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Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Univerfitäts-Buchdruckern Marburg, Markt 21. — Telephon 56.
. Marburg
Freitag, 10. April 1903.
mit dein Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Sonntagsbeilage: JUnstrirtes Sonntagsblatt.
Karfreitag.
Der Gefangennahme des Herrn und Heilande- folgte am Karfreitag die Kreuzigung. Am Marterholz duldete er, der der Menschheit künden trug, und das Grad nahm seinen Körper auf. Aber er behielt ihn nicht, und vom lichten Osterfest her tönt der Freudenruf: Christus ist auserstanden, das Leben hat bett Lod überwunden! Der ganze Inhalt unserer christliche« Religion und unseres christlichen Glaubens stellt sich in diesen Aorten dar, deren Tatsache uns Kraft fürs Leben und Zu- verficht für unsere letzte Stunde giebt, die wir halten und unangetastet bewahren wollen für alle Tage und Jahre! Der stillen, aber dauernden Kraft des Christentums erwachsen Gegner in den mancherlei leidenschaftlichen Strömungen, in den Irrungen und Wirrungen unserer Tage, und die moderne Kritik, die ans gelehrte« Forschungen fußt, möchte den einen oder anderen Stein herausreißen aus dem machtvollen Bau christlichen Glaubens. Es ist ein eigen Ding darum; für di« große, große Mehrheit ist die Glaubenswelt in imferem Volke eine feste und ganz und gar unverrückbare, es wird unserem Volk kein Dienst damit erwiesen, etwas, dar an sich nebensächlich sein mag, in völlig neuer Gestalt vor den geistigen Augen entstehen zu sehen. Der Segen, der aus dem Glaubensquell der christlichen Religion Millionen alljährlich gespendet wird, ist so groß, daß kein Stein in feine klare Tiefe hinabgeworfen werden sollte, sie zu trüben. DaS find Gedanken, die in der ernsten Karwoche von selbst kommen, die wir gern in uns aufnehmen, wenn wir unser Ringen und Streben um das tägliche Brot folbst mit sorgendem Auge prüfen. Wir arbeiten und hoffen! Wir sahen, wie uns draußen der erste volle Frühlingsschimmer vom jungen Lenz in wenigen Zauber-Tagen und -Nächten bescheert ward, wie nach dem Todesschlafe des Winter- die Auferstehung folgt.
Der Karfreitag ist ein Gedenktag, wie kein anderer in all den Jahrtausenden, seit Menschen über diese Erde gehen. Welch einen Wendepunkt, welche Revolution in der gesamten Lebensauffassung und in der Geschichte der Menschheit er gebracht hat, daS zeigt da« Zeichen des Kreuzes, daS diesem Tage den Stempel aufdrückt. Ehedem war er da? Fluchholz, der Schandpfahl, das Zeichen größter Niedrigkeit auf der einen, Grausamkeit und Urigerechtigkeit auf der andern Seite. Jetzt ist es dar Ehrenzeichen geworden, mit dem da- Verdienst geschmückt wird; auf tausenden von Gebäuden prangt es, die Stätten der Segen-, des Trostes, der Liebe, alle- Edelsten, was in der Menschheit lebt, find.
Da- ist aber kein bloßes Spiel von Zufall und Willkür. ES ist der Ausdruck einer welt-
82 Mach druck verboten.)
^JÜiLLiträgerS Hannchen.
Bon Georg Paulsen.
tSortfetzung.)
Hannchen machte große bange Augen. Die Base seufzte, dann lächelte fie.
„Ja fiehst, Hannchen, so ist die Sach' doch. Wenn ich Dich anfchau, ganz gewiß muß ich da sagen, bist ein schmuckes, herziges Mädele. Aber darfst net glauben, daß ich weniger sauber gewesen wär', wie Du. Und daß mir armen Ding die Eitelkeit da recht reichlich zu Kopf stieg, das war am End' entschuldbar. Aber ... ich hätt' doch mehr auf das achten sollen, was meine Mutter mir g'sagt.'
„Und was war das?"
