mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllrrstrirt-s Sonntagsblatt.
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Marburg
Mittwoch, 8. April 1903.
Erscheint täglich außer ex Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-AuSgabe.
Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universität- - Buchdruckers Marburg. Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg)
n.
Arbetterfürsorge und Mittelstand.
Auszug aus dem Referat an den konservativen Delegiertentag, erstattet von
Freiherrn von Richthofen-Mertschütz.
Meine Herren, dasselbe, Wa8 ich vom Hand- ßoerttmeister sagte, gilt auch für die Stellen« »«fitzet, die Kleinbauern, die jetzt oft sbnne schlechteren Verdienst haben, wie manche Lohnssürtner oder Jnstleute. Auch hier muß eingesetzt werden, da muß versucht werden — und das hat auch der Fraktionsredner der konservativen Partei im Reistage vor kurzem betont —, sie Arbeiterversicherung auch auf diese Klaffen unseres Mittelstandes auszudehnen, für den Handwerker eine Krankenversicherung zu schaffen, eine Versicherung gegen Anfall, Alter und Invalidität, auch für den kleinen Grundbesitzer eine Versicherung -u schaffen. Wir muffen uns dabei in der Tat vergegenwärtigen: was ist schon für die Arbeiter seit jener denkwürdigen Botschaft deS Jahres 1881 erreicht? Täglich wird für sie mehr als eine Million Mark ausgegeben. Drei Milliarden find seit dem Inkrafttreten der Alters- und JnvaliditätSgesetzgebung bis Ende 1901 ausgezahlt. Davon haben die Arbeiter etwa« weniger als die Hälfte selbst getragen, 14 33 Mark pro Kopf, während etwas mehr als 33 Mark pro Kopf die Lasten der gesamten Versicherung auSmachen. Und von der Milliarde an Beständen find bereits 2 Millionen für Bauten, Genesungsheime, Volks» Heilstätten, Volksbädern u. s. w. angelegt.
aber ebenso ist eS Christenpflicht, jenen Teilen der Bevölkerung, die ebenso notleidend find, und die im Interesse einer gedeihlichen Fortentwickelung des Staates unbedingt erhalten werden muffen, auch Hilfe gegen die wirtschaftlichen Befahren bei dem Kampfe ums Dasein angedeihen zu lassen! In Oesterreich t B. ist eine Zentralinstanz zur Gewerbe- rderung eingerichtet, zur Belebung des Ge- noffenschaftSwesenS, zur Einrichtung von Ausstellungen von Arbeiten der Meister, Gesellen und Lehrlinge. Eine anerkennenswerte Initiative ist dabei entwickelt worden, die zur Folge gehabt hat, daß an diele Genossenschaften Motors gegeben werden, Elektrizität, GaS u. f. w. Die wirtschaftliche, die intellektuelle und sittliche Hebung des Handwerkerstandes ist dabei das Ziel. Und daS muß auch bei uns eine der Hauptaufgaben des Staates in der jetzigen wirtschaftlichen Krisis sein. Auch verweise ich auf die interessanten Ausführungen meines FraktionS- genofsen im Abgeordnetenhause, des Herrn Felisch, der wieder und immer wieder der Staatsregierung nahe gelegt hat, sie solle ihren Einfluß im Bundesrat geltend machen, daß endlich der Befähigungsnachweis wieder eingefvhrt tverde. Wenn man einen Befähigungsnachweis
80 Mach druck verboten.)
—Briefträgers Hannchen.
Von Georg Paulsen.
Fortsetzung.)
Sie streichelte seine abgemagerten Hände: .Laß nur, wirst gar bald wieder gesund und munter fein!"
