mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllnstrirtes Sonntagsblatt.
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Marburg Sonntag, 12. April 1903.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertage». Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.
Druck imb Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdrucker« Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
38« Jahrg.
Erstes Blatt.
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Richter und Kolonien.
Die „Deutsche Juristenzeitung" Nr. 7 vom 1. April 1903 bringt folgenden Artikel des OberlandeSgerichtSratS Dr. Erwin Rupp-Stutt- gart, der in weitesten Kreisen, besonders aber bei den Angehörigen des Richterstandes, lebhaftes Interesse finden dürste:
Der deutsche Richterstand wird häufig in mißliebige Beziehung zu den deutschen Kolonien gesetzt: der .Affefforismus' soll neben dem „Militarismus" unsere koloniale Entwicklung beeinträchtigen. Dies steht wohl in einigem Zusammenhang mit der Wolke von Unwillen, die sich allmählich über dem Juristenstande sammelt, weil wir in alles dareinreden und alles entscheiden, ohne doch — mild auSge- drückt — immer geradezu alles zu verstehen.
Wir Richter müssen aber ja alles entscheiden; dazu verpflichtet uns das Richteramt. Wir müssen daS Leben in seiner ungeheuren Mannigfaltigkeit erfassen und beurteilen, als Strafrichter vor allem, um den Beweisen nachgehen zu können, als Zivilrichter schon, um die Vereinbarungen der Parteien im wahren Sinne au verstehen. Wir können solchem Unwillen die krastspendende Berechtigung nur entziehen, indem wir immer mehr Verständnis für die mannigfachen Gestaltungen des Lebens und Verkehrs gewinnen. Wir können ja Sachverständige beiziehen; aber ihre Vernehmung und die Verwendung ihrer Angaben bleibt abhängig von dem Verständnis des Richters für kaufmännischen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Erwägungen, um die es sich handelt.
Besonders wichtig muß hierbei das Ver» ftändniS für die Fragen und Kräfte sein, die unsere Zeft in hervorragendem Maße bewegen, die wirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und weltwirtschaftlichen. Zu der volkswirtschaftlichen und weltwirtschaftlichen Schulung gehört auch für uns Deutsche heutzutage daS Verständnis für die kolonialen Aufgaben. Daß die deutschen Schutzgebiete für das Jahr 1901, daS immer noch zum Anfang ihrer Entwicklung zu rechnen ist, einen Gesamthandel von 55 Mill. Mark, darunter eine Gesamtausfuhr von 18 Mill, aufweisen, läßt fich als einen nicht zu übergehenden Bestandteil unserer volkswirtschaftlichen Betrachtung erscheinen, ganz abgesehen von Fragen, wie die Baumwollversorgung Deutschland» oder die Verkümmerung einer zu dicht gedrängten Bevölkerung des Mutterlandes.
Die koloniale Entwicklung ist aber auch ihrerseits angewiesen auf die Mitarbeit des Richterstandes; denn fie kann die Hülfe der Rechtswissenschaft und die Erfahrungen der Rechtspflege nicht entbehren, vor allem für die
(Nachdruck verboten.)
Oster«.
Hört ihr das Brausen, spürt ihr das Wehen? Habt ihr die jubelnden Stimmen vernommen? Seht, welch' em Wunder plötzlich geschehen: Jäh über Nacht ist der Frühling gekommen; Scheuchte den Winter aus seinem Verstecke, Sprengte der Wasser krhstallene Decke, Und datz die Sänger nicht fehlen beim Feste, Lockt er die Vöglem zum heimischen Reste.
Hoch auf des Sturmes feurigen Roste« Fliegt nun durchs Land der goldlockige Knabe; Munfre Lerchen zu Reisegenosten, Streut er Blauveckchen als duftende Tab«; Mischt wie ein Maler auf seiner Palette Leuchtende Farben, und Krokus, Tazette, Primeln, Maßliebchen und Waldanemonen Malt er, die dankbar die Arbeit ihm lohne«.