„Jag' keinem Hirngespinnst nach, nimm' Du, was der liebe Herrgott Dir in den We« schickt.'
„Das ist aber doch gerad' daS Rechte?'
„Meinst Du, Kind?'
Eie stand mit einem tiefen Seufzer auf, ?ing ein paarmal in dem bescheidenen Gemach in und her und blieb dann vor dem jungen Mädchen stehen.
„Will Dir waS erzählen, Hannchen. Hab's keinem sagt, aber Du sollst's toiffen. Schau, Mädele, ist ein eigen Ding um daS Menschenherz, und wen« wir WeibSleut' in jungen Jahren auch zumeist denken, wir haben Recht nnb ganz gewiß Recht, 's ist doch auch eine Seit, wo man halt anders denkt. Bist ja kein dumme» Din- mehr, mein Mädele, und ich
geschichtlichen Tatsache ohne Gleichen. DaS Kreuz hat die Welt erobert, daS Kreuz besten, bet auf Golgatha den EntscheidungSkamps mit der Sünde der ganzen Welt ausfocht, der mit weltüberwinbender Liebe die größte Kluft überbrückte, bie es gibt, gab und geben wirb, bie Kluft zwischen der sündigen, rebellischen Menschheit und dem heiligen, ewigen Gott. Seitdem ist bas Kreuz nicht nur Quelle de- Trostes für unzählige gequälte Herzen und geängstigte Gewiffen geworden, hat es nicht nur zu den größten Opfern und Heldentaten die Menschen willig und fähig gemacht, eS ist auch daS Zeichen, in dem allein ein Volk siege« kann in allen Kämpfen «ach innen und außen, die es zu führen hat. Auch unser deutsches Volk muß wieder der Fahne dek Gekreuzigte« folgen, wenn es durch die schweren Kämpfe, bie ihm bevorstehen, wohlbehalten hin- durchkommen, wen« eS wachsen, gesunben, erstarken will, wenn e8 die hohe Kulturaufgabe lösen will, bie seine Stellung im Rat der Völker ihm zuweist.
Umschau.
Die Weltlage.
Die Weltlage kann ruhiger unb friedlicher eigentlich kaum gedacht werden als fie gegenwärtig ist. Die Stürme auf dem Balkan werden hoffentlich lokalisiert und hoffentlich auch bald gänzlich überwunden werden, die marokkanischen Vorgänge brauchen nicht ernst genommen zu werden und sind auf den Gang der Weltgeschichte absolut eir.RufcloS; im übrigen weist der politische Himmel augenblicklich nicht eine Wetterwolke auf. Wir können uns daher gar keine günstigere und freundlichere Konstellation für da- Osterftst wünschen, als wir sie in Wirklichkeit besitzen. Daß sich die Kulturvölker der Erde, insonderheit diejenigen Europas, des Friedens sorglos erfreuen dürfen, das haben sie in erster Reihe natürlich der Erkenntnis zu danken, daß bei der gegenwärtigen Gestaltung der Staatengebilde das Gleichgewicht in Europa hergestellt ist und daß eS im allseitigen Jntereffe liegt, den Status quo, bei dem jede einzelne Macht zufrieden sein kann, zu erhalten. Dabei vergeffen wir nicht, daß den Friedensbestrebungen der Fürsten und Staatsoberhäupter der größte Dank dafür gebührt, daß sich die Völker der Segnungen des Friedens ununterbrochen etfteuen dürfen. Wie lange wir uns fteilich noch nach Ostern eines ungestörten Friedens etfteuen toetben, steht bahin. Denn irgendetwas geht vor, man ist emsig bei bet Atbeit, das Pulver zu trocknen. Möge die Stelle, wo es auffliegt, unseren Grenzen nicht zu nahe fein.
Polnisches.
