrichts in allen öffentlichen Schulen hinwirken.

Zur Burenfrage in Deutsch-Südwest- Afrika

erhält dieTägl. Rundsch." von einem Kenner der Verhältnisse eine Zuschrift, der wir ent­nehmen : Es gibt zwei Arten von Buren: solch« vom alten Schlage und dann gleichsam moder­nisierte. Die Buren, die zu uns kommen und die offenbar Gouverneur Leutwein allein im Auge hatte, sind mit wenigen Ausnahmen noch die Buren von der alten Art, welche gern der staatlichen Ordnung ans dem Wege gehen und daher immer wieder neue Weidegründe aufzu- suchen geneigt find. Seßhaft machen sich solche Buren, auch wenn sie die Mittel hierzu besitzen, oft nur unter einem gelinden Zwang. Di« übrigen schweifen umher, genau so wie Gouver­neur Leutwein das gesagt hat. Vielleicht hätte er noch ausdrücklich hervorheben können, daß er natürlich nur von denjenigen Buren sprechen köniite, die er in Südwestafrika kennen gelernt hätte. Diese Buren stammen zum übertoie«

End'. Mein', wirst net wieder aufs Theater laufen im Andenken an Dein'n Vaterle?"

Nimmer, Mutterle!"

Also.reist morgen wieder ab. Un, Hann­chen, was ich noch sagen wollt', sei mei' lieb's, gut's Mädele, wie alle Tage bisher. Schau« Mädele, bist nimmer jung 'blieben, bist kein Kind mehr, 's Leben iS hart und ernst."

Ja, aber Mutterle ..."

Schweig' still, Hannchen, fein still. Wirst schon merken, was i' mein'!"

Dem jungen Mädchen ward eS beklommen zu Mute, sie schwieg aber. Und noch ein­mal besuchte sie deS Vaters Grab in stiller Abendstunde.

Und als sie am Hügel stand, über dem der stille glitzernde Nachthimmel sich wölbte, da dachte sie kaum dran, daß eS nun auch einen Abschied gelten sollte auf lange, lange Jahre. S,e war kein Kind mehr! Ja, die Mutter hatte recht gehabt.....

Hannchen Hölder war auf dem Heimwege vom Musikunterricht zur Christel-Base. Die anfängliche herbe Trauer um ihren Vater hatte ruhigeren, weichen Empfindungen Platz gemacht. Nur Dann und wann stieg vor ihrem geistige» Auge die bange Frage empor:Wie wird's am End' zwischen der Mutter und Dir werden?" Sie hatte eS früher nie für möglich gehalten, daß sich zwischen Mutter und Tochter ein Zwiespalt, auch nur eine ernste Meinungs- Verschiedenheit einnisten könnte, und jetzt ward sie den Gedanken kaum noch loS:Cb dis Mutter Dich immer, all die kommenden Jahr« bei sich behalten wird?" (Fortsetzung folgt).