.Aber dann bist Du nicht mehr hier!" Das kam tote ein Hauch von seinen Lippen. Nur das Mädchen hatte die zitternden Laute vernommen, eine helle Glut stieg in ihre Wangen. Sie antwortete nicht. Behutsam trat jetzt Frau Grau näher, auch die Krankenschwester kam heran, um eine beruhigende Medizin zu verabreichen, und der Kranke nahm sie willig. Dann sann er einige Augenblicke nach, während er die schlanken Finger seiner jungen Freundin fest in den feinen hielt.
»Mutter, ich möcht' mit dem Hannchen einen Augenblick allein fein!" Er bat eS mit herzlichem Ausdruck.
! , »Aber lieber, lieber Hermann!" Die helle Eifersucht auf die Zuneigung ihres Sohnes war mit einem Male in der sonst so kühl denkenden Frau erwacht.
»Bitte, liebe Mutter!" wiederholte er nur. Hannchen stand ängstlich neben dem Bette. SBenn nur keine schlimme, aufregende, für ihn schädliche Szene folgt!
Inzwischen sammelte sich Frau Grau mit fast übermenschlicher Kraft; sie hatte die Lippen zufammenbeißen müssen, um keinen Schrei hervorzustoßen.
.®8 wird Dir schaden, Deine Wangen
nicht allgemein einführt, dann soll man doch wenigsten» tmf die »Meisterprüfungen" das größte Gewicht legen und muß das Recht, Lehrlinge zu halten, von der Meisterprüfung abhängig machen.
Für daSBauhandwerk ist die Frage des Befähigungsnachweises schon völlig spruchreif, und der bayerische Vertreter im BundeSrat hat hn Reichstag vor kurzem erklärt, daß die bayerische Regierung die Einführung des Befähigungsnachweises für das Bauhandwerk für absolut notwendig halte! Da werden die konservativen Reichstagsabgeordneten im neuen Reichstage darauf dringen müssen, daß auch Preußen im Bundesrat den Widerspruch gegen die Einführung deS Befähigungnachweises für das Bauhandwerk endlich aufgiebt. So werden unsere Vertreter im Reichstag in der neuen Legislaturperiode viel zu tun »haben, damit da» HandwerkerorganifationSgesetz aus dem Jahre 1897 weiter ausgebildet wird und zu seiner vollen Bedeutung gelangt. 68 ist nötig, daß die Handwerkskammern nicht bloS Pflichten haben, sondern noch weit mhr Rechte erhalten. Deshalb dürfen wir auch in den Einzellandtagen nicht davor zurückschrecken, wenn weitere staatliche Mittel für die Hebung deS Handwerkerstandes gefordert werden. Wir geben doch jährlich in Preußen Millionen und Millionen für die Universitäten und höheren Schulen ans, — und daS soll auch so bleiben, — aber auch mit Recht kann auch der Handwerkerstand sagen, daß wenn eS weiterer Mittel bedarf, um ihm zu seiner früheren Stellung wieder zu verhelfen, man selbst vor der Ausgabe von Millionen für diesen Zweck nicht zurück- s'chrecken sollte! Daneben wird auf den Schutz der Bauhandwerker, auf eine Aendernng des Submissionswesens, auf tunlichste Einschränkung der Herstellung handwerksmäßiger Waren in Militärwerkstätten und Gefängnissen, auf die Bildung von Rohstoff- und Produktivgenossenschaften der Handwerker und Berücksichtigung derselben bei Lieferungen des Staats- bedarfeS weit mehr al» bisher Bedacht zu nehmen sein.
Was den Bauernstand anbetrifft, so gilt daS Wort: »hat der Bauer Geld, so hatS die ganze Welt". Das hat allerdings der Reichskanzler Graf Caprivi als fehlerhaft bezeichnet für den von ihm konstruierten völligen Industriestaat. Aber die Handwerker find fich darüber ganz klar — die Handwerkskammern haben erst in ihren jüngsten Berichten darauf hingswiefen — wie schlecht eS den Handwerkern auf dem Lande geht, wenn eS der Landwirtschaft schlecht geht. Und der Bund der Landwirte hat deshalb auch den Schutz deS Mittelstandes, de« Handwerks, mit auf seine
fangen an zu glühen," sagte fie mit gepreßter Stimme. „Fräulein Hölder wird Dich noch öfter besuchen, nicht wahr?"