Dann, wenn wonnig vermngt er die Erd«, Klopft mit dem rosigen Finger in eile 6r an dein Herz, das kummerbeschwerte, Daß seine Wunden er lind're und heile. Laß' nicht, Verzagter, vergeblich ihn klopfen! Trockne vom Auge die brennenden Tropsen! Und waS auch immer dich drückt und betroffen — Lerne aufs neue vertrauen und hoffen!
Horch, da künden auch schon mit Frohlocken Rahe und fern in den grünenden Landen Es die eherne« Zungen der Slocken: ^Ostern ist heut', und der Herr ist erstanden!' Mög' ihre Stimme zum Herzen dir dringen! Zwar wird kein Frühling sie wieder uns bringen. Die wir geliebt und ,» Trabe getragen. Doch nach Karfreitag wird Ostern uns tage«!
E. «reiner.
Schaffung und Ausgestaltung der neuen Rechtsformen, welche die Kolonialtätigkeit fordert, die besonderen Arten gesellschaftlicher Vereinigung für koloniale Unternehmen, die vom Hergebrachten abweichende Ordnung deS Grundbesitzes (Ersetzung deS Eigentums durch Erbpacht?) für die Einwandernden, die Abgrenzung der Rechte der Eingeborenen. Auch eine andere Gestaltung des Strafrechts wird den gänzlich veränderten Verhältnissen entsprechen.
Als besonders geeignet zur kolonialen Wirksamkeit in den Schutzgebieten selbst kann wohl der Richterstand ohne Ueberhebung bezeichnet werden. Weil der Richter durch seinen Beruf darin geübt wird, in neue Gesetze sich einzuarbeiten, in fremden Verhältnissen und Anschauungen fich zurechtzufinden, in dem Widerstreit entgegenstehender Bestrebungen zu einer gerechten Vermittlung zu gelangen, sollte er es in besonderem Maße verstehen, die Rechtsgewohnheiten der Eingeborenen zu erfassen, die veränderte Stellung der Eingewanderten zu berücksichtigen, die Bedürfnisse beider Bevölkerungsbestandteile, den Schutz und die Hebung der Eingeborenen und die wirtschaftliche Ausnutzung des Schutzgebiets durch Pflanzung, Handel und Besiedlung, sowie dar Festhalten an den notwendigen Bestand- 'teilen unsrer Ordnung in Einklang zu bringen.
Man hat allerdings schon behauptet, das Rechtsstudium beeinträchtige den gesunden Menschenverstand, namentlich bei weniger widerstandsfähigen Naturen. Die Rechtswissenschaft gibt uns freilich Formen, in die wir die Mannigfaltigkeit des Lebens fassen sollen, und bringt deshalb den, der von diesen Formen und vielleicht von einem geringen Vorrat an solchen beherrscht wird, in die Gefahr, vieles oder alles gleichmäßig zu behandeln und verständnislos in eine seiner Formen zu pressen — was sich nicht fügt, das fliegt. Aber schon die richtig verstandene Rechtswissenschaft lehrt uns, die Formen zu beherrschen, und dazu muß nun die Erfahrung der eigentlichen Berufstätigkeit und die allgemeine Lebenserfahrung treten, um den Richter zu befähigen, mit Verständnis die Form auszuwählen und zur Beherrschung der Form und der Sache durchzudringen. Eben mit Rücksicht auf diese notwendige Zufuhr allgemeiner Lebenserfahrung wäre es auch in hohem Grade verfehlt, wenn fich der Richterstand irgendwie und irgendwo kastenartig abschließen würde; eine solche verderbliche Kluft, die zum Schaden des gegenseitigen Verstehens die einzelnen Bevölkerungsbestandteile trennt, dürsen die Richter jedenfalls nicht entstehen lassen.
