mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllnstvirtes Sonntagsblatt.
Jti 104
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Marburg
Freitag, 17. April 1903.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertag«. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.
Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerek Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg/
Landvolk und Wehrkraft.
Der Generalsekretär des Deutschen Land- ivirtschaftSratS Dr. Dade veröffentlicht in der Zeitschrift des Landwirtschaftsrats eine erneute Untersuchung über die Bedeutung der ländlichen Bevölkerung für die Wehrkraft des Reiches. Seine Darlegungen ergeben die solgenden Tatsachen :
a) Die Geburtenhäufigkeit der Landbevölkerung im preußischen Staate ist feit den 70er Jahren auf der gleichen Höhe, auf etwa 40 pro Tausend, stehen geblieben, während die Geburtenziffer der preußischen Stadtbevölkerung von 41 pro Tausend im Jahrfünft 1876—80 auf 35,5Prvz. in den 90er Jahren gesunken ist, trotzdem die mittleren Altersklassen in den Städten stärker besetzt find, als auf dem Lande und trotzdem die Heiratenziffer in den Städten eine höhere ist als auf dem Lande.
b) Auf je 1000 Frauen in mittlerem Alter kamen in den preußischen Landgemeinden 16 6 Lebendgeborene, in den Klein- und Mittelstädten 130—140, in den Großstädten nur 123 und in Berlin sogar nur 91.
v c) Die Sterbeziffer der preußischen Stadtbevölkerung ist trotz der stärkeren Besetzung der initiieren Altersklassen nicht niedriger als die der Landbevölkerung, fie betrug 1896 bis 1500 für beide 22 pro Tausend.
d) Der Ueberfchuß der Geborenen über die Gestorbenen, das ist der sogenannte Geburtenüberschuß oder die natürliche Vermehrung, betrug 1896—99 in den preußischen Landgemeinden 17,9 pro 1OOO Einwohner, in den Städten dagegen nur 13,4, in Berlin »,6.
e) Von je 1000 Lebendgeborenen männlichen Geschlechts erlebten ein Atter von 70 Jahren j,n dm preußischen Großstädten nur 180, in den Kleinstädten 211, in den Landgemeind en 280.
f) Bon je 1000 erwerbstätigen Personen standen 1895 im Alter von 50 und mehr Jahren in der Landwirtschaft 254, in der Industrie 144 und im Handel und Verkehr 194.
g) Von der Bevölkerung der deutschen Großstädte waren am 1. Dezember 1890 im Durchschnitt nur 43,7 Prozent innerhalb der Großstädte geboren, 56,3 Prozent außerhalb.
h) Von je 100 abgefertigten Militärpflichtigen der Jahre 1896—1900 wurden aus- gehvben: in Ostpreußen 67, in Westpreußen 62, tn Posen 60, in Pommern 59, in der Provinz Brandenburg ohne Berlin 53, in den Reg.-Bez. Breslau und Oppeln 46, im Königreich Sachsen 49, und in Berlin nur 32.
i) Von je 100 Abgefertigten wurden 1896 bis 97 in Bayern ausgehoben: in den Bezirksämtern 51, in den unmittelbaren Städten 43.
86 (Nachdruck verboten.)
Briefträgers Hannchen.
..Von Georg Paulsen.
(Fortsetzung.)
Es ist von dem alten Post-Veteran nicht mehr viel zu sagen! Der herbeigeholte freundliche Arzt untersuchte ihn lange, nachdem der Kranke in sein HauS gebracht worden war. Nein, der Lebrecht war nicht krank, aber es war an den alten Mann, der so viele Jahrzehnte lang Wind und Wetter getrotzt, der eine so schwere, harte Jugend verlebt, mit einem Male herangekommen. Da konnte kein Mensch etwas tuen.