„Gern. Bleib' ruhig, Hermann. Komm' bald wieder zu Dir!" versprach fie mit ihrer munteren Stimme, um ihn von seinem Verlangen abzubringen.
„Nein," beharrte er mit dem Eigensinn der Kranken, „Hannchen soll bleiben und allein. Wer weiß, ob ich sie wiederseh!"
„Aber, Hermann!" wehtte sie beschwichtigend ab. „Es soll aber so fein!" stieß er heftig hervor. Und nun blickte die Krankenschwester mahnend zu der Mutter hinüber; eine größere Aufregung mutzte unbedingt verhütet werden. So wandte fich denn die Posthalterin, aber fie preßte in ihrer Pein die vollen Lippen zwischen die Zähne, daß fie bluteten. Hannchen erwiderte auf einen Vorficht heischenden Blick der Schwester mit verständnisvollem Lächeln. Sie war sich des Ernstes des Augenblickes Wohl bewutzt.
Sie waren allein.
„Fast wie ein Wunder will mit’« scheinen, daß ich Dich doch noch einmal wiederseh," flüsterte er leise, „und da wollt' ich Dich um etwas bitten. Der Himmel möcht's trotz meinem Traum, den ich Dir oben erzählt und Über den Du gelacht, nicht wieder so gut mit mir meinen."
„Bitte, Hermann," bat Hannchen, »sprich nicht so viel. Will ja gern tun, was Du möchtest. WaS ist's?"
„Hannchen, fing mit noch einmal das alte Liedel, das Du vor Jahr und Tag so oft gesungen: »Ach, wie ist'« möglich dann." Ja, willst Du, Hannchen?"
Fahne geschrieben. (Bravo!) Ich will daher hier nichts Näheres Über die Rotw endigkeit sagen, den kleinen und mittleren Besitz zu erhalten, den Real- und Personalkredit Wetter auSzubildm, die Vet» schuIdungSgrenze näher zu ermitteln und festzusetzen, aus dem Gebiete der inneren Kolonisation fortzufahren. Das ist wieder ein sehr großes Gebiet, auf dem eS unendlich viel für die Landtage und den Reichstag zu tun giebt. Wir Konservativen wollen mit vollen Segeln in der Sozialpolitik Weiterarbeiten, aber allerdings nicht einseitig, weder ins Uferlose hinaus, noch ins Einseitige hinein!
Aber wenn ich hier diesem Ausbau der sozialen Gesetzgebung das Wort rede, so muß ich zugleich auf die Gefahren Hinweisen, gegen welche wir hierbei keineswegs blind fein dürfen. Wir find hier ohne Zweifel alle der Ansicht, daß mitSchlagwörterndie Sozialdemokratie nicht besiegt werden kann. Es handelt fich dabei in der Tat um einen Kampf Mfchen Glauben und Unglauben; die Sozialdemokratie ist eine Art Religion, fie ist der Materialismus der Nichtbefitzenden. DieWiffen- fchaft im Dienste des Unglaubens gesellt fich als BundeSgenosfin der Sozialdemokratte zur Seite.
Die Sozialdemokratte geht, wie Sie wissen, sehr überlegt vor. Es ist Ihnen bekannt, wie sie fich die Krankenkaffenorganisation in de« Industriezentren erobert hat. Und nebenher wieder geht sie vor mit der Eroberung der Gewerbegerichte, für fie ist alles Machtsrage.
Wir aber wollen uns, indem wir vorwärts schauen, sammeln um die Fahne des Christentums. Von dem Entscheidungskampf, der uns wohl bevorstehen mag, ist schon verschiedentlich heute gesprochen worden. Auch ich bin der Ansicht, daß er unserem Vaterlande kommen wird. In diesem Kampfe werden wir Regen, wenn wir die unerschütterlichen Grundsätze deS Christentums voll zu den unsrigen machen!