Aus dem in Warschau erscheinenden „Slowo PolSkie" übernimmt der Posener „Kuryer Poz
nanski' die folgenden auf Grund des 10. Jahresberichtes der Auffichtskommisfion aufgestellte« Mitteilungen über Bestand und Aufgabe de- polnischen Nationalschatzes, bet bekanntlich in RappetSwhl im schweizerischen Kanton St. Gallen untergebracht ist. Das „Slowo PolSkie' schreibt: „Ende Dezember 1901 besaß der Nationalschatz 222 380 FrcS. Im Jahre 1902 machten bie im Nationalmuseum in RapperSwyl eingezahlten Beiträge 1350 Frcs. auL. Ferner gingen ein vom Verband des polnischen AuS- wanderertum- 11332 FrcS., von bet Paris« Kommission des Schatzes 13170 Frcs., von dem Hauptkommissar des Nationalschatzes für die Vereinigten Staaten von Nordamerika 13 840 Francs. Nach Abzug b« Ausgaben schließen bie Rechnungen des Schatze- Ende 1902 mit bet Summe von 253192 Frcs. ab. Die Auf» stchtskommisfion hat aus Grund des § 22 des Statuts bie aus dem Schatzfonds verfügbare Quote ausschließlich bet Nationalliga zuerkannt. Denn das Wachen darüber, daß die Aulklärung bet Nation nicht auf Irrwege gerate, das Warnen vor Richtungen, welche die polnische Sache untergraben, das find Be» bürfniffe, die eine Organisation etfotbem, welche von kein« Gesellschaftsklasse, von keinem Bekenntnis unb von keiner Doktrin abhängig ist, also eine nationale Organisation mit rein demokratischem Untergründe, eine Organisation, die auf geradem Wege, ohne Bedingungen zu stellen, dem klar und deutlich vorgestreckten Ziele, der Unabhängigkeit Polens zustrebt. In diesem Geiste und auf dieser Bahn geht die polnische Nationalliga vor.' Angesichts dies« Erklärung, warum keine andere bet polnischen Organisationen mit Beihilfen aus bem Nationalschatz bebacht worben fei, ist ein Zweifel üb« den politischen Charakter unb Zweck b« Nationalliga völlig ausgeschlossen, unb ebenso wie der Nationalschatz, dessen geheime Fonds sicherlich den oben angeführten Betrag ganz erheblich übersteigen, bestimmt ist, gegebenenfalls die Mittel zur Unterstützung einer Bewegung herzugeben, deren Endziel die Wiederaufrichtung eines selbständigen polnischen Reiche- ist, und aus dem schon jetzt die politischen Bestrebungen des Polentums finanziell gefördert werden, ebenso unterzieht sich bie polnische Nationalliga der Aufgabe, die in verschiedenen Ländern ansässigen polnischen Elemente auf politischem Gebiete zu sammeln und zur Aufnahme der Unabhängigkeitsidee der großpolnischen Fanatiker fähig zu.machen.
Zur Aufhebung des § 2.
Die von Preußen beantragte Aufhebung de- § 2 des Jesuitengesetzes scheint nicht zur Entscheidung deS Bundesrats gebracht werden zu sollen. Die Entscheidung soll einstweilen ausgesetzt bleiben. DaS sieht so auS al- solle b« Antrag überhaupt ad acta gelegt werben. Die
kann mit Dir sprechen, wie mit einer gescheiten Frauensperson. Unb will's Dir zu Lieb' auch gern tun, wenn's gleich weh tut!' „Liebe, gute Bas'!' sagte Hannchen herzlich. „Siehst, so war die Sach'. A schmuckes Ding war ich, a ganz schmuckes, wie ich gesagt hab'. Brauch' nimmer zu prahlen, wenn ich bas sag'. All bie jungen Burschen schauten nach b« Christel, be8 Morgens unb bes Mittags unb beS Abends erst recht.'
„Ach bie Lausbub'n!' summte Hannchen aus einem bayerischen Trutzlied halb ärgerlich, halb schelmisch.
„Magst fie schon so nennen, Mädele, aber einet wat drunter, ein« von denen, bie ich könnt', bet war anders, als all die andetn. Ein Gesicht wie von Milch und Blut, und so nachgiebig und gut fast, fast, ach beinah' beffet wie ein Mädchen.'