Voll schlug Lebrecht Hölder die Augen auf, während der Dottor noch an seinem Bette saß: .Jkssas, der Herr Doktor! Na, so a Frau, die Elise! WaS soll denn sein? Der Lebrecht Hölder krank? DaS iS er in seinem ganzen Leben nimmer 'wesen. Justement umgekehrt. Sv wohl, so lustig, kruzitürken noch amal so saumäßig fidel, iS mi seit langem net g'wesm. WaS wollt's vom alten Lebrecht?"
»Ich wollt' nicht« weiter, Herr Holder," war die bewegte Antwort des Arztes; »vorhin waren Sie 'n bißchen luftig, und mit einem Mal' ging's nicht mehr. Da hat mich Ihre Frau gerufen."
Lebrecht Hölder lachte fein altes verschmitztes Lachen: „Haben 'S noch keinen Spitz gehabt, Herr Doktor? Mein' doch Wohl. Un mei* ganze Krankheit war a kleiner Spitz, nix, nie weiter."
Bei dm letzten Worten begann die Sprache mit einem Male eine langsamere zu werden.
k) Von den Gemusterten städtischer Herkunft waren z. B. in den Stadtkreisen Halle a. S., Hannover-Land und Linden-Stadt tauglich 59,4 Prozent, dagegen von den Gemusterten ländlicher Herkunft in den Landkreisen Saalkreis, Hannover-Land und Uelzen 67,6 Prozent.
Daraus ergiebt sich, daß auch heute noch das flache Land mit Recht als „Jungbrunnen" unseres Volkes bezeichnet werden kann.
Umschau.
Fürsorge-Erziehung.
liebet die Gestaltung der Fürsorge-Erziehung, die in Preußen jetzt zwei Jahre hindurch geübt wird, flieht eine im Ministerium des Innern hergestellte Denkschrift Auskunft. Die Gesamtzahl der in 1901 02 rechtskräftig der Fürsorgeerziehung Ueberwiesenen betrug 7787, davon 4949 männlichen Geschlechts. 2051 waren bereits gerichtlich vorbestraft, 1342 unehelich geboren. 3321 waren bis zu 12, 1745 bis zu 14, 1339 bis zu 16 und 1382 bis zu 18 Jahre alt. In der letzten Altersklasse überwogen die Mädchen. Die Kosten stellten sich auf 2,3 Mill. Mark Die Zahl der Zöglinge übersteigt die bei dem Erlaß des Gesetzes angenommene Dnrch- schnittSziffer sehr erheblich. ES wird auch für die nächsten Jahre mit einer hohen Ziffer gerechnet, bis unter den im Laufe der letzten Jahre angefammeltcn Verwahrlosten gründlichst aufgeräumt und der Nachwuchs ihnen entzogen ist. _____________
Wo bleibt die Schlachtvieh- Versicherung?
-So fragt die „Deutsche Tageszeitung", um dann u. a. wie folgt fortzufahren: Der 1. April ist vorüber und das Schlachtvieh und Fleischbeschaugesetz ist in Kraft getreten, noch immer aber ist es gänzlich still bezüglich eines Schlachtvieh-Versicherungsgesetzes. .. Wie dringend das Bedürfnis nach einer zwangsweisen und möglichst gleichmäßigen Schlachtviehversicherung ist, geht aus den massenhaften Gründungen kleiner lokaler Schlachtviehverficherungsvereine hervor. Je buntscheckiger aber das Bild der privaten Versicherung wird, desto schwieriger wird die staatliche Regelung. Wir möchten deshalb den Herrn Reichskanzler ersuchen, darauf hinzuwirken, daß die Stellungnahme der Einzel- regierungen und dementsprechend auch diejenige der Reichsregierung zu derselben baldigst geklärt werde; sonst kommt der Sommer und dann ist wieder alles aus Urlaub und damit hätte man die ganze Frage glücklich wieder auf ein Jahr vertagt. — Nach der „Allg. Flschztg." haben, wie wir gestern bereits erwähnten, die Bundesregierungen auf die Umfrage des Reichskanzlers, wie sie sich zu einer für das ReichS-
„Herr Hölder, wollen Sie Ihrer Frau ...", begann der Arzt wieder.