Umschau.
Nachträge zu der Kaiserreise nach Kopenhagen.
Kaiser Wilhelm hat bei der Abschiedstasel im Kopenhagener Schloß mit dem König Christian noch kurze Trinksprüche gewechselt. Kaiser Wilhelm betonte in seinem Trinkspruch, er habe fich so wohl befunden, daß er, wenn möglich, diesen Sommer, gelegentlich der Nordlandreise, Kopenhagen wieder besuchen werde. Beim nachfolgenden Kaffee betonte der Kaiser, daß ihm der Kopenhagener Besuch unvergeßlich bleiben werde; über den Takt, den die Bevölkerung gezeigt habe, äußerte der Kaiser wiederholt seine lebhafte Anerkennung. Den Armen Kopenhagens überwies Kaiser Wilhelm 5000 Kronen. DaS Hofpersonal erhielt zahlreiche und sehr wertvolle Geschenke. In London
Sie war tief erblaßt, was mochten die draußen Harrenden denken? Aber wie fie in seine feuchtschimmernden, guten Augen sah, da schwand jedes Bedenken.
„Will's gern tun, aber mußt fein still fein, lieber Bursch!" Unwillkürlich fiel fie in die alte vertrauliche Redeform. Er nickte nur glücklich.
Sie holte tief Atem, und während feine heißen Augen jeden Zug in ihrem lieblichen Geficht beobachteten, hob fie an, mit klarer, ober halblauter Stimme, glockenhell, herzinnig: „Ach, wie ist's möglich dann, Dah ich Dich lassen kann. Hab' Dich von Herzen lieb, Das glaube mir!'
Sie mußte fich abwenden, fie fühlte, wie e» aus ihren Augen heiß die Wangen hinablief. Aber fie fang weiter, und leise merkte fie, wie der Druck seiner fieberheißen Hände nachließ. Und nun kam der herzbewegende Schluß, und als fie vorsichtig die Augen wandte, erkannte fie glücklich, daß die tiefe Mattigkeit und das heiße Empfinden ihn überwältigt hatten: Er schlummette sanft!
Behutsam löste fie die Finger, neigte fich und küßte ihn auf die Stirn. Dann ging fie leise zur Tür. Al» fie hinauStrat mit den Worten: „Er schläft!" fühlte fie fich von dem alten Posthalter umarmt und geküßt. Hermanns Mutter aber saß auf einem Schemel in der Ecke und weinte bitterlich.
Hannchen Hölder war nun schon bald ein Jahr bei der Christel-Lase in der Stabt, eine lernbegierige, aber bescheidene und zurück
glaubt msn, daß Kaiser Wilhelm im Sommer wahrscheinlich mit dem Zaren und dem König Eduard in FredenSborg zusammentreffen werde und daß sich daraus seine Ankündigung beim AbschiedSdiuer bezogen habe. — Am Sonntag abend um */, 10 Uhr verabschiedete fich der Kaiser aufS herzlichste von den Mitgliedern deS dänischen Hofes, König Christian geleitete den kaiserlichen Gast bis zum Hafen. Die Nacht verbrachte der Kaiser an Bord seiner Nacht „Hohenzollern", die am Montag früh in Begleitung der „Nymphe" und de» »Sleipner" die Heimfahrt antrat.
Bayer« und die Marine.'