„Just, wie d« Hermann!' murmelte Hanu» chen still vor sich hin.
„Und ich war ihm gut, herzensgut,' fuhr bie Bas' Christel fort, „kannst mir'- glauben. Ab« der gute Mensch wat mit zu still, ich meint’, eS wär' nimm« genug, daß « mit aus feinen tiefen Augen feiner rechten HerzenSlieb' versichert', ich wollt', « sollt'- mir auch zeigen. Bist doch das schmuckste Mädchen auf ein fünf, sechs Meilen in bet Runde, sagt ich mir, da kannst schon verlangen, daß die Lieb' zu Dir net dünn ist, wie a Wassersuppen, da mußt fordern, daß der Butsch a rechte Schneid beweist. Zu ganz anderen hast gesagt. Du willst fie nimm«, unb dem — — Milchgesicht — ja, den bösen Ausdruck hab'
ich 'braucht, willst gleich so ohne weiteres um den Hals fliegen? Ohne daß et auch nut ben kleinen Fing« rührt? DaS darfst net! Dabist Dir schon selbst schuldig! DaS sagt mit bet Hochmut, bet Dünkel, bie Eitelkeit, beim zu meinem glatten Gesicht hatt' ich am Enb' doch auch mehr, als ein paar Batzen in bie Suppen zu brocken. Aber das H«z unb auch bet gefunbe Menschenverstand, bie warnten unb warnten immer wieder: Christel, Christel, 'S ist Gold, was Du vor Dir hast, kannst einen Schatz heben von rechter Hetzenstreue, Mädele, greis’ zu, greif' zu, Mädele. Unb baS hab' ich in manch« schlaflosen Nacht toieber und wieder und immer wieder vor meinem Ohr klingen gehört, ober befolgt hab' ich's nimm«!'
Ach wie klangen die letzten Worte leise und wehmütig von ben welken Lippen bet Base. Dem banglauschenden Hannchen war eS, als ob ein Stich durch da- junge Hetz fahre. Wat daS nicht beinahe biefelbige Geschichte von dem atmen Hermann Grau. Ach Gott, was wat sie selber doch für ein gar so butnmeS unerfahrenes Ding. Gewiß, ganz gewiß, ihr war so, als sei ihr d« gute Bursch bis in die Seel hinein, so gern fie ihn leiden macht, doch noch lang «immer gut genug zum Mann. Unb als fie ihm am Abschiebstag daS Lieb fingen mußt? Ab« sie fuhr zusammen, benn bie Bas' erzählte weiter. „Ja, fiehst, Mädele? Einmal, da halt, et nun wirklich sich so ganz zusammengenommen, so rechte Courasch gefaßt und wollt mir sagen, ich möcht' seine Frau werben. Drauf gewartet halt' ich im allerinnersten Herzen längst, hätf sonst doch kein Mädele sein müssen; ab« als 'S nun f» weit war. da . .
Angabe entbehrt insofern nicht der Wahrscheinlichkeit, als bet Beschluß des Bundesrates an sich längst hätte herbeigeführt fein könne«, wenn nicht inzwischen eineSinne-änberung ein getreten wäre. Der Eintritt ein« solches wäre infolge d« ablehnenden Haltung zahl- teufe« Bundesregierungen zum Anträge Preußen- alletbingS recht erklärlich. ES gewinnt mehr unb mehr den Anschein, als ob die Chancen für die Aufhebung des in Siebe stehenden § 2, bie ja keineswegs die Wieberzulaffung bet Jesuiten bebeuten würde, wie oftmals fälschlich behauptet worben ist, durch ben Erlaß de- Bischof- von Trier in letzt« Stunde verschlechtert worden wären. Ohne diesen Erlaß wären jedenfalls die konfesfionellen Leidenschaften nicht in der Weife, wie geschehen, erregt worben und eine Anzahl derjenigen Bundesregierungen, bie jetzt gegen den preußischen Antrag Stellung genommen haben, hätte zu einem Protest keinen Anlaß gefeabt.
Professor Ruhland.