„Der Elis'! Ach toaS! Hätten'S die scheu sollen, waS die für Augen macht', als sie das Ehrenzeichen sah. Halt' ich doch recht 'habt, fie net. Die Weibsleut', JesseS, die Weibsleut'!" Er schwieg einen Augenblick erschöpft.
„Bitte, sprechen Sie nicht mehr!" bat der Arzt.
„Net wahr, damit S ’ne groß' Rechnung für'n alten Lebrecht machen können? Nix da! 'S war a Spitz, a ganz klein'S Spitzle bloß, da kann keine groß' Summ' dafür aufschreiben werden. Mi' nehmen ’S net für’n Dummen, Herr Doktor."
„Regen Sie sich doch nur nicht auf, bitte, kein Wort mehr!"
„Die Rechnung muß aber bloß weg'n Spitz fein. Gelt, Herr Doktor?"
„Ganz gewiß, das verspreche ich Ihnen!"
Frau Hölder stand mit etwas dunklen Empfindungen beiseite. Da spaßte ihr Mann, und er sah doch mit einem Male so ganz anders auS. DaS lange Gesicht wurde immer länger, und bann sprach er so langsam. Aber der Doftor war doch auch ganz munter!"
„Mein Gott, Lebrecht, WaS- haft’ denn, WaS ist denn mit ihm, Herr Dottor?" Der Kranke hatte plötzlich begonnen, mit den Händen auf dem Bett herumzutasten, als wenn er da etwas suche.
„Ihr Mann ist recht krank," sagte der Arzt leise.
„Ja, WaS iS denn mit ’nem Lebrecht?" rie' Frau Elise jetzt angstvoll.
Der Doktor aber hob warnend die Rechte. „Pst!" machte er, „nicht ihn aufregen."
gebiet gleichmäßigen Zwangs - Schlachtviehver- ficherung stellen, zum größten Teil ablehnend geantwortet.
Der Fall Hüssener.
Allgemeines und berechtigtes Aufsehen macht der Vorfall in Esten a. d. Ruhr wo der Einjährig-Freiwillige Hartmann von feinem ehemaligen Schulkameraden, dem Fähnrich zur See Hüffener getötet wurde. Einem Bericht der „Ess. Volksztg." entnehmen wir. Ein Begleiter des Ermordeten, Ewald Lütscher, berichtet u. a., daß, als Hartmann den Haltruf (weil er nicht grüßte) nicht beachtete, der Kadett Hüffener gleich auf ihn einschlug und ihn am Kopf verwundete, und als Hartmann weiterlief, ihm von hinten einen Stich versetzte. Hartmann blieb nun plötzlich stehen, ich sprang hinzu und nahm ihn in meine Arme, dann brach er mit einem Schlage zusammen; ich legte ihn auf meine Knie und nach kaum zwei Minuten war er tot. Nach meinem Dafürhalten ist bet ihm hinterrücks beigebrachte Stich der tätliche gewesen. Ich betone, daß Hartmann und ich den Hüffener nicht eher gesehen haben, als bis er zur Arretierung des Hartmann schritt. Auf der Flucht, war Hartmann Widerstand zu leisten nicht imstande. HüssenerS Aeußerung nach der Tat: „Wenn ich meinen Degen ziehe, muß Blut fließen", läßt die Tat noch in um so grelleren Lichte erscheinen, ebenso wie ein Brief Hüffener an die Eltern Hartmanns. Mittlerweile war Unteroffizier Schröder, auch ein Schulfreund des Erstochenen, am Tatorte angelangt. Hüffener sagte gelaffen: „Ich bin der Täter" und verlangte Schutz, weil daS Publikum, das sich inzwischen eingesunden, dem Hüffener ans Leben wollte. Schröder führte Hüssener zur Wache. Der ganze höchst bedauerliche Vorfall charakterisiert sich als die Tat eines geistig An- normalen. ________