Eine große Zahl unserer Berufsgenoffen hat über See, in Afrika und in der Südsee wie in Tsingtau schon Bedeutendes geleistet im Dienste friedlicher Entwicklung der deutschen Kolonien, und die beiden derzeitigen Gouverneure in der Südsee, Dr. Hahl von Deutsch- Neuguinea und Dr. Sols von Samoa, sind aus dem Richterstande hervorgegangen. Dcmqegen-
33 (Nachdruck verboten.)
Briefträgers Hannchen.
Von Georg Paulsen.
(Fortsetzung.!
Sollen die andern denken, daß Du Dich dem an den Hals wirfst auf offener Straß'? So ging mir's durch den Kopf. War ich doch sauber, bildsauber. Und so sag ich so recht, so ganz nichtsnutzig: „Weiß nimmer, waS er von mir g'wollt hat!' — .Abgeblitzt ist der Stille!' lachten die andern. Da, in der Minut' teufet ich, dafe ich mein Liebes- und LebenSglück verspielt hat'; ich griff nach seiner Hand, aber zu spät tear's. Kurz sagt er: „Schwätzt kein Blech! G'spaßt haben wir!" Und er ging.'
Die Bas' sagte die letzten Worte ganz leise, die Erinnerung überwältigte fie doch mehr als fie selbst eingestehen wollte. Hannchen wagte lange nichts zu sagen, fie beobachtete nur verstohlen, wie der guten Alten die Tränen langsam auS den sonst so hellen Augen flössen, mit denen fie starr zum Fenster hinauSschaute. Endlich fragte fie leise: „Und hast ihn nimmer wieder gesehen?'
„DaS schon, auch gesprochen. Und geschrieben dazu. Aber 'S war vorbei. Ich sagt ihm, wie ich mein Unrecht ein gesehen, und bat um Verzeihung. Und schrieb's ihm auch in einem langen Brief, den ich mit meinem Herzensblut gemalt zu haben meint*. Aber 'S half nix. Er sagt, er sei mit nimmer böS, aber 's hätt' doch nun 'mal net sein sollen. Und die Lent* kamen dazu, und au» dem Keinen
I bißchen Unverstand ward am End' eine große
über ist ein großer Teil der Klagen über AffefforiSmuS (wie über Militarismus) in daS Gebiet der Schlagwörterverehrung abzuweisen, ein anderer Teil vielleicht dadurch begründet, daß auch die Richter Menschen find, und daß hie und da wegen der Rückficht auf die höhere körperliche Widerstandsfähigkeit der Jugend Leute ohne eigentliche Berufserfahrung mit einer mehr oder weniger von Formelvorräten gefüllten Mappe hinauSgesandt worden sein könnten.
Eine erhöhte Anteilnahme des heimischen Richterstands an kolonialen Angelegenheiten wird auch in dieser Richtung vorbereitend und erziehend wirken. Zur Aufmerksamkeit auf die koloniale Entwicklung ruft ferner den qesamten Richterstand die allgemeine Bürgerpflicht, an der Bildung der öffentlichen Meinung mitzu- toirfen. Diese Pflicht liegt dem Richter besonders ob, wegen seiner Uebung im gerechten Abwägen von Für und Wider, lieber die deutschen Kolonien find die verkehrtesten Anschauungen verbreitet: unsere Kolonien seien nichts wert, fie seien Sandwüsten oder Stätten des Sumpffiebers oder beides zugleich. Hier gilt es, die gegenteilige richtige Anschauung zur Herrschaft zu bringen.
All diese Erwägungen, namentlich die, welche fich an den gesamten Richterstand wenden, mögen die Berufsgenoffen dazu anregen, der kolonialen Entwickelung, soweit eS noch nicht geschieht, einige Beachtung zu schenken. Bei näherem Eingehen werden sie gewiß in dieser Entwicklung ein wichtiges Stück der Zukunft unseres Vaterlandes finden.