Durch die Zeitungen ging kürzlich eine Notitz, b« burch seine Beziehungen zum Bunb der Landwirte bekannte Professor Ruhland habe sich wegen finanzieller Unterstützung seine- Blattes; de- „Getreidemarkt', an verschiedene Berlin« Getreidehändl« gewendet. Hierzu sei folgender bemerkt:
Ruhland hat sich all«bings an den Deutsches Handelstag gewendet und ihm in einem Memorandum erklärt, bie deutsche Sektion der Internationalen lanbwirtschastl. Vereinigung fürStand unb Bildung der Getreibepteife (deren Sekretär R. ist) wolle eine bessere internationale Getreide« statistik herbeiführen; zu diesem Zwecke solle ei« Kuratorium für die Ruhlanbsche Zeitschrift, der „Getreidemarft' gebildet und in dieses 7 Bet» > tret« der Landwirtschaft unb 7 Vertret« bet HanbelS und ber Müllerei gewählt werben. Dieses Kuratorium solle die Organisation deS Nachrichtendienstes hinsichtlich ber Form der Erhebung, ber Verarbeitung und Veöffentlichung überwachen. Alle wirtschaftlichen Streitfrage« unb Polemik sollen aus dem „Getceidemarkt' ausgeschlossen sein. Ruhland hofft, daß vo« einem solchen Zusammenarbeiten von Landwirt-» schäft, Handel und Müllerei auch der Getreide- Handel, der burch den ungenügenden und unzu- verläsfigen Nachrichtendienst ja auch häufig Schaden leide, denselben Nutzen zu erwarte« habe, wie die Landwirdschaft. Am Schluß de- Ruhlandschen Memorandums heißt eS. „Eine Beteiligung mit Geldbeiträgen irgend welcher Art bei diesem europäisch-internationalen Unternehmen wirb nicht erwartet."
Die Sonderkommisfion des Deutschen Handels« tags wirb am 22. unb 23. April b I. über diesen Ruhlandschen Vorschlag beraten.
Sie verstummte und schluchzte ein paarmal leise. „Will -'mich ja nach Deinen Worte« richten," warf Hannchen beruhigend ein, „'s legt Dich auf, wenn Du so viel sprichst; magst mil fie später zu End' erzählen, bie Geschicht'I'
„Nichts btt!* sagte bie Base resolut. »Di« Stunb' ist ba, baß wir uns 'mal aussprechen. DaS bißchen Wasser auS ben alten Augen schadet mir gar nichts. Siehst, ba saß ich am Fenster des Sonntags nach der Nachmittagskirch' und dacht, ob er wohl kommen tüt? Lustige Burschen unb Mäbeln gingen vorbei, sie sagten, ich sollt mitkommen. Wollts schon, aber der Gedanke, ob er wohl kommen möcht', d« hielt mich immer wieder fest. Eine Viertelstunde wardst' ich, eine halbe und da kam «. Ein paar Blümele hat er mitgebracht und « gab sie mir ohne viele Rederei. Das Schöntun mit den Redensarten war zu mein« Zeit noch nicht so recht in bie Mob' gekommen. Ich dankt ihm freundlich, ward auch wohl rot, denn mir toatl ganz warm umS Herz geworden. Unb ba fing er an, so recht aufrichtig: „Christel, weißt doch, wie gern ich Dich hab!' Aber wie ich eben antworten wollt, ba rief eine Stimme herüber; „Na wird's ba? Wohl gar eine feste Sach' am offenen Fenster?' Ich fuhr auf, ein loser Bursch auS ber Bekanntschaft war's, b« mit ein paar jungen Dingern vorüberging. Auch der — der — mir so herzen Stieb war, schaut auf, und eh' wir WaS sagen konnten, ba hieß es schon wirb«: „Haben bie beiden rote Köpfe! Ja, da wär' daS Kürzest' unb Gescheiteft’ gewesen ein einfach: Ja! Und dann war all'S in Orb« nung. Aber die Eisbildung, die »erfebrtbeit.
(Fortsetzung folgt.)