Dem internationalen landwirtschaftlichen Kongreß in Rom widmet die „Krenz-Ztg." ein kräftiges Wort. Sie beleuchtet die von dem Kongreß beschloffene Ablehnung des Antrages beS Grafen Schwerin- Loewitz, betr. Zusammenschluß der europäischen Staaten zur gemeinsamen Abwehr der amerikanischen Gefahr und sagt, der Schlüffe! zu der oberflächlichen Behandlung beS hochbedeutsamen Antrags fei ohne Seifet weit mehr in der Feindschaft bet italienischen Freihändler gegen die deutschen Landwirte zu suchen, als in sachlichen Momenten. Wenn sich bet italienischen Freihändler der ftanzösische Schutzzöllner angeschlossen hat, so ist daS bei ihm nur aus nationaler Abneigung zu erklären. Diese Stimmung scheint in Rom überhaupt eine große Rolle zu spielen, wie sich u. a. auch daraus ergiebt, daß kein einziger Deutscher zum
Lebrecht Hölder hatte jetzt boS Herumsuchen auf der Bettdecke eingestellt, aber er blickte mit groß geöffneten Augen start in die Weite.
„Hörst nix, Elise? Hören'S nix, Herr Doktor?"
„Nein, lieber Hölder, es ist nichts, der Wind bläst draußen etwas lauter."
„Aber fotoaS, aber Leut'! 'S Hannchen fingt ja, mei’ Hannchen singt. Und so schön, wie i's nimmer'hört hab'. Ach so schön!" Er faltete die Hände.
„'S Hannchen, immer denkt er anS Hannchen," flüsterte Frau Hölder.
„'S Hannchen fingt zu schön!" I mein', das könnt’ gar kein' Menschenstimm' mehr fein, so müßten die Engel im Himmel fingen. Hab' mein Lebtag daran nimmer groß 'dacht, ober jetzt..." Er stockte, auf dem alten, verrunzelten Gesicht lag tiefe Bewegung, felige Rührung. Und nun erkannte auch Elise Hölder, wie eS um ihren Mann stand: Die Freude batte ihn zu heftig erschüttert. Lebrecht Hölder hatte sich zu seht gefreut, als daß seine Gesundheit, die viel m-hr geschwächt war, als er geglaubt ober auch nur für möglich gehalten, davon nicht berührt worden wäre. Es geht alten, müden Personen nicht selten so: Zu große Freude — letzte Freude!
Der Kranke schlief sanft ein. Der Arzt zog die schluchzende Frau ins Nebenzimmer. „Telegraphieren Sie Ihrer Tochter, daß fie kommt; eS ist bester so!"
Mit Mühe unterdrückte Frau Hölder einen lauten Aufschrei: „So schnell geht'« zu End' mit dem Lebrecht?"
Abteilun gSvorsitzenden ernannt worden ist. Al» Zufall kann daS unter den obwaltenden Umständen kaum betrachtet werden, da sich die ganze Welt mit den Führern der beutfdjen Agrarier beschäftigt, während die ihnen vorgezogenen Belgier und Ungarn sich höchsten» in den Fachkreisen einer gewissen Schätzung erfreuen.