Eine gemeinnützige Vereinigung, die einen Mittelpunkt für die kolonialen Bestrebungen in Deutschland bildet, die das Verständnis für die deutschen Schutzgebiete durch Wort und Schrift zu verbreiten, an der Lösung kolonialer Fragen und an der Förderung kolonialer Unternehmungen mitzuarbeiten fich bemüht, ist die in vielen Abteilungen über das Deutsche Reich verbreitete Deutsche Kolomalgesellschaft (Hauptstelle: Berlin, Schellingstraße 4, Mitgliedsbeitrag 6 M. und Ortszuschlag von einer oder einigen Mark gegen freien Empfang der Deutschen Kolonialzeitung). Der Anschluß an diese Vereinigung gewährt am besten die Verbindung mit den kolonialen Fragen und Aufgaben. In unserer Zeit der Maffen- wirkungen läßt fich nur durch Vereinigung auf solchen Gebieten etwa» leisten.
Umschau.
Die Orientreise der deutschen Prinzen.
Kronprinz Wilhelm und Prinz Eitel-Friedrich find auf ihrer Orientsahrt nunmehr im alten Hellas angekommen. Am Gründonnerstag hatten fie fich in Konstantinopel vom Sultan verabschiedet. Dieser machte ihnen zwei kostbare
schwere Menge. 'S war aus! AuS durch meine Schuld l"
„Härtst mit ihm sprechen sollen allein, recht, wie Dir zu Mut' war. War doch nur a Schwatzen, keine große Schuld!'
„Ja, fiehst, Kind, das merk' Dir: So Du auch nimmer etwas so bös 'meint hast, mußt auch daS hinunterschlucken, was zum Bösen führen könnt'. DaS ist's!'
Hannchen beschäftigte fich still. Ja, sie hätte wohl anders mit dem armen Hermann fein können, herb war sie gewesen, mehr als einmal, recht herb. Auch wenn fie ihn nicht so geliebt, wie die Bas' ihren HerzenSschatz. Aber der Abschied hatte doch manches gut gemacht.
Da brachte der Briefträger einen Brief. Er war von Hermann Grau. Hannchen überflog die wenigen Zeilen und, indem sie an die eben gehörten Worte der Base dachte, brach fie in Tränen aus.
DaS Blatt flatterte zu Boden, Christel hob eS auf, fie laS die wenigen Worte, die darauf verzeichnet waren. So lauteten fie: .Liebe» Hannchen! Ich hab'» nicht bloß geträumt, ich hab'S gewußt: So bald sehen wir unS nicht wieder! Vater und Mutter find jetzt damit einverstanden, daß ich Medizin studieren soll. Und seit ich dies Versprechen habe, läßt'« mir keine Ruhe mehr in Sonnenfeld. ES muß ein Anfang werden, darnft ein .Zurück' unmöglich ist. Ich reise heute ab, um alle Kenntnisse zu erwerben, die mit für das Abiturientenexamen, daS mir die Pforte zur Universität erschließt, noch nötig find. Ich denke, mein fester Wille wird in nicht zu ferner Zett erreiche«, was er
Revolver zum Geschenk und überreichte ihnen einen für Kaiser Wilhelm bestimmten kunstvoll gearbeiteten Säbel. Im Hafen von Athen wurden die Prinzen von ihrer Taute und deren Gemahl, dem Kronprinzen von Griechenland empfangen; auch die Behörden der Stadt teatu; zugegen. Die Prinzen feiern hier das Ostern- fest und besuchen von den Sehenswürdigkeiten u. a. die Burg und den Tempel der Athenen, sowie die Altertums-Sammlungen. Dann werden Ausflüge gemacht nach Salamis, wo 480 vor Christi die Perser von den Griechen geschlagen wurden, nach Delphi, bekannt durch die Apollo zu Ehren gefeierten Festspiele, und nach Olympia dem Schauplatz der berühmten Spiele zu Ehren Zeus. Hier finden, wie man weiß, seit 1875 deutsche Ausgrabungen statt.
Von der Bagdadbahn.