Für unsere Marine sind in diesem Jahre zum erstenmale in Bayern Rekruten auSge- hoben worden, und zwar 200 bis 300 Mann. Zu bemerken ist dabei, daß zuerst der Bedarf an Rekruten für die Landarmes gedeckt werden muß und daß die Marinerekruten aus den überzähligen Diensttauglichen entnommen werden. Bisher deckten Preußen und die Seeuferstaaten alle:' den Bedarf an Marinerekruten und auSden binnenländischen Staaten wurden nut Freiwillige eingestellt. Bei dem ftetigen Anwachsen der Marine ist der Bedarf, wie die „Tgl. Rdsch." schreibt, schwer zu decken und so stellte Preußen den Antrag auf Heranziehung der Bevölkerung aller Bundesstaaten zur Marine, der von iw* Bundesfürsten genehmigt wurde.
Der Eisenbahnerstreik in Holland-
ES ist jetzt gerade ein Vierteljahr darüber vergangen, als in den Niederlanden das Schreckgespenst eines Eisenbahnerstreiks zum ersten Male sein Haupt erhob. Damals gelang e» den vereinigten Bemühungen aller Interessenten, den Ausstand gleich in seinen ersten Anfängen zu dämpfen und niederzudrücken. Die Behörden haben die Zwischenzeit nach Möglichkeit benutzt, um gegen die Eventualität eines zweiten Streik» der Eisenbahner möglichst gefichert zu sein. @8 wurde nicht nur der Kammer unverzüglich ein Gesetzentwurf unterbreitet, bet Ausstände im öffentlichen Verkehrswesen unter die schwersten Strafen stellt, sondern eß wurden auch die Mannschaften bet Jngenieutkorps mit bem äußeren Eisenbahnbetrieb, so gut und schnell eS ging, vertraut gemacht. Gleichwohl trifft die in bet Nacht zum vergangenen Montag erfolgte Proklamierung des Generalstreiks aller Eisenbahnen des niederländischen Königreichs als ein ungemein schwerer Schlag. Es hat den Anschein, als feier, alle Vorkehrungsmaßnahmen ein Schlag ins Wasser gewesen. Tatsächlich steht nämlich bet gesamte Eisenbahnverkehr Hollands seit der Ankündigung des Ausstandes still. Die militärischen Hilfskräfte find augenscheinlich in ganz ungenügender Stärke vorhanden, von der Befähigung der einzelnen garnicht zu reden. Was daraus werden soll,
haltende Schülerin, lieber das Briefträger* Hannchen an8 Sonnenfeld ward von den Mitschülerinnen aus der hohen Schule für Musik im Anfänge wohl einiges gespöttelt, aber als das junge Mädchen, freundlich von einfichttgen Lehrern unterwiesen, ruhig und bestimmt ihren Weg ging, verstummten die Neckereien, di« unter dem fröhlichen Völkchen auch nie besonders bös gemeint gewesen waren, und eine allgemeine Achtung trat an ihre Stelle.
Die junge Sonnenfeldetin vermied jede über« schäumende Vertraulichkeit; es kamen aber Stunden, in welchen der volle goldene Jugend- Humor wieder zum ganzen Recht kam, und da» wat besonders an dem Tage gewesen, als fie all' die nach den berühmten Klößen neugierigen Kameradinnen und Kameraden zu einem Mittagsmahl geladen hatte, dessen Leitung fie selbst gehabt: „Hammelbraten und Klöße, von der künftigen Primadonna hergerichtet," hatten ein paar lustige junge Herren gemeint und gelacht, aber fie lachten nicht mehr, als die Gastgeberin schelmisch lächelnd die Geladenen willkommen hieß. ES war ein schöner Tag und im Garte« der Bass waren die Tische schlicht zusammen- gestellt, aus welchen die Mahlzeit aufgetragen werden sollte. Hannchen Hölder war selbst in bet alten schmucken Landestracht, kettenbehängtem Mieder, rotem Rock und weißer Schürze, und die dienstbaren Geister waren ähnlich gekleidet: Klöße, Braten und schäumendes Bier au» Stein« trügen, das wat die Mahlzeit, aber fie schmeckte, und die neckische Aufmunterung der jungen Wirtin, zuzulangen, wurde fleißig befolgt.
(Fortsetzung folgt.)