„Die amerikanische Gefahr" lautet ein ebenso lebhaft betontes wie heftig bekämpftes Stichwort der neueren Politik. Dieser Tage tourben erst wieder auf dem internationalen landwirtschaftlichen Kongreß in Rom eine Anregung zur wirtschaftspolitischen Bekämpfung Nordamerikas durch alle Staaten Europas gegeben. Leider wurde diese Frage noch für so wenig spruchreif erklärt, daß von ihrer Erörterung auf dem gegenwärtig tagenden Kongreß Abstand genommen wurde. Von bet Tagesordnung abgesetzt ist diese hochwichttge Angelegenheit damit selbstverständlich noch nicht, fie wird vielmehr zweifellos auf dem nächsten internationalen Kongreß zur Sprache gebracht werden. — Neuerdings wird diese amerikanische Gefahr von manchen Seiten nun als eine ganz besonders ernste um deswillen bezeichnet, weil die Vertretung beS deutschen Reiches in Washington angeblich mehr die Jntereffen der Union als die Deutschlands wahrzunehmen bestrebt s«, dem gegenwärtigen Vertreter beS Reiches, bem früheren Speck von Sternburg wirb in nationalen Kreisen Deutschlands vielfach mit ausgesprochenem Mißtrauen begegnet. Ganz besonders scharf rechnet die „StaatSb. Ztg." mit dem neuen Botschafter in Washington ab, dem Präsident Roosevelt den Kosenamen „Speckchen" beigelegt haben soll. Die Frau Baronin Speck, eine Amerikanerin, kommt bei diesen Abrechnungen ganz besonders schlecht weg. Die Frau Baronin, so heißt eS in einem Artikel beS genannten Blattes, wünscht, daß ihr nach der Sitte ihres Landes die Damen, die mit ihr gesellschaftlich verkehren wollen, den ersten Besuch machen. Ihr Mann mußte daher die Antrittsbesuche bei dem Botschaftspersonal allein abstatten. Zum Zeichen, daß sein Besuch lediglich dem Herrn beS Hauses gelte, gab er auch nur eine Karte ab. Die übergangenen Damen berufen sich nun mit Recht darauf, daß die deutsche Botschaft eben deutscher Boden sei, auf dem naturgemäß die deutscheSitte herrsche, der zufolge der Ankömmling öen ersten Besuch zu machen habe. Die Angehörigen der Botschaft fühlen sich eben immer noch als Deutsche und nicht als PankeeS und das mußte dem Intimus des Herrn Roosevelt natürlich sehr unangenehm fein. Fürst Bismarck wünschte bekanntlich nicht, daß deutsche diplomatische Vertreter mit Töchtern des Landes, in dem sie diplomatische Jntereffen zu vertreten haben, vermählt wären. Bei Befolgung dieses Grund-
„Hoffen wir alles! Ich sage nut, eS ist besser, wenn Sie telegraphieren." Dann ging dec Dottor nochmals an daS Krankenbett und betrachtete den leise Atmenden aufmerksam. Ja, eS war so, daS Del der LebenSlsmpe war beruntergebra; nt, keine Medizin und keine Macht der Welt konnte da mehr helfen . . . .
Nach drei Stunden traf Hannchen Hölder bereits in Sonnenseid ein. Die dringend auf- gegebene Depesche hatte sie so günstig erreicht, daß fie mit einigen schnell zusammengerafften Sachen gerade noch den fälligen Schnellzug erreichen konnte, lieber ein halbes Jahr war e8 her, baß sie zum letzten Male von der Musikschule her einen Besuch daheim abgestattet hatte, und fie hatte sich in diesen Monaten außerordentlich verändert, so sehr, daß eS auch der Mutter trotz der herben Trauer und trüben Gedanken auffiel. AuS der wilden Hummel von Briefträgers Hannchen war eine sich zwar ungezwungen gebende, aber doch zuversichtlich und bestimmt auftretende junge Dame geworden, die sich äußerlich ganz schlicht Neidete, von bereit klarer Stirn, auS deren hellen Augen aber Verstand und fester Wille sprachen.
»JeffaS, Mädele, wie siehst auSk Fast hätt' ich Dich nimmer wieder ’fannt!"
„Mutterle, mei’ gut'S Mutterlel Wie geht'S dem Vater?"
„Komm," sagte Frau Elise leise.
Wenige Augenblicke später stand Hannchen am Krankenlager beS Vaters. Sie hatte keine große Erfahrung in ber Beobachtung von Leidenden, aber hier war die schmerzlich« Gewißheit sofort zu erkennen.
(Fortsetzung folgt}