Die Bagdadbahn, deren Zustandekommen nach den letzten Abmachungen deutscher Kapitalisten mit dem Sultan nunmehr gesichert ist. macht manchen Engländern schwere Sorgen, da man ganz unnötiger Weise hinter dem rein wirtschaftlichen Unternehmen auch politische Aspirationen DeuschlandS im Orient wittert. Die Bahn soll bekanntlich an der Nordwestsette des persischen GolsS bei Konweit endigen. Um die Hoheitsrechte über Koweit war vor ungefähr zwei Jahren schon ein Streit zwischen bet Pforte um den dort refidirenden Sultan entbrannt. Letzterer wies mit englischer Hilfe die Ansprüche der Pforte zurück. Auch die Russe« mischten fich ins Spiel, indem fie auf einer kleinen Insel in der Nähe eine Beobachtungsstation errichteten. Seitdem hat diese Frage geruht, insbesondere wohl auch deshalb, weil England noch zu sehr mit dem Kriege in Südafrika beschäftigt war. In der „Times' und anderen englischen Blättern war schon, als der Streit um Konwett begann, die Rede davon, daß die deutsche Regierung ihren Einfluß beim Sultan zur Festsetzung in jenen Gebieten zu verwenden beabsichtige unter Benutzung der Tatsache, daß die Bagdadbahn vorwiegend mit deutschem Kapital gebaut werden sollte. Da jetzt der Plan der Bagdadbohn ernstlich in Angriff genommen worden ist, find gewiffe Politiker wieder aufgetaucht, die s. Zt. von der deutsche« Regierung in ihren offiziösen Blättern als gänzlich unbegründet zurückgewiesen worden waren.
Deutsches Reich
Berlin, 11. April.
— Wie mitgeteilt, sah der Kaiser dieser Tage die vom Maler Dettten ausgeführten Kartons für die Mosaiken, dis der Monarch für das Gemach der heiligen Elisabeth in der Wartburg stiftet Es find neun Szenen aus dem Leben der Fürstin. Der Kaiser aber begnügt fich nicht mit der Stiftung der Mosaike«, sondern will nach der ,3t. A. Z.' dem gesamten Rau« eine harmonische Abstimmung im romanischen Charatt
forderlich ist. Gern hätte ich Dich noch ein Mal gesehen I Aber . .» Heb' wohl, Hannchen > Hermann Graul'
Wieder entstand eine lange Pause. Dia Base blickte ernst, aber nicht streng auf das junge Mädchen. Sie wußte von dem, worauf der Briefschreiber anspielte, ja nur wenig, aber ihre Lebenskenntnis sagte ihr unschwer das weitere.
.Siehst*, Hannchen, eS geht im Leben doch zumeist anders zu, als man'» denkt. Und was bei alledem mich freut, das ist, daß der Her- mann Grau doch weiß, worauf's ankommt: Auf» Lernen und Könnens Hast vielleicht auch 'meint, 's fei ein guter Mensch, wie so viel andre, aber daß er keinen einzigen Tag wartet, um in die Arbeit zu kommen, da» zeigt, daß er weiß, was er wert ist.'
„Hast recht, Base, ich freu' mich, daß er se ist!" sagte Hannchen ergeben. Raus mußt' er auS dem Einerlei!'
.Gerad so, wie Du!'
„Gerad so, wie ich! Hast abermals recht, Aber glaubst* wohl, hab' a große Sehnsucht nach Haus, eine viel stärkere, al» Du glauben magst.'
Mädele, schwätz kein Blech! Hast hier WaS Gescheites gelernt, mein' sogar, des Guten sei*» zu viel gewesen, die Herren Professoren loben Dich, alle Welt mag Dich gern, seitdem Du im Theater sangst — wärst Du mein, ich hätrs nimmer erlaubt, also waS toittft noch?'
.Weiß eS net, Base, aber zu Haus, daheim möcht ich haft fein, daheim, wo*S am allan- besten